Hellblau mit 'nem bisschen Grün - Wilfried Schneider - E-Book

Hellblau mit 'nem bisschen Grün E-Book

Wilfried Schneider

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Beschreibung

Wilfried Schneider arbeitet 2006 als Lehrer an einem Gymnasium im Osten Deutschlands. Eine Schülerin, Maria, wendet sich mit Problemen an ihn. Er glaubt in ihrer Mutter Kathrin eine frühere Freundin wiederzuerkennen. Die Erinnerung an die Zeit mit ihr bringt ihm den Verdacht, der Vater der großen Schwester der Schülerin zu sein. Die Rückblenden, das Kennenlernen und Fortschreiten der Beziehung zu Kathrin zeigen den Alltag in der DDR. Ein deutsch-polnisches Ferienlager für "Arbeit und Erholung", Schulalltag, Kleinstadtleben in den Achtzigern. Entsprechend dem kulturellen Umfeld enthält die Erzählung Zitate und Hinweise auf Literatur und Musik.

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Seitenzahl: 113

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Wilfried Schneider arbeitet 2006 als Lehrer an einem Gymnasium im Osten Deutschlands. Eine Schülerin, Maria, wendet sich mit Problemen an ihn. Er glaubt in ihrer Mutter Kathrin eine frühere Freundin wiederzuerkennen. Die Erinnerung an die Zeit mit ihr bringt ihm den Verdacht, der Vater der großen Schwester der Schülerin zu sein. Die Rückblenden, das Kennenlernen und Fortschreiten der Beziehung zu Kathrin, zeigen Alltag in der DDR. Ein deutsch-polnisches Ferienlager für „Arbeit und Erholung“, Schulalltag, Kleinstadtleben in den Achtzigern. Entsprechend dem kulturellen Umfeld enthält die Erzählung Zitate und Hinweise auf Literatur und Musik.

„Ich will auch gern öffentlich bekennen, dass ich die ganze Geschichte von A bis Z erlogen habe. (...) Wahr sind nur die Erinnerungen, die wir mit uns tragen, die Träume, die wir spinnen und die Sehnsüchte, die uns treiben. Damit wollen wir uns bescheiden.“

Schlusswort von Heinz Rühmann als Schüler/Schriftsteller in dem Film „Die Feuerzangenbowle“.

Inhaltsverzeichnis

Vorspiel

Ankunft

Alltag

Im Bad

Alkohol und Partei

Sonnabend, Abend

Die Mauer, Kerzenlicht

Die Schule

Der Anruf (1)

Pädagogischer Rat, 1986

Der Besuch

Der Anruf (2)

Begegnung

Vorspiel

„Sie wollen sich mit meiner Mutti treffen? Cool!“ Ich war in Eile, das Mädchen aber so aufgedreht. Marias Gesicht schien vor Aufregung zu glühen. Sie strahlte mich an, wartete auf meine Bestätigung. „Ja...“, ich suchte nach einer Antwort, einer Erklärung, „ich habe gedacht..., das ist besser, wenn deine Mutti weiß, dass wir zwei, du und ich, manchmal miteinander reden.“

Sie hatte mich in der ersten großen Pause auf dem Flur abgefangen, viele Schüler waren unterwegs. Wir behinderten durch unser Verharren an dieser Stelle. „Ich bin schon ganz gespannt auf deine Mutti!“ Die Bemerkung verschwieg eine weitere Bedeutung – ich kannte offenbar die Mutter der Schülerin. Gern hätte ich Details erfragt, aus welchem Ort die Mutter stammt, ob sie studiert hat, wie alt sie ist, ob alles so zusammen passen würde, wie ich es annehmen musste. Der Lehrer, der ich ja Maria gegenüber war, traute sich an in diesem Moment keine weiteren Fragen. Außerdem bestand die Gefahr, dass ich sie zusätzlich verwirren würde, auch weil meine Schlussfolgerungen doch sehr konstruiert waren. Anscheinend wusste man im Elternhaus von Maria bisher auch nicht, wer dieser Lehrer Schneider ist. Oder Kathrin, falls diese Kathrin ihre Mutter war, hat längst diese Zeit vergessen, die Erlebnisse verdrängt, diese Seite in dem Poesiealbum ihres Lebens schnell umgeblättert oder überklebt. Und doch meinte ich, diese Seiten noch einmal aufrufen zu müssen, denn wir waren uns einmal nah, sehr nah.

„Das ist cool, da haben sie einfach meine Mutti angerufen.“ Die dunklen Augen schienen zu leuchten. „Ja, übermorgen treffen wir uns. Um halb zwei. Ich freue mich schon darauf!“ Freude? GESPANNTE ERWARTUNG wäre treffender gewesen, eigentlich fühlte ich eine bange Unsicherheit. Konnte es vielleicht sogar sein, dass ich der Vater von Melanie, Marias großer Schwester bin?

