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Alex hat es geschafft. Nach einem langen Hin und Her hat sie endlich das Herz von Jessy erobern können. Nun sind sie gemeinsam auf den Weg nach Paris. Wird die Stadt der Liebe auch dieselbige bringen? Tauche mit ihr in ein neues Abenteuer und begleite Alex bis tief in den Dschungel.
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Seitenzahl: 144
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Für ~ Alex ~
Im Dschungel verlaufen
Plötzlich wird es dunkel im Dschungel
Ein Licht am Horizont
Der Löwe zeigt seine Zähne
Endlich ein Ausweg in Sicht
Der Dschungel lichtet sich
Nachdem wir Belgien hinter uns gelassen haben, sind wir schon richtig müde und die Nacht hat schon vor Stunden begonnen. Trotzdem fahren wir noch so weit es geht und übernachten dann im Auto auf einer Autobahnraststätte. Ein wenig romantischer hatte ich mir unseren Urlaubschon vorgestellt. Nach einer halben Ewigkeit weiß ich immer noch nicht, wie ich es mir auf dem Fahrersitz bequem machen soll und außerdem fahren alle paar Minuten LKWs donnernd an uns vorbei. Trotz- dem falle ich irgendwann in einen etwas unruhigen schlaf. Kaum treffen mich die ersten Sonnenstrahlen bin ich auch schon wieder wach. Schnell ziehe ich meine Schuhe wieder an und suche erst mal die Toilette auf diesem verdammten Rastplatz. Immerhin war die Putzfrau gerade da und somit ist es wenigstens einigermaßen sauber. Als das erledigt ist kaufe ich ein paar Brötchen und einen Kakao. Jessy schläft immer noch. Vorsichtig halte ich ihr die frischen Brötchen unter die Nase. „Gut geschlafen mein Schatz?“, begrüße ich sie. „Natürlich in diesem fünf Sterne Luxuswagen ist das doch kein Problem. Man habe ich einen Hunger.“, und ohne zu zögern greift sie nach einem Brötchen und beißt ein großes Stück ab.
Frisch gestärkt fahren wir Richtung Eifelturm.
Etwas komisch fahren die Franzosen schon, hier gibt es kaum Straßenschilder und man kann nie erraten wo einen die nächste Straße hinführt.
Aber so geht es einem bestimmt immer in einer fremden Stadt und das hier ist ja nicht irgendeine, sondern Paris. Wenn mich jetzt meine Eltern sehen könnten. Ich, mit meinem kleinen Auto ganz allein in Paris. Ganz allein bin ich ja nicht. Jessy, ist ja bei mir und ohne sie wäre ich hier bestimmt verloren. Perfekt dirigiert sie mich durch das Straßenchaos und nach einer Zeit können wir schon den Eifelturm er- kennen. Jetzt müssen wir nur noch einen Parkplatz finden. „Lass uns mal versuchen noch näher ranzukommen, vielleicht haben wir ja Glück und wir erwischen einen Parkplatz ganz in der Nähe des Eifelturms. Fahr mal die nächste rechts rein.“, als ob sie nie etwas anderes gemacht hätte leitet sie mich direkt bis zum Eifelturm. „So jetzt sind wir da, warte mal, fahr langsamer da vorne fährt gerade einer raus. Kommst du da in die kleine Lücke rein?“ „Ich versuche es mal, aber wenn der da reingekommen ist, werde ich das ja wohl auch schaffen.“, gesagt getan, nach ein paar Korrekturen stehe ich fast perfekt in der Parklücke. Hand in Hand gehen wir zum Eifelturm.
„Der ist ja riesig und er sieht genauso aus wie auf den Bildern.“, sprudelt es aus mir heraus. „Ja, komm lass uns raufgehen.“ Oben angekommen können wir ganz Paris überblicken und ganz weit unten kann man mein Auto erkennen. Gut, dass wir die Kamera mitgenommen haben. Schnell sind ein paar Fotos geschossen. „Es ist einfach schön hier oben, man hat den totalen Überblick, lass uns hier einziehen.“ „Ich glaube, da hätten die Franzosen aber was gegen.“, lässt Jessy meine Seifenblase zerplatzen. Wahrscheinlich hat sie recht. „Ach, hier oben ist es mir eh viel zu zugig.
