IT für Anfänger - David Kaselow - E-Book

IT für Anfänger E-Book

David Kaselow

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Beschreibung

Jeder kann Informatik verstehen — auch du!

Du denkst, IT ist kompliziert?

Dieses Buch beweist dir das Gegenteil! Man muss es dir nur endlich anschaulich und einfach erklären! Genau das erwartet dich in unserem Buch! Als Wirtschaftsinformatiker und langjähriger IT-Projektleiter habe ich, David Kaselow, führende Expertinnen und Experten zusammen getrommelt, die ihr Fachwissen und eine spannende Erzählweise miteinander vereinen, damit du alle spannenden Themen des Buches schnell erfassen und verstehen kannst!

Dieses Buch bringt dir Künstliche Intelligenz, Cybersecurity, Women in Tech/Women in IT, Programmieren und weitere spannende IT-Themen in einfacher und klarer Weise näher. Erlebe die digitale Welt durch die Augen der Familie Fuchs, die in ihrem Alltag ständig auf IT-Themen trifft. Ihre Reise verbindet Bildung und Unterhaltung auf einzigartige Weise.

Ob Anfänger oder Wissensdurstiger - dieses Buch ist der ideale Begleiter, um die digitale Welt zu entdecken und zu verstehen. Lass dich inspirieren und erweitere deinen Horizont mit diesem einzigartigen Werk, das Bildung und Unterhaltung auf meisterhafte Weise vereint.

  • KI
  • Cybersecurity
  • Programmieren

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 261

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Table of Contents

Cover

Titelseite

Copyright/Impressum

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Herausgebers

Einleitung

1 Wie bist du hier reingekommen? (IT Security 1)

Der Autor Adrian Pusch

2 Warum machen Viren meinen Computer krank? (IT Security 2)

Der »kranke Computer«

Der Virus als unsichtbarer Bösewicht

Familienabend am Esstisch

Die Verantwortung teilen

Was Büroangestelte, IT-Berater und IT-Vertriebler daraus lernen können

Der Autor Sven Schmidt

3 Welche Sprache spricht eigentlich mein Computer? (Programmiersprachen)

Einführung

Was sind Programmiersprachen?

Wofür brauche ich Programmiersprachen?

Was sind wichtige Definitionen für Programmiersprachen?

Welche Typen von Programmiersprachen gibt es?

Welche Programmiersprachen und Anwendungsbereiche gibt es?

Welche praktischen Tipps gibt es für den Einstieg?

Welche Tipps gibt es für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und anderen Fachbereichen?

Konkretes Anwendungsbeispiel: Zeiterfassung mit Python

Ausblick: Zukunft der Programmiersprachen

Der Autor Nicolai Paul Hoffmann

4 IT-Architektur: Per Klick statt mit Hammer und Nagel!

Wiedersehen in der Kneipe

IT-Architekt einfach erklärt

Drei Schritte zu einem Haus

Geld am falschen Fleck gespart

Vorfreude auf die Alm

Kommunikation ist das A und O

Noch mehr Kommunikation

Timing: Nicht zu früh und nicht zu spät entscheiden

Mehr Ähnlichkeiten als gedacht

Der Autor Matthias Kittner

5 IT-Support: Wenn heimliche Helden das gelöschte Internet wiederherstellen

Was ist eigentlich IT-Support?

Welche Arten von Support gibt es?

Warum meiden IT-Mitarbeiter die Arbeit im Support?

Ein Tag im Job des IT-Support-Mitarbeiters

Warum verbinden wir so viel Negatives mit dem IT-Support?

Warum IT-Support so wichtig ist

Die Zukunft des IT-Supports

Ein Fazit

Der Autor Christian Lang

6 Künstliche Intelligenz – eine Reise durch die Zukunftsfabrik!

Struktur des Kapitels (mit Beispielen in der Fabrik)

1. Einführung in die Künstliche Intelligenz

2. Geschichte der Künstlichen Intelligenz

3. Grundlagen der Künstlichen Intelligenz

4. Anwendungsbereiche der KI

5. KI-Technologien

6. Ethik und Herausforderungen der KI

7. Zukunft der KI

Die Autoren

7 Warum ist eigentlich soviel Software in meinem Auto?

Wie Software das Steuer übernimmt

Wie software-defined ist unser Auto?

Warum das Auto von morgen nie fertig ist.

Herausforderungen der SDVs

Cybersecurity: Ein zentrales Thema

Die Zukunft lenken – eine gesellschaftliche Verantwortung

Die Autorin Kelly-Anne Cliff

8 Women in Tech: Frauen haben schon immer tolle Dinge geleistet in der Wissenschaft und IT!

Geschichten der Unsichtbarkeit

Zu Hause – Die ersten Gedanken

Die ersten Zweifel auf dem Weg zum Museum

Die ersten Momente in der Ausstellung

Ada Lovelace – Die Frau, die weiterdachte

Noch mehr beeindruckende Frauen

Heutige Frauen in der IT – Zwischen Netzwerken und Codezeilen

Ein Blick in die Zukunft

Förderung von Mädchen und Frauen in der IT

Die Autorin Freya Wester-Ebbinghaus

9 Was macht die Cloud eigentlich mit meinen Daten?

Cloud – nicht greifbar, aber dennoch sichtbar

Was ist eine Cloud?

Warum brauchen wir überhaupt Server?

