Im Regen so nah - Eva Maria Höreth - E-Book

Im Regen so nah E-Book

Eva Maria Höreth

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Beschreibung

Die ersten Regentropfen fielen in der Stille zwischen uns. Mein Leben bestand aus Schule und Arbeit, Arbeit und Schule. Aber das war okay. Ich wollte es so. Wenn ich behaupten würde, ich wüsste nicht, wann sich mein Leben nach dem Unfall erneut geändert hätte, würde ich lügen. Ich weiß noch genau, wann sich alles änderte. Im Sommer meines Abschlussjahres, als ich ihm begegnete: Cayden Evans. Im Regen. Eines stand für mich unumstößlich fest, dass ich ihn hasste, weil er meine Schwester getötet hatte. Und doch war ich dabei mich in ihn zu verlieben.

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Inhaltsverzeichnis

Playlist

Prolog: I think it’s going to rain today von Norah Jones

Rain von Uriah Heep

Rain von Creed

When it rains von Paramore

Raining again von Moby

Rain von Madonna

Here Comes the rain again von Eurythmics

Rainy days and mondays von The Carpenters

Im Regen von Rosenstolz

Prayer for rain von The Cure

Between the raindrops von Lifehouse

Covered in rain von John Mayer

Kiss the rain von Billie Myers

Regen von Enno Bunger

It’s raining again von Supertramp

Raindrops von Basement Jaxx

Set fire to the rain von Adele

Regenbogen von Vincent Weiß

It will rain von Bruno Mars

Only happy when it rains von Garbage

Through the rain von Mariah Carey

Purple rain von Prince

I wish it would rain down von Phil Collins

Crying in the rain von a-ha

I’ll take the rain von REM

November rain von Guns N` Roses

She’s my kind of rain von Tim McGraw

Regen und Meer von Juli

Regen von Bausa

No rain von Blind Melon

Why does it always rain on me von Travis

Über die Autorin

Bisherige Veröffentlichungen:

Im Regen so nah

Eva Maria Höreth

1. Auflage

© 2021 Eva Maria Höreth

Pestalozzistr. 37, Dietzenbach

[email protected]

www.evamariahoereth.de

Alle Rechte vorbehalten.

Cover: Giessel Design, www.giessel-design.de

Lektorat: Texteule Lektorat – Nina C. Hasse

Korrektorat: Ruth Pöß (Das kleine Korrektorat)

Some people feel the rain

others just get wet

bob marley

and others find their love in the rain…

Playlist

I think its going to rain today von Norah Jones

Rain von Uriah Heep

Rain von Creed

When it rains von Paramore

Raining again von Moby

Rain von Madonna

Here Comes the rain again von Eurythmics

Rainy days and mondays von The Carpenters

Im Regen von Rosenstolz

Prayer for rain von The Cure

Between the raindrops von Lifehouse

Covered in rain von John Mayer

Kiss the rain von Billie Myers

Regen von Enno Bunger

It’s raining again von Supertramp

Raindrops von Basement Jaxx

Set fire to the rain von Adele

Regenbogen von Vincent Weiß

It will rain von Bruno Mars

Only happy when it rains von Garbage

Through the rain von Mariah Carey

Purple rain von Prince

I wish it would rain down von Phil Collins

Crying in the rain von a-ha

I’ll take the rain von REM

November rain von Guns N` Roses

Shes my kind of rain von Tim McGraw

Regen und Meer von Juli

Regen von Bausa

No rain von Blind Melon

Why does it always rain on me von Travis

Prolog: I think it’s going to rain today von Norah Jones

Ich schreibe diese Geschichte auf, um mich an ihn zu erinnern. Denn die Erinnerung ist alles, was ich noch habe. Rückblickend muss ich sagen, dass dieser Sommer der Sommer meines Lebens war. Doch das wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Ich will nicht vergessen, was diese Liebe mir beschert hat, nicht die Höhepunkte und auch die Tiefpunkte nicht. Von beidem hatten wir ’ne Menge, ein ständiges Auf und Ab, ein Wechselbad der Gefühle. So intensiv und emotional, wie wohl nur die erste Liebe sein kann. Er war meine große Liebe und wird es immer bleiben. Aber wie das mit der Liebe nun mal so ist, sie ist schmerzhaft, anstrengend, zerstörerisch und kompliziert. Sie bringt einen an den Rand des Unmöglichen, ließ mich himmelhoch fliegen und dann umso tiefer stürzen. Ich habe gelernt, dass die Liebe, so blöd dieser Spruch auch klingt, tatsächlich dorthin fällt, wohin sie will und man sich nicht aussuchen kann, in wen man sich verliebt. Niemals hätte ich gedacht, mich ausgerechnet in ihn zu verlieben. Niemals.

