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"Ich mach das Herz mir weit und nehm` dich nun, ach, fremder Tod, in mein verletztes Leben. Ein Sternenstück von mir will ich dir geben, das soll in meinem himmelweiten Innern ruhn." Diese kleine Buch versammelt liebevoll ausgewählte, lyrische Gedichte über den Tod, die Trauer und den Mut weiterzugehen, in einem fremd gewordenen Leben.
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Seitenzahl: 24
Veröffentlichungsjahr: 2026
Inhalt
In meinem Innern
Abschied
Die Liebe
An manchen Tagen
Trotzdem
Eines Tages
Der Urgrund allen Seins
Berührungen
An einem Herbsttag
Im Wald
Engel
Verbunden
Mit dem Mond
Allein
Nebel
Novemberspaziergang
Traum von meinem Engel
An das Göttliche
Trauer an Wintertagen
Weihnachten
Im Dezember
Weihnachtsnacht
Raue Nacht
Wenn sich die Schleier heben
Zu neuen Ufern
Sternenkind
Der Schleier
Gedanken
An einem Nachmittag
Frühlingstag
Blüten
Am silbernen Faden
Sommertage
Gold
Blühen
Sommerengel
Wer wir sind
Mein versponnenes Herz
Ruhetag
Lauschen
Besuch
Stille
Sommernacht
Alles
Wer bist du
Leicht sinnig
Wortlos
Frieden
Ich bin
Zitronenfalter
Ich mach die Arme auf, was bleibt mir mehr,
als, was genommen wurde, hinzugeben,
was mir verloren ging, aus unser beider Leben,
an eine neue Küste und ein Meer.
Ich schließ die Augen dann und denke still,
dass auch dein Leben mir durch meine Finger rann,
dass ich nichts halten konnte und niemand gewann
und dass ein andres Leben mir beginnen will.
Ich mach das Herz mir weit und nehm dich nun,
ach, fremder Tod, in mein verletztes Leben.
Ein Sternenstück von mir will ich dir geben,
das soll in meinem himmelweiten Innern ruhn.
Schau, wie leicht der Staub des Lebens
schimmernd zu den Sternen steigt.
Sterbend hoffte ich vergebens
auf ein Wunder, das mir bleibt.
Und es trug mich, denn ich sank
körperlos in Licht und Sternen,
trug mich fort und ich ertrank
still in himmelweiten Fernen.
Und in tausend Kreisen schwebe
ich durch absichtslose Zeit.
War mein Tod nicht, denn ich lebe
und mein Herz wird mir so weit.
Lieben werd ich dich und sehen.
Jetzt, da ich dein Engel bin,
streife ich mit zartem Wehen
deiner Trauer tiefsten Sinn.
Der Boden, der zu meinen Füßen mir zerfiel,
von dem ich glitt in seltsam fremde Hände.
Der Boden, auf dem schwankend, ohne Ziel
mein Herz noch schlug, vor seinem herzensschweren Ende.
Der Abgrund, über dem ich sanft die Flügel spannte,
ergeben über deinem frühen Grab.
Die blaue Nacht, die zögernd in mich sandte,
was längst in einer goldnen Kammer lag.
Es fand die Liebe mich, auf schmerzlich schweren Wegen,
gleich einer Stille, auf die ich lauschend stieß.
Doch war das Schwerste gar des Lebens größter Segen,
der tröstend mich auf neuen Boden gleiten ließ?
Wenn einst ein Vogel seine Flügel rauschend hebt
und sich mein Herz verzehrt, nach seinem leuchtend' Ende,
wenn müde Brandung an die letzten Lebensfelsen schlägt,
dann gleite ich zurück in Gottes Hände.
An manchen Tagen lass ich Dich nicht los,
ich halte Dich, dass ich dich nicht verlier.
An manchen Tagen bin ich nackt und bloß
und kalt und klein und nicht mehr hier.
An manchen Tagen tröstet nichts von Dem,
was ich gelernt in all den kühnen Jahren.
An manchen Tagen will ich es nicht sehen
wer wir jetzt sind. Auch nicht, wer wir uns waren.
An manchen Tagen bin ich schwer von Last
