Im Regen so fern - Eva Maria Höreth - E-Book
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Im Regen so fern E-Book

Eva Maria Höreth

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Beschreibung

Bei jedem Regentropfen, der meine Haut berührt, muss ich an ihn denken. Wir waren uns im Regen so nah, doch nach jedem Sturm beginnt ein neuer Abschnitt. So ist es auch mit Cayden und mir. Zehn Jahre später setzt sich unsere Geschichte fort. Ich bin nicht mehr das naive Mädchen von damals und er nicht mehr der Bad Guy. Doch seine Augen sind noch immer dieselben dunklen Teiche, in denen ich zu ertrinken drohe. Ist es möglich, dass ich nach so langer Zeit noch etwas für ihn empfinde? Manchmal genügt ein einziger Augenblick, um den Schatten der Vergangenheit wieder aufleben zu lassen oder in unserem Fall - ein einziger Regentropfen.

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Im Regen so fern

Eva Maria Höreth

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Auflage

© 2022 Eva Maria Höreth

Pestalozzistr. 37, 63128 Dietzenbach

[email protected]

www.evamariahoereth.de

Alle Rechte vorbehalten.

Cover: Giessel Design, www.giessel-design.de

Lektorat: Texteule Lektorat – Nina C. Hasse

Korrektorat: Aylin Yilmaz

 

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Playlist

1      I can‘t stop the rain von Tina Turner

2      fire and rain von James Taylor

3      City Rain, City Streets von Ryan Adams

4      Rain down von Delirious?

5      Let it rain von David Neil

6      Rain in the Summertime von The Alarm

7      Here I stand and Face the rain von a-ha

8      Let it rain von Amanda Marshall

9      Who´ll stop the rain von Creedance Clearwater

Revival

10      Raining on me von Gretchen Wilson

11      Queen of rain von Roxette

12      Through the rain von Cinderella

13      When it rains von Eli Young Band

14      Make it rain von Ed Sheeran

15      Raindrops von armor for sleep

16      Rainy day von Coldplay

17      Rain on your parade von Duffy

18      Caught out in the rain von Beth Hart

19      Rain von Nicole Bus

20      Let it rain von Joshua Hyslop

21      I love the rain von Lenny Kravitz

22      Have you ever seen the rain von Bonnie Tyler

23      Match in the rain von Alec Benjamin

24      Let it rain von Tracy Chapman

25      When the rain comes von Third Day

26      Raining on sunday von Keith Urban

27      Rain von Ben Platt

28      The permanent rain The dangerous Summer

Über die Autorin

Bisherige Veröffentlichungen

 

 

Playlist

 

I can‘t stop the rain von Tina Turner

fire and rain von James Taylor

City Rain, City Streets von Ryan Adams

Rain down von Delirious?

Let it rain von David Neil

Rain in the Summertime von The Alarm

Here I stand and Face the rain von a-ha

Let it rain von Amanda Marshall

Who´ll stop the rain von Creedance Clearwater Revival

Raining on me von Gretchen Wilson

Queen of rain von Roxette

Through the rain von Cinderella

When it rains von Eli Young Band

Make it rain von Ed Sheeran

Raindrops von armor for sleep

Rainy day von Coldplay

Rain on your parade von Duffy

Caught out in the rain von Beth Hart

Rain von Nicole Bus

Let it rain von Joshua Hyslop

I love the rain von Lenny Kravitz

Have you ever seen the rain von Bonnie Tyler

Match in the rain von Alec Benjamin

Let it rain von Tracy Chapman

When the rain comes von Third Day

Raining on sunday von Keith Urban

Rain von Ben Platt

The permanent rain The dangerous Summer

 

 

1 I can‘t stop the rain von Tina Turner

Es gibt verschiedene Arten von Regen.

Den Gewitterregen: Wild und aufwühlend, begleitet von Blitz und Donner, hinterlässt er meistens Chaos, wo immer er auftaucht.

Den Platzregen: Kurz und heftig, setzt er alles unter Wasser.

Und dann gibt es noch den Nieselregen: Leise und ausdauernd, ist er mein liebster Regen. Friedlich benetzt er nur langsam die Umgebung.

Doch eines haben alle drei gemeinsam: Danach ist die Luft abgekühlt und riecht erdig, nach Erneuerung. Als hätte der Regen alles umgekrempelt – und ein neuer Abschnitt beginnt. Und so ist es auch mit mir und Cayden. Zehn Jahre später setzt sich unsere Geschichte fort.

 

2 fire and rain von James Taylor

Es gibt da dieses Sprichwort: Man trifft sich immer zweimal im Leben. Ich weiß nicht, ob es stimmt. Ich war der Überzeugung, dass meine und Caydens Geschichte abgeschlossen wäre. Dass wir unsere zwei Mal bereits aufgebraucht hätten. Doch dem war nicht so.