Die Begegnung mit ihm hat mich verändert. Wie so vieles, dass man im Nachhinein betrachtet, erscheint es mir jetzt als vielleicht das Beste, was mir damals passierte. Das sah ich zu dieser Zeit nicht so. Natürlich nicht, wie könnte ich. Ich war jung und wollte nur raus aus meinem Leben. Heute bin ich erwachsen. Und habe ihn seit diesem Sommer nie wiedergesehen. War nie wieder in meiner Heimatstadt und habe nur noch Kontakt zu meiner damaligen besten Freundin Evelyn. Es liegt jetzt beinahe sechs Jahre zurück, doch es kommt mir vor wie ein anderes Leben.

Mein Leben bestand aus Schule und Arbeit, Arbeit und Schule. Aber das war okay, ich wollte es so. Wenn ich nicht gerade in der Schule war, dann arbeitete ich in einem kleinen Café, dem Café Karma. Die Besitzer waren zwei Hippies, die vegane indische Gerichte anboten, Grünkernsmoothies verkauften und keine Ahnung davon hatten, wie man ein Café führt. Manchmal schmiss ich den Laden praktisch alleine. Da das bisschen, das ich dort verdiente, nicht reichte, schob ich zusätzlich noch Schichten an der Supermarktkasse. Ich brauchte jeden Euro. Noch ein halbes Jahr, dann hätte ich endlich meinen Abschluss in der Tasche und konnte von hier verschwinden. Ich hatte mich für ein Stipendium beworben und wollte in den Staaten Jura studieren. Noch hatte ich keine Zusage, und selbst wenn, müsste ich die Kosten des Fluges tragen, und der war schweineteuer. Ich wollte so weit weg von hier wie nur möglich. Hier, das war der Ort meiner Kindheitstage: Steinbach, ein Vorort Frankfurts. Klein genug, um unbedeutend zu sein und groß genug, um von einem Schwimmbad, einem Kino und anderen Attraktionen zu profitieren.

Nur noch ein paar letzte Klausuren und etwa zweitausend Euro trennten mich von einem Leben weit weg von all dem und den Erinnerungen an meine verstorbene Schwester. Seit ihrem Tod vor fast einem Jahr hatte sich einfach alles geändert. Ich war gezwungen gewesen, das Leben der verwöhnten Prinzessin, die sich nie um Geld oder andere Dinge hatte sorgen müssen, aufzugeben.

Meine Mutter hatte den Tod ihrer ältesten Tochter nicht verwunden und mich und meinen Vater verlassen. Ein halbes Jahr später hatte sie einfach ihre Koffer gepackt, sich ein Flugticket nach Thailand gekauft und mir einen Kuss auf die Stirn gedrückt, bevor sie zur Tür hinaus verschwand. Keine Ahnung, wo sie jetzt war und was sie so machte. Ob es ihr gut ging und ob sie manchmal an ihre andere Tochter dachte, die sie zurückgelassen hatte.

Mein Vater interessierte sich nur noch für die Flasche Whiskey, die er jeden Abend runterkippte, um seinen Schmerz zu ertränken. Er bekam kaum noch mit, was um ihn herum geschah. Ein Wunder, dass er seinen Job noch nicht verloren hatte. Doch es war nur eine Frage der Zeit.

Wenn ich behaupten würde, ich wüsste nicht, wann sich mein Leben nach dem Unfall erneut geändert hätte, würde ich lügen. Ich weiß noch genau, wann sich alles änderte. Im Sommer meines Abschlussjahres, als ich ihm begegnete: Cayden Evans.

Rain von Uriah Heep

Es war Ende Mai, meine Schicht im Café gegen achtzehn Uhr zu Ende und es schüttete aus Eimern. Toll, ganz toll. Ein perfekter Abschluss für diesen ohnehin schon miesen Tag! Angefangen von einer verhauenen Matheklausur in der Schule, über zu viele Hausaufgaben, an die ich mich jetzt noch setzen musste, bis hin zu knauserigen Gästen im Café, in dem ich aushalf. Blitz und Donner zogen über den Himmel und trieben mich an, in die Pedale zu treten. Und obwohl die Bäume, die sich wie ein Dach über den Waldweg spannten, etwas Schutz boten, klebten T-Shirt und Jeans schließlich völlig durchnässt an mir.

Also beschloss ich mich am Spielplatz am Waldrand, an dem ich immer vorbeiradelte, unterzustellen und zu warten, bis das Wetter sich wieder beruhigt hatte. Dort gab es kleine, aus Holz gezimmerte Häuschen, in denen oft Jugendliche saßen und Alkohol tranken oder rauchten. Ich gehörte nie zu denen – im Gegensatz zu meiner Schwester Melanie, die alles ausprobieren musste.