Arten von Cloud Computing-Diensten

Ist die Nutzung der Cloud immer sinnvoll?

Ausblick

Der Autor: Nicolai Paul Hoffmann

Nachwort des Herausgebers

Endnoten

Landmarks

Inhaltsverzeichnis

Cover

Title Page

Imprint

Preamble

Table of Contents

Foreword

Preface

Endnotes

Afterword

David Kaselow (Hrsg.)

IT für AnfängerDie Grundlagen der Informatik einfach erklärt

Komm mit uns auf die Reise und entdecke praktisches Wissen rund um Künstliche Intelligenz, Cybersecurity, Programmieren und weitere spannende IT-Themen

David Kaselow (Hrsg.)IT für Anfänger – Die Grundlagen der Informatik einfach erklärt

ISBN:978-3-960124-78-8 (Print), 978-3-960124-80-1 (E-Book)

Lektorat:Natalie Dechant

Grafik & Illustration:Rachel-Sarah Sircar

Coverdesign:Philip Esch, Olesia Donchenko

Satz & Layout:Johann-Christian Hanke

www.kd-libro.de | [email protected], Alle Rechte vorbehalten

1. Aufl. 2025

© Espresso Tutorials GmbH, Gleichen 2025

URL:www.espresso-tutorials.de

Papier ist FSC-zertifiziert (holzfrei, chlorfrei und säurefrei sowie alterungsbeständig nach ANSI 3948 und ISO 9706).

Das vorliegende Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das Recht der Übersetzung, des Vortrags, der Reproduktion und der Vervielfältigung. Espresso Tutorials GmbH, Bahnhofstr. 2, 37130 Gleichen, Deutschland.

Ungeachtet der Sorgfalt, die auf die Erstellung von Text und Abbildungen verwendet wurde, können weder der Verlag noch Autoren oder Herausgeber für mögliche Fehler und deren Folgen eine juristische Verantwortung oder Haftung übernehmen.

Feedback:Wir freuen uns über Fragen und Anmerkungen jeglicher Art. Bitte senden Sie diese an: [email protected].

Bildung ist die mächtigste Waffe,um die Welt zu verändern.Nelson Mandela

Wenn du es nicht einfach erklären kannst,hast du es nicht gut genug verstanden.Albert Einstein

Inhaltsverzeichnis

Cover
Titelseite
Copyright/Impressum
Vorwort des Herausgebers
Einleitung
1 Wie bist du hier reingekommen? (IT Security 1)
Der Autor Adrian Pusch
2 Warum machen Viren meinen Computer krank? (IT Security 2)
Der »kranke Computer«
Der Virus als unsichtbarer Bösewicht
Familienabend am Esstisch
Die Verantwortung teilen
Was Büroangestelte, IT-Berater und IT-Vertriebler daraus lernen können
Der Autor Sven Schmidt
3 Welche Sprache spricht eigentlich mein Computer? (Programmiersprachen)
Einführung
Was sind Programmiersprachen?
Wofür brauche ich Programmiersprachen?
Was sind wichtige Definitionen für Programmiersprachen?
Welche Typen von Programmiersprachen gibt es?
Welche Programmiersprachen und Anwendungsbereiche gibt es?
Welche praktischen Tipps gibt es für den Einstieg?
Welche Tipps gibt es für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und anderen Fachbereichen?
Konkretes Anwendungsbeispiel: Zeiterfassung mit Python
Ausblick: Zukunft der Programmiersprachen
Der Autor Nicolai Paul Hoffmann
4 IT-Architektur: Per Klick statt mit Hammer und Nagel!
Wiedersehen in der Kneipe
IT-Architekt einfach erklärt
Drei Schritte zu einem Haus
Geld am falschen Fleck gespart
Vorfreude auf die Alm
Kommunikation ist das A und O
Noch mehr Kommunikation
Timing: Nicht zu früh und nicht zu spät entscheiden
Mehr Ähnlichkeiten als gedacht
Der Autor Matthias Kittner
5 IT-Support: Wenn heimliche Helden das gelöschte Internet wiederherstellen
Was ist eigentlich IT-Support?
Welche Arten von Support gibt es?
Warum meiden IT-Mitarbeiter die Arbeit im Support?
Ein Tag im Job des IT-Support-Mitarbeiters
Warum verbinden wir so viel Negatives mit dem IT-Support?
Warum IT-Support so wichtig ist
Die Zukunft des IT-Supports
Ein Fazit
Der Autor Christian Lang
6 Künstliche Intelligenz – eine Reise durch die Zukunftsfabrik!
Struktur des Kapitels (mit Beispielen in der Fabrik)
1. Einführung in die Künstliche Intelligenz
2. Geschichte der Künstlichen Intelligenz
3. Grundlagen der Künstlichen Intelligenz
4. Anwendungsbereiche der KI
5. KI-Technologien
6. Ethik und Herausforderungen der KI
7. Zukunft der KI
Die Autoren
7 Warum ist eigentlich soviel Software in meinem Auto?
Wie Software das Steuer übernimmt
Wie software-defined ist unser Auto?
Warum das Auto von morgen nie fertig ist.
Herausforderungen der SDVs
Cybersecurity: Ein zentrales Thema
Die Zukunft lenken – eine gesellschaftliche Verantwortung
Die Autorin Kelly-Anne Cliff
8 Women in Tech: Frauen haben schon immer tolle Dinge geleistet in der Wissenschaft und IT!
Geschichten der Unsichtbarkeit
Zu Hause – Die ersten Gedanken
Die ersten Zweifel auf dem Weg zum Museum
Die ersten Momente in der Ausstellung
Ada Lovelace – Die Frau, die weiterdachte
Noch mehr beeindruckende Frauen
Heutige Frauen in der IT – Zwischen Netzwerken und Codezeilen
Ein Blick in die Zukunft
Förderung von Mädchen und Frauen in der IT
Die Autorin Freya Wester-Ebbinghaus
9 Was macht die Cloud eigentlich mit meinen Daten?
Cloud – nicht greifbar, aber dennoch sichtbar
Was ist eine Cloud?
Warum brauchen wir überhaupt Server?
Arten von Cloud Computing-Diensten
Ist die Nutzung der Cloud immer sinnvoll?
Ausblick
Der Autor: Nicolai Paul Hoffmann
Nachwort des Herausgebers
Endnoten

