Inländer raus - Michael Born - E-Book

Inländer raus E-Book

Michael Born

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Beschreibung

Jannis Michalis Born, alias Michael Born, beschreibt in seinem neuen Buch Inländer raus, in gewohnt bissiger Weise, das vollkommen neurotische Leben deutscher und anderer Mitteleuropäer in einem kleinen Dorf im Süden Griechenlands. Leider keine Satire. Die Namen der Personen wurden natürlich geändert. Wer sich wieder erkennt ist selbst daran schuld. Die im Buch beschriebenen Vorkommnisse haben sich tatsächlich so zugetragen. Schlimm genug. Das Lachen bleibt einem oft im Halse stecken. Hier bekommt der Begriff "Wirtschafts Flüchtling" eine ganz neue Bedeutung. Da werden Landgeschäfte gemacht, auf Kosten armer, griechischer Bauern, man terrorisiert sich gegenseitig. Die meisten dieser reichen Inländer verachten die arme Landbevölkerung. Fehlt nur noch, dass sie fordern, den Orten Deutsche Namen zu geben. Der Autor zieht daraus zwei Schlüsse. Wenn der Ausverkauf so weitergeht, werden die Griechen zu Palästinensern im eigenen Land und als Seemann kommt er zu dem Ergebnis: Zäunt die Siedlungsgebiete der Inländer einfach ein. Die größte geschlossene Psychiatrie der Welt Gott behüte uns vor Sturm und Wind, Deutschen und Österreichern, die im Ausland sind

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Seitenzahl: 174

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Nordeuropäische Wirtschaftsflüchtlinge terrorisieren sich selbst und Griechenland

Über das Buch

Jannis Michalis Born, alias Michael Born, beschreibt in seinem neuen Buch Inländer raus, in gewohnt bissiger Weise, das vollkommen neurotische Leben deutscher und anderer Mitteleuropäer in einem kleinen Dorf im Süden Griechenlands. Leider keine Satire. Die Namen der Personen wurden natürlich geändert. Wer sich wieder erkennt ist selbst daran schuld. Die im Buch beschriebenen  Vorkommnisse haben sich tatsächlich so zugetragen. Schlimm genug. Das Lachen bleibt einem oft im Halse stecken.

Hier bekommt der Begriff „Wirtschafts Flüchtling“ eine ganz neue Bedeutung. Da werden Landgeschäfte gemacht, auf Kosten armer, griechischer Bauern, man terrorisiert sich gegenseitig. Die meisten dieser reichen Inländer verachten die arme Landbevölkerung.

Fehlt nur noch, dass sie fordern, den Orten Deutsche Namen zu geben. Der Autor zieht daraus zwei Schlüsse. Wenn der Ausverkauf so weitergeht, werden die Griechen zu Palästinensern im eigenen Land und als Seemann kommt er zu dem Ergebnis: Zäunt die Siedlungsgebiete der Inländer einfach ein. Die größte geschlossene Psychiatrie der Welt

Gott behüte uns vor Sturm und Wind, Deutschen und Österreichern, die im Ausland sind 

Über den Autor

Michael Born, Jahrgang 1958, wurde in Lahnstein (dem letzten Kaff am Mittelrhein so der Autor) geboren. Seit Generationen mütterlicher seits das erste eheliche Kind in der Familie. Nach dem frühen Tod seines Vaters kämpfte er auf verschiedenen Internaten gegen das Establishment an. Der Erfolg stellte sich aber erst 25 Jahre später ein.

Er begann nach dem Abitur eine Ausbildung zum Kapitän bei der Handels Seefahrt.

Sein Studium finanzierte er als Straßenmusiker (Radleier und Dudelsack).

Nach Abschluss der Ausbildung fuhr er als Offizier über die Meere, musste heiraten und die Seefahrt aufgeben. Durch Zufall landete er auf der Flucht vor der Familie im Libanon.

