In meinem Innern - Jacqueline Conrad-Morgenstern - E-Book

In meinem Innern E-Book

Jacqueline Conrad-Morgenstern

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Beschreibung

"Ich mach das Herz mir weit und nehm` dich nun, ach, fremder Tod, in mein verletztes Leben. Ein Sternenstück von mir will ich dir geben, das soll in meinem himmelweiten Innern ruhn." Diese kleine Buch versammelt liebevoll ausgewählte, lyrische Gedichte über den Tod, die Trauer und den Mut weiterzugehen, in einem fremd gewordenen Leben.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 24

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Inhalt

In meinem Innern

Abschied

Die Liebe

An manchen Tagen

Trotzdem

Eines Tages

Der Urgrund allen Seins

Berührungen

An einem Herbsttag

Im Wald

Engel

Verbunden

Mit dem Mond

Allein

Nebel

Novemberspaziergang

Traum von meinem Engel

An das Göttliche

Trauer an Wintertagen

Weihnachten

Im Dezember

Weihnachtsnacht

Raue Nacht

Wenn sich die Schleier heben

Zu neuen Ufern

Sternenkind

Der Schleier

Gedanken

An einem Nachmittag

Frühlingstag

Blüten

Am silbernen Faden

Sommertage

Gold

Blühen

Sommerengel

Wer wir sind

Mein versponnenes Herz

Ruhetag

Lauschen

Besuch

Stille

Sommernacht

Alles

Wer bist du

Leicht sinnig

Wortlos

Frieden

Ich bin

Zitronenfalter

In meinem Innern

Ich mach die Arme auf, was bleibt mir mehr,

als, was genommen wurde, hinzugeben,

was mir verloren ging, aus unser beider Leben,

an eine neue Küste und ein Meer.

Ich schließ die Augen dann und denke still,

dass auch dein Leben mir durch meine Finger rann,

dass ich nichts halten konnte und niemand gewann

und dass ein andres Leben mir beginnen will.

Ich mach das Herz mir weit und nehm dich nun,

ach, fremder Tod, in mein verletztes Leben.

Ein Sternenstück von mir will ich dir geben,

das soll in meinem himmelweiten Innern ruhn.

Abschied

Schau, wie leicht der Staub des Lebens

schimmernd zu den Sternen steigt.

Sterbend hoffte ich vergebens

auf ein Wunder, das mir bleibt.

Und es trug mich, denn ich sank

körperlos in Licht und Sternen,

trug mich fort und ich ertrank

still in himmelweiten Fernen.

Und in tausend Kreisen schwebe

ich durch absichtslose Zeit.

War mein Tod nicht, denn ich lebe

und mein Herz wird mir so weit.

Lieben werd ich dich und sehen.

Jetzt, da ich dein Engel bin,

streife ich mit zartem Wehen

deiner Trauer tiefsten Sinn.

Die Liebe

Der Boden, der zu meinen Füßen mir zerfiel,

von dem ich glitt in seltsam fremde Hände.

Der Boden, auf dem schwankend, ohne Ziel

mein Herz noch schlug, vor seinem herzensschweren Ende.

Der Abgrund, über dem ich sanft die Flügel spannte,

ergeben über deinem frühen Grab.

Die blaue Nacht, die zögernd in mich sandte,

was längst in einer goldnen Kammer lag.

Es fand die Liebe mich, auf schmerzlich schweren Wegen,

gleich einer Stille, auf die ich lauschend stieß.

Doch war das Schwerste gar des Lebens größter Segen,

der tröstend mich auf neuen Boden gleiten ließ?

Wenn einst ein Vogel seine Flügel rauschend hebt

und sich mein Herz verzehrt, nach seinem leuchtend' Ende,

wenn müde Brandung an die letzten Lebensfelsen schlägt,

dann gleite ich zurück in Gottes Hände.

An manchen Tagen

An manchen Tagen lass ich Dich nicht los,

ich halte Dich, dass ich dich nicht verlier.

An manchen Tagen bin ich nackt und bloß

und kalt und klein und nicht mehr hier.

An manchen Tagen tröstet nichts von Dem,

was ich gelernt in all den kühnen Jahren.

An manchen Tagen will ich es nicht sehen

wer wir jetzt sind. Auch nicht, wer wir uns waren.

An manchen Tagen bin ich schwer von Last