Vor zehn Jahren bin ich gegangen und habe Cayden zurückgelassen, obwohl ich ihn liebte. Aber manchmal reicht Liebe nicht aus. Jedenfalls nicht die unsere. Er liebte seinen Bruder einfach mehr. Niemals hätte er ihn aufgegeben oder verlassen. Dafür fühlte er sich ihm gegenüber zu sehr verpflichtet, weil Camden ihn bei sich aufgenommen und großgezogen hat, nachdem ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen waren.

Ich ging, ohne zurückzublicken. Seitdem habe ich Cayden weder gesehen noch mit ihm gesprochen oder geschrieben. Es war die schwerste Entscheidung in meinem Leben, doch ich habe sie nie bereut. Wenn ich behaupten würde, dass ich nie wieder an Cayden gedacht habe und dass es mir leichtfiel, ein neues Leben zu beginnen, wäre es gelogen. Immer, wenn der Regen in meiner kleinen Studentenbude gegen mein Fenster prasselte, musste ich an ihn denken. An unsere Küsse im kühlen Nass, an den Wohnwagen im Schrebergarten, in dem wir uns geliebt haben. Spürte seine Berührung, wann immer mich ein Regentropfen streichelte. Bei jedem Gewitter, das an mein Wohnheimzimmer klopfte, habe ich mich gefragt, wie es ihm geht.

Manchmal lag ich in seiner Lederjacke auf meinem Bett und weinte mich in den Schlaf. Sog seinen Duft ein, um ihm nah zu sein. So, wie wir uns im Regen nah waren. Ohne die Jacke, die er mir auf dem Spielplatz überlassen hatte, wären wir wahrscheinlich nicht zusammengekommen. Ich erinnere mich noch genau an die nasse Strähne, die ihm sexy auf die Stirn hing, obwohl ich ihn doch hassen sollte. Und wie ich ihm die Jacke wiederbringen wollte und in diesem Schuppen war, dem Majestics. Ich fragte mich, ob es richtig war, zu gehen. Aber Jura zu studieren war mein Traum und ich musste raus aus Steinbach. Ich hatte es so lange geplant und hart dafür gearbeitet. Nach Melanies Tod und nachdem meine Mutter meinen Vater und mich verlassen hatte, hatte mein Traum wegzugehen mich am Leben erhalten.

Lange Jahre hatte ich seine Lederjacke und die paar Fotos, die es von uns gab, in einer Kiste im Schrank vergraben. Kurz nach meiner Ankunft in den Staaten waren die Erinnerungen noch stark, doch mit der Zeit verblassten sie, waren nur noch Relikte aus einem anderen Leben. Deshalb habe ich unsere Geschichte aufgeschrieben. Denn die Erinnerung ist alles, was ich habe. Aber es war gut für mich, denn so konnte ich einen Abschluss finden und endlich meine innere Ruhe wiedererlangen. Der Strudel aus Tod, Lust und Liebe hatte uns mit sich gezogen und alles um uns herum gleich mit. Ich erkannte mich selbst kaum wieder. Ich wurde verhaftet, war auf Partys, auf denen ich beinahe in der Öffentlichkeit Sex gehabt hatte und nahm Drogen. Mit Cayden war jeder Moment unberechenbar. Alles an ihm schrie Bad Boy, doch er war so viel mehr als ein Draufgänger. Wenn man hinter seine Fassade blicken durfte, war Cayden feinfühlig, verletzlich und liebevoll.

Natürlich habe ich überlegt, was gewesen wäre, wenn ich geblieben wäre. Mehr als einmal. Einmal stand ich sogar mit gepackten Taschen am Flughafen und war drauf und dran zurückzufliegen. Das war gleich in der ersten Woche, als nichts so lief, wie ich es mir vorstellte. Ich war ganz allein, in einem fremden Land, an einer fremden Uni. Die Kurse, die ich belegen wollte, waren bereits voll. Ich fand keinen Nebenjob und das WG-Zimmer war so winzig, dass ich mich kaum um die eigene Achse drehen konnte.

Doch dann habe ich mich zusammengerissen und weitergemacht. Ich wollte nicht kapitulieren und habe Amerika noch eine Chance gegeben. Zum Glück.

Wenn ich heute in den Spiegel blicke, sehe ich nicht mehr das kleine naive Mädchen von früher, sondern eine selbstbewusste Frau. Ich habe alles erreicht, was ich erreichen wollte. Ich bin nach Amerika gegangen und habe Jura in Stanford studiert. Es war hart, aber ich habe es geschafft.

Neben meiner Arbeit als Juristin in einem Halbtagsjob in einer kleinen Kanzlei, verbringe ich die Nachmittage als Sozialarbeiterin bei einer Organisation mit dem Namen Kap der guten Hoffnung.

