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Nach den neusten Enthüllungen im Connecting steht der Wettbewerb kopf – genau wie Jills Gefühlswelt. Während manche Kandidatinnen mit allen Mitteln kämpfen, weiß Jill nicht, was sie überhaupt will. Eine Krone? Oder die Liebe? Und welchem der Prinzen möchte sie ihr Herz schenken? Als die Gefahr durch die Aufrührer immer größer wird, werden auch Jills ehrliche Absichten infrage gestellt. Geleitet von ihrer Unsicherheit, trifft sie eine fatale Entscheidung. Hat sie ihr Schicksal damit endgültig besiegelt?
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Seitenzahl: 248
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Kate Lillian
Hoffe auf das Schicksal
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Das Buch
Widmung
Es war einmal ...
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Danksagung
Das Connecting nimmt überraschende Wendungen ...
Autorenvita
Impressum neobooks
Kate Lillian
Hoffe auf das Schicksal
Liebe oder Krone – Band 3
Für alle, aus deren Plänen nichts wurde
– manchmal hilft euch das Schicksal weiter
Das Leben war kein Märchen. Das hatte ich leider schon früh lernen müssen.
Als Kind war noch alles einfach gewesen, die Zukunft strahlte in den buntesten Farben. Alles war möglich, wenn man nur daran glaubte.
Irgendwann war mir jedoch klar geworden, dass das nicht stimmte. Sich Freundschaften zu wünschen, brachte einem keine real existierenden Freunde. Wenn man sich verlieben wollte, stand der Traumprinz nicht an der nächsten Ecke. Und wenn man eine wichtige Entscheidung für die Zukunft traf, akzeptierte das die Familie nicht ohne Wenn und Aber.
Also hatte ich aufgegeben, mir das Glück herbeizuwünschen, und mich mit der Wirklichkeit abgefunden. Da war keine Hoffnung mehr in mir gewesen, einmal etwas Besonderes zu sein. Nur ein vager Traum war mir geblieben, von dem ich gedacht hatte, er würde sich sowieso nie erfüllen. Darum hatte ich keinem davon erzählt.
Es war auch eine lächerliche Vorstellung gewesen, dass ich eines Tages eine Königin sein könnte. Dass mein mich liebender Ehemann ein König wäre. Dass alle zu mir aufsehen würden. Eine Unmöglichkeit, in den Tiefen meines Inneren verborgen.
Aber dann hatte mich die Realität eines Besseren belehrt. Mir diese traumhafte Möglichkeit geschenkt. Das Connecting hatte mir wieder Hoffnung gegeben, dass Wünsche sich erfüllen konnten. Und mein Ziel rückte immer mehr in greifbare Nähe.
Bis ein Tag alles veränderte.
Es war wie ein Schlag ins Gesicht. Nicht, dass ich wusste, wie sich das anfühlte – aber der Schmerz war unbeschreiblich, als Stephan verkündete, dass man uns die ganze Zeit belogen hatte. Die fünf Männer vor uns waren überhaupt keine Thronfolger. Zumindest drei von ihnen nicht.
»Wie ich bereits sagte, es tut uns wirklich leid.« Stephan wirkte das erste Mal unsicher, seitdem ich ihn kannte. Wahrscheinlich befürchtete er, wir alle würden ihnen nun den Rücken kehren wegen dem, was sie uns antaten.
Ich drehte mich ein wenig nach links, um meine Mitkandidatinnen zu betrachten. Schock, Wut, Ungläubigkeit und noch einige andere Emotionen spiegelten sich in ihren Gesichtern. Keine dachte mehr an die Kameras, die alles filmten. Deren Aufnahmen beweisen könnten, wen von uns die Offenbarung am meisten traf. Für diejenige würde das nicht gut ausgehen, immerhin wollten die Prinzen herausfinden, wer wirklich der Liebe wegen hier war – und nicht für eine Krone.
Schnell brachte ich meine Miene wieder unter Kontrolle.
