Kältetraining - Sylvia Hoffman - E-Book

Kältetraining E-Book

Sylvia Hoffman

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Beschreibung

Wer sind die Jacobis? Die leitenden Herren, wo immer sie einer vernünftigen Frau blockierend begegnen – am Arbeitsplatz, auf Parties, im häuslichen Schlafzimmer. Was tun, wenn Weinen nicht hilft? Tränen lachen. Beschlossen hat dies Uschi, Kaufhausangestellte mit Ansprüchen an Leben und Beruf, die sich einfach nicht gehören – für eine Frau. Sie setzt ihr unglaubliches Mundwerk in Schwung, putzt uns die Augen und die männlichen Würdepfropfe auf ihr lächerliches Realmaß herunter ... Auf Uschi haben wir lange gewartet: da ist sie endlich, die erste komische Heldin der deutschen Frauenliteratur. Wer sagt da noch, Frauen hätten nichts zu lachen?

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Seitenzahl: 224

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Sylvia Hoffman

Kältetraining

Ihr Verlagsname

Über dieses Buch

Wer sind die Jacobis? Die leitenden Herren, wo immer sie einer vernünftigen Frau blockierend begegnen – am Arbeitsplatz, auf Parties, im häuslichen Schlafzimmer. Was tun, wenn Weinen nicht hilft? Tränen lachen. Beschlossen hat dies Uschi, Kaufhausangestellte mit Ansprüchen an Leben und Beruf, die sich einfach nicht gehören – für eine Frau. Sie setzt ihr unglaubliches Mundwerk in Schwung, putzt uns die Augen und die männlichen Würdepfropfe auf ihr lächerliches Realmaß herunter ... Auf Uschi haben wir lange gewartet: da ist sie endlich, die erste komische Heldin der deutschen Frauenliteratur. Wer sagt da noch, Frauen hätten nichts zu lachen?

Über Sylvia Hoffman

Sylvia Hoffman, 1938 in Berlin geboren, hat zahlreiche Hörspiele und Drehbücher zu Fernsehspielen geschrieben.

Inhaltsübersicht

Kältetraining [Teil 1]Kältetraining [Teil 2]

Es ist soweit.

ICH werde also loslegen.

ICH schreibe an alle, die mich einschüchtern, die mir Angst machen.

ICH schreibe an ALLE!

ICH bin die rechte Hand des Abteilungsleiters der größten Abteilung des größten Bekleidungshauses in der größten Stadt Nordbadens.

Aber dürfte ich ICH bitte kleinschreiben, Dr.?

Gut, ich habe beispielsweise meine Kinder allein großgekriegt.

Ich habe sie sogar mit zusammengebissenen Zähnen von mir weggestemmt. Nur damit sie es leichter haben als ich auf diesem Weg nach oben.

Sie waren von vornherein nur auf sich gestellt.

Sie brauchten nur sich selbst im Auge zu behalten … meine Kinder. Aber auch ich, Dr., fühle mich glänzend, fühle mich heute glänzend. Es muß Ihr hervorragendes Trainingsprogramm sein, das schon wenige Minuten nach Beginn die herrlichsten Früchte trägt.

Eben noch klein und mickrig in Ihrem Wartezimmer … und jetzt bereits «krankgeschrieben» an der Schreibmaschine und auf dem besten Weg, wirklich voranzukommen.

Sie haben gesagt: «Schreiben Sie an die, die Sie überwinden wollen. Schäumen Sie los. Begehren Sie auf. Hinterfragen Sie verdammt noch mal all Ihre unsinnigen Skrupel!» –

Gut, ich war auch vorher zuweilen gut gelaunt, jubelte vor mich hin, dachte, da lebst du nun dein eigenes Leben, bist dreiundvierzig … und schon verstummte mein Jubel bzw. verebbte … Verebbt auch jetzt.

Ich freue mich schon immer wieder daran, eine Substitutin zu sein. Das ist doch schließlich was! Aber mein Jubel verebbt, wenn ich denke: Jetzt bist du dreiundvierzig. Natürlich ist das nicht schlimm, Dr., nur höre ich überall, daß mit vierzig das Leben erst richtig losgeht. Mit vierzig noch gar nichts zu Ende ist. Und das stimmt mich skeptisch. Deshalb, Dr., überhaupt meine Besuche bei Ihnen.

Wünschte ich doch eigentlich, daß jetzt mal Ruhe wäre, daß man mich meinen kritischen Weltbetrachtungen insgesamt überlassen würde, meinem Ärger beispielsweise, täglich soundso viele tausend Male bleihaltige, kohlenmonoxydreiche, sicher lebensgefährliche Luft in mich einatmen zu müssen. Oder meiner verkrampften Nackenmuskulatur. Oder dem ständigen Ziehen im rechten Arm. Oder dem zeitweiligen Stechen im linken Kniegelenk. Oder auch den Krümeln, die sich schmerzhaft zwischen meinen immer müder auseinandergleitenden Zähnen festsetzen.

