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Sagen Sie Dreck und Chaos den Kampf an! Lernen Sie, welche Putzmittel Sie wirklich brauchen und auf welche Sie getrost verzichten können. Erfahren Sie Wissenswertes zur Hygiene, zur Raumgestaltung und zur Fleckentfernung. Lernen Sie ein cleveres System zur Entrümplung kennen und erhalten Sie Survival-Tipps für Ihren ersten eigenen Haushalt. Damit "das bisschen Haushalt" nur so wenig Aufwand wie nötig in Anspruch nimmt und Sie sich in Ihrem gepflegten Zuhause wohl fühlen können!
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Seitenzahl: 484
Veröffentlichungsjahr: 2018
Haushaltstipps für Dummies
Schummelseite
Die wichtigsten Wasch- und Bügelsymbole auf einen Blick
Pflegesymbole
Bedeutung
Handwäsche. Empfohlene Wassertemperatur 20–30° C, für empfindliche Textilien wie Wolle und Seide.
Normalwaschgang mit Temperaturangabe. Die Zahl im Bottich gibt die maximale Waschtemperatur an.
Schonwaschgang mit Temperaturangabe. Waschtrommel nicht komplett füllen, Schleuderzahl reduzieren.
Nicht waschen!
Bügeln möglich.
Bügeln mit niedriger Temperatur (maximal 110° C). Bügeleisenprogramm:
Polyacryl oder Nylon.
Bügeln mit mäßiger Hitze (maximal 150° C), Bügeleisenprogramm: Wolle, Seide und Mischgewebe.
Bügeln mit großer Hitze (maximal 200° C). Bügeleisenprogramm: Baumwolle und Leinen.
Nicht bügeln!
Tipps zur erfolgreichen Fleckenbekämpfung
Nicht reiben, sondern tupfen!
Sofort handeln, bevor der Fleck eintrocknet!
Von außen nach innen tupfen! So wird der Fleck nicht noch größer.
Sicherheitshalber kaltes Wasser zum Auswaschen verwenden!
Die wichtigsten Trocknersymbole auf einen Blick
Pflegesymbole
Bedeutung
Schonend trocknen: niedrige Temperatur (maximal 60 °C) und kurze Behandlungsdauer wählen. Trockner nur locker befüllen.
Normale Trocknung bei Temperaturen bis zu 80 °C.
Nicht trocknen!
Das hilft gegen die häufigsten Flecken
Fleckenart
Behandlung
Blut
Mit kaltem Wasser ausspülen, bei Bedarf in Salzwasser einlegen.
Buntstifte
Mit unverdünntem Spiritus betupfen, lauwarm ausspülen und waschen.
Ei
Eiweiß: mit kaltem Salzwasser ausspülen.
Eigelb: mit Salz bestreuen, trocknen lassen, ausbürsten und dann erst waschen.
Farb- und Lackflecken
Mit Terpentinersatz betupfen.
Fett (Butter, Margarine)
Mit Gallseife einreiben, kurz einwirken lassen, mit lauwarmem Wasser ausspülen.
Harz
Tropfen abheben, das restliche Harz mit Waschbenzin oder Fleckenwasser auflösen.
Kaffee
Schwarzer Kaffee: heißes Wasser.
Kaffee mit Milch: kaltes Wasser und Gallseife.
Ketchup
Mit kaltem Wasser ausspülen, mit Gallseife einreiben und waschen.
Rost
Mit Zitronensaft beträufeln und nach kurzer Einwirkzeit ausspülen.
Rotwein
Feuchtigkeit aufnehmen, den Restfleck mehrmals mit Mineralwasser spülen, anschließend mit Salz bestreuen und nach dem Trocknen aufsaugen. Restliche Farbveränderungen mit Spiritus entfernen.
Senf
Abkratzen, mit Seifenlauge betupfen und unter warmem Wasser ausspülen. Hartnäckige Flecken vor dem Waschen zusätzlich mit Salmiakgeist betupfen.
Tee
Mit lauwarmem Wasser ausspülen, dann mit Gallseife behandeln und waschen.
Titelei
WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA
Haushaltstipps für Dummies
Karolin Küntzel
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
1. Auflage 2018
© 2018 WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim
Wiley, the Wiley logo, Für Dummies, the Dummies Man logo, and related trademarks and trade dress are trademarks or registered trademarks of John Wiley & Sons, Inc. and/or its affiliates, in the United States and other countries. Used by permission.
Wiley, die Bezeichnung »Für Dummies«, das Dummies-Mann-Logo und darauf bezogene Gestaltungen sind Marken oder eingetragene Marken von John Wiley & Sons, Inc., USA, Deutschland und in anderen Ländern.
Das vorliegende Werk wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie eventuelle Druckfehler keine Haftung.
Coverfoto: © Tatomm/thinkstock/iStock
Lektorat und Projektmanagement: Evelyn Boos-Körner, Schondorf am Ammersee
Satz/ePub: Reemers Publishing Services GmbH, Krefeld
Print ISBN: 978-3-527-71448-3
ePub ISBN: 978-3-527-81672-9
Cover
Über die Autorin
Einführung
Über dieses Buch
Konventionen in diesem Buch
Was Sie nicht lesen müssen
Törichte Annahmen über die Leser
Wie dieses Buch aufgebaut ist
Teil I: Zu Hause ist es am schönsten
Teil II: Räume nutzen und gestalten
Teil III: Putzen und Aufräumen
Teil IV: Textilien und Kleidung: Waschen und Pflegen
Teil V: Der erste eigene Haushalt
Teil VI: Der Top-Ten-Teil
Symbole, die in diesem Buch verwendet werden
Wie es weitergeht
Teil I: Zu Hause ist es am schönsten
Kapitel 1: Das bisschen Haushalt … ?
Haushalt ist auch Hausarbeit
Machen Sie es sich gemütlich
Sagen Sie Dreck und Chaos den Kampf an
Flügge werden
Kapitel 2: Gesund und munter
Haltung bewahren – rückenschonend arbeiten
Produkte wie für Sie gemacht
Heben, Tragen, Bücken
Im freien Fall – wie Sie typische Haushaltsunfälle vermeiden
Stürze
Schnittwunden
Verbrennungen und Verbrühungen
Vergiftungen
Stromschläge
Wohnungsbrände
Allergisch reagieren – gut leben trotz Milben, Sporen und Pollen
Hausstaubmilben
Pollen
Schimmelpilze
Tierhaare
Kapitel 3: Schön ist es und so soll es bleiben
Hand anlegen – kleine Reparaturen selbst erledigen
Nägel einschlagen
Löcher bohren
Richtig Dübeln
Löcher in Wand und Decke ausbessern
Perlator auswechseln
Duschkopf entkalken
Verstopftes Rohr säubern
Heizkörper entlüften
Die Klospülung läuft und läuft und läuft
Farbe bekennen – Streichen und Tapezieren für Anfänger
Wände streichen
Tapezieren
Teil II: Räume nutzen und gestalten
Kapitel 4: Vier Zimmer, Küche, Bad und Flur
Wohnzimmer – das Herzstück der Wohnung
Zehn Tipps für ein gemütliches Wohnzimmer
All-in-one: Ein Raum – viele Funktionen
Schlafzimmer – von traumhaft bis schlicht
Bett
Schrank
Nachttisch
Arbeitszimmer – hallo, kreatives Chaos
Kinderzimmer – Hauptsache bunt und fantasievoll
Farbe
In Form – aber sicher!
Funktion – extrem vielfältig
Kuscheln – Kissen, Decken und Matten
Ordentlich einpacken
Küche – zwischen Kommunikation und Kochkunst
Alte Küchen aufmöbeln
Bad – am liebsten peinlich reinlich
Zehn Tipps für die Einrichtung kleiner Bäder
Flur – der erste Eindruck zählt
Kapitel 5: Vorhang, Jalousie & Co.
Auf die Funktion kommt es an
Wer die Wahl hat, hat die Qual
Gardinen
Vorhänge
Schiebegardine
Rollos
Jalousien
Plissees
Befestigungsmöglichkeiten
So bleiben Mücken draußen
Kapitel 6: Es werde Licht – Lampen und Beleuchtung
Die Einheit des Lichts
Watt
Lumen
Lux
Kelvin
Vom Glühfaden zur Diode
Glühlampe
Halogenlampen
Leuchtstoff- und Energiesparlampen
LED-Leuchten
Räume ins rechte Licht setzen
Zehn Tipps für eine schöne Beleuchtung
Lampen für jeden Zweck
Licht in jeden Raum
Kapitel 7: Feng-Shui
Die wichtigsten Prinzipien des Feng-Shui
Die Energie fließen lassen: das Qi
Yin und Yang
Die fünf Elemente
Die Lehre von den Bagua
So wenden Sie das Bagua an
So aktivieren Sie eine Bagua-Zone
Teil III: Putzen und Aufräumen
Kapitel 8: Ein Wort zur Hygiene
Hygiene früher und heute: Essig, Natron und Zitronensäure im Wandel der Zeiten
Altbekannte Hausmittel
Schädlinge im Haushalt
Grundlegende Maßnahmen gegen Vorratsschädlinge
Die häufigsten Vorratsschädlinge
Motten und Brotkäfer vertreiben
Viel hilft nicht viel – Umgang mit Bakterien im Haushalt
Schimmelpilzbefall – was tun?
Lüften – aber richtig!
Kapitel 9: Reinigungsmittel: Funktion und Wirkung
Der Umwelt zuliebe: ein Blick aufs Etikett
Gängige Inhaltsstoffe von Reinigungsmitteln
Chemische Zusammensetzung: sauer, alkalisch oder neutral?
Hinweise für den sicheren Umgang mit Reinigungsmitteln
Fünf Reinigungsmittel, die Sie wirklich brauchen
Marken- oder No-Name-Produkt: Was putzt besser?
Material und Mittel: Welcher Reiniger wofür?
