immeer - Henriette Vásárhelyi - E-Book + Hörbuch

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Henriette Vásárhelyi

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Beschreibung

Der erste Roman von Henriette Vásárhelyi beginnt am Meer und endet am und im Meer. Dazwischen erzählt Eva von Jan, dem Geliebten, der tot ist, von Heiner und Jan und der Dreier-WG, von Monn, den sie kennenlernt, weil er Jans Handynummer übernommen hat. Und sie erzählt vom Schmerz, als Jan krank war und starb, und wie sie sich verschanzt in der Wohnung, die an früher erinnert. Eva spricht über ihren Verlust mit sich und mit den Fliegen, nicht aber mit den Menschen, die ihr helfen wollen. immeer wurde 2012 mit dem Studer/Ganz-Preis für das beste unveröffentlichte Prosadebüt ausgezeichnet – ein Text, der Räume öffnet, den Horizont erweitert, verstört und verunsichert, der zur Auseinandersetzung zwingt und gleichzeitig keine Identifikation bietet.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 149

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Henriette Vásárhelyi

immeer

Roman

DÖRLEMANN

Autorin und Verlag danken der Studer/Ganz-Stiftung sowie der Stadt Biel-Bienne und dem Amt für Kultur des Kantons Bern für die großzügige Unterstützung. In diesem Roman wird aus dem Liedtext Schwere See von Element of Crime und aus dem Liedtext Chaos meine Ruhe duvon Joachim Cotaru frei zitiert. eBook-Ausgabe 2013 Alle Rechte vorbehalten © 2013 Dörlemann Verlag AG, Zürich Umschlaggestaltung: Mike Bierwolf Umschlagbild: Dmitry Kulagin/Shutterstock.com Satz und eBook-Umsetzung: Dörlemann Satz, Lemförde ISBN 978-3-908778-32-5www.doerlemann.com

Für Ali

Nur Jans Schopf und seinen Nacken sehe ich, als ich die Straße hinter dem Parkplatz überquere und den Strandaufgang über die Dünen hinauflaufe, als ich an meine linke Ferse greife und einen Schuh abstreife und im Hüpfen den anderen. Während ich die Bänder zusammenknote und das Paar über meine Tasche hänge, bin ich von Jan nur noch einen Steinwurf entfernt, und da dreht er sich zu mir um und hebt schweigend eine Hand.

Ich fahre Jan durch seine Haare, ich sehe zum Himmel hinauf, der sich verdunkelt hat, erste dicke Tropfen treffen uns. Heiner kommt aus dem Wasser gelaufen und schreit, dass er Hunger hat. Er wälzt sich durch den Sand, Jan schaufelt ihn ein. Ich werfe mich über die beiden, drehe und wende mich, zerre an Jans Armen, an Heiners Beinen, an seinen Zehen. Heiner zieht an meinen Haaren, der Regen schlägt auf uns, wir ringen und lachen und ziehen und zerren. Jan greift nach einer leeren Colaflasche und zieht sie mir über den Schädel, als ich gerade Heiner zu fassen bekomme, der meine Tasche an sich drückt, aufspringen will, mit ihr fortlaufen. Wir fallen zusammen, wieder übereinander in den warmen, feuchten Sand. Aus Heiners Haaren tropft das Wasser auf mein Gesicht. Seine Haut durchfeuchtet mein Shirt. Heiner japst Hunger, Hunger! Ich ziehe meine Tasche an mich heran, schwer atmend unter der Last von Teilen der zwei Körper über mir. Ich bekomme eine Handvoll Schokoladenriegel zu fassen und reiche sie weiter. In verschiedene Himmelsrichtungen verstreut glotzen wir mit überstreckten Hälsen auf Düne, Strand, Ufer und Meer und kauen still. Am Horizont steigen Prilblumen aus dem Meer auf. Und als ich denke, ich will uns welche pflücken, da wache ich auf.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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