Ich lehnte mein Fahrrad an und flüchtete in eines der dreieckigen Häuschen, das zu klein war, um darin zu stehen. Ich kauerte mich auf den Boden und wartete. Der Regen wurde noch stärker. Der ganze Mai war bereits so regnerisch gewesen und ich konnte froh sein, dass mich noch keine Erkältung erwischt hatte. Jedenfalls bis jetzt.

Ich fror und zog meine Beine noch enger an den Körper. Meine Zähne klapperten so laut, dass es vermutlich noch jedes Eichhörnchen in einem Kilometer Entfernung hörte. Keine Ahnung, wie lange ich dort saß. Nur langsam wurde aus dem prasselnden Gewitterschauer ein gleichmäßiger Sommerregen. Wenn ich hier nicht festfrieren oder mir eine Lungenentzündung einfangen wollte, dann sollte ich es nun wagen, den Rest des Weges nach Hause zurückzulegen.

Ich wollte gerade aus der Hütte krabbeln, als ein Auto vor dem Spielplatz hielt. Ich kannte diejenigen, die lärmend ausstiegen. Und meine Laune sank schlagartig weiter in den Keller. Cayden Evans stieg aus dem Wagen. Was wollte der denn hier? Warum musste ausgerechnet er hier auftauchen? Warum lief er hier herum, während meine Schwester tot war?

Er war in Begleitung zweier Freunde und eines blauhaarigen Mädchens. Die vier schlenderten hinüber zu den Tischtennisplatten, auf die ich aus meinem Unterschlupf einen hervorragenden Blick hatte. Sie breiteten eine Decke auf der nassen Granitfläche aus und machten sich darauf breit.

›Haben die kein Zuhause?‹, schoss es mir durch den Kopf. Außerdem regnete es noch immer.

Sie packten ein Sixpack Bier aus und verteilten die Flaschen untereinander. Dabei lachten sie und alberten rum. Einer der Typen lief hinter seiner Freundin her, die sich offensichtlich einen Spaß daraus machte, ihm den Joint vorzuenthalten, den sie sich angesteckt hatten. Er hatte sie schnell eingefangen und kitzelte sie. Anscheinend waren sie frisch aus dem Kindergarten geschlüpft, da passte es, dass sie auf einem Spielplatz rumhingen.

Das genügte mir und ich kroch aus meiner Höhle, als Cayden mich bemerkte und auf mich zukam. Der Regen durchnässte seine Kleidung, doch es schien ihm nichts auszumachen. Er schritt darunter hindurch wie Neptun.

»Hey, du bist Mels kleine Schwester, Vivien, V, oder?«

»Ja, wieso?«

Er stand mir direkt gegenüber. Regentropfen rannen ihm übers Gesicht und tropften von einer schwarzen Haarsträhne, die ihm in die Stirn fiel, als er auf mich hinab sah. »Was tust du hier?«

Was war das denn bitte für eine Frage?

»Wonach sieht es denn aus?«

Ich sah aus wie ein Panda, weil meine Wimperntusche total verlaufen war. Das wusste ich auch ohne mich im Spiegel gesehen zu haben. Dazu hatte ich bestimmt blau angelaufene Lippen. Mein weißes Shirt war mittlerweile durchsichtig und man konnte meinen BH sehen, weshalb ich die Arme vor der Brust verschränkte. Meine sonst braun gelockten Haare klebten strähnig an meinem Kopf, während ihm der Wetlook ausgezeichnet stand. Das war irgendwie unfair.

»Als hättest du gerade den Freischwimmer gemacht!« Er grinste und zeigte dabei seine perfekten Zähne.

»Sehr witzig. Kann ich dir sonst noch eine Auskunft geben oder kann ich jetzt gehen?«

Ich wartete nicht auf seine Erlaubnis und ging an ihm vorbei zu meinem Fahrrad. »Warte!«

Ich blieb stehen und drehte mich noch mal zu ihm um. Cayden zog zu meiner Überraschung die schwarze Lederjacke aus, die seine muskulösen Oberarme bisher bedeckt hatte, und trat ganz nah an mich heran, um sie mir umzulegen. Dabei streiften seine Fingerspitzen meine kalten Arme. Ich schlüpfte hinein, während er sie festhielt, wobei ich ihm noch näherkam. Die Jacke roch nach Leder und Männlichkeit, aber sie wärmte mich. Er ließ seine Hände auf meinen Schultern ruhen und starrte mich an. Seine dunklen, geheimnisvollen Augen hielten mich gefangen und ich bekam bloß ein »Danke« heraus.

Ich dachte, er würde irgendetwas Nettes erwidern, stattdessen wechselte seine Mimik plötzlich von freundlich zu ernsthaft, als er hinter mir etwas erblickte.

»Du solltest jetzt gehen!«, befahl er mir geradezu kühl und abweisend.