Da er, abgesehen von 24 Geiseln, zu dieser Zeit der einzige westliche Ausländer dort war, beschlossen er und sein libanesischer Freund Abdullah Hatoum ihre Brötchen als Journalisten zu verdienen. Mit großem Erfolg. Sie hatten dort ein Monopol. Born  konvertierte zum schiitischen Islam und lebte in Westbeirut unter iranischem Schutz.

Unter anderem arbeitete er für die BBC, das ZDF, den ORF und viele andere Sender. Nach dem Libanon Krieg ging er in den Irak-Iran Krieg und filmte auf iranischer Seite die Giftgas Angriffe der Iraker auf die kurdische Stadt Halebjar. Seine Bilder gingen um die Welt. Mehr als 10 Jahre war er danach in allen Kriegsgebieten der Welt unterwegs.

1995 löste er den größten Skandal der Fernsehgeschichte aus. Er hatte Szenen in Dokumentationen nachgestellt und wurde vor Gericht gestellt. Hauptopfer Stern TV Laut eigener Aussage habe er von dem bekannten Moderator und Chefredakteur Günther Jauch den Auftrag dazu erhalten. Beweisen konnte er es nicht. Kaum ein Sender war nicht betroffen, weltweit. Er erhielt vier Jahre Gefängnis, wurde aber schon nach zwei Jahren wieder entlassen (Man wollte ihn schnell loswerden). Er lebt seitdem in Griechenland und macht, was er immer machte. Er dreht Filme, schreibt Drehbücher und  gibt sich dem üblichen Schlendrian hemmungslos hin.

Literaturhinweise:

Wer einmal fälscht          Kiepenheuer und Witsch

X für U Bilder die lügen   Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutsch

Inländer raus

Griechische Geschichte (n)

Von Janis Michalis Born

Inhaltsangabe:

Der Exodus

Der Letzte erbt alles

Viennagrad: Die Nordfront

Viagra, ponjemaisch: Du verstähän

Viennagrad: Die West- Nordwest- zu Westfront

Der Gockelkrieg

Der Kandidat hat 0 Punkte

Zwei Inländer im Ausland

Alles Judd, oder was?

Zapata

Werner Rustikal

Es ist Wurst, was aus uns wird

Melitta Maritta

Ricola

Piep, Piep, Piep: Robert Paluschke

Hochzeitstherapie

Der Wohnmobiltester: “Gibst du mir 200, moch ich alles firr dich”

Mami tin porta (Mami steht vor der Türe)

Roschdi: Von Einwanderern, Inländern, Auswanderern und Vertriebenen

Piraten des Mittelmeeres: Goldfieber in Finikounda

Kalk mit Rotwein

Warum der Mensch an Apfelbäumen sterben kann

Odins dritte Kolonne: Suffragetten  Alarm

Micha, genannt  Abu al Hareb

Der lebende Weinfuder

Der Exodus

Und es geschah im hohen Norden Europas, dort wo die Winter kalt und die Sommer kurz sind, dort, wo man bei sternenklarer Nacht die alten Götter noch über Polarlichter nach Asgard, ihrer himmlischen Wohnstatt, wandeln sehen konnte, wo Trolle, Wolpertinger und Gartenzwerge nebst Rotkäppchen und dem bösen Finanzamt noch immer ihr Unwesen treiben. Odin, der Mächtigste und Herrscher über die germanischen Götter hatte sein Reich unter Kontrolle. Alle Götter, ja selbst der mächtige Thor kuschten vor dem Alten. Für den Menschen schienen all die Götter allmächtig zu sein, ähnlich wie heute Politiker und M. Die Menschen brachten den Göttern Opfer dar, aber die Götter mussten ihrem Chef Odin einiges davon abdrücken. Der musste schließlich auch von irgendwas leben. Er behauptete zwar, alle Mittel würden für die Instandhaltung Asgards ausgegeben, aber so mancher Gott zweifelte daran und einige von ihnen hatten sich heimlich einen guten Batzen beiseite geschafft. Quasi als Notopfer. Aber Odin war auf der Hut. Wenn er einen erwischte, war der seine Schwarzopfer los und bekam richtig was auf die Mütze. Eigentlich alles wie im richtigen Leben im heutigen Germanien. Aber es brodelte unter den Göttern. Den Aufstand aber wagten sie nicht und der Versuch eine Gewerkschaft der Opferzahlenden zu gründen brachte auch nicht viel. Doch dann geschah es, dass Odin nach 60 Jahren zum ersten mal wieder die Hauptstadt der germanischen Götter verlassen musste. Er hatte dringende Angelegenheiten in eigener Sache in Walhalla zu erledigen, dem Ort, wo die im Kampf gefallenen germanischen Krieger hausten. Er wollte ihnen die Ehre erweisen. Opfer waren von ihnen zwar keine mehr zu erwarten, aber man musste sie irgendwie bei der Stange halten. Auch Odin wusste nicht alles, und wer konnte schon sagen, ob man sie nicht noch einmal gebrauchen könnte. Auf die Germanen war doch immer Verlass dachte er bei sich. 60 Jahre hatte er die Hoffnung auf Neuzugänge in Walhalla jedes Jahr vor sich hergeschoben. Aber dann kam in Germanien jemand auf die Idee, mangels Krieg in der Region, Kämpfer an den Arsch der Welt zu schicken.  Die Reise nach Walhalla hätte er mal lieber nicht gemacht.