Lass uns wieder runtergehen.“ Den Nachmittag verbringen wir damit, die Gegend zu erkunden. Hier stehen viele wunderschöne alte Gebäude. Könnten die Mauern reden, hätten sie bestimmt eine Menge zu erzählen. Als es anfängt dunkel zu werden machen wir uns auf die Suche nach einem Hotel. Nach einer Weile stellen wir aber fest, dass die Hotels in Paris ganz schön teuer sind.
„Wow, so viel wollte ich eigentlich nicht für eine Nacht bezahlen.“, entfährt es Jessy. „Nee, ich auch nicht. Was wollen wir eigentlich morgen machen? Hast du irgend- eine Idee? Einfach nur so ohne Plan durch Paris zu laufen, finde ich nicht so spannend.“ „Mir fällt schon was ein Alex, lass mich mal ma...“ „Warte mal, hast du das Schild gerade gelesen?“, unterbreche ich sie. „Da ging es Richtung Disneyland, das wäre doch was, wo wir schon mal hier sind.“ „Du sitzt am Steuer, also auf nach Disneyland.“
„Aber ohne dich finde ich das nie, sag mir einfach, wo ich hinmuss.“
„Das finden wir auch noch, fahr mal die nächste rechts, dann mussten wir wieder auf die Straße kommen, wo du das Schild gesehen hast.“
Auf geht’s Disneyland wir kommen.
Diese Nacht verbringen wir wieder im Auto, auf einem abgelegenen Parkplatz. Ein wenig romantischer hatte ich mir Paris, die Stadt der Liebe, schon vorgestellt.
Aber wenigstens habe ich Jessy ganz für mich allein. Zärtlich gebe ich ihr einen Kuss und Händchenhalten schlafen wir ein. Zu viel mehr ist in meinem kleinen Corsa auch kein Platz, obwohl ich gerne noch einmal mit ihr geschlafen hätte.
Diesmal finde ich auf Anhieb eine gemütliche Schlafposition und schlafe auch direkt ein.
„Da ein Schild, nur noch zehn Kilometer bis zum Disneyland.“, ruft Jessy laut aus. „Ja schrei doch nicht so, ich habe es doch gesehen und außerdem sitze ich direkt neben dir.“, gebe ich zurück. „Hab` dich nicht so, ist doch schön, dass wir es gefunden haben.“, schnell beugt sie sich zu mir und drückt mir einen dicken Schmatz auf die Wange.
Nach langer Sucherei finden wir endlich einen Parkplatz und voller Erwartungen gehen wir zielstrebig Richtung Eingang.
Hier heißt es warten, obwohl es noch früh am Morgen ist, hat sich bereits eine lange Schlange gebildet. Nach etwa einer halben Stunde ist es so weit, wir stehen mit beiden Beinen im Disneyland. Wir fühlen uns wie in einen der Trickfilme versetzt, alles ist freundlich bunt, Kinder rennen umher, Animateure in Disneykostümen lassen sich mit dem Besucher fotografieren und aus versteckten Lautsprechern strömt von überall her leiser Musik. „Wow, es sieht hier wirklich aus wie in der Werbung.“ höre ichJessy sagen. Arm in Arm spazieren wir durch den Park und lassen die vielen verschiedenen Eindrücke auf uns wirken. So- gar das Wetter spielt mit und die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich am Himmel. Nach ein paar Minuten sind wir an der ersten Attraktion angekommen. In übergroßen Kaffeetassen drehen wir uns um eine riesige Kaffeekanne. Wir kommen uns vor wie Alice im Wunderland. Nach und nach besuchen wir noch die anderen Karussells und suchen uns später einen geeigneten Platz, um die Parade zu bewundern. Pünktlich jeden Abend ziehen die verschiedensten Trickfiguren auf großen Wagen durch den ganzen Park. Es gleich einem Karnevalszug mit Disneymotto. Die Wagen sind herrlich geschmückt und alles zusammen gibt ein wunderschönes Bild. Glücklich nehme ich Jessy in den Arm und so bleiben wir stehen, bis die Parade vorübergezogen ist. „Das war ein schöner Tag.“ sagt Jessy zu mir als wir auf dem Weg zurück zum Auto sind. „Vielleicht kannst du ja hier als Zwerg, von Schneewittchen und den sieben Zwergen anfangen.“, versucht mich Jessy zu necken.