Vorwort des Herausgebers

Ich grüße dich!

Mein Name ist David Kaselow.

Ich erkläre schon länger wie IT funktioniert, also was Computer und die Programme darauf so machen und warum. Und manchmal auch, warum die IT nicht so funktioniert wie gedacht.

Hauptberuflich mache ich das als selbstständiger IT-Berater und Projektleiter.

In Firmen »übersetze« ich also zwischen dem Management/ Fachbereichen und den IT-Spezialisten. Beide Seiten sprechen nämlich eine jeweils eigene Sprache.

Dieses Erklären/»Übersetzen« mache ich so gern und erfolgreich, dass ich oft auch der »IT-Dolmetscher« genannt werde.

Nun möchte ich noch mehr Leuten – groß und klein – mit jedem beruflichen und schulischen Hintergrund, das Thema IT näherbringen – auch dir!

So wie ich in großen und kleinen IT-Projekten die Expertinnen und Experten zusammenbringe für das große Projektziel, so habe ich hier für dieses Buch jeweils absolute Profis »zusammengetrommelt«, sodass jedes Kapitel auch Hand und Fuß hat!

Damit jedes Kapitel dann auch wirklich jeder versteht, haben wir jedes IT-Thema sehr einfach geschrieben.

Um das Buch mit all seinen Kapiteln auch für dich sehr anschaulich zu machen, haben wir alle Themen in den Alltag der Familie Fuchs integriert.

Also: Sei schlau wie ein Fuchs und lerne spielerisch tolle IT-Themen kennen!

Einleitung

»Roooobert, Roooobert!«, rief Julia ihm hinterher, doch er hörte es nicht mehr.

»Was ist los, Mama?«, fragte der 8-jährige Adam.

»Papa hat sein Tablet vergessen. Auf der Arbeitsplatte neben der Kaffeemaschine«, seufzte sie.

Julia, Adam und die 11-jährige Mia haben heute frei – Brückentag.

Robert, der Vater, leider nicht.

Bei einer großen deutschen Bank, wo er arbeitet, sind alle momentan schwer beschäftigt wegen eines wichtigen Projekts zur Einführung von »Clouddiensten«.

»Papa braucht sein Arbeits-Tablet nachher bestimmt, oder?«, fragte Adam.

»Ihr müsst nachher eh zum Zahnarzt und du, Mia, wolltest doch mittags ins Museum, oder?«

Mia nickte.

»Dann lasst uns fertig frühstücken und Zähneputzen nicht vergessen wegen des Termins bei Dr. Eisenhart! Wir bringen auf dem Weg dann Papa schnell das Tablet.«

»Kann ich noch einen Pfannkuchen haben mit Blaubeeren und Nutella?«, fragte Mia.

»Ich auch, aber mit ohne Obst!«, grinste Adam frech.

»Wie heißt das Zauberwort?«, entgegnete Julia halb streng, halb amüsiert.

»Bitte, bitte«, kam es von den beiden im Chor und mit einem Dackelblick, dem keine Mama widerstehen kann.

Die Pfannkuchen waren schnell und restlos gegessen und auch die Zähne putzten die beiden ausnahmsweise klaglos.

»Nun aber los, ihr zwei!«, sagte die Mutter schon im Rausgehen.

»Hast du nicht was vergessen, Mama?« Mia stand in der Tür und wedelte mit etwas Großem in der Hand.

Das Tablet, natürlich!

Adam kam die Treppe aus seinem Zimmer heruntergerannt und nahm seiner Schwester das Tablet im Vorbeigehen aus der Hand mit den Worten:

»Ich mach das! Seit dem Umzug an den neuen Standort habe ich Papa auch noch gar nicht bei seiner Arbeit besucht.«

So stiegen sie ein und los ging’s mit ihrem Elektroflitzer.

Im Text verwenden wir Kästen, um wichtige Informationen besonders hervorzuheben. Jeder Kasten ist zusätzlich mit einem Symbol versehen, das diesen genauer klassifiziert:

Hinweis

Hinweise bieten praktische Tipps zum Umgang mit dem jeweiligen Thema.

Achtung

Warnungen weisen auf mögliche Fehlerquellen oder Stolpersteine im Zusammenhang mit einem Thema hin.

Übungsaufgabe

Übungsaufgaben helfen, Wissen zu festigen und zu vertiefen.