Ich wünschte, man würde einfach nicht länger von mir verlangen, daß ich das Leben GENIESSE und mich strahlend drin umsehe wie eine Frau, die endlich das richtige Putzmittel gefunden hat und sich nun in ihrer Küche spiegeln kann.

Ich wünschte, man würde mich nicht ständig über alle Medien vom Zerfall der Welt unterrichten und mir gleichzeitig klarmachen, daß ICH dagegen nicht viel machen kann.

Ich wünschte, man würde nicht in Büro und Heim diese kleinen Altäre errichten, vor denen man den Kapitalismus preist, und mir dann andererseits in denselben Büro- und Wohnräumen von den Gefahren des ständigen Wachstums erzählen.

Gerade mit dem Wachstum habe ich so gute Erfahrungen gemacht, Dr.! Mit Wolf C. Jacobi, dem Mann, dessen Substitutin ich bin, kann ich gerade über die Wachstumsraten immer wieder äußerst angeregt plaudern und, wenn sie übertroffen worden sind, trinken und trinken. Mit den Wachstumsquoten haben wir beide ungeheuer viel Spaß. Wir waren schon etliche Male drauf und dran, aus lauter Freude über die Wachstumsquoten im Umsatz von Oberhemden und vor allem Regenmänteln zusammen ins Bett zu steigen.

Ich möchte mir also die Wachstumsideologie von niemandem vermiesen lassen.

Ich möchte überahupt so wenig wie möglich nachdenken dürfen. Ob meine Aktion «Ein Mann darf auch mal schön sein», kombiniert mit der Johannes-Heesters-Autogrammstunde, oder «MANN im Haus» mit einem eintrittsfreien Western im Erfrischungsraum direkt oder indirekt zum rasenden Schwund unserer Rohstoffe, der Überhitzung unserer Flüsse, dem Anstieg des allgemeinen Lärmpegels, von Jugendkriminalität, Alkoholismus oder allgemeiner Vereinsamung beigetragen haben … WILL ICH GAR NICHT WISSEN. Wenn ich genau nachdenke, möchte ich dreiundvierzig sein und Ruhe haben. Dann brauchte ich auch Sie nicht, Dr.!

Auch Ihren hervorragenden Trainingsplan nicht, Dr.!

Ursprünglich dachte ich sogar, schon vierzig wäre genug.

Aber alle Geburtstage wieder stehen sie mit ihren Gläsern um mich rum, umzingeln sie mich blitzartig mit ihren herzlichen Gesichtsausdrücken und rufen mir zu: Jetzt, Uschi, geht’s erst richtig los!

Ich wünschte, es wäre Spätherbst und Nebelschwaden würden übers Land ziehen. Und es würde abends früh dunkel und morgens nur mühsam hell. Und kalte Hände warm zu reiben wäre eine wichtige Beschäftigung. Und eine Tasse Tee mit Rum das Happy-End und vollkommen ausreichend als Ziel, auf das man zulebt einen ganzen Tag lang.

Ich wünschte, Weihnachten stünde vor der Tür und AFN würde mit all den süßen Glöckchen, die ihnen zur Verfügung stehen, mit jingle bells und Schlittenfahrt ans Unterbewußtsein rühren … an atemlose Erwartung, echte Erlösung und handfestes Glück erinnern.

Aber es ist Mai, und die Natur hat sich unwahrscheinlich viel Mühe gegeben … wie immer. Und es sieht auch noch gar nicht so aus, als würde irgend jemand oder irgendwas jetzt erlahmen, jetzt aufgeben, im Knospenstadium alle fünfe gerade sein lassen. Im Gegenteil, alles wächst, alles brütet, und alle sagen mir, daß es jetzt auch für mich erst richtig losgeht.

Und das sagen nun auch Sie, Dr.!

Und von Ihnen wollte ich erlöst werden.

Wie kommen Sie – als «Heiler» – darauf, daß Stillstand Rückschritt bedeutet? Natürlich habe ich von Ihnen anderes erwartet. Natürlich. Aus meiner Geschichte folgern Sie, daß ich nur zwei Chancen habe. Wobei Sie der einen – auch das wundert mich – den Vorzug geben. Sie haben dieses überzeugende Trainingsprogramm entwickelt, daß mich endlich RICHTIG lebensfähig machen soll.

Auch die Migräne wollen Sie damit von mir nehmen.

