Ich, Unica - Kirstine Reffstrup - E-Book
SONDERANGEBOT

Ich, Unica E-Book

Kirstine Reffstrup

0,0
7,99 €
Niedrigster Preis in 30 Tagen: 7,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

»Ich gehöre zu niemandem.« Es ist 1957, das Künstlerpaar Unica Zürn und Hans Bellmer hat sich vom Leben in Paris und Berlin in ein Haus im französischen Dorf Ermenonville zurückgezogen. Als Hans eines Tages den Brief eines Kunsthändlers erhält, der ein neues Werk kaufen möchte, beginnen er und Unica damit, dieses Werk zu schaffen: eine Puppe in Lebensgröße. Während Unica die Jacke der Puppe näht, verliert sie sich langsam in den Erinnerungen an ihr früheres Leben vor und nach dem Krieg, an ihre Arbeit in der Werbeabteilung der UFA und an das Scheitern ihrer Ehe – und an ihre Begegnung mit Hans. Die Geschichte einer beeindruckenden Frau – mit einem erhellenden Nachwort über Unica Zürn von Julia Korbik

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 141

Veröffentlichungsjahr: 2021

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Über das Buch

»Ich gehöre zu niemandem.«

Es ist 1957, das Künstlerpaar Unica Zürn und Hans Bellmer hat sich vom Leben in Paris und Berlin in ein Haus im französischen Dorf Ermenonville zurückgezogen. Als Hans eines Tages den Brief eines Kunsthändlers erhält, der ein neues Werk kaufen möchte, beginnen er und Unica damit, dieses Werk zu schaffen: eine Puppe in Lebensgröße. Während Unica die Jacke der Puppe näht, verliert sie sich langsam in den Erinnerungen an ihr früheres Leben vor und nach dem Krieg, an ihre Arbeit in der Werbeabteilung der UFA und an das Scheitern ihrer Ehe – und an ihre Begegnung mit Hans.

Die Geschichte einer beeindruckenden Frau – mit einem erhellenden Nachwort über Unica Zürn von Julia Korbik

Über Kirstine Reffstrup

Kirstine Reffstrup, geboren 1979, hat Abschlüsse von der Akademie der Schreibkunst in Bergen und der schwedischen Autorenschule Litterär Gestaltning in Göteborg. Sie lebte unter anderem in Berlin, wo »Ich, Unica« entstand. »Ich, Unica« wurde in Norwegen, Dänemark und Schweden veröffentlicht und für mehrere Literaturpreise nominiert, darunter der Montana-Preis. Das Buch wurde von der Dänischen Kunststiftung als eines der besten Bücher 2016 ausgezeichnet.

Elke Ranzinger hat Philosophie und Theaterwissenschaften studiert und arbeitet seit Jahren als literarische Übersetzerin aus dem Norwegischen.

ABONNIEREN SIE DEN NEWSLETTERDER AUFBAU VERLAGE

Einmal im Monat informieren wir Sie über

die besten Neuerscheinungen aus unserem vielfältigen ProgrammLesungen und Veranstaltungen rund um unsere BücherNeuigkeiten über unsere AutorenVideos, Lese- und Hörprobenattraktive Gewinnspiele, Aktionen und vieles mehr

Folgen Sie uns auf Facebook, um stets aktuelle Informationen über uns und unsere Autoren zu erhalten:

https://www.facebook.com/aufbau.verlag

Registrieren Sie sich jetzt unter:

http://www.aufbau-verlag.de/newsletter

Unter allen Neu-Anmeldungen verlosen wir

jeden Monat ein Novitäten-Buchpaket!

Kirstine Reffstrup

Ich, Unica

Roman

Aus dem Norwegischen von Elke Ranzinger

Mit einem Nachwort von Julia Korbik

Inhaltsübersicht

Informationen zum Buch

Newsletter

І: Ermenonville, 1957

II: Vorführung

ІІІ: Ich, Unica

Anmerkung der Autorin

Nachwort von Julia Korbik

Anmerkungen

Impressum

3 mal von der höchsten Mauer springen, 3 mal auf den höchsten Ast klettern, 3 mal um das Haus rasen, so schnell es geht – (und ich war nie ein guter Läufer) – bis fast das Herz bricht.

Unica Zürn

І Ermenonville, 1957

Seit wir hier sind, haben wir keinen Menschen gesehen. Ich bin glücklich. Wir sitzen vor dem Haus auf der Veranda, Hans blättert in einem Kunstband, und ich versuche seinen Blick zu erhaschen. Die Schatten kommen näher. Er sieht mich nicht an, er betrachtet die Bilder. Unter der Krone der Linde seine hohen Schläfen, der Scheitel kahl wie ein Ei. Eben noch bohrte er mit dem Finger durch das Loch in meinem Kleid. Wir lachten. Ich fädelte die Nadel ein, ließ das Loch aber.