Ich blickte über meine Schulter. Sein Bruder Camden stieg aus einem weiteren Wagen, der vor dem Spielplatz hielt. Warum musste die Clique sich ausgerechnet hier treffen?

Ich ließ Cayden wortlos stehen und stieg auf mein Rad. Ich wollte Camden auf keinen Fall begegnen. Als ich an ihm vorbeifuhr, warf ich ihm einen abschätzigen Blick zu, den er erwiderte, während er mit einem weiteren Sixpack Bier in der einen Hand und irgendeiner blonden Tussi im anderen Arm zu den Tischtennisplatten spazierte. Ich hörte noch, wie er Cayden zurief, was ich von ihm wollte. Dann trat ich in die Pedale und radelte endlich nach Hause.

Rain von Creed

Zu Hause warf ich die Jacke in eine Ecke meines Zimmers, sprang unter die Dusche und vergaß sie und den Vorfall auf dem Spielplatz völlig.

Erst zwei Wochen später, als ich meine dreckige Wäsche zusammensuchte, stolperte ich über die schwarze Lederjacke, die sich unter einem Haufen meiner getragenen T-Shirts wiederfand. Eigentlich hatte ich beschlossen, den Samstagabend mit Wäschewaschen und Lernen zu verbringen. Stattdessen sollte ich Cayden die Jacke zurückbringen. Und ich wusste genau, wo er und die Clique heute Abend sein würden: im Majestics.

Der Laden wurde seinem Namen nicht gerecht. Die Billardkneipe war verraucht, düster und kein Ort, an dem nette Mädchen wie ich ihren Samstagabend verbringen sollten. Aus den Lautsprechern dröhnten gerade Kings of Leon mit Sex is on fire. Das schummrig-rote Licht tat sein Übriges für die verruchte Atmosphäre der Bar. Die meisten Besucher entsprachen dem klassischen Klischee eines Rockers: Lederkutte, bärtig und vermutlich polizeibekannt.

Mit Caydens Lederjacke, die ich mir übergezogen hatte, fiel ich zwischen den anderen Gästen zwar kaum auf, aber wohl fühlte ich mich hier nicht. Ich sah mich um und mein Blick blieb an Camden hängen, der in einer Nische mit seiner Freundin rumknutschte und mich nicht bemerkte. Die ganze Clique war da. Andi und Paul spielten Dart, bewundernd standen ihre Freundinnen daneben. Ihre Namen kannte ich nicht. Melanie hatte sie vielleicht mal erwähnt, aber sie waren mir entfallen. Cayden konnte ich allerdings nirgends entdecken. Ich atmete tief durch, damit mich der Mut nicht verließ und ich gleich wieder umdrehte und ging.

»Hübsche Jacke!«

Ich fuhr herum. Cayden stand vor mir. Er hielt eine Flasche Bier in der Hand und trug ein schwarzes T-Shirt. Seine dunklen Augen ruhten musternd auf mir. Wow, schoss es mir durch den Kopf. Er sah gut aus. Er war dieser Typ Mann, der in einem einfachen T-Shirt und Jeans bereits so viel Ausstrahlung besaß, dass er vermutlich mühelos jede Frau um den Finger wickeln konnte. Trotzdem passte er irgendwie nicht hier rein.

Jetzt bereute ich es, dass ich mich nicht zurechtgemacht hatte. Wenigstens etwas Mascara oder Lippenstift hätte ich auflegen sollen. Meine braunen Haare hatte ich lose hochgesteckt, die meisten von ihnen hingen aber schon wieder unordentlich aus dem Knoten raus. Ich hatte es nicht für nötig gehalten, aber jetzt war ich da anderer Meinung.

»Ist ja auch deine!«

»Nicht mehr. Ich habe sie dir geschenkt.«

»Willst du sie echt nicht zurückhaben?«

Er zuckte bloß gleichgültig mit den Schultern. »Es schien mir, als könntest du sie besser brauchen. Bist du etwa deshalb hier? Wegen der Jacke?«

Jetzt war ich es, die mit den Schultern zuckte. Auf einmal kam ich mir blöd vor, wegen einer Jacke einem Typen hinterherzurennen. Dazu noch einem, den ich überhaupt nicht leiden konnte.

»Willst du sie nun wiederhaben oder nicht?« Ich wurde langsam ungeduldig. Schließlich war ich nur hergekommen, um Cayden die Jacke zurückzugeben.

»Warum so eilig? Hast du noch etwas vor?«

Wenn er sie nicht mehr zurückhaben wollte, dann war ich hier fehl am Platz. Ich drehte mich um und wollte gehen, nachdem ich genug Zeit vergeudet hatte.

»Hey, warte!« Ich blieb stehen, ohne mich umzudrehen und zögerte.