Kapitel 10: Besen, Sauger, Lappen – das richtige Handwerkszeug
Fünf Reinigungsgeräte, die Sie wirklich brauchen
Der Staubsauger
Der Besen
Handfeger und Kehrschaufel
Wischmopp und Eimer
Staubwedel und Staubtuch
Kleine Lappen-, Schwamm- und Bürstenkunde
Lappen
Schwämme
Bürsten
Fix und fertig – Produkte für die Blitzreinigung
Kapitel 11: Der Putzplan – nicht nur für WGs
Vom Nutzen des Putzens
Putzen im Turnus
Weniger ist mehr: fünf Minuten am Tag
Ein Raum ist genug
Einmal die Woche
Einmal im Monat
Zweimal im Jahr
Einmal im Jahr: zwölf Arbeiten, die Sie einmal jährlich im Haushalt erledigen sollten
Blitzblankes Bad
Krümelfreie Küche
Grundreinigung in der Küche
Grundreinigung des Kühlschranks
Den Durchblick behalten: Fenster und Rahmen auf Hochglanz
Sonderfall: Tierhaare entfernen
Kapitel 12: Vor der eigenen Tür kehren
Gut in Schuss: Pflaster, Wege, Zaun, Geländer
Pflasterpflege
Holzpflege
Tipptopp: Terrasse und Balkon
Balkon- und Gartenmöbel
Textilien im Außenbereich: Polsterauflagen, Markisen und Sonnenschirme
Saubere Sonnenschirme und Markisen
Nützlich: Helfer mit und ohne Stecker
Kapitel 13: Ordnung ist das halbe Leben
Die Kunst des Verstauens
Vier Tipps für mehr Ordnung
Grundlegende Ordnung schaffen
Ordnungshelfer für den Kleiderschrank: Bügel für jeden Zweck
Kleinteilige Kleidung
Hilfe, der Schrank ist zu voll!
Ordnungshelfer für Schubladen und Regale: Einsätze, Auszüge, Kästen, Körbe und Boxen
Übersichtlich: Auszüge und Einsätze
Praktisch: Kästen und Boxen
Dekorativ: Körbe
Lebensmittel lagern
Sonderfall Kühlschrank: Fach für Fach
Gut verpackt hält länger
Kapitel 14: Weg damit! Entrümpeln leicht gemacht
Trennung von Überflüssigem: Das Drei-Boxen-System
Kleine Entscheidungshilfen
Verstauen auf Probe
Unnötiges wegwerfen lernen
Auf Überflüssiges verzichten lernen
Zu schade für den Müll
Ausleihen
Verschenken
Tauschen
Verkaufen
Teil IV: Textilien und Kleidung: Waschen und Pflegen
Kapitel 15: Ihre Waschmaschine stellt sich vor
Programme ganz nach Wahl
30- und 40-Grad-Wäsche
60-Grad-Wäsche
90-Grad-Wäsche
Kaltwäsche
Sparprogramme
Schleudern
Wäsche sortieren und vorbereiten
Waschzettel lesen und verstehen
Von Pulver bis flüssig: Waschmittel für jeden Zweck
Diese Waschmittel brauchen Sie wirklich
Messen statt schätzen: die richtige Dosierung
Flauschig, duftig, keimfrei: der Einsatz von Weich-, Duft- und Hygienespülern
Lang soll sie leben: die Pflege der Maschine
Kapitel 16: Die kleine und die große Wäsche – alles andere als Jacke wie Hose
Jeans & T-Shirt – die Unempfindlichen
Pullover & Socken – die Feinen
Sport- & Funktionskleidung – die Speziellen
Hemd & Bluse – die Hängenden
Dessous & Seidentücher – die Sensiblen
Anzüge & Kleider – ein Fall für die Reinigung
Die große Wäsche
Bettwäsche und Handtücher waschen
Bettzeug und Matratzen säubern
Das richtige Bettzeug für Hausstauballergiker
Vorhänge & Stores reinigen
Teppiche reinigen
Kapitel 17: Ein heißes Eisen anpacken: Bügeln
Nichts anbrennen lassen: die richtige Temperatur
Knick raus, Falte rein: von unerwünschten und gewollten Bügelfalten
So vermeiden Sie Falten in der Wäsche
So vermeiden Sie Knicke und Falten im Stoff
Tipps & Tricks für Hemd und Hose
So frischen Sie Bügelfalten in Hosen und Röcken auf
Sprengen und Stärken: der Nutzen von Bügelhilfen
So wird das Bügeleisen wieder sauber
Kapitel 18: Kleiderpflege und Aufbewahrung
Schnell erledigt: Ausbürsten und Auslüften
Hängepartie: Anzüge und Kleider mottensicher lagern
Turnusmäßig tauschen: Winter- und Sommerkleidung
Löcher und lose Fäden: kleine Reparaturen durchführen
Knopf annähen
Loch stopfen
Laufmasche stoppen
Gezogene Fäden versorgen
Schnieke Schuhe: Bürste und Schuhcreme im Einsatz
Kapitel 19: Oh Schreck, ein Fleck!
Kleine Fleckenkunde: Eiweiß, Stärke, Fett und Farbe
Enzyme
Lösungsmittel
Bleichmittel
Spezialmittel oder eine Sonderbehandlung
Alternative Reinigungsmittel
Eine für alles? Wunderwaffe Gallseife
Tupfen, rubbeln oder reiben? Effektive Maßnahmen für die schonende Fleckentfernung
Nicht gleich, sondern sofort
Lieber nass als trocken
Erst das Grobe, dann das Feine
Von außen nach innen
Tupfen, nicht reiben
Kalt statt warm
Erst unscheinbar, dann sichtbar
Kleines Flecken-ABC für Textilien
Nicht immer eine gute Verbindung: Flecken und Material
Stoffe von Leder bis Wolle
Oberflächen von Edelstahl bis Porzellan
Teil V: Mein erster Haushalt
Kapitel 20: Adieu, Hotel Mama
Eine eigene Bleibe finden
Einen Mietvertrag ergattern
Das steht im Mietvertrag
Kosten kalkulieren
Kalt erwischt – die Nebenkosten
Das Haushaltsgeld – eine unterschätzte Größe
So organisieren Sie einen Umzug
So packen Sie alles
Allerlei Amtliches: Bescheinigungen, Papiere, Meldungen
Tisch, Topf und Toaster: Einrichtungs-Basics
Minimal-Möblierung
Die Küchenausstattung
Unter Strom: Wichtige und überflüssige Elektrogeräte
Kapitel 21: Clever einkaufen, klug wirtschaften
Einkaufen mit Köpfchen
Ist das noch gut? Die Haltbarkeit von Lebensmitteln
Mindesthaltbarkeitsdatum
Verbrauchsdatum
Empfohlene Kühltemperaturen
Lebensmittel und ihre Haltbarkeit
Vorräte anlegen
Die Top 10 der Lebensmittel, die immer vorrätig sein sollten
Lebensmittel richtig lagern
Kapitel 22: Alles selbst gemacht: Kochen, Backen, Einmachen
Die verschiedenen Zubereitungsarten
Umgang mit sensiblen Lebensmitteln
Fleisch- und Geflügelgerichte
Schmoren
Braten im Backofen
Braten in der Pfanne
Grillen
Fischgerichte
Vegetarische Gerichte
Einkochen: hausgemachte Marmelade
Backen: ein Rezept, drei Kuchen
Das sollten Sie über Rührteig wissen
Ernährung spezial
Vegetarier, Veganer, Frutarier, Flexitarier
Von Laktose bis Gluten: Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Die häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Nahrungsmittelallergien
Teil VI: Der Top-Ten-Teil
Kapitel 23: Zehn Tipps, damit es immer ordentlich aussieht
Alles hat einen festen Platz
Weg damit!
Täglich eine Viertelstunde
Immer sofort
Adieu, Aufschieberitis!
Aufbewahrungssysteme
To-do-Liste
Papier ist ungeduldig
Notlösung: Verstecke
Wenn Besuch kommt
Kapitel 24: Zehn Zaubermittel zur Fleckenbekämpfung
Aceton (Nagellackentferner)
Backpulver
Chlorbleiche
Gallseife
Essig- und Zitronensäure
Fleckenwasser (Waschbenzin)
Talkum und Stärkemehl
Terpentin
Vereisungsspray
Natron
Stichwortverzeichnis
Wiley End User License Agreement
1-2
3-6
7-8
21-26
27-28
29-32
33-44
45-56
57-58
59-76
77-86
87-96
97-104
105-106
107-116
117-124
125-132
133-146
147-154
155-164
165-172
173-174
175-186
187-196
197-204
205-212
213-224
225-226
227-240
241-246
247-272
273-274
275-282
283-290
Über die Autorin
Karolin Küntzel ist freiberufliche Trainerin, Dozentin und Autorin. Sie schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene (http://www.karibuch.de) und betreibt mit einer Kollegin einen Blog zu Naturthemen (http://www.hallimasch-und-mollymauk.de).
Sie ist in ihrem Leben mehr als zehnmal umgezogen und hat in Mietwohnungen, möbliert zur Untermiete und in Eigenheimen gewohnt. Sie weiß, wie es sich in großen Häusern mit viel Platz lebt, kennt aber auch das Leben in kleinen Ein-Zimmer-Appartements mit Miniaturküchen. Jeder dieser Haushalte war anders und wollte anders eingerichtet und gestaltet werden. Ewig gleich blieben nur die Tätigkeiten Aufräumen, Putzen und Waschen, auch wenn sich im Laufe der Jahre die Technik verfeinert und die Effizienz erhöht hat. Sie kocht und backt gerne, verzichtet, wo immer es geht, aufs Bügeln und hängt viel lieber Wäsche auf, als die Spülmaschine auszuräumen. Sie besitzt eine umfangreiche Werkzeugsammlung und kann damit umgehen.