Zur gleichen Zeit rauften sich die Götter in Asgard zusammen. Einen Aufstand konnten sie nicht riskieren, aber abhauen konnten sie. Freyja, eine von ihnen hatte gerüchteweise gehört, dass es ganz weit im Süden, in Hellas alles anders war. Dort war es sonnig und warm, die Götter lebten auf einem Berg namens Olympos, soffen und frönten der Liebe ungehemmt und hemmungslos. Mischten sich auch schon mal mit den Erdenmenschen und Krieg ging ihnen allmählich auch auf den Geist. Der Chef, ein gewisser Zeus herrschte zwar ähnlich wie der eigene Alte, aber die ganze Sache ging eher fröhlich ab. Opferabgaben gab es keine, weil das Leben der Götter auch auf die Menschen abgefärbt hatte. Die brachten den Göttern keine Opfer mehr dar, und ohne Opfer auch keine Opferabgaben. Ein Paradies also für die germanischen Götter. Sie nutzten die Abwesenheit des Alten aus, packten ihre Schwarzopfer zusammen und hauten ab Richtung Hellas. Unterwegs schlossen sich ihnen noch ein paar keltische Götter aus dem Raume Wien an sowie ein slawischer Gott, der irgendwie dazwischen geraten war.

Die griechischen Götter waren gar nicht so überrascht, die germanischen Kollegen zu sehen. Zeus, der Chef, hatten schon länger mit ihnen und dem Cashflow gerechnet. In ihrer Intriganz überflügelten die griechischen Götter die germanischen um einiges. Die Germanengötter und die keltischen sowie der eine slawische baten bei Zeus um Asyl. Großzügig wurde das gewährt. Wie Brüder wurden sie behandelt. Es gab aber ein Problem. Für alle, war der Olymp zu klein, und die Nordischen wollten Meerblick. Man war ja nicht umsonst aus der Kälte abgehauen. Zeus erklärte ihnen, wie der Laden läuft und bot ihnen den schönsten Flecken von Hellas als Domizil an. An der südwestlichsten Spitze von Hellas, dort, wo immer die Sonne scheint, wo der Wein in Strömen fließt und sich die Götter in wohl gefallen auf ewig niederlassen könnten. Zeus kicherte in sich hinein. Er hatte den Nordischen verschwiegen, dass die menschlichen Bewohner jener Gegend ziemlich eigenartig sind, und kein normal griechischer Gott Lust hatte dort zu leben. Sie müssten halt nur einen kleinen Obolus für das Land zahlen. Umsonst gibts nicht, meinte Zeus, aber einen Freundschaftspreis unter Göttern sei drin. Die Nordischen hatten keinen blassen Schimmer  von solchen Geschäften und wurden prompt von Zeus über den Tisch gezogen. Mit einem Teil der Schwarzopfer der Nordischen Götter war auf dem Olympos Halli Galli für die nächsten Jahrzehnte gesichert, und Die waren glücklich, dass sie ihren neuen Wohnsitz zum Schnäppchen-opfer bekommen hatten. Alle Götter, von denen diese Lektüre handelt leben bis heute an jenem Ort und treiben dort ihr Unwesen mit den Menschen. Wenn ihr Normalsterblichen auf unseren Spuren wandeln wollt, dann kommt doch einfach zu uns. Ihr werdet uns sicher finden. Ein Blick auf die Preislisten langt. Das meinte Zeus mit eigenartig. Was noch zu erwähnen wäre. Alle in der Lektüre genannten Götter und ihre Abenteuer und Geschichten sind authentisch und nicht fiktiv.

