(K)ein Wunder (?) - Elisabeth Solano - E-Book

(K)ein Wunder (?) E-Book

Elisabeth Solano

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Beschreibung

Dies ist eine Geschichte aus einer wahren Gegebenheit. Hier wird erzählt wie eine Frau bei einem Autounfall, in Begleitung ihres Bruders, schwer verletzt wird und das Gedächtnis verliert. Beim Lesen werden wir Zeuge davon, wie es ist, das Leben und sich selbst aufs Neue zu entdecken. Aber das wichtigste, was wir aus dieser Erzählung lernen ist, niemals den Glauben und Lebenswille aufzugeben, denn egal was passiert und wie schlimm unsere Lebenslage aussieht, solange wir noch atmen, gibt es noch Hoffnung, dass alles noch gut werden kann. PS. Diese Geschichte basiert auf das Ereignis, dass meine Mutter im Alter von 25 Jahren, eigentlich in der dominikanischen Republik, erlebt hat. Einige Sachen weichen von der Realität ab und viele sind freierfunden. Doch der Unfall, die Zeit im Koma, die verbliebenden Narben, das vorläufige Gedächtnisverlust und das Geschehen während der Entbindung, sind echt. Alle Namen der beteiligten wurden geändert.        

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Elisabeth Solano

(K)ein Wunder (?)

Eine unglaubliche Geschichte, die auf eine wahren Gegebenheit basiert.

Inhaltsverzeichnis

Impressum

1

Alles sah verschwommen aus. Seine Augen öffneten sich nur sehr langsam. Ein lauter Pfiff hämmerte ihm ins Ohr.

Er hielt seinen Kopf fest und bemerkte, dass seine Stirn blutete und schmerzte.

Langsam erinnerte er sich wieder und ganz schnell schaute er zum Beifahrersitz rüber, in der Hoffnung, dass es ihr gut ginge.

Doch der Beifahrersitz war leer, die Frontscheibe durchgebrochen und keine Spur von ihr zusehen.

Schnell schnallte er sich ab, und stieg aus den Wagen aus, der komplett zertrümmert war.

Blutend und schmerzerfüllt, fing er an wie ein Verrückter ihren Namen zurufen.

„Laura!“

Der Himmel war gerade dabei aufzuhellen. Ein neuer Tag brach auf.

Und die Stille um ihn herum nahm ihn jede Hoffnung sie je finden zu können.

Überall wo er hinschaute, waren nur Bäume, Gebüsche und keine Menschenseele zu sehen.

Ein Paar Züge Wagons waren eingeparkt und sahen so aus, als ob diese seit langem nicht mehr bewegt worden waren.

Doch etwa zwanzig Metern von seinem Auto entfernt, entdeckte er etwas auf den Boden.

Vom weiten sah es aus wie ein lebloser Körper. Das Gesicht in der Erde vergraben und der Hinterkopf voller Blut.

Als er dort hinrannte und dem näherkam, stellte er fest: es war sie!

Er eilte auf sie zu und hob sie in seinen Armen. Sie atmete noch, war jedoch nicht ansprechbar.

Er lief mit ihr wieder zur Hauptstraße, rief nach Hilfe, bis ein Auto anhielt. Er lag Laura auf der Hinterbank und stieg selbst ein. Der Fahrer fuhr so schnell er konnte in das nächste Krankenhaus in Santa Clara, eine kleine Stadt in Kuba.

Was keine leichte Aufgabe war bei dem Verkehr. Nils hatte das Gefühl jede Sekunde könnte Laura das Leben kosten.

„Was ist passiert??“, er hörte Stöckelschuhen im Flur hereilen. Und als sie näherkamen, konnte er erkennen, wie besorgt und beängstigt sie war. Es war Martha, seine und Lauras Mutter. Eine gläubige Frau, die so einiges durchmachen musste. Wie zum Beispiel im sehr frühen Alter eine Witwe geworden zu sein und ihre Drei Kinder alleine groß ziehen zu müssen.

Sie war eine Kämpferin, es gab nichts, was ihr das Gefühl gab, aufgeben zu müssen. Wie schaffte sie das bloß?

Nichtsdestotrotz war es ihn sehr schwer gefallen sie anzurufen um ihr zusagen, dass seine Schwester, ihre jüngste Tochter, im Koma, nach einer stundenlangen Operation, lag.

Martha hatte sich sofort nach Nils Anruf ans Steuer gesetzt und versucht so schnell wie möglich in die Hauptstadt zu sein, wo Laura hingeschickt wurde, um operiert zu werden.