»Es war eine Entscheidung, die wir treffen mussten, als das Connecting geplant wurde«, fuhr Stephan fort. »Wir wollen weder euch noch dem Volk misstrauen. Aber in diesem Wettbewerb versuchen wir fünf, diejenigen zu finden, die sowohl uns als auch die Völker unserer Königreiche glücklich machen. Und das wird uns nicht gelingen, wenn wir am Ende eine von euch wählen, die nur der Monarchie wegen hier ist. Die ein Land regieren, im Luxus leben oder Aufmerksamkeit will.«
»Diese Lüge war notwendig, um eine glückliche Zukunft zu gestalten«, fügte Luca hinzu. »Wir sind uns im Klaren darüber, dass es ein drastisches Mittel ist. Allerdings sind wir von dessen Erfolg überzeugt. Und sobald das Connecting zu Ende ist, werdet ihr, werden Sie«, er sah in die Kamera vor sich, »erkennen, dass wir uns richtig verhalten haben.«
»Wenn eine von euch nun gehen will«, ergriff Ondrej das Wort, während sein Blick über uns schweifte, »darf sie dies selbstverständlich tun. Wir können verstehen, wenn die ein oder andere in dieser Lüge einen Grund sieht, uns zu misstrauen. Seid versichert, es war nicht unsere Absicht, euch damit zu verletzen. Es war eine politische Entscheidung, zugunsten der Modernen Welt.«
»Solltet ihr nun wütend sein, weil euch die Chance auf einen Thron genommen wurde«, machte Grayson weiter, »müsst ihr vielleicht noch einmal überdenken, was ihr wirklich wollt. Die falschen Ziele könnten euch schaden und uns das Herz brechen. Überlegt euch genau, was ihr tut.«
»Wir würden es euch auch nicht übelnehmen, wenn ihr euch fürs Gehen entscheidet«, behauptete Clément. »Egal ob aus Enttäuschung uns gegenüber, oder weil ihr erkennt, dass wir euch nicht das geben können, was ihr wollt.«
»Seid ehrlich und spielt keine Spiele mit uns.« Nun klang Stephan bestimmt. »Das hier ist eine ernste Angelegenheit. Zugunsten aller Menschen unserer Königreiche, trefft die richtige Entscheidung.«
Es kehrte Stille ein. Jede von uns schien zu überlegen, was nun zu tun war. Zugeben, dass die Liebe nur die zweite – oder überhaupt keine – Rolle spielte? Das wäre eine Blamage, es sei denn, man wollte die Krone aus den eigentlich richtigen Gründen: um Menschen zu helfen, den Frieden zu erhalten oder die Monarchie zu sichern. Deshalb zu gehen, würde dann nur bedeuten, dass man sich ein Leben mit keinem der Prinzen vorstellen konnte und ihnen ihr Glück ermöglichen wollte.
Vielleicht sollte ich so etwas behaupten und verschwinden. Immerhin war ich gekommen, um ein perfektes Leben als Prinzessin, als Königin, führen zu können. Ich hatte bei der Bewerbung nur unterschwellig an die Liebe gedacht.
Jedoch war inzwischen alles anders. Ich wollte noch immer gerne eine Königin sein, aber noch mehr wollte ich geliebt werden. Und Stephan hatte mir diese Chance mit meiner Weiterwahl eröffnet.
Nein, niemals würde ich sie ziehen lassen.
»Eure Hoheiten, wenn ich sprechen darf«, ertönte da auf einmal Darias Stimme, was meine kreiselnden Gedanken automatisch stoppte.
Sie würde doch nicht gehen, oder? Diejenige, die so gut wie jeder mochte. Die Stephan als eine seiner Favoritinnen handelte. Die mir eine Freundin geworden war, obwohl ich ihr kaum etwas zurückgeben konnte. Ich wollte mir beim besten Willen keine unlauteren Ziele bei ihr vorstellen.
Die Prinzen warfen sich überraschte Blicke zu, Stephan nickte schließlich. Also löste sich Daria aus der oberen Reihe, schob sich zwischen Lena und Lexi hindurch, bevor sie den pinkfarbenen Teppich betrat. Der Kameramann wich ein Stück zur Seite, hielt direkt auf sie. Niemand schien zu atmen.
»Ich denke, ich spreche nun für uns alle«, begann sie, den Blick auf uns Kandidatinnen gerichtet. »Keine von uns ist frei von Zielen abseits der Liebe. Jede von uns strebt nach einem allumfassenden Glück, das nicht nur einen Ehemann beinhaltet. Das würdet ihr auch gar nicht von uns wollen, schließlich wird die ein oder andere von uns einen Prinzen heiraten. Dabei ist es egal, ob er der Thronfolger ist oder nicht, man wird in der Öffentlichkeit stehen. Der Monarchie angehören.« Sie drehte sich zu den fünf jungen Männern. »Aber die letzten drei Wochen dürften uns allen bewiesen haben, dass die Liebe doch das höchste Ziel bleibt. Ihr wart freundlich zu uns, habt euch die Zeit genommen, uns kennenzulernen. Ihr habt uns auf eine sensible Weise getestet, uns unsere Fehler nicht vorgeworfen. So sehr wir also nach Höherem gestrebt haben, als wir hier ankamen – ich bin überzeugt, für jede von uns ist das euretwegen in den Hintergrund gerückt. Und wir vertrauen euch genug, um euch diese Lüge zu vergeben.«
Als sie ihre Rede schloss, war ich sprachlos. Zwar wusste ich oft nicht, was ich sagen sollte, aber das hier war ein anderes Gefühl. Eines, das von Bewunderung hervorgerufen wurde, nicht von meiner Unsicherheit. Daria war wirklich absolut unglaublich.