Ich nähe einen Mantel, meine Hand bewegt sich langsam. Der Mantel ist aus karmesinrotem Karostoff. Ich nähe ihn für den Winter. Die Stiche werden breiter, Heftstiche, der Faden flutscht mir durch die Finger. An der Wange fühlt sich der Stoff weich an. Ich zähle die Stiche. Eigentlich kann ich nicht nähen. Der Mantel flattert an einem Stuhl. Sein Rücken bläht sich im Wind, ich zeige darauf, sage, unser erster Gast.

Ich sitze gerne auf dieser Veranda. Bald wird es kalt werden. Ein rotes Blatt trudelt auf den Tisch herab. Hans brüht uns Tee auf. Ich bin beseelt vom Septemberlicht.

Hans geht mehrmals um den Tisch, gemächlich, setzt sich. Die Fingerspitzen tanzen auf dem Handrücken. Wir greifen beide gleichzeitig nach der Teekanne. Beim Schlucken zieht sich sein Kehlkopf zusammen, das Gesicht wird sanft. Ich schlüpfe in die Mantelärmel, nehme erneut Maß, schneide, verkürze, lasse aus. Schüttle den Kopf. Ich werde diesen Mantel nie tragen, er ist nicht für mich.

Ich kann den Jean-Jacques Rousseau-Park überblicken, die Wege zum Bäcker, zum Gasthaus. Hinter dem Wald. Die Bäume. Schwarze Eiben. Im September wird es schnell dunkel. Ich stehe auf, mir ist das Bein eingeschlafen, ich hinke. Hans macht eine Gaslampe an. Ich hole eine Decke. Zähle an den Fingern die Nachtschwärmer ab. Knochenlose, elfenbeinfarbige Kreaturen.

Ich schlüpfe in den Mantel. Wie ein Schwanz oder ein drittes Bein schleift das Seidenfutter am Boden. Hans meinte, der Mantel passe mir, und knotete mir den Gürtel so eng um die Taille, dass ich nach Luft schnappte. Er streichelte mir über den Rücken, zupfte an den Ärmeln. Ich drehe mich um mich selbst. Dann erlischt die Lampe.

Hans geht ins Haus. Er lehnt sich aus dem Fenster im Obergeschoss, um ihn wabert Zigarettenrauch. Ein Lufthauch trägt den Geruch von Leder und würzigem Kölnischwasser zu mir. Der Geist aus der Flasche, sage ich, heimlich für mich, der Rauch saugt ihn zurück ins Zimmer. Ich versuche, die Lampe zu entzünden, es glimmt und knistert kurz, ich versuche es erneut. Da flammt der Glühstrumpf auf. Ich starre ins Licht. Die Flamme versenkt sich in meinen Augen. Ich bleibe sitzen. Mein Körper wird spürbar steifer. Insekten prallen gegen das Glas der Lampe. Im Obergeschoss: der Schatten von Hans, gedämpftes Licht.

Jetzt gibt es nur noch den kleinen Ring aus Licht um mich, die aufziehende Nacht. Den Gesang der Waldohreule in den Bäumen. Ihre feuergelben Augen durchs Geäst. Im Licht der Lampe werden winzige Details deutlich. Ich spreize die Finger, halte sie vor die Flamme. Dünn, die Haut zwischen den Fingergliedern, gleich Schwimmhäuten oder warmem Wachs, ein unnatürlich oranger Schimmer.

Die Nadel in meiner Hand beginnt zu tanzen. Ich habe die Schreibmaschine seit Tagen nicht angerührt. Ich steche mich. Gibt es noch Dinge, die wir einander verheimlichen? Ich entdeckte in einer Zeitschrift Fotografien von menschlichen Organen. Man hatte sie aus den Toten geschnitten und auf Eis gelegt. Davon habe ich Hans nichts erzählt.

Wenn es draußen zu kalt und dunkel wird, heizen wir im Wohnzimmer den Petroleumofen an. Hans werkelt hinter mir, ich höre ihn summen und vor sich hin brummeln, die Ofenklappe schlägt zu, dann geht er nach oben. Ich bleibe. Ich sitze am Fenster. In meinem Rücken spiegelt sich das Zimmer in der gardinenlosen Scheibe. Ein gedeckter Tisch, zwei Stühle. Das Zimmer im Fenster ist nicht mehr bewohnt. Da im Glas liegt alles weit weg, klingt. Durch einen anderen, dichteren Stoff. Jede Bewegung wird verzögert. Ich sauge meine Wangen ein, eine kleine Warze tritt hervor, die Augenbrauen. Ich versuche nicht zu blinzeln. Die Augen weit offen zu halten. Ich, Unica, geborene Nora Berta Unika Ruth Zürn. Ich bin einundvierzig Jahre alt. Ich wiederhole mich beharrlich wie eine betagte Glocke. Ich esse blaue Trauben und nenne sie Tränen. In diesem Haus bin ich sicher. Hier kann ich die Vergangenheit am ausgestreckten Arm von mir halten. Und dennoch ist sie immer um mich. Wannsee, der See und die Villa meiner Kindheit im Wald. Der See war mein Spiegel, blank und kalt. Sein Wasser löste sich in Licht auf. Die Efeuranken, die sich um die Veranda wanden, schlangen sich um meine Handgelenke. Ich lief in den Wald. Ein Bild schiebt sich vors andere. Zwischen den Ruinen im Westend erinnerte ich mich an einen Satz von H.C. Andersen: Ja, so ein armes Schattenhirn kann eben nicht viel aushalten.

