Heute Studium … morgen Job! - Institut für Managementvisualisierung - E-Book

Heute Studium … morgen Job! E-Book

Institut für Managementvisualisierung

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Beschreibung

Eine Einladung zum persönlichen Gespräch mit dem Chef! Oh Gott, und jetzt? Hoffentlich vermassel' ich das nicht! Ob erstes Date, Vorstellungsgespräch oder Mitarbeitergespräch: Der erste Eindruck zählt. Hierfür gibt es keine zweite Chance. Mithilfe von sieben Tricks lernst du, wie du vom ersten Gespräch an sicher überzeugst und deine Persönlichkeit bestmöglich verkaufst. Wie bereite ich mich vor? Wie kann ich selbstbewusster werden und wirken? Woher weiß ich, was der Chef hören will? Wie leite ich eine Gehaltsverhandlung ein? Viele Fragen, ein Buch: Heute Studium, morgen Job!

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Seitenzahl: 54

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Alexander Hecht

 

Heute Studium … morgen Job!

7 Stationen auf dem Weg zum perfekten Chef-Gespräch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Auflage Juni 2016

 

© Institut für ManagementVisualisierung

 

Besuchen Sie uns im Internet:

www.Management-Visualisierung.de

 

© Alexander Hecht, 2016

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1 Augen auf! Was ist dein Chef für ein Typ?

2 „Sie sehen nervös aus!“ - Wie du selbstbewusst wirkst und wirst

3 Was wollte ich nochmal sagen? Wie du das Chef-Gespräch optimal vorbereitest

4 Was will der jetzt? Wie du Mimik und Gestik genau deutest

5 „Schönes Wetter heute…“ - Wie du den Small Talk neu erfindest

6 „Also…es ist ja so… ähm…“ Wie du unangenehme Gespräche angenehm gestaltest

7 „Das überrascht mich bei Ihnen nicht…“ Wie du mit Kritik und unfairer Behandlung umgehst

 

1 Augen auf! Was ist dein Chef für ein Typ?

Schauen Sie aus dem Fenster.

Was sehen Sie? Was nehmen Sie wahr? Achten Sie auf alle Details.

Zugegeben, diese Übung könnte etwas länger dauern. Genauso verhält es sich mit der Analyse des Chefs. Betrachten Sie in Ihrem Gespräch den Chef mal durch ein Fenster, das durch ein Fensterkreuz in vier kleine Sichtfenster geteilt wird.

Im linken oberen Fenster sehen Sie die Arena des Chefs, den öffentlichen Bereich also, der dem Chef und Ihnen bekannt ist. Dieser Bereich ist zu Beginn eines Gespräches sehr klein. Wenn Sie den Chef länger kennen oder längere Gespräche führen, wird dieser Bereich auch größer.

Der rechte obere Fensterausschnitt ist einer blinder Fleck für den Chef, weil er nur Ihnen als Gesprächspartner bekannt und für den Chef vollkommen unsichtbar ist.

Unter diesem Fenster befindet sich rechts unten der unbewusste Fensterteil, unbewusst, da er Ihnen und dem Chef unbekannt ist. Weil etwa acht Neuntel des Gesprochenen unbewusst und emotional sind, steckt in diesem Fensterausschnitt das Gemeinte hinter den Aussagen des Chefs. Das Gemeinte wird häufig nicht ausgesprochen. Hier verbergen sich unter anderem der Charakter sowie die Programme des Chefs, die den Chef zu dem machen, was er ist. Im Umkehrschluss bedeutet dies, wenn sich acht Neuntel verbergen, wird nur ein Neuntel bewusst gesagt.

Wenn Sie zudem noch mehr darüber wissen möchten, was der Chef für eine Persönlichkeit ist und was sein Verhalten ausmacht, sollten Sie durch den linken unteren Fensterausschnitt Ihres Fensters schauen. Dahinter verbirgt sich alles, was dem Chef bekannt ist und anderen unbekannt bleibt. Sie sehen also nur die Fassade des Chefs. Zu Beginn eines Gespräches ist dies der größte Teil des kompletten Gesprächsfensters. Mit zunehmender Gesprächsdauer wird die Fassade bröckeln und immer kleiner werden. Dadurch sehen Sie die Maske des Chefs sowie die Rollen, die der Chef spielt. Dahinter stecken die Persönlichkeit sowie die Erklärung für das Verhalten des Chefs.

Lassen Sie uns zur Erklärung vorab schon mal gemeinsam die Masken absetzen. Im Übrigen: die des Chefs, aber auch Ihre und die von allen Menschen. Um dies besser zu erklären, machen wir gemeinsam eine Zeitreise zu unserer Geburt.