„Keinen schlechte Idee,“ kontere ich, „aber nur wenn du die böse Hexe spielst.“ „Ok, warum eigentlich nicht, dann verändern wir die Geschichte ein bisschen und zwar so, dass die böse alte Hexe den kleinen Zwerg heiratet. Gibt es eigentlich weibliche Zwerge?“, fragt sie mich. „Keine Ahnung, was fragst du mich, schließlich bin ich kein Zwerg, aber das ist eine sehr gute Frage.“
Glücklich und zufrieden machen wir uns auf den Heimweg, es war zwar nur ein Kurztrip, aber dafür umso schöner und intensiver als manch anderer Urlaub.
Nach endlosen Stunden Fahrt im Auto kommen wir ohne einen Kratzer im Wagen wieder zu Hause an. Fix und fertig lassen wir uns komplett angezogen auf Jessys Bett fallen.
„Ich brauche jetzt erst mal ein paar Stunden Schlaf.“, sage ich zu Jessy und schließe meine Augen. „Schade, du willst wirklich schlafen?“, antwortet sie und im gleichen Moment fährt sie mit ihrer Hand über meinen Oberschenkel. Ihre Hand gleitet immer höher und schließlich unter mein T-Shirt. Ein leiser Schauer überkommt mich. Vorsichtig öffnet sie mit einer Hand meinen BH und fängt an, meine Brüste zu massieren. Die andere Hand streicht vorsichtig an der Innenseite meines Oberschenkels entlang. Ich kann kaum noch still daliegen, mein ganzer Körper steht unter Spannung. Mit einem Ruck zieht sie mein T-Shirt aus und nun liege ich, voller Erwartungen, oben ohne unter ihr. Wie es scheint, ist ihr das aber noch nicht genug, denn mit geübten Fingern öffnet sie, ohne zu zögern meine Hose.
Zwei Sekunden später liege ich völlig nackt unter ihr.
Sanft verwöhnt sie meinen ganzen Körper mit ihren Küssen.
Ihre Lippen sind angenehm warm und hinterlassen eiskalte Schauer. Vorsichtig beugt sie sich zu mir runter und küsst meine Brüste, meinen Hals und schließlich meinen Mund. Minutenlang versinken wir in einem nicht enden wollenden Kuss. Nach einiger Zeit löse ich mich aus der Umarmung. „Findest du das nicht unfair?“, frage ich sie.
„Was meinst du? Vielleicht, dass ich dich von deinem Schlaf abhalte?“, etwas verwirrt schaut sie mich an.
„Nein, den Schlaf habe ich schon vergessen, aber ich liege hier vollkommen nackt vor dir, ich finde deine Sachen stören ziemlich, und außerdem will ich dich auch nackt sehen und spüren. „So ist das also, das kannst du haben.“, bekomme ich zur Antwort. Mit einem Satz hebt sie sich von mir runter und lässt sich neben mir auf den Rücken fallen.
„Bediene dich, wenn du dich traust.“, haucht sie mir entgegen. „Nichts lieber als das.“, gebe ich zurück und fange sofort an sie auszuziehen. Zuerst ist ihr Oberteil dran. Darunter trägt sie einen dunkelblauen BH mit Spitze, der perfekt zu ihr passt. Mit einem Griff ist auch dieser geöffnet und ausgezogen. Nun küsse ich sanft ihre Brustwarzen. Mit der anderen Hand öffne ich Jessys Hose. Schnell sind wir beide so wie die Göttin uns erschuf. Es ist ein wunderbarer Augenblick. Die ganze Luft im Raum scheint zu knistern und ich kann nicht einen winzigen Augenblick meine Augen von ihrem Körper wenden.
Diese Nacht schlafen wir dreimal miteinander, und ich bin noch nie in meinem Leben so glücklich gewesen, außer vielleicht bei der Kaffeetassenkarussellfahrt, nein Scherz beiseite! Diese Nacht kann von nichts auf der Welt übertroffen werden. Den nächsten Morgen wache ich durch ein Kribbeln im linken Arm auf. Er scheint komplett eingeschlafen zu sein und sogleich sehe ich auch den Grund dafür.
