Ich bin Grund genug - Kathrin Schumann - E-Book

Ich bin Grund genug E-Book

Kathrin Schumann

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Beschreibung

Kathrin lebt seit achtzehn Jahren in der Nähe von Frankfurt. Mit Männern hat sie dort bisher wenig Glück gehabt. Als eines ihrer beiden Kinder aus dem Haus ist, zieht es sie in ihre Traumstadt. Ihr Ziel: Hamburg. Dort, davon ist Kathrin überzeugt, gehört sie hin und wird auch ihren persönlichen Mr. Right kennenlernen. Doch die Ereignisse überschlagen sich noch während ihres Umzuges, denn nicht alle sind glücklich mit ihrer Entscheidung. Als wäre das nicht genug, stehen auch noch gleich drei Männer auf der Matte und wollen Kathrin ihr Herz schenken, sowohl in Hamburg als auch in Frankfurt. Die Entscheidung fällt Kathrin schwer und auch ihre beruflichen Pläne geraten dadurch turbulent ins Wanken. Wo wird ihr Herz künftig wohnen? Hier geht es um Veränderung, Motivation, Hamburg und Liebe pur!

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Widmung

Für meine Mutter

Danke für deine Liebe, deine Zeit, mir zuzuhören, und deine motivierenden Worte, stets das zu tun, was mich glücklich macht.

Du hast mir so vieles mit auf meinen Weg gegeben, für das ich dankbar bin.

In Liebe, Deine Kathrin

… mein Herz schlägt aufgeregt. Es kennt bereits die Antwort. Während ich noch zögere, rede ich mir gut zu: „Das Leben sorgt für dich. Sei mutig, gestalte aus dir heraus und spüre dabei den Puls des Seins.“

Inhaltsverzeichnis

Veränderungen

Austausch

Packen

Date

Zweisamkeit

Endspurt

Glück

Abschied

Rückblick

Hamburg

Frankfurt

Zuhause

Entdeckungsreise

Klaus

Im Hier und Jetzt

Herzenslandung

Veränderungen

Neele schaut mich mit wild funkelnden Augen an und rennt an mir vorbei. In der Haustür dreht sie sich um und schreit aus voller Kehle: „Tu doch einfach mal das, was du den Menschen in deinen Lesungen und Vorträgen immer erzählst!“

Ihre Stimme überschlägt sich fast. Dann wirft sie die Tür hinter sich zu und ich höre sie noch im Treppenhaus poltern.

Ihre Worte hallen im Raum nach und erreichen in Wellen langsam mein Herz. Ich reflektiere für mich, was gerade bei mir passiert. Jetzt wird mir einiges klar und das aus einer banalen Situation heraus.

Wie oft in den letzten Jahren habe ich Neele immer wieder gesagt: „Räum dein Zimmer auf. Sei dankbar für das, was du hast. Was du nicht wertschätzt, verlierst du irgendwann.“

Und ich erkenne in dem Moment der zugeworfenen Tür und der Stille, dass ich selbst nicht wertschätzend mit mir bin und dass es an der Zeit ist, eine Entscheidung zu treffen. Bevor ich mich selbst verliere.

Was erzähle ich den Menschen in meinen Lesungen und Vorträgen immer wieder? Dass sie Ausreden finden, gewisse Dinge, die sie eigentlich von Herzen wollen, nicht zu tun. „Ich kann mein Leben nicht verändern, weil …

... mein Job in der Nähe ist.“

... meine Familie hier ist.“

... meine Eltern noch leben.“

... ich ein Haus habe.“

... es so bequemer ist.“

Die Liste geht endlos so weiter. Die Menschen sind Meister im Ausredenfinden, nur um nicht aus der eigenen Komfortzone herausgehen und ihrem Herzen folgen zu müssen.

Und ich? Ich bin auch nicht besser.

Mein eigener Satz lautet: „Ich kann nicht in mein heiß geliebtes Hamburg umziehen, weil meine Kinder ihre Schule noch nicht beendet haben.“

Da ist er. Ich habe ihn endlich ausgesprochen. Den Satz.

Meine Ausrede.

Und die Wahrheit ist soeben in meinem Herzen angekommen. Es wird ganz warm und weich in mir und lädt mich in dem Moment so emotional auf, dass mir Tränen heiß die Wangen runterlaufen. Ausgelöst durch mein fünfzehnjähriges Kind. Kinder geben oft alles, damit wir Erwachsenen endlich kapieren.

Eigentlich will ich sauer sein auf Neele, weil sie mir gegenüber so einen Ton anschlägt. Ich bin immerhin ihre Mutter, da ist schon Respekt angesagt. Doch ich erkenne im Hier und Jetzt, dass es genau das ist, was ich brauche – ein erneutes Schlüsselerlebnis. Das ist der Schlüssel für mein Tor zur Welt. Hamburg. Es sollte genau an diesem Tag zu diesem Zeitpunkt passieren. Und es hat Klick gemacht. Ich habe es verstanden.