Das Haus füllt sich langsam mit Möbeln. Mit Äpfeln aus dem Garten. Mit sagenhaft knorrigen Zweigen, die wir auf die Tische legen. Hr. Heinrich streift ein und aus. Er frisst die Ratten vom Dachboden. Morgens füttere ich ihn mit in warmer Milch eingebrocktem Zwieback. Lege die Hand auf sein weißes Fell, er schnurrt, macht einen Buckel, windet sich aus meinem Griff. Neben Hrn. Heinrich sind hier nur Hans und ich, und all die Räume, die wir uns wünschen.

Wir haben die Gardinen im Obergeschoss zum Trocknen aufgehängt. Hans hatte die Idee, sie wieder weiß zu waschen, und wir kauften Seife und weichten sie ein. Es zieht. Jede Tür klappert in ihrem eigenen Rhythmus. Die Gardinen werden zu Segeln, weich, schaukelnd. Ich mag, wie sie sich aufblähen, wenn wir die Fenster im Obergeschoss öffnen und Blätter und Wind durchs Haus wirbeln. Wir bewegen uns dann mit einer anderen Geschwindigkeit durch die Räume, betrachten einander wie fremde Wesen. Ich stelle mir vor, dass sich die Segel füllen, wie das Haus langsam wegtreibt.

Als ich zwanzig war, sah ich in Colmar den Isenheimer Altar. Die drei Wandelbilder waren ein paar Meter voneinander entfernt in der Kapelle aufgestellt. Es war ein heißer Tag, aber in der Kapelle war es kühl. Ich erinnere mich an eine diesig flimmernde Sonne. Meine Mutter hatte mich auf eine Reise mitgenommen, und nach mehreren Stunden Fahrt über staubige Landstraßen waren wir durchgeschwitzt. Ich war allein in der Kapelle. Ich betrachtete die merkwürdige Landschaft. Golgota. Die Felsen und das Dunkel. Die roten Tücher, in die Johannes der Täufer, der Heilige Sebastian und der Heilige Antonius gehüllt sind, durchschneiden in gleichmäßigem Rhythmus die Dunkelheit. Johannes der Täufer weist auf das Kreuz, der gekreuzigte Körper ist mehrfach aufgeplatzt, Dornen durchbohren die Haut, von den Füßen bis zu den verdrehten Fingern. Das Leben rinnt aus den offenen Rissen, Wunden. Ich ging vom ersten zum zweiten Wandelbild. Erblickte eine leuchtende Gloriole, die den Körper zum Licht trägt, wie zu einem riesenhaft orangefarbenen Planeten. Die Soldaten stürzen zu Boden, geblendet vom Glanz. Christus schwebt mindestens einen Meter über der Erde. Das Grabtuch schlingt sich wie eine Nabelschnur durch die Luft und knüpft den Körper an den Grund. Johannes der Täufer liest aus dem offenen Buch. Er muss wachsen, ich aber geringer werden. Mir wird schwindlig, ich laufe hinaus und übergebe mich. Das war 1936. Wir fuhren zurück nach Hause, quer durch Europa, nach Berlin.

Die Waldohreulen fliegen tief übers Dach. Wir hören den dumpfen Chor, uhu uhu uhu. Durchs Fenster sehe ich sie über den Baumwipfeln kreisen, die riesige Spannweite ihrer Flügel. Ich atme ein, lasse die Luft entströmen, imitiere ihren Gesang. Sie lassen nicht nach, schweben unverwandt durch die Luft.

Im fahlen Dämmerlicht setze ich mich an den Schreibtisch, jeden Morgen, jeden Abend. Von hier aus kann ich die Landstraße sehen, und die zwischen Paris und Senlis hin- und herfahrenden Touristenbusse. Und brennende Herbstfeuer auf den Feldern. Ich kann zum Gasthaus hinübersehen, wo die Wirtin den ganzen Vormittag über am Fenster sitzt, und abends die Gäste beim Tanzen, die Jugendlichen, sie hopsen unter roten Lampen – cha cha cha. À bas! À bas! Hier im Haus sind nur wir beide, Hans und ich. Ich stehe auf und brühe Kaffee. Ab und zu gehe ich in den Garten, sehe durchs Fenster, zu meinem Stuhl. Die leere Luft über dem Tisch, wo Platz für mich ist.