»Ich hab einen Vorschlag. Wir spielen eine Runde Billard um die Jacke.« Langsam wandte ich mich ihm wieder zu. »Gewinnst du, kannst du sie behalten. Gewinne ich, bekomme ich sie wieder!«, schlug er vor und nahm einen Schluck aus der Bierflasche.

Ich blickte unsicher in Richtung der Billardtische.

»Na komm schon, was hast du zu verlieren?« Er zog seine Augenbrauen hoch und grinste mich mit einem schiefen Lächeln an, das auf seiner Wange Grübchen erscheinen ließ.

Da die Wäsche auch noch einen Tag Zeit hatte und ich nun schon mal hier war, willigte ich ein und folgte ihm zu dem freien Tisch, der uns am nächsten war, zog die Jacke aus und hängte sie über den Queueständer, aus dem ich mir einen auswählte. Ein paar Mitglieder der Clique standen trinkend und sich unterhaltend an Bartischen um uns herum und musterten mich argwöhnisch. Ich hatte nie verstanden, warum meine Schwester sich mit ihnen abgab. Sie waren ganz anders als sie. Melanie hatte immer super Schulnoten, war pünktlich und trieb sich nie nachts in irgendwelchen Bars herum. Zumindest nicht, bis sie Camden und die Clique kennengelernt hatte.

Ich versuchte, ihre Blicke zu ignorieren, und rieb stattdessen die Stockspitze mit blauer Kreide ein, während Cayden die Kugeln zurechtlegte und das Hilfsdreieck mit ihnen füllte. Die mittlere von ihnen, die schwarze Acht, drehte er an, bevor er den Rahmen wegnahm.

»Nach dir!«

Er überließ mir den Vortritt. Ich visierte die Billardkugeln an und stieß die weiße Kugel in ihre Mitte, sodass sie auseinanderstoben. Eine blaue Volle versenkte ich dabei in einer Ecke und war zufrieden mit meinem Stoß. Ein kurzer Seitenblick auf Cayden verriet mir, dass er überrascht war.

»Glückstreffer, würde ich sagen«, erklärte ich sachlich, wobei ich innerlich schmunzeln musste, und suchte mir die nächste Möglichkeit, eine weitere Kugel zu versenken. »Dann ich die Vollen, du die Halben!«

»So soll es sein!«, stimmte er zu.

Ich visierte eine Kugel an, doch sie verfehlte ganz knapp das Loch, so dass er nun an der Reihe war. Auf Anhieb versenkte er zwei halbe Kugeln, bevor ich wieder dran war. »Du wirkst viel erwachsener, seit … na ja, du weißt schon.«

Seit der Beerdigung. Meinte er das wirklich so? Denn ehrlich gesagt, hatte ich nicht darüber nachgedacht, was ich anhatte, als ich hier her kam, und so hatte ich eine alte Jeans an, mit Löchern an den Knien, die dort nicht extra von irgendwelchen armen indonesischen Arbeitern hinein geschnitten wurden und mein Mickey Mouse Shirt, das mich nicht gerade erwachsen aussehen ließ.

Ich lehnte mich vor, um meinen nächsten Stoß vorzubereiten, und sah ihn über den grünen Filz hinweg an. »Das letzte Jahr war nicht einfach für mich.« Ich stieß zu, versenkte die gelbe Volle in der mir gegenüberliegenden Ecke und ging um den Tisch herum.

Cayden stand an der Seite und beobachtete mich, während er auf seinem Queue lehnte. Immer wieder beugte ich mich runter auf Höhe des Tisches und wägte meinen nächsten Stoß ab. Schließlich stand ich vor ihm und hatte den perfekten Winkel gefunden. Anstatt ihn zu bitten, Platz zu machen, lehnte ich mich provokativ auf den Tisch, obwohl mir klar war, dass mein Po sich direkt vor seinem Schritt befand. Dann blickte ich über meine Schulter zurück. Cayden sah geschmeichelt, aber lächelnd weg. Keine Ahnung, was mich ritt. So etwas tat ich normalerweise nicht. Aber es machte mir Spaß, ihn zu reizen. Vielleicht war es die Atmosphäre der Bar, die mich dazu trieb.

»Ich würde an deiner Stelle jetzt einen Schritt zur Seite gehen.«

Er machte einen Schritt nach rechts und ich hatte wieder mehr Bewegungsfreiheit und konnte mit dem Queue ausholen. Mit dem Stoß versenkte ich eine weitere von meinen Kugeln.

»Du bist gut!«

»Ja, ich habe wohl einen Lauf!« Ich schmunzelte wissend, während er seinen Stoß vermasselte.

»Hey, Cayden!«

»Hey, Marko.« Einer seiner Freunde tauchte auf und die beiden begrüßten sich mit einem Handschlag. »Zockst du jetzt schon Mädchen beim Billard ab?«, fragte er lachend und warf mir kaugummikauend einen abcheckenden Blick zu.

