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Wenn einer eine Reise tut, passiert noch gar nichts. Abenteuerlich wird es allerdings, wenn man sich in einen Kontinent verliebt und nicht mehr loslassen kann. Der Autor ist ein bekennender Asien-Fan, aber nicht nur der atemberaubenden Landschaften und Sehenswürdigkeiten wegen. Vor allem fühlt er sich zu den Schönheiten der asiatischen Länder hingezogen - den Frauen. In einer lebhaften und facettenreichen Erzählung erhält der Leser detaillierte Tipps über den oft schwierigen Umgang mit asiatischen Frauen, die ihr Leben in Armut fristen und in Bars auf den reichen „Farang“ warten. Viele sehen den ausländischen Mann als einzige Chance, um ein besseres Leben für sich und ihre Familien zu erlangen. Aber auch zahlreiche Informationen über geltenden Gesetze, sowie Sitten und Gebräuche in Thailand, den Philippinen oder China vervollständigen den Inhalt dieser Geschichte. Wer dort Land, oder ein Haus kaufen oder bauen möchte, dem seien die Ratschläge des Autors ein wertvoller Ratgeber.
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Seitenzahl: 730
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Peter Mangold
Kein Geld, keine Liebe
Mein Leben mit asiatischen Frauen
Eine wahre Geschichte
Bibliografische Informationen der Deutschen Bibliothek: Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte Dateien sind im Internet über https://portal.ddb.de abrufbar.
Impressum:
© Autor: Peter Mangold
Herausgeber: ©red scorpion books
Konvertierung: Zeilenwert GmbH / Libreka
Titelfoto: Bild von Sasin Tipchai auf Pixabay
Fotos: Peter Mangold / Pixabay
© Redaktion und Layout: www.evelyne-kern.de
ISBN: E-Pub: 9783959249669
Cover
Titel
Impressum
Prolog
No Money, no Honey, kein Geld keine Liebe. (keinen Liebling)
Philippinen
Gina
Sheila
In Deutschland
Wieder in Bauang
Hahnenkämpfe
Alfreds und Haralds neue Liebschaften
Haralds neue Eroberung
Jennifer
Der Bankcrash
Florida Memories
Der Colonel
Unsere Nachbarn
Der Vice-Mayor
Streit mit Jennifer
Mindanao
Bei Jochen
Songkran
Porn
Unsere Hunde
Das Geisterhaus
Porns Familie
In Phnom Penh
Highway Karaoke
Angkor Wat
Tha Prom
Klaus und seine ihm Angetraute
Roberts Besuch
Shwedagon Pagode
Fahrt nach Mandalay
Mandalay
Mandalay Hill
Bagan
Mount Popa
Porns Familie
Die Rattenplage
Grundstückssuche
Drogen
Blitzschlag
Das erste Grundstück
„Lehigh Enterprises
Das zweite Grundstück
Brunnenbohrung
Der Raub
Die Arbeiten am Teich
Teichpflanzen
Kaufinteressenten
Wir bauen
Grundstücksverkauf
Der Baufortschritt
Die Mauer
Der Einbauschrank
Die Steuer meiner Firma
Das kleine Haus
Einzug in das neue Haus
Diebstähle
Thien
Der Onkel
Die Duschtrennwand
Maniok Pflanzen
Das Ehepaar aus Deutschland
Verkauf des dritten Grundstückes
Der Traum
Der Besuch aus Deutschland
Malie
Buddha Mountain
Silver Lake Vineyard
Meine Frau
Porns neue Ideen
Mein Entschluss
Farang Immobilien
Porns Besuch in Deutschland
Malie
Xiulilian
Guangzhou
China Southern Airline
Zurück in Pattaya
Chinese Kisses
Xiaofeng
Luoyang
Der Eklat
Shanghai
Jennifer hat geschrieben
„Hallo Sir“
Der letzte Versuch
Wieder in Shanghai
Oriental Pearl Tower
Geburtstagsfeier der Mutter
Shen Zhen
Hongkong
Rückfahrt nach Nanjing
Hausverkauf
Heirat in Nanjing
Dieses Buch ist all denen gewidmet, welche sich in einer möglichen Midlife Crisis befinden und glauben, alles Bisherige wäre negativ. Welche mit dem Gedanken spielen, ihren Beruf oder bisherigen Job an den Nagel zu hängen und einen neuen Lebensabschnitt ins Auge fassen. Sie wollen hier alles aufgeben, möglicherweise sogar ihre Familie verlassen, ihren sicheren Arbeitsplatz, ihren bisher gesicherten Status in der Gesellschaft, einfach alles, was ihnen bisher lieb und teuer war.
Wer von uns Männern hatte noch nicht den Traum von Sonne, Palmen, Meer und exotischen Frauen. Dieser Traum weckt Wünsche und Sehnsüchte. Er lässt vergessen, dass es nirgendwo den „Garten Eden“ gibt. Mancher denkt an Frauen, welche nicht emanzipiert sind, eher noch devot und unterwürfig, welche einem Mann die Wünsche von den Augen ablesen. Ein Klischee, wie vieles andere auch.
Ich habe drei Jahre auf den Philippinen, neun Jahre in Thailand und fast ein Jahr in China gelebt. Ich war auf Reisen in Laos, Kambodscha und Myanmar. In all diesen Jahren lernte ich sehr viele Frauen kennen. Doch keine war wie in meinem Traum.
Meine Frau lernte ich in China kennen. Zu einer Zeit, als mein Traum schon ziemlich verblasst war und mich die Realität schon lange eingeholt hatte. Alle meine negativen Erfahrungen sind allerdings zwischenzeitlich schon lange in den Hintergrund getreten.
Ich hatte versucht, meinen Traum in die Realität umzusetzen und musste feststellen, es war eben nur ein schöner Traum. Fakt ist, als Ausländer bekommt man meist nur Kontakte mit Frauen der unterprivilegierten Schicht. Für diese Frauen, überwiegend vom Lande, meist mit geringer Schulbildung, ist eine Partnerschaft mit einem Ausländer oft der einzige Ausweg, der Armut zu entkommen. Viele Frauen, welche ich im Laufe der Jahre kennenlernte, hatten bereits ein oder mehrere Kinder. Deren Männer hatten schon längst das Weite gesucht, warum auch immer, ohne sich um ihre Familie zu kümmern. Man könnte nunmehr davon ausgehen, dass eine Frau, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, zufrieden wäre, wenn sie einen Mann kennenlernen würde, welcher ihr eine gesicherte Existenz bieten würde.
Dies waren meine Gedanken und Überlegungen. Die darauffolgenden Jahre in Asien sollten jedoch meine naiven Vorstellungen grundlegend in Frage stellen. Selbstverständlich war mir klar, dass es in asiatischen Ländern gravierende Gegensätze und Wertvorstellungen gibt. Ich war jedoch der Ansicht, dass man mit Toleranz und einer gewissen Kompromissbereitschaft immer ein Arrangement treffen könne.
Einige fundamentale und gravierende Unterschiede möchte ich hier kurz ansprechen. Unsere Erziehung, ist in der Regel weitgehend geprägt von westlichen Wertvorstellungen. Mit anderen Worten, wir streben nach sozialer Absicherung. Beispielsweise für den Fall einer Berufsunfähigkeit nach einem Unfall. Diese Absicherung, gewährt uns zumindest eine mehr oder weniger gesicherte Existenz. Soziale Strukturen sind in vielen asiatischen Ländern oftmals nicht, oder nur unzureichend vorhanden und meist nur einer privilegierten Schicht vorbehalten. Auch die allgemeine Einstellung zur Altersversorgung ist häufig kontrovers mit unseren Vorstellungen und geht nicht konform mit unserer Denkweise.
Man lebt hier, heute und morgen wird es schon irgendwie weitergehen. Ich spreche speziell von den Philippinen und Thailand. Wer dort eine Frau heiratet, sollte sich darüber bewusst sein, dass er zwangsläufig auch für deren Familie Verantwortung übernehmen muss.
Wobei der Begriff „Familie“ unter Umständen nicht nur ihre Eltern und Geschwister, sondern möglicherweise auch deren Verwandte umfasst. Wer das nicht weiß, oder einfach ignoriert, fordert Probleme geradezu heraus. Die Familie hat oberste Priorität. Das muss man sich vor Augen halten. Im Hintergrund einer Beziehung steht also immer die Familie, mit ihren direkten oder indirekten Forderungen.
Ob der Ausländer finanziell in der Lage ist, diese Forderungen zu erfüllen, wird nicht hinterfragt und interessiert letztendlich auch niemand. Diese Verhaltensmuster führen zwangsläufig zu permanenten Konfrontationen und belasten kontinuierlich jede Beziehung. Wenn der Betreffende sich weigert, oder schlicht und einfach finanziell nicht in der Lage ist, die Familie zu unterstützen, dann wird die Tochter verbal unter Druck gesetzt und es wird ihr suggeriert, dass „Er“ sie nicht liebe.
Begriffe wie Toleranz, Verständnis, Nachsichtigkeit, werden meist nicht als Tugendhaftigkeit verstanden, sondern vielmehr als charakterliche Schwäche, oder schlicht und einfach, als Dummheit interpretiert.
Als Tourist sieht man verständlicherweise vieles aus einer anderen, aber oftmals völlig falschen Perspektive.
Diese vier Worte sind hier allgemeines Gedankengut und sagen eigentlich alles aus. Man lächelt über diesen Ausspruch, dieser hat aber inhaltlich dennoch einen ernsthaften Hintergrund.