Obwohl gerade, als Sie sagten: «schreiben Sie», dieses entfernte Pochen hinter der linken Augenbraue sich einstellte.

Es wurde zwar etwas besser, als Sie hinzusetzten: «Denken Sie in Gottes Namen nicht an Literatur.»

Aber ich kann nicht sagen, daß es durch den Hinweis: «Schreiben Sie nur gegen Ihre Skrupel an», schon weggegangen wäre.

Mit der Migräne, das wird wahrscheinlich noch dauern …

Ich werde längst Ihr Trainingsprogramm absolviert haben und über Leichen gehen können, aber auf den Eisbeutel, die Tabletten, die abgedunkelten Räume nicht zu verzichten in der Lage sein. Trotzdem bin ich willig.

Schon die Eleganz Ihrer Schreibtischlampe – von allem anderen ganz zu schweigen – hat mich weich gestimmt.

Ich schreibe.

Ich sitze auf dem Thron der befreiten Frau.

Er ist aus Chrom und schwarzem Kunstleder zweckmäßig und formschön gestaltet.

Schon durch leichten Druck kann man die Rücklehne um maximal 45 Grad senken. Die Bedienung eines Hebels rechts unter dem Sitz ermöglicht ein sanftes Nach-oben-Gleiten, so daß die Knie sich mit der Schreibtischplatte auf einer Höhe befinden. Wie man den Stuhl wieder in die Ausgangsstellung zurückbringt – in einer entsprechend mühelosen und überlegenen Art –, ist mir bis jetzt nicht klargeworden. Ich zögere auch, danach zu fragen. Fürchte, unseriös zu wirken. Und steige, wenn ich spielerisch oder aus purer Nervosität nach oben geglitten bin, ab, lehne mich mit den Ellenbogen auf den Sitz und versuche – durch energisches Hin- und Herrucken – die normale Höhe zurückzugewinnen.

Der Stuhl steht mit vier Rollenbeinen auf dem anthrazitfarbenen antistatischen Teppich meines kleinen – vom Lager durch eine Spanplatte abgetrennten – Büros.

Wolf C. Jacobi, mein Chef, mein Problem (laut Dr.) …

Wolf C. Jacobi ist von richtigen Betonmauern umgeben.

Sein Stuhl greift mit insgesamt sechs Stahl-mit-Rollen-Beinen, entsprechend teurer und absolut kippsicher, auf den Teppichboden. Ich verfüge darüber hinaus nur über eine Gegensprechanlage, die mich jederzeit mit der Abteilung und dem Lager nebenan verbindet, während Wolf C. Jacobi auf einem kleinen Monitor Ladendiebe beobachten kann. Darum beneide ich ihn.

Alles andere ist mir gleichgültig.

Obwohl mein Stuhl gefährlicher ist als der seine.

Ich sitze also auf diesem Thron der befreiten Frau, versuche nicht versehentlich, überreizt wie ich bin, nach oben zu schnellen. Versuche vielmehr Schritt für Schritt Ihr Trainingsprogramm zu absolvieren, Dr.!

Darf noch mal rekapitulieren: zwei Chancen!

Stillstand fällt natürlich weg. Zwei Chancen also.

Entweder zurück zu meiner ursprünglichen weiblichen Bestimmung. Neue Liebe. Großes Gefühl und die ganze Seelengeschichte.

Oder voran und über Wolf C. Jacobi hinweg, der mir immer heilig gewesen ist. Manchmal waren wir natürlich nahe dran, uns zu vergessen, wenn wir auf wirklich ungeheuere Wachstumsquoten zurückblicken durften.

Aber meistens lagen mindestens ein, wenn nicht zwei Geschäftsbücher, Musterkataloge oder gar ganze Kartons von Schlafanzügen, Freizeitjoppen, Anoraks zwischen uns.

Was mir recht war.

Schließlich erleichterte es mir die Einhaltung dieses Schwurs. Eines dieser unglückseligen übereilten Abkommen, die man zuweilen mit den schicksalsführenden Instanzen treffen zu müssen glaubt. Ich hatte mich dazu gleich in den ersten Tagen meiner Körner-Zugehörigkeit hinreißen lassen, sehe mich noch deutlich … in schwarzer Wolle! Ganz in schwarzer Wolle wie alle Verkäuferinnen des Hauses. Sofort kenntlich in schwarzer Wolle. Sehe mich noch völlig ungeschickt den Kunden gegenüber und entsprechend zuvorkommend, sehe, wie ich euphorisch das Fach mit den Manschettenknöpfen aufreiße, wie mir die Schublade entgegenschnellt und die Kundin freundlich lächelnd zurückweicht und wie er gerade da auftaucht … der Chef.

Wolf C. Jacobi persönlich.

