Hans Neccio - Ralf Schlier - E-Book

Hans Neccio E-Book

Ralf Schlier

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Beschreibung

Der Roman spielt 1974 in Marienfeld im deutschsprachigem Banat, Rumänien und Reisezielen. Die Personen sind der 14jährige Hans, die Eltern und Freunde. Alles ist in von unabhängigen samples von etwa 130 Worten mit einer durchgehenden Handlung angeordnet. Jene wird von reve, samples von Vergangenheitsrückblicken, unterbrochen.

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Seitenzahl: 63

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Hans Neccio

TitelseiteImpressum

HANS NECCIO

Marienfeld Banat

Der Roman spielt 1974 in Marienfeld im deutschsprachigem Banat, Rumänien und Reisezielen.

Die Personen sind der 14jährige Hans, die Eltern und Freunde. Alles ist in von unabhängigen

samples von etwa 13o Worten mit einer durchgehenden Handlung angeordnet. Jene wird von

reve, samples von Vergangenheitsrückblicken, unterbrochen.

Biographisches

196o Geburt in Großsanktnikolaus im deutschsprachigem Banat Rumänien

1975 Aussiedlung nach Deutschland Trifels Gymnasium Annweiler

1978 erster Aufenthalt halbjährlich in der Psychiatrie schizophrene Psychose Otto Hahn Gymnasium Landau

1981 daheim bei den Eltern von Sozialhilfe mit fünf Aufenthalten in der Pfalzklinik Landeck

2ooo Sozial Therapeutische Kette STK

2oo1 Tod der Mutter

2oo3 Catalogue of Painting 8o Aquarelle 8o Polychromos

2oo4 Wiederheirat des Vaters

2oo8 Betreutes Wohnen STK

2o1o HANS NECCIO ein Tagebuchroman 15ooo Worte beendet

2o12 Catalogue of Painting 2. 6o Polychromos Vater nach Oberschenkelhalsbruch im Altersheim

2o14 Pingi Poesie Album begonnen

2o15 HANS NECCIO Marienfeld Annweiler Landau 4oooo Worte beendet

2o18 Tod des Vaters

1.

WINTER 1974

Arad reve Eislaufen Röntgenaufnahme reve Taucher von Helmuth

Zimmer Hannelores Besuch reve Völkerball reve Hof

Geburtstag Oli Tante Lotte Briefmarken reve Zahnarzt

Temeschburg mit Papa reve Flüsse und Seen Tränen nach Gips

Reve Heiligabend 197o Lothar Harry reve Ingrid

Reve Sinaia

Winter 1974

Arad

2.

Schnee fällt ruhig, am frühen, noch dunklen Morgen. Die Mutter und der Sohn Hans verlassen das Haus in der Mittelgasse in Richtung Bahnhof.

MUTTER Bist du müde?

HANS Nein.

Der Bahnhofsvorsteher öffnet gegen halb sechs den Ticketschalter, vor der Einfahrt ist das Pfeifen der Lokomotive zu hören.

MUTTER Wünscht du dir etwas?

HANS Ein Buch von Hermann Hesse wär toll.

MUTER Erst das Krankenhaus.

Hans wünscht auch, dass die Röntgenaufnahme vom Gips des rechten Handgelenks gut ausgehen würde. Bei der Ankunft in Lowrin, dem Umsteigebahnhof, dämmert es, der Anschlusszug wartet.

HANS Wie lange bis wir da sind?

MUTTER Wir haben es uns vorgenommen

Reve Eislaufen

Die Lehrerin löst ihr Versprechen vom Schlittschuhlaufen auf der Roßschwem ein, das Eis ist von einer dünnen Schneeschicht bedeckt, nach ihrem Festzurren an den hohen Schuhen, sind die Spuren der Schlittschuhe zu erkennen, sie fährt rückwärts, macht einen einfachen Salto, Sigmund beschließt den See mit Helmuth zu umrunden, an der Einmündung zur Quelle bricht er bis zur Brust ein, alles bleibt fast ohne Wahrnehmung, automatisch klettert Sigmund das Ufer hoch, nach dem Umziehen bei Harry reicht ihm dessen Oma die nassen Sachen, zuhause schläft er sofort im warmen Nest ein.

Röntgenaufnahme

Vom Bahnhof in Arad bringt sie die volle Straßenbahn in die Nähe des Krankenhauses, die Mutter und Hans werden vom diensthabenden Arzt auf Rumänisch begrüßt.

MUTTER Wir sind für eine Röntgenaufnahme angemeldet.

3.

Arzt Wie ist das passiert?

MUTTER Hans konnte sich beim Klettern auf einem Baum nicht mehr Festhalten, der offene Bruch musste mit vielen Antibiotikaspritzen behandelt werden.

Nach drei Stunden Wartezeit gibt der Arzt Bescheid, dass der Bruch gut verheile und wünscht La revedere. Die Mutter steckt ihm ein Bakschisch zu.

Reve Taucher von Helmuth

Der Kindergarten für die Kleinen der LPG Mitglieder ist in einem Haus auf dreiviertel Höhe der Vordergasse untergebracht. Richard geht im dritten Jahr hin. Morgens unterscheidet sich der Ablauf nicht von anderen Kindergärten, auf das Mittagessen folgt der Nachmittagsschlaf in Betten mit hohen Randgittern, die Milch beim Aufwachen mag er nicht. Heute hat Richard mit einem Stecken seinen Namen ungelenkig in den Sand geschrieben, darauf lud ihn Helmuth ein, einen Taucher, der nicht vorhanden war, anzugucken.