Dort setze ich mich für Jugendliche ein, die vom rechten Weg abgekommen sind, weil sie die falschen Freunde oder keine Familie im Rücken hatten oder aus ganz anderen Gründen. Denn eigentlich bin ich nur seinetwegen hier. Nur seinetwegen sehe ich das Grau in ihren Geschichten. Ich war so sehr darauf geprägt worden, dass es Gut und Schlecht gibt, Schwarz oder Weiß, dass ich das Dazwischen übersah.

Wenn ich meinen Schützlingen erzähle, dass ich auch mal verhaftet wurde, staunen die meisten nicht schlecht. Das hätten sie mir nicht zugetraut. Ich lache dann immer. Jetzt kann ich das, doch das hat eine Weile gedauert.

Ich liebe meinen Job und ich glaube, ich bin ganz gut darin, aber ohne Cayden hätte ich eine andere Richtung eingeschlagen, hätte eine andere Sicht auf die Dinge. Vermutlich hätte ich meine Schützlinge verurteilt, für das, was sie tun. Aber ich habe gelernt, dass Menschen in Situationen geraten – verschuldet oder unverschuldet – aus denen sie allein keinen Ausweg mehr finden.

Und ich habe einen tollen Mann kennen gelernt: David. Er ist Arzt und wir sind jetzt seit fast vier Jahren zusammen. Nach meinem Uniabschluss habe ich von einer kleinen Kanzlei ein Jobangebot für eine Teilzeitstelle bekommen. Es ist keine der führenden Topkanzleien, aber ich konnte dadurch in den Staaten bleiben und bin in meine Traumstadt New York gezogen. Kurz darauf habe ich David getroffen. Wir haben uns gewissermaßen bei der Arbeit kennengelernt und es läuft wirklich gut. David ist perfekt. Er liebt mich und ich liebe ihn. Wir haben keine Geheimnisse, keine Lügen – nichts, das uns herunterzieht oder belastet. Er hat mir noch nicht die Frage aller Fragen gestellt, aber das wird passieren, da bin ich mir sicher. Er ist der Richtige.

Mittlerweile denke ich kaum noch an Cayden. Es regnet so oft in New York, dass der Niederschlag die Vergangenheit weggespült hat. Doch manchmal genügt ein einziger Augenblick, um den Schatten der Vergangenheit aufleben zu lassen oder – in Caydens und meinem Fall – ein einziger Regentropfen.

 

3 City Rain, City Streets von Ryan Adams

Mittwochabend. Ich bin auf dem Weg vom Büro nach Hause. Heute hatte ich den ganzen Tag Termine im Gericht und ich will nur noch Heim und ins Bett. Viel lieber bin ich im Jugendzentrum der privaten Organisation unterwegs, für die ich nebenbei arbeite, und setze mich direkt für Jugendliche ein, die auf die schiefe Bahn geraten sind, aber mein Brotjob verlangt das nun mal.

Automatisch steuere ich durch die U-Bahn-Station Grand Army Plaza und werde mit den anderen New Yorkern die Treppen hinauf raus auf die Straße geschwemmt. Ein Blick in den Himmel genügt. Es regnet. Ein typischer kurzer New Yorker Schauer im Juni. Schnell spanne ich meinen Schirm auf und eile weiter. Ich stehe an der roten Ampel und starre auf die Pfützen auf dem Asphalt, die langsam immer größer werden. Die Lichter der Stadt spiegeln sich darin, bis ein vorbeifahrendes Auto die Silhouette der Metropole verzerrt. Als das weiße Männchen zum Gehen erscheint, sehe ich gar nicht auf, sondern folge dem Strom der Leute. Die Straßen sind voll, wie immer in dieser Stadt. Ich haste über die Straße, als mein Absatz plötzlich abbricht. Ich sehe mich schon nach hinten in die Pfützen fallen, meinen beigen Mantel ruinieren, genauso wie meinen Regenschirm. Doch da spüre ich, wie zwei Hände mich packen: einer am Oberarm, einer an der Hüfte. Ehe ich mich versehe, liege ich filmreif in den Armen eines Fremden, während einige Regentropfen mein Gesicht liebkosen. Ich sehe auf und meinem Retter ins Gesicht. Mein Herz stolpert, doch niemand ist da, um es aufzufangen. Blinzelnd, um meine Augen vor dem Regen abzuschirmen, muss ich zweimal hinschauen, um mich zu vergewissern, dass ich nicht träume. Es sind die gleichen Augen, das gleiche Gesicht, das ich monatelang vor mir sah, wenn ich die Augen schloss. Das gleiche Gesicht wie damals, als wir uns im Regen so nah waren. Und das ich seit zehn Jahren nicht mehr gesehen habe. Es gehört Cayden Evans. Auch wenn es dieselben Augen sind, ist es doch ein anderer Mann, der vor mir steht und mich im Arm hält. Während das Nass uns einhüllt und wir uns im Regen so nah sind – und gleichzeitig so fern.

