Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
June ist eine Zwergrauhhaardackel-Dame die dieses Buch homorvoll schreibt. Wie es zum Beispiel ist im Wald mit ihren Menschen spazieren zu gehen. Auch als sie Leine und Halsband kennen lernen musste. Sie schreibt wie es war zur Welpensielstunde zu gehen und dort andere Welpen kennen zu lernen. Auch als sie das erste Mal Welpen bekam. Jund schreibt über Parasiten, die Hundenase und mehr.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 134
Veröffentlichungsjahr: 2023
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Inhalt
Impressum
Vorwort
Erstes Kapitel
Wie alles begann, oder: Carolin von der Sonne kommt ins Haus.
Zweites Kapitel
June und ihre erste Welpenspielstunde
Drittes Kapitel
June wird Stubenrein
Viertes Kapitel
Halsband und Leine
Fünftes Kapitel
Spaziergang im Wald
Sechstes Kapitel
Baden
Siebtes Kapitel
Meine kleinen Gefahren auf unserer Wiese
Achtes Kapitel
Die Läufigkeit oder: June wird erwachsen
Neuntes Kapitel
Ein Wochenende bei Heike
Zehntes Kapitel
Nell, June und die Hundeausstellung
Elftes Kapitel
Marie bekommt Besuch
Zwölftes Kapitel
June ist trächtig
Dreizehntes Kapitel
Abschied von Yuma
Vierzehntes Kapitel
Die Welpen kommen
Fünfzehntes Kapitel
Ein unerwartetes Hundebaby
Sechzehntes Kapitel
Trennung
Siebzehntes Kapitel
Parasiten und mehr
Giardien
Würmer
Die Peitschenwürmer
Die Bandwürmer
Die Herzwürmer
Flöhe
Leishmaniose
Sand- und Stechmücken
Läuse und Haarlinge
Hautpilze
Zecken
Impfungen
Analbeutel
Hier hat Marie eine kleine Zeichnung für euch angefretigt
Krallen schneiden
Das Trimmen
Unsere Zähne
Abbildung Gebiss
Wie wir Hunde sehen
Hier hat Marie ein Auge mit Beschreibung gezeichnet.
Unsere Ohren
Hier könnt ihr Maries Zeichnung anschauen.
Die Nase
Hier habe ich wieder ein Bild von Marie.
Knochen geben
Marie hat für euch noch ein Bild zum Anschauen gemalt.
Unserer Fellfarben
Das bin ich, die June und meine Fellfarbe nennt man schwarz/rot.
Hier seht ihr meine Ziehtochter Claire und ihre Fellfarbe nennt man dürrlaub oder auch rot.
Das sind Hannes und Emil die Dackel von Maries Freundin Gabi, sie sind saufarben.
Rassebeschreibung Dackel
Einmal Dackel – immer Dackel
Haararten-Farben:
Achtzehntes Kapitel
Schlusswort
June´s kleines Dackelbuch
Heike Peine
Ratgeber-Roman
Texte: © Copyright by Heike Peine
Bilder: Pixabay
Zeichnungen und Fotos: Heike Peine
Umschlag: k-e-coverdesign
Kontakt:
Heike Peine
c/o skriptspektor e. U.
Robert-Preußler-Straße 13 / TOP 1
5020 Salzburg
AT – Österreich
Rechte
Die Rechte für die Ausgabe liegen allein bei der Autorin.
Das Werk ist einschließlich aller seiner Teile urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung oder Vervielfältigung des Werkes ist ohne Zustimmung des Autors unzulässig und strafbar. Alle Rechte sind vorbehalten.
Ohne ausdrückliche, schriftliche Erlaubnis der Autorin darf das Werk, auch Teile daraus, weder reproduziert, übertragen noch kopiert werden. Zuwiderhandlung verpflichtet zu Schadensersatz.
Alle im Buch enthaltenen Angaben wurden von der Autorin nach bestem Wissen erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie.
Sie übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa vorhandene Unrichtigkeiten.
Bilder und Zeichnungen.
Alle hier im Buch verwendeten Bilder und Zeichnungen sind Eigentum von Heike Peine.