Nun stellt sich die Frage, wo lernt ein Ausländer dort eine Frau kennen? Jung und knackig sollte sie sein, man will ja nicht am Status Quo verharren, um es mal vorsichtig auszudrücken. Also ab in eine Bar. Die Auswahl kennt keine Grenzen. Dort quillt es über von Frauen jeden Alters. Wer da nicht seine Herzdame findet, ist selbst schuld.
Der Drang nach gewissen Aktivitäten lässt sich kaum noch bändigen. Von allen Seiten hört man Zurufe „Hallo sexy Man“. Wer ist damit gemeint? Diese Frage stellt sich natürlich nicht. Schließlich leidet man ja nicht unter Minderwertigkeitskomplexen. Somit hat die Bezeichnung „Sexy Man“ durchaus seine Berechtigung.
Wie schon erwähnt, die Präsentation der Schönheiten ist zahlreich und wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual. Der Service hier ist vorbildlich. Die Getränke sind billig und die Mädchen sind willig. Zu dieser Schlussfolgerung kommt man bald, dazu bedarf es keines überdurchschnittlichen IQ. Nun hat sich eine der Lotusblumen, trotz der Konkurrenz einiger anderer Schönheiten durchgesetzt und setzt sich zu ihm. Sie flüstert „Hello sexy Man.“ Dass sie einen Lady Drink erwartet, ist ja wohl logisch. Dieser wird schnell serviert und die Lotusblume lächelt ihm dankbar zu. So ergibt sich schnell und unkompliziert der erste Kontakt. Bei genauerem Betrachten stellt er fest, dass die Lotusblume auch nicht mehr ganz taufrisch sein kann und ein gewisser Alterungsprozess, zumindest doch im Ansatz, erkennbar ist. Die schummrige Beleuchtung leistet ihren Beitrag, um ihm den Blick durch die „rosarote Brille“ zu erleichtern. Sie kommen sich bald sehr nahe. Schon bald erzählt sie ihm, dass sie zwei Kinder habe und ihr Ex Mann sie schmählich und natürlich völlig grundlos verlassen hatte. Diese widrigen Umstände zwingen sie, in einer Bar zu arbeiten. Dass sie diese Tätigkeit zutiefst verabscheue, muss sie wohl nicht betonen. Ihre Familie ist jedoch auf ihren Verdienst angewiesen, um überleben zu können. Ja, eine tragische Geschichte, welche zwangsläufig sogar den härtesten Mann bis in das Innerste berühren und bisher völlig unbekannte Beschützerinstinkte in ihm wecken. Im Laufe des Abends gesteht sie ihm, dass „Er“ ihr sehr sympathisch sei. Schüchtern sagt sie „I like you.“ Er bestellt ihr noch einen Lady-Drink und für sich nochmal ein Bier.
Wie viele waren es eigentlich schon? Ist ja auch egal, eine solche traurige Geschichte hört man nicht jeden Tag. Ein vom Schicksal gebeuteltes „armes Hascherl“, denkt er. Das hätte er nicht vermutet, als er sie beim Betreten der Bar gesehen hatte, wie sie mit ihrem „Nothing“ als Höschen, auf dem Bartresen umherhopste. So langsam wird es nun doch Zeit, in sein Hotel zurückzugehen, denkt er. Er schaut sich in der Bar um und bemerkt, dass auch einige der anderen Schönen zwischenzeitlich einen Sponsor gefunden hatten. Sie schaut ihn erwartungsvoll an und sagt „I go with you.“
Ja, warum eigentlich nicht, was spricht dagegen, denkt er und bezahlt für sie die „Bar Fine“ von 250 Baht. Beide gehen nun Händchen haltend auf sein Hotelzimmer. Vielleicht der Beginn einer großen Liebe, denkt er.
Bei diesen Frauen spielt ein großer Altersunterschied keine Rolle, denn Geld kennt keine Grenzen. Ich bitte um Nachsicht. Ich meinte, die wahre Liebe kennt keine Grenzen. Eine fiktive Story, welche sich wohl schon sehr oft abspielte und immer wieder abspielen wird. Zufälle bestimmen oft den weiteren Verlauf eines Lebens. Für meine Frau und mich waren bisher immer die USA das Ziel unserer Reisen. Mit einem Wohnmobil bereisten wir 27 Bundesstaaten der USA. Unser nächstes Reiseziel wäre der Nordwesten der USA, unter anderem der Yellowstone National Park gewesen. Doch es sollte alles ganz anders kommen und unser künftiges Leben grundlegend verändern.
Ich schloss gerade die Wohnungstüre auf als das Telefon läutete. Ich gehöre jedoch nicht zu den Leuten, welche alles fallen lassen, um an das Telefon zu eilen. So schleppte ich meine zwei schweren Taschen in den Hausflur. Es läutete noch immer. Das ist ja ein hartnäckiger Anrufer, dachte ich und hob den Hörer ab.
„Hallo, Servus hier ist der Harald“ Das war eine Überraschung! Harald ist ein pensionierter Kollege und lebte nunmehr schon seit acht Jahren auf den Philippinen. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er vorzeitig in den Ruhestand gehen, worum ich ihn insgeheim beneidete. Ich hatte noch acht Dienstjahre vor mir. Daran durfte ich gar nicht denken. Er sagte „Ich bin einige Wochen in Deutschland und fliege dann wieder zurück. Es würde mich freuen, wenn du mich besuchen würdest. Du weißt ja, wo ich wohne“.
Obwohl er nur einmal im Jahr vier Wochen nach Deutschland kam, hatte er seine Wohnung hier nicht aufgegeben. „Ja, ich komme gerne bei dir in den nächsten Tagen vorbei“, versicherte ich ihm.
Harald war ein sympathischer Typ und zudem ein talentierter Erzähler. Im Dienst war er oft der Anlass allgemeiner Erheiterung.
Eine Woche später besuchte ich ihn. Wie erwartet, wusste er wieder viel zu erzählen und seine Geschichten waren wie immer, interessant und oftmals auch amüsant. Für mich waren damals die Philippinen ein exotisches Land. Ich war noch nie in Asien und seine Erzählungen, weckten nunmehr ein großes Interesse in mir. Ich kannte Harald nun mehr als dreißig Jahre. Vor vielen Jahren waren wir gemeinsam in London und New York und hatten nie irgendwelche Probleme. Er war ein unkomplizierter Typ. Deshalb fragte ich ihn spontan, ob es ihm recht wäre, wenn ich mit ihm auf die Philippinen fliegen würde.
„Kein Problem“, meinte er. „Ich habe noch einige dringende Sachen zu erledigen, dann können wir fliegen. Ich habe noch keinen Rückflug gebucht, weil ich nicht genau weiß, wie lange ich brauche, um meine Angelegenheiten hier zu erledigen. Ich denke in zwei Wochen ist alles erledigt, zwischenzeitlich kannst du dir ja ein Visum besorgen“, erklärte er mir. Zwei Wochen später buchten wir unseren Flug von Frankfurt nach Manila.
Manila ist die Hauptstadt der Philippinen mit 1,7 Millionen Einwohner. Der Großraum Manila, mit seinen zahlreichen Städten, hatte damals an die 12 Millionen Einwohner.
Ich bekam einen Kulturschock. In den Großstädten der USA und Mexiko hatte ich schon die ersten Eindrücke von Armut bekommen. Aber was ich hier sah, übertraf all meine Vorstellungen. Der extreme Verkehrslärm, der Smog, die zahlreichen ärmlichen und heruntergekommenen Häuser oder Elendsviertel standen krass wiederum im Gegensatz zu supermodernen Hochhäusern, protzigen Bankgebäuden und riesigen Einkaufszentren mit zahlreichen, exklusiven Geschäften. Die Eindrücke schockierten mich faszinierten mich aber auf seltsame Weise. Haralds Freundin Ellie holte uns am Flughafen ab. Mit einem Taxi fuhren wir zu einem Bus-Terminal. Von dort ging es mit einem Linienbus in die Provinz La Union. Harald sagte, „Wir müssen für die Entfernung von 800 Kilometer mit einer ungefähren Fahrtzeit von acht Stunden rechnen.“
Ich hatte damit kein Problem. Die neuen Eindrücke stürmten auf mich ein und ich war viel zu aufgekratzt, um müde zu sein. Unterwegs hielt der Busfahrer mehrmals an einer Garküche an. Dort hatten die Fahrgäste Gelegenheit, ein WC aufzusuchen und etwas zu essen. Der Busfahrer fuhr in einem rasanten Tempo durch die Dörfer, dass Hühner und streunende Hunde gerade noch in letzter Sekunde das Weite suchen konnten.
Nach etwa acht Stunden erreichten wir endlich Bauang. Wir nahmen unsere Koffer und stiegen aus. Der lange Flug und die anstrengende Busfahrt machten sich nun bemerkbar. Ich war stocksteif. Harald feilschte nun lautstark mit einem Tricycle Driver um den Fahrpreis.
„Für Ausländer ist der Fahrpreis natürlich entschieden höher, als für die Einheimischen. Entweder du bezahlst den geforderten Preis, dann denkt der Fahrer, du bist dämlich, oder du handelst mit ihm. Es liegt also an dir, wie du das künftig halten willst. Ich handle auf jeden Fall, weil es mir gegen den Strich geht, den doppelten Preis zu bezahlen. Zudem gönne ich dem Fahrer nicht die Freude, dass er einen dummen Ausländer übers Ohr gehauen hat“, erklärte er mir, als der Fahrpreis ausgehandelt war.
