Dominik Mikulaschek (geb. 1983 in Linz) schreibt Bücher dort, wo der Hype endet – und die Daten beginnen. Er interessiert sich seit Jahren für die Frage, wie wir länger gesund, leistungsfähig und klar im Kopf bleiben können: nicht durch Wundermittel, sondern durch ein solides Verständnis von Biologie, Lebensstil und den Mechanismen der Zellalterung. In seinen Texten trennt er konsequent Marketing-Versprechen von belastbarer Evidenz, übersetzt komplexe Forschung in verständliche Sprache und macht daraus Strategien, die im Alltag wirklich umsetzbar sind. Er liebt klare Messgrößen, nüchterne Einordnung und die großen 80/20-Hebel, die über Gesundheitsspanne entscheiden – von Ernährung und Bewegung bis Schlaf, Stress und Stoffwechsel. Wenn er nicht gerade Studien durchforstet oder Kapitel strukturiert, findet man ihn vermutlich mit einer Tasse schwarzen Kaffee über neuen Erkenntnissen zu Longevity brütend – immer auf der Suche nach dem einen Detail, das aus Theorie Praxis macht.
Dominik Mikulaschek
Jung bleiben
Was die Wissenschaft wirklich über Longevity, Zellalterung und ein langes, gesundes Leben weiß
tredition GmbH
© 2026 Dominik Mikulaschek
Druck und Distribution im Auftrag des Autors:
tredition GmbH, Heinz–Beusen–Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Deutschland
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist der Autor verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne seine Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag des Autors, zu erreichen unter: Dominik Mikulaschek, Holzwurmweg 5, 4040 Linz, Austria.
Inhalt
Vorwort
Einleitung
Teil I – Altern verstehen: Was in Ihrem Körper wirklich passiert
Kapitel 1. Longevity: Der Hype – und die Realität
Kapitel 2. Was ist Altern überhaupt?
Kapitel 3. Die Treiber der Zellalterung
Kapitel 4. Biologisches Alter messen: Was wirklich aussagekräftig ist
Kapitel 5. Gene vs. Lebensstil: Wer steuert Ihr Altern?
Teil II – Die Basis: Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress
Kapitel 6. Ernährung, die jung hält
Kapitel 7. Fasten, Autophagie und Stoffwechsel-Flexibilität
Kapitel 8. Bewegung: Das stärkste Anti-Aging-Tool
Kapitel 9. Schlaf: Die nächtliche Reparaturwerkstatt
Kapitel 10. Stress, Nervensystem und Entzündungsalterung
Teil III – Innere Systeme: Darm, Entzündung, Herz, Hormone
Kapitel 11. Der Darm als Longevity-Zentrale
Kapitel 12. Entzündung: Der Alterungsbeschleuniger Nummer 1
Kapitel 13. Herz, Gefäße und Blutwerte: Jung bleiben von innen
Kapitel 14. Hormone, Muskelaufbau und Energie
Teil IV – Supplements, Medikamente und Zukunftsmedizin
Kapitel 15. Supplements: Was hilft – und was nur verkauft wird
Kapitel 16. NAD+, Resveratrol, Spermidin & Co.
Kapitel 17. Metformin, Rapamycin, Statine – Longevity aus der Apotheke?
Kapitel 18. Senolytika, Stammzellen, Gentherapie
Teil V – Der Bestseller-Teil: Ihr konkreter Longevity-Plan
Kapitel 19. Der 80/20-Longevity-Plan
Kapitel 20. Messen statt raten: Tracking, Blutwerte, Wearables
Kapitel 21. Longevity nach Alter: 30, 40, 50, 60+
Kapitel 22. Die größten Anti-Aging-Fehler
Teil VI – Die Zukunft des Alterns
Kapitel 23. 100 gesund werden: Wie nah sind wir wirklich?
Kapitel 24. Longevity-Mythen: Was Sie sofort vergessen können
Nachwort
Vorwort
Der Wunsch, den Prozess des Alterns zu verzögern oder gar aufzuhalten, ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst, doch niemals zuvor in der Geschichte unserer Spezies war die wissenschaftliche Grundlage für dieses Vorhaben so substanziell wie in der Gegenwart. Wir befinden uns an einem historischen Wendepunkt, an dem das Altern nicht mehr länger als ein unvabänderliches metaphysisches Schicksal betrachtet wird, sondern als ein komplexer biologischer Prozess, der aus einer Vielzahl identifizierbarer und potenziell modifizierbarer Mechanismen besteht. Die Fortschritte in der Molekularbiologie, der Genetik und der Epigenetik haben in den letzten zwei Jahrzehnten Erkenntnisse geliefert, die noch vor einer Generation als reine Science-Fiction abgetan worden wären. Wir verstehen heute auf zellulärer Ebene, warum Gewebe ihre Regenerationsfähigkeit verlieren, warum Proteine falsch falten und warum unsere zellulären Kraftwerke, die Mitochondrien, mit der Zeit an Effizienz einbüßen. Dieses tiefere Verständnis hat das Feld der sogenannten Longevity-Forschung aus der Nische der esoterischen Anti-Aging-Versprechen in das Zentrum der seriösen akademischen Medizin gerückt. Wenn wir heute darüber sprechen, „jung zu bleiben“, dann meinen wir damit nicht die forcierte Erhaltung eines jugendlichen Erscheinungsbildes durch kosmetische Eingriffe, sondern die biochemische und physiologische Aufrechterhaltung von Funktionen, die typischerweise mit einem jüngeren biologischen Alter assoziiert sind. Es geht um die Verlängerung der Gesundheitsspanne – also jener Jahre, die wir frei von chronischen Krankheiten, kognitivem Verfall und körperlicher Gebrechlichkeit verbringen. Dass dies