Hellblau - Nori Schacht - E-Book

Hellblau E-Book

Nori Schacht

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Beschreibung

Emotionslos und verwirrt. Auf der Suche nach dem ''Warum'' wandelt Nelson durch die Zwischenwelt. Fesselnde Kurzgeschichte aus dem Bereich Fantasy -Buchauszug Mein Name war Nelson...ich habe gewartet... Ich wollte nicht schlafen gehen. Denn ich hatte Angst davor aufzuwachen. Ich weiß nicht, wie lange ich bis zu diesem Zeitpunkt schon wach war. Waren es achtundvierzig – oder waren es zweiundsiebzig Stunden? Doch am Ende war das dann auch egal. Auf der großen Couch im Wohnzimmer, lagen überall die Klamotten verteilt. Vollgekritzeltes Papier, Dosen, Flaschen, Essensverpackungen, alte Zigarettenstummel und, und, und... Die Wochen alten Tiefkühlgerichte, die vereinzelt eine dunkelblaue Flechte am Deckelrand bildeten, lagen am Boden. Ich hatte mein kleines Holzhäuschen von innen völlig verwüstet. Von dem aus Kirschholz gefertigten Deckenbalken, im Wohnzimmer, baumelte mir das Seil entgegen. Meine Füße schwangen hin und her...

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Seitenzahl: 15

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Nori Schacht

Hellblau

In der Zwischenwelt

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

Der Schluss

Impressum neobooks

1

Hellblau

Mein Name war Nelson...ich habe gewartet...

Ich wollte nicht schlafen gehen. Denn ich hatte Angst davor aufzuwachen.

Ich weiß nicht, wie lange ich bis zu diesem Zeitpunkt schon wach war.

Waren es achtundvierzig – oder waren es zweiundsiebzig Stunden?

Doch am Ende war das dann auch egal.

Auf der großen Couch im Wohnzimmer, lagen überall die Klamotten verteilt. Vollgekritzeltes Papier, Dosen, Flaschen, Essensverpackungen, alte Zigarettenstummel und, und, und...

Die Wochen alten Tiefkühlgerichte, die vereinzelt eine dunkelblaue Flechte am Deckelrand bildeten, lagen am Boden.

Ich hatte mein kleines Holzhäuschen von innen völlig verwüstet.

Von dem aus Kirschholz gefertigten Deckenbalken, im Wohnzimmer, baumelte mir das Seil entgegen.

Meine Füße schwangen hin und her.

Eine der Fersen berührte dabei die Beine des Stuhls, welchen ich vorher noch unter mir wegkickte.

Als ich zu mir aufblickte und meinen toten Körper dort hängen sah, bemerkte ich im großen Fenster meine Rückseite. Also ging ich langsam, um mein lebloses Ich herum.

Im Hintergrund fiel ein hellblauer Schimmer von draußen herein.

Mir fiel auf das ich mich noch nie, noch nicht einmal durch einen Spiegel, aus solch einer Perspektive heraus betrachten konnte. Ich wirkte größer als ich dachte. Stolze Ein Meter vierundsiebzig und etwas zu dünn, bemerkte ich. Doch das war jetzt auch nicht mehr wichtig. Ohne einen Spiegel schien es, als sei mein Gesicht ein völlig anderes gewesen.

Bevor ich den Stuhl unter mir weg – kippen ließ, liefen mir anscheinend Tränen über meine Wangen. Diese Tränen waren noch nicht getrocknet.

Und tropften von meinem Kinn auf den Boden auf den Wohnzimmerteppich.

2