Jessy hat ihren Kopf daraufgelegt und schläft immer noch tief und fest.
Ganz sanft küsse ich sie wach und mit ihrem süßesten Lächeln öffnet sie ihre Augen.
„Guten Morgen mein Schatz, hast du gut geschlafen“, frage ich sie und sogleich fällt mir auf, wie abgedroschen doch dieser Satz klingt.
Warum fällt mir nie im richtigen Augenblick was interessantes ein. Wenn ich jetzt noch frage: „Na, wie war ich?“, werde ich bestimmt im hohen Bogen rausgeschmissen.
Langweiliger geht es ja schon gar nicht mehr!
Aber wie es scheint, habe ich wieder mal zu viel überlegt, sie stört sich gar nicht an diesem Satz.
„Ich habe wunderbar geschlafen Süße.“, antwortet sie mir und drückt mir einen zarten Kuss auf den Mund.
„Nur schade, dass die Nacht schon vorbei ist. Hast du Lust auf Frühstück? Ich könnte ein paar Brötchen in den Backofen
schieben.“, redet sie weiter.
„Wenn du mir versprichst, dass du danach wieder ins Bett kommst?“, gebe ich zurück.
„Klar komme ich zurück, ich lass dich doch nicht allein in meinem Bett liegen!“ Gesagt getan schon springt sie auf und legt die
Brötchen in den Ofen. Nach einiger Zeit riecht die ganze Wohnung nach einer
Backstube und mir läuft das Wasser im
Mund zusammen. „Tataa, da bin ich.“, Jessy stolpert mit einem vollbeladenen Tablett ins Schlafzimmer.
„Hier habe ich alles was wir brauchen: Brötchen, Butter, Marmelade, Käse und Orangensaft, alles dabei.“
„Du bist ein Engel, lass uns frühstücken und zum Nachtisch vernasch ich dich.“
Genüsslich und in aller Ruhe essen wir. Plötzlich klingelt das Telefon und durchbricht die Stille, trotzdem bleibt Jessy im Bett sitzen. „Willst du nicht drangehen?“, frage ich sie. „Ne, warte mal, der Anrufbeantworter geht gleich dran und außerdem sind wir eigentlich noch im Urlaub. Schon springt der Anrufbeantworter an und nach dem Ansagetext hört man Karins Stimme. „Hallo Jessy, wenn ihr wieder da seid, sag bitte Alex Bescheid das sie sich sofort bei mir melden soll, ich habe vielleicht einen Ausbildungsplatz für sie.“, klick und schon aufgelegt. „Ach Alex, ich soll dir sagen, Karin hat vielleicht einen Ausbildungsplatz für dich.“ „Du Pappnase, ich habe das doch eben selbst gehört. Wo sie mich wohl hinschicken will, na hoffentlich nicht ganz so weit weg. Ob ich sie gleich anrufen soll?“
„Ein Ausbildungsplatz ist doch super, du kannst ja eh nicht für immer bei Karin arbeiten. Das ist die Chance für dich. Lass uns einfach heute Nachmittag zu Karin fahren und da erfahren wir dann bestimmt mehr. So haben wir dann noch ein wenig Zeit für uns.“ Dagegen habe ich absolut nichts einzuwenden. Bis spät in den Nachmittag bleiben wir noch im Bett liegen. Wir liegen einfach nur da, Arm in Arm und hängen unseren Gedanken nach.
Ich hätte nie gedacht, dass man so glücklich sein kann. Wieder einmal wünsche ich mir eine Fernbedienung für mein Leben zu haben, um einfach nur die Zeit anhalten zu können.
Aber auch diesmal funktioniert es mit dem Anhalten nicht. Nachmittags fahren wir zusammen zu Karin. Dort angekommen werden wir von allen Anwesenden belagert. Jede Kleinigkeit von unserem Kurztrip müssen wir ausführlich berichten. „Wow, wie schön, Paris, da wollte ich auch immer hin.“, höre ich Sandy sagen.
„Kommst du mal bitte mit in die Küche, wir müssen unbedingt unter vier Augen miteinander reden.“, Karin kann es wohl kaum noch aushalten mir die Nachricht von dem Ausbildungsplatz zu erzählen, also scheint es etwas Ernstes zu sein.