Derzeit lebt sie mit ihrer Familie und zwei Meerschweinchen in einem großen Haus mit Garten. »Das bisschen Haushalt« erledigt sie zwar nicht immer im Handumdrehen, dafür aber gut organisiert und mit Know-how.
Einführung
Herzlich willkommen bei Haushaltstipps für Dummies! Dieses Buch richtet sich an viele Menschen, denn es behandelt ein Thema, das uns von frühester Kindheit an begleitet. Wir wachsen in einem Haushalt auf, lernen dort früher oder später kleinere Aufgaben wie das Ausräumen der Spülmaschine oder das Abwischen des Esstischs zu übernehmen und machen es uns in unserem eigenen, selbst eingerichteten Zimmer gemütlich. Irgendwann ziehen wir von zu Hause aus und gründen unseren eigenen Haushalt – alleine, mit Freunden oder einem Partner. Ab diesem Zeitpunkt sind wir mehr oder weniger alleine dafür verantwortlich, dass der Haushalt funktioniert und die Hausarbeit gemacht wird. Spätestens dann wird den meisten Menschen klar, wie viele Dinge in einem Haushalt zu regeln und zu erledigen sind. Das fängt bei der Wohnungseinrichtung an und hört beim geeigneten Waschmittel für Wolle noch lange nicht auf. Von diesen großen und kleinen Herausforderungen des Alltags handelt dieses Buch.
Über dieses Buch
Haushaltstipps für Dummies ist prall gefüllt mit Informationen rund um das Thema Haushalt. Es behandelt Einrichtungsfragen ebenso wie Reinigungs- und Ordnungsthemen, widmet sich der Wäsche und den dafür benötigten Waschmitteln, gibt Tipps zur Bekämpfung von Flecken und Haushaltsschädlingen, informiert über die Unterschiede zwischen Rollo und Jalousie, bietet Checklisten für den ersten eigenen Haushalt und verrät Ihnen außerdem ein paar einfache Rezepte für Gerichte, die nicht viel kosten.
Werfen Sie einen Blick in Buchhandlungen oder Büchereien, werden Sie feststellen, dass es dort mehrere Buchmeter zu Fragen rund um die Wohnungseinrichtung gibt, und auch zu den anderen hier behandelten Themen werden Sie reichlich weiterführende Literatur finden. Haushaltstipps für Dummies kann daher nicht jedes Thema erschöpfend behandeln, wohl aber einen guten Einblick in »den Haushalt« geben und die wichtigsten Bereiche übersichtlich darstellen.
Konventionen in diesem Buch
Haushaltstipps für Dummies können Sie von vorne nach hinten lesen. Das empfiehlt sich allerdings nur, wenn Sie ein absoluter »Frischling« auf dem Gebiet der Haushaltsführung sind und zudem vorhaben, in Kürze eine eigene Bleibe zu beziehen. Allen anderen Lesern schlage ich vor, sich im Buch denjenigen Teil oder das Kapitel herauszupicken, die Ihnen in Ihrer derzeitigen Situation am hilfreichsten erscheinen. Eine erste Orientierung kann hier das Inhaltsverzeichnis bieten.
Sie können das Buch auch als eine Art Nachschlagewerk benutzen, indem Sie zu bestimmten Schlagworten das Stichwortverzeichnis befragen und sich die dort aufgelisteten Seiten genauer ansehen. Manche Stichworte werden in verschiedenen Zusammenhängen behandelt, sodass unter Umständen mehrere Kapitel in Betracht kommen, um Ihre Fragestellung zu beantworten.
Einen schnellen Überblick über die häufigsten Themen im Haushalt – Waschen und Fleckenbekämpfung - finden Sie auf den Schummelseiten. Sie können diese aus dem Buch heraustrennen und neben die Waschmaschine hängen, bis Ihnen die Waschprogramme vertraut sind oder Sie selbst wissen, wie Sie welchem Fleck am besten zu Leibe rücken.
Was Sie nicht lesen müssen
Jedes Kapitel ist in sich abgeschlossen und für sich alleine verständlich. Interessieren Sie sich nur für ein ganz bestimmtes Thema, müssen Sie also weder den ganzen Teil noch das gesamte Buch lesen. Ähnlich verhält es sich mit den grau hinterlegten Kästen im Text. Sie enthalten Hintergrund- und Zusatzinformationen, die sich auf das entsprechende Kapitel beziehen. Diese müssen Sie nicht zwingend lesen, um den Inhalt des Kapitels zu verstehen.
Törichte Annahmen über die Leser
Die … für Dummies-Reihe ist für Menschen gedacht, die sich über interessante Sachgebiete informieren möchten, ohne ständig ein Fremdwörterlexikon aufschlagen zu müssen. Leser der … für Dummies-Bücher möchten sich zeitsparend und dennoch kompetent und umfassend in ein neues Thema einarbeiten.
Dass Sie nun Haushaltstipps für Dummies in den Händen halten, könnte folgende Gründe haben:
Sie haben sich bisher mit dem Thema Haushalt noch nicht näher befasst und möchten nun einen ersten Einblick bekommen.
Sie ziehen bald aus und Ihre Mutter hat Ihnen das Buch als Erste Hilfe in die Hand gedrückt.
Sie haben lange mit jemandem zusammengelebt, der einen Großteil der Hausarbeit erledigt hat, und jetzt, da Sie alleine leben, möchten Sie lernen, den Haushalt selbst in Schuss zu halten.
Sie können sich den Unterschied zwischen Soda und Natron nicht merken und wissen nie, welches Mittel lästige Gerüche vertreibt. Sie brauchen deshalb ein Buch zum Nachschlagen.
Sie mögen keinerlei Hausarbeit und sind daher stets auf der Suche nach hilfreichen Tipps, wie Sie möglichst wenig Zeit für diese lästigen Tätigkeiten aufbringen müssen.
Ihre Freunde haben Ihnen das Buch zum Geburtstag geschenkt und wollen es als Wink mit dem Zaunpfahl verstanden wissen. Dabei ist es bei Ihnen doch gar nicht so unordentlich …
Unabhängig davon, ob Sie sich in diesen Beschreibungen wiedererkannt haben oder keine der genannten Vermutungen auf Sie zutrifft, kann Ihnen Haushaltstipps für Dummies gute Dienste leisten, wenn Sie einen Haushalt zu führen haben. Vielleicht werfen Sie sofort einen Blick hinein oder erst später, wenn Sie sich fragen, worin der Unterschied zwischen Lux und Lumen besteht. Sie meinen, das wird nie der Fall sein und Sie können dieses Buch nicht gebrauchen? Dann verschenken Sie es an jemanden, der es aus den genannten Gründen nutzen würde.
Wie dieses Buch aufgebaut ist
Ziel dieses … für Dummies-Buchs ist es, Ihnen einen soliden Überblick über den Haushalt zu geben.
Teil I: Zu Hause ist es am schönsten
Dieser Teil führt Sie im ersten Kapitel in einer Art Schnelldurchlauf durch das Buch. Viele Themen, die später noch ausführlich behandelt werden, werden hier bereits aufgegriffen, um Ihnen einen Vorgeschmack auf das zu geben, was noch kommt. Außerdem beschäftigt sich dieser Teil mit gesundheitlichen Aspekten des Haushalts. Sie bekommen in Kapitel 2 Tipps zum rückenschonenden Arbeiten und zu ergonomischen Haushaltsgeräten und erfahren, wie Sie sich trotz Allergien rundum wohl in Ihren vier Wänden fühlen können. Abgerundet wird dieser Teil mit handfesten handwerklichen Tipps in Kapitel 3. Sie erfahren hier, was in einen Werkzeugkoffer gehört, wie man mit Bohrmaschine und Dübel umgeht, Abflüsse repariert und die Wohnung mit Tapete und Farbe verschönert.
Teil II: Räume nutzen und gestalten
In diesem Teil geht es darum, wie Sie sich so einrichten, dass Sie sich in Ihrer Wohnung behaglich fühlen. Das beginnt bei einer geschickten Raumnutzung und endet bei der chinesischen Lehre Feng-Shui, deren erklärtes Ziel es ist, dass der Mensch in Harmonie mit seiner Umgebung lebt. Dieser weit gespannte Bogen gliedert sich in vier Kapitel. Kapitel 4 setzt sich mit den einzelnen Räumen in einer Wohnung auseinander. Die Funktion jedes Raums wird dabei ebenso beleuchtet wie die Möglichkeiten, ihn geschickt und mit genügend Stauraum einzurichten. Kapitel 5 beschäftigt sich mit allen Formen der Fensterbekleidung, ihrer Funktion und den Möglichkeiten, die sie zur Dekoration der Zimmer bieten. In Kapitel 6 werden Sie in die verwirrende Vielfalt des Lichts eingeführt und bekommen einen Überblick über Lichtstärken, Lampenarten und deren Einsatzmöglichkeiten. Zu guter Letzt wird es chinesisch: Sie erfahren in Kapitel 7, worauf die Harmonielehre des Feng-Shui fußt und wie Sie die Regeln für sich und Ihr Zuhause anwenden und nutzen können.
Teil III: Putzen und Aufräumen
Dieser Teil beschäftigt sich mit einem leidigen Thema – so sehen die meisten Menschen die häuslichen Aufgaben, die mit Putzen und Aufräumen zu tun haben.
In Kapitel 8 machen Sie zunächst einen Abstecher in die Geschichte und befassen sich mit dem Hygienebegriff und der Entwicklung der häuslichen Reinlichkeit. Sie lernen die wichtigsten Schädlinge und Krankheitskeime kennen, die Ihnen beim Umgang mit Lebensmitteln begegnen können, und erfahren, welche Möglichkeiten Sie haben, sich vor ihnen zu schützen. Im Anschluss machen Sie in Kapitel 9 Bekanntschaft mit allen im Haushalt wichtigen Reinigungsmitteln und deren Inhaltsstoffen und wissen nach der Lektüre des Kapitels, wie Sie diese Mittel wirkungsvoll und effektiv einsetzen können. Außerdem widmen Sie sich der streifenfreien Reinigung von Fenstern und befassen sich mit den Unterschieden zwischen Marken- und No-Name-Produkten bei Reinigungsmitteln.