Ein Tricycle ist ein Moped, mit einer an der Seite befestigten Kabine. Die Kabine hat ein zusätzliches Rad. In der Kabine sind zwei gegenüberliegende Sitzbänke angebracht. Theoretisch ist Platz für vier Personen. Ich sah allerdings später schon welche besetzt, mit acht Personen. Nach wenigen Minuten erreichten wir Haralds Haus.
Die Flugzeit von zwölf Stunden und die neunstündige Fahrt mit dem Bus nach Bauang war eine Tortur sondergleichen. Ich war total ausgelaugt. Wir schleppten unsere Koffer zum Haus und Harald wies mir sein kleines Gästezimmer an. Nach dem Duschen legte ich mich sofort ins Bett.
Wider Erwarten war ich am nächsten Tag einigermaßen fit. Harald führte mich durch sein Haus und zeigte mir den Garten. Es war ein ca. 3000 qm großes Grundstück direkt am Strand. Hier standen drei Häuser. Eines gehörte Harald und die beiden anderen seinem Freund Alfred. Durch eine Gartentüre hatte man direkten Zugang zum Strand. Eine tolle Lage. Ja, hier gefiel es mir. Das Grundstück war mit Palmen bepflanzt. Der Rasen war schön angelegt. Das gesamte Anwesen war mit einer zwei Meter hohen Mauer eingefriedet.
Nebenan war ein Fischerdorf. Ich konnte mir gut vorstellen, dass die Mauer hier durchaus eine Daseinsberechtigung hatte. Zu diesem Zeitpunkt, hatten wir noch unseren Bungalow in Port Charlotte in Florida. Dieses Anwesen konnte man damit nicht vergleichen. Hier war vieles schlicht und sehr einfach. Doch hatte alles einen gewissen Charme, welchem ich mich nicht entziehen konnte. Harald war ein guter Handwerker und hatte offensichtlich schon viel an seinem Haus renoviert. Es war ein schmuckes Häuschen.
Ich wollte den beiden nicht lästig werden und beabsichtigte deshalb, noch an diesem Tag, mich nach einer Bleibe umzusehen. Wir frühstückten gemeinsam und er gab mir einige Tipps, wo ich eventuell ein Zimmer bekommen könnte. Ich wartete an der Straße und hielt einen Tricycle Fahrer an. Ellie erklärte ihm, dass ich ein Zimmer suchen würde.
Der Fahrer meinte, er müsse überlegen, vielleicht wisse er etwas. Mit einem Geldschein frischte ich sein Gedächtnis auf und wir fuhren los. Er fuhr nach San Fernando, der nächstgelegenen Stadt. Es waren gerade mal zehn Minuten mit dem Tricycle. Er fuhr am Strand entlang und hielt an. Vor einem Haus stand eine Chinesin, mittleren Alters. Ich fragte sie nach einem Zimmer.
„Ja, ich habe noch ein freies Zimmer, schaue es dir an“, sagte sie auf Englisch. Sie ging voraus und führte mich über eine Außentreppe auf eine überdachte Galerie. „Es sind hier drei Zimmer. Eines ist an einen Police Colonel vermietet. Er kommt nur sporadisch hierher. Das zweite ist an einen Ausländer vermietet. Er kommt immer nur für sechs Monate hierher, bezahlt aber für das ganze Jahr“, erklärte sie. Dieses Zimmer, sie öffnete eine Türe und deutete hinein, wäre noch frei. Es hat einen Duschraum. Warmes Wasser gibt es jedoch nicht“, fügte sie noch hinzu.
Das Zimmer war sehr einfach. Die Möbel waren an Schlichtheit nicht mehr zu überbieten. Ich war nicht anspruchsvoll und der Preis war für meine Begriffe sehr moderat. Zudem war ich direkt am Strand. Das empfand ich als einen großen Vorteil.
Am Strand standen einige aus Bambus Stangen und Palmdächern gefertigte Überdachungen. Vermutlich würden hier die Einheimischen ihr BBQ brutzeln, dachte ich. Ein letzter Blick auf das Zimmer und ich entschloss mich hier zu bleiben.
Es würde allemal billiger sein, als in einem der Breach Resorts zu logieren. Mit der Vermieterin wurde ich schnell handelseinig. Mit dem Tricycle fuhr ich wieder zurück zu Haralds Haus, um meinen Koffer zu holen. „Vielleicht kommt in den nächsten Tagen mein Freund Alfred bei dir vorbei. Er möchte dich gerne kennenlernen“, sagte er. „Ja gerne, ich freue mich darauf“, erwiderte ich und verabschiedete mich von den beiden. Ich war froh, so schnell eine akzeptable Bleibe gefunden zu haben. Ich hatte es mir viel schwieriger vorgestellt.
Einige Tage später besuchte mich Alfred, der Freund von Harald. Er war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Er sagte, er würde mir gerne einiges zeigen, wenn ich dazu Lust hätte. „Das wäre ja super“, antwortete ich und bedankte mich für seine Gefälligkeit. „Zuerst fahren wir zum „Borro“, so heißt diese Gegend. Dort gehen wir in die „Bamboo Bar“ und ich werde dir einige nette Mädchen vorstellen“, sagte er augenzwinkernd. „Da rennst du bei mir offene Türen ein“, entgegnete ich lachend.
Der „Borro“ war eine Ansammlung primitiver Hütten. Diese bestanden aus sämtlichen Materialien, welche man wahrscheinlich irgendwo gefunden und zusammengetragen hatte. Wellblech, Spanplatten, Dachpappe, Betonsteine und Plastikplanen. Die „Bamboo Bar“ wurde jedoch ihrem Namen gerecht. Es war eine größere Bambushütte und stach trotz ihrer Schlichtheit aus dem ärmlichen Umfeld heraus. Wir stiegen vor der Hütte aus und es kamen sogleich drei junge Frauen mit einem lauten „Hello“ angerannt und fielen uns um den Hals. Alfred stellte mir die drei jungen Frauen vor. Eine der drei, welche anscheinend mich auserkoren hatte, stellte sich selbst vor. Ihr Name war Gina.
Während die anderen zwei Frauen laut auf Alfred einredeten, nahm mich Gina bei der Hand und bot mir einen Platz an. Ich schätzte sie auf 28 Jahre, die anderen beiden so um die 22 Jahre. Wir setzten uns. Gina setzte sich neben mich, hielt noch immer meine Hand und lächelte mich an. Es war ein scheues Lächeln. Ja, ihre ruhige Art gefiel mir. Ich bestellte nun für alle einen Drink und für mich ein Bier.
Alfred erzählte unter anderem, dass er schon seit vielen Jahren mit einer Philippina verheiratet sei. Schon vor zwölf Jahren heirateten sie in Deutschland. Er war selbstständiger Handwerker. Wenige Jahre später entschlossen sie sich jedoch, auf die Philippinen zu gehen und für immer dort zu bleiben.
„Wenn du willst, kann ich dir ja in den nächsten Tagen noch einige andere Bars zeigen. Hier ist zwar alles sehr primitiv, aber die Mädchen sind okay und zocken niemanden ab“, fuhr er fort. Ich gab noch eine Runde an alle aus. Sozusagen als Einstand. Alfred schaute mich und Gina an, lächelte und sagte „Du darfst hier fast alles, dich nur nicht in ein Mädchen verlieben, denk an meine Worte.“
Na ja, dachte ich, ich bin ja auch nicht gerade naiv und weiß schon, wo es lang geht. Allerdings sollte man Ratschläge eines Insiders nicht einfach in den Wind schlagen. Seine Worte klangen später noch oft in meinen Ohren. Wie Recht er doch hatte! Er war eben ein Profi und ich wusste im Grunde genommen überhaupt nicht, was hier abging.
Heute, nach einem 13-jährigen Aufenthalt in Asien kann ich nur sagen, ich war noch nie naiv und leichtgläubig, doch in Asien ist eben vieles anders. Ich sollte meine Lektionen noch bekommen. Hier galt der Grundsatz, man lernt nie aus. Deshalb kann ich auch heute verstehen, dass mich so mancher ungläubig anschaute und mich für einen Schwätzer hielt, wenn ich manchmal etwas von meinen Erlebnissen erzählte.
Alfred trank sein Bier aus und stand auf, „Ich gehe noch ein paar Häuser weiter.“ Er lächelte mich an und sagte „Hat es dich vielleicht schon erwischt?“ Gina hatte eine Hand auf mein Knie gelegt und schaute mich an. „Na ja, fuhr er fort, die Gina ist schon okay. Wenn du sie mitnimmst, musst du bei der Mamasan eine „Bar Fine“ bezahlen. Die „Bar Fine“ musst du in jeder Bar abdrücken, wenn du von dort ein Mädchen mitnimmst. Die Barbesitzer wollen ja auch Geld verdienen. Mit Gina musst du selbst den Preis vereinbaren.“ „Wieder etwas dazu gelernt“, meinte ich und lachte. Die „Mamasan“ ist meist eine ältere Frau. Sie ist für alle Belange der jungen Frauen in der Bar zuständig. Kümmert sich um das Essen, schlichtet eventuelle Streitigkeiten der Frauen untereinander, oder mit unzufriedenen Freiern. Kurzum, sie ist so etwas wie eine „Ersatzmutter.“ Ich war ihm dankbar für seine Hinweise und Tipps, schließlich hatte ich, wie schon gesagt, keine Ahnung, was hier abläuft.