Ich bin derart perplex, dass ich unfähig bin mich zu bewegen. Seine dunklen Augen sind noch immer Teiche, in denen ich zu ertrinken drohe. Doch seine Mimik und Gestik, seine Klamotten, sind ganz anders als damals. Noch immer liege ich in seinem Arm und er hält mich, damit ich nicht falle. Ich starre ihn an, bis die Autos anfangen zu hupen. Er hilft mir auf die Beine und mein pinker Regenschirm spannt sich über uns. Wir stehen noch immer mitten auf der Fahrbahn, obwohl die Fußgängerampel schon wieder auf Rot gesprungen ist.

»Hast du dich verletzt?«

Ich schüttele nur den Kopf. In meinem kaputten Pumps humpele ich von der Fahrbahn, während er mich mit der einen Hand unter meinem Ellenbogen stützt. Mit der anderen hält er meinen Regenschirm. Ich kann ihn nur anstarren, als wir auf dem Bürgersteig in Sicherheit sind. Die Flut der Menschen spült um uns herum, wir sind ein Hindernis im Strom derjenigen, die nach Hause wollen zu ihren Liebsten. Diese dunklen Augen … Innerhalb weniger Sekunden versinke ich wieder in ihnen. Nur schwer finde ich meine Sprache zurück.

»Cayden? Was tust du hier?«

»Dich retten, Vivien Hausmann!«

Sein Lächeln strahlt eine Welle aus, die mein Herz trifft und es für etwas öffnet, das ich lange darin verschlossen hatte: die Erinnerung an meine große Liebe. Eine Liebe so stark, leidenschaftlich und alles verzehrend, dass ich regelrecht vor ihr geflohen bin. Doch jetzt, wo Cayden Evans so unerwartet vor mir steht, erwidere ich sein Lächeln und überlege, ob ich ihm vor Wiedersehensfreude um den Hals fallen soll. Aber zehn Jahre sind eine lange Zeit und ich habe ihn damals stehengelassen, daher wäre es wohl unangebracht. Also bleibe ich stehen und weiß nicht recht, was ich tun soll. Mein Herz flattert noch immer aufgeregt in meiner Brust.

»Ich wusste nicht, dass du in New York bist.« Er scheint weder aufgeregt noch sprachlos zu sein.

»Ich lebe seit vier Jahren hier, seit ich mit der Uni fertig bin.«

»Das ist ja eine Überraschung!«

Wir starren uns an und ich weiß nicht, was ich sagen soll. Er anscheinend auch nicht mehr. Wir sind uns so nah wie schon lange nicht mehr und doch befinden wir uns meilenweit voneinander entfernt. Alles scheint so unwirklich. All die Hektik der Großstadt verschwindet um uns herum. Das Einzige, das ich wahrnehme, ist Cayden. Seine Haare sind feucht vom Regen und noch genauso schwarz wie damals. Doch diesmal fällt keine Strähne ungeordnet aus der Reihe, Gel hält sie dort, wo sie hinsoll. Statt einer Lederjacke trägt er ein dunkles Sakko. Darunter ein weißes Hemd – am Kragen offen, keine Krawatte – und eine Jeans. Er sieht aus wie ein Geschäftsmann: Erwachsen und seriös. Und doch verleiht der Drei-Tage-Bart ihm etwas Verwegenes.

»Wie geht es dir?« Endlich finde ich meine Höflichkeit wieder und benutze Floskeln, um wenigstens etwas zu sagen.

»Gut, wirklich gut. Aber es tut mir leid, ich würde gerne mit dir Plaudern, aber ich habe jetzt leider nicht viel Zeit.« Auf seiner Stirn bildet sich eine Sorgenfalte, die ich noch nicht an ihm kenne, und er wirft einen Blick auf die große, protzige Armbanduhr an seinem Handgelenk.

»Okay, ja klar. Ich muss auch weiter.« Ich deute in die entgegengesetzte Richtung. Die Enttäuschung in meiner Stimme kann ich nicht verheimlichen. So plötzlich Cayden wieder in mein Leben getreten ist, so schnell wird er auch schon wieder verschwinden. Er macht einen Schritt an mir vorbei auf die Ampel zu, die erneut auf Walk steht. Plötzlich stehe ich wieder im Regen, allein, als wäre er nur eine Halluzination gewesen.