In tadellosem grauen Fischgrätenmuster beobachtet er meine ganze Schande. Und dann passiert das Wunderbare, das ergreifend Menschliche: höflich und mit geradezu bestürzender Kameraderie legt er eins der fünfzig Kästchen zurück in die Schublade … für mich. Läßt seinen Jägerblick zwischen sportlich-maskulinen Krähenfüßchen aufblitzen und sagt: «Wie kommen Sie eigentlich hierher? Das würde mich wirklich mal interessieren.» O ja … und ich würde das liebend gern erzählen, ich hole tief Luft, aber da schnappt Wolf C. Jacobi schon wieder nach oben und federt fischgrätengrau zurück in sein Büro.

Wen wird es wundern, daß ich da – nach einem ganzen langen Tag auf schwarzen Pumps in schwarzer Wolle, mit trockenem Mund vom Loben und Preisen der bequemen Freizeitjacken, der bügelfreien Schlafanzüge, der lose fallenden Streifenhemden, entmutigt vom Mußmirsnochmalüberlegen, verfolgt von entgegenschnellenden Schubladen … daß ich, meine lange Geschichte auf den Lippen, mich dem Nächstbesten zuwende? Mit Harry Bender, Jacobis Substituten, ins zauberhafte, ja, beste Weinhaus in der Pfalz fahre?

Das Dumme war, daß sich alsbald zeigte, daß Harry Bender selber eine Geschichte zu erzählen hatte. Und da er die Rechnung bezahlen würde, durfte er zuerst.

Und ich hörte also die äußerst originelle Geschichte eines jungen Mannes, der, zum Geigenspielen geboren, vom Vater zum Erlernen eines kaufmännischen Berufs gezwungen worden war. Nun, da der Vater an Leberzirrhose monatelang dahingesiecht war, hätte sich für den im Herzen immer weiter Geigenden alles zum Guten wenden können, wäre nicht die Mutter noch gewesen. Diese Mutter!

Harry Benders Worten konnte ich entnehmen, daß, sollte ein Lexikon die Definition des Begriffs «Mutter» benötigen, der Verlag nur ein Paßfoto der Frau Bender abdrucken müßte, und alles wäre klar. Diese wunderbare Mutter hatte aber typischerweise wenig oder gar nichts im Leben zu lachen gehabt, und nun wollte Harry sie mit seinem Geigenspiel nicht erschrecken, wollte lieber – im wahrsten Sinne des Wortes – bei der Stange bleiben. Zwischendurch wurden mir beim Licht der Kerze, die auf einem solchen Tisch in einem solchen Weinhaus nie fehlen darf, die typischen Geigerhände gezeigt, die langen schmalen Finger einzeln gepriesen. Auf der Toilette merkte ich, wieviel ich während dieser Darbietungen getrunken hatte. Sehe mich noch in schwarzer Wolle vor terakottafarbenen Kacheln, erinnere mich, erst dann das Messingschild mit meinem Namen von der Wollbrust gelöst und in plötzlichem Aufbegehren in den Eimer für Damenbinden geworfen zu haben. Weiß, daß ich dann, durch zahlreiche Nebel zurück an den Tisch geglitten, energisch das Erzählen MEINER Geschichte aufnahm. Gar nicht mehr daran dachte, sie zu unterbrechen, als feinnervige Geigerfinger dem Ober Banknoten reichten, als sehnige Geigerhände meinen Mantel anschleppten. Nein, immer weiter erzählend von nicht erreichter mittlerer Reife, von Hemmungen und DDR-Flucht, fand ich meinen Weg über wippende Füße hinweg zur schweren Weinhaustür und raus und – den Faden nicht verlierend – in den Opel Rekord.

Aber ich hatte nicht mit der Wucht von Harry Benders Lobeshymnen auf den Rehrücken gerechnet. Ich bin ein Kartoffel-und-Quark-Typ. Wir sind immer froh gewesen, Kartoffeln und Quark zu haben. Was sollte der Rehrücken, jetzt, wo ich erzählen wollte, daß ich nicht einmal in der Lage gewesen war, einen Volkswirt auf emotionaler Ebene zu überzeugen, so daß ich nun mit zwei Kindern allein dasäße – und als Aushilfsverkäuferin vor allem, was mich oft zu Tränen bringen würde – DASTÜNDE. Was sollte jetzt die detaillierte Aufzählung aller im Rehrücken vorgekommenen Gewürze?

Ich müßte weitererzählen.

Ich konnte meine Geschichte damals nicht enden lassen.

Harry Bender durfte sich einem Kaffee in meiner Wohnung nicht entziehen. Genau bei meiner Rückkehr aus Amerika nahm ich die Erzählung wieder auf.