Alfred verabschiedete sich bei allen und fuhr mit seinem Pickup weg. Die beiden anderen Mädchen verschwanden und ließen uns alleine. Ich nahm Gina in meinen Arm und drückte sie an mich. Die Plastiktüten, Blechdosen und sonstigen herumliegenden Müll, nahm ich durch meine rosarote Brille nicht wahr. Ich war einfach happy. Etwas nervös war ich schon, als ich sie fragte, ob sie heute Nacht bei mir bleiben möchte. Sie lächelte mich an und sagte „I like it very much.“ Bei der Mamasan bezahlte ich nun 250 Piso für die „Bar Fine“ und wir fuhren sogleich mit einem Tricycle zu meinem Zimmer. Mittlerweile war es 20.00 Uhr und wir setzten uns auf die Galerie. Am Strand herrschte ein reges Treiben. Die große Hitze war vorbei, dennoch war es noch sehr warm. Am Strand waren einige Leute und brutzelten ihr BBQ, Kinder lärmten, Hunde bellten und Musik dröhnte laut aus einigen Lautsprechern.
Um diese Zeit sind in meiner Ortschaft bereits die Bürgersteige schon hochgeklappt. Allerdings hat es dort um 20.00 Uhr auch nur selten noch 28 Grad. Ich genoss die abendliche Wärme und schaute auf das Meer hinaus. Weit draußen sah ich die vereinzelten Lichter der Fischerboote. Gina saß neben mir auf der Holzbank und hielt wieder meine Hand. Ihr Blick war ebenfalls auf das Meer gerichtet und ihr Gesicht war ausdruckslos. Ich hätte nur zu gerne ihre Gedanken gelesen. Sie hatte ein schmales Gesicht, schulterlange Haare, eine schlanke Figur und sinnliche Lippen. Ihre zurückhaltende und dennoch freundliche Art, gefiel mir sehr gut. Sie war kein so verrücktes Huhn wie die beiden anderen Mädchen. Deren lärmende Art würde mich nerven. Wo sich Alfred wohl jetzt herumtreibt, dachte ich. Er hatte mit seiner Frau das große Los gezogen, so erzählte mir Harald. Sie ist fleißig, sparsam und zudem noch sehr attraktiv. Sie hatten vier Häuser. Ein Haus in San Fernando und drei in Bauang. Eines von den dreien hatte Harald ihm abgekauft. In einem Haus müsse er noch den gesamten Boden fliesen, dann könne er es vermieten, erzählte er mir.
Da fiel mir ein, dass ich mit Gina keinen Preis vereinbart hatte. Nun, das werde ich schon bezahlen können, dachte ich und lächelte. In diesem Moment schaute Gina mich fragend an. Da fiel mir ein, dass sie mein Lächeln vielleicht falsch interpretieren könnte und sagte scherzhaft „Hoffentlich kann ich das bezahlen, was du für diese Nacht von mir erwartest.“ Sie zuckte die Schultern und sagte „It`s up to you.“
Sie ging unter die Dusche, kam nach einer Weile mit einem großen Badetuch verhüllt wieder heraus und legte sich auf das Doppelbett. Viele Möglichkeiten gab es hier auch nicht. Mein Mobiliar bestand lediglich aus einem alten Doppelbett, einem wackeligen Kleiderschrank, einem Tisch und zwei Stühlen. Der Schreiner, welcher diese Möbel herstellte, dürfte auch schon vor sehr langer Zeit das Zeitliche gesegnet haben, dachte ich amüsiert. Ich knipste die Nachttischlampe an und legte eine CD von den „Platters“ auf. Dann ging ich unter die Dusche. Anschließend legte ich mich neben Gina auf das Bett. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie widerstrebte es mir, in ihr ein Barmädchen zu sehen, wie es vielleicht ein anderer Freier getan hätte. Damit meine ich, einfach das Handtuch wegnehmen und drauf los. Das war nicht mein Stil. Ich löste behutsam das Handtuch von ihrem schlanken Körper. Irgendwie machte sie einen verschämten Eindruck auf mich. Ich streichelte ihre Schenkel, küsste ihren Busen, dann ihre Scham. Zärtlich küsste ich ihren Mund und begann ihre Klitoris sanft zu massieren. Unsere Küsse wurden heftiger und verlangender. Nun begann sie zu agieren und massierte aufreizend langsam mein Glied. Ich konnte mich nun nicht mehr länger zurückhalten, legte mich auf sie und drang langsam in sie ein. Sie schob mir verlangend ihr Becken entgegen und stöhnte. Bald fanden wir schnell unseren gemeinsamen Rhythmus. Irgendwann sanken wir beide erschöpft in die Kissen und blieben regungslos liegen. Keiner sprach ein Wort. Ich hatte auf jeden Fall das Gefühl, dass sie mir weitaus mehr gegeben hatte, was man normalerweise als Freier erwarten konnte.
Die „Platters“ sangen „My Dreams.“ Ja, dachte ich, das hier sind meine unausgesprochenen Träume. In drei Wochen werden sie jedoch vorbei sein und der graue Alltag wird mich wieder einholen. Meine Frau wird mich dann mit tausend Fragen löchern und meinen Beteuerungen, dass ich mit keiner Frau geschlafen habe, keinen Glauben schenken. Natürlich hatte ich ein schlechtes Gewissen und versuchte es zu verdrängen, was mir allerdings nur sehr schwer gelang.
Vor meiner Abreise hatten schon einige unserer Bekannten skeptisch geschaut, als sie hörten, dass ich alleine auf die Philippinen fliegen würde. Die Männer machten anzügliche Bemerkungen und lachten. Deren Frauen konnten darüber nicht lachen, sondern sagten lapidar „Meinen Mann ließ ich nicht alleine fliegen. Wenn er jedoch darauf bestehen würde, dann würde bei seiner Rückkehr sein Persil-Koffer vor der Türe stehen.“
Wir hatten ein schönes Haus mit Swimming Pool in Florida. Eigentlich hätte ich mit meinem Leben zufrieden sein müssen. Dennoch war ich es nicht. Wir hatten schon sehr früh geheiratet. Kinder bekommen, gearbeitet, gespart. Irgendwann stellte ich mir die Frage „War‘s das schon? War das alles? Irgendwie verspürte ich eine innere Leere. Ich erinnerte mich an einen Kollegen, welcher so manches Mal sinnierte und sagte „Ich glaube an mir geht das Leben vorbei.“ War das eine späte Midlife Crisis?
Ich kehrte wieder in die Gegenwart zurück und dachte, „Ach was, genieße einfach in vollen Zügen den Moment, den Augenblick“ und wandte mich Gina zu. Sie küsste mich zärtlich und sagte „You are a good Man.“
Meine Gedanken schweiften wieder ab und ich dachte mit einer gewissen Ironie, ob das meine Frau auch so sehen würde. Wir duschten nochmal und gingen hinaus auf die Galerie. Der Strand und die Strandhäuser waren jetzt leer. Nur ein junger Bursche saß dort mit seinem Mädchen und spielte leise auf seiner Gitarre. Die Palmblätter rauschten in der angenehmen Brise, welche vom Meer her wehte. Die Fischerboote waren immer noch weit draußen, aber jetzt in einer anderen Position. Das Meer rauschte leise und Wellen platschten an das Ufer. Ja, es war wie in einem schönen Traum, in einer anderen Welt. Ich fühlte mich von allem befreit und wünschte, ich könnte diesen Augenblick, diesen Moment, für immer festhalten. Niemand würde mich fragen „Wohin gehst du, wann kommst du?“ Für drei Wochen war ich frei wie ein Vogel.
Die „Platters“ sangen jetzt „Only you can make this World seem right, only you can make the Darkness bright…“ Gina stand hinter mir und strich mir langsam über das Haar. Sie hielt mich mit ihren Armen umschlungen und so genossen wir den Moment, in dem Wissen, dieser Traum würde nur von kurzer Dauer sein und die Realität würde uns bald wieder einholen. Nach einer Weile gingen wir wieder zurück auf unser Zimmer und anschließend zu Bett.
Am frühen Morgen bemerkte ich, dass Gina leise aufstand und sich anzog. Sie küsste mich auf die Stirn und sagte „See you again, bye bye.“ Ich versuchte vergeblich nochmals einzuschlafen. Zu viele Gedanken schwirrten in meinem Kopf umher. Ich ging unter die Dusche. Anschließend zog ich mich an und ließ mich von einem Tricycle nach San Fernando fahren, um dort zu frühstücken.
Tagsüber lag ich am Strand und gab mich meinen Gedanken hin. Am späten Nachmittag fuhr ich wieder zur „Bamboo Bar.“ Gina war noch nicht da. Einige andere, mir unbekannte Mädchen saßen beisammen und palaverten lautstark. Um 17.00 Uhr kamen die meisten Mädchen in die Bar. Ich war noch zu früh dran. Ich gab den Mädchen einen Lady- Drink aus. Es ist üblicherweise der doppelte Preis, was ein normaler Drink kostet. Davon bekommen die Frauen die Hälfte ausbezahlt. Somit ein Anreiz für die Frauen, die Gäste zu einem Drink zu animieren.