Im Gehen dreht er sich noch einmal zu mir um. »Sehen wir uns wieder? Ich bin für ein paar Wochen geschäftlich in der Stadt. Ich würde mich freuen.«

»Das wäre wirklich toll.«

»Sag mir, wann und wo, und ich werde da sein.«

Ich krame in meiner Tasche nach einer Visitenkarte, die mir die Anwaltskanzlei zur Verfügung gestellt hat, und einem Stift. Auf die Rückseite schreibe ich den Namen einer Bar, in der ich früher mal gekellnert habe, sowie das morgige Datum und eine Uhrzeit am späten Nachmittag nach meiner Arbeit, und überreiche sie ihm. Er nimmt sie und nickt zustimmend. »Das werde ich finden.« Dann lässt er die Karte in seinem Sakko verschwinden. »Tschau, man sieht sich.«

Er lächelt mir zu und überreicht mir meinen Regenschirm. Dabei berühren sich unsere Finger für einen Moment. Ein heißes Kribbeln durchfährt meinen Körper. Ich lasse mir nichts anmerken, sondern lächele ebenfalls, während ich zurückbleibe und Cayden nachsehe, wie er sich eilig von mir entfernt. Mitten auf der Straße dreht er sich noch mal um und winkt mir zu, als wollte er sich ebenfalls vergewissern, dass ich keine Fata Morgana war. Dann wird er vom Menschenstrom verschluckt und ich bleibe alleine unter meinem Schirm zurück.

 

4 Rain down von Delirious?

Als ich nach Hause komme, ist die Wohnung leer. David hat Nachtschicht und wird erst morgen früh hier auftauchen, wenn ich zur Arbeit gehe. Ich stelle den Schirm in die Ecke und schlüpfe aus meinen kaputten Schuhen, mit denen ich noch bis hierher gehumpelt bin. Ich entledige mich auch meiner übrigen Sachen und schlüpfe unter die heiße Dusche. Genau das, was ich jetzt gebraucht habe nach diesem Tag. Zurzeit betreue ich fünf Fälle gleichzeitig in der kleinen Kanzlei, in der ich arbeite und die vor allem jugendliche Straftäter ehrenamtlich vertritt. Ich habe im Laufe der letzten Monate dort einige Fälle zugeteilt bekommen, um die ich mich kümmern darf. Kids, die auf die schiefe Bahn geraten sind und denen ich helfen soll, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Vormundschaftsfälle, in denen ich prüfen muss, bei wem das Kind leben will und kann. Jugendliche, die ins Gefängnis sollen, weil sie etwas geklaut haben und die ich davor bewahren möchte, denn das wäre ihr Untergang. Ich setze mich dafür ein, dass sie in das Förderprogramm vom Kap der guten Hoffnung aufgenommen werden. Dort lernen die Jugendlichen Verantwortung, bekommen Routine, einen geregelten Tagesablauf. Essen und ein Dach über dem Kopf, wenn es nötig ist. Bei einigen schaue ich hin und wieder Zuhause vorbei, ob alles so läuft, wie wir es besprochen haben. Im Moment beschäftigt mich ein Fall in beiden Jobs. Ich vertrete die Angehörigen einer jungen Frau, die an einer Überdosis starb. Der Hauptzeuge ist einer meiner Schützlinge aus dem Jugendzentrum.

Das heiße Wasser taut meine müden Knochen wieder auf. Ich muss an Cayden denken, wie ich da auf einmal so in seinen Armen lag. Ich spüre seinen festen Griff noch an der Stelle, an der er mich berührt hat. Den Blick aus seinen Augen. Sofort fliegt ein kalter Schauer über meinen Rücken. Er sah gut aus. Hatte sich kaum zu damals verändert. Das letzte, das ich mitbekommen hatte, bevor ich ins Ausland gegangen bin, war, dass er tatsächlich mit seinem Bruder gebrochen hat. Irgendwie machte mich das damals total stolz. Auch, wenn ich ihm das nie sagen konnte. Mein Herz rast noch immer. Bei dem Gedanken an Cayden bricht eine Schar Schmetterlinge aus meinem Herzen aus, die ich in den letzten Jahren dort sorgsam eingesperrt hatte. Kann es sein, dass man auch nach einem Jahrzehnt noch etwas für jemanden empfindet? Obwohl man Tausende von Kilometern getrennt war? Obwohl dieser Mensch einen verletzt und angelogen hat? Ist das möglich? Kann ich ihm verzeihen, sodass wir Freunde werden könnten? Vielleicht trägt man von jeder vergangenen Liebe ein Stück mit sich herum? Vielleicht machen alle unsere Lieben uns aus und uns zu dem, was wir letztendlich geworden sind? Vor allem, wenn sie so geendet hat wie unsere: emotional und heftig. Wir waren jung, haben uns Dinge an den Kopf geworfen, die ich heute anders beurteilen würde. Cayden nimmt in meinem Herzen einen riesigen Platz ein. Viele andere Männer gab es nach ihm nicht. Ich war zu sehr damit beschäftigt zu studieren und zu arbeiten. Höchstens ein paar kurze Affären, keine richtigen Beziehungen.