Mit meiner Tasche und den Kopien für eine Mathematikarbeit stand ich unruhig zwischen dem Gewusel des Pausenflures. Ich lächelte Maria überfordert zu und lief weiter. „Bis später!“ Schon vor der Tür der 9s murmelte gesunde Unruhe, die normale Aufgeregtheit vor einer „großen“ Arbeit. Nach den üblichen Formalitäten, Kontrollen, Belehrungen und ermunternden Worten teilte ich die Blätter mit den Aufgaben aus. „Nach zwanzig Minuten sammle ich den A-Teil ein, viel Erfolg.“

Kathrin K. Seit dem Anruf bei Marias Mutter, den wenigen gesprochenen Worten, hatte ich diese Geschichten wieder in meinem Kopf. Erinnerungen, die Dialoge und Bilder zusammensetzten. Die Freundin von damals verklärte sich mit jeder Wiederholung, mit jeder sich neu formierenden Szene. Ich kam mir darin immer gemeiner vor, ein Ignorant, der egoistisch das nahe Glück nicht sah und der jungen Frau wahrscheinlich sehr weh tat. Was hätte aus der Beziehung werden können? Würde sie heute zufrieden an meiner Seite leben? Kathrin, die Mutter von Maria, so es diese denn war. Kathrin, das Mädchen aus dem Sommerlager.

1 Ankunft

Hans hatte im Sommer 1986 diesen schlimmen Autounfall. Immer wieder musste er uns danach erzählen, wie er laut rufend dem Abschleppwagen nachrannte. Mit Schrammen im Gesicht, einer verstauchten Hand und am Bein blutend. Er kletterte noch einmal in sein schrottreifes Auto, weil er wenigstens seine Lieblingsmusikkassette retten wollte: Kevin Johnson. Diese bizarre Idee kam ihm, als er schon auf der Trage der Sanitäter lag. Ich war zu diesen Wochen mit Schülern in unserem Nachbarkreis unterwegs. Der Sommer hatte sich bis zu der ersten Ferienwoche mit den Temperaturen zurückgehalten, an diesem späten Nachmittag erfüllte er alle Erwartungen. Die Eröffnung eines Sommerlagers, eines „Lagers für Arbeit und Erholung“ sollte auf der alten Burg stattfinden. Dieser Ort bot zwar einen historisch bedeutsamen, für diese Veranstaltung allerdings, so schien mir, einen eher unpassenden Rahmen.

„Sie finden doch zur Burg, Herr Schneider? Dort werden Sie auch unsere Betreuerin, Frau Kunert treffen. Die polnischen Gäste nehmen Sie doch bitte gleich mit! Ich komme dann mit dem Auto nach, wegen der Versorgung. Also, wir sehen uns dort oben. Bis später.“

Das beginnt ja wieder prima. Organisierte Feriengestaltung für eine polnische Jugendgruppe zusammen mit deutschen Schülern. Deutsch-polnische Begegnung der Jugend. Offensichtlich bin ich auch in diesem Jahr wieder der Läufer, der Arbeiter. Diese Frau Kunert muss eine neue Mitarbeiterin sein. Ich habe den Namen nicht in Erinnerung. Die Gruppe der polnischen Schüler steht abwartend herum. Sie wird offensichtlich von zwei Frauen geführt. Beide machen einen kompetenten Eindruck. Vorhin haben sie ihre Gruppe antreten lassen, mit ruhigen, leisen Worten und doch hörten alle Jugendlichen sofort und stellten sich auf. Alle Achtung.

Endlich oben auf dem ersten Burghof angekommen, bin ich völlig außer Atem. Die jungen Leute um mich herum sind, wie immer, quietschfidel. Dabei haben sie den ganzen Weg hier herauf geschnattert und ihre Späße gemacht. Oft ging es um Mike, harmlose Neckereien, mehr oder meist weniger originell. „Unser Mike hat viele Fans, denn er kann Gesichts- Breakdance.” Sie mögen ihn, er ist ein netter Kerl, aber er kann sich verbal am schlechtesten wehren.

Eine junge Frau, fast noch ein Mädchen, kommt auf uns zu. Ihre Strickjacke sieht aus, als wäre sie mindestens drei Nummern zu groß, aber trotzdem, oder gerade deswegen, sehr bequem. Dazu hat sie ein buntes Tuch mehrfach um den Hals drapiert. Die dunkelblonden Haare sind durch den Wind hier oben zerzaust, es schadet der halblangen Frisur kaum und unterstreicht ihre Jugend. Aber, sollte das Frau Kuhnert sein? Eine Frau, eine weibliche Betreuerin, das passt schon gut. Ich bin mit 18 Schülern hier, davon sind genau 9 Mädchen. Aber mir wäre eine ältere Betreuerin, mit mehr Erfahrung und möglichem Einfluss auf die Gastgeber schon lieber.

