Keine Ahnung, ob das Liebe ist - Julia Engelmann - E-Book
Beschreibung

Poetry-Autorin Julia Engelmann begeistert seit ihrem mitreißenden Debüt »Eines Tages, Baby« mit ihrer besonderen Sprache und Melodie. In ihrem neuen Gedichtband schreibt sie frisch und einfühlsam über die Liebe und das Leben. Ihre gefühlvollen, facettenreichen Texte handeln von Geborgenheit, Sehnsucht, der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt und davon, was es bedeutet, füreinander da zu sein. Julia Engelmann regt zum Nachdenken an und macht Mut, ihre Zeilen sprühen vor Energie und Lebensfreude und berühren das Herz.

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Seitenzahl:84


Buch

»Keine Ahnung, ob das Liebe ist, vielleicht werde ich das nie wissen. Aber immer, wenn du bei mir bist, hör ich auf, dich zu vermissen.«

Poetry-Autorin Julia Engelmann begeistert seit ihrem mitreißenden Debüt »Eines Tages, Baby« mit ihrer besonderen Sprache und Melodie. In diesem Gedichtband schreibt sie frisch und einfühlsam über die Liebe und das Leben und über innere Jahreszeiten. Ihre gefühlvollen, facettenreichen Texte handeln von Geborgenheit, Sehnsucht, der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt und davon, was es bedeutet, füreinander da zu sein. Julia Engelmann regt zum Nachdenken an und macht Mut, ihre Zeilen sprühen vor Energie und Lebensfreude und berühren das Herz.

Weitere Informationen zu Julia Engelmann sowie zu lieferbaren Titeln der Autorin finden Sie am Ende des Buches.

Julia Engelmann

Keine Ahnung,ob das Liebe ist

Poetry

Mit Illustrationen der Autorin

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Copyright © 2018 by Wilhelm Goldmann Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH,

Neumarkter Str. 28, 81673 München

Umschlaggestaltung: UNO Werbeagentur, München

Umschlagillustrationen: Julia EngelmannAutorenfoto: © Marta Urbanelis

KS · Herstellung: kw

Satz: Uhl + Massopust, Aalen

ISBN: 978-3-641-23336-5V004

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Für jeden.

Sag mir: Wann fang ich an, mich so frei zu benehmen, wie ich bin? Und sag mir: Wann fang ich an, mich genauso zu lieben, wie ich bin? Und warum ist das so schwer? Aber woher sollst du das auch wissen? Ich bin ja schließlich nicht, was du siehst, wenn du mich da jetzt so flüchtig betrachtest. Ich bin, was ich sehe, wenn ich die Welt betrachte. Und dabei immer ein bisschen glücklich und traurig gleichzeitig. Ich weiß, das haben schon viele vor mir und schöner gesagt, aber es stimmt. Ich hab das Gefühl, ich lebe in inneren Jahreszeiten. Manchmal bin ich so traurig, dass ich glaube, dass ich nie wieder glücklich werden kann. Und dann wieder bin ich so glücklich, dass ich mich nicht erinnern kann, dass es jemals anders war. Und wenn du da jetzt so auf mich draufguckst, dann siehst du bestimmt irgendwas, aber nie all das. Und ich wünschte, ich könnte das alles mit dir teilen, dir in meinem Blick Platz machen, wie auf einer Bank, auf der man zur Seite rutscht, und dann so mit der Hand neben mir auf das Holz klopfen und sagen: »Guck mal! Schön hier, oder?«

STRUKTUREN IM CHAOS

Ich bin so veränderlich, so twisted, zerrissen.Normal?! Nur ein bisschen, im Durchschnitt zumindest.

Ich versuche hier nur nicht vom Weg abzudriften,würde es besser machen, wenn ich’s besser wüsste.

Ich hab Angst vor Nähe, noch mehr Angst vor keiner,ich bin gerne allein, aber ungerne einsam.

Das, was ich will ich dann bloß eine Zeit lang,ich steh für mich ein, nur solange ich Halt hab.

Ich bin jeden Tag anders, du siehst mich mäandern,gedankenverloren, ankerlos, langsam.

Ich sag mir, ich kann nicht, dann wieder, ich kann das, ich wär gern entspannter beim Umwegewandern.

Will immer mehr schaffen, brauch dringend ’ne Pause,ich will länger tanzen und früher nach Hause.

Ich kaufe mir Sachen, die ich eigentlich nicht brauche,und höre mich sagen, was ich eigentlich nicht glaube.

Ja, Fehler sind so was wie Farben im Leben,nur meine, die kann ich mir selbst nicht vergeben.

Oh, Schwächen, sie machen die Menschen so schön,aber meine soll keiner bei Tageslicht sehen.

