Ich & Emma - Elizabeth Flock - E-Book

Ich & Emma E-Book

Elizabeth Flock

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Beschreibung

Die achtjährige Carrie möchte nichts weiter als glücklich sein. Doch dieser Wunsch bleibt ihr verwehrt. Sie wird von ihrem Stiefvater misshandelt. Die Mutter, zu schwach, um sich zu wehren, schaut tatenlos zu. Immer mehr flüchtet sich Carrie in eine Welt, die sie nur noch mit ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Emma zu teilen scheint. Emma ist alles, was Carrie gern wäre: lebenslustig, ausgelassen, mutig, stark ... Sie verteidigt Carrie, wann immer es nötig ist. Bis sie selbst ein Opfer der väterlichen Gewalt wird und Carrie nur noch einen Weg sieht, um sich und ihre Schwester zu retten ...

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 380

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Alle Rechte, einschließlich das der vollständigen oder auszugsweisen Vervielfältigung, des Ab- oder Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten und bedürfen in jedem Fall der Zustimmung des Verlages.

Der Preis dieses Bandes versteht sich einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Elizabeth Flock

Ich & Emma

Roman

MIRA® TASCHENBUCH

MIRA® TASCHENBÜCHER

erscheinen in der Harlequin Enterprises GmbH,

Valentinskamp 24, 20354 Hamburg

Geschäftsführer: Thomas Beckmann

Copyright © 2012 by MIRA Taschenbuch in der Harlequin Enterprises GmbH

Titel der nordamerikanischen Originalausgabe:

Me & Emma

Copyright © 2004 by Elizabeth Flock

erschienen bei: MIRA Books, Toronto

Übersetzt von Katja Henkel

Published by arrangement with

Harlequin Enterprises II B.V., Amsterdam

Konzeption/Reihengestaltung: fredeboldpartner.network, Köln

Umschlaggestaltung: pecher und soiron, Köln

Redaktion: Claudia Wuttke

Titelabbildung und Autorenfoto:

© by Harlequin Enterprise S.A., Schweiz

Satz: Buch-Werkstatt GmbH, Bad Aibling

ISBN eBook 978-3-95576-166-0

www.mira-taschenbuch.de

eBook-Herstellung und Auslieferung: readbox publishing, Dortmundwww.readbox.net

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DANKSAGUNG

Viele Menschen haben geholfen, diesem Buch Leben einzuhauchen. Mein tiefster Dank gilt Anne und Taylor Pace, die mir ihr geliebtes North Carolina zeigten und geduldig warteten, bis auch ich es liebte.

Danke meiner hervorragenden Lektorin, Susan Pezzack, und meiner unermüdlichen Agentin, Laura Dail, die immer noch nicht weiß, wie berauschend ihre Ermutigungen waren.

Ich habe das Glück, eine Freundin wie Mary Jane Clark zu haben, die eine ständige Quelle der Kraft und Liebe ist.

Meine Emily gab Carrie die Stimme und half mir, mich zu erinnern, wie man als kleines Mädchen denkt. Meine Lizzie unterstützte und rettete mich gelegentlich vor mir selbst. Und mein Jeffrey schenkte mir dieses völlig neue wundervolle Leben, das es mir ermöglicht, zu schreiben.

1. KAPITEL

Als Richard mich zum ersten Mal schlug, habe ich wie bei einem Zeichentrickfilm Sternchen vor den Augen gesehen. Es war allerdings nur eine Ohrfeige – nicht wie bei Tommy Bucksmith, dessen Vater ihn so verprügelte, dass sein Kopf regelrecht vom Steinpflaster abprallte. Ich schätze, Richard wusste nichts von den Saltos, die ich früher mit meinem Daddy machte. Wir hielten uns an den Händen, ich kletterte seine Beine hoch bis kurz übers Knie, drückte mich ab und machte eine Rolle durch das Dreieck, das unsere Arme bildeten. Das war total lustig. Ich versuchte Richard zu zeigen, wie das funktionierte. In diesem Moment lernte ich allerdings, dass es besser war, Richard in Ruhe zu lassen. Seither versuche ich, so selten wie möglich zu Hause zu sein.

In einer Kleinstadt namens Toast kann man nicht verloren gehen. Ich weiß nicht, wie es woanders ist, aber bei uns sind alle Straßen danach benannt, was man dort vorfindet. Es gibt die Post Office Road und die Front Street, die direkt an den Vorderfronten der Ladengeschäfte vorbeiführt, die Back Street, eine Parallelstraße dahinter. Es gibt die New Church Road, obwohl die Kirche an deren Ende inzwischen nicht mehr neu ist. Dann die Brown’s Farm Road, wo Hollis Brown mit seiner Familie lebt, und davor lebten andere Browns dort, die Mama kannte und nicht sonderlich mochte. Es gibt die Hilltop Road und sogar die Riverbend Road. Also egal wohin man will, die Straßenschilder zeigen einem den Weg. Ich wohne in der Murray Mill Road. Nun würde man vermuten, dass mein Nachname Murray ist, aber der ist Parker – Mr. Murray starb lange bevor wir hier einzogen. Wir haben in dem Haus nichts verändert: Der Weg von der Route 74 besteht einfach nur aus Gras, das in zwei geraden Streifen wächst, sodass die Autoreifen von ganz allein wissen, wo sie entlang müssen. Das Erste, was man sieht, wenn man bis sechzig gezählt hat, ist die Mühle am Teich, die von alten Pfählen abgestützt wird. An einen Baum ist ein Brett festgenagelt, darauf steht in abgeblätterten Buchstaben: Fischen am Sonntag verboten. An einer Wand der Mühle hängt noch ein altes Schild von Mr. Murray, auf dem man einen gemalten Hahn sieht, der folgende Worte kräht: Fütter Nutrena … sicher, zuverlässig und günstig. Es ist nicht leicht, die Wörter zu entziffern, weil sich feiner roter Staub darüber gelegt hat. Aber den Hahn kann man noch ganz deutlich erkennen. Und an die Tür der Mühle ist ein Zettel geheftet: “Warnung: Es ist rechtswidrig, verdorbenes oder falsch gekennzeichnetes Getreide zu verkaufen, zu liefern oder zu lagern. Bei Zuwiderhandlung drohen 100 Dollar Bußgeld oder Gefängnis oder beides.” Den Satz habe ich in mein Schulheft abgeschrieben.

“He!” Das Schulheft fliegt aus meiner Hand in den Schmutz.

“Wette, das haste nicht kommen seh’n!” Richard lacht mich aus, als ich auf dem Boden herumkrieche, um das Heft wieder aufzuheben, bevor er es ergattern kann. “Muss ja was ziemlich Wichtiges sein, so wie du’s festhältst. Zeig mal.” Und bevor ich auch nur einen Pieps sagen kann, reißt er es mir aus der Hand.

“Gib’s mir zurück.”

“Collie McGrath spricht wegen dem Froschvorfall nicht mehr mit mir … was für ein Vorfall?” Er blickt von meinem Tagebuch hoch.

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