Mit gemischten Gefühlen folge ich ihr in die Küche.
„Also ...,“ Vorsichtig legt sie sich ihre Worte zurecht. „Also, ich habe gestern mit einer alten Bekannten telefoniert. Inzwischen hat sie ihren eigenen Reitstall und hat auch die Möglichkeiten Auszubildende einzustellen. Dort könntest du, natürlich nur wenn du dazu Lust hast, zunächst ein Praktikum machen und wenn ihr gut zusammenarbeiten könnt, würde sie dich auch als Auszubildende nehmen, na was sagst du?“
„Keine Ahnung, was soll ich darauf sagen?“, antworte ich offen und ehrlich. Eigentlich gefällt es mir hier gut, was soll ich dann woanders. Hier habe ich meine Freunde und hier habe ich Jessy. „Wo ist denn dieser Reitstall und wann soll ich das Praktikum machen.“, vielleicht sollte ich doch darüber nachdenken, schließlich braucht man doch eine Ausbildung und wenn es „nur“ zur Pferdewirtin ist. „Martina Berr wohnt circa zwei Stunden von hier entfernt. Sie sucht für Anfang nächsten Monats noch eine Praktikantin und es ist wirklich eine gute Chance für dich. Es soll ein sehr guter Reitstall sein.“, versucht sie mich zu überzeugen. „Am besten, du rufst sie gleich mal an und machst das mit ihr aus.“ Karin ist Feuer und Flamme. Mir scheint es so, als ob sie froh ist das sie mich dann wieder los ist. Bin ich ihr etwa so im Weg? Schließlich nehme ich ihr ja auch einen großen Teil ihrer Arbeit ab. Also nächsten Monat, das sind ja gerade mal knapp zwei Wochen, und zwei Stunden entfernt, dann kann ich nicht jeden Abend nach Hause fahren. Ausgerechnet jetzt, wo ich frisch mit Jessy zusammen bin. Immer wenn es am schönsten ist, kommt etwas dazwischen, eigentlich war es vorhersehbar, das Glück hält selten ewig. „Ich denke darüber nach, ok?“, gebe ich Karin zur Antwort. „Was willst du da noch nachdenken, mach doch erst mal das Praktikum und dann kannst du dich ja immer noch für oder gegen die Ausbildung entscheiden.“ Wahrscheinlich hat sie recht und ich bin mir sicher, wenn ich Jessy frage, wird sie genau das Gleiche antworten. Also greife ich zum Telefon und rufe bei, wie hieß sie noch gleich? Ach ja, Martina, also greife ich zum Telefon und rufe Martina an.
Es ertönt eine freundliche Frauenstimme.
„Trainingsstall, Ride-me-crazy-Ranch, Martina Berr am Apparat, was kann ich für sie tun?“
Wow, ihren Text hat sie gelernt.
„Schönen guten Tag ich rufe wegen dem Praktikumsplatz an.“, lasse ich meine netteste Stimme hören. „Ach, dann bist du bestimmt Alex. Ja, wenn du magst, kannst du sofort in vierzehn Tagen hier anfangen, alles weitere können wir ja dann hier klären, oder hast du noch Fragen?“
„Nein, so spontan fällt mir jetzt keine Frage ein, wann soll ich da sein?“, und so regeln wir den genauen Zeitplan.
Nach zehn Minuten ist das Gespräch beendet.
„Erzähl schon, was habt ihr abgemacht?“, löchert mich Karin, sie scheint noch aufgeregter als ich zu sein. Da kommen auch Jessy und Sandy in die Küche.
„Hört mal zu, Alex hat einen Praktikumsplatz.“, platzt Karin heraus. Sofort ist es still.
„Ist das wahr?“, fragt Jessy mich.
„Ja es stimmt, in zwei Wochen fange ich auf der Ride-me-crazy-Ranch an und es wird zwei Wochen dauern, für diese Zeit kann ich dort wohnen.“, erkläre ich den anderen.
„Herzlichen Glückwunsch.“, wünscht Sandy als erstes.
Trotzdem kann ich mich so gar nicht freuen, zwei lange Wochen ohne Jessy, wie konnte ich dem nur zustimmen? Auch Jessy gratuliert mir, meint sie das etwa ernst,