Und nicht vergessen, Kreditkarte aufstocken oder direkt cash mitbringen

Der letzte erbt alles

So manch Skurriles läuft einem als Auswanderer so über den Weg.

Heute möchte ich euch von meiner Begegnung und Freundschaft mit Micha erzählen. Manischer Schrottsammler, dem das Schicksal ne Menge Knete zu geschaufelt hat.

Böse Zungen behaupten, es wäre durchaus nicht ganz alleine Fortuna gewesen, die ihm dies bescherte, sondern er hätte durchaus seine Hände, die Klosettdeckeln gleichen, fördernd mit im Spiel gehabt. Wer weiß.

Beginnen wir ganz am Anfang.

Es war einmal ein Hamburger Frührentner, und man soll es kaum glauben, auch als Frührentner kann man Reichtümer horten. Hier ein Schwarzkonto in der Schweiz, dort ein Haus in Griechenland und nur der Allmächtige, auf den ich später noch zurückkomme, weiß was sonst noch.

Nein, ich rede hier nicht von Micha, der zwar auch Frührentner ist, aber mit der Grundsteinlegung seines Vermögens erst einmal nichts zu tun hatte.

Wir sprechen von einer Zeit, als er noch zur See fuhr und später als Hausmeister die Knechtschaft der lohnabhängigen Arbeit schmerzlich erfahren musste. Und das als direkter Nachkomme eines SS Mannes, Pardon Waffen SS, war dieses Dasein geradezu beschämend. Ich will nicht vorgreifen.

Kehren wir Micha wieder den Rücken zu und widmen uns der Geschichte. Heinz, Heinz war der Name des Grals, aus dem geschöpft, man könnte auch sagen geschröpft werden sollte. Nur davon wusste Heinz zu diesem Zeitpunkt noch nichts. So kann man es auch nicht ausdrücken. Er sollte, das Schicksal wollte es so, nie erfahren, dass das letzte Hemd keine Taschen hat.

 Unser Heinz, der im Übrigen als recht unangenehmer Mensch galt, geizig und eigensinnig, fand tatsächlich eine Frau, die dumm genug war, einen Ehevertrag zu unterschreiben, der ihr bei Scheidung nur das ließ, was sie am Leibe trug. Nun begab es sich, dass Heinz das Interesse an seiner kinderlosen Ehe verlor, und von seinem Haus in Finikounda, Griechenland aus seinen Rückzug aus der ehelichen Gemeinschaft akribisch plante. Hier stellte sich letztlich heraus, dass alte Flinten manchmal noch zu gut schießen. Er wandte sich nun einer willigen, jungen Österreicherin zu, die ihrerseits nicht nur ihn an der Leine hielt. Eigentlich stand sie denn gar nicht auf ältere Herren, sondern auf junge albanische Reiter.

Als Heinz denn beschloss seine Knete endgültig den Händen seiner Ehefrau zu entziehen, räumte er seine Konten in der Schweiz ab. Das kann man durchaus verstehen, denn er erkannte, das letzte wirklich sichere Steuerparadies auf diesem Globus heißt Griechenland.

Mit Bargeld ausgerüstet, in Vorfreude auf sein ostmärkisches Gespuserl, betrat er wieder griechische Erde, die für immer seine Heimstatt werden sollte. In dieser Erde wollte er einst ruhen. Mit der Ruhe, selbst im letzten Hemd, sollte es auch nichts werden. Da sieht man mal, so kann es gehen.