Damals bemühte ich mich sehr um einen literarischen Stil, Dr.! Schon, um Harry Bender – diesen Geigenvirtuosen – nicht zu enttäuschen. War ja auch geübt. Schrieb ja damals diese vielen Leserbriefe. Zu jedem Thema.

Es brauchte nur eine geschäftstüchtige Journalistin zu warnen: «Vorsicht, meine Damen, wenn Ihnen ein Bart wächst», und schon flog mein Kugelschreiber über die weiße Rückseite von Lieferaufträgen der Firma Körner und Sohn.

Es brauchte nur die Stadt München zu entscheiden, daß weibliche Daumen zu kurz bzw. weibliche Zeigefinger zu lang für technische Berufe sind, schon bot ich den verschiedensten Redaktionen schäumende Formulierungen an.

Glücklicherweise passierte täglich genug Haarsträubendes, daß ich nie um Themen für meine Leserbriefe zu bangen hatte. Das nur nebenbei.

Auch heute würde sich da einiges finden lassen, Dr.!

Oder glauben Sie nicht?

Oder gehört das nicht zu Ihrem Trainingsprogramm?

Steht es gar im Widerspruch zu meiner Eingliederung ins HEUTIGE Leben? Darf nur der arme Jacobi meine Zielscheibe sein? Muß man seine Wut genau dosiert auf eine kleine Stelle, eine möglicherweise gar nicht so entscheidende Wunde richten?

Damals jedenfalls schlug ich formulierend noch einfach wild um mich. Und an diesem Abend in meinem – von gelangweilten, fernsehenden Kindern verwüsteten – Wohnzimmer, auf weinroter Bettcouch, mit ungeschminkten, immer trockner werdenden Lippen, dünnen Kaffee trinkend, erzählte ich ebenso wortgewaltig (oder was ich zumindest dafür hielt) von meinem Leben in Amerika. Wie dieses Reservat ewiger Kindlichkeit und preiswerter Wunder mir lieb gewesen war.

Reichlich Sonne, trockener Schnee.

Ein Magnolienbaum vorm Fenster.

Seltsame Vogelrufe.

Viel, viel Zeit in Suburbia.

Ein Stück Hefegebäck und dampfender Kaffee zum zweiten Frühstück, hinter Sturmfenstern. Vierzig Grad Hitze, vierzig Grad Kälte.

Man kann sich dort gar nicht so langweilen wie hier:

Die Kindheit ist dort noch lange nicht vorbei.

Man pfeift vor sich hin, weil Weihnachten ist.

Man hat überhaupt keine Angst, immer wieder die alten Lieder zu singen.

Der Milchmann geht ums Haus, stellt eine riesige Flasche Milch, frische Eier und Hüttenkäse in einen Kasten auf der hinteren Veranda. Er ist schwarz, und wenn er einen sieht, spielt er sofort den guten alten Onkel Tom: «Morning, Madam!»

Der Zeitungsjunge wirft, ohne abzusteigen, vom Fahrrad aus die gerollte Zeitung auf die Eingangsstufen.

Man sitzt da und liest Bücher über die Freuden und Qualen anderer.

Die Kinder trödeln zur Schule, trödeln zurück, die Hefte einfach unter den Armen.

Hausfrauen haben eine wunderbare Idee. Sie gründen eine Gitarrengruppe, die Ladyfingers … und treten bei Hochzeiten auf, und alle backen sie wunderbare süße Kinder-Kuchen und klatschen in die Hände, weil man in Heidelberg, really in Heidelberg, in die Schule gegangen ist.

Aber während ich meiner wirklich hoffnungslosen Liebe zur Frau des Häusermaklers, auf der ich zwei- oder dreimal berauscht, aber sehr hilflos gelegen habe, bei dampfendem Kaffee nachhänge, versuche sie beim Fernsehen zu vergessen, und nach einem Martini am Abend bereit bin, ihr ans Ende der Welt zu folgen, beginnt mein Volkswirt, mein Dr. rer. pol., mein blasser Riese, zu schweben.

Am Anfang wahrscheinlich nur knapp einen Zentimeter über dem Boden, denn ich merke es nicht.

Er geht neben mir die Straße hinauf und hinunter.

Ich gehe neben ihm durch Supermärkte und Busbahnhöfe.

Aber wer da wirklich geht, das sind nur die beiden kleinen Mädchen, die wir an den Händen halten. Ich liege festgeankert am duftenden Hals der Frau des Häusermaklers, und er, mein rosiger Gatte, hat längst den Boden unter den Füßen verloren, stolpert schon mittags in Messing- und Spiegel-Bars, spricht über amerikanische Probleme, sitzt mit aufgestützten Ellenbogen, vor-sich-hin-nickend, erkennt die Gefahren für dieses Land und bemerkt nicht, daß seine amerikanischen Gesprächspartner die Armbanduhren im Auge behalten, bereit sind, alles zu ändern, aber die Tischzeit nicht eine Minute überschreiten.