Eine ganze Zeit lang schrieb ich Erzählungen. Schickte sie an Zeitungen und Zeitschriften. Ich zeichnete und schrieb. Aber ich habe lange nicht gearbeitet. Alles fließt aus mir heraus, wie aus einer Flasche. Ich setze mich an den Tisch, ich schreibe nicht mehr. Jetzt erzähle ich den Wänden dieses Hauses, den Bücherregalen, dem Staub auf dem Tisch.

Ich schlage an der Schüssel die Eier auf und rühre das gestern gekaufte Erbsenpüree hinein. Drehe die Pfeffermühle. Ich hole die Tischdecke aus dem Garten und zupfe das Laub ab. Stelle zwei Teller mit Sprüngen auf den Tisch, zwei Gläser. Öl und den kleinen Salzstreuer. Hole die Margarine, sie ist hart geworden, ich schneide dicke Scheiben vom Brot. Wir haben unsere festen Plätze. Ich bringe die Lampe zum Tisch und richte den Lichtkegel auf die zwei leeren Stühle, dann rufe ich nach Hans.

Ich, Unica, lebe hier zusammen mit Hans. Hans kommt herunter, röstet eine Scheibe Brot für mich, beinahe schwarz, bestreicht sie sorgfältig mit Margarine. Die weiße Margarine schmilzt, verläuft sich im Schwarz. Ein durchdringendes Geräusch beim Abschaben des Verkohlten. Hans richtet mit Sorgfalt für mich an. Stellt mir den Teller hin. Fegt Krümel fort. Ein krosses, schwarzes Brot, und mit dem Wissen, dass Hans es geröstet, es bestrichen hat, beiße ich hinein und esse mit großem Genuss. Wenn Hans fertig ist, legt er das Besteck beiseite, schiebt mir seinen Teller zu. Eine Scheibe Brot ist übrig, er hat nur die bucklige Kruste abgeknabbert. Ich bin hungriger als er, lehne mich vor und ziehe den Teller zu mir. Fülle meinen Mund mit dem Brot. Lecke den Teller ab. Säubere das Porzellan bis auf den letzten Krümel.

Hans justiert die Lüftungsklappe am Petroleumofen, rückt den Lampenschirm zurecht, fährt sich durch die Haare, sie sind mittlerweile grau wie treibende Wolken, grau, grau, grau. Ich höre von oben seine Schritte. Hans arbeitet im Dachgeschoss, sitzt auf einem Stuhl, zeichnet, unter einer Lampe in der Ecke, ein Bein über das andere geschlagen. Obwohl es kalt ist und die Feuchtigkeit an Fenstern und Wänden dicke Tropfen bildet, trägt Hans nur Socken, keine Schuhe. Er wacht neben mir auf. Er wiegt mich auf seinem Schoß. Ich wasche ihm die Haare. Wir beide. Untrennbar.

Jemand machte ein Foto von uns, 1953, als wir bei der Vernissage in der Bar Pigalle am Kurfürstendamm zusammenstanden. Ich mit hängenden Armen, Hans mit abgewandtem Blick. Wir sind uns gerade erst begegnet, aber die Distanz zwischen uns ist bereits weniger geworden.

Hans zieht die Jacke an und geht in den Garten. Ich höre seine Schritte auf dem Kies. Er entfernt sich nie weiter vom Haus, als ich vom Fenster aus sehen kann. Und ich meinerseits gehe nur so weit, dass er mich noch sieht. Wir gehen jeder für sich nach draußen, den Weg entlang zum Laden oder durch den Park bis zum Waldrand, wo wir wieder umkehren. Ich kenne noch die kleinste seiner Bewegungen, seine Silhouette, die Wirbelsäule mit der leichten Krümmung. Die Augenlider flattern. Er verharrt reglos unter der Linde. Hans steht im Schatten der Baumkrone, und von da, wo ich jetzt sitze, vom Stuhl am Fenster aus, sehe ich, wie sich ein Rudel Kinder dem Haus nähert, aber Hans sieht sie nicht. Sie tuscheln und linsen herauf, während Hans unter der Linde steht, sie kommen aufs Haus zu, und ihre Münder bewegen sich, als sängen sie, aber was sie singen, kann ich nicht hören, nur das melodiöse Auf und Ab ihrer Stimmen, und sie gucken abwechselnd zu Hans und zum Haus, und dann dreht sich Hans um und geht auf sie zu. Sie machen kehrt und rennen auf dem Weg durch den Park. Laufen in den Wald.