Die Form der Anrede

Um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen, verwenden wir im vorliegenden Buch bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen zwar nur die gewohnte männliche Sprachform, meinen aber gleichermaßen Personen weiblichen und diversen Geschlechts.

1   Wie bist du hier reingekommen? (IT Security 1)

Es war ein eisiger, klarer Morgen in der Stadt. Die ersten Strahlen der Morgensonne brachen durch die dünnen Wolken und beleuchteten die hoch aufragende Fassade der Bank, ein Symbol der wirtschaftlichen Macht und Stabilität.

»Mama, können wir nicht einfach hier anhalten?«, fragte Adam ungeduldig und schaute zur imposanten Eingangstür der Bank hinüber.

Seine Mutter sah auf den stockenden Verkehr vor ihnen. »Adam, ich muss noch einen Parkplatz finden. Es dauert nicht mehr lange.«

Adam schüttelte den Kopf. »Ich will doch nur schon mal zu Papa rein. Bitte, Mama!

Sie seufzte und warf einen kurzen Blick auf Mia, die neben ihm saß und mit ihren Kopfhörern die Welt um sich herum ausblendete. »In Ordnung«, seufzte sie schließlich. »Du kannst schon mal reingehen. Melde dich beim Empfang, dann holt dein Vater dich ab.«

»Danke, Mama!«, rief Adam und öffnete begeistert die Tür. Die kalte Morgenluft schlug ihm entgegen, als er sich schnell in Richtung Eingangstür aufmachte. Endlich konnte er sich von der Langeweile im Auto befreien und sich auf den Weg zu seinem Vater machen.

Das Bankgebäude, ein imposantes Bauwerk aus Glas und Stahl, reflektierte die aufgehende Sonne und schien fast zu leuchten. Menschen verschiedenster Herkunft strömten an ihm vorbei, einige gehetzt, andere gelassen, doch alle mit dem Ziel, ihren Tag in diesem Zentrum der Finanzwelt zu beginnen.

Als er die automatischen Türen passierte, wurde ihm die gewaltige Größe des Foyers bewusst. Marmorfliesen erstreckten sich unter ihm, makellos und kalt, während sich das Echo seiner Schritte in der hohen Decke verlor. Der Empfangsbereich war belebt mit Bankangestellten, die geschäftig ihre Pässe vorzeigten und durch die Sicherheitsschleusen gingen. Adam bemerkte eine große Anzeigetafel, auf der aktuelle Börsenkurse und Nachrichten flackerten – ein ständiger Strom von Informationen, der ihn faszinierte.

Die Empfangsdame, eine junge Frau mit strengem Blick und professioneller Haltung, war in ein intensives Telefonat vertieft. Sie bemerkte Adam, der unschlüssig am Rand des Geschehens stand, und wies mit einer kurzen, aber bestimmten Geste auf ein Sofa neben ihrem Schreibtisch. »Dort kannst du warten«, schien ihre Geste zu sagen. Adam gehorchte und setzte sich auf das angebotene Sofa, seinen Rucksack fest umklammernd. Von hier aus hatte er einen guten Blick auf das Kommen und Gehen, die geschäftige Welt der Erwachsenen, die ihn eines Tages erwarten würde.

Während er dort saß, begannen die Details der Umgebung in ihm ein Bild von dem zu malen, was es bedeutete, in einer Bank zu arbeiten. Über ihm hingen kunstvolle Leuchten, die das Licht sanft durch den Raum verteilten. An den Wänden hingen Porträts früherer Direktoren der Bank, ihre Gesichter ernst und entschlossen. Adam fühlte eine Mischung aus Ehrfurcht und Neugier, während er wartete, geduldig und doch gespannt auf das, was kommen würde.

Plötzlich öffnete sich die Tür, und ein Mann in einem leicht abgenutzten, aber sorgfältig gereinigten Blaumann trat ein. Er schob einen Rollwagen, der mit verschiedenen Werkzeugen und elektrischen Geräten beladen war, die bei jeder Bewegung leise klapperten. Dieser Anblick weckte sofort Adams Interesse. Als der Mann Probleme hatte, die Tür mit seiner schweren Last offen zu halten, sprang Adam auf, getrieben von seinem Wunsch, hilfreich zu sein.

»Danke, junger Mann. Nicht leicht, all dieses Zeug allein zu bewegen!«, sagte der Elektriker mit einem warmen Lächeln. Adam schien ihn an jemanden zu erinnern, vielleicht an einen Neffen oder den Freund seines eigenen Sohnes. »Du scheinst neu hier zu sein, was?«, fragte er, während sie gemeinsam durch die Sicherheitsschranke gingen.

»Ja, ich suche meinen Vater«, erklärte Adam, während seine Augen neugierig über den Wagen des Elektrikers wanderten. »Mein Name ist Adam.«

»Schön, dich kennenzulernen, Adam. Ich bin Herr Weber. Ich komme hier schon seit Jahren her. Die Sicherheitsleute kennen mich, und sie wissen, dass ich nichts Schlimmes im Schilde führe.« Herr Weber zeigte auf seine ID-Karte, die deutlich mit »Regelmäßiger Dienstleister« markiert war. »Das macht die Dinge einfacher«, fügte er hinzu, während ein Sicherheitsbeamter sie ohne weitere Fragen passieren ließ.

Herr Weber trat zuerst in den Aufzug und gemeinsam schoben sie seinen Rollwagen vorsichtig hinein. »Moment, lass mich den Wagen noch richtig platzieren«, sagte er, während er den Rollwagen in die Ecke manövrierte. Adam folgte ihm in die Kabine.