Kurz darauf kam Gina. Sie setzte sich zu mir und sagte, dass sie immer am Morgen für ihren Sohn das Frühstück zubereite, bevor sie ihn zur Schule bringe. Deshalb sei sie so früh gegangen. „Das ist doch völlig in Ordnung“, entgegnete ich und gab ihr 1000 Piso. Nach einigem Zögern, nahm sie mit einem verlegenen Gesichtsausdruck das Geld. Ich bestellte noch zwei Drinks für uns. Nach einer Weile kamen vier Australier und setzten sich. Sie unterhielten sich lautstark mit den Mädchen und gingen mir auf die Nerven. Ungehobelte Klötze aus dem Outback, dachte ich. Ich fragte Gina, ob sie wieder mit mir mitgehen würde. Sie sagte sofort zu und ich bezahlte wieder die obligatorische „Bar Fine.“
Als Test hatte ich am Vortag einen Geldschein neben den Schrank und einen unter das Bett gelegt. Diese deponierte ich so, dass es den Anschein erweckte, diese wären unbemerkt heruntergefallen. Wie heißt das Sprichwort „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“
Wir fuhren zu meiner Unterkunft. Gina begann sofort das Zimmer aufzuräumen, das Bad und den Boden zu putzen. Die beiden Geldscheine lagen danach kommentarlos auf dem Tisch. So lernte ich Gina kennen. Sie spukte noch lange in meinem Kopf herum. Erst später wurde mir bewusst, dass sie mit Abstand die beste Frau war, welche ich auf den Philippinen kennenlernte. Sie war eine einfache junge Frau, vermutlich ohne jegliche Schulbildung und hatte kaum eine andere Möglichkeit, als in einer Bar Geld zu verdienen. Geld, um für ihren Sohn und sich selbst den Lebensunterhalt zu bestreiten. „Wo wohnst du eigentlich?“ fragte ich sie. „Nicht weit von hier, zu Fuß vielleicht 15 Minuten. Wenn du willst, stelle ich dir meinen Sohn vor.“ „Ja, warum nicht“, entgegnete ich. Sie ging immer einige Schritte voraus. „Warum gehst du eigentlich nicht neben mir“, fragte ich sie. „Du bist so gut angezogen, schaue mich an. Ich schäme mich.“ Sie trug eine alte, aber saubere Shorts, ein T-Shirt und abgetragene Sandalen. Mir war das gar nicht aufgefallen. Hier trugen ja fast alle Shorts und diese Schlappen. Was sollte man auch bei dieser Hitze hier tragen?
Die Hütte ihrer Schwester war sehr primitiv, aber alles war sauber und aufgeräumt. Mein Gott, dachte ich, diese Armut ist schon fast unerträglich und deprimierend. Ich konnte diese einfachen Leute nur bewundern, wie sie mit ihren prekären Lebensumständen umgingen und zurechtkamen. Ich gab Gina für eine Woche das Geld im Voraus und bezahlte auch bei der Mamsan die „Bar Fine“ für eine Woche. So musste sie nicht jeden Tag zuerst in die Bar gehen, sondern konnte gleich auf mein Zimmer kommen.
Sie kam jeden Tag pünktlich um 20.00 Uhr. Am vierten Tag fragte sie mich, ob sie zwei Tage wegbleiben könne. Ihr Sohn sei krank und sie würde gerne, wenn es möglich wäre, zuhause bleiben. Sie würde mir natürlich für die zwei Tage das Geld zurückgeben. „Nein“, widersprach ich, „das geht schon in Ordnung.“ Zwei Tage später, war sie wieder pünktlich um 20.00 Uhr bei mir.
Alfred besuchte mich nach einigen Tagen wieder. Ohne weiteren Kommentar sagte er „Gina liebt dich.“ Dies wunderte mich bei ihm. Wenn er von anderen Barmädchen erzählte, machte er oft hämische Bemerkungen und lästerte. Die eine hätte einen Hängebusen, die andere überhaupt keinen Busen, eine andere wiederum zu pralle Schenkel. Ich denke, er dachte über Gina so wie ich, nämlich dass sie ein armer Teufel war und keine andere Möglichkeiten hatte, Geld zu verdienen. In der Provinz schon gar nicht. Anscheinend war Alfred doch sensibler, als ich ihn anfangs eingeschätzt hatte.
In der darauffolgenden Woche ging ich schon am frühen Nachmittag in eine Go-Go-Bar. Die Mamasan sagte mir, dass sie einen Neuzugang hätte. Sie stellte mir die junge Frau vor. Ja, sie war sehr hübsch. 21 Jahre jung, wie sie mir später bei einem Drink erzählte. Wir saßen an einem Tisch und unterhielten uns, zumindest versuchten wir es. Die meisten jungen Frauen kamen aus der Provinz und sprachen nur wenige Worte Englisch. Plötzlich ging die Tür auf und ein junger Philippino trat ein. In den Go-Go-Bars saßen selten Einheimische. Sie konnten es sich nicht leisten, ein Bier in einer Bar zu trinken. So war mein Interesse geweckt. Der junge Bursche schaute sich in der spärlich besetzten Bar um und steuerte dann auf einen Tisch zu, wo die Mamasan saß. Er sprach mit ihr und diese rief mir dann zu „Peter, jemand wartet draußen auf dich“. Ich konnte mir nicht vorstellen, wer das sein könnte und ging mit dem jungen Burschen nach draußen. Gina stand neben einem Tricycle. Frauen durften ohne männliche Begleitung in keine Go-Go Bar. Deshalb hatte Gina den Fahrer des Tricycle in die Bar geschickt. Sie weinte und schaute mich fragend an. „Was tust du hier? Ich liebe dich“, sagte sie.
Ich war total überrascht und wusste nicht, was ich ihr antworten sollte. Ich hatte ihr keinerlei Versprechungen gemacht und wollte auch keinerlei Hoffnungen in ihr wecken. Wie sollte ich auch? Ich war ja verheiratet und sah auch keinerlei gemeinsame Perspektive für uns. Sicherlich hatte sie jedoch mit dem Feingefühl einer Frau bemerkt, dass sie mir nicht gleichgültig war. Ohne weiteren Kommentar bestieg sie das Trycycle und fuhr weg. Eine geraume Weile stand ich da, wie ein begossener Pudel und hatte ein beschämendes Gefühl. Sie tat mir sehr leid. Ich ging wieder zurück in die Bar. Nun war ich nicht mehr in der Stimmung, mit einem Mädchen zu flirten oder es sogar auf mein Zimmer einzuladen. Ich bezahlte und ließ mich nachhause fahren. Dort legte ich mich auf das Bett und starrte die Decke an. Ja, wenn ich ehrlich zu mir selbst war, musste ich mir eingestehen, dass ich in den wenigen Tagen, Gina sehr lieb gewonnen hatte. Sie war eine ehrliche und aufrichtige junge Frau. Nun muss ich mich auf Distanz halten, dachte ich. Für uns beide konnte es keine Zukunft geben. Ich wünschte Gina, dass sie eines Tages einen Mann finden würde, welcher für sie und ihr Kind sorgen würde.
Meine Gedanken gingen in alle Richtungen. Ich hörte Alfred sagen: „Du darfst fast alles tun, bloß nicht verlieben.“
Ich kam zu dem Entschluss, nicht mehr in die „Bamboo Bar“ zu gehen. Wenn ich wieder dorthin gehen würde, war ich sicher, dass ich Gina wieder mitnehmen würde. Ich befürchtete, dass ich vielleicht nichts mehr unter Kontrolle halten könnte. Zudem wollte ich in ihr keine falschen Hoffnungen wecken. Es fiel mir sehr schwer, aber ich ging nicht mehr in die „Bamboo Bar.“
Ein Jahr später sah ich Gina und ihren Sohn mit einem älteren Ausländer in San Fernando auf einem Markt. Irgendwie gab es mir einen Stich… sie sah alles andere als glücklich aus. Aber hatte sie eine Wahl? Nein, ganz bestimmt nicht!
Nun war es an der Zeit, Harald wieder zu besuchen. Er fragte mich, „Wo treibst du dich denn ständig herum?“ „Ich sagte dir ja, ich werde dir nicht auf die Nerven gehen, außerdem habe ich jetzt einen „Fulltime Job“, antwortete ich. Wir mussten beide lachen. „Ja, den Job kenne ich. Den ganzen Tag den Barmädchen hinterherlaufen und alles bumsen, was nicht rechtzeitig auf den Baum hinaufkommt“, sagte er und grinste.