Für alle, die mit einem Dackel zusammenleben oder diese kleinen „Kobolde“ mögen, ist dieses Buch gedacht. Mit einem kleinen Augenzwinkern schreibt June kleine Geschichten aus ihrem Leben.
Marie und ihr Freund Uwe teilen ihr Leben mit verschiedenen Hunden und Uwe ist ein Züchter von Zwergrauhaardackeln. Für die beiden sind ihre Zwergrauhaardackel wahre kleine Kobolde, und sie können sich ein Leben ohne Hunde nicht vorstellen.
Marie und Uwe leben mit ihren Hunden auf einem schönen, großen Hof, auf dem sich die Hunde so richtig austoben können. In der Nähe des Hofs befindet sich ein Wald, in dem sie oft gemeinsame Spaziergänge mit ihrer Rasselbande unternehmen.
Natürlich sind alle Hunde eng mit Marie und Uwe verbunden. Wenn es Welpennachwuchs gibt, wachsen die Kleinen im Haus zusammen mit ihnen und dem restlichen Hunderudel auf. Nach der ersten Impfung gehen die „Maulwürfchen“, wie Marie sie gerne nennt, in eine Hundeschule zum Welpenspiel, die von einer Freundin betrieben wird. In den Welpenstunden lernen die Kleinen beispielsweise, dass Hunde, die nicht zum eigenen Rudel gehören, und auch fremde Menschen toll sind. Natürlich gewöhnen sie sich im Laufe der Zeit auch an Alltagsgeräusche, das Autofahren, das Staubsaugen und viele andere kleine Dinge, damit sie keine Angst davor haben, wenn sie in ihre neuen Familien ziehen.
Nun aber zum ersten Kapitel.
Jetzt wohnten Marie und Uwe schon eine ganze Weile zusammen und bildeten eine bunte Patchwork-Familie mit ihren geliebten Hunden. Da waren Jana, die quirlige Zwergrauhaardackelhündin, die große Mischlingshündin Lu, die majestätische Irish Wolfhound Hündin Nell, die kleine Mischlingshündin Yuma und der elegante Galgo Español Rüde Jerry Lee.
Doch immer öfter geisterte etwas im Kopf von Uwe herum. An einem Abend setzten sich die beiden zusammen und sprachen über etwas, das ihr Leben verändern könnte. Es war ein Gedanke, der langsam Gestalt annahm und immer präsenter wurde. Schließlich stand es fest:
Uwe wollte ein Züchter von Zwerg-Rauhaardackeln werden, und Marie unterstützte ihn selbstverständlich voll und ganz. Der Grund war einfach: Beide liebten diese kleinen Kobolde von Herzen. Also riefen sie den Züchter an, bei dem Uwe bereits seine Dackeldame Jana gekauft hatte, und das Glück war auf ihrer Seite. Der Züchter teilte ihnen mit, dass er gerade Welpen hatte: zwei Hündinnen in der Fellfarbe schwarz/rot und einen Rüden in der seltenen Fellfarbe dürrlaub oder rot, wie sie auch genannt wird. Das war perfekt, denn sie hatten sich eine Hündin gewünscht.
Am nächsten Tag war es dann soweit. Uwe und Marie setzten sich voller Aufregung und Vorfreude ins Auto und fuhren zum Dackelzüchter. Als sie dort ankamen, begleitete sie der Züchter in ein Zimmer, und kurz darauf wurden drei Dackelwelpen hereingebracht. Es waren drei wunderschöne Geschwister. Nun übergebe ich jedoch das Schreiben an June, denn schließlich ist es ihr Buch:
Was war denn da los? Plötzlich wurden meine beiden Geschwister und ich in einen Raum gebracht, den wir noch gar nicht kannten. Ein fremder Geruch lag in der Luft. Ich schaute zu meiner Schwester, aber sie schüttelte nur den Kopf. Wo war nur unser Bruder? Oh nein, was tat er da? Er versteckte sich hinter einem Stuhl, und bei ihm waren zwei völlig fremde Personen. Und meine Schwester ging auch noch zu ihnen hin. Ach was, meine Geschwister kannten die beiden ja genauso wenig wie ich. Warum sollte also nur ich noch Angst vor ihnen haben? Mal sehen. Ich ging vorsichtig in ihre Richtung.