Kaum war er drin, drückte Adam eifrig auf den »Tür schließen«-Knopf, doch die Türen reagierten nicht. Verwirrt versuchte er es erneut, doch nichts geschah.

Herr Weber bemerkte Adams irritierten Blick und lächelte. »Nur autorisiertes Personal kann diesen Aufzug nutzen«, erklärte er, während er seine Karte vor das Lesegerät hielt. Ein leises Piepen ertönte, und die Türen schlossen sich.

»Sag mal, wo arbeitet denn dein Vater?«, fragte Herr Weber.

Adam zuckte mit den Schultern. »Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, weit oben«, antwortete er unsicher.

Herr Weber nickte verständnisvoll, hielt die Karte erneut vor das Lesegerät und drückte den Knopf für das oberste Stockwerk. »Dann setzen wir dich ganz oben ab. Von dort aus kannst du dich weiter umsehen. Wenn du deinen Vater nicht findest, kannst du einfach wieder nach unten zum Empfang fahren.«

Als der Aufzug das oberste Stockwerk erreichte und die Türen sich öffneten, verabschiedete sich Herr Weber mit einem freundlichen Nicken. »Viel Erfolg, junger Mann! Pass gut auf dich auf.«

Adam fand sich allein in den weitläufigen, stillen Korridoren des obersten Stockwerks wieder. Der Kontrast zum belebten Erdgeschoss war frappierend. Hier oben herrschte eine gedämpfte Ruhe, die durch gelegentliche Geräusche aus den Büros unterbrochen wurde – das Klicken einer Tastatur, das leise Gespräch zwischen Kollegen. Die Wände waren mit moderner Kunst dekoriert, die kühle Abstraktionen darstellte, und jede Tür trug schlichte Schilder mit Namen und Titeln der Bankführungskräfte.

Adam zögerte einen Moment, unsicher, welchen Weg er einschlagen sollte. Er erinnerte sich an die Worte seines Vaters über das Bankgebäude: »Es ist wie ein kleines Universum, jeder hat seine Welt dort oben.« Diese Worte hallten in seinem Kopf wider, als er langsam den Korridor entlangging, vorbei an geschlossenen und halboffenen Türen. Seine Neugier trieb ihn voran, und er spähte gelegentlich in die Büros, erstaunt über die ruhige Effizienz, die überall herrschte.

Er hörte Stimmen aus einem Besprechungsraum, der nur einen Spalt breit geöffnet war. Adam näherte sich leise und lauschte. Zwei Männer diskutierten über Finanzstrategien, ihre Stimmen voller Dringlichkeit, aber gedämpft durch die dicke Glastür. Er wollte mehr hören, sich ein Bild davon machen, wie Entscheidungen getroffen wurden, die weit über seine kindliche Vorstellungskraft hinausgingen.

Doch seine Gedanken wurden unterbrochen, als sein Blick auf ein iPad fiel, das achtlos auf dem nächsten Konferenztisch lag. Es war halb auf eine Mappe gelegt worden, vielleicht vergessen oder zur späteren Verwendung bereit. Adam erinnerte sich daran, wie sein Vater heute Morgen frustriert sein eigenes iPad gesucht hatte. »Ich brauche unbedingt mein iPad für die Präsentation – nur damit kann ich effizient mitschreiben und Notizen machen«, hatte sein Vater erklärt. »Papier verlegt man viel zu leicht.«

Getrieben von dem Wunsch, seinem Vater zu helfen, griff Adam ohne zu zögern nach dem iPad. Seine Handlung war spontan, fast reflexartig. Als er das Gerät an sich nahm, fielen einige Papiere zu Boden. Hastig bückte er sich, um sie aufzuheben, sein Blick fiel auf die Überschrift »Quartalszahlen« und darunter »Streng vertraulich«. Er legte die Dokumente schnell zurück auf den Tisch und steckte das iPad unter seinen Arm.

Kaum hatte er den Besprechungsraum verlassen und den Flur betreten, begann das iPad zu klingeln. Der unerwartete Ton ließ ihn zusammenzucken. Adam öffnete das iPad wieder und war erleichtert, dass er es ohne jegliche Sicherheitsabfrage entsperren konnte, ganz anders als das iPad seines Vaters, das immer die Eingabe eines Codes erforderte. Hastig wischte er über den Bildschirm, um den Anruf abzulehnen, bevor irgendjemand auf das Geräusch aufmerksam werden konnte. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals, während er sich hastig umsah, um sicherzustellen, dass niemand in der Nähe war.

Nachdem das iPad so unerwartet zu klingeln begonnen hatte, schoss Adrenalin durch seinen Körper. Adam beeilte sich, einen ruhigeren Ort zu finden, und steuerte instinktiv auf das Treppenhaus zu. Als er die Tür hinter sich schloss, lehnte er sich einen Moment gegen die kühle Metalltür und atmete tief durch. Die plötzliche Stille des Treppenhauses gab ihm einen Moment der Ruhe, um seine Gedanken zu ordnen. Er war sich nicht sicher, ob er etwas Falsches getan hatte, doch die Angst, entdeckt zu werden, hing schwer in seiner Brust.