Was wären Reinigungsmittel ohne die passenden Gerätschaften zum Schrubben, Wischen und Fegen? Wenig wert! Aus diesem Grund befasst sich Kapitel 10 unter anderem mit Lappen, Besen und Wischmopps. Informationen darüber, welche Geräte Sie im Haushalt benötigen und welche Ihnen die Arbeit zusätzlich erleichtern, finden Sie hier ebenso. Von Putzplänen für jeden Raum und jeden Zeitbedarf handelt Kapitel 11.
Auch dem Blick über den Tellerrand, sprich vor die Haustür, wird in diesem Teil ein Kapitel gewidmet: In Kapitel 12 geht es vor allem um die Pflege des Außenbereichs mit Wegen, Geländern, Balkonen und Terrassen. Wie Sie hier für Ordnung sorgen und alles in Schuss halten wird ebenso erklärt wie die Geräte, die bei dieser Arbeit hilfreich sind.
Sauberkeit ohne Ordnung ist schwierig herzustellen, deshalb drehen sich Kapitel 13 und 14 rund um die Themen Ordnung und Aufräumen. Sie lernen Ordnungshelfer für Küche und Kleiderschrank kennen und bekommen eine Vorstellung davon, wie befreiend es sein kann, die Wohnung regelmäßig zu entrümpeln.
Teil IV: Textilien und Kleidung: Waschen und Pflegen
In diesem Teil steht Ihre Wäsche im Vordergrund. Sie bekommen einen Überblick über die gängigen Waschprogramme einer Waschmaschine und die für die Wäsche benötigten Waschmittel sowie deren Dosierung (Kapitel 15). Sie erfahren, wie Sie unterschiedliche Materialien von Funktionstextilien bis Wolle fachgerecht behandeln, bügeln, pflegen und aufbewahren (Kapitel 16 bis 18). Zudem erhalten Sie das Rüstzeug, um kleinere Reparaturen an Ihrer Kleidung vorzunehmen und wirksam gegen Flecken vorzugehen (Kapitel 19).
Teil V: Der erste eigene Haushalt
Der Umzug in die erste eigene Wohnung ist ein großer Schritt auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Kapitel 20 begleitet Sie auf diesem Weg ein Stück weit. Sie erfahren, wie Sie sich unter anderem einen Überblick über Ihre finanzielle Situation verschaffen und klären können, welche Versicherungen und amtlichen Papiere Sie nach dem Umzug benötigen. Sie bekommen außerdem Tipps zum Einrichten der Wohnung an die Hand. Checklisten für die Küchenausstattung geben Ihnen einen Überblick, was Sie für einen guten Start benötigen. Als hilfreich kann sich in diesem Zusammenhang auch der Überblick über den Stromverbrauch von Elektrogeräten erweisen, ebenso wie Kenntnisse zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln (Kapitel 21).
Ein eigener Haushalt geht meist mit der eigenen Versorgung einher. Deshalb finden Sie in diesem Teil ein Kapitel, das Sie in die Grundkenntnisse des Kochens, Backens und Einkochens einführt. Mithilfe der einfachen Rezepte in Kapitel 22 können Sie das neu erworbene Wissen gleich ausprobieren, wenn Sie mögen!
Teil VI: Der Top-Ten-Teil
Zu guter Letzt bekommen Sie im Top-Ten-Teil zweimal zehn Tipps. Die ersten beschäftigen sich mit dem Thema Ordnung in der Wohnung, die zweiten stellen Ihnen zehn verschiedene Mittel zur Fleckenbekämpfung vor.
Symbole, die in diesem Buch verwendet werden
Dieses Symbol weist auf einen Tipp hin. Hier bekommen Sie Zusatzinformationen und Hinweise für die praktische Umsetzung.
Sehen Sie dieses Zeichen, ist Vorsicht geboten.
Hinter diesem Symbol verbirgt sich eine ausdrückliche Warnung. »Tun Sie das nicht!«, ruft es Ihnen zu. Lesen Sie deshalb den Text, der mit diesem Zeichen einhergeht, gründlich und beherzigen Sie die Warnung.
Dieses Zeichen steht für eine Erinnerung, für einen Hinweis oder eine wichtige Information, die Sie sich merken sollten.
Das ist der Experte. Er verrät Ihnen seine Detailkenntnisse und erläutert komplexe Sachverhalte.
Wie es weitergeht
Nachdem Sie den Einleitungsteil gelesen haben, ist es Zeit, tiefer in die Geheimnisse des Haushalts einzutauchen. Da Haushaltstipps für Dummies modular aufgebaut ist, können Sie in jedem Teil und in jedem Kapitel beginnen.
Teil I
Zu Hause ist es am schönsten
In diesem Teil …
In den folgenden Kapiteln finden Sie heraus, was Wohnen für Sie angenehm macht. Stellen Sie sich den Herausforderungen und beseitigen Sie Dreck, Wäscheberge und Unordnung!
In diesem Teil erfahren Sie auch, wie Sie sich Haltungsschäden und Treppenstürze ersparen, und wie man einen Bogen um Allergene macht.
Sie lernen, wie man Luft aus der Heizung, Dreck aus dem Abfluss und Farbe an die Wand bekommt.
Kapitel 1
Das bisschen Haushalt … ?
In diesem Kapitel
Wer schmeißt den Haushalt und was ist zu tun?
Gemütlichkeit, Ordnung und Sauberkeit in der Wohnung
Auf sich allein gestellt im ersten eigenen Haushalt
Die einen lieben Hausarbeit, den anderen ist sie egal und wiederum andere hassen sie wie die Pest. Da die meisten Menschen jedoch eine aufgeräumte und gemütliche Wohnung schätzen, erledigen sie früher oder später doch den Abwasch und marschieren mit dem Staubsauger durch die Zimmer. Gut so! Weiter so!
Im Haushalt sind viele Dinge zu erledigen und zwar immer wieder. Doch wer kümmert sich eigentlich darum? Wenn Sie alleine wohnen, bleibt die Hausarbeit zweifellos an Ihnen hängen. In einer WG oder in einer gemeinsamen Wohnung mit einem Lebenspartner kann man sich die Arbeiten wenigstens nach »Vorlieben« aufteilen. Wenn Sie gerade Ihren ersten eigenen Haushalt gründen, kommen in der Regel besonders viele neue Aufgaben auf Sie zu.
Haushalt ist auch Hausarbeit
Haushalt ist auch Hausarbeit»Das bisschen Haushalt macht sich von allein … sagt mein Mann«, sang Johanna von Koczian in den 1970er-Jahren. Der Schlager, der das Paschaverhalten der (Ehe-)Männer auf die Schippe nahm, wurde zur Hymne der Hausfrauen. Auch wenn sich die Rollenverteilung bis heute nicht grundlegend geändert hat und Frauen im Haushalt immer noch häufiger den Lappen schwingen als Männer, so wissen Männer inzwischen sehr wohl, dass sich die Arbeit nicht von alleine macht. Überdies steigt die Zahl der Single-Haushalte weiter an und wer alleine lebt, muss sich auch alleine kümmern. Meistens zumindest.
Männer, die mit einer Partnerin leben, machen weniger im Haushalt, als wenn sie alleine leben. Frauen hingegen arbeiten mehr im Haushalt, wenn sie mit einem Partner leben, als wenn sie alleine wohnen. Diese Untersuchungsergebnisse sollten einem zu denken geben!
Die häusliche Arbeit, die in einem Haushalt anfällt, ist laut Definition der Haushalt. Damit ist die Katze auch schon aus dem Sack: Haushalt ist vor allem Hausarbeit – und diese Arbeit ist sehr vielfältig. Kochen, putzen, Wäsche waschen, bügeln, Geschirr spülen und aufräumen zählen dazu. Diese Aufgaben zu erledigen kostet Zeit, und zwar mehr, als den meisten Leuten lieb ist.
Laut Statistik arbeiten Mütter, die Vollzeit arbeiten und in einem Paarhaushalt mit Kindern leben, täglich 3:01 Stunden im Haushalt. Vollzeitbeschäftigte Väter sind dagegen nur 2:00 Stunden mit der Hausarbeit beschäftigt. Arbeiten Frauen in Teilzeit, haben sie sogar doppelt so lange mit dem Haushalt zu tun wie die Männer.
Bei so vielen Stunden täglicher Hausarbeit verwundert es nicht, dass die meisten Menschen das tägliche Putzen und Aufräumen als sehr lästig empfinden. Viel schöner wäre es doch, wenn man stattdessen mehr Freizeit hätte und diese Zeit mit Freunden und der Familie verbringen könnte. Stimmt! Der Wunsch, weniger Zeit für die Hausarbeit aufzuwenden, ist auch gar nicht so unrealistisch, sagen Haushaltsexperten. Es käme lediglich darauf an, die Arbeiten effektiver und mit der richtigen Technik zu erledigen. Schließlich hätten unsere Großmütter trotz mangelnder technischer Hilfsmittel sogar weniger Zeit für den Haushalt aufgewendet.
Machen Sie es sich gemütlich
Zu Hause wollen Sie sicher nicht nur putzen und aufräumen, sondern es sich auch gemütlich machen. Falls sich dieser Begriff für Sie total spießig anhört und eher an Omas durchgesessenes Sofa und die Spitzendeckchen erinnert, greifen Sie zum dänischen Wort »hyggelig«. Das klingt in Ihren Ohren vielleicht nicht so angestaubt, meint aber dasselbe: behaglich, anheimelnd, angenehm, wohnlich, bequem, harmonisch.