Wie seine dritte Nacht und sein Schicksal sich vollzog liegt bis heute im Dunkeln. Fest steht, dass er von drei jungen albanischen Hengsten erschlagen wurde, die von seinem Gespuserl eingelassen wurden, die dafür nie belangt wurde. Dumm nur für unsere Raubritter, das Geld fanden sie nicht.

Er wurde begraben, und verdarb.

Jetzt könnte sich das Schicksal erfüllen, und ihn seine ewige Ruhe in griechischer Erde finden lassen. Wir machen einen Sprung von Griechenland ins norddeutsche Flachland und seine Weltstadt Hamburg.

Schier wahnsinnig vor Gram um den Tod ihres geliebten Mannes, gab sich Barbara, seine Frau, ihrem Leid vollständig hin. Da beide noch nicht geschieden waren, hatte sie auch noch die Last der gesamten Erbschaft zu tragen, der Ehevertrag wurde damit hinfällig und sie kapitulierte vor dem großen Teufel Alkohol, gab sich ihm hemmungslos hin. Und, landete im Trockendock, jener berühmten Einrichtung der Hamburger Psychiatrie Ochsenzoll.

Sollte hier der Grundstein gelegt werden sowohl für Michas Vermögen als auch für die Erfüllung Barbaras Sehnsucht, geliebt zu werden ?

Diese Frage kann man nicht ganz trocken beantworten. Micha, der geborene Maniker, die Sternstunde eines jeden Psychologen, bedacht endlich der Lohnabhängigkeit zu entfliehen, auf dem Endspurt zur Frührente ebenfalls im Ochsenzoll polizeilich gemeldet und Barbara kamen sich bei einem Drink näher und nahmen sich vor eine gemeinsame Zukunft auf der Basis der karibischen Rumindustrie auf zubauen.

Die Wege des Herren sind unergründlich. Nach drei Jahren in Saus und Braus begab sich Barbara in die Hände desselben. Nach einem letzten Drink machte ihre Leber schlapp. Vorher allerdings, möglicherweise auch in gewisser Vorahnung, schließlich hatte Michi schon immer mehr vertragen als sie, übertrug sie ihm ihr, bzw. Heinzchens komplettes Vermögen, in Vorschuss.

Hier könnte die Geschichte eigentlich enden. Tut sie aber nicht. Der unerwartete Geldsegen blieb nicht ohne Folgen.

Vom unerwarteten Geldsegen angespornt kaufte Michi erst einmal einen Bauernhof in der Wilstermarsch.

Würde er jetzt gar zum Agronomen werden?

Aber nein, um, den kennen wir ja schon, Gottes willen, dreimal nein. Er kaufte ihn wegen der schönen Scheunen. Ein idealer Platz, um kurzfristig so um die zwanzig Autos und vor allem Schrott unterzustellen, was zu erheblichen Schwierigkeiten mit der örtlichen Obrigkeit führte und mittlerweile in der dritten Instanz ist.

Hinzu kamen letztlich noch ein paar Eigentumswohnungen und ein paar fette Konten, gut verteilt in europäischen Steuerparadiesen. Und nicht zu vergessen das besagte Haus in der Sonne und unter Palmen am Meer.

Und so lernte ich Micha kennen und lieben und seine beiden schwulen Kater nicht zu vergessen. Derweil liegt Heinz auf der Nekropole von Lachanada beerdigt mit exklusiven Blick auf sein Haus. Gott sei es gedankt, dass er es nicht mehr sehen kann. Dazu ist die Marmorplatte auf seiner Grabstätte zu dick, aber nicht mehr lange. Dazu später mehr.

Auf den ersten Blick war ich etwas verwirrt. Wie könnte ich Micha beschreiben?

Ich versuche es mal.