Das Wasser strömt aus der Brause und über mich, aber ich beachte es nicht mehr. Plötzlich bin ich wieder in meinem alten Zuhause. Melanie klopft genervt an die Badezimmertür und verlangt, dass ich mich beeile. Sie will auf eine Party und sich schminken. Ich brumme ihr schlecht gelaunt zu, dass sie sich das hätte früher überlegen sollen. Sie brüllt etwas zurück und verschwindet.

Danach habe ich sie nie wiedergesehen. Mein Herz verkrampft sich und schmerzt. Nicht mehr so stark wie früher. Aber heftig genug, dass sich Traurigkeit in mir ausbreitet.

Ich stelle das Wasser ab und steige aus der Dusche. In ein Handtuch gewickelt wische ich mit der Hand den beschlagenen Spiegel frei. Melanies Unfall ist lange her. Ich bin nicht mehr das naive Mädchen von damals, dafür habe ich zu viel gesehen. Das tut man als Sozialarbeiterin und Anwältin in New York, ob man will oder nicht. Meine braunen Locken fallen nass auf meine Schultern, während ich sie bürste. Ich habe mich vielleicht äußerlich kaum verändert, aber ansonsten bin ich ein anderer Mensch geworden. Wo ich jetzt wohl wäre, wenn ich nicht gegangen wäre? Wenn ich bei Cayden geblieben wäre, ihn sogar geheiratet hätte?

Keine Ahnung.

Ich wische noch einmal über den Spiegel und die Gedanken beiseite, bevor ich mich abtrockne und mir mein Schlafshirt überziehe, das mit Minnie Mouse. Damit und einer Tasse heißen Tee, kuschele ich mich auf die Couch, will gerade durch das Fernsehprogramm zappen und mir eine Tütensuppe aufbrühen, als die Wohnungstür aufgeht und David mit frischem Essen vom Thai hereinspaziert.

»David! Du hast Essen mitgebracht. Perfekt.«

Er beugt sich zu mir runter über die Couch und küsst mich kopfüber. Aus seinen blonden, regendurchnässten Haaren tropft Wasser auf mich herab.

»Ich dachte, du hast Nachtdienst?«

»Konnte tauschen, dachte du freust dich, wenn wir einen Abend gemeinsam verbringen können.«

»Natürlich freu ich mich.« Ich nehme ihm die Tüten ab und hole das Essen raus. Die Packungen verteile ich auf dem Couchtisch, während David sich umzieht.

»Wie gut, dass unsere Wohnung so klein ist, dass du hier keinen Liebhaber verstecken kannst, wenn ich unerwartet auftauche«, scherzt er aus dem Badezimmer heraus. Aber ich gehe nicht darauf ein, sondern starre auf den dampfenden Tee.

»Alles in Ordnung? Du bist so still.« David hat seine blauen Krankenhausklamotten gegen einen grauen Sweat Zweiteiler getauscht und gesellt sich mit einer Schachtel gebratener Nudeln zu mir aufs Sofa.

»Ich habe heute jemanden getroffen. Einen alten Bekannten.«

David sieht mich fragend an und gibt mir die Zeit, die ich brauche, um darüber zu reden. Das ist etwas, das ich an ihm schätze: seine Ruhe und seine Geduld.

»Ich habe dir nie erzählt, warum ich damals aus Deutschland weggegangen bin.«

»Du hast gesagt, dass es etwas mit dem Tod deiner Schwester zu tun hatte, mehr musste ich nicht wissen.« Doch er bemerkt, dass es etwas Ernstes ist, legt die Stäbchen aus der Hand und hört einfach nur zu.

»Ich habe ihn zehn Jahre lang nicht gesehen und dann läuft er mir einfach so hier in New York über den Weg.«

»Wer?«

»Cayden Evans.« Es ist merkwürdig seinen Namen auszusprechen, denn das habe ich solange nicht getan. Für David ist es lediglich ein Name, für mich so viel mehr. »Du weißt, dass meine Schwester durch einen Autounfall gestorben ist, aber ich habe dir nie die genauen Umstände erzählt, wie sie ums Leben kam. Der Fahrer des Autos, in dem meine Schwester saß, hat in der Dunkelheit ein Überholmanöver riskiert und den Gegenverkehr unterschätzt. Sie sind gegen einen Baum gerast und Melanie hat den Aufprall nicht überlebt, während der Fahrer nur einen Kratzer abbekommen hat. Jemand wurde dafür verurteilt. Cayden.« Ich sehe David in seine grünen Augen und wie es dahinter arbeitet.