»Dem will keine von euch widersprechen?«, fragte Luca, konnte die Anerkennung in seiner Stimme nicht verbergen.
Einige von uns schüttelten die Köpfe, andere schwiegen einfach. Selbst wenn eine von uns noch Zweifel am Bleiben gehabt hätte, nach Darias Worten würde keine mehr gehen. Entweder weil sie die Wahrheit darin erkannte oder weil es sie schlecht dastehen lassen würde, zu widersprechen.
»Dann freuen wir uns, dass wir mit euch weitere Tage verbringen dürfen.« Luca nickte uns allen zu, bevor er sich an Daria wandte. »Vielen Dank für diese schöne Rede. Ich hoffe, keine von euch wird uns das Gegenteil von dem beweisen, was du gerade gesagt hast.«
»Ich bin sicher, sollte das passieren, werdet ihr wissen, was zu tun ist.« Daria machte einen Knicks, bevor sie sich zurück an ihren Platz stellte.
Die Prinzen tauschten erneut Blicke aus, dann wandte sich Ondrej zu Sergiu um. Dieser trat zurück vor die Kamera und übernahm die Abmoderation.
»Ein aufregender Abend war das. Mit einem glücklicherweise positiven Ende. Wir hoffen, dass auch Sie zu Hause die Entscheidung unserer Prinzen respektieren und das Connecting weiterhin verfolgen. Über ihre Favoritinnen können Sie immer noch in den Rathäusern der Gemeinden abstimmen. Und sollten Sie uns Ihre Meinung zukommen lassen wollen, geben Sie die Briefe bitte ebenfalls dort ab. Ansonsten wünschen wir Ihnen alles Gute und bis zum nächsten Mal.«
Der Kameramann schwenkte noch einmal über die Prinzen zu uns, dann ließ er das Gerät sinken.
Während andere Angestellte die Kameras abbauten und Häppchen und Getränke hereinbrachten, hatte ich endlich Gelegenheit, tief durchzuatmen. Erst die knappe Entscheidung und dann auch noch diese Offenbarung waren eindeutig zu viel für meine Nerven. Ich hatte keine Ahnung, wie ich den Rest des Abends überstehen sollte nach all der Aufregung.
»Also ich dachte ja, mich überrascht in diesem Wettbewerb gar nichts mehr.« In Lenas Stimme mischte sich ein Seufzen. »Da habe ich mich wohl geirrt.«
»Wenigstens kann es nicht noch schlimmer kommen«, entgegnete ich.
»Da wäre ich mir nicht so sicher«, sagte Aurora, die zu uns getreten war. »Jetzt fängt der Konkurrenzkampf doch erst richtig an. Die ein oder andere könnte sich einen neuen Favoriten suchen.«
»Aber das wäre sehr auffällig, meint ihr nicht?« Lena zog die Stirn in Falten. »Wer das macht, gilt sofort als jemand, der nur eine Krone will.«
»Wahrscheinlich gibt es noch ein paar Tests, die das klären sollen. Genauso unsere mögliche Zugehörigkeit zu den Aufrührern.« Aurora verschränkte die Arme. »Sie werden uns nicht einfach so davonkommen lassen, nur weil Daria eine nette Rede schwingt.«
»Freut mich, dass sie dir gefallen hat.« Daria stellte sich zwischen Lena und Aurora, die ertappt auf den Boden schaute. Die Ironie in ihren Worten war nicht zu überhören gewesen. Daria schien das jedoch nicht zu stören. »Ich fand es wichtig, dass wenigstens eine von uns in dieser Situation Mut zeigt.«
»Je mehr Mädchen sich entgegen deinen Worten verhalten, desto mehr wird ihr Scheitern auf dich zurückfallen«, behauptete Lena. »Immerhin hast du uns alle verteidigt.«
»Die Prinzen wissen schon, dass ich nichts für das Benehmen der anderen kann«, erwiderte Daria, klang beinahe ein wenig spitz. »Und sie kennen meinen Optimismus.«
»Bald sehen sie auch deinen verkehrten Realitätssinn.« Fabienne, die mit Amelia und Liva in der Nähe stand, wandte sich zu Daria um. Ihr hochnäsiger Gesichtsausdruck verschwand jedoch sofort, als sich die Prinzen nach ihrer kurzen Beratung am Rande des Saals wieder auf uns zubewegten. Alle Gespräche verstummten, als sie vor der Treppe stehen blieben.
»Wir hoffen, ihr wollt trotz dieses recht aufregenden Abends noch mit uns anstoßen«, sagte Luca lächelnd.