Egal ob Sie in einer eigenen Wohnung, in einem WG-Zimmer oder im Studentenheim wohnen, es gibt viele Möglichkeiten, sich hyggelig einzurichten. Behaglich wird eine Wohnung durch Möbel und ihre Anordnung, Farben, Beleuchtung, Stoffe und Accessoires wie Kerzen und Bilder. Ob Sie es dabei eher opulent und verspielt mögen oder dem Purismus den Vorzug geben, bleibt ganz Ihnen überlassen. Wichtig ist, dass die Möbel und Farben aufeinander abgestimmt sind. Beispiel gefällig? Ein antiker Biedermeiersekretär kommt alleinstehend besser zur Geltung, als wenn Sie ihn neben dem modernen Sideboard platzieren. Auch eine fliederfarbene Wand wirkt eleganter, wenn sie an eine weiße oder graue Wand angrenzt statt an eine quietschgelbe.
Ähnlich verhält es sich mit dem Licht. Ist es zu kalt, wirkt es nüchtern und abweisend, leuchtet die Lampe dagegen in warmen Tönen, empfinden es die meisten Menschen als behaglich. Neben der Lichtfarbe entscheidet auch die Helligkeit darüber, ob ein Raum wohnlich oder düster ist. Ausschlaggebend ist darüber hinaus, welche Art von Leuchten Sie benutzen und wie diese im Raum angeordnet sind. Indirektes Licht wirkt wie ein Weichzeichner, punktuelles Licht betont Möbel und Bilder, ist aber auch gut zum Lesen.
Mithilfe der chinesischen Lehre des Feng-Shui werfen Sie einen anderen Blick auf Ihre Wohnung. Entdecken Sie in Kapitel 7, wie Sie die Energie in Ihren vier Wänden zum Fließen bringen und Blockaden beseitigen können.
Sagen Sie Dreck und Chaos den Kampf an
Was nützt die schönste Wohnung mit dem besten Schnitt in guter Lage, wenn man den Boden vor lauter herumliegenden Sachen nicht sehen kann, der Müll und das dreckige Geschirr zum Himmel stinken und man sich deshalb nicht gerne in der Wohnung aufhält? Zugegeben, das ist etwas überspitzt formuliert, doch wenn Sie beim Putzen und Aufräumen nicht am Ball bleiben, verlottert Ihre Wohnung ziemlich schnell, die Gemütlichkeit geht flöten und die Motivation angesichts der Dreckwäscheberge gleich mit. Lassen Sie es lieber nicht so weit kommen.
Keine Sorge, mit den richtigen Reinigungsmitteln und -geräten, ihrer korrekten Anwendung und einem Plan, welche Räume und Oberflächen wie und in welchem Turnus zu reinigen sind, bekommen Sie das auch bald problemlos hin. Da Sauberkeit nicht ohne Ordnung funktioniert, gibt es außerdem Hinweise, wie Sie sich das Aufräumen und Ordnung halten leichter machen können.
Wenn Sie nicht gerne Fenster putzen und diese Arbeit eher selten verrichten, hat das außer schlechter Sicht meist wenig Konsequenzen. Bei der Wäsche sieht das anders aus, denn Sie werden wahrscheinlich kaum genügend Kleidung haben, um wochenlang nicht waschen zu müssen. Schnappen Sie sich also die dreckigen Klamotten und ab damit in die Waschmaschine oder zum nächsten Waschsalon!
Doch alles, was Ihnen an Kleidung in die Hände gefallen ist, in eine Maschine zu stopfen, ist keine gute Idee. Sortieren ist angesagt! Aber wie? Vereinfacht gesagt: Gleiches zu Gleichem. Das bezieht sich sowohl auf die Temperatur, mit der gewaschen werden darf, als auch auf die Farbe der Wäschestücke. Das klingt kompliziert, ist aber schnell gelernt, denn auch hier gilt: Übung macht den (Wäsche-)Meister. Machen Sie sich mit den verschiedenen Waschmitteln, Waschprogrammen und der Behandlung verschiedener Textilien und Flecken vertraut, dann haben sie lange Freude an Ihren Klamotten.
Gleiches gilt für das Bügeleisen. Wenn Ihre Hemden oder Blusen das nächste Mal verknittert aus der Waschmaschine kommen, bügeln Sie die Falten einfach weg, statt die Stirn zu runzeln. Dabei gilt immer: Bügeleisen auf die empfohlene Temperatur stellen und von den kleinen Flächen (Manschetten, Kragen, Taschen) zu den großen arbeiten. Ganz einfach, oder?
Bei allen Hausarbeiten rund um die Wäsche ist der Waschzettel, der in die Kleidung eingenäht ist, Ihr bester Freund und Helfer. Auf ihm stehen unter anderem die empfohlene Wasch- und Bügeltemperatur.
Flügge werden
Vor einer besonderen Herausforderung stehen Sie, wenn Sie Ihren ersten eigenen Haushalt gründen. Sie müssen eine geeignete Bleibe finden und Ihr Budget im Blick behalten. Und da kommt Einiges auf Sie zu: von der Miete und Nebenkosten über Neuanschaffungen von Haushaltsgeräten und Möbelstücken bis hin zu Versicherungen, die Sie jetzt brauchen, da Sie das elterliche Nest verlassen haben. Darüber hinaus müssen Sie ab sofort alleine für sich sorgen: die Wohnung in Schuss halten und Schönheitsreparaturen durchführen, Wäsche waschen, bügeln und gegebenenfalls reparieren, Vorräte einkaufen, mit Lebensmitteln hantieren, Mahlzeiten zubereiten und vieles mehr.
Doch das alles werden Sie schaffen, ganz gewiss. Als Erstes checken Sie Ihre Finanzen und machen sich auf die Suche nach einer angemessenen neuen Bleibe. Der erste Umzug mag im ersten Moment überwältigend erscheinen, aber mithilfe einiger Checklisten und Vorüberlegungen kommen Sie gut organisiert in der neuen Wohnung an, die Sie ganz nach Ihren Wünschen einrichten können.
Lernen Sie unbedingt kochen und backen! Sie sparen zum einen eine Menge Geld, wenn Sie nicht täglich in der Mensa oder der Kantine essen gehen müssen oder der Lieferdienst regelmäßig Pizza und chinesisches Essen bringt. Zusammen mit Freunden macht Kochen gleich noch mehr Spaß und wird zum geselligen Event, bei dem sich Schnippeln und Schnacken gut miteinander verbinden lassen. Und denken Sie nur mal daran, wie Sie mit einem selbst gebackenen Kuchen Eindruck bei Ihren Eltern oder Nachbarn schinden können – vom persönlichen Erfolgserlebnis mal ganz abgesehen.
Kapitel 2
Gesund und munter
In diesem Kapitel
Die richtige Haltung macht's! Rückenproblemen aktiv vorbeugen
Sicherheit hat Vorrang! Unfälle und andere Gefahren vermeiden
Achtung Allergie! Hausstaubmilben und Pollen den Kampf ansagen
Viele Aufgaben im Haushalt fallen täglich an. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich die Arbeit so leicht wie möglich machen. Einen schweren Handstaubsauger durch die Zimmer zu wuchten macht wenig Spaß und belastet zudem die Gelenke, und wenn Sie regelmäßig mit gebeugtem Rücken den Abwasch erledigen und die Wäsche bügeln, werden sich früher oder später Rückenschmerzen einstellen. Das ist nicht gut, doch weitaus gefährlicher sind die vielen kleinen Unachtsamkeiten, die zu schweren Unfällen im Haushalt führen können. Deshalb ist es wichtig, potenzielle Gefahrenquellen rechtzeitig zu erkennen und wenn möglich zu eliminieren. Weniger gefährlich, aber dennoch nicht immer ohne gesundheitliche Folgen, sind Pollen, Milben und Sporen. Sie lassen sich niemals komplett verbannen, denn keine Wohnung ist steril. Doch es gibt Mittel und Wege, die Plagegeister in Schach zu halten.
Haltung bewahren – rückenschonend arbeiten
Sie haben es bestimmt schon einmal gehört: Bei der Hausarbeit – und nicht nur dort –sollte der Rücken möglichst gerade sein. Obwohl die meisten Menschen das wissen, wird es im Alltag oft vergessen. Das liegt zum einen an der täglichen Routine, durch die manche Aufgaben schon fast schlafwandlerisch erledigt werden, zum anderen an Geräten und Einbauten, die ein ergonomisches Arbeiten nicht (oder nur in geringem Maß) unterstützen. Dabei kann Hausarbeit durchaus rückenfreundlich sein, viel eher sogar als Büroarbeit, denn Sie bewegen sich dabei auf die unterschiedlichste Art und Weise, benutzen verschiedene Muskelgruppen und wechseln häufig die Position.
Die Voraussetzungen für einen gesunden Rücken trotz oder wegen Hausarbeit sind also gar nicht mal schlecht. So nutzen Sie diesen Vorteil:
Abwechslung: Verteilen Sie Ihre Arbeit so, dass Sie nicht lange in derselben Position verharren müssen. Bügeln Sie zum Beispiel nicht stundenlang im Stehen, sondern setzen Sie sich zur Abwechslung auch einmal hin. Kleine Wäschestücke wie die T-Shirts der Kinder oder Stofftaschentücher lassen sich ebenso gut von einem Stuhl aus glätten.
Entspannung: Stehen Sie entspannt. Dabei sind die Knie ein wenig gebeugt und die Beine stehen in leichter Schrittstellung. Wechseln Sie ab und zu das Standbein oder stellen Sie einen Fuß leicht erhöht auf einen Tritt. Beim Spülen können Sie die Tür des Unterschranks öffnen und den Fuß dort hineinstellen. Das entlastet die Bandscheiben und beugt einem Hohlkreuz vor. Wenn Sie dann noch den Rücken gerade und die Schultern tief halten, ist es perfekt!