Doch bevor ich mich entschied, hörte ich bereits meine Schwester rufen: »Schwesterchen, komm schon, lass uns mal anschauen, was unser Bruder da Lustiges mit den Leuten macht.«
Neugierig geworden, folgte ich ihrer Stimme. Zuerst versteckten wir uns beide unter dem Tisch und betrachteten alles aus sicherer Entfernung. Doch schon bald wagten wir uns heraus und spielten mit den beiden Leuten und unserem Bruder. Wir beschnüffelten ihre Hände, zogen an den Bändern ihrer Jacken, bissen in ihre Hosenbeine und machten allerlei lustige Dinge. Als sie uns kraulten, fanden wir es sehr schön. Sie waren freundlich zu uns, und die beiden fanden uns drei Geschwister bezaubernd und zutraulich. Woher ich das wusste? Na, ich hatte gehört, wie die Frau es unserem Züchter sagte.
In den ersten Tagen schauten die beiden oft unseren Bruder an und schwärmten von ihm. Sie fanden, dass mein Bruder ein Traum sei. Aber dann siegte die Vernunft. Um eine Hundezucht aufzubauen, mussten und wollten sie, vor allem der Mann, wie ich sie sagen hörte, mit einer Hündin beginnen.
Oh, was passierte nun? Die fremde Frau hob meine Schwester und mich hoch und nahm uns gemeinsam mit dem Mann genau in Augenschein. Sie betrachteten unsere Zähne, tasteten unseren Körper ab, und als wir wieder auf dem Boden standen, schauten sie genau hin, ob wir gerade liefen und ob unsere Beinstellung gut war.
Alles war in bester Ordnung mit uns – das hatten wir ja schon immer gewusst. Unser Züchter gab noch einige Tipps und Ratschläge. Nun hatten die für mich noch fremden Personen die Qual der Wahl. Meine Schwester und ich hatten dieselbe Fellfarbe. Wir spielten weiterhin mit ihnen und wurden dabei genau beobachtet. Schließlich stand für die Frau fest, welche kleine "Dackelline" es von uns beiden sein sollte. Sie nahm uns beiden noch einmal auf ihren Arm und fragte ihren Freund: »Welche von den beiden Welpen würdest du nehmen? Insgeheim hoffte sie natürlich, dass er sich auch in den Welpen verguckt hatte, der ihr von Anfang an am besten gefallen hatte. Und was passierte? Ja, sie wollten dieselbe Hündin. Ratet mal: Mich. Ja, sie wollten mich mit nach Hause nehmen. Die Frau freute sich sehr, und ich höre sie noch heute sagen: »Ein Dackelkind, nun haben wir ein Dackelkind mit dem Namen Carolin von der Sonne.«
Nun wurde noch das Geschäftliche erledigt. Sie mussten für mich bezahlen – ja, ja, umsonst gab es mich nicht. Ein Kaufvertrag wurde unterschrieben. Vom Züchter bekamen die beiden meinen Impfpass, eine Durchschrift vom Kaufvertrag und die Ahnentafel von mir. Als ich wieder bei der Frau auf dem Arm war, sagte sie: »Hallo du kleine süße Dackelmaus, nun stellen wir uns mal bei dir vor. Ich bin Marie, und der Mann neben mir heißt Uwe. Von nun an wirst du bei uns leben.«
Schon während der Autofahrt in mein neues Zuhause fingen sie an, darüber nachzudenken, wie sie mich nennen könnten. Denn mal ehrlich, wer ruft schon »Carolin von der Sonne, komm her!« oder »Carolin von der Sonne, mach Sitz.« Auch mir gefiel mein Name nicht besonders. Gespannt lauschte ich ihren Überlegungen. Während der Fahrt benahm ich mich vorbildlich, was auch kein Wunder war, denn ich saß ja bei Uwe auf dem Schoß und konnte ihn ausgiebig beschnüffeln. Marie und Uwe waren etwas aufgeregt vor Freude. Während der Heimfahrt besprachen sie auch, wie sie mich den anderen Hunden vorstellen sollten. Ja, es gab schon andere Hunde bei ihnen. Ich lauschte aufmerksam, um alles mitzubekommen, was sie besprachen. Mein neues Herrchen und Frauchen hatten keine Sorge, dass ich von ihrem Hunderudel nicht akzeptiert werden würde. Sie sagten, dass alle Hunde bei ihnen freundlich zu anderen seien, egal ob groß oder klein. Puh, da war ich schon einmal erleichtert, denn ich hatte noch nie fremde Hunde kennengelernt.