Zimmer

Hans wacht auf, die Winterferien dauern bis nächste Woche. Das Zimmer der Großeltern, die nach Deutschland ausgereist sind, hat er seit drei Jahren bewohnt. Dieses liegt hinter dem Gäste und Wohnschlafzimmer der Eltern, vor der Küche, an welche die Speisekammer, das Bad, sowie die Sommerküche und Gerümpelkammer sich anschließen. Auf der Seite zum Wohnraum steht eine Kannapee, gegenüber der rote Schleiflackschrank mit Vitrine, in der Mitte der runde Tisch. Am Fenster sind zwei passende Fauteuils, wo der schwarze Rauhhaardackel, Mada, Mittagsschlaf hält, aufgestellt. Bleibt die Tür zum Glasgang mit einer Kommode, an den Wänden hängen Starschnitte von Seeler, Müller, den Kremers, Netzer, Vogts und Beckenbauer.

Hannelores Besuch

MUTTER Guten Morgen, möchtest du in der Küche Radio hören, Papa kommt nicht zum Mittagessen, er fährt den Direktor nach Hatzfeld.

HANS Ich lunzle, wenn ich ganz wach bin, werde ich den Roman im Goldenen Blatt lesen.

4.

Er denkt, ich könnte heute Besonderes unternehmen. Am Wochenende erwartet Hans Lothar aus Temeschburg, der dort eine Lehre als Dreher macht. Er hat keine Lust auf Schularbeiten, die Wochen mit dem Gips scheinen endlos, wenigstens musste er nichts schreiben, weder Hausaufgaben noch Klassenarbeiten, was ihn etwas faul werden ließ. Frau Neccio kocht Käsfleckerl.

MUTTER Hannelore ist gekommen, sie will für Lotte Comics ausleihen.

HANNELORE Lotte hat im Krankenhaus große Langeweile, sie hätte gerne Fix und Foxi.

Hans Herz fällt in die Hose, aber er lässt sich nichts anmerken.

HANS Grüß Lotte von mir.

Reve Völkerball

Die Klingel läutet, die Schulkinder springen in den Hof, Lotte zieht mit einem Ast die Linien für den Völkerball, die Mannschaften werden eine nach der anderen von den Kapitänen gewählt, Helmuth freut sich, wenn er in Sigmunds kommt, welcher der Grundlinienspieler, am gegnerischen Feld ist, wer den Ball nicht festhalten kann, aber getroffen wird, muss ausscheiden, die Viertelstunde macht mehr Spaß als das Einmaleins, nach dem Klingeln treten die Lehrer aus der Kanzlei am Tor, wo die rumänischen Klassen sind, die nächste Pause wird erwartet.

Reve Hof

Mit fünf war Hans ein unruhiger Geist, mehrmals rannte er den Hof zum Haustor vor, wo er das zwei Meter hohe Tor, ganz aus Holz, mit drei querstehenden, Streben, in einem Zug hochkletterte, diesmal konnte Hans sich nicht halten und stürzte auf der Straßenseite kopfüber, aufs Pflaster, als eine Passantin laut aufschrie, drehte sich der Großvater um, er lief in die Küche, ohne ein Wort zu sagen, legte er sich auf den Diwan, wegen der rasenden Kopfschmerzen schlief Hans die halbe Nacht nicht, die darauffolgenden Jahre musste er mit starkem , oft wiederkehrendem Kopfweh bezahlen.

Geburtstag

5.

Der Nachmittag seines 14. Geburtstags wurde ungeduldig erwartet, Lehrer und Mitschüler gratulierten bereits in der Schule, Hans durfte früher gehen. Mittags gabs Schnitzel und Bratkartoffel. Für die Feier kommen Oli Tante und Puppi, zwei Grundschullehrerinnen, und die besten Freundinnen von Frau Neccio.

PUPPI Alles Gute, wir geben ein Ständchen, das Mädchen Karina.

Oli Tante, bei der er die ersten Jahre Akkordeonunterricht hatte, nimmt die 72. bässige Hohner aus dem Koffer. Hans kennt den Schlager aus der Deutschstunde im Radio, sein Repertoire sind die drei Bände Bunte Musik. Die Mutter gibt zum Nescafe eine Portion Russisches auf die Teller.

OLI TANTE Ein kleiner Schritt in die Jugend.

MUTTER Ja, Hans ist kein Kind mehr.

Oli Tante

Familie Neccio hatte am Tisch in der Mitte Abendbrot, sie erwartet, wie jeden Abend, zum Fernsehen Oli Tante.

HANS Hallo, Der Lange Heiße Sommer beginnt.

MUTTER Nehmt Platz, ich mach noch meine Zuckerrosen.

OLI TANTE Viel Arbeit.

Der Fernseher steht im Wohnschlafzimmer an den Fenstern, in Höhe der Couch, zu Hans Zimmer befinden sich Öl und Kachelofen, der Schrank und die Kommode zum Gästezimmer. Oli Tante sitzt auf dem Kanapee, gestützt auf die Bettkante, die Beine angewinkelt, auf dem linken Bett liegt der Vater längs, Hans lehnt sich am Fußende an die Tuchert der Mutter.

MUTTER Wart ihr brav?

OLI TANTE Ich würde heute lieber früher gehen.

Die Mutter und Hans begleiten sie in die Hauptgasse.

OLI TANTE Ida, die Schwester, wartet bestimmt.

HANS Gute Nacht.

6.

Lotte