ins dunkelblau - Günther Seidel - E-Book

ins dunkelblau E-Book

Günther Seidel

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Beschreibung

Ein ungewöhnlicher Querschnitt von Gedichten in denen man träumen und sich selbst wiederfinden kann Günther Seidel hat sich schon früh, damit beschäftigt seine Gefühle und Emotionen, schriftlich festzuhalten. Wieder einmal hat er alltägliche Beobachtungen harmonisch, aber auch listig, kritisch und ironisch zu Papier gebracht. Lustige Verse und Nachdenkliches verständlich und meist mit großer Schrift gut lesbar, dargestellt.

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Seitenzahl: 50

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Bestimmt hat Ihnen ein solches LeseBuch gefehlt! Querbeet durch alle Lebensgefühle werden Emotionen angekratzt. Bekanntes und Nachdenkliches sind hier leidenschaftlich in ihr Gleichgewicht gebracht.

Günther Seidel hat sich schon früh damit beschäftigt seine Gefühle in lyrischen Verschen zu verstecken.

Das Ergebnis ist wieder ein kleiner Gedichtband, der neben Freude auch Trost spenden kann.

Inhalt

Lieber Heinz

Meine Grenzen

Mir schwäb’sche Menschla

Ebay

Hetze am Morgen

Mittagsschlaf

Die Pointe

Ein graues Haar

Der Bridge-Elève

So wär ich gern

Im April

Dekaden-Altern

Gedanken mit 80

Geburtstagswünsche

Schenken

Der Geburtstagskorb

Kindergeburtstag

Der Frisör

Das Eheklischee

Du bist

Verloren

Zur Hochzeit

Die Musik in Dir

Jederzeit

Der Gast

Das Rentenproblem

Hoffnung

Konkurrenz

Ode an das Alter

D’r Schwob

D’r Stammtisch

Modernes Märchen

Heidanei

Klug

Das schwäb’sche Internet

Das Dichten

Wagnis

D’r Hond

Die Pflegekasse

Notfallpapier

Klüger?

Der Gockel

Das Gebiss

Gedankenflug

Das originelle Geschenk

Die Nachricht

Erwartung im Advent

Der Wunsch

Im Advent

Der Nikolaus

Morgengruß

Der schöne Ort

Trennung

Der Jahreswechsel

Grüße

Herbst

Verschneit

Der Winter kommt

Tettnanger Fastnacht

Nächstenliebe

Romantischer Antrag

Letzte Farben

Die Muschel

Lobe den Tanz

Seniorentanz

Ein lauer Sommerabend

Square-Dance Traum

Hitzewelle

Ein rechte Schwan

Der Sündenbock

Hundstage

Spät im Jahr

Gefrorener Kummer

Die Zwei

Wenn’s zwickt

Es geht immer weiter

An Dich

Begegnung

Älter werden

Abschied

Danke

Lieber Heinz

(an Heinz Lieber)

Der Lieber ist ein kluger Hund

spürt allem nach, bis auf den Grund.

Er moderiert ganz unermüdlich,

in Diskussionen meistens friedlich,

mit einem Hang zum Bodensee,

Bei SIGNATUR die gute Fee.

klug benutzend seine Sinne,

in dubio pro re(o)

ist’s für viele zum Gewinne.

Meine Grenzen

(nach Gedanken von Hermann Hesse)

Nur wer das Unmögliche versucht,

erfährt was möglich sein kann;

Nur wer seine Grenzen überschreitet

wird grenzenlos

und erreicht das Land der Phantasie!

Mir schwäb’sche Menschla

Dia Schwoba send scho b’sondere Leut’,

se werret erscht mit 40 g’scheit.

und kaa oiner gar a Liadle,

heißt es glei „Leck’ mi am Fiedle!“

Seela werred hier glei gessa,

und Kuttla, bloß it zum vergessa,

Maultascha g’melzt und mit ‘r Soß,

Nonnafürzle möglichscht groß,

A Recht’r putz des des älles weg,

hot der sei Herz am rechta Fleck.

Und sait a Link’r dann au nix -

G’nug gelobt isch jetz’, kruzifix.

S geit a Rückgrat, zom verbiaga

Ond a Lauer, zom drauf liaga.

