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"Zu viel für ein Leben, zu wenig zum Sterben." So steht es auf Bliggedis Instagram. Und das hier ist Internet-Lyrik, Twitter-Poesie, Facebook-Poesie, Google-Gedichte, SMS-Literatur, Snapchat-Zeilen und Chat-Verse. Aber ebenso Elegien des Jetzt, Dramen in Handschrift, News für die Ewigkeit, Aktuelles vom Mond. - Burnhard Moosebumps Die Dichtung hat ihren Raum wieder, denn noch nie waren kurze Texte so allgegenwärtig und populär wie in Zeiten des Smartphones. - Spektrum Poesie Atmosphärisch, existenziell, lapidar, künstlerisch, experimentell und realistisch - einfach inspirierend. - Herrmann Schwedemeyer
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Seitenzahl: 39
Veröffentlichungsjahr: 2018
Dieses Buch enthält sauber geschrieben meine Gedichte.
Alle meine Gedichte der letzten
Jahre. In Schönschrift.
Das Eine so wahr wie das Andere.
„Ich war ein WORT noch nie.“
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 2½
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6: Im Ton eines US-Nachrichtensprechers der 40er
Kapitel 7
Kapitel 8: Gehirnwind
Kapitel 9: Alles unbestätigt
Kapitel 11: König finden (Entstehungsgedicht)
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15: Wochenendzeitgeistgeneration
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23: Reggaebeat
Kapitel 24
Kapitel 25: Germany got 5-letter-words
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35
Kapitel 36
Kapitel 37: Cut-up, z.B.
Kapitel 38: Gezählt
Kapitel 39
Kapitel 40
Kapitel 41: Just rhymes
Kapitel 42
Kapitel 43
Kapitel 44
Kapitel 45
Kapitel 46
Kapitel 47
Kapitel 48
Kapitel 49
Kapitel 50
Kapitel 51
Kapitel 52
Kapitel 53: Mögliche Überbetonung
Kapitel 54
Kapitel 55: So sehr wie lange
Kapitel 56: Alles muss einem Zweck zugeführt werden?
Kapitel 57
Kapitel 58: Auf "A" getragen
Kapitel 59
Kapitel 60: Taktstopp
Kapitel 61
Kapitel 62: Ich war ein Wort noch nie
Kapitel 63: Ich bin nicht mein Name
Kapitel 64
Kapitel 65: Vergangenheit in 1en und 0en
Kapitel 66 Rap
Kapitel 67
Kapitel 68
Kapitel 69: (oder Ende)
Kapitel 70: zum Beat
Kapitel 71: Kevin allein in Krummhörn
Kapitel 72: Langweilerblut
Kapitel 73
Kapitel 74: Tsundoku
Kapitel 75
Kapitel 76: Pickled fish in a roll
Kapitel 77
Kapitel 78: Scroll dich tot, Hipster
Kapitel 79: Sticker zur Weihnachtszeit
Kapitel 80: Migräne
Kapitel 81: Indie Freshness
Kapitel 82
Kapitel 83
Kapitel 84: Buchstabensüchtig
Kapitel 85
Kapitel 86
Kapitel 87
Kapitel 88: Asphaltknirschen
Kapitel 89/90: Gedichte
Kapitel 91: Keine Pfannenbiotope mehr
Kapitel 92: Fuck the Hypekiddies
Kapitel 93: Beatfreestyle
Kapitel 94: Tinitus*
Kapitel 95
Kapitel 96
Kapitel 97
Kapitel 98: Neue Verbindungen
Kapitel 99
Kapitel 100: E-Mail
Kapitel 101
Kapitel 102
Kapitel 103
Kapitel 104: Der digitale drang
Kapitel 105
Kapitel 106
Kapitel 107
Kapitel 108: Von einem in allem
Kapitel 109: Rau gesungen
„1. Scribbled secret notebooks, and wild typewritten pages, for yr own joy“
– Jack Kerouac
Ich habe keinen Spaß daran,
es ist eine Besessenheit.
Es ist eine Sucht,
und ich gebe so lange keine Ruhe,
bis es entsprechend gefüllt ist.
I’m nagging myself all the time
to fill it with more and unwritten
stuff.
I’m trying to fight these pages down.
With and without concepts.
Mostly verses.
Seldom prose.
Maybe it's this hateable pseudo
poetic-prose, but it’s mine.
Siehe →.
Just mine
und niemandes sonst.
Wie niemand es sonst
und doch genau so gefühlt hat.
Und dann erinner ich mich, nachdem ich mich
endlich, schließlich und dann doch noch selber
lesen konnte, wie ich schrieb – gebrochen, abgekürzt und selbstaufgelöst –, dass ich
nur schreiben wollte, Notizen, die heute
aneinandergehängt außergewöhnliche(s)
Prozac bieten. Aber auch Verse, die in
alle Richtungen davonfliegen. Wörter,
die ich band, auf Papier bannte, aus
meinem Kopf verbannte. Schrieb.
Es liegt an den Dichtern,
Bilder dieser Welt zu zeichnen.
So schrecklich sie auch sein mögen.
Die Verursacher des Schlimmsten
sehen nicht, was sie tun.
Es liegt an den Dichtern,
Bilder dieser Welt zu zeichnen.
Denn die Urheber des Unrechts
machen sich kein Bild davon.
Sie schauen nicht für die Andern.
Es liegt an den Dichtern,
Bilder dieser Welt zu zeichnen.
Und zu zeigen.
Und vielleicht auch Feindbilder
aufzubrechen,
Perspektiven einzunehmen
in Bezug auf die Krim und
Europas Informationspolitik,
die niemals Russlands Interessen
nachvollziehen will.
Es liegt an den Dichtern, nicht nur
eigene Befindlichkeiten zu bauchpinseln, sondern das Zustandekommen der einfachen Meinungen
zu hinterfragen und die Menschen
in ihren intimen Persönlichkeiten
zu abstrahieren.
Kommt schon Dichter, ihr kennt doch
diese Worte, füllt sie mit mir,
mit euch, mit Leben.
Formulierungswahn
Kondolierungskram
Kondensmilch und -rahm
Konsensbilderrahmen
Bonzenknilch im Arm
Pons und Pilsener
Songs und Silbenzahl
Umsonst nen Film geladen
Auf dem Konto Nullen in schwarz
Fahr den Volks- und Firmenwagen
Herz- und Nierenplan