Was macht’s, mein Volkswirt setzt das Gespräch mit anderen fort, die kommen und gehen. Sein rhythmisches Kopfnicken zieht arbeitslose Schwarze an, die ihm die fremde Melodie ihrer Sprache anbieten. Yes, man, and wait and see, the saviour cometh, just hang on, man, just hang on, yessirie. Und eines Tages steht er da, in Bermudashorts, und ihm wächst ein roter Bart. Er trägt keine Brille mehr eines Tages. Er pflegt, einmal gekündigt, seine Kurzsichtigkeit. Also verschwinden auch die Kinder und ich an diesem sonnigen Tag auf dem Flughafen schon nach zehn Schritten, winkt er zwanzig Grad zu weit nach rechts, wenn wir ihm Kußhände zuwerfen.

Ich war begeistert von meiner Schilderung.

Ich wußte gar nicht, warum Harry Bender dauernd auf der Bettcouch hin und her rutschte, sich einmal zurücklehnte, ein Kissen hinter den Kopf gestopft, dann wieder die Ellenbogen auf die Knie stützte und das Muster im Afghan verfolgte. Ich wußte nicht, warum er keine Zeichen von Faszination zeigte. War meine Geschichte nicht mindestens ebenso ergreifend wie die des verhinderten Virtuosen?

Ich schilderte auch noch nachdrücklich die Ankunft in Deutschland …

… meine Eltern klein und grau. Arm in Arm. Meine Eltern von ferne leicht zu bewältigen. Wie sie die Kinder und mich an sich ziehen und halten und unaufhörlich reden. Liebe bis zum Ohrensausen darbieten. Ich ahnte, daß bei diesem Überfluß ein Engpaß eintreten mußte. Ich ahnte das mit Schrecken, denn ich wußte, wir würden es erleben, wir würden ja bleiben, mein Dr. rer. pol würde sicher niemals den Boden unter den Füßen zurückgewinnen. Wollte ganz sicher überhaupt nicht. Ich sah ihn – roséfarben und gasgefüllt, an einem restlichen Faden Bürgerlichkeit hängen, den ich nun auch noch losgelassen hatte. Sah ihn über unsere staunenden Gesichter langsam, ja, schwerfällig entschweben in von mir nicht neidlos imaginierte bläulich-gläserne Höhen, in wolkenlose Unendlichkeit. Sah ihn – beschwert nur von dem hinterher zischenden Faden bürgerlicher Verantwortung – auf Windböen reisen, von Luftströmungen geschaukelt jahrzehntelang Lärm und Dreck überdauern. Und schließlich platzen.

Und schade, dachte ich dann und denke ich jetzt und dachte ich auch dem hin und her rutschenden Harry Bender gegenüber, schade, daß es immer den Männern gelingt, auf Windböen zu reisen und von Luftströmungen geschaukelt zu werden, und daß ihr Platzen kurz und schmerzlos verläuft.

Ich, Frau, schleppte … edel und rechthaberisch zugleich … die gemeinsamen Kinder am Boden entlang, stand, ängstlich die eingebrockte Suppe löffelnd, zu meinen kleinbürgerlichen Entscheidungen. Und ich gestehe jetzt, Dr., erst jetzt, daß ich mir die ewige Dankbarkeit und Hingabe dieser Kinder wünschte, daß ich von Ihnen geliebt und verehrt werden wollte im gleichen Maße, wie sie diesen flüchtigen Vater, diesen entspannten Egoisten, verachteten. Ich bin nicht so zufrieden mit mir, Dr.!

Und ich fürchte, daß das ein Rückfall in Ihrem Trainingsprogramm bedeutet.

Schnell muß ich wieder diejenige sein, die im Recht ist, die ausgenutzt wird, die praktisch fehlerlos plötzlich flach zu liegen kommt auf der weinroten Bettcouch, den Kopf ungeschickt abgeknickt an der schön weißen Rauhfaser, und Harry Bender, Künstler und Textilverkäufer, knieend zwischen meinen Oberschenkeln sämtliche Hersteller von Damenstrumpfhosen verwünschend …