„Ja genau, das wird jetzt mein neues Hobby werden.“ „Da hast du dir aber ein teures Hobby ausgesucht“, meinte er. „Ja, meine bisherigen Hobbys waren auch alle recht kostspielig, aber keines machte mir so viel Spaß.“ „Das kann ich mir vorstellen.“ So alberten wir eine Weile herum. „Du hättest dich aber schon mal blicken lassen können, ich war schon etwas in Sorge. Wir sind hier nicht in Deutschland, wie du ja wohl bemerkt hast. Hier kann alles Mögliche und Unmögliche passieren. Ich brauche ja wohl nicht zu betonen, dass du bei uns immer willkommen bist. Allerdings mit einer Einschränkung, bringe kein Barmädchen in unser Haus.“
Die Zeit verging wie im Fluge. Drei Tage vor meiner Abreise lernte ich Sheila im „Tramp“ kennen. Sie arbeitete in der Go-Go-Bar als Tänzerin. Zumindest bezeichneten sich die Mädchen als solche. Meist hangelten sie sich mehr oder weniger lustlos an den Stangen auf und ab. Es sei denn, es waren einige vielversprechende Gäste anwesend. Dann wurden sie plötzlich aktiv, tanzten nach dem Rhythmus der Musik, rutschten graziös an den Stangen auf und ab, verrenkten sich fast, spreizten in aufreizender Pose ihre Beine und ließen manchmal einen so tiefen Einblick gewähren, dass es einem ganz heiß wurde. Männer saßen direkt an der Bühne und taten gelangweilt, als hätten sie schon alles in der Welt gesehen. Andere wiederum schauten fasziniert und gaben sich größte Mühe, all diese „Offenbarungen“ visuell in sich aufzunehmen. So manche machten auf cool und gaben sich betont lässig, als würde die Show sie tödlich langweilen. Dass solche Auftritte jemals langweilen konnten, war für mich damals nicht vorstellbar. Die meisten Frauen in den Go-Go-Bars waren mit einem Tanga und einem Mini-BH bekleidet. „Oben ohne“ war in der Provinz nicht angesagt. Ganz nackt, das war hier absolut kein Thema. Wenn die Mädchen mal irgendetwas feierten, dann ließ die eine oder andere schon mal ihren BH fallen, aber mehr nicht. Ich saß dieses Mal auch direkt an der Bühne. Sheila tanzte im Moment genau vor mir und lächelte mich provozierend an. Sie trug einen Tanga, welcher sich in der Größe durchaus mit einem Schnürsenkel hätte messen können. Sie spreizte langsam ihre schlanken, wohlgeformten Beine und ließ mir nun einen Einblick gewähren, dass mir „wow“ ganz heiß wurde. Meine Jeans wurde mir nun plötzlich fast zu eng.
Die Tänzerinnen wechselten und andere kamen auf die Bühne. Sheila kam geradewegs zu mir. Es folgte nun das obligatorische „Where you come from?“ Später fragte ich sie dann, ob sie mit mir heute Abend mitgehen würde. „Ja, warum nicht “, meinte sie und sah mich aufreizend an. Ich bezahlte die „Bar Fine“ bei der Mamasan und drängte zu einem sofortigen Aufbruch. Auf der Fahrt zu meinem Zimmer betrachtete ich sie etwas verstohlen von der Seite. Sie war eine verdammt hübsche junge Frau.
Zuhause angelangt, setzten wir uns auf die Galerie. Sie erzählte, dass sie 27 Jahre alt sei und eine achtjährige Tochter habe. Ihr Ehemann wäre jedoch schon vor Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Eine tragische Geschichte. Wer´s glaubt wird selig! Zudem interessierte mich diese Geschichte nicht, weil sie bestimmt nicht der Wahrheit entsprach. Ich wollte sie jedoch bei Laune halten und hörte ihr scheinbar interessiert zu. Mich interessierte nur eines, nämlich das, was ich schon ansatzweise bei ihrem Auftritt auf der Bühne gesehen hatte. Auf jeden Fall schien es ein interessanter Abend zu werden. Sie ging nun unter die Dusche und kam nach etwa zehn Minuten in ein Handtuch eingehüllt heraus. Sie ging auf mich zu und ließ in langsamen lasziven Bewegungen das Handtuch auf den Boden fallen. Ihre Figur war makellos und sie war sich ihrer Ausstrahlung durchaus bewusst. Ohne Umschweife kamen wir zur Sache. Sie ähnelte einem Vulkan, welcher ständig neue Eruptionen ausstieß. Es wurde eine heiße und unvergessene Nacht. Dass sie kein unschuldiger Engel war, das war kein Thema. Dass ich mir allerdings, man verzeihe mir den Ausdruck, eine der abgefucktesten Schlampen anlachte, das wurde mir erst später klar. Sie blieb, die wenigen Tage vor meiner Abreise, noch bei mir. Ich wollte bereits einen Tag vor meinem Abflug in Manila sein.
Die Fahrt nach Manila würde wahrscheinlich neun Stunden dauern und man wusste nie, was unterwegs passieren würde. Sheila sagte, sie würde mit mir fahren, dann könne sie in Cavite ihre Tochter und Verwandte besuchen.
In Manila verließen wir den Busbahnhof und winkten einem Taxi. Natürlich gab es ein schier endloses Palaver mit dem Fahrer, bis er den von mir vorgeschlagenen Fahrpreis akzeptierte. Die Fahrt nach Cavite schien kein Ende nehmen zu wollen. Ein Verkehrsstau folgte dem anderen. Wir kamen in ein trostloses Viertel mit heruntergekommenen Häusern. Der Fahrer hatte bei der Abfahrt die Türen verriegelt. Diese Vorsichtsmaßnahme hatte zumindest hier, durchaus seine Berechtigung. Es waren nunmehr keine Straßen mehr, sondern nur noch enge und verwinkelte Gassen. Hier konnte man nur im Schritttempo fahren. Wäscheleinen überspannten die Gassen und verdeckten die Sicht. Kinder lärmten, räudige und abgemagerte Hunde wühlten im Unrat, welcher überall herumlag. Hier herrschte das totale Chaos. Für den Taxifahrer jedoch offensichtlich alltägliches. Er kaute auf seinem Zigarettenstummel und fuhr langsam im Slalom durch die Gassen.
Sheila dirigierte ihn zu dem Haus ihrer Schwester. Wir wurden schon von Sheilas Schwester und ihrem Schwager erwartet. Sie standen vor einem unverputzten, mit Betonsteinen gebauten kleinen Haus. Wie ich später erfuhr, wurden die meisten Häuser nicht verputzt. Denn ein verputztes Haus gilt behördlicherseits als fertiggestellt und wird höher besteuert. Auf diesen Gedanken wäre ich auch nicht gekommen.
Wir wurden mit einem großen Hallo empfangen. Alle redeten auf Sheila ein. Ein einziges Stimmengewirr. Sheila stellte mir nun ihre kleine Tochter und alle ihre Verwandten vor. Sie genoss offensichtlich ihren Auftritt. Immerhin hatte sie sich einen Ausländer geangelt.
Eine reife Leistung, in den Augen ihrer Verwandtschaft und der Nachbarn, welche ebenfalls hinzukamen. Zwei Männer schleppten meinen schweren Koffer ins Haus. Nun kamen noch einige neugierige Nachbarn hinzu. In wenigen Minuten war das kleine Haus gerammelt voll. Sie begafften mich unverhohlen wie einen „Alien“. Nun, was passierte schon Aufregendes in deren eintönigen Alltag? Hier war jede Abwechslung willkommen. Dass sich inmitten der Verwandtschaft auch Sheilas angeblich tödlich verunglückter Ehemann befand, wusste ich damals natürlich nicht. Erst viel später erfuhr ich, dass ihr Ehemann keineswegs verunglückte, sondern wohlauf sei und zusammen mit seiner Tochter bei Sheilas Schwester und deren Ehemann in Cavite lebe.
Ich ging nun mit Sheila auf einen nahegelegenen Markt, um für das Abendessen einzukaufen, welches für die gesamte Verwandtschaft reichen musste. Später bereiteten die Frauen das Abendessen zu. Ich ließ zwei Kasten Bier bringen und setzte mich mit den Männern an einen Tisch. Sie waren natürlich sehr neugierig und stellten viele Fragen, welche ich allerdings nicht alle wahrheitsgemäß beantwortete. Zudem war die Unterhaltung recht mühsam, weil ich ja nicht Tagalog, die hiesige Landessprache, beherrschte und die Männer nur wenige Worte englisch sprachen. Als das Bier alle war, verschwanden auch die Nachbarn. Sheilas Schwester stellte uns ein kleines Zimmer zur Verfügung. Schon kurios, wenn man bedenkt, dass ihr Ehemann im gleichen Haus war. Sie waren ja nicht geschieden, wie sich später herausstellte. Vielleicht bekam er ab und zu von Sheila einige Piso zugesteckt. Hier sieht man vieles nicht so eng.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit einem Taxi zum Flughafen. Alle wollten mich begleiten. Das Taxi war also voll besetzt. Glücklicherweise gerieten wir in keinen größeren Verkehrsstau und gelangten zeitig nach Paranaque zum International Airport Ninoy Aquino. Im Flughafenrestaurant, welches sich neben dem Abflug Terminal befindet, lud ich alle zum Essen ein. Aus Sicherheitsgründen dürfen nur Passagiere mit aktuellen Flugticket in das Abflug-Terminal. Nach dem Essen verabschiedete ich mich von allen und reihte mich in die vor dem Terminal wartenden Fluggäste ein. Zwei Uniformierte kontrollierten die Tickets. Im Terminal waren zahlreiche Uniformierte, einige mit Schäferhunden, welche sicherlich zur Sprengstoff-und Drogenfahndung eingesetzt wurden. Ich checkte am Counter ein und nachdem ich den Sicherheitscheck und Passkontrolle passiert hatte, setzte ich mich in einen Café-Shop und trank eine Tasse Kaffee.
Meine Frau holte mich in München am Flughafen ab. Natürlich wollte sie genau wissen, was ich alles erlebte.
Ich hasse Lügen und Heucheleien und erklärte ihr, dass ich wieder auf die Philippinen zurück will. Dies war natürlich Anlass für heftige Auseinandersetzungen. Ich konnte es meiner Frau nicht verdenken. Wir waren immerhin einunddreißig Jahre verheiratet und sind gemeinsam durch viele Höhen und Tiefen gegangen. Ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen. Dennoch stand mein Entschluss unwiderruflich fest. Nichts, weder Bitten noch Drohungen, konnten mich davon abbringen. Ich beabsichtigte wieder auf die Philippinen zu fliegen.