möglich erscheint, liegt vor allem daran, dass die Forschung zeigt, wie plastisch der Alterungsprozess tatsächlich ist. Studien an Modellorganismen und Beobachtungen in menschlichen Kohorten legen nahe, dass unsere genetische Ausstattung zwar den Rahmen vorgibt, die Art und Weise, wie wir diesen Rahmen ausfüllen, jedoch zu einem weitaus größeren Teil von epigenetischen Faktoren und unserem Lebensstil gesteuert wird. Wir wissen heute, dass bestimmte Stoffwechselwege wie mTOR, AMPK oder die Sirtuine als molekulare Schalter fungieren, die entweder auf Wachstum und kurzfristige Reproduktion oder auf Reparatur und langfristiges Überleben programmiert werden können. Dieses Wissen bildet das Fundament für eine evidenzbasierte Strategie des gesunden Alterns. Doch gerade weil das Thema Longevity derzeit einen beispiellosen Hype erfährt, ist eine nüchterne Einordnung dringender denn je. Dieses Buch verspricht Ihnen daher keine Unsterblichkeit und auch keine magische Pille, die Jahrzehnte eines gesundheitsschädlichen Lebensstils in wenigen Wochen ungeschehen macht. Es verspricht keine Heilung für den Tod, sondern eine wissenschaftlich fundierte Anleitung zur Risikominimierung. Was dieses Buch leisten kann, ist die Trennung von Spreu und Weizen in einem Markt, der derzeit von Marketing-Mythen, übertriebenen Biohacking-Versprechen und vorzeitigen Schlussfolgerungen aus Tierstudien überschwemmt wird. Wir werden uns strikt an die Hierarchie der Evidenz halten: von mechanistischen Theorien über Tierdaten bis hin zu belastbaren klinischen Studien am Menschen. Wo die Datenlage dünn ist, werde ich dies explizit benennen. Wo ein Hype die Realität überholt hat, werden wir die Fakten geraderücken. Longevity ist kein Sprint und kein kurzes Projekt, sondern ein systemischer Ansatz, der auf Beständigkeit und physiologischem Verständnis beruht. Dieses Buch verspricht Ihnen eine ehrliche Bestandsaufnahme der modernen Altersforschung. Es wird aufzeigen, welche Interventionen – von der Ernährung über die Bewegung bis hin zu pharmakologischen Ansätzen – derzeit die beste Evidenz für eine Verlängerung der Gesundheitsspanne liefern. Gleichzeitig werden wir die Risiken beleuchten, denn jede Intervention in komplexe biologische Systeme birgt das Potenzial für Nebenwirkungen. Ein zentrales Versprechen dieses Werkes ist die Vermittlung von Autonomie: Sie sollen am Ende in der Lage sein, die Flut an Gesundheitsinformationen selbstständig zu filtern und eine für Ihre individuelle Biologie und Lebenssituation passende Strategie zu entwickeln. Um das Maximum aus diesem Buch zu holen, empfehle ich Ihnen eine aktive und kritische Herangehensweise. Betrachten Sie die hier vorgestellten Informationen nicht als starres Dogma, sondern als einen Werkzeugkasten, der auf biologischen Prinzipien basiert. Das Buch ist so strukturiert, dass es Sie von den theoretischen Grundlagen der Zellbiologie über die praktischen Säulen des Lebensstils bis hin zu den Grenzen der modernen Pharmakologie führt. Wenn Sie ein Kapitel lesen, stellen Sie sich immer zwei Fragen: Welcher biologische Mechanismus wird hier adressiert und wie hoch ist der Grad der wissenschaftlichen Absicherung für die daraus abgeleitete Empfehlung? Nutzen Sie insbesondere die praktischen Abschnitte und die Zusammenfassungen am Ende der Kapitel, um konkrete Veränderungen in Ihren Alltag zu integrieren. Longevity beginnt bei den Grundlagen – Schlaf, Bewegung und Ernährung sind die Basis, auf der alles andere aufbaut. Supplements oder Medikamente können diese Basis niemals ersetzen, sondern allenfalls ergänzen. Seien Sie geduldig mit Ihrem Körper. Zelluläre Reparaturprozesse benötigen Zeit, und die besten Ergebnisse in der Longevity-Forschung zeigen sich oft erst über Zeiträume von Jahren oder Jahrzehnten. Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern die 20 Prozent der Maßnahmen zu identifizieren, die für Ihre Gesundheit 80 Prozent der Wirkung erzielen. Dieses Buch ist ein Plädoyer für eine neue Form der Eigenverantwortung, die auf Wissen statt auf Glauben basiert. Wir werden gemeinsam die biologischen Treiber des Alterns untersuchen – von Entzündungsprozessen über oxidativen Stress bis hin zur Zellseneszenz – und dabei stets den Bezug zur praktischen Umsetzung wahren. Bleiben Sie skeptisch gegenüber schnellen Lösungen und bleiben Sie neugierig gegenüber den tatsächlichen Möglichkeiten der Wissenschaft. Der Weg zu einem langen, gesunden Leben ist kein Geheimnis mehr, das in den Laboren der Welt versteckt ist; er ist eine Landkarte, die wir bereits in großen Teilen gezeichnet haben. Es ist an Ihnen, die ersten Schritte auf diesem Weg zu gehen, informiert, besonnen und mit einem klaren Blick für das Wesentliche. Wir beginnen unsere Reise mit einer Einordnung dessen, was Longevity heute wirklich bedeutet und warum die Unterscheidung zwischen Lebensspanne und Gesundheitsspanne die wichtigste Kennzahl Ihrer Zukunft ist.
Einleitung