»Falls ihr noch genug Vertrauen in uns habt, dann gerne.« Lexi löste ihre verschränkten Arme. »Nicht wahr, Mädels?«
»Ich glaube, davon ist noch genügend vorhanden, oder?« Luca sah die anderen vier an, welche als Antwort nickten oder lächelten. Also deutete der Südreich-Prinz in Richtung der inzwischen aufgebauten Stehtische. »Dann bedienen wir uns. Dieser Abend soll doch ein erfreuliches Ende haben.«
Wir folgten den Prinzen zu den Häppchen und vollen Weingläsern – die natürlich wieder mit etwas Nicht-Alkoholischem gefüllt waren – und Luca sprach einen Toast aus. Dann prosteten wir uns zu, bevor die Unterhaltungen in Gang kamen.
Ich wusste nicht so ganz, zu wem ich mich stellen sollte, da sich in den meisten Fällen die Favoritinnen ihren jeweiligen Prinzen zuordneten. Wahrscheinlich wäre es das Beste, wenn ich zu Stephan, Daria und Tess gehen würde, immerhin hatte Stephan mich vor dem Ausscheiden bewahrt. Doch bevor ich einen Schritt machen konnte, tippte mir jemand auf die Schulter und ich wandte mich um.
»Können wir kurz reden?«, fragte Grayson und deutete mit dem Kopf auf einen der runden Bartische, der mit einer rosafarbenen Tischdecke und pinken Blütenblättern geschmückt war.
Alles in mir weigerte sich, auch nur ein Wort mit ihm zu wechseln, nachdem er es nicht für nötig gehalten hatte, mir sein Veto zu geben. Aber die widerstreitenden Emotionen in seinem müßig beherrschten Gesicht ließen mich nachgeben. Vielleicht bekam ich wenigstens eine Begründung zu hören. Darum nickte ich und folgte ihm zu dem Tischchen, wo ich mein Glas abstellte.
Es dauerte einige Sekunden, bis Grayson die richtigen Worte gefunden zu haben schien. »Ich schulde dir wohl eine Erklärung.«
Die hielt ich in der Tat für angebracht, ließ das jedoch unausgesprochen. Selbst wenn ich ihm meine Enttäuschung entgegenschleuderte, würde das die Entscheidung nicht ungeschehen machen. Oder die Verkündung bezüglich der Thronfolger, die mir trotz allem schwer im Magen lag.
»Ich ...«, setzte Grayson an, presste die Lippen aufeinander und seufzte. Mit einem kontrollierten Ausdruck sah er mich schließlich an. »Es ist so: Als wir besprochen haben, wer wem sein Veto geben will, habe ich gesagt, dass du meins bekommst. Aber Stephan meinte, wenn ich eventuell eine der anderen noch in Erwägung ziehen würde, sollte ich ihr mein Veto geben und du würdest seins bekommen.«
»Also hast du dir lieber Aurora ausgesucht?« Aufgrund dieser Erklärung pendelte ich zwischen Erleichterung und Traurigkeit.
»Du hast doch gestern gehört, dass sie mich quasi um eine zweite Chance gebeten hat«, rechtfertigte er sich. »Endlich ist sie ein wenig aus sich herausgekommen, da dachte ich, warum ihr nicht den Gefallen tun.«
»Habe ich mich dir zu schnell geöffnet?«, hakte ich nach. »Hat dich das gestört?«
»Nein!« Er schüttelte den Kopf. »Ich bin froh, dass du dich mir anvertraut hast. Wirklich.«
Der Blick seiner grau-grünen Augen war so durchdringend, dass ich ihm das glauben wollte. Aber ich wusste nicht recht, ob ich das konnte. Seine Launen waren so wechselhaft, dass ich mir unsicher war, ob er wirklich die richtigen Ziele im Connecting verfolgte.
»Es lag nicht an dir«, versicherte Grayson mir. »Ich wollte einfach ungern jemanden rauswerfen, der seine Gedanken und Gefühle genauso versteckt hält wie du. Du hast mich schließlich auch überrascht. Aurora verdiente diese Chance meiner Meinung nach ebenfalls.«
»Das ist ... eine nette Geste.« Das musste ich mir eingestehen. Ich hätte genauso gut an Auroras Stelle sein können, würde Stephan mir nicht aus mir unerfindlichen Gründen sein Vertrauen entgegenbringen – und wäre das Kompatibilitätsdate mit Grayson nicht gewesen.
»Also verstehst du es?«
Er klang so hoffnungsvoll, dass ich ihn nicht vor den Kopf stoßen wollte, obwohl es mich verletzte, dass ich ihm scheinbar nicht interessant genug war. Aber wie konnte ich auch erwarten, dass er sich bereits festlegte – nach einem Date? Ich verstand meine Gefühle langsam selbst nicht mehr.