Es klingt wahrscheinlich nicht überzeugend, doch der Grund waren nicht die Frauen. Der Grund war einfach „Freiheit.“
Niemand würde mich fragen „Wohin gehst du? Wann kommst du? Wir beabsichtigten schon vor meiner Reise auf die Philippinen, unser Haus in Florida zu verkaufen. Mit unserem Touristen- und Business Visum konnten wir nur 182 Tage pro Jahr in den USA bleiben. Mehrmalige Konsultationen bei Anwälten machten uns begreiflich, dass wir keine Chance hatten, weder eine Green Card, noch ein langfristiges Visum zu bekommen. In den sechs Monaten, wo wir uns in Deutschland aufhielten, benötigten wir einen Pool- und Rasen-Service für den Garten. Bezahlt werden musste im Voraus. Der Pool-Service kam dann nicht mehr und das Wasser kippte um. Der ganze Pool war grün vor Algen und konnte nicht mehr benutzt werden. Der Rasen wurde nur sporadisch gemäht, weil sie wussten, dass wir die nächsten sechs Monate in Deutschland sein würden. Zweimal hatte der Arbeiter des Pool Service beim Wassernachfüllen vergessen, den Wasserhahn abzudrehen. Glücklicherweise hatte der Nachbar bemerkt, dass der Pool überlief. Wir hatten nichts als Ärger mit den beauftragten Firmen. Letztendlich trafen wir die gemeinsame Entscheidung, das Haus zu verkaufen.
Haus in Florida
Alles ging dann sehr schnell. Ein uns bekanntes Ehepaar kaufte uns das Haus ab. Unser Bekannter flog mit uns nach Florida und wir tätigten alle erforderlichen Formalitäten des Hausverkaufes. Zudem bezahlte er sogleich den gesamten Kaufpreis. Jetzt hatten wir nur noch zwei Grundstücke mit je einem halben Acer. Diese belasteten uns nicht und konnten zu einem späteren Zeitpunkt eventuell mit Gewinn verkauft werden. Unsere Bekannten schlugen meiner Frau vor, dass sie künftig die 182 Tage in ihrem Hause verbringen könne. Sie hätte nur eine geringe Miete zu bezahlen und müsse im Gegenzug, so quasi das Haus verwalten. Auf Grund eines lang zurückliegenden schweren Verkehrsunfalles und deren Folgen konnte ich nun vorzeitig in den Ruhestand treten.
Meine Frau flog nach Florida und ich in die entgegengesetzte Richtung, nach Manila. Der Flug war wieder stressig. Zwölf Stunden reine Flugzeit mit einem dreistündigen Aufenthalt in Abu Dhabi. Ich hatte Sheila von meiner Ankunft telefonisch in Kenntnis gesetzt und sie versprach, mich am Flughafen abzuholen.
Im Flugzeug neben mir saß eine adrette junge Frau. Wir kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sie eine Philippina war. So war unser Gesprächsthema die Philippinen. Unter anderem erzählte sie, dass sie nach Manila fliege, um dort Verwandte zu besuchen. Sie wäre schon seit mehreren Jahren mit einem Deutschen verheiratet und lebe in München. Ich erzählte ihr, dass ich mit einer Philippina befreundet sei. Daraufhin gab sie mir unter anderem den Rat, mit den dortigen Frauen sehr vorsichtig zu sein. Vor allem in finanziellen Dingen.
Sheila erwartete mich am Flughafen in Manila. Allerdings war sie in Begleitung eines jungen Mannes und dessen angeblicher Freundin. Ich war etwas verärgert darüber. Nun, es war eine weite Fahrt nach Manila und schließlich wusste ich, dass ein Filippino selten alleine kam. Also nicht gleich so misstrauisch sein, dachte ich. Aber das Misstrauen war schon geweckt. Der Flug hatte mich wieder ganz schön mitgenommen. Deshalb wollte ich eine Nacht in Manila bleiben und am nächsten Tag ausgeruht nach San Fernando fahren. Wir mieteten zwangsläufig zwei Zimmer. Ich war zwar ziemlich down, aber doch nicht zu müde, um gleich mit Sheila ins Bett zu gehen. Wir waren gerade in der Endphase, als es an der Tür klopfte. Ich öffnete. Die angebliche Freundin stand vor der Tür. Sie sagte „Ate…“ Ate ist hier die Anrede einer jungen Frau zu einer älteren Frau. Sie redete auf Sheila ein und ich bekam so viel mit, dass ihr angeblicher Freund sie immer belästige und bedränge. Sheila versuchte sie zu beruhigen und das junge Mädchen ging wieder auf ihr Zimmer. Sheila erklärte mir, dass sich die beiden lediglich gestritten hätten. Dass die beiden gestritten hatten, glaubte ich natürlich schon. Die Frage war allerdings, warum? Allem Anschein nach wurde der Typ zudringlich, was dem Mädchen nicht gefiel. Offensichtlich musste sie als Alibi herhalten und alle spielten mir eine Komödie vor, um keinen Argwohn zu erwecken. Anderseits konnte ich mir damals aber auch nicht vorstellen, dass Sheila mit dem Typ ein Verhältnis hatte. Schließlich würde er als ihr Liebhaber doch nicht dulden, dass sie mit einem anderen schlafen würde.
Damals kam mir nicht der Gedanke, dass der Typ Sheila nur benutzte, um durch sie an Geld zu kommen. Hier bekam ich nun täglich praktischen Unterricht und ich war ein gelehriger Schüler. Schon bald lernte ich, dass hier nichts unmöglich war. Mein Misstrauen war jedenfalls geweckt und ich spielte nunmehr den Ahnungslosen.
Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Taxi nach San Fernando. Der Typ und das junge Mädchen stiegen in Bauang aus. In San Fernando mieteten wir in einem kleinen Hotel ein Zimmer für mehrere Tage. Danach fuhren wir zu meiner vormaligen Vermieterin. Sie sagte „Du kannst dein ehemaliges Zimmer zum gleichen Preis wieder haben, es ist frei.“ Ich freute mich, wieder in einer gewohnten Umgebung zu sein.
Ich war weder in Sheila verliebt, noch beabsichtigte ich langfristig mit ihr zusammen zu bleiben. Deshalb berührte mich die neue Erkenntnis, dass sie wahrscheinlich ein falsches Spiel trieb, nicht sonderlich. Ich war schon neugierig, was sich die Beiden einfallen lassen würden. Dass noch Einiges kommen würde, da war ich mir absolut sicher.
Im Bett war Sheila der „absolute Firecracker“. Das allein zählte im Moment für mich. Finanziell ausnehmen konnte sie mich nicht. Beide hatten sicherlich eine rege Fantasie und würden alles Mögliche versuchen, um an mein Geld zu gelangen. Doch ich war auf der Hut. Es würde auf jeden Fall in nächster Zeit bestimmt nicht langweilig werden, dachte ich amüsiert. Wenn sie mich ausnutzen wollte, dann mussten sie schon sehr clever sein. Es war noch nie meine Art, jemand auszunutzen, wenn sie mich jedoch herausforderte, dann nehme ich diese Herausforderung an, dachte ich. Ich werde sie ausnutzen! So clever, wie die beiden, war ich allemal. Allerdings war ich mit deren Mentalität keineswegs vertraut und musste noch viel lernen.
Es war also höchste Vorsicht geboten. Allerdings war ich auch nicht so anmaßend, die beiden zu unterschätzen. Sie würden mit Sicherheit alle Register ziehen um an Geld zu kommen.
Nach einigen Tagen kam der Typ mit zwei anderen Figuren. Ich ließ mir nichts anmerken und war relativ freundlich. Sie blieben nicht allzu lange. Nachdem sie gegangen waren, fragte ich Sheila, warum diese Typen überhaupt gekommen seien. Sie sagte „Garry“ so hieß der Typ, „ist dein Freund.“ „Komisch und warum weiß ich nichts davon?“ fragte ich ironisch, außerdem suche ich mir meine Freunde selbst aus.“ Sie schaute mich etwas irritiert an, sagte jedoch nichts. Ich war mir sicher, dass er Sheila nach Geld gefragt hatte.
Zwei Tage später fuhr ich alleine nach Bauang und besuchte Harald.
Er freute sich mich wiederzusehen und hatte nicht erwartet, dass ich schon so bald wieder auf die Philippinen kommen würde.
Ich erzählte ihm, dass Sheila mich mit dem Typ und dem Mädchen am Flughafen abgeholt hatte. Er sagte „Man weiß hier nie, welche Verbindungen die Mädchen haben. Oft kennen sie so zwielichtige Typen und geben diesen dann Hinweise, wo und wie man einbrechen kann oder versuchen auf andere Weise zu Geld zu kommen. Das ist auch der Grund, warum ich nicht will, dass du ein Barmädchen in mein Haus bringst. Hier ist immer Vorsicht angesagt. Ich weiß schon wovon ich rede, immerhin lebe ich seit acht Jahren auf den Philippinen. Mit Sheila hast du ja nicht gerade die beste Wahl getroffen“, fuhr er fort. „Ich will sie ja nicht heiraten“, sagte ich lachend. „Es ist deine Angelegenheit“, meinte er lapidar. Wir setzten uns in den Garten und unterhielten uns noch eine Weile.
Unter anderem fragte er mich „Wo wohnst du eigentlich?“ „Ich hatte Glück und das Zimmer, welches ich damals gemietet hatte, war wieder frei“, erwiderte ich. Bald darauf verabschiedete ich mich mit den Worten. „Also dann halt die Ohren steif unter anderem“ und grinste.