Sein Hauptthema Ausländer in Deutschland. In seinem Jargon alles Kanaken, Ostpreußen, Westpreußen und noch ein paar andere Teile von Polen gehören selbstverständlich, ist doch klar, heim ins Reich, zumal die Wehrmacht den Krieg gar nicht wirklich verloren hat. Das erinnerte mich sofort an meine Erzeugerin. Keine Entwicklungshilfe, die Bimbos sollen sich selbst gefälligst helfen, oder etwa nicht? Und die Juden vor allem, und alles Nichtarische sowieso. Aber ansonsten ist er wirklich ein lieber Kerl, mit durchaus krimineller Ader, die mir durchaus entgegenkommt.

Ich beschloss also Umerziehungsmaßnahmen einzuleiten. Wenn man abends in einem seiner Wohnzimmer zwischen all dem Müll einen Platz finden konnte, begannen die Stunden. Zunächst nutzte ich seinen Hass auf die Siegermächte.

Wir kamen darin überein, dass die doch eigentlich am Elend auf der ganzen Welt schuld seien. Franzosen, Belgier, Holländer, Engländer und ähnliches Geschmeiß.

Ob der Fluchtwelle aus Afrika nach Italien kam er von ganz alleine dann auf die Idee, die Itaker hätten es nicht anders verdient, schließlich hätten sie uns doch verraten.

Da waren wir doch schon mal nen Schritt weiter.

Der Feind meines Feindes ist mein Freund.

Von da an ging vieles von ganz alleine.  Mein Argument, dass die Itaker doch als Kolonialmacht in Somalia, Äthiopien und Eritrea den letzten Nagel beim Abzug geklaut hatten, was übrigens stimmt, brachte ihn zur Erkenntnis, dass die Spagatzos dafür auch zahlen müssten.

Wir würden ja schließlich auch an Israel zahlen.

Der nächste Schluss, die Franzosen und Engländer haben das doch genauso gemacht führten zu dem Ergebnis, dass der Angriff auf unsere Feinde, gemeint sind die aus dem letzten Angriffskrieg gegen Deutschland, 39 bis 45, gerechter Weise aus den Tiefen des afrikanischen Raumes erfolgen müssten.

Im Klartext, die Schwarzafrikaner, man höre gut hin, also nicht mehr die Bimbos, hätten alles Recht der Welt nun ihre Ausbeuter auszubeuten am besten als Asylanten über die Sozialhilfe, ja sei es unerhört, diese Leute in Lager zu sperren.

Im Laufe der Zeit gewann er so viele Erkenntnisse, dass ich aufpassen musste, dass er nicht ins trotzkistische Lager überlief.

Heute wählt er brav Die Linke, schwört auf Gadhafi und Khomeini und gäbe es die RAF noch, würde er die mit Spenden versorgen. Die PKK kriegt schon ihren Teil. Ein weites Thema und ich will euch nicht langweilen. Ach ja, die Marmorplatte vom Grab des edlen Vermögensspenders. Die ist jetzt fällig. Micha braucht die. Nach 5 Jahren darf man hier ein Grab ausräumen, die Knochen kommen dann ins Gebeinhaus. Micha hat Heinz nie persönlich kennengelernt. Seine nächste Frage war cool. Er fragte mich, ob ich noch wüsste, ob Heinz Goldzähne und Plomben hatte. Ich hätte es mir denken können, bei dem Goldpreis im Moment.....

Epilog

Micha hat eine neue Freundin

Im Ort wird gemunkelt bestimmt eine Witwe

Und ich habe mich in eine Italienerin verliebt

Viennagrad. Die Nordfront

Österreicher sind schon immer ausgewandert. Denken wir nur an die spanischen Habsburger. Was war das Ergebnis ?

Die Hälfte der neuen Welt frisst Würschtl. Blutwürschtl in Venezuela, meinetwegen Meerschweindlwürschtl in Bolivien, aber Würschtl. Ich glaube ja nicht an Legenden oder Verschwörungstheorien, bin aber felsenfest davon überzeugt, die Türken wurden im 16.Jhr. vor Wien nicht geschlagen, die sind freiwillig geflüchtet.

Vor den Wienern.

Hätten sie Wien erobert, die Weltgeschichte müsste neu geschrieben werden.