»Ist schon okay«, sagte ich schließlich. »Es gibt hier so viele Mädchen. Du solltest nicht die Möglichkeit verlieren, sie kennenzulernen. Vor allem jetzt.«
Er verstand meine Anspielung auf die neue Situation. Diese schien ihm allerdings nicht zu gefallen. »Wenn sie sich jetzt bei mir einschleimen wollen, weil sie denken, ich könnte einer der Thronfolger sein, dann ...«
»Grayson!« Fannis Stimme unterbrach ihn mitten im Satz und alles in mir spannte sich an, als sie sich dicht neben ihn stellte. »Ich dachte mir, wir könnten auch noch ein wenig plaudern.«
Die Art und Weise, wie sie mich anschaute, verdeutlichte mir, dass ich unerwünscht war. Allein deshalb wäre ich gern geblieben. Um ihr zu demonstrieren, dass sie nicht über mich bestimmen konnte. Aber ich musste sowieso meine Gedanken sortieren, nachdem ich Graysons Entscheidung akzeptiert und ihm quasi vergeben hatte.
»Ja, redet ihr nur.« Ich schaute Grayson noch einmal in die Augen, um ihm zu zeigen, dass alles okay war. Dann schnappte ich mir mein Glas und lief zu den Häppchen, spürte Graysons Blick dabei eindeutig in meinem Nacken. Doch ich drehte mich nicht noch einmal um, auch wenn ich es gern getan hätte. Sollte er sich ruhig den Kopf darüber zerbrechen, irgendwie musste ich sein Interesse ja aufrechterhalten. Vor allem jetzt, da er indirekt zugegeben hatte, dass Aurora für ihn eventuell auch noch infrage kam.
Die Anwesenden hatten sich an die Bartische verteilt, manchmal auch in einer reinen Mädchenrunde. Wahrscheinlich wollten die anderen Prinzen ebenfalls einzeln mit ein paar Kandidatinnen sprechen.
Ich überlegte währenddessen, zu welchem Häppchen ich greifen sollte – es gab sie mit allen möglichen Aufstrichen in Grün, Gelb und Pink sowie mit Fisch, Tomate und anderem. Da spürte ich, dass sich mir jemand näherte. Allerdings glaubte ich nicht, dass es Grayson war, denn Fanni würde ihn bestimmt nicht so schnell wieder gehen lassen. Darum berücksichtigte ich Stephans Bitte, nicht mehr ganz so festgefahren in meiner Unsicherheit zu sein, und wandte mich um. Tatsächlich war es der Zentralreich-Prinz, der sich neben mich stellte. Begleitet wurde er von Darias wachsamem Blick. Anscheinend hatte er sich gerade von ihr losgelöst.
Ich wurde an das komische Gefühl erinnert, das mir meine Freundin nach Stephans Veto vermittelt hatte, und konnte sie nicht länger ansehen. Stattdessen richtete ich meine Aufmerksamkeit auf Stephan, der erst die Häppchen musterte und schließlich mich.
»Nimm nicht das mit dem grünen Aufstrich, wenn du nichts Scharfes magst«, riet er mir mit einem Lächeln.
Ich betrachtete die Appetithappen, von denen er sprach. »Was macht es denn so scharf?«
»Grüner Meerrettich«, antwortete er. »Auch bekannt als Wasabi.«
Davon hatte ich schon mal gehört, doch dass man ihn in der Modernen Welt anbauen konnte, hatte ich nicht gewusst. »Stammt der nicht aus ... ähm ... wie hieß dieses asiatische Land auf der Insel?« Eigentlich fiel es mir nicht schwer, mir so etwas zu merken, aber nach der ganzen Aufregung heute schien mein Gehirn nicht mehr so gut zu funktionieren. Oder es lag an Stephans Nähe, die in mir stets alles erstarren ließ.
»Japan.« Er verschränkte die Arme hinter dem Rücken. »Aber es gibt hier und dort noch einige Kulturen, wo man ihn angebaut hat. Wir versuchen, ihn zu erhalten. Wäre doch schade, wenn er ausstirbt, nur weil sein Herkunftskontinent zerstört ist.«
»Ja, das stimmt.« Wobei durch den Großen Krieg auch die ganzen asiatischen Völker ausgerottet worden waren. Bis auf diejenigen, die bereits vorher ausgewandert waren, und ein paar wenige Flüchtlinge, die nun in der Modernen Welt lebten. Gegen diese Auslöschung hatte niemand etwas unternommen, das alte Europa und Nordamerika hatten sie sogar veranlasst, nachdem einige asiatische Länder sie angegriffen hatten. Die anderen Staaten waren zu einem Kollateralschaden geworden, teilweise auch deshalb, weil sie ihre Nachbarn hatten unterstützen wollen.