Ich versuchte damals einerseits, die Geschichte bei meiner ersten Stellensuche fortzusetzen, andererseits meine Koordination so weit wiederherzustellen, daß ich mich aus dieser wenig attraktiven Lage aufrichten könnte. Doch während die sensiblen Geigenfinger an meinem Strumpfhosenbund schnippten, drückten sich auch schon musisch-volle Lippen, leider bedeutend zu stark angefeuchtet, auf meine inzwischen wieder knisternd trockenen, und all meinen inneren und äußeren Einwänden zum Trotz … drängte auch noch eine reichlich bemessene Zunge in meinen Mund … und schon wurden meine ablehnenden Worte vollends in Speichel ertränkt. Jetzt konnte ich mich auch wieder an die verschiedenen Gewürze des Rehbratens erinnern. Jetzt fiel mir besonders Knoblauch wieder ein. Aber bevor ich diesem zweifelhaften Aha-Erlebnis lange nachhängen konnte, hatten Geigenhände die Fehlkonstruktion der strumpferzeugenden Industrie kurzerhand zerstört. Und ich konnte mich nur wundern, daß es gerade Harry Bender war, der hier so energisch zu Werke ging. Dieser gehorsame Sohn. Dieser – seit Jahren – zweite Mann in der Herrenoberbekleidung. Warum gerade jemand, der mir gar nicht nützen konnte. Warum nicht wenigstens Jacobi und warum nicht gleich Körner, der Körner von Körner und Sohn. (Damals ahnte ich nicht, was ihm alles fehlte.) Ich dachte nur, wie viele Männer hast du vor den Kopf gestoßen, nur weil du die Pille nicht schlucken willst, weil dir das peinlich ist, allabendlich als alleinstehende Frau diese Pille zu schlucken. Und nun das! Nun der! Ich war mir auch nicht klar, an welchem Tag meines monatlichen Zyklus ich hier von diesem verhinderten Geigenspieler vergewaltigt wurde. Vielleicht, dachte ich, standen meine kleinen Töchter schon längst im Wohnzimmer und sahen diese schöne Bescherung, sahen ihre Mutter in voller Vergewaltigung mit zerrissenen Strumpfhosen, den guten schwarzen firmeneigenen Wollrock nach oben geknäult, den Kopf zur Seite abgeknickt, mit völlig nutzlosen Händen. Das schüttere Haar des Geigenspielers, den nackten Hintern des Geigenspielers, die große Eile des Geigenspielers. Denn natürlich war es wieder keine richtige Vergewaltigung, nicht einmal das, es war nur die übliche Eile, hervorgerufen durch den Leistungszwang, unter dem jeder Mann zu stehen scheint, auf den ich Unglückliche treffe. Was mache ich nur falsch?

Nein, nein, Dr., ich werde nicht wieder rückfällig, ich werde nicht wie üblich an meiner eigenen Nase zupfen, vor meiner eigenen Türe kehren. Ich weiß schon, worum es geht.

Und die Kinder standen auch nicht im Zimmer.

Erst als wir eine Weile geschlafen hatten, dann abwechselnd unter großem Rauschen das Bad benutzt und Harry Bender dort unnötigerweise gepfiffen hatte, begegneten sie uns auf dem schmalen Korridor, standen uns mit schokoladenverschmierten halbgeöffneten Mündern, aus denen silberne Zahnspangen blitzten, in ausgewachsenen Nachthemden gegenüber. Staunten aus ziemlich leeren Augen. Kratzten sich hier und da. Konnten damals eigentlich schon bedeutend netter aussehen. Ich suchte nach passenden Worten, um sie dem Ästheten zu erklären. Versuchte jetzt, uns ihm schmackhaft zu machen. Dachte heimlich schon an ein gemeinsames Frühstück. Sah uns lachend die Reste meiner Strumpfhose suchen. Plante einen gemeinsamen Ausflug im Opel, plante glückliche Kindergesichter im Fond … als er das betretene Schweigen mit der ruhigen Feststellung brach, daß er nun gehen müsse, daß er sich freue, meine Töchter kennengelernt zu haben, daß er auch herzlichst für den Kaffee danke, daß er sich jetzt wieder bemerkenswert frisch fühle, daß SEINE Mutter nun bestimmt in Sorge wäre und daß wir uns im Geschäft ja sehen würden.

Die Kinder standen, starrten.

Er hob den Arm, streckte die lange weiße Hand in die Luft, wackelte lustig mit sämtlichen Geigerfingern, zwinkerte mit dem linken Auge in meine Richtung, öffnete die Tür, schloß sie – noch einmal aufmunternd lächelnd.