Wir kamen dann in meinem neuen Zuhause an und gingen zusammen mit mir, "der Neuen", auf eine sehr große Wiese, die genau gegenüber vom Hof lag, wo ich ab jetzt wohnen würde. Ich hatte bereits aus den Unterhaltungen meiner neuen Besitzer erfahren, wie ihre Namen waren, denn Marie hatte es mir schon im Auto gesagt. Uwe holte zuerst Jerry Lee, einen Galgo Español, und Nell, eine Irish Wolfhound Hündin, zu uns.
Was war das aufregend, so große Hunde! Aber ich hatte keine Angst. Als erster beschnüffelte Jerry Lee mich und sagte dann ganz locker: »Okay, du kannst bleiben, gehörst nun zu uns.«
Nell hingegen reagierte völlig unerwartet. Sie schaute, schaute und schaute… Völlig unerschrocken lief ich einfach auf Nell zu. Und was machte die liebe Nell? »HILFE! Was kommt da für ein 'Meerschweinchen' auf mich zu?«, rief sie aus und nahm Reißaus vor mir. Es sah herrlich aus, die riesengroße Hündin lief vor mir, einer 9 Wochen alten Zwergrauhaardackel Hündin, weg. Im ersten Moment konnten meine neuen Besitzer sich das Lachen nicht verkneifen. Marie nahm mich auf ihren Arm und Uwe holte Nell zu uns. Nun verlief alles ganz ruhig. Nell beschnüffelte mich von oben bis unten, was mit ihrer Riesennase sehr schnell ging, und ich beschnüffelte daraufhin ihren Kopf. Na ja, zumindest kam ich gerade so gut dran, da ich noch bei Marie auf dem Arm war. Was soll ich sagen, außer: In diesem Moment hatten sich zwei Freundinnen gefunden.
Marie und Uwe holten nun den Rest des Hunderudels, um mich den anderen Hunden vorzustellen. Für Lu, eine große Mischlingshündin, war es nichts Besonderes. Sie schnüffelte einmal und es war für sie in Ordnung. Jana, eine Dackeldame wie ich, aber mit der Fellfarbe saufarben, freute sich sehr und sagte zu mir: »Na, das wurde aber auch mal Zeit, dass hier noch ein kleiner Hund einzieht.« Nun haben Yuma und ich endlich noch jemanden in unserer Größe zum Spielen hier. Yuma, eine Wippet/Schauzer Mischlingshündin, kam ruhig zu mir hin, schnüffelte kurz und rannte dann mit unseren großen Hunden eine Runde über die Wiese. Oh Mann, meine Besitzer waren so froh, dass meine Vorstellung als "unsere Neue", wie sie sagten, so gut beim Rudel ankam. Und ich war es auch.
So, nun möchte ich mich hier einmal vorstellen. Marie und Uwe haben sich schon einige Tage Gedanken darüber gemacht, welchen Namen sie mir geben sollten. Sie wollten einen schönen und ungewöhnlichen Namen für mich finden, und das ist ihnen auch gelungen. Ich finde, sie haben mir einen sehr schönen Namen gegeben. Also, ich wurde unter dem Namen "R" – Carolin von der Sonne geboren und meine Fellfarbe ist schwarz/rot, so steht es in meiner Ahnentafel. Eine Ahnentafel ist so etwas wie eine Geburtsurkunde oder ein Personalausweis für Hunde. Wenn ich älter bin und zum Beispiel auf eine Hundeausstellung gehe, brauche ich immer meine Ahnentafel. Dort steht mein Name und auch die Namen meiner Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und so weiter. Natürlich steht auch meine Chip-Nummer darin, und diese Nummer gibt es nur bei mir auf der ganzen Welt.