S geit sogar an Berg, versetzt,

vom Glauba und die Liab’, dia it v’rletzt.

Wenn’s kritisch wird a Netz,

wenn’ oiner merkt, bisch halt an Fetz.

S geit Auga, dia glizared so froh,

des Geld versteckt: den sieht m’r au so.

Wer des begreift, des kasch mer glauba,

der isch koi Seckel - au koin Dauba.

Do gibts nix zom bruddla, nix zom klaga

Rei’ gmeckte hond halt nix zom saga.

Ebay

Ein Bieter hat heut’ inseriert,

ein MacBook, neu, für drei null acht.

das Bieten läuft fast wie geschmiert:

Der Preis, er steht, der Beutel lacht!

Ein Mensch entspannt sich, greift zur Maus,

und bietet mit, ganz ohne Wanken -

das Scheingebot von dem Herrn Kraus,

sprengt beinah’ alle Schranken.

Da muss g’rad in der SchlussSekunde,

noch ein bisschen drauf.

Halt, das war so nicht geplant -

ein echter Zufalls-Glücksverlauf.

Der Mensch nimmt jetzt den Zuschlag hin,

beginnt im Geiste zu kassieren.

Des Kaufen’s und des Bieten’s Sinn,

lässt schon die Nerven spüren.

Nun freut er sich auf den Gewinn!

Ein Hurra für sein Gespür!

Doch, da kommt ihm in den Sinn -

Wer zahlt denn die Verkaufsgebühr?

Da ist ein Haken irgendwo - bei ebay wird auch abgesahnt!

verlockend ist das Risiko und nichts, wie’s lief, war so geplant!

Hetze am Morgen

Bist Du morgens oft in Eile,

halt’ inne, eine kleine Weile.

Was muß ich tun und darf ich lassen?

Wärmen kalte Kaffeetassen.

Geschirr zu räumen hin und her,

waschen, schminken, Kleider fassen,

und vieles liegt noch kreuz und quer.

Auf dem Vesper - großer Schreck -

Leberwurst vergessen

und der AutoSchlüssel weg,

o Gott, die letzte Mahnung hat gesessen!

Jetzt setz‘ Dich einfach hin und träume,

wie am Strand die Wellen-Schäume

spülen Staub und Hektik weg.

Heiß rinnt der Kaffee durch die Kehle,

langsam friedlich wird die Seele.

Die auf Dich warten, sind noch weit -

jetzt bist Du wach - und hast noch Zeit!

Der Mittagsschlaf

Ein Opa, lecker hat gespeist

und ist zufrieden; - Zwölf Uhr Acht;

In schlauen Büchern heißt’s dann meist:

Wohl dem, der auch ein Schläfchen macht!

Lehnt sich zurück und schließt die Augen,

läßt die Gedanken langsam kreisen,

es kommen Bilder, die ihm taugen

und die auf grüne Birken weisen.

Dort hüpft, als Schaf, die früher Angetraute,

von Ast zu Ast und winkt ihm - ungelogen!

Zur ehemals Geliebten, zupfend eine Laute,

fühlt er sich liebend hingezogen.

Er greift nach ihr, erwischt ihr Beinrutscht

ab, wacht auf, vom lauten Klirrr….

Er saß am Tisch, nun fällt der Wein

und leider auch das Rest-Geschirr.

Ganz wach, begreift er im Getöse:

auch im Schlaf, ist’s leichter fliegen,

egal ob Schaf, ob gut, ob böse,

wenn beide sanft bei Morpheus liegen!

Die Pointe

Ein Mensch, der viel zu sanft im Wesen,

hat geschrieben - kurz vor Acht:

„Vom Sarkasmus heut’ genesen:

Wohl dem, der ab und zu auch lacht!“

Lehnt sich zurück und schließt die Augen,

läßt die Gedanken schnell rotieren,

Sie fangen an Humor zu saugen,

und finden Spass am feinen Spüren.

Dort- hüpft als Scherz, die ehemals geklaute

Pointe, flink von da, herüber

und fällt ins Nest, das schnell er baute -

verpasst ihm einen Nasenstüber.

Er fängt sie schnell und hält sie fest,

schleift noch ein wenig, hie und da.

Gibt sie ins volle Glas, zum Rest