Das Mädchen hier hat höchstens neunzehn, zwanzig Sommer erlebt. „Guten Tag. Sie müssen Herr Schneider sein. Ich begrüße Sie. Ich bin die Kathrin. Kathrin Kunert. Sie haben gleich die polnische Gruppe mitgebracht. Prima.“ Überrascht stelle ich fest, dass ich sie sympathisch finde. Das forsche Auftreten kaschiert die Unsicherheit. Ihre Stimme in einer guten Mittellage mit einem kleinen Kratzen im Hintergrund weckt mein Interesse. Und sie hat mit ihrer schmalen Hand einen richtigen Händedruck, nicht so ein lasches ‚Patschhändchen geben‘. Die beiden polnischen Betreuerinnen werden zunächst nur kurz begrüßt, langsam und bemüht deutlich. „Guten Tag. Ich bin Kathrin Kunert. Kommen Sie bitte mit in den Festsaal. Ich darf vorausgehen?“ Einige „offizielle“ Personen erwarten uns schon. Frau Kunert vermittelt. „Darf ich Sie bekannt machen? Frau Scharfenstein vom Rat des Kreises, Abteilung Jugend und Soziales.“ Ich schüttle nach der Begrüßung der polnischen Betreuerinnen auch die dargebotene Hand der kräftigen Frau. Sie hat schon den Begegnungen der letzten beiden Jahre vorgestanden. Gisela Scharfenstein sieht aus, als könne man mit ihr die oft zitierten Pferde stehlen. ,Im Dienst‘ weiß die Chefin aber mit Sicherheit genau, was sie will und setzt das auch konsequent durch. „Sie ist die Leiterin des gesamten Projektes.“ Ich lächle, so freundlich ich kann: „Gisela, Guten Abend. Es freut mich, Sie wiederzusehen.“ Kathrin Kunert, ein wenig verunsichert: „Ach ja, natürlich. Sie kennen sich.“, fängt sich schnell: „Herr Martin, hier, steht uns als Dolmetscher zur Verfügung.“ Der zweifellos wichtige Mann ist ein wenig älter als ich, er hat eine lustige Bubifrisur. Mit ihm kommt man bestimmt gut aus. Er ist wirklich neu für mich, im letzten Jahr mussten wir ohne Vermittler auskommen. Die ausländischen Betreuerinnen werden jetzt offiziell vorgestellt. Ihre Namen klingen so polnisch, wie ich es erwartet habe. Beim allgemeinen Händereichen reduzieren sie sich aber auf „Beata“ und „Magda“. Diese unkomplizierte Variante der Anrede hatten die Polinnen mir schon unten im Tal angeboten.

Ich entschließe mich also auch spontan zu „Willi, Wilfried Schneider.“ Wir erfahren, dass bei der festlichen Eröffnung des diesjährigen „Lagers“ noch zwei weitere Vertreterinnen vom Amt ‚Jugend und Soziales‘ anwesend sind. Eine davon ist die Frau, die mich in der Unterkunft losgeschickte, ich habe ihren Namen schon wieder vergessen. In der Reihe der „Offiziellen“ präsentiert sich außerdem ein älterer, drahtiger Herr im Anzug. Er bemüht sich, Interesse zu zeigen und wird als der „Vertreter des Ratsvorsitzenden“ vorgestellt. Außerdem wartet am Ende des Ehrenspaliers der Kreissekretär der FDJ mit einer jungen Mitarbeiterin, er zeigt ein dienstliches Grinsen. Im Saal warten auch etwa zehn Jugendliche aus dem Gastgeberkreis, sie präsentieren wohl die einheimische Jugend. Mehrere kleine Reden sind schnell gehalten, Herr Martin übersetzt spontan für die polnischen Gäste oder deren Ansprache für uns. Es dauert immer eine kleine Weile, bis sich die jeweiligen Akteure auf die notwendigen Pausen eingestellt haben. „Es lebe die deutsch-polnische Freundschaft! Es lebe die polnisch-deutsche Freundschaft!“