Wir schwiegen einen Moment, vermutlich beide in das schlimme Schicksal des Kontinents vertieft. Dann ergriff Stephan wieder das Wort. »Wie geht es dir? War ja nicht gerade ein einfacher Abend.«
Mich ihm zu offenbaren, war viel schwieriger als bei Grayson. Ich hatte immer das Gefühl, bei Stephan musste ich vorsichtig sein, damit er seine gute Meinung von mir nicht verlor. Darum entgegnete ich: »Alles in Ordnung. Noch etwas aufgewühlt vielleicht.«
»Das kann ich verstehen.« Er nickte. »Ich wollte dich wirklich nicht so lange im Ungewissen lassen. Ich hätte dich gern eher erlöst. Ich mag es nicht, wenn Mädchen weinen.«
Ach herrje, das hatte ich ganz vergessen! Mit einer Hand wischte ich mir unter dem rechten Auge entlang. Meine Fingerkuppe wies danach bläuliche Flecken von dem Kajal auf, den Sonya verwendet hatte. War ich etwa die ganze Zeit mit verwischtem Make-up herumgelaufen? Warum hatte mir das keiner gesagt?
Stephan lachte, als er meinen verzweifelten Gesichtsausdruck sah. »Ist halb so wild!«
»Wirklich?« Wenn ich mir die blaue Farbe an meinem Finger so ansah, musste es ganz schön schlimm sein.
Stephan griff in seine Hosentasche und zog daraus ein Taschentuch hervor. »Darf ich?«
Moment, wollte er mir wirklich das verlaufene Make-up abwischen? Mich berühren? Mist, warum gab es im Europa-Saal keinen Spiegel? Dann hätte ich das selbst tun können. Wobei Stephan bestimmt sehr zärtlich war ...
Meinen fehlenden Widerspruch deutete er als Ja. Er machte einen Schritt auf mich zu und nahm mein Kinn in seine freie Hand. Dann tupfte er vorsichtig das Blau unter meinen Augen und im Augenwinkel ab. Dass er so nah bei mir stand, machte mich wahnsinnig nervös. Vor allem, weil meine gesamte Schulterpartie bis zum oberen Rand des Busens komplett blank war. Vorhin hatte mir das noch gefallen, jetzt erschien ich mir irgendwie zu nackt.
Stephan drehte meinen Kopf ein wenig nach links, dann nach rechts, bevor er seine Arbeit beendete. Das Taschentuch landete wieder in seiner Hosentasche, von mir weg trat er allerdings nicht. »Jetzt kannst du dich wieder so hübsch fühlen, wie du bist.«
Das Blut schoss mir heiß in die Wangen, wie bei jedem Kompliment, das ich bekam. »Ähm, ja ... vielen Dank«, stammelte ich.
Das schien ihn an etwas zu erinnern. »Übrigens geht es Caroline sehr gut in der Therapie. Ich habe persönlich in der Einrichtung angerufen, um mich davon zu überzeugen.«
»Wirklich? Das ist sehr nett von dir.« In mir breitete sich zunehmend ein warmes Gefühl aus, das meine Unsicherheit ein wenig schmelzen ließ. »Auch, dass du mir das mitteilst.«
»Gern.« Kleine Lachfältchen bildeten sich um seine blauen Augen, als er mich anlächelte. »Ich weiß doch, wie wichtig sie dir und Daria ist. Und Jessica.«
Dass er mich und Daria im selben Atemzug nannte, war eigentlich etwas Gutes, denn ich dachte noch immer, mit ihr könnte ich im Kampf um seine Sympathie nie mithalten. Trotzdem tauchte Unbehagen in mir auf, denn das würde Daria nicht gefallen. Seit sie erkannt hatte, dass ich vielleicht Konkurrenz für sie war, strahlte sie Feindseligkeit aus. Und das machte mich traurig, denn ich hatte sie für eine gute Freundin gehalten. Eine, der ich Stephan beinahe freiwillig überlassen hätte. Dass ich das nun doch nicht tat, stellte mich vor ein neues Problem. Auf wen sollte ich meinen Fokus denn nun richten? Stephan oder Grayson?
Sich zu verlieben, war so wahnsinnig kompliziert ...
»Ist es in Ordnung, wenn ich dich wieder den anderen überlasse?«, riss mich Stephans Stimme aus den Gedanken.
»Ja, natürlich«, erwiderte ich. Ich brauchte dringend Zeit, um mir über ein paar Dinge klarzuwerden.
»Gut.« Stephan trat zwei Schritte zurück, zögerte noch einen Augenblick. »Übrigens steht dir das Kleid wirklich gut. Richte deiner Zofe meinen Zuspruch aus.«
»Okay, das mache ich«, entgegnete ich eilig. Noch ein Kompliment oder so ein intensiver Blick und meine Wangen würden vor Blut explodieren.