»Das ist Mels kleine Schwester!«, erklärte Cayden nüchtern.

Das war ich also, ihre kleine Schwester. Deshalb war er so nett zu mir! Diesen Stempel würde ich wohl nie wieder loswerden. Das Lächeln aus Markos Gesicht mit den blauen Augen und den kurzen dunklen Haaren verschwand plötzlich, und wenn er eben noch mit mir geflirtet haben sollte, war ich jetzt tabu für ihn, nachdem er wusste, wer ich war.

»Oh hey, tut mir leid. Ich dachte, du wärst eines von Caydens … ähm, Betthäschen.« Er wandte sich wieder an Cayden. »Ich geh mir mal ein Bier holen und schauen, was die anderen so treiben! Man sieht sich.«

Er hob eine Hand zum Abschied, ich nickte ihm zu und beobachtete, wie er sich zu den anderen Mitgliedern aus Camdens Clique gesellte. Mittlerweile saßen sie alle um ihn herum. Obwohl ich nicht hören konnte, was sie sagten, weil wir zu weit weg waren, so wusste ich doch, dass sie über mich sprachen, weil sie mir musternde Blicke zu warfen. Vor allem die Mädchen.

»Du darfst nicht alles glauben, was Marko erzählt. Im Grunde ist er ein ganz anständiger Kerl, wenn man ihn mal näher kennenlernt!« Cayden bekam von dem Getratsche nichts mit, sondern versuchte stattdessen, eine seiner Kugeln zu versenken, was ihm nicht gelang. Nur knapp verfehlte sie das Loch.

»Verdammt, ich habe heute einfach kein Glück!«

Damit war ich wieder an der Reihe. Mit einem letzten perfekten Stoß, bei dem ich die weiße Kugel über Bande spielte, bevor diese die schwarze in die Ecke stieß, gewann ich das Spiel. Ich sprang vor Freude über meinen Gewinn ein Stück jubelnd in die Höhe. Es war mir egal, was die anderen dachten. Sollten sie doch schauen.

Cayden legte seinen Queue auf den Tisch und kam applaudierend auf mich zu.

»Du hast schon mal Billard gespielt, oder?«

Er schien nicht sauer oder eingeschnappt zu sein, grinste nur amüsiert. Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen.

»Ist schon länger her. Früher habe ich mit meinem Vater jeden Samstagvormittag gespielt, während meine Mutter und ...«, ich musste stocken und die Freude in mir verstummte, »... Mel einkaufen waren.«

Toll, ich hatte die ganze Stimmung ruiniert, weil ich sie erwähnt hatte. Ich hatte Mel fast verdrängt und wer mir da gegenüberstand. Cayden sah bekümmert zu Boden, vermutlich war es ihm genauso gegangen.

»Kann ich dich auf irgendetwas einladen? Ein Bier oder eine Cola?«, fragte er schließlich.

»Ich nehme gerne ’ne Cola!«

»Hey, Cayden, Cam will mit dir sprechen!«, unterbrach uns Andi ernst, der von Camdens Tisch zu uns rüberkam und mich mit einem abschätzigen Blick musterte.

Cayden nickte und es kam mir vor, als wäre er genervt von der Störung. »Geh doch schon mal rüber zum Tresen und bestell dir eine Cola auf meinen Namen. Ich bin gleich wieder da.«

Ich beobachtete, wie er hinüber zu seinem Bruder ging, der seine Freundin und die anderen aus der Clique weggeschickt hatte, um allein mit Cayden zu sprechen. Plötzlich kam ich mir verloren vor. Ich nahm seine schwarze Lederjacke, die jetzt meine war, an mich und schlenderte hinüber zur Bar, wo ich mich auf einen Barhocker zwischen zwei Typen hievte, die ungefähr doppelt so alt und doppelt so schwer waren wie ich. Der Barkeeper war in ein Gespräch mit einer hübschen Brünetten verwickelt, die ihr Dekolleté weit auf den Tresen lehnte und ihm hübsche Augen machte. Das konnte dauern. Ich sah zu Cayden, der sich angeregt mit seinem Bruder unterhielt und überhaupt nicht glücklich über das Gesprächsthema zu sein schien. Die beiden schrien sich beinahe an. Cayden verließ seinen Bruder wütend und aufgebracht, doch als er sich neben mich stellte, ließ er sich nichts anmerken.

»Alles in Ordnung?«, fragte ich ihn trotzdem.

»Ja, es ist nur ... Familie ist manchmal schwierig.«

»So wahr!«, pflichtete ich ihm bei, wobei mir auffiel, dass ich nichts über seine Familie wusste, außer, dass er und Camden Brüder waren. Selbst beim Prozess hatte ich nie seine Eltern gesehen.