Langes, bewegungsloses Stehen auf einer Stelle ist anstrengend. So anstrengend, dass Gardeoffiziere, die stundenlang strammstehen müssen, bewusstlos umkippen können.
Produkte wie für Sie gemacht
Neben einer freien Arbeitseinteilung sind es vor allem passende Produkte und richtige Arbeitshöhen, die für eine Entlastung Ihres Rückens sorgen. Kaufen Sie ergonomische Produkte, planen Sie eine neue Küche nach Maß oder bauen Sie Vorhandenes so um, dass Sie sich in Zukunft nicht mehr krumm machen müssen.
Achten Sie beim Kauf von Küchen-, Haushalts- und Putzgeräten darauf, dass sie zu Ihnen passen. Für jede Körpergröße gibt es das richtige Gerät oder die passende Einbauhöhe. Ein Backofen auf Augenhöhe ist angenehmer zu bedienen als ein Gerät in Bodennähe und ein höhenverstellbares Bügelbrett, an dem Sie aufrecht stehen können, schont den Rücken. Für Besen, Schrubber und Wischer gibt es Teleskopstiele, die Sie Ihrer Körpergröße anpassen können, und beim Kauf eines Staubsaugers empfiehlt es sich, ein Gerät mit entsprechend langem Saugrohr und Leichtlaufrollen zu wählen.
Ein Besen-, Schrubber- oder Wischerstiel ist lang genug, wenn Ihnen der Stiel bis unter das Kinn reicht. Gleiches gilt für das Saugrohr eines Staubsaugers.
Planen Sie eine neue Küche, können Sie die Arbeitsplatte von vornherein in einer Höhe anbringen lassen, die Ihnen ein angenehmes Arbeiten ermöglicht. So finden Sie die richtige Höhe: Stellen Sie sich aufrecht hin und winkeln Sie den Ellenbogen an, bis ein rechter Winkel entsteht. Die Arbeitsplatte ist in der Höhe für Sie optimal, wenn sie fünf bis zehn Zentimeter unter dem angewinkelten Arm liegt.
Doch auch ohne neue Küche können Sie es sich bequemer machen. Bauen Sie in die Küchenschränke nachträglich Auszüge ein. So reichen Sie an den Schrankinhalt, ohne sich verrenken zu müssen, und haben immer den Überblick, was sich im hinteren Teil des Fachs befindet.
Heben, Tragen, Bücken
Die besten Gerätschaften nützen nichts, wenn Sie nicht wissen, wie Sie damit Belastungen für den Rücken vermeiden können. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:
Lagern Sie schwere Gegenstände, die Sie häufig benutzen, wie zum Beispiel Geschirr, direkt unter der Arbeitsplatte oder im untersten Fach eines Hängeschranks. Höhen oberhalb Ihres Schultergelenks beanspruchen den Rücken unnötig.
Gehen Sie in die Knie und halten Sie den Rücken gerade, wenn Sie schwere Gegenstände wie Getränkekisten heben. Arbeiten Sie aus den Beinen heraus, nicht aus dem Rücken.
Tragen Sie den Staubsauger oder das Bügelbrett dicht am Körper, wenn Sie das Zimmer oder die Etage wechseln. Lasten, die Sie weit weg vom Körper tragen, sind viel schwerer zu bewegen.
Vermeiden Sie Arbeiten über Kopf, da Sie dabei Ihre Halswirbelsäule zu sehr strecken. Schwindel und Gleichgewichtsstörungen können die Folge sein. Benutzen Sie zum Aufhängen von Gardinen oder Reinigen von Leuchten stattdessen eine Trittleiter, die Sie auf Augenhöhe zum Arbeitsgegenstand bringt.
Wenn Sie mit dem Handfeger Krümel auffegen, halten Sie den Rücken automatisch gerader, wenn Sie vorher einen Ausfallschritt machen.
Gehen Sie beim Einräumen der unteren Lade des Geschirrspülers auf ein Knie. Das andere Bein befindet sich in Schrittstellung. So bleiben Rücken und Halswirbelsäule gerade.
Stellen Sie den Putzeimer oder den Wäschekorb höher, wenn Sie wischen oder Wäsche aufhängen.
Saugen Sie in aufrechter Haltung und bewegen Sie sich mit Ausfallschritten in die verschiedenen Richtungen. Gehen Sie vor und zurück, um Ihren Radius zu erweitern.
Im freien Fall – wie Sie typische Haushaltsunfälle vermeiden
Im freien Fall – wie Sie typische Haushaltsunfälle vermeidenRund 10.000 Haushaltsunfälle passieren jedes Jahr in Deutschland. Das sind fast dreimal so viele wie Verkehrsunfälle. Die Zahl erschreckt und verwundert, denn die meisten Menschen betrachten ihr Zuhause als einen ungefährlichen Ort. In der Wohnung fühlt man sich sicher und geborgen und rechnet nicht damit, dass dort ein Unglück geschieht. Genau das ist der Punkt!
Diese vermeintliche Sicherheit führt dazu, die Gegebenheiten nicht mehr zu hinterfragen. »Ach, das Kabel hängt da schon länger von der Decke. Das müsste ich mal richten!« Oder: »Ja, der Läufer rutscht, aber das weiß ich ja und passe auf.« Solche Aussagen sind typisch und zeigen, wie lässig mit der eigenen Sicherheit umgegangen wird. Klar, die meisten Abläufe im Haushalt sind tausendmal geübt und vertraut. Jeder Handgriff sitzt – bis es dann eben doch mal schiefgeht. Man ist kurz abgelenkt, steht unter Stress, ist mit den Gedanken schon im Büro oder will nur noch mal schnell … Und dann kann es gefährlich werden.
Versuchen Sie nicht, auf den letzten Drücker »mal eben« noch Gardinen aufzuhängen. Gießen Sie kein Kochwasser ab, wenn Ihnen das Mobiltelefon zwischen Ohr und Schulter klemmt. Hasten Sie auf rutschigen Socken keine Treppe hinunter. Reparieren Sie keine Lampen, ohne den Strom vorher abzuschalten.
Haushaltsunfälle sind vielfältig. Die wichtigsten Arten sind nachfolgend in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit aufgeführt.
Stürze
StürzeLeitern, Treppen, hochstehende Teppichkanten, rutschige Böden, herumliegende Gegenstände und mangelnde Orientierung in der Dunkelheit können Stürze auslösen. Rund 85 Prozent aller Haushaltsunfälle fallen in diese Kategorie.
So leben Sie sicherer:
Schaffen Sie sich eine leichte, sicherheitsgeprüfte Leiter an und verstauen Sie diese griffbereit. Benutzen Sie immer die Leiter! Klettern Sie nicht aus purer Bequemlichkeit auf einen wackeligen Hocker, einen Küchenstuhl, einen Tisch oder Ähnliches.
Stellen Sie die Leiter sicher und standfest auf. Verschieden hohe Untergründe oder so wenig Platz, dass sich die Leiter nicht komplett ausklappen lässt, sind gefährlich.
Beugen Sie sich auf der Leiter nicht zu weit nach außen. Sie könnte kippen. Reichen Sie nicht an einen Gegenstand heran, steigen Sie ab, versetzen die Leiter an eine günstigere Position und steigen wieder hinauf.
Halten Sie sich immer mit einer Hand fest. Falls Sie Werkzeug benötigen, transportieren Sie es in einem Beutel oder in einem Werkzeuggürtel.
Kleben Sie hochstehende Teppichkanten mit doppelseitigem Klebeband am Untergrund fest.
Rutschige Teppiche halten Sie mit einer Antirutschmatte, die unter den Teppich kommt, an Ort und Stelle.
Benutzen Sie beim Treppensteigen den Handlauf und tragen Sie Lasten immer so, dass Sie die Stufen im Blick haben.
Räumen Sie Laufwege vor dem Schlafengehen frei, damit Sie nicht im Dunkeln über Spielzeug oder Schuhe stolpern.
Sorgen Sie für eine Beleuchtung, die Ihnen auch bei Nacht ermöglicht, den Weg ins Bad oder in die Küche stolperfrei zu finden.
Verlegen Sie Kabel nicht quer durch den Raum, sondern nach Möglichkeit hinter Schränken und Nachttischen.
Betreten Sie nasse Fliesen im Bad nicht mit nackten Füßen. Wischen Sie Feuchtigkeit am Boden sofort auf und sichern Sie bei Bedarf auch die Badewanne oder die Duschwanne gegen Ausrutscher. Im Handel bekommen Sie Matten mit Saugnäpfen oder rutschfeste Aufkleber.
Schnittwunden
SchnittwundenMesser aller Art, Dosenöffner und scharfe Dosendeckel oder Scherben von zersplitterten Gläsern verursachen schnell mal eine Schnittverletzung. Arbeiten Sie mit scharfen Gegenständen deshalb immer besonders konzentriert und vermeiden Sie Ablenkungen.
So minimieren Sie das Risiko von Schnittverletzungen im Haushalt:
Bewahren Sie Messer sicher auf. Dafür eignet sich ein Messerblock, in dem die Schneide des Messers sicher verwahrt ist, oder eine Magnetschiene, an der sie nebeneinander und gut sichtbar haften. Eine Schublade, in der scharfe Messer kreuz und quer durcheinanderliegen, birgt dagegen ein hohes Verletzungsrisiko.
»Messer, Gabel, Schere, Licht, sind für kleine Kinder nicht!« Mit diesem Kinderreim werden die Kleinen vor gefährlichen Gegenständen gewarnt. Tatsächlich zählen Schnittwunden und Verbrennungen zu den häufigsten Verletzungen, die in den Notfallpraxen von Kinderkliniken behandelt werden müssen. Schützen Sie die Kinder in Ihrem Haushalt, indem Sie gefährliche Gegenstände außerhalb der Reichweite von Kinderhänden aufbewahren.