Spätestens als die Osmanen das erste Mal auf echte Wiener trafen musste ihnen bewusst werden, dass sie dieser Intriganz nichts entgegen zu setzen hatten.

Man stelle sich nur vor.

Eroberung gelungen, die Wiener unterwandern das osmanische Reich. Was wäre wohl das Ergebnis gewesen?

In Konstantinopel, ähhh Istanbul gäbe es heute Käsekrainer mit Kren anstatt Kebab und von Baklawa könnten die Türken nur träumen.

Stellt euch vor, Kaiserschmarren als osmanische Mehlspeis, Nockerln als Beilage zu Schaschlik, Serviettenknödel zu was weiß ich nicht was.

Vor 80 Jahren wanderte der letzte große österreichische Neurotiker nach Deutschland aus und blühende Landschaften hat der ja nun nicht gerade hinterlassen.

Und von solchen Leuten bin ich in Griechenland umzingelt. Ohne Fluchtmöglichkeit.

Damit wären wir auch schon bei meinem Nachbarn Alfons

Liebe Hartz IV Empfänger in Deutschland. Nehmt euch ein Beispiel an Alfons.

Von Beruf Toningenieur, hat er es tatsächlich geschafft, sich trotz einer Villa am Neusiedler See, einer 33 Fuß Jacht im Mittelmeer mit Nothilfe und einem Existenzgründungskredit, den er im hohen Alter von 53 erhielt, eine großzügige Villa mit Pool in feinster Lage in Finikounda zu bauen.

Neidlos muss ich eingestehen,

Alfons lebt sparsam, sehr sparsam und vor allem nationalbewusst. Vollkommen abgeschottet, eingezäunt und gesichert.

Es könnten ja Griechen zu Besuch kommen, die mag er nämlich nicht, Griechenland sowieso nicht. Nur den schönen Ausblick auf die Bucht.

Ja geh heerst, und da er griechische Lebensmittel auch nicht mag baute er seinen alten Wohnanhänger zur rollenden Tiefkühltruhe um mit der er zweimal pro Jahr nach Wien fährt, um sich mit dem Notwendigsten wie Mehl( nur Finies Feinstes) , Eier, Zucker, Käse, Wurst, Fleisch, Nudeln und tiefgekühltem Obst und Gemüse etc.. zu versorgen.

Da hat er dem griechischen Einzelhandel aber ein Schnippchen geschlagen.

List hat manchmal aber auch Tücke. 

So begab es sich, dass Alfons  sich vor 3 Jahren mit seinem wohl gefüllten Tafelspitz express auf dem Weg nach Griechenland befand.

Wie immer checkte er auf der Fähre Venedig Patras der Minoen Lines ein.

Da unser aller Alfons mal wieder, wie üblich, den Aufpreis für Camping on board sparen wollte (10.-€), der einen Stromanschluss beinhaltet, versteckte er sich listig im Wohnwagen. Normalerweise wartete er, bis die Fähre ablegte, flitzte raus, zapfte sich den Strom illegal und huschte dann nach oben in den wohligen Passagierbereich mit seinen Bars, Pools und Restaurants.

Diesmal jedoch hatte sich Alfons verrechnet.

Seit kurzem wurden alle Laderäume mit Ausnahme Camping on board nach dem Auslaufen versiegelt.

Er suchte verzweifelt nach einem Ausweg und Strom für seine rollende Tiefkühltruhe. Beides stellte sich als unerreichbar heraus.

Es blieb keine Wahl.

Frohen Mutes und im T-Shirt verbrachte Alfons inkognito 2 Tage in jenem Prunkstück ostmärkischer Isolierkunst. Seitdem weiß er eines sicher.

Sein Tafelspitz express hält bei der Isolierung locker 2 Tage bei einer Innentemperatur von – 10 Grad durch und Grippemedikamente aus Österreich hat er ja noch genug auf Lager

Viagra, ponjemaisch, du väerstähen

Verweilen wir noch einen Augenblick bei meinem Nachbarn Alfons zur Rechten.