Nachdem er sich kurz gesammelt hatte, fiel ihm auf, dass die Türen zu den verschiedenen Etagen offenstanden. Dies war seine Chance, seinen Vater zu finden, ohne die Aufmerksamkeit zu erregen, die das Betätigen des Aufzugs mit sich gebracht hätte. Mit neuer Entschlossenheit begann Adam, die Stufen hinunterzusteigen, gespannt darauf, jede Etage zu erkunden. Der vierte Stock schien vornehmlich von hochrangigen Managern bewohnt zu sein, doch ein kurzer Blick durch die spärlich besetzten Büros bestätigte ihm, dass sein Vater hier nicht war.

Jedes Mal, wenn er eine Etage passierte, warf er einen schnellen Blick durch die geöffneten Türen, in der Hoffnung, vielleicht einen der Kollegen seines Vaters zu erkennen. Einige von ihnen hatte er schon einmal bei sich zu Hause gesehen, wenn sie zu Besuch waren. Als er schließlich den dritten Stock erreichte, verlangsamte Adam seinen Schritt. Die Türen hier waren weniger zahlreich, jede sorgfältig beschriftet mit Namen und Positionen.

Er hielt an einer Tür an, die leicht geöffnet war und lauschte. Drinnen war die Stimme seines Vaters zu hören, wie sie diskutierte und erklärte – eine Klarheit in seinem Ton, die Adam immer bewundert hatte. Nach einem Moment des Zögerns klopfte er zaghaft, sein Atem noch immer unregelmäßig von der Anspannung und dem schnellen Treppensteigen.

Adam schob die Tür weiter auf und trat vorsichtig in das geräumige Büro seines Vaters. Der Raum war mit einem großen Schreibtisch ausgestattet, der von Stapeln dicht beschriebener Dokumente und zwei blinkenden Computerbildschirmen dominiert wurde. Diese zeigten komplexe Finanzdiagramme und blinkende Marktindikatoren – eine ständige Erinnerung an die hohen Verantwortlichkeiten, die sein Vater trug.

Als sein Vater Adam bemerkte, weiteten sich seine Augen vor Überraschung. »Adam? Was machst du hier?«, fragte er, seine Stimme klang zugleich verwundert und besorgt.

Adam trat näher, das iPad fest umklammert. »Ich … ich habe das gefunden und dachte, du könntest es brauchen«, stammelte er, während er seinem Vater das Gerät reichte

Sein Vater nahm das iPad entgegen, seine Stirn legte sich in Falten. »Danke, Adam, aber wo hast du das gefunden?« Seine Stimme war ruhig, doch Adam spürte die untergründige Anspannung. Adam erklärte schnell, wie er das iPad auf einem Konferenztisch gefunden und instinktiv mitgenommen hatte, um es seinem Vater zu bringen. Er erwähnte nicht das Klingeln oder seine Begegnung mit dem Handwerker – kleine Details, die er instinktiv für sich behielt.

Adam erzählte weiter, dass das iPad neben einem halb geöffneten Umschlag mit Dokumenten lag, die mit ‚Streng vertraulich’ gekennzeichnet waren. Er betonte, dass er die Dokumente nicht berührt hatte. Während Adam sprach, fühlte sich sein Vater von widersprüchlichen Gefühlen überwältigt. Einerseits war er stolz auf die Initiative und das Mitgefühl seines Sohnes, andererseits machte ihm die Vorstellung, dass Adam unbeaufsichtigt im Gebäude herumwanderte und auf wichtige Geschäftsgeräte stieß, große Sorgen.

»Adam, es ist wichtig, dass du verstehst, dass solche Geräte sehr sensibel sind. Sie können Informationen enthalten, die nicht für andere bestimmt sind. Es ist gut, dass du helfen wolltest, aber das könnte ernsthafte Probleme verursachen.« Seine Stimme war sanft, doch die Ernsthaftigkeit seiner Worte war unverkennbar. »Ich weiß, du wolltest nur helfen, und dafür danke ich dir. Aber wir müssen sehr vorsichtig sein.«

Sie verließen das Büro, um das iPad zurückzubringen. Auf dem Weg erklärte sein Vater ihm mehr über die Bedeutung von Datenschutz und Vertraulichkeit. Es war ein lehrreicher Tag für Adam, einer, der ihn tiefer in die Welt der Erwachsenen blicken ließ und ihm zeigte, wie wichtig es ist, Verantwortung für seine Handlungen zu übernehmen.

Nachdem sie das iPad sicher zurückgelegt hatten, schlug Adams Vater vor, noch einen kleinen Rundgang durch das Verwaltungsgebäude der Bank zu machen. »Es könnte eine gute Gelegenheit für dich sein, mehr über unsere Arbeit hier zu erfahren«, sagte er mit einem Lächeln.

In diesem Moment summte das Handy seines Vaters. Er warf einen kurzen Blick auf den Bildschirm und las die Nachricht von Adams Mutter: »Musste weit weg parken. Stau hat die Einfahrt zur Tiefgarage blockiert. Wir brauchen noch etwas.«

Er steckte das Handy zurück in seine Tasche und wandte sich wieder an Adam. »Wir haben noch ein wenig Zeit, bis Mama hier ist«, erklärte er. »Wie wäre es, wenn ich dir einen kleinen Rundgang gebe?«

Adam nickte neugierig, froh über die Abwechslung. »Klar, warum nicht?«, antwortete er, während er gespannt seinen Vater ansah.