Nils war aber klar, dass sie verlegt wurde, weil das Krankenhaus in Santa Clara keine Überlebungschancen für Laura sah.

Drei Fahrstunden später war Martha endlich in die Havanna angekommen und hoffte wie immer auf das Beste.

„Ich sah den Zug näherkommen, ich dachte, ich schaffe es noch über den Gleisen, doch dann traf er uns auf der Beifahrerseite.

Laura war nicht angeschnallt und flog durch die Frontscheibe, wegen des starken Aufpralls und die darauf folgenden Drehungen des Autos“,

antwortete er auf ihrer Frage, ohne den Blick auf sie zu richten und fuhr dann fort,

„Es war ein Zug des Schienengüterverkehr.

Habe seine Geschwindigkeit unterschätzt.

Es gab eine Sperre auf der Schnellen Straße, die zur Stau geführt hatte.

Also nahm ich den Umweg, um schneller bei dir anzukommen“, er fasste sich am Kopf und seine Augen füllten sich mit Tränen als er seine Mutter endlich ansah.

Sie setzte sich neben ihn hin, als würde sie gleich in Ohnmacht fallen. Konnte ihre Gedanken nicht ordnen.

Sie hatte ihre Tochter gebeten an diesem Abend nicht mehr wegzufahren, sondern bis zum nächsten Morgen zuwarten, weil sie sich am Telefon so aufgeregt anhörte.

Martha hatte ein schlechtes Gefühl gehabt und hatte deswegen versucht sie aufzuhalten, aber trotzdem fühlte sie sich schuldig.

Als hätte sie es verhindern können...

2

„familie Mendez?“

„Ja, ich bin ihre Mutter, Wie geht es ihr?“, sie schaute den Arzt an, als wollte sie ihn anbetteln, ihr eine gute Nachricht zu übergeben.

„Sie hätte schon längst von der OP wach sein sollen, sie reagiert aber nicht. Wir werden sie die Nacht in die Intensivstation überwachen.

Momentan können Sie sie aber nicht sehen.

Wir werden alles tun was in unserer Macht steht, aber machen Sie sich auf alles gefasst, denn die Verletzungen sind sehr gravierend vor allem die innerlichen“,

seine traurige Stimme und sein trauriger Blick, als er sich umdrehte und ging, waren deutlich genug, um zu wissen, dass es schlecht um sie bestimmt war.

„Komm Mama, fahren wir ins Hotel. Wir können erstmal nichts tun. Wir kommen morgen wieder. Du hast den Arzt gehört, wir dürfen nicht zu ihr“,

sagte Nils während er seine Mutter am Arm hielt. Sie wollte eigentlich Widerstand leisten, fand die Kraft dazu aber nicht, weil sie unter Schock stand.

Sie war wie gelähmt. Nie hatte sie je in Betracht gezogen, dass sie eines Tages eins ihrer Drei Kinder verlieren könnte.

Laura war zwar schon 25 Jahre alt, doch für sie immer noch ihr kleines Mädchen geblieben.

Am nächsten Morgen früh waren Lauras Brüder, ihre Mutter und ihr Verlobter John, ins Krankenhaus gekommen.

Sie erhielten die schlechte Nachricht, dass sie immer noch nicht aufgewacht war.

Die Ärzte wussten nicht wodran es lag und auch nicht wie lange es dauern würde, bis sie wieder zu sich kommen würde.

So vergingen 32 Tage. Täglich wurde sie besucht, gewaschen und künstlich ernährt.

Einige Verwandten fuhren wieder heim nach Santa Clara, andere kamen nach Havanna, um der Familie abwechselnd beizustehen.

Die Ärzte hatten jedoch jede Hoffnung verloren, dass Laura aufwachen könnte und wollten die Geräten abschalten, die sie am Leben erhielten, denn eigentlich war sie hirntot.

Doch ihre Mutter konnte es nicht zulassen. Sie gab die Hoffnung nicht auf, dass ihre Tochter eines Tages aufwachen würde. Dafür betete sie Tag und Nacht.

Und als sie eines Tages zum Gebetsraum des Krankenhauses ging, um weiterhin für ihre Tochter zu beten, schlief Sam, Lauras jüngerer Bruder, neben ihrem Bett auf einen Sessel.

Bis er vom Stöhnen seiner Schwester aufgeweckt wurde. Schnell sprang er auf und sah, dass sie den Kopf hin und her bewegte und langsam aufwachte.

Da rief er die Krankenschwester, die daraufhin den Behandelnden Arzt rufen ließ.

Schnell wurden Schläuche und Kabeln von Laura entfernt, denn sie fing an von sich aus zu atmen.

---ENDE DER LESEPROBE---