Abseits ist ein kleines Büfett aufgebaut, es soll die Veranstaltung auflockern und abrunden. Die polnischen Schüler greifen zunächst sehr zaghaft zu und ich befürchte, meine Jungen werden in ihrer Unbekümmertheit alles alleine abräumen. Die ausländischen Gäste stehen in Gruppen abseits, sie beobachten das Geschehen und werten es wahrscheinlich untereinander leise aus. Der Kreissekretär der FDJ, obwohl weit über dreißig, ist im Blauhemd erschienen, es ist seine Dienstkleidung. Er war auch letztes Jahr dabei. „Herr Schneider. Sie auch wieder hier in unserem Kreis. Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit bei uns. Und eine erfolgreiche Aktion.“ Dienstliche Freundlichkeit. Wieso können sich die anderen immer meinen Namen merken und ich mir nur die Gesichter und die Stimmungen? „Guten Abend. Danke. Wie geht es Ihnen?“ Ich weiß seinen Namen nicht mehr, kann mich aber erinnern, dass er letztes Jahr zur Abschlussfeier in Begleitung einer interessanten Frau erschien. Frau Scharfenstein, mit voller Übersicht, tritt zwischen uns, ich bin ihr dankbar, ignoriert den anderen Herren. „Haben Sie schon das Quartier besichtigt? Sind Sie zufrieden?“ Sie bleibt noch, wie auch ich vorhin, beim „Sie“, obwohl wir schon an mehreren Abenden in der Vergangenheit beim „Du“ angekommen waren. Es ist eben heute „offiziell“. „Ja, danke. Das macht dort einen guten Eindruck.“ Man hatte unsere Gruppe mit einem Bus vom Bahnhof abgeholt und zu dem Flachbau gefahren. „Eine gute Lösung, mit dem Internat. Kam Ihnen die Idee schon im letzten Jahr, als wir dort für diese Feier waren?“ Die Andeutung einer Lockerheit schimmert auf, die Starre des monatelangen Abstands bröckelt ein wenig. „Ich glaube auch, dass Sie es dort ganz gut haben werden. In dem Wohnheim sind ideale Bedingungen. Die LPG ist ziemlich reich. Außerdem habe ich Ihnen meine beste Mitarbeiterin, Frau Kunert, abgestellt.“ Ihr ganzes Gesicht ist jetzt ein offenes Lächeln, wiedergefundene Vertrautheit. „Nun dann, auf gutes Gelingen.“ Es lebe die polnisch-deutsche Freundschaft! Es lebe die deutsch-polnische Freundschaft!

Der Abstieg hinunter in die Stadt, nach dem Empfang, realisiert sich leichter und mit viel Geschnatter. Frau Kunert käme später nach. Als „Ortskundiger“ laufe ich voran. Knapp vierzig deutsche und polnische Schüler-innen und Schüler in ausgelassener Stimmung verfolgen mich durch die abendlichen Straßen. Die beiden polnischen Betreuerinnen beschließen den langen Zug. Unsere Gäste bleiben oft vor den Schaufenstern stehen und betrachten die Auslagen. Ich muss die Jungen an der Spitze immer wieder bremsen. Erst nach einer knappen Stunde sind wir am Wohnheim. Herr Martin, der Dolmetscher wartet schon, er hat auch Frau Kunert mitgebracht. Ich vermute, dass ihm eines der beiden Autos auf dem Hof gehört, der weiße Skoda. Der Lieferwagen daneben ist offensichtlich das Dienstfahrzeug des Internatsleiters. Wir werden bekannt gemacht, uns vorgestellt. Die Unterkunft befindet sich in einem Ensemble von Zweckbauten; Fahrzeughallen, Werkstätten, Lagerhallen, dabei eine Grossküche mit Speiseraum und gleich daneben noch ein Flachbau, das Internat, Wohnheim für die Lehrlinge. Alles inmitten von Feldern und Wiesen auf einem weitläufig betonierten Südwesthang gelegen. Das Gelände und das Gebäude zeigen sich jetzt, in den großen Ferien, tatsächlich für uns bestens geeignet. Zweier-, Dreier- und Viererzimmer für die Schüler, zweckmäßig eingerichtete Betreuerzimmer und mehrere andere größere Räume, die man für die unterschiedlichsten Betätigungen nutzen kann. Ich hatte mich bereits am Nachmittag umgesehen. Unsere Zimmer sind wohl im vorderen Teil, die der polnischen Gruppe im hinteren. „Herr Schneider, wir wollen alle Fünf in ein Zimmer. Dürfen wir?“ Meine Jungen aus der Zehn mit ihren Ideen. „Fragt den Internatsleiter!“ „Der hier so wichtig als Oberchef rumrennt?“ „Genau.“ „Haben wir schon. Der sagt, wir sollen Sie fragen!“ „Dann macht das doch. Wird es nicht zu eng?“ „Nee, geht schon!“ Sie antworten im Wegrennen.

Durch mich würde sich das Durcheinander auf dem Flur nur vergrößern. Vor der Baracke steht eine stabile Bank, ich halte mich aus dem Einsortieren heraus.

Da bin ich ja mal gespannt, auf was ich mich wieder eingelassen habe. Zwei und eine halbe Woche im Juli, große Ferien. Deutsch-polnische Begegnung, organisiert bei ,Arbeit‘ und ,Erholung‘. Drei von meinen Schülern kenne ich kaum, mehrere sind aus meiner Klasse, die Zwillinge, Jens, Grit, Susi und Sybille waren schon im letzten Jahr dabei.