Sie begannen ihre Tour in der Handelsabteilung, in der riesige Bildschirme die aktuellen Börsenkurse anzeigten. Broker eilten durch den Raum, telefonierten laut und gestikulierten wild, während sie auf den Bildschirmen die Zahlen verfolgten. »Hier wird das Geld der Bank gemacht – und manchmal auch verloren«, erklärte sein Vater. Adam beobachtete fasziniert das Treiben. Die Energie im Raum war ansteckend, jeder schien auf einer ständigen Welle von Adrenalin zu reiten.

Anschließend führte sein Vater ihn in die Risikoanalyseabteilung. Im Gegensatz zum hektischen Treiben der Handelsabteilung herrschte hier eine ruhige, fast bibliothekarische Atmosphäre. Analysten saßen an ihren Schreibtischen, vertieft in komplexe Daten und lange Berichte. »Diese Leute sorgen dafür, dass die Bank nicht zu riskante Entscheidungen trifft«, erklärte sein Vater. »Sie bewerten die Risiken aller Transaktionen, die wir machen.«

Nach ihrem Besuch in der Risikoanalyseabteilung führte Adams Vater ihn in die IT-Abteilung, die in einem etwas abgelegenen Teil des Gebäudes untergebracht war. »Die IT ist nicht nur das Rückgrat, sondern in gewisser Weise das Herz unserer Bank«, erklärte sein Vater, während sie durch eine gesicherte Tür traten, die einen Zugangscode erforderte. »Ohne Informationstechnologie und Digitalisierung würde hier nichts funktionieren, Adam. Jeder Kredit, jede Überweisung, jede Anlageentscheidung hängt von der Technologie ab, die wir hier sehen.«

Im Inneren der IT-Abteilung herrschte ein geschäftiges Treiben. Techniker und Analysten saßen vor mehreren Bildschirmen, auf denen Codezeilen liefen, Grafiken blinkten und Transaktionsdaten aktualisiert wurden. Die Wände waren mit Diagrammen und Netzwerkplänen bedeckt, die die komplexe Infrastruktur der Bank darstellten. Adams Vater winkte einen der IT-Spezialisten heran, einen mittelalten Mann mit freundlichem Gesicht und einer Brille, die auf der Nase rutschte.

»Das hier ist Herr Müller, einer unserer besten Sicherheitsexperten«, sagte Adams Vater. Herr Müller lächelte und reichte Adam die Hand. »Freut mich, dich kennenzulernen, junger Mann. Lass mich dir ein bisschen über unsere Arbeit hier erzählen.«

Herr Müller führte Adam zu einem Arbeitsplatz, an dem mehrere große Bildschirme eine ständige Überwachung der Banknetzwerke zeigten. »Wir sind hier für alles zuständig, was mit Cybersicherheit zu tun hat«, begann er. »Banken sind besonders attraktive Ziele für Cyberangriffe. Deshalb müssen wir sehr strenge Sicherheitsmaßnahmen einhalten.« Er zeigte auf einen Bildschirm, der in Echtzeit Netzwerkanomalien aufspürte. »Wir verwenden fortschrittliche Algorithmen und künstliche Intelligenz, um unser System zu überwachen und Anomalien zu erkennen, bevor sie zu echten Bedrohungen werden.«

Während Herr Müller sprach, zeigte er Adam auch die Protokolle für den Fall eines Sicherheitsvorfalls und wie schnell das IT-Team reagieren muss, um Datenverlust oder Schäden zu verhindern. »Unsere Arbeit ist entscheidend, um das Vertrauen unserer Kunden zu bewahren und sicherzustellen, dass ihr Geld sicher ist«, fügte er hinzu.

Nachdem sie die IT-Abteilung verlassen hatten, führte Adams Vater ihn weiter zur Sicherheitszentrale der Bank, einem Raum, der eher einem Kontrollzentrum der NASA ähnelte. »Hier überwachen wir nicht nur unsere IT-Systeme, sondern auch die physische Sicherheit des Gebäudes«, erklärte sein Vater, während sie an einer Glaswand vorbeigingen, hinter der Mitarbeiter vor einer Bank von Monitoren saßen.

Ein Sicherheitsbeauftragter, der die Monitore überwachte, erklärte: »Jeder Eingang, jeder Flur und jeder wichtige Bereich in unserem Gebäude ist kameraüberwacht. Wir können alles sehen, was hier passiert, und im Notfall sofort eingreifen.« Er wies auf einen Bildschirm, der mehrere Kamerabilder gleichzeitig anzeigte. »Diese Echtzeit-Überwachung hilft uns, die Sicherheit aller zu gewährleisten, die in der Bank arbeiten und sie besuchen.«

Adams Vater erklärte: »Die physische Sicherheit arbeitet Hand in Hand mit der IT-Sicherheit. Beide sind unerlässlich, um die operativen und finanziellen Risiken zu minimieren.«

Nach diesem umfassenden Einblick in die Sicherheitsoperationen der Bank führte Adams Vater ihn zurück zum Empfangsbereich, wo sie auf Adams Mutter und Schwester warten würden. Auf dem Weg reflektierte Adam über die immense Verantwortung, die auf den Schultern derjenigen lastete, die in solchen kritischen Infrastrukturen arbeiteten. Es war ein tiefgreifender Tag, der seinen Horizont erweiterte und ihm ein größeres Verständnis für die Arbeit seines Vaters vermittelte.