Unsere Lebensreise ist kurz wie ein Wimpernschlag. Auf was warten wir also? Unsere Wünsche und Träume warten jeden Tag darauf, sich zu erfüllen. Sei es das Café am Strand oder der eigene Buchladen, eine Yogabegegnungsstätte in den Bergen oder die Ausbildung zur Heilpraktikerin. Mit kleinen Kindern arbeiten, da sie wunderbar sind. In Hamburg leben oder noch mal studieren. Was auch immer – alles ist möglich!

Wir sollten unseren Wünschen und Träumen auch die Möglichkeit geben, sich zu erfüllen.

Worauf warte ich eigentlich noch, meinen Traum endlich wahr zu machen und dort zu leben, wo ich schon so lange leben möchte? In Hamburg.

Erst vor sechs Wochen war ich drei Tage dort im neuen Hotel The Fontenay zu einer Veranstaltung und wollte gar nicht mehr zurück. Ich habe allen Teilnehmern gesagt: „Hier lebe ich bald, in meinem Hamburg. Jogge um die Alster. Genieße die Elbe und die wunderbaren Menschen, die dort leben.“ Gelacht haben alle. Doch ich brenne für diese Stadt.

Die Menschen, das Wasser, diese Atmosphäre.

Es ist einfach zu schön!

Mein erstes Schlüsselerlebnis dazu hatte ich vor drei Jahren. Ich bin eines Tages in Hamburg gelandet, durch das Gate am Hamburger Flughafen gelaufen und mein ganzer Körper wurde von oben bis unten warm durchflutet. Es war so präsent und stark, dass ich angehalten habe. Ich hatte das Gefühl, als ob ich nach Hause komme. Von da an wusste ich, wo ich hingehöre.

Seitdem habe ich so gehandelt, dass meine Möglichkeiten dafür mehr wurden.

Als ich nach der besagten Tagung im März 2018 zurückfuhr, musste ich dringend auf die Toilette und stellte an der Raststätte plötzlich fest, dass ich mein Portemonnaie im Hotelsafe hatte liegen lassen. Tja, und der Tank? Kathrin, das ist mal wieder ganz großes Kino. Mir wurde klar, dass nicht nur meine Blase platzte, sondern ich ein richtiges Problem hatte.

Zu wenig im Tank, um zurückzufahren, und zu wenig, um nach Frankfurt zu kommen. Und nun? Zum Glück war der Tankwart mein Retter in der Not. Paypal und Passwort auf dem Laptop machten es möglich.

Auf der Fahrt mit leerer Blase und vollem Tank nach Frankfurt überlegte ich, warum das passiert war und welcher Sinn mal wieder dahintersteckte? Auf der Höhe Kasseler Berge war ich über den Berg mit meinen Überlegungen und hatte die Eingebung: Kathrin, ist doch klar!

Meine Identität und mein ganzes Geld liegen in Hamburg. Da ist sie, die Antwort meines Herzens. Gespiegelt im Hier und Jetzt. Danke schön! Schönste Stadt der Welt, ich komme! Bald.

Ich wollte nie im Rhein-Main-Gebiet leben, doch nun sind es achtzehn Jahre geworden. Ich habe es auch für meine Kinder gemacht, damit sie in der Nähe von ihrem Papa bleiben. Wir sind geschieden. Seit sechs Jahren. So egoistisch bin ich nun auch nicht. Also habe ich zuerst an die Kinder gedacht. Und ich habe es mit der Erziehung und dem Umgang mit den Mädchen so gut gemacht, wie ich konnte.

Doch eigentlich war für mich der Plan, im Sommer 2018 umzuziehen, wenn meine Große ihr Abitur in der Tasche hat und ins Ausland geht. Die Wohnung wird dann viel zu groß und zu teuer für meine Kleine und mich. Doch dann kam unser Urlaub in den USA und Annika hat für ihre Schwester gekämpft, mir ein Versprechen abgerungen, dass ich bis 2019 noch im Taunus bleibe, bis auch Neele ihren Schulabschluss dort gemacht hat.

Ich stehe immer noch im Flur und denke über Neeles Vorwurf nach.

Ein Jahr muss ich noch durchhalten, bis sie ihren Abschluss hat. Ein langes Jahr. 365 Tage, 8760 Stunden noch mal durchhalten. Will ich das? Nein!

Genau in dem Moment bin ich ganz klar in mir und renne an das Fenster, da Neeles Papa sie abholen kommt. Er steht bereits am Auto und Neele diskutiert wild mit ihm.

„Kannst du bitte noch mal hochkommen? Ich muss mit dir reden“, bitte ich ihn. Er kommt.

Ich habe mich mit Kristian immer gut verstanden. Wir pflegen eine intensive Kommunikation bezüglich der Mädchen und sprechen offen miteinander, was die Kinder betrifft. Ich bin in den letzten Jahren daran geWACHSEN.