Benutzen Sie für jede Arbeit das passende Messer. Mit einem Tomatenmesser rutschen Sie auf der glatten Oberfläche der Frucht nicht ab und mit der Brotsäge durchschneiden Sie auch die knusprigste Kruste sicher und ohne Mühe.
Benutzen Sie scharfe Messer. Zu glauben, dass eine Verletzung weniger schlimm ist, wenn das Messer, mit dem sie zugefügt wurde, stumpf war, ist ein Trugschluss. Das Gegenteil ist der Fall. Verletzungen von scharfen Messern heilen schneller, weil der Schnitt glatter ist. Außerdem rutschen Sie mit scharfen Messern nicht so schnell vom Schneidegut ab.
Räumen Sie Messer mit der Schneide nach unten in den Geschirrkorb. Sonst kann es leicht passieren, dass Sie sich beim Ausräumen des Bestecks an der hochgestellten Schneide verletzen.
Legen Sie einen feuchten Lappen unter das Schneidebrett, wenn sie damit arbeiten. So rutscht es nicht weg.
Bekommen Sie den Deckel nicht aus der geöffneten Konservendose heraus, benutzen Sie in keinem Fall die Finger dazu. Ungefährlicher ist es, wenn Sie einen Löffelstiel zwischen Dose und Deckel bugsieren und den scharfkantigen Deckel damit hochbiegen.
Scherben von zerbrochenem Geschirr oder von Gläsern kehren Sie mit dem Besen zusammen und entsorgen diese gleich außerhalb der Wohnung in der Mülltonne. Saugen Sie die übrigen kleinen Splitter mit dem Staubsauger gründlich weg.
Verbrennungen und Verbrühungen
Verbrennungen und VerbrühungenWie leicht kann es passieren, dass ein Topf mit kochendem Inhalt ins Rutschen kommt oder der Wasserdampf vom Wasserkocher Ihre Haut verbrüht. Das sollten Sie beim Umgang mit kochenden Speisen und heißen Dämpfen beachten:
Schützen Sie den Herd mit einem Herdschutzgitter, wenn kleine Kinder in Ihrem Haushalt leben. Es verhindert, dass Töpfe vom Herd gezogen werden können, und auch der Griff auf die heiße Herdplatte ist nicht möglich.
Lassen Sie kleine Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Küche, solange die Herdplatten noch heiß sind. Sichern Sie Ihren Herd mit einer Kindersicherung vor dem ungewollten Einschalten.
Halten Sie beim Abgießen von Kochflüssigkeiten niemals den Kopf über den Topf. Die aufsteigenden Dämpfe sind sehr heiß. Benutzen Sie außerdem Topflappen, um den Topf sicher zu halten.
Öffnen Sie Topfdeckel so, dass Sie der Öffnung abgewandt sind. Steigt dann eine Dampfwolke auf, sind Sie aus der Gefahrenzone.
Positionieren Sie Wasserkocher so, dass Kinder sie nicht am Kabel herunterziehen können und auch Erwachsene nicht über das Kabel stolpern.
Ist das Unglück geschehen, kühlen Sie verbrannte oder verbrühte Haut sofort für einige Minuten unter mäßig kaltem Wasser (ca. 15–20 °C). Sind sehr große Hautflächen betroffen, rufen Sie umgehend einen Notarzt.
Vergiftungen
VergiftungenIn vielen Haushalten findet sich eine ganze Batterie an Reinigungsmitteln und häufig sind die meisten davon gesundheitsschädlich. Ob das bei Ihnen auch so ist, erkennen Sie an den Warnhinweisen auf der Verpackung. Einige Sanitärreiniger und Entkalker sind ätzend, Fleckenmittel wie Nitroverdünnung sind feuergefährlich. Vergiftungsgefahr kann aber auch von Medikamenten, Lebensmitteln sowie selbst gesammelten Pilzen und Beeren ausgehen.
So schützen Sie sich und Ihre Familie:
Bewahren Sie Reinigungsmittel immer in der Originalverpackung auf und füllen Sie die Substanzen nicht in Marmeladengläser oder neutrale Behälter um. Auch bei entsprechender Aufschrift ist die Verwechslungsgefahr immer noch sehr hoch.
Verwenden Sie nach Möglichkeit Haushaltsreiniger, die weniger gesundheitsschädlich sind, und lagern Sie die Mittel kindersicher. Gut geeignet ist dafür ein verschließbarer Schrank, der sich oberhalb der Greifhöhe der Kinder befindet.
Lassen Sie keine Tabletten herumliegen. Bewahren Sie Tabletten immer in der Originalverpackung auf und nehmen Sie keine Pillen ein, von denen Sie nicht hundertprozentig wissen, worum es sich dabei handelt. Halten Sie sich stets an die ärztlich verordnete Dosis.
Bereiten Sie empfindliche Lebensmittel wie rohe Eier, rohes Hackfleisch und rohes Geflügel sehr sorgfältig zu. Reinigen Sie Arbeitsflächen und Arbeitsgeräte nach dem Kontakt mit diesen Lebensmitteln gründlich.
Verzehren Sie keine verdorbenen Lebensmittel.
Sammeln Sie keine Früchte, Beeren und Pilze, die Sie nicht eindeutig bestimmen können. Einige Beeren wie Holunder sind in rohem Zustand giftig, gekocht aber sehr wohlschmeckend. Verzehren Sie Lebensmittel deshalb auch nur, wenn Sie mit den Zubereitungsarten vertraut sind.
Stromschläge
StromschlägeSteckdosen lassen sich heutzutage im Handumdrehen kindersicher gestalten und auch moderne Elektroinstallationen tragen dazu bei, dass Stromunfälle im Haushalt eher selten geworden sind. Wenn dann aber doch etwas passiert, kann es zu schweren Verbrennungen kommen und im schlimmsten Fall mit dem Tod enden.
So beugen Sie Stromschlägen vor:
Ziehen Sie den Netzstecker, wenn Sie ein elektrisches Gerät reinigen. Wollen Sie eine neue Lampe anbringen, schalten Sie zusätzlich den Strom am Sicherungskasten ab.
Kaufen Sie nur elektrische Geräte, auf denen die Sicherheits- und Prüfzeichen CE, GS und VDE angebracht sind. Billiges Elektrospielzeug ohne Prüfzeichen hat im Kinderzimmer nichts zu suchen.
Haben Sie Haustiere? Dann sichern Sie Ihre Stromkabel. Besonders Hasen und Kaninchen lieben es, an den Leitungen zu knabbern. Oft geschieht das im Verborgenen unter dem Schrank oder hinter dem Sofa. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig, ob die Kabel noch intakt sind, und tauschen Sie beschädigte Exemplare umgehend aus. Verlegen Sie Kabel am besten nagetiersicher in Leerrohren oder Kabelschächten.
Reparieren Sie defekte Geräte nicht selbst, wenn Sie sich nicht damit auskennen. Hier ist eindeutig ein Fachmann gefragt!
Spielzeug, Lampen und elektrische Geräte mit 230 Volt Netzspannung haben im Kinderzimmer nichts verloren. Betreiben Sie die Geräte besser mit Akkus, Batterien oder im Niedrigvoltbereich (die Spannung beträgt maximal 24 Volt).
FI-Schutzschalter schützen vor Stromschlag
Für Neubauten und neu installierte Stromkreise schreibt der Gesetzgeber den Einbau von FI-Schutzschaltern vor. Die kleinen Geräte lassen sich aber auch nachträglich in den Sicherungskasten oder in einzelne Steckdosen einbauen. Im Gegensatz zu üblichen Haushaltssicherungen bemerkt es der FI-Schutzschalter, wenn ein Fehlerstrom fließt. So nennt man es, wenn nicht die gleiche Menge Strom durch eine Leitung zu einem Gerät hin- und von dort wieder zurückfließt. Berührt ein Mensch eine defekte Stromleitung, fließt der Strom durch ihn hindurch in die Erde ab. Zu- und abfließender Strom sind nicht mehr gleich und diesen Unterschied registriert der FI-Schalter und unterbricht den Stromkreis sofort.
Wohnungsbrände
WohnungsbrändeBrände können durch beschädigte elektrische Leitungen, unbeaufsichtigte Töpfe auf dem Herd oder offene Feuer von Kamin, Grill und Kerzen entstehen. Das sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit und der Ihrer Mitbewohner beachten:
Lassen Sie Kerzen oder das Feuer in einem offenen Kamin niemals unbeobachtet. Auch nicht für einen kurzen Moment!
Schalten Sie den Herd aus, wenn Sie die Küche verlassen. Eine vergessene Pfanne auf der heißen Herdplatte kann sich so stark erhitzen, dass das Fett anfängt zu brennen. Benutzen Sie in keinem Fall Wasser zum Löschen, sondern ersticken Sie den Brand mit einem Deckel oder einer Feuerlöschdecke. Im Freien können Sie auch Sand verwenden.
Schalten Sie elektrische Geräte, die Sie nicht mehr benutzen, aus. Das spart nicht nur Strom, sondern kann Sie auch vor Bränden durch Bügeleisen und Heizlüfter bewahren.
Benutzen und betreiben Sie die Geräte nur bestimmungsgemäß. Ein Heizlüfter gehört nicht hinter einen Vorhang und ein eingeschaltetes Bügeleisen zum Abstellen nicht auf die Kunststoffarbeitsplatte.
Überhitzen Sie Geräte nicht durch Dauerbetrieb.
Installieren Sie Rauchmelder in der Wohnung oder beauftragen Sie Ihren Vermieter, das zu tun, zumal dies auch vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Die Geräte sind nicht teuer, können aber Ihr Leben retten, wenn beispielsweise in der Nacht oder in Zeiten, in denen Ihr Geruchssinn eingeschränkt ist, ein Feuer ausbricht.