Später, als sie zu Hause am Abendbrottisch saßen, fiel Adams Vater plötzlich etwas ein. Er legte das Messer zur Seite und schaute Adam mit gerunzelter Stirn an. »Moment mal, Adam … Wie bist du eigentlich in die Bank hineingekommen?«

Adam grinste verlegen, aber auch ein bisschen stolz. »Naja … da war ein Handwerker im Blaumann, der einen Rollwagen mit Kisten hineinschieben wollte. Er hatte Schwierigkeiten, also habe ich ihm geholfen.«

Für einen Moment herrschte am Tisch absolute Stille, bevor Adams Vater ungläubig den Kopf schüttelte. »Du meinst also, du hast ihm geholfen, den Rollwagen zu schieben, und bist einfach mit ihm hineingegangen?«

Adam nickte eifrig. »Ja! Und aus Dankbarkeit hat er mir auch den Aufzug betätigt, deswegen konnte ich nach oben und dich suchen.«

Sein Vater lehnte sich zurück und lachte kopfschüttelnd. »Das ist nicht zu fassen. Wir waren heute extra in der Überwachungszentrale und haben uns die hochmodernen Sicherheitssysteme und Kameras angeschaut. Und trotzdem hat es ein achtjähriger Junge geschafft, unbeobachtet reinzukommen – indem er einfach freundlich geholfen hat?«

Adams Mutter konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. »Vielleicht sollte man neben der Technik auch die menschliche Wachsamkeit etwas verbessern.«

Adams Vater nickte nachdenklich und sah seinen Sohn mit einer Mischung aus Belustigung und Stolz an. »Tja, Adam, vielleicht hast du eine Zukunft in der Sicherheitsbranche. Du hast heute definitiv eine Schwachstelle aufgedeckt.«

Alle am Tisch lachten, und Adam fühlte sich, als hätte er gerade ein kleines Abenteuer bestanden. Für ihn war es ein Tag, der ihm gezeigt hatte, dass sogar die beste Sicherheit menschliche Schwächen haben kann.

Der Autor Adrian Pusch

Adrian Pusch ist ein renommierter Experte im Bereich IT-Sicherheit und physisches Penetrationstesting. Als Geschäftsführer der Pusch Innovation GmbH unterstützt er Unternehmen dabei, ihre Sicherheitsstrategien gegen die zunehmenden Bedrohungen der digitalen und physischen Welt zu optimieren.

Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung in IT-Consulting, Business Development und Security Services hat er sich als gefragter Ansprechpartner in der IT-Security-Szene etabliert. Sein breites Netzwerk umfasst führende Fachleute, Unternehmen und Behörden – einschließlich enger Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden. Diese Kooperationen helfen ihm, Sicherheitsprobleme nicht nur präventiv anzugehen, sondern auch bei akuten Vorfällen schnelle und wirksame Lösungen bereitzustellen.

Bekannt für seine praxisorientierten und leicht verständlichen Erklärungen, teilt er sein Wissen regelmäßig als Redner auf Fachkonferenzen wie der »Fachkonferenz Cybersicherheit«, in Podcasts wie »Cybersecurity ist Chefsache« und in TV-Formaten, in denen er Einblicke in die aktuellen Herausforderungen der IT-Sicherheit gab.

Seine Expertise, gepaart mit einem weitreichenden Netzwerk und seiner Fähigkeit, komplexe Sicherheitsfragen in einfachen Worten zu vermitteln, macht Adrian Pusch zu einer zentralen Figur in der deutschen IT-Security-Szene. Sein Engagement und seine Zusammenarbeit mit Behörden unterstreichen seinen Einsatz, die Sicherheitslandschaft auf ein neues Niveau zu heben.

2   Warum machen Viren meinen Computer krank? (IT Security 2)

Der »kranke Computer«

Eines Nachmittags kam Mia von der Schule nach Hause. Ihre Schultasche schleifte leicht über den Boden, als sie durch den Flur ging. Von oben hörte sie das hektische Klappern der Tastatur.

Neugierig schlich sie die Treppe hinauf, bis sie vor der Tür des Arbeitszimmers stand. Vorsichtig öffnete sie einen Spalt und sah ihren Vater, der vor dem Computer saß.

Der Bildschirm war voll von eigenartigen Fehlermeldungen, und der Computer schien kaum noch zu reagieren. Ihr Vater tippte nervös auf der Tastatur, seine Stirn war in Falten gelegt und er wirkte angespannt.

»Papa, was ist los mit unserem Computer?«, fragte Mia verwundert und trat näher. »Ist er krank?«

Ihr Vater seufzte tief, stoppte das hektische Tippen und rieb sich müde übers Gesicht. »Ja, so könnte man es sagen«, murmelte er gestresst und verharrte vor dem Bildschirm. »Ich versuche schon den ganzen Tag, das Problem zu lösen.

Er arbeitete primär von zuhause aus, und der Ausfall des Computers hatte direkte Auswirkungen auf seine beruflichen Verpflichtungen. Das Problem mit dem Computer könnte wiederum ernsthafte Probleme mit seinen Kunden verursachen.

»Was heißt das denn, Papa? Ist unser Computer wirklich sehr krank?«, fragte Mia besorgt nach. Ihre Augen weiteten sich, als sie an ihre Lernprogramme von der Schule und ihr Lieblingsspiel dachte, die auf dem Computer gespeichert waren.