Möchtet ihr nun meinen neuen Rufnamen erfahren? Okay, okay, ich verrate ihn euch schon. Ab sofort werde ich mit dem Namen ”June” gerufen. Ich mag meinen neuen Namen sehr. Es waren aufregende erste Tage in meiner neuen Familie und im Rudel. Ich lernte jeden Tag neue Gerüche in meinem Rudel kennen. Spielen und Kuscheln konnte ich wunderbar mit ihnen, und es gab auch viel Platz zum Laufen und Toben. Ihr Leute denkt jetzt wahrscheinlich: Na, buddeln wird sie wohl auch gerne, schließlich ist sie ein Dackel. Aber nein, ich bin June und ich buddle nicht. Ja, ich weiß natürlich, dass viele Dackel gerne buddeln, da sie für die Jagd gezüchtet wurden und gut buddeln können müssen. ABER ich nicht. Hihi, das übernimmt Jana für mich, denn sie buddelt für ihr Leben gerne.
Nach ungefähr einer Woche hatte ich mich prima eingelebt. Kein Wunder, denn hier waren tolle Hunde, Marie und Uwe. Nach ein paar Wochen ging Marie mit mir zur Hundeschule ihrer Freundin Heike, und das für mehrere Wochen, jeden Samstag von 11 Uhr bis 12 Uhr. Mein erstes Mal in der Welpenspielstunde war etwas aufregend. Was soll ich sagen, nach und nach kamen immer mehr fremde Personen mit ihren Hunden, und anfangs schaute ich etwas skeptisch. Was wollen die hier? Marie bemerkte meine kleine Unsicherheit und flüsterte mir zu, dass ich schon ein paar Tage bei ihnen war und nun mit zur Welpenspielstunde kommen könnte, die so etwas wie ein Hundekindergarten sei. Sie versicherte mir, dass ich mir keine Sorgen machen müsste, da alle anderen Welpen genauso den Umgang mit anderen Hunden lernen müssten wie ich. Da es Heikes Hundeschule sei, würden Heike und sie immer dabei sein. Ha, ich muss doch nicht lernen, wie man mit anderen Hunden umgeht.
Mit meinem jungen Alter von mittlerweile 11 Wochen dachte ich, dass ich, June, keineswegs dumm bin. Alles lief prima in dem kleinen Hunderudel, in dem ich nun lebte.
Dort saß ich also, mitten auf dem Hundelatz, als ein größerer Welpe auf mich zu kam. Ich dachte mir: Gut, komm her, dann können wir zusammen spielen. Doch je näher der andere Hund kam, desto intensiver nahm ich seinen fremden, ungewohnten Geruch wahr. Was war das denn? Wieder etwas Neues? Als der andere Welpe vor mir stand, wedelte ich vorsichtshalber freundlich mit dem Schwanz. Besser ist besser, dachte ich, schließlich war er ein gutes Stückchen größer als ich.
Plötzlich fing er an zu hopsen und zu springen, direkt vor mir. Nein, nein, nein, das war zu viel. In Panik rannte ich laut schreiend von dem großen Welpen weg, so schnell ich konnte, zu meiner Marie. Aber was war das? In meiner Panik hatte ich vergessen, nachzuschauen, wo sie gerade war. Ängstlich krabbelte ich immer weiter unter einen Busch, doch dann hörte ich die mir schon so vertraute Stimme von Marie: »June, June mein Mädchen, komm doch aus dem Busch hervor.«
Ganz vorsichtig schaute ich mit meiner Nasenspitze durch die Äste und berührte damit Maries Gesicht. Puh, da kniete sie direkt vor dem Busch und lächelte mich an. Marie hatte mich nicht im Stich gelassen. Wie ein geölter Blitz schoss ich auf sie zu und kletterte so schnell es ging auf ihren Arm.
Marie stand noch immer auf der Wiese, und ich fühlte mich sicher. Zumindest dachte ich das. Doch oh nein, kaum hatte sie mich gestreichelt, schon befand ich mich wieder auf dem Boden. Ich wollte doch überhaupt nicht dort unten sein, ich fühlte mich doch oben auf ihrem Arm sicher. Also beschloss ich, erst einmal an Ort und Stelle zu bleiben und vorsichtig meine Umgebung zu beobachten.