Besitzen Sie einen Feuerlöscher? Falls nicht, schaffen Sie sich einen an. Es gibt die Geräte in unterschiedlichen Ausführungen und Größen. Machen Sie sich mit der Bedienung vertraut und stellen Sie sicher, dass auch die anderen im Haushalt lebenden Personen wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Sorgen Sie dafür, dass der Feuerlöscher immer griffbereit und funktionstüchtig ist. Wenn Sie erst diverse Schränke durchsuchen müssen, nur um dann festzustellen, dass er nicht mehr funktioniert, ist es wahrscheinlich zu spät. In welchen zeitlichen Abständen Ihr Feuerlöscher überprüft werden muss, steht auf der Wartungsplakette am Gerät.
Allergisch reagieren – gut leben trotz Milben, Sporen und Pollen
Die Zahl der Menschen, die allergisch auf bestimmte Stoffe in der Luft reagieren, nimmt seit Jahren zu. Zu den potenziellen Inhalationsallergenen, also Umweltstoffen, die über die Atemwege aufgenommen werden, zählen im häuslichen Umfeld Tierhaar-, Hausstaubmilben-, Schimmelpilz- und Pollenallergene. Erkennt Ihr Immunsystem in diesen Stoffen vermeintliche Angreifer, reagiert es fehlgeleitet mit einer allergischen Reaktion. Sie kann sich unter anderem durch Niesreiz, tränende Augen, Husten und sogar Asthma äußern.
Neben Allergenen natürlichen Ursprungs, zu denen auch die Insektengiftallergie gehört, gibt es eine Vielzahl an chemischen Allergenen, wie etwa Duft- und Farbstoffe in Parfums und Kosmetika. Auch Konservierungs- und Arzneimittel, Textilien und Metalle, beispielsweise Nickel, können Allergien auslösen.
Anders als bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien (siehe auch Kapitel 22), bei denen Sie auf bestimmte Lebensmittel verzichten können oder müssen, kämpfen Sie bei Hausstaubmilben & Co. gegen die sprichwörtlichen Windmühlen. Mit jedem Lüften kommen im Sommer neue Pollen ins Haus, mit jedem Herumwälzen im Bett gelangen die Exkremente der Hausstaubmilbe in die Atemluft und auch in Ihren Haaren und mit der Kleidung tragen Sie Tag für Tag mögliche Allergene in die Wohnung. Sie werden es deshalb nie schaffen, Ihre Behausung zu einer allergenfreien Zone zu machen.
Wenn Sie an einer Tierhaarallergie leiden, bessert sich Ihr Gesundheitszustand mit Sicherheit, wenn Sie keine eigenen Haustiere besitzen. Doch davor, bewusst oder unbewusst in Kontakt mit anderen Tierbesitzern zu kommen, schützt es Sie nicht. Auch den Kontakt mit Pollen oder Milben werden Sie nicht verhindern können. Die Belastung durch Allergene lässt sich jedoch mit bestimmten Verhaltensweisen und Hilfsmitteln deutlich verringern.
Hausstaubmilben
HausstaubmilbenHausstaubmilben sind winzig und messen maximal 0,3 Millimeter im Durchmesser. Zu sehen sind sie daher nur unter dem Mikroskop. Das ist auch besser so, denn die Vorstellung, dass bis zu 10.000 dieser Tierchen in einem einzigen Gramm Hausstaub leben und sich ebenso viele in Ihrem Bett tummeln, ist schon ein bisschen eklig. Noch grauslicher wird es, da nicht die Milbe selbst die Allergie auslöst, sondern ihr Kot, der in winzige Bestandteile zerfällt, die aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert werden.
Die Spinnentiere sind zäh und lassen sich nicht so ohne Weiteres aus dem Kissen schütteln oder von der Matratze saugen. Sie ernähren sich von Hautschuppen, Haaren, Tierfedern und zum Teil auch von Schimmelpilzen. Sie leben in Decken, Matratzen, Betten, Kopfkissen, Teppichen, Vorhängen, Polstermöbeln, Kuscheldecken und Stofftieren.
So halten Sie die Milben in Schach:
Benutzen Sie allergiefreundliche Bettdecken und Kopfkissen, die Sie bei hohen Temperaturen waschen können (siehe dazu auch Kapitel 16).
Wechseln Sie die Bett- und Kopfkissenbezüge regelmäßig (einmal pro Woche).
Reagieren Sie stark auf Hausstaubmilben, kann Ihnen der Hausarzt sogenannte Encasings verschreiben. Das sind milbendichte Bezüge für die Matratze und das Bettzeug. Sie erhalten die Bezüge aber auch ohne Rezept im Fachhandel.
Reinigen Sie auch alle anderen Textilien, in denen sich die Tierchen bevorzugt aufhalten, regelmäßig. Stofftiere, die nicht waschbar sind, verpacken Sie in eine dichte Tüte und legen Sie für 24 Stunden in das Gefrierfach. Das überlebt auch die zäheste Milbe nicht. Der allergieauslösende Kot bleibt dabei allerdings im Plüsch, weshalb sich der Kauf von Kuscheltieren empfiehlt, die bei mindestens 60 °C waschbar sind. Zum Abtöten von Milben eignet sich auch ein Trockner. Lassen Sie ihn zwei Stunden bei 60 °C bis 80 ° Celsius laufen.
Verwenden Sie Staubsauger mit hoher Saugleistung und einem Feinporenfilter für die Reinigung der Wohnung. Viele Hersteller bieten inzwischen Geräte mit Filtern an, die Hausstaubmilben nicht passieren können. Greifen Sie nach Möglichkeit nicht selbst zum Staubsauger, wenn Sie allergisch auf Inhalationsallergene reagieren.
Pollen
PollenWenn vom Frühjahr bis in den Spätherbst Bäume, Kräuter und Gräser blühen, reagieren viele Menschen mit Heuschnupfen, einer Allergie auf Pollen.
Blütenpollen von Blumen lösen wesentlich seltener Allergien aus. Betroffen sind hier hauptsächlich Personen, die hauptberuflich mit Blumen zu tun haben, wie zum Beispiel Gärtner oder Floristen. Das liegt daran, dass die Pollen von Blütenpflanzen in der Regel schwerer sind und nicht so leicht vom Wind davongetragen werden.
Windblütler, so nennt man Pflanzen, die ihre Pollen mit dem Wind verteilen, haben meistens sehr viele Pollen und können sie sehr weit verteilen. Entfernungen von mehreren Hundert Kilometern sind möglich. Sie brauchen sich also nicht zu wundern, wenn bei Ihnen weit und breit kein Baum der Sorte zu sehen ist, auf die Sie allergisch reagieren, und Sie trotzdem eine Triefnase bekommen.
Pollen fliegen fast das ganze Jahr, das bedeutet aber nicht, dass Sie ebenfalls das ganze Jahr darunter leiden. Lassen Sie sich bei einem Arzt auf Heuschnupfen testen, dann wissen Sie genau, auf welche Pflanzenart Sie reagieren. Anhand eines Pollenflugkalenders können Sie dann ungefähr bestimmen, wann Sie mit Beschwerden rechnen müssen. Als grober Anhaltspunkt kann gelten: Bäume blühen von April bis Juni, Gräser von Mai bis August und Kräuter von Juli bis September.
So verringern Sie die Pollenbelastung in Ihrer Wohnung:
Wenn Sie wissen, auf welche Pollen Sie allergisch reagieren, können Sie die täglichen Pollenvorhersagen nutzen. Vermeiden Sie an Tagen mit hoher Pollenbelastung Sport und anstrengende Tätigkeiten im Freien. Durch die höhere Atemfrequenz würden Sie sonst noch mehr Allergene einatmen.
Bei starken Beschwerden kann Ihnen der Arzt Medikamente verschreiben, die Ihre Symptome lindern.
Sind Sie auf Gräser allergisch, überlassen Sie das Rasenmähen jemand anderem.
Benutzen Sie einen Staubsauger mit Mikrofilter und lassen Sie saugen, statt sich selbst dem Staub zu stellen. Gleiches gilt für den häufigen Wechsel des Staubsaugerbeutels.
Wischen Sie die Böden und Ablagen regelmäßig feucht.
Lüften Sie nur abends beziehungsweise nachts, da die Pollenbelastung dann geringer ist als am Tag.
Prüfen Sie den Einbau eines Pollenschutzgitters oder hängen Sie nachts ein nasses Bettlaken vor das Fenster. Es hält die Pollen fest.
Waschen Sie sich jeden Abend vor dem Schlafengehen die Haare. So verteilen Sie die Pollen nicht im ganzen Bett.
Ziehen Sie sich am Abend nicht im Schlafzimmer um, da die Pollen auch an Ihrer Kleidung haften bleiben.
Verwenden Sie eine Nasendusche. Die Spülung der Nase wird bei den ersten Malen oft als unangenehm empfunden. Das ändert sich mit der Zeit. Spätestens wenn Sie damit die lästigen Pollen aus der Nase einfach wegspülen und wieder frei atmen können, werden Sie dieses Hilfsmittel zu schätzen wissen.
Schimmelpilze
SchimmelpilzeSie sind der Graus eines jeden Wohnungsbesitzers und Mieters. Die Rede ist von Schimmelpilzen, die sich unbemerkt hinter der Tapete oder ganz offensichtlich in feuchten Räumen (Badezimmer, Keller) ausbreiten. Auslöser für eine Allergie sind nicht die Schimmelpilze an sich, sondern ihre Sporen, die sich über die Luft verbreiten.
Das können Sie gegen Schimmelbefall unternehmen:
Für feuchte Wände, in denen der Schimmelpilz haust, ist der Vermieter zuständig. Er hat sich um eine fachgerechte Sanierung der Wand zu kümmern.
Kleinflächigen Schimmelbefall, zum Beispiel in Fliesenfugen, bekämpfen Sie erfolgreich mit einem Mittel zur Schimmelentfernung.