»Ich wünsche dir noch einen schönen Abend, Jillian.« Mit einem Lächeln wandte er sich von mir ab und lief hinüber zu Tess, Fleur und Aurora, die sich leise unterhielten. Tess’ Gesichtsausdruck hellte sich sofort auf, als sich Stephan zu ihnen gesellte.
In mir keimte erneut Eifersucht auf. Was Stephan anging, hatte ich so viel harte Konkurrenz. Und doch konnte ich mich nicht von ihm lösen. Warum weckte er auch ständig neue Hoffnungen in mir? Es wäre so viel einfacher, wenn ich mich auf Grayson konzentrieren könnte.
Wobei dieser Kampf auch nicht einfacher werden würde. Nicht, wenn ich mir ansah, wie Fanni mit ihm flirtete – und wie er sie anlächelte. Ganz zu schweigen von seinem neu erweckten Interesse an Aurora, deren Geheimnisse er anscheinend ergründen wollte.
Und nicht zuletzt musste ich mir nun auch noch die Frage stellen, welche Rolle diese ganze Prinz-oder-Thronfolger-Sache spielte. Konnte ich das trotz meiner jahrelangen Träume wirklich einfach vergessen?
Ich stieß ein lautloses Seufzen aus. Was hatte ich mir mit diesem Wettbewerb nur eingebrockt?
Der Abend verlief im Anschluss noch relativ ruhig. Ich wechselte ein paar Worte mit Jessica, bevor Ondrej auf uns zu geschlendert kam. Ich wähnte mich bereits allein zurückgelassen, da wanderte der Blick seiner dunklen Augen von Jessica zu mir. Ich konnte mitverfolgen, wie sich in dieser kurzen Sekunde sein echtes Lächeln in ein gezwungenes verwandelte. Als würde mein Anblick ihm jede Freundlichkeit rauben. Der Gedanke verursachte mir Gänsehaut.
»Jillian, hast du ein paar Minuten für mich?«, fragte er zu meiner Verwunderung.
Ich sah kurz zu Jessica, zwischen deren Augenbrauen sich eine Falte gebildet hatte. Sie reagierte nicht auf meine stumme Frage, nahm sie nicht mal wahr, so sehr war sie auf den Ostreich-Prinzen fixiert.
Daher schaute ich zurück zu Ondrej, der meine verunsicherte Reaktion schweigend beobachtet hatte. »Ähm, ja. Natürlich.«
Ich folgte ihm ein Stück weg von den Tischen. Er schien in Bewegung bleiben zu wollen, denn als er sich wieder an mich wandte, war er noch immer nicht stehen geblieben. »Wir haben bislang nicht viel miteinander geredet, Jillian. Ich dachte, es wird Zeit, das zu ändern.«
Vermutlich wegen der neuen Umstände. Um herauszufinden, wie ich mich nun verhielt. Um meine wahren Absichten aufzudecken.
Doch da ich keine Person war, die einem Prinzen indirekte Vorwürfe machte, erwiderte ich stattdessen: »Ja, es ist bestimmt nicht verkehrt, sich ein bisschen kennenzulernen.«
Ondrejs Ausdruck wurde eine Note skeptischer – oder bildete ich mir das ein?
»Jedenfalls«, fuhr er fort, »kann ich meinen Eindruck von dir noch nicht mit dem Mädchen vereinbaren, das sich bei einem Angriff in Gefahr begibt, anstatt sich wie angeordnet in Sicherheit zu bringen.«
Meine Wangen begannen zu glühen, ich spürte, wie sich das Blut darin staute. Er war nur neugierig, das war keine Anklage. Hoffte ich zumindest. »Ja, das ... könnte etwas widersprüchlich rübergekommen sein.«
»Du hattest Glück, dass du wegen der Regelmissachtung nicht rausgeworfen wurdest. Poppy erging es nicht so gut.«
Da ich nicht wusste, was ich darauf sagen sollte, herrschte für einen Moment Stille. Schließlich blieb Ondrej vor den Treppenstufen stehen und baute sich vor mir auf. Es gab keine andere Beschreibung dafür. Sein breitbeiniger Stand in Kombination mit seiner ohnehin muskulösen Statur, dazu sein unnachgiebiger Blick ...
Während ich verunsichert auf den pinkfarbenen Teppich starrte, der unter den Füßen des Ostreich-Prinzen irgendwie lächerlich wirkte, redete Ondrej endlich weiter. »Warum hast du es getan?«
»Ich dachte, es könnte wichtig sein. Es könnte helfen.«
Meine Stimme war so leise, dass ich nicht genau wusste, ob er meine Worte überhaupt verstand. Vielleicht wollte ich auch nicht, dass er sie hörte. Denn sie waren nur ein Teil der Wahrheit. Ihm zu offenbaren, dass es eine Kurzschlussreaktion gewesen war, hielt ich jedoch nicht für eine gute Idee. Zukünftige Königinnen waren nicht leichtsinnig. Sie waren stark. Also musste ich auch stark sein, um ihm meine royalen Qualitäten zu beweisen.