Zwei Tage später bezogen wir mein ehemaliges Zimmer. Es war schön, wieder hier zu sein und ich fühlte mich frei wie ein Vogel. Am Vormittag frühstückte ich meist in San Fernando. Die Nachmittage verbrachte ich oft mit Sheila am Strand. An den Wochenenden saßen wir des Öfteren in den Beach-Resorts in Bauang. Es gab dort spezielle Dinner, wie beispielsweise „Mongolian-Food“ oder spezielle Fischgerichte. Oftmals spielten Live-Bands und Sänger traten auf. Es war alles andere als langweilig hier. Mit gefiel es immer besser.
An manchen Nachmittagen tingelte ich mit Harald und Alfred in den Go-Go-Bars, bis in den späten Abend hinein. Sheila besuchte währenddessen angeblich Freunde. Ich konnte mir schon denken, wo sie war, aber das war mir gleichgültig. Dass Sheila eine ausgezeichnete Schauspielerin war, zeigte sich dann in den darauffolgenden Wochen.
Allerdings hatte ich den Eindruck, dass sie unseren gemeinsamen Sex schon sichtlich genoss. Diesbezüglich wäre Schauspielerei auch völlig überflüssig gewesen. Finanziell hielt ich sie ziemlich kurz. Ich wunderte mich nur, dass sie sich nie darüber beklagte, was ich auch verstanden hätte. Ich vermutete, dass ihr aalglatter Gerry die treibende Kraft war und auf eine passende Gelegenheit wartete, um mich über den Tisch zu ziehen. Wahrscheinlich war sie ihm auch sexuell hörig. Er war 22 Jahre alt und sah sehr gut aus. Das konnte man ihm nicht absprechen. Möglicherweise genoss sie aber auch die Abwechslung und hoffte wahrscheinlich immer noch, an das große Geld zu kommen.
Eines Morgens klopfte es an der Haustüre. Ich öffnete. Draußen standen drei ältere Frauen und fragten nach Sheila. Ich bat sie herein. An deren Gesichtsausdruck erkannte ich gleich, dass deren Besuch offensichtlich kein Freundschaftsbesuch war.
Dem Gesichtsausdruck Sheilas war zu entnehmen, dass sie von den Besuchern auch nicht sonderlich begeistert war. Die drei setzten sich und redeten nun pausenlos auf Sheila ein. Ich verstand natürlich kein Wort. Es hatte den Anschein, dass die Frauen gewisse Forderungen an Sheila hatten und diese lautstark und gestenreich Ausdruck verliehen. Sheila bewirtete die drei mit allem, was im Kühlschrank war. Offensichtlich war sie sehr darauf bedacht, die Frauen zufriedenzustellen oder zumindest für den Augenblick zu beschwichtigen. Sie wieselte hin und her und tischte auf. Ihre Aktivitäten verwunderten mich, denn normalerweise tat sie fast gar nichts. Kurz nach dem Essen verabschiedeten sich die Frauen. Ich fragte sie, wer die Frauen waren. Sie sagte „Freunde, welche mich nur einmal besuchen wollten.“ Sie hielt mich tatsächlich für so bescheuert, dass ich das glauben würde.
Am Tag darauf besuchte ich wieder Harald. Ich erzählte ihm von dem Besuch der drei Frauen. Er meinte: „Sie hat mit Sicherheit Spielschulden bei den Frauen und diese kamen nun zu dritt, um das Geld bei ihr einzufordern. Anscheinend hatte es sich herumgesprochen, dass sie mit einem Ausländer zusammenlebe. Deren Schlussfolgerung war, wenn sie mit einem Ausländer zusammenleben würde, dann habe sie sicherlich Geld. Außerdem bietet man hier einem Besucher ein Glas Wasser an und kocht nicht. Sheila wollte die drei Frauen anscheinend bei Laune halten und vertröstete sie auf einen späteren Zeitpunkt. So sehe ich das.“
Ja diese Version schien mir plausibel zu sein. Kartenspiele sind auf den Philippinen sehr verbreitet und oft geht es um sehr hohe Beträge. Handys waren damals noch eine absolute Rarität. Aber Neuigkeiten verbreiteten sich bei den Einheimischen in Windeseile, auch ohne Telefon. In meinem Zimmer hatte ich nur wenig Bargeld. Mein gesamtes Geld hatte ich vorsorglich in Haralds kleinem Tresor deponiert.
Sheila stand nun offensichtlich unter großem Druck. Garry wollte Geld sehen und die drei Frauen ebenfalls. Sie war nun gezwungen, etwas zu unternehmen. Die Frage war nur, was wird sie tun? Eines Abends kam sie spät nach Hause. Sie sagte „Sorry Darling, I`ve been in the Hospital“. Ich fragte „Hast du ein Problem?“ „Ja, ich habe ein großes Problem mit meinem Magen“, antwortete sie.
Ah, die Märchenstunde beginnt, dachte ich. Bei ihrem gesunden Appetit konnte ich mir das wirklich nicht vorstellen. Ich war gespannt, welche Story sich die beiden nun ausgedacht hatten. „Ich habe mit dem Arzt gesprochen“, fuhr sie fort „Ja und?“ „Der Arzt sagte, eine Operation wäre dringend erforderlich, allerdings würde diese sehr teuer sein“. Aha, dachte ich, jetzt heißt es aufpassen.
„Dann werden wir gemeinsam den Arzt aufsuchen und über die notwendige Operation sprechen müssen“, meinte ich. An ihrem Gesichtsausdruck erkannte ich sofort, dass ihr jetzt die Angelegenheit aus dem Ruder lief und nicht nach ihren Vorstellungen verlief. Um mir die Geschichte plausibel zu machen, kramte sie aus ihrer Handtasche eine Röntgenaufnahme hervor und reichte sie mir. Ich hob die Aufnahme gegen das Licht. Ich bin zwar kein Spezialist für Röntgenaufnahmen, aber jeder Laie konnte hier erkennen, dass nur der obere Bereich eines Rippenbogens zu sehen war. Ich schaute nun auf das Datum. Die Aufnahme wurde vor Monaten gemacht. Ich kannte zwar nicht ihren Familiennamen, aber der Vorname war nicht mit ihrem Vornamen identisch. Da hatten sich die beiden viel Mühe gemacht, um mich zu täuschen. Wahrscheinlich waren sie zusammen in der Kiste gelegen und hatten diesen Plan ausgeheckt. Garry, der Superschlaue, sah zwar gut aus, aber sein IO kam nicht über eine zweistellige Zahl hinaus. Ich wollte es eigentlich als ein Spiel betrachten. Aber jetzt packte mich doch die Wut. Diese Schlampe glaubte doch tatsächlich, dass ich so dämlich wäre, ihr diese verlogene Story abzukaufen.
Ich öffnete den Kleiderschrank, holte ihre wenigen Klamotten heraus und warf alles vor die Haustüre. Nun packte ich sie am Arm und schob sie unter lautem Gezeter und Geschrei zur Türe hinaus. Der Lärm am Strand übertönte jedoch alles. Ich versperrte die Tür. Innerlich war ich total aufgewühlt und musste mich auf einen Stuhl setzen. Ich zündete mir eine Zigarette an. Langsam beruhigte ich mich wieder. Warum regst du dich eigentlich auf Alter, sagte ich mir. Es war doch nichts anderes zu erwarten. Schaue mal in den Spiegel! sagte meine innere Stimme. Deine Gigolo-Zeiten sind vorbei. Du bist nicht mehr der Hecht im Karpfen Teich. Also um was geht es dann wohl? Es geht um Dollar und sonst um gar nichts. Je früher du das schnallst, umso besser für dich. Ja, dachte ich, das ist die Realität. Auch wenn es schwerfällt, diese zu akzeptieren. Ich stand abrupt auf und zog mich an. Jetzt gehe ich in die „Footlight Bar.“
Die Mamasan saß wie immer an ihrem Platz. Ich setzte mich zu ihr. Man konnte sich mit ihr recht vernünftig unterhalten. Unter anderem erzählte sie mir, dass schon einige Ausländer, meist Australier, junge Frauen in ihrer Bar kennenlernten und diese heirateten. „Vor wenigen Tagen kam ich aus der Provinz und habe dort einige Mädchen für die Bar angeworben“, fuhr sie fort. Den naiven Mädchen werden natürlich alle möglichen Geschichten erzählt. Von den Möglichkeiten, in einer Bar einen reichen Ausländer kennenzulernen. Ausländer war gleichzusetzen mit Geld, einer besseren Zukunft und oftmals die einzige Chance für die Frauen, aus ihrem armseligen Dorf herauszukommen, welches keinerlei Perspektive bot. Ein Ausländer war in deren Augen wie ein Lottogewinn. Was wussten diese Mädchen schon von der Realität? Nichts, absolut nichts! So betrachtet, erschien ihnen die Mamasan wie eine Samariterin, welche es nur gut mit ihnen meinte. Dass diese aber nur darauf bedacht war, ihrer Bar neue Mädchen zuzuführen, um den Umsatz und Gewinn der Bar zu steigern, an so etwas denken die jungen Frauen natürlich nicht. Eine Bar ohne junge Frauen konnte hier die Schotten dicht machen und die Mamasan wäre arbeitslos. Ihre Aktivitäten diesbezüglich waren alles andere als selbstlos. Natürlich behielt ich meine Gedanken für mich.