Unser Leben ist wie eine Kugel. Uns geht es nach unserer Geburt nur um den Lebenserhalt und die Lustbefriedigung. Wir setzen all unsere Sinne ein, nehmen damit unsere Umgebung wahr und sind einfach nur da. Von unserer Geburt bis zum sechsten Lebensjahr bekommen die Worte durch unsere Sprache Bedeutung, Sinn und Wert. Wir etikettieren jedes Wort mit Plus und Minus. So erhalten zum Beispiel dick, dünn, hässlich, schön, faul oder erfolgreich über die Erziehung Etiketten. Manche Worte werden in diesem Zeitraum sogar mehrfach etikettiert. Durch unsere Erziehung werden wir also zur Normalität erzogen. Zu unseren eigenen Werten kommen fremde Werte hinzu. Damit geht unsere Kugelform verloren. Wir bekommen Ecken und Kanten. Daraus formen wir unsere Masken. Je nachdem welche Maske wir aufsetzen, spielen wir auch unsere anerzogenen Rollen bis ins Erwachsenenalter.

Die grundlegenden Verhaltensweisen des Menschen sind Kampf oder Flucht.

Diese Verhaltensweisen der Persönlichkeit begründen sich auf den Prinzipien Angst oder Freude. Wenn wir mehr über Menschenkenntnis und die vier Persönlichkeitstypen von Chefs erfahren möchten, müssen wir den Fokus intensiver auf die Grundformen der Angst richten.

Betrachten wir Menschen aus verschiedenen Perspektiven.

Jeder Mensch kann sich verschiedene Grundfragen stellen. Werde ich ein Individuum oder gehe ich Partnerschaften ein? Schaffe ich Sicherheit und Verlässlichkeit oder werde ich wandelbar und verändere mich? Vertieft man diese beiden Fragen, kann man auch hier vier verschiedene Persönlichkeitstypen durch vier Persönlichkeitsfenster betrachten. Die schizoide Persönlichkeit (Angst vor zu enger Bindung), die depressive (Angst verlassen zu werden), die zwanghafte (Angst vor Ungewissem) sowie die hysterische Persönlichkeit (Angst vor dem Endgültigen). Doch was macht die einzelnen Persönlichkeiten des Chefs aus und wie kann ich sie im Gespräch erkennen?

Bei der schizoiden Persönlichkeit dreht sich die Welt des Chefs um die eigene Achse. Dieser Typ Chef hat Angst vor Hingabe und ist ein „Ich-Verlust-Abhängiger“. Solch ein Cheftyp ist unabhängig, selbstständig und vertritt seine Meinung kompromisslos. Hier ist der Chef das Maß aller Dinge. Diese Chefs wirken arrogant, kühl, sachlich und distanziert. Sie sind objektiv, unsensibel und fordernd. Sie sind kontaktschwach und eher Einsiedlertypen. Darüber hinaus sind sie sarkastisch, ironisch, unbeirrbar, emotionsarm und kritikresistent. Ihnen fehlt es an Enthusiasmus. Zudem haben schizoide Persönlichkeiten ein hohes Maß an Selbstwertgefühl.

Die Erde dreht sich bei der depressiven Persönlichkeit um die Sonne. Diese Chefs haben Angst vor Selbstwerdung in Form von Einsamkeit und Isolation. Wenn man sie isoliert, werden sie depressiv. Sie sind Gruppenmenschen, suchen menschliche Nähe, sind extrem emotional und können nicht allein sein. Dieser Cheftyp ist bescheiden, zeigt wenig Egoismus und sagt sich: „Erst die anderen, dann ich.“ Weitere Kennzeichen sind Harmoniebedürfnis, Hilfsbereitschaft und Empathie. Sie haben wenig Selbstwertgefühl, sind konfliktscheu und leiden mit anderen. Dieser Persönlichkeitstyp ist anspruchslos, verständnisvoll und überfordert sich häufig. Daher sind sie häufig anfällig für Burnout.

Bei zwanghaften Persönlichkeitstypen herrscht bei Chefs die Erdanziehungskraft. Sie haben Angst vor Wandlung, Vergänglichkeit und Unsicherheit. Auf den Punkt sind sie Kontrollfreaks, sachlich und kühl. Sie sind zuverlässig, unflexibel, intolerant, perfektionistisch und überkorrekt. Fleiß, Ordnung und Entschlussunfähigkeit sind weitere Merkmale. Typisch ist auch, dass sie immer Bedenken haben und sich an Zahlen, Daten und Fakten orientieren. Zudem sind sie dogmatisch, haben Vorurteile, sind risikoscheu, konservativ, detailversessen und fokussieren sich auf die Zukunft.