Jetzt rede Ich - Armin Spree - E-Book

Jetzt rede Ich E-Book

Armin Spree

0,0
0,99 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Die Hündin Blondi war jahrelang der Schäferhund an Hitlers Seite. So erlebte sie Zeitgeschichte und gestaltete sie maßgeblich mit. In diesem schonungslosen Tatsachenbericht outet Blondi lang gehütete Geheimnisse der Weltgeschichte. Gnadenlos und mit entwaffnender Offenheit.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2016

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Armin Spree

Jetzt rede Ich

Blondi packt aus

Josy gewidmet.BookRix GmbH & Co. KG81371 München

Kennenlernen

Was ist das denn für eine Witzfigur? Was will der? Hat eine Peitsche. Der will doch wohl nicht zu mir. Ohje, der kommt immer näher. Der hat Knickerbocker an und einen Schnäuzer. Geh weg, ich will nicht. Das kann doch nicht wahr sein. Jetzt streichelt er mich. Ich beiße gleich. Streichelt mich, als wäre ich ein Teddybär. Wer ist denn da bei ihm? Er nennt sie Eva. Naja, die geht ja noch. Ich habe Hunger. Fürchterlichen Hunger. Die beiden tuscheln irgendetwas, von wegen süß. Ich bin nicht süß, ich bin ein Schäferhund. Ein deutscher Schäferhund. Stolz bin ich und nicht süß. Die verhandeln da irgendetwas. Die wollen mich doch wohl nicht mitnehmen? Ich will nirgends hin. Ich bin zufrieden hier. Was tuscheln die denn da? Ich habe so einen schrecklichen Hunger.

Jetzt eine Wurst, so eine richtige, knackige, fette Wurst. Ich könnte sterben dafür. Ich habe Hunger! Warum hört mich denn keiner, jetzt kommen sie wieder zu mir. Was machen die denn da? Was packen die mich an. Jetzt legt mir der Paul ein Halsband um. Ja, ich bleibe ruhig, ich bleibe ganz ruhig. Nicht aufregen, nicht aufregen, junger Hund. Jetzt gibt er die Leine diesem Schnäuzertyp, jetzt ist es aber gut. Ganz ruhig. Was ist das? Warum machen die da die Klappe auf, achso, ich soll da rein gehen. Gut, von mir aus, wenn ihr das wollt, will mich ja nicht gleich vollkommen unbeliebt machen. Neben mir sitzt diese Eva. Soll ich mal die Zähne zeigen? Soll ich? Nein, ich bin ja lieb. Jetzt setzt sich der Schnäuzertyp auch noch auf die andere Seite. Ich fühle mich eingeengt. Ganz ruhig. Ich habe Hunger !

Jetzt steigen wir aus. Die Eva hat mich an der Leine. Ohje, was wird jetzt kommen? Es war doch schön bei Paul. Jetzt wollen die wahrscheinlich, dass ich mit gehe. Gut, ich tue ihnen den Gefallen. Die Eva hat ja eine ganz sympathische Stimme, aber dieser Schnäuzertyp. Ist der Österreicher, oder was? Wie spricht der denn? Das klingt ja, als hätte man einen Collie mit einer Promenadenmischung gepaart. Eva spricht mit dem Schnäuzertyp. Es geht offensichtlich um mich. Irgendwas von stubenrein. Was ist das denn? Stubenrein.

 

In meiner Hütte war es schön. Da hatte ich gutes Essen und einen richtig tollen Ball. Der Paul hat den oft geworfen und ich bin gerannt und bin gerannt. Nun, ich muss zugeben, ich habe einen Ballfetisch. Ja, da mag ja jetzt so mancher lachen, aber ich raste völlig aus, wenn man mir den Ball wirft. Das ist so ein ganz tiefer Instinkt, dann muss ich rennen und dann den Ball schütteln. Ich schüttele so gerne. Ich stelle mir dann immer vor, das wäre so ein Hase. Denn Hasen kann ich nicht leiden. Diese kleinen mümmelnden Versager. Ich mag keine Hasen, die könnte ich den ganzen Tag schütteln.

Jetzt muss ich auch noch Treppen steigen. Nee, nee, also das ist ja alles nicht so die Natur, die ich mag. Wo gehen wir denn hin? Ich soll durch die Tür? Aha, na dann.

Was ist das denn? Das riecht ja hier, also richtig eklig riecht das. Und alles so komisch. Wo sind denn hier Bäume? Was ist das denn für eine Umgebung? Was macht die Eva da? Oh, ja das ist doch mal was. Eine Schüssel mit Wasser, das wurde aber auch mal Zeit. Ich habe einen Mordsdurst. Und was ist das? Wow. Eine Wurst. Eine wunderschöne Wurst. Eine himmlische, geile, total geile Wurst. Was macht denn der Schnäuzertyp, wedelt mir mit der Wurst vor dem Gesicht rum.

 

„Was macht der Hund?“, fragt er immer wieder.

„Was macht der Hund?“

 

Gib mir jetzt sofort die Wurst. Sofort. Ich warne dich, Ich greife den Schnäuzertypen gleich an, wenn der mir nicht sofort meine Wurst gibt.

 

„Was macht der Hund?“

 

Der soll jetzt sofort mit seinem blöden - was macht der Hund – aufhören. Ich weiß nicht, was der Hund macht. Ich will diese Wurst und zwar sofort. Ich beiße dem Schnäuzertyp gleich in die Hand. Gib mir diese Wurst, du Sadist. Wie ist der denn drauf? Warum wagt er es, mir vor dem Gesicht mit einer der geilsten Würste rum zu wedeln, die ich je gesehen habe? Was soll das? Was packt er mich immer an mein Hinterteil und drückt das runter? Soll ich mich setzen, oder was?

So jetzt sitze ich.

 

„Braver Hund“, sagt der Schnäuzertyp.

 

Also der Schnäuzertyp hat sie doch nicht mehr alle, wenn er will, dass ich mich setzen soll, dann kann er das doch gleich sagen. Dann braucht er doch nicht ewig dieses – was macht der Hund – sagen. Ich weiß schon, was sitzen ist. Ah , es macht jetzt Knack. Knack. Knack. Oh, ist das lecker. Herrlich, diese Wurst ist herrlich. Ich könnte heulen vor Lust. Knack. Knack. Oh, mein Gott, das ist eine der herrlichsten Würste, die ich je gegessen habe. Wow. Noch eine, ich will noch eine. Ob der Schnäuzertyp noch eine hat?

Jetzt sagt er bestimmt gleich wieder – was macht der Hund – aber dann setze ich mich eben. Wenn ihm das lieber ist.

 

„Was macht der Hund?“

 

Ich wusste es doch, so ich sitze.

Knack. Knack. Knack.