Wir hörten mit großem Interesse, mit steigendem Interesse, wie seine Schritte die Treppe runtersprangen, hörten fasziniert das Zuschlagen der Haustür, hörten gespannt das Auto anspringen, starten, wegfahren … Da fiel mir ein, daß ich ungefähr vor 14 Tagen meine Periode gehabt haben mußte, und während mir der Angstschweiß ausbrach, tat ich schnell zwei völlig überflüssige Dinge: Erstens schob ich, schubste ich, boxte ich die Kinder zurück in ihre Betten, verbot ihnen, wenn sie nicht aufhören würden, darüber zu heulen, das Fernsehen für mehrere Wochen, drohte, das Gerät hier und jetzt kaputtzuschlagen, wenn auch nur ein einziger Schluchzer zu hören sein würde. Und schwor – zweitens – in die dann eintretende Stille hinein, schwitzend, bei allem, was mir heilig war, wobei ich mich nicht genau festlegen konnte, weil mir in dem Augenblick nichts Konkretes einfallen wollte, schwor, nie wieder mit einem Mann aus dem Bekleidungshaus Körner und Sohn zu schlafen, wenn ich diesmal ohne Leibessegnung davonkäme, im wahrsten Sinne des Wortes, leer ausgehen würde.

Wenn Ihnen diese Schilderung schmierig vorkommt, kann ich Ihnen nicht helfen, Dr.!

Oder den Jacobis … oder wer immer das liest.

Solche Sachen passieren fortlaufend.

So lebt man als Frau.

Besonders wenn man zum «Guten Morgen»- und «Auf Wiedersehen»-, «Bitte»- und «Würden Sie so freundlich sein»- und «Herzlichen Dank»-Sagen erzogen worden ist.

Man kauft nicht nur kraushaarigen Studenten Zeitschriftenabonnements ab. Man wagt nicht nur nicht, dem Warenterminbroker am Telefon: «Nein, ich will keine dreitausend Tonnen Kakao» zu sagen.

Man läßt sich zum Essen einladen, will nichts als seine traurige Geschichte erzählen, und schon liegt man sprachlos im eigenen Wohnzimmer und läßt sonstwas mit sich machen. Man boxt seine eigenen Kinder zur Ruhe, nur um keine Klagen aufkommen zu lassen, sieht einem grauen Sonntag mutig entgegen und erwartet gar nichts, nur weil man sich den lieben Gott als Mann vorstellt. Das nicht aus dem Kopf kriegt. Vor Männern immer wieder diesen Respekt hat.

Ich kann mir gut vorstellen, daß es Frauen gibt, die in der Lage sind, einem albernen, mickrigen Geigenspieler und Substituten im richtigen Augenblick das Handwerk zu legen bzw. ihn, mit passenden Worten, sich von der Strumpfhose zu halten.

Ich dagegen – mit meiner an Ritualen reichen und Liebe armen Mittelstandskindheit – glaube auf keine Zuwendung verzichten zu können, versuche noch der Tatsache, daß jemand auf meinem Klo mal pinkeln muß, Gastgeberseligkeiten abzugewinnen, lese daraus ein Interesse an meiner Wohnungseinrichtung und steigere es sogar zum Wunsch des Pinklers, alles über mich zu wissen, in meine Seele vorzudringen, mich richtig verstehen zu wollen. Ich bin eitel.

Ich halte mich lange vor Spiegeln auf.

Die schönsten Gesichtsausdrücke habe ich bereits an mir bewundern können. In der Öffentlichkeit allerdings, die Absage vorausahnend, den Vergleich mit anderen scheuend, gelingen mir diese nur halb so gut.

Ich wäre gern etwas ganz Besonderes. Zum Beispiel klug, zum Beispiel witzig. Meinetwegen auch schön. Und möchte alles dann wieder verleugnen, mich ganz klein machen, durch meine Bescheidenheit bezaubern. Wenn’s nicht so anstrengend wäre, würde ich ganz gern den Nobelpreis gewinnen, bloß um ihn nach Hause zu tragen und meinen Freunden zu schenken, damit sie wissen, wen sie da haben, damit sie sich nie schämen müssen, gerade mich zu lieben.

Da ich fürchte, daß es einigen Leuten so geht, hätte ich einen Vorschlag zu machen:

Man könnte möglicherweise die Welt vor dem Untergang durch dieses Übermaß an Leistung bewahren, wenn Eltern dazu übergingen, ihren Kindern ein vernünftiges Maß an Liebe zu geben.

Nicht zuviel und nicht zuwenig.

Und vor allem nicht sporadisch, wie es meistens geschieht. Hin und wieder verabreichte Überdosen an schuldbewußter Liebe sind das allerschlimmste. Sie sind wie Magenerweiterung durch übermäßige Nahrungsaufnahme, und das Hungergefühl, das dadurch entsteht, ist quälend für alle Beteiligten.

In jedem Fall stelle ich mir vor, daß ein vernünftiges Maß an Liebe uns allen eine Menge eigene Strampelei ersparen und darüber hinaus vor den Konsequenzen und Resultaten des Gestrampels anderer schützen würde.