Hass - Murray Innes - E-Book

Hass E-Book

Murray Innes

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Beschreibung

Zwei Brüder haben jahrelang auf verschiedenen Kontinenten gelebt. Das Wiedersehen in Australien reißt alte Wunden auf. Ein gemeinsamer Urlaub im Busch endet in einer Tragödie.

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Seitenzahl: 20

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Murray Innes

 

Hass

 

 

Aus dem Australischen übersetzt von

Shawnee Lawrence

 

 

 

4., überarbeitete Auflage 2017

Balladine Publishing Ltd & Co. KG, Köln

Copyright © 2014 Balladine Publishing

Alle Rechte vorbehalten

Umschlaggestaltung: Balladine

ISBN 978-3-945035-36-8

www.balladinepublishing.com

Inhalt

Murray Innes – Hass

Über den Autor

Glossar

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Murray Innes – Hass

Seit vie­len Jah­ren hasste Ste­phen Snow sei­nen Bru­der David.

David, der Ältere, hatte es im Leben geschafft. Er hatte Geld gemacht und war eini­ger­ma­ßen reich. Aber am schlimms­ten von allem war für Ste­phen, dass er ihm Sadie aus­ge­spannt und sie gehei­ra­tet hatte.

Das war vor zehn Jah­ren gewe­sen. Seit die­ser Zeit war Ste­phen Snow all­mäh­lich die Glücks­lei­ter abwärts gestie­gen, wäh­rend David sie immer wei­ter hin­auf­ge­klet­tert war.

Von Kind­heit an war David bevor­zugt wor­den. Er war auf die höhere Schule geschickt und mit allem ver­sorgt wor­den, was er sich wünschte. Wäh­rend des Krie­ges war David bis zum Captain auf­ge­stie­gen. Ste­phen war Gefrei­ter ge­blie­ben.

Sadie war seine Freun­din gewe­sen, als er sich, bevor der Trup­pen­trans­port aus­fuhr, auf dem Bahn­steig von Water­loo in den Krieg ver­ab­schie­dete. Doch David hatte auf­grund sei­nes höhe­ren Ran­ges viele Gele­gen­hei­ten, Lon­don zu besu­chen. Gleich nach dem Ende des Krie­ges hei­ra­tete er Sadie. Und Ste­phen hatte zehn Jahre lang schwei­gend die Eifer­suchts­atta­cken und Hass­anfälle ertra­gen.

Was ihn am meis­ten schmerzte, war die her­ab­las­sen­de Art, in der sein älte­rer Bru­der ihn unter­stützte – der Erfolgs­ver­wöhnte küm­merte sich um den weni­ger glück­li­chen Mann.

Nach Sadies Tod hatte David Ste­phen geschrie­ben, er solle nach Aus­tra­lien kom­men. Er hatte auch das nötige Geld geschickt. Komm hier her­aus zu mir, und ich werde dir eine feste Anstel­lung besor­gen, hatte er geschrie­ben. Ich bin Geschäfts­führer der Sydney Rubber Company, und ich kann dich för­dern. Es wird bes­ser sein als dein untä­ti­ges Herum­lun­gern in Lon­don, und Aus­tra­lien wird dir gefal­len.

Ste­phen kam. Als er die Gang­way des Schiffs hin­un­ter­lief, um David zu tref­fen, gin­gen ihm all diese Dinge durch den Kopf. Und er ent­deckte, dass er sei­nen Hass auf David immer noch im Her­zen trug. Doch er ver­barg seine wah­ren Gedan­ken, wie er es stets getan hatte, und be­grüß­te sei­nen Bru­der fröh­lich. Die­ser hatte sich ziem­lich ver­än­dert.

Viel­leicht hat der Krieg ihn hart gemacht, dachte Ste­phen, der sei­nen Bru­der nicht mehr gese­hen hatte, seit die­ser und Sadie mit dem Schiff aus Til­bury abge­reist waren. Sadie würde er nie­mals wie­der­se­hen.