»Du hast den Mann getroffen, der deine Schwester getötet hat?«

Ich hole tief Luft. »Nein. Es ist etwas komplizierter. Cayden hat für seinen älteren Bruder Camden, den Kopf hingehalten und die Strafe abgebüßt. Er ist das Auto nicht gefahren. Die beiden waren in illegale Machenschaften verstrickt, haben mit Drogen gedealt und so was. Er hat alle wegen des Unfalls belogen, auch mich.« In Gedanken füge ich hinzu: Während wir zusammen waren. Nicht mal das hat genügt, um mir die Wahrheit anzuvertrauen.

»Jetzt verstehe ich, warum du wegen des Kerls so neben der Spur bist.« David nimmt mich in den Arm. Für ihn ist Cayden nur der Typ, der für den Unfall mit meiner Schwester im Knast war. Aber für mich nicht. »Und wie kam es ans Licht?«

Ich muss an Cayden denken und an den Moment, in dem er es mir sagte. Er hatte Angst, dass ich ihn verlasse, nur deshalb rückte er mit der Wahrheit raus. Und dann machte er mir völlig überstürzt diesen Heiratsantrag. Doch all das kann ich David nicht sagen. Er würde unsere Beziehung nicht verstehen. Nicht verstehen, was wir füreinander empfunden haben. Es ist besser, wenn er nicht weiß, dass ich mit Cayden zusammen war.

»Er hat es mir gestanden, kurz bevor ich nach Amerika geflogen bin. Wollte wohl sein schlechtes Gewissen erleichtern«, sage ich stattdessen.

»Und du hast nie wieder etwas von ihm gehört?«

»Nein. Mir ist in Deutschland alles zu viel geworden, deshalb bin ich weg und habe hier ein neues Leben angefangen. Ich wollte das ganze Drama um den Tod meiner Schwester hinter mir lassen. Es gab nichts, das mich dort gehalten hat.«

»Wie geht es dir jetzt?«

»Auf der einen Seite denke ich, es wäre vielleicht besser gewesen, ich wäre ihm nicht begegnet, denn plötzlich ist alles wieder da. Es ist so lange her und ich hatte eigentlich damit abgeschlossen, aber diese Begegnung löst all diese Gefühle in mir aus. Noch immer ist da diese Wut, dass Melanies Leben so sinnlos beendet wurde und die Enttäuschung, dass Cayden mich angelogen hat. Aber es fühlte sich anders an als damals. Schwächer. Als würde ich mich nur noch an die Gefühle erinnern, sie aber nicht mehr selbst spüren. Verstehst du, was ich meine?«

»Vielleicht das berühmte ›Die Zeit heilt alle Wunden‹?«

Ich zucke mit den Schultern. Da ist noch ein weiteres Gefühl. Etwas, das ich tief in meinem Herzen verborgen hatte und das sich langsam seinen Weg herausbahnt und meinen Körper durchfährt wie heiße Lava. Die Zuneigung zu Cayden ist immer noch da. Sie legt sich wie eine Decke über Wut und Trauer, hüllt sie ein. Das Gefühl ist stärker als die anderen. Ich weiß nicht, was es zu bedeuten hat. Ich weiß nur, dass eine sehr lange Zeit vergangen ist. Ehe ich weiter darüber nachdenken kann, will David wissen: »Klingt, als hättet ihr euch nahegestanden, du und dieser Cayden.«

Ich lasse die Frage unbeantwortet im Raum stehen und nippe stattdessen an meinem Tee.

»Und das war’s? Ihr werdet euch nicht wiedersehen?«

»Doch. Ich werde ihn morgen nochmal treffen. Nach der Arbeit.«

»Ist das eine gute Idee?«

»Ich bin damals einfach abgehauen. Vielleicht kann ich mit allem abschließen, wenn ich nicht mehr davor weglaufe. Denn auf der anderen Seite möchte ich schon wissen, was aus ihm geworden ist.«

»Verstehe. Dann hoffe ich, du findest, was du suchst.« David nimmt sich wieder die Schachtel mit den gebratenen Nudeln, die mittlerweile bestimmt kalt sind, und ich tue es ihm gleich, wenn auch mein Appetit sich in Grenzen hält. Er macht irgendeine Serie auf Netflix an, die an mir vorbeiflimmert, während ich meinen Gedanken nachhänge.

Keine Ahnung, was ich von dem Gespräch mit Cayden erwarte. Ich will ihn einfach wiedersehen und erfahren, was aus ihm geworden ist. Was damals passiert ist, als ich weggegangen bin. Er sah gut aus. Verdammt gut sogar. Das Sakko stand ihm und die offenen Knöpfe an seinem Hemd ließen seine Haut durchblitzen und ihn sexy aussehen. Noch immer hat er diese Anziehungskraft, die mich schon damals fasziniert hat. Außerdem tat es ihm leid, dass er keine Zeit hatte und sofort weitermusste.

