Ich war ein Wort noch nie - Hendrik Bloem - E-Book

Ich war ein Wort noch nie E-Book

Hendrik Bloem

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Beschreibung

"Zu viel für ein Leben, zu wenig zum Sterben." So steht es auf Bliggedis Instagram. Und das hier ist Internet-Lyrik, Twitter-Poesie, Facebook-Poesie, Google-Gedichte, SMS-Literatur, Snapchat-Zeilen und Chat-Verse. Aber ebenso Elegien des Jetzt, Dramen in Handschrift, News für die Ewigkeit, Aktuelles vom Mond. - Burnhard Moosebumps Die Dichtung hat ihren Raum wieder, denn noch nie waren kurze Texte so allgegenwärtig und populär wie in Zeiten des Smartphones. - Spektrum Poesie Atmosphärisch, existenziell, lapidar, künstlerisch, experimentell und realistisch - einfach inspirierend. - Herrmann Schwedemeyer

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EPUB

Seitenzahl: 39

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Dieses Buch enthält sauber geschrieben meine Gedichte.

Alle meine Gedichte der letzten

Jahre. In Schönschrift.

Das Eine so wahr wie das Andere.

„Ich war ein WORT noch nie.“

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 2½

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6: Im Ton eines US-Nachrichtensprechers der 40er

Kapitel 7

Kapitel 8: Gehirnwind

Kapitel 9: Alles unbestätigt

Kapitel 11: König finden (Entstehungsgedicht)

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15: Wochenendzeitgeistgeneration

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23: Reggaebeat

Kapitel 24

Kapitel 25: Germany got 5-letter-words

Kapitel 26

Kapitel 27

Kapitel 28

Kapitel 29

Kapitel 30

Kapitel 31

Kapitel 32

Kapitel 33

Kapitel 34

Kapitel 35

Kapitel 36

Kapitel 37: Cut-up, z.B.

Kapitel 38: Gezählt

Kapitel 39

Kapitel 40

Kapitel 41: Just rhymes

Kapitel 42

Kapitel 43

Kapitel 44

Kapitel 45

Kapitel 46

Kapitel 47

Kapitel 48

Kapitel 49

Kapitel 50

Kapitel 51

Kapitel 52

Kapitel 53: Mögliche Überbetonung

Kapitel 54

Kapitel 55: So sehr wie lange

Kapitel 56: Alles muss einem Zweck zugeführt werden?

Kapitel 57

Kapitel 58: Auf "A" getragen

Kapitel 59

Kapitel 60: Taktstopp

Kapitel 61

Kapitel 62: Ich war ein Wort noch nie

Kapitel 63: Ich bin nicht mein Name

Kapitel 64

Kapitel 65: Vergangenheit in 1en und 0en

Kapitel 66 Rap

Kapitel 67

Kapitel 68

Kapitel 69: (oder Ende)

Kapitel 70: zum Beat

Kapitel 71: Kevin allein in Krummhörn

Kapitel 72: Langweilerblut

Kapitel 73

Kapitel 74: Tsundoku

Kapitel 75

Kapitel 76: Pickled fish in a roll

Kapitel 77

Kapitel 78: Scroll dich tot, Hipster

Kapitel 79: Sticker zur Weihnachtszeit

Kapitel 80: Migräne

Kapitel 81: Indie Freshness

Kapitel 82

Kapitel 83

Kapitel 84: Buchstabensüchtig

Kapitel 85

Kapitel 86

Kapitel 87

Kapitel 88: Asphaltknirschen

Kapitel 89/90: Gedichte

Kapitel 91: Keine Pfannenbiotope mehr

Kapitel 92: Fuck the Hypekiddies

Kapitel 93: Beatfreestyle

Kapitel 94: Tinitus*

Kapitel 95

Kapitel 96

Kapitel 97

Kapitel 98: Neue Verbindungen

Kapitel 99

Kapitel 100: E-Mail

Kapitel 101

Kapitel 102

Kapitel 103

Kapitel 104: Der digitale drang

Kapitel 105

Kapitel 106

Kapitel 107

Kapitel 108: Von einem in allem

Kapitel 109: Rau gesungen

„1. Scribbled secret notebooks, and wild typewritten pages, for yr own joy“

– Jack Kerouac

2

Ich habe keinen Spaß daran,

es ist eine Besessenheit.

Es ist eine Sucht,

und ich gebe so lange keine Ruhe,

bis es entsprechend gefüllt ist.

I’m nagging myself all the time

to fill it with more and unwritten

stuff.

I’m trying to fight these pages down.

With and without concepts.

Mostly verses.

Seldom prose.

Maybe it's this hateable pseudo

poetic-prose, but it’s mine.

Siehe →.

Just mine

und niemandes sonst.

Wie niemand es sonst

und doch genau so gefühlt hat.

Und dann erinner ich mich, nachdem ich mich

endlich, schließlich und dann doch noch selber

lesen konnte, wie ich schrieb – gebrochen, abgekürzt und selbstaufgelöst –, dass ich

nur schreiben wollte, Notizen, die heute

aneinandergehängt außergewöhnliche(s)

Prozac bieten. Aber auch Verse, die in

alle Richtungen davonfliegen. Wörter,

die ich band, auf Papier bannte, aus

meinem Kopf verbannte. Schrieb.

3

Es liegt an den Dichtern,

Bilder dieser Welt zu zeichnen.

So schrecklich sie auch sein mögen.

Die Verursacher des Schlimmsten

sehen nicht, was sie tun.

Es liegt an den Dichtern,

Bilder dieser Welt zu zeichnen.

Denn die Urheber des Unrechts

machen sich kein Bild davon.

Sie schauen nicht für die Andern.

Es liegt an den Dichtern,

Bilder dieser Welt zu zeichnen.

Und zu zeigen.

4

Und vielleicht auch Feindbilder

aufzubrechen,

Perspektiven einzunehmen

in Bezug auf die Krim und

Europas Informationspolitik,

die niemals Russlands Interessen

nachvollziehen will.

Es liegt an den Dichtern, nicht nur

eigene Befindlichkeiten zu bauchpinseln, sondern das Zustandekommen der einfachen Meinungen

zu hinterfragen und die Menschen

in ihren intimen Persönlichkeiten

zu abstrahieren.

Kommt schon Dichter, ihr kennt doch

diese Worte, füllt sie mit mir,

mit euch, mit Leben.

5

Formulierungswahn

Kondolierungskram

Kondensmilch und -rahm

Konsensbilderrahmen

Bonzenknilch im Arm

Pons und Pilsener

Songs und Silbenzahl

Umsonst nen Film geladen

Auf dem Konto Nullen in schwarz

Fahr den Volks- und Firmenwagen

Herz- und Nierenplan