Ich hob meinen Blick, wagte es jedoch nur kurz, Ondrej in die Augen zu sehen. Stattdessen starrte ich den Punkt zwischen seinen Brauen an. »Und ist es nicht das, was eine Prinzessin oder eine Königin tun sollte? Ihrem Land und ihrem Ehemann helfen?«
Mit jeder Sekunde, in der er nichts erwiderte, wurde ich unsicherer. Ich war kurz davor, wieder zu Boden zu gucken, da fragte er: »Das ist es also, woran du gedacht hast, als du den Zettel an dem Feuerwerkskörper gesehen hast?«
»Ja. Es ging alles viel zu schnell für weitere Gedanken.« Ich redete mir ein, dass es keine Lüge war. Mein Traum, eines Tages eine Krone zu tragen, hatte mich intuitiv auf diesen Weg geleitet. Ich war keine lebensmüde Person. Ich hatte auch nicht wissen wollen, auf welche Gefahren ich mich als Mitglied einer Königsfamilie vorbereiten musste. Und garantiert hatte ich mich nicht wichtigmachen wollen. Insofern blieb gar keine andere Antwort übrig.
Im Grunde hatte mir mein Handeln auch nicht einmal etwas gebracht. Es hatte keine positiven Konsequenzen für mich gehabt. Es hatte nur Poppys Rauswurf provoziert. Konnte er mir das als Strategie ankreiden? Aber ich hatte ja nicht ahnen können, was passieren würde!
»Gut. Wenn du das sagst.«
Aus Ondrejs tiefer Stimme konnte ich keinen Schluss über seine Gedanken ziehen. Und ob das Lächeln auf seinen Lippen diesmal echt war, darüber wollte ich mir ebenfalls kein Urteil erlauben. Wie konnte jemand so gut seine Emotionen verbergen?
»Dagegen lässt sich wohl nichts einwenden. Danke für das Gespräch, Jillian.«
»Gerne.« Das allerdings war nun wirklich eine Lüge. Ich hatte keine Ahnung, was diese Unterhaltung nach sich ziehen würde. Wie mich der Ostreich-Prinz nun einschätzte. Mir war jedenfalls unwohl zumute.
Als er mich zurück an den Stehtisch begleitete und sich als Nächstes Jessica widmete, entspannte sich seine Körperhaltung sofort. Es war, als würde er unbewusst zu einem positiveren Menschen werden, wenn sie in der Nähe war. Und bei Jessica war dasselbe zu beobachten.
Wie konnte ein Mann, der meine Freundin so zum Strahlen brachte, etwas Böses im Sinn haben? Sie würde ihn kaum mögen, wenn sie ihm zutraute, irgendwelche Intrigen zu spinnen. So gut kannte ich sie inzwischen. Sie legte Wert auf Ehrlichkeit und Geradlinigkeit.
Vielleicht interpretierte ich einfach zu viel in Ondrejs undurchsichtiges Verhalten mir gegenüber hinein. Es war ja klar, dass er wissen wollte, ob ich nur eine Krone wollte. Ob ich mich nach der Offenbarung des heutigen Abends auf ihn stürzen würde, weil ich in ihm einen der beiden Thronfolger vermutete.
Jedenfalls diesen Eindruck konnte ich bei ihm nicht geweckt haben. Also war womöglich doch etwas Gutes bei dem Gespräch herausgekommen.
Allein am Tisch herumzustehen, gefiel mir nicht sonderlich, aber ich wagte es nicht, mich zu Daria und Fanni zu stellen. Beide betrachteten mich nicht mehr so wie vor einer Woche, das war unübersehbar. Offenbar mochten sie es nicht, dass ich mich zu wahrer Konkurrenz entwickelte.
Lena erlöste mich glücklicherweise von meiner Einsamkeit. Vermutlich tat sie das nur, weil Fleur mit Luca redete und Aurora mit Grayson, aber schnell verwarf ich diesen Gedanken wieder. Lena war immer freundlich zu mir gewesen, hatte mich unterstützt. Und ich freute mich über ihre Gesellschaft, denn mit ihr musste ich mich nicht um einen Mann streiten.
Nachdem die Prinzen den Entscheidungsabend für beendet erklärt und sich verabschiedet hatten, wurden wir von Sergiu zurück auf unsere Zimmer geschickt. Sonya, die die TV-Übertragung wie immer verfolgt hatte, umarmte mich freudig, bevor sie mir half, mich bettfertig zu machen. Es tat mir ein wenig leid, das schöne Kleid ausziehen zu müssen – wahrscheinlich würde ich es nie wieder tragen –, aber nach meinen durchwachsenen Erfahrungen heute war es das Beste, wenn ich es loswurde.