»Ich bin müde, ich hau mich aufs Ohr. Grübel nicht zu lange nach und iss noch etwas.« David schaltet den Fernseher aus und steht auf, während ich noch immer in meinem Essen herumstochere. Ich habe gar nicht gemerkt, wie die Zeit verflogen ist und dass David bereits aufgegessen hat.

»Tut mir leid, dass ich so abwesend war. Ich komme gleich nach.«

»Schon in Ordnung.« David küsst mich auf die Stirn und verschwindet im Schlafzimmer, während ich auf der Couch zurückbleibe. Das Wiedersehen mit Cayden hat mich mehr aufgewühlt, als ich gedacht hätte. Ich muss mit jemandem reden, der weiß, was damals passiert ist. Also suche ich mein Handy in meiner Handtasche und texte Evelyn: Bist du wach? Muss mit jemandem reden.

Während ich auf eine Antwort warte, wird das Bedürfnis in mir immer stärker. Zum Glück vibriert kurz darauf mein Telefon und am anderen Ende ist eine gähnende Evelyn.

»Weißt du eigentlich, wieviel Uhr es bei mir ist?«

»Irgendwann mitten in der Nacht?«

»Gleich vier Uhr morgens!«

»Tut mir leid, dass ich dich wecke, aber du wirst nicht glauben, was heute passiert ist.« Ich hoffe, die Neuigkeiten versöhnen sie und sie verzeiht mir, dass ich sie geweckt habe.

»David hat um deine Hand angehalten?«, spult Evelyn runter, ohne groß nachzudenken. Sie wartet bereits ungeduldig darauf, mir einen unvergesslichen Junggesellinnenabschied zu bereiten.

»Nein.«

»Oh, dann bist du schwanger? Sag nicht, dass du schwanger bist!«

»Nein, es ...« Ich halte inne und spüre, die Anspannung meiner besten Freundin am anderen Ende der Leitung.

»Vivien, was ist passiert?« Auf einmal klingt Evelyn hellwach und ernst.

»Ich habe ihn wieder getroffen.«

»Wen?«

Ich hole tief Luft, bevor ich den Namen ausspreche, den sie am wenigsten erwartet. »Cayden. Ich habe Cayden getroffen.«

»Was? Aber du wohnst in einer Stadt mit über acht Millionen Einwohnern. Wie? Wo? Wann?«

»Heute. Mein Absatz ist abgebrochen, als ich auf dem Nachhauseweg war, und ich bin quasi in seine Arme gefallen, während es geregnet hat.«

»Das ist ein Scherz, oder?« Sie klingt genauso überrascht, wie ich es war.

»Nein.«

»Du wohnst in einer Stadt, in der jedes Jahr Hundertausende Touristen Urlaub machen und ausgerechnet Cayden läuft dir über den Weg? Ist das jetzt Schicksal oder Zufall? Jetzt verstehe ich den nächtlichen Anruf.«

»Glaubst du wirklich, es war Schicksal?« Evelyns Worte hallen durch meinen Kopf und fräsen sich dort ein.

»Ich weiß nicht, was es zu bedeuten hat. Das wird die Zeit zeigen. Und ... erzähl ... wie sieht er aus? Noch genauso heiß wie damals?«

»Du fandest ihn damals heiß?« Das höre ich heute zum ersten Mal.

»Vielleicht … Aber du lenkst ab. Also?«

»Wir haben uns nur kurz getroffen, weil er dann weitermusste. Aber er hat sich kaum verändert. Noch immer kann ich mich in seinen Augen verlieren und noch immer bilden sich auf seinen Wangen Grübchen, wenn er lächelt.«

»Okay, wow. Du klingst gerade genau wie dein achtzehnjähriges Ich.«

»Es hat mich nur alles wieder eingeholt, was ich sorgsam verdrängt hatte. Ich habe einfach nicht damit gerechnet, ihn jemals wiederzusehen.«

»Und wie geht es weiter?«

»Wir sind für morgen verabredet. Aber ich bin mir nicht mal sicher, ob er kommt. Das hat er zwar gesagt, aber vielleicht überlegt er es sich ja anders.«

»Natürlich wird er kommen. Du weißt genau, wie sehr er dich geliebt hat. Und wirst du es ihm sagen?« Ich kann hören, wie Evelyn sich auf den Rücken rollt und das raschelnde Deckbett bis zum Kinn zieht.

»Naja, das ist nichts, was ich mal zwischen durch im Gespräch einwerfen kann. Und wir haben bestimmt genügend andere Gesprächsthemen.«

»Na schön, aber du solltest es ihm sagen, bevor er es selbst herausfindet. Schließlich haben euch Lügen und Geheimnisse erst auseinandergebracht.«

»Bestimmt hat er gar nicht viel Zeit zum Reden, schließlich ist er geschäftlich in der Stadt.

---ENDE DER LESEPROBE---