»Reden wir nicht mehr darüber. Wo ist deine Cola?«

Ich deutete nur in Richtung des Barkeepers, der sich noch immer im Gespräch befand und für die hübsche Frau wohl vergessen hatte, dass er hier arbeitete.

»Hey, Didi! Mach mir mal ’ne Coke und ein Bier!«, rief Cayden rüber und erweckte das Interesse des Barkeepers, der sofort zwei Flaschen über den Tresen gleiten ließ. Cayden fing sie ab und reichte mir die kleine Glasflasche Cola, die ich entgegennahm. Dabei streiften meine Finger seine und ich sah ihm kurz in seine tiefschwarzen Augen, die in dem diffusen Licht noch dunkler wirkten. »Wollen wir uns da drüben hinsetzen?«, fragte er.

Ich nickte nur und folgte ihm in eine der Nischenbänke. Ich rutschte über das rote Ledersofa, bis ich auf ihn traf.

Die Colaflasche war eiskalt, trotzdem hielt ich sie die ganze Zeit fest, nahm hin und wieder einen Schluck und knibbelte am Etikett der Flache herum. Cayden nahm einen Schluck Bier, blieb sonst aber stumm. Wäre das hier ein Date, dann wäre es das Schrecklichste, das ich jemals hatte. Aber es war keines. Nicht mal annähernd.

Was tat ich hier überhaupt? Eigentlich wollte ich Cayden nur seine Jacke zurückbringen. Er war bestimmt genervt von mir und überlegte, wie er mich absägen konnte. Allerdings waren sowohl das Billardspiel als auch die Cola seine Idee gewesen. Er hätte die Jacke auch einfach zurücknehmen und mich gehen lassen können. Aber das hatte er nicht.

Ich beobachtete die Menschen, die an unserem Tisch vorbei gingen. Aus dem Augenwinkel heraus sah ich, dass auch Cayden einen Schluck aus seiner Bierflasche nahm. Das hier war total peinlich. Sie hatten nichts gemeinsam und sich nichts zu sagen. Sobald sie ihre Cola ausgetrunken hatte, würde sie von hier verschwinden.

»Wie geht’s dir?«, fragte er irgendwann und durchbrach das Schweigen zwischen ihnen.

Ausgerechnet diese Frage! Ich hasste sie. Ich hatte sie tausend Mal gehört nach Mels Beerdigung. Und mich jedes Mal gefragt, ob derjenige wirklich eine ehrliche Antwort erwartete oder die Frage bloß aus Höflichkeit stellte. Wollte wirklich jemand hören, dass es einem schlecht ging? Dass man gerade einen geliebten Menschen verloren hatte, der aus seinem viel zu kurzen Leben gerissen wurde? Dass man kotzen könnte und am liebsten die Zeit zurückdrehen würde? Antwortete nicht sowieso jeder mit ›Danke. Mir geht’s gut‹? Auch wenn es nicht stimmte?

»Willst du das wirklich wissen, oder fragst du nur, weil du nicht weißt, was du sonst sagen sollst?«

»Ich würde nicht fragen, wenn ich es nicht wissen wollte«.

Seine Augen wichen meinem Blick nicht aus, stimmten mich milder und freundlicher. Ich schenkte ihm ein kleines Lächeln und überlegte, was ich ihm erzählen sollte.

»Um ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung, wie es mir geht. Ich habe das letzte Jahr so oft ›es geht mir gut‹ gesagt, um in Ruhe gelassen zu werden, dass ich es irgendwann selbst glaubte.«

Er senkte den Blick und schluckte. Vermutlich brannte ihm das schlechte Gewissen gerade ein Loch in seine Eingeweide. Keine Ahnung, ob er etwas anderes erwartet hatte. »Und wie geht es dir jetzt? In diesem Moment?«

Ich schmunzelte. »Gut, schließlich habe ich gegen dich gewonnen!«

Wir verfielen wieder in den Schweigemodus und ich beobachtete eine Perle Kondenswasser, die an der Colaflasche hinunterlief. Auf dem Tisch hatte sich bereits eine kleine Pfütze gebildet und würde einen hässlichen Kreis auf dem Holz hinterlassen. Einen Makel, der ihn für immer entstellen würde. Ich blickte zu Cayden und sah auf einmal nicht mehr den Cayden, der neben mir saß und mit dem ich mich amüsierte, sondern den Cayden, der meine Schwester auf dem Gewissen hatte. Ich bemerkte, dass ich vergessen hatte, wer da eigentlich neben mir saß. Mein Lächeln verschwand aus meinem Gesicht und ich starrte in seine dunklen Augen und verlor mich darin. Er blickte zu mir, aber ich konnte nicht erkennen, was er dachte. Wenn ich ihn sah, dann sah ich auch meine Schwester – und wie sie starb.

»Es tut mir leid, das hier war keine gute Idee.« Ich trank hastig den Rest meiner Cola aus. »Ich muss weg.«

Eilig stand ich auf und versuchte mich aus der Nische zu schälen, in der wir saßen. Ich rutschte panisch auf dem roten Ledersofa herum, bis der Tisch mich freigab.

»Warte, V! Hey, was ist denn los?«

Cayden stand ebenfalls auf und ich flüchtete vor ihm. Ich eilte so schnell ich konnte aus der Bar und versuchte, meine Tränen zurückzuhalten, die mich auf einmal übermannten. Er folgte mir ins Freie, wo ich mich hilflos im Dunklen umsah.

»Ich kann nicht hier sitzen und mit dir Cola trinken! Ich kann das einfach nicht.«

Ich sah mich um und überlegte, wie ich hier schnellstens wieder wegkam.

»Soll ich dich nach Hause fahren?« Noch während er es aussprach, erkannte er, dass es ein Fehler war, mich das zu fragen und seine Gesichtszüge entglitten, als er mein entsetztes Gesicht sah. Ich würde niemals zu ihm ins Auto steigen. Und das wusste er auch.

Ich war mit dem Bus gekommen und steuerte die Haltestelle an, die nur ein paar Meter entfernt lag. Ich studierte den Fahrplan. Sah auf meine Uhr und verglich den Plan nochmals. »Verdammt!« Der letzte Bus war bereits vor einer viertel Stunde gefahren. Keine Ahnung, wie ich jetzt nach Hause kommen sollte. Blieb wohl nur zu laufen. Ich knöpfte seine Lederjacke, die ich mir beim Rausrennen noch geschnappt hatte, bis unters Kinn zu, denn es war frisch geworden an diesem Juniabend und marschierte los.

Cayden war mir hinterhergelaufen. »V, warte!« Er hielt mich am Arm fest und ich blieb stehen, drehte mich aber nicht zu ihm herum »Komm schon, willst du wirklich laufen? Das sind mindestens drei Kilometer bis zu euch nach Hause. Lass mich dich fahren.«

Unter gar keinen Umständen würde ich zu ihm in den Wagen steigen. »Wir haben ja gesehen, wohin das für meine Schwester geführt hat!« Meine Stimme klang eisig. Er ließ mich los.

»Okay, Vorschlag: Wie wär’s, wenn du fährst?«

Er kramte etwas aus seiner Hosentasche und hielt mir den Autoschlüssel hin. Was sollte das denn jetzt? Ich hatte ihn gerade total vor den Kopf gestoßen und er hielt mir quasi ein Friedensangebot vor die Nase.

»Ich kann nicht fahren. Ich habe keinen Führerschein.«

Nach dem Unfalltod meiner Schwester war ich generell nicht gut auf Autos zu sprechen gewesen. Ich hatte mich schon in der Fahrschule angemeldet, aber als ich das erste Mal hinter dem Lenkrad gesessen hatte, bekam ich eine Panikattacke. Melanies Unfall hatte mich doch mehr aus der Bahn geworfen, als mir bewusst war. Ich hatte es noch ein paar Mal probiert, aber die Beziehung zwischen mir und den Metallbüchsen endete, bevor sie überhaupt begann. Eigentlich kam ich mit den Öffentlichen auch ganz gut zurecht. Nur manchmal wäre ein fahrbarer Untersatz schon recht praktisch gewesen. So wie jetzt.

»Und seit wann hast du deinen eigentlich wieder?«, fragte ich und konnte nicht glauben, dass man ihn, nachdem was er getan hatte, schon wieder auf die Straßen losgelassen hatte.

»Erst seit ein paar Tagen. Dann begleite ich dich nach Hause!«

»Das musst du wirklich nicht tun!«

»Ich werde dich nicht nachts alleine hier herumlaufen lassen! Außerdem habe ich Lust auf einen kleinen Nachtspaziergang!« Er sah mich zuversichtlich lächelnd an.

Widerwillig stimmte ich zu. Offensichtlich würde ich Cayden so schnell nicht loswerden.

When it rains von Paramore

Wir schlenderten los. Für Juni war es wirklich kühl und ich war froh, die Jacke zu haben.

»Warum hast du mir auf dem Spielplatz deine Jacke gegeben?«

»Du sahst aus, als könntest du sie gebrauchen!«

»Und jetzt siehst du aus, als könntest du sie gebrauchen.«

Er trug nur ein graues T-Shirt und auch wenn er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, verrieten ihn die kleinen Härchen an seinen Armen, die sich in der Kälte aufstellten.

»Machst du dir etwa Sorgen um mich?«

»Nein, Gott nein!«, widersprach ich gleich vehement. Ich machte mir keine Sorgen um ihn. Es war mir total egal, ob er fror!

»Ich dachte nur, dass du sie vielleicht brauchst.

---ENDE DER LESEPROBE---