Ich wollte erwachsen sein, hab es versucht,doch das Ende der Jugend ist Anfang genug,

ich guck allen anderen beim Aufwachsen zu,sie gucken zurück, aber keiner wie du …

… blickst hinter meine Fassaden,siehst mich mit all meinen Narben,

sagst mir inmitten zerbrochener Kulissen:Gäbe es dich nicht, würde ich dich vermissen.

Mit dir gehöre ich irgendwohin,vergesse, warum ich so unsicher bin,

ich bin dir nicht zu viel, weil du auch so viel denkst,ich glaube, du magst mich, obwohl du mich kennst.

Wir sind jeden Tag nur auf der Suche und ratlos,alles läuft neben der Spur und so wahllos,

als Antwort auf Moll bleibt nur Dur in Staccato,einzig wir zwei sind Strukturen im Chaos.

Du bist so veränderlich, so lost und zerrissen,nimmst viel zu viel Rücksicht, mehr als du müsstest.

Du versuchst einfach nur, nicht vom Weg abzudriften,würdest es besser machen, wenn du es besser wüsstest.

Du hast Angst vor Nähe und noch mehr vor keiner,doch dich dran gewöhnt, weil du immer allein warst.

Bist rastlos geboren, die Welt deine Heimat,alle andern gehen vor, du bleibst ewiger Zweiter.

Nicht geweint seit ’nem Jahr, sondern weiter gelächelt,du meinst, was du sagst, und es gut mit den Menschen.

Gefühle verstehst du am besten bei Fremden,und deine kannst du ja mit Denken bekämpfen.

Du gibst dich so stark, aber fühlst dich so schwach,deine Alltagslast raubt dir den Schlaf jede Nacht.

Denn du misst dich darin, wie viel Arbeit du schaffst,du fragst dich so viel, nur nie, was du da machst.

Ja, Fehler sind so was wie Farben im Leben,nur deine, du kannst sie dir selbst nicht vergeben.

Oh, Schwächen, sie machen die Menschen so schön,aber deine soll keiner bei Tageslicht sehen.

Du wolltest erwachsen sein, fordertest dich,das Ende der Jugend ist der Anfang von nichts,

und jeder entweicht deinem suchenden Blick, die Einzige, die noch zurückschaut, bin ich …

… blick hinter deine Fassaden,sehe dich mit all deinen Narben,

sag dir inmitten zerbrochener Kulissen:Gäbe es dich nicht, würde ich dich vermissen.

Mit mir gehörst du irgendwohin,los, vergessen wir, dass wir so unsicher sind!

Du bist mir nicht zu viel, weil ich auch so viel denk,weißt du, ich mag dich, obwohl ich dich kenn.

Wir sind jeden Tag nur auf der Suche und ratlos,alles scheint neben der Spur und so wahllos,

als Antwort auf Moll bleibt nur Dur in Staccato,einzig wir zwei sind Strukturen im Chaos.

Wir sind Strukturen im Chaos, ein Zufallsfraktal,für jede und jeden, nur uns nicht, egal,

ein perfekter Akzent, eine Wolke aus Staub,wie ein Stern, wenn er brennt, und dann löst er sich auf.

Wir sind Schnörkel im Karo, im Großen ganz klein,man sieht nur Details, wenn man von ihnen weiß,

ein Perpetuum mobile, Mise en abyme,ein Feuerwerk, bis alle Funken verglühen.

Wir sind ein Jamais-vu, ungelenkte Rakete,eine Leuchtprojektion auf zerrissener Tapete,

ein hübsches Momentum auf diesem Planeten,ich wünschte, wir wären uns früher begegnet.

Im System zwei sich irgendwo kreuzende Geraden,nichts wird jemals so sein, wie wir beide es waren,

fliegen unterm Radar, Phänomen ohne Namen,ich will immer so sein, wie wir beide es waren.

Wir sind so veränderlich, gleichen uns aus,wie Lichtwellen tauchen wir ein, wieder auf,

ergeben zusammen ein ewiges Muster,Physik ist so schön, was mir gar nicht bewusst war.

Wir waren versteckt, und wir haben uns gefunden,ein einzelner Punkt unter endlosen Punkten,

ohne Richtig und Falsch, ohne oben und unten,im Strudel gesucht und im Trubel verbunden.

Da ist endlich mal jemand, der »Wein doch nicht« sagt,endlich mal jemand, der meint, was er fragt,

endlich mal jemand, der wartet,der immer noch einfach so da ist.

Endlich mal jemand, der wirklich versteht,endlich mal jemand, der gleich gerne lebt,

ich kann hören, wie du atmest,es ist schön, dass du da bist.

Wir sind jeden Tag nur auf der Suche und ratlos,alles scheint neben der Spur und so wahllos,

als Antwort auf Moll bleibt nur Dur in Staccato,einzig wir zwei sind Strukturen im Chaos.

Ja, du bist meine Struktur hier im Chaos.

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West!

XXXL!

Yes, we can!

YouTube, y don’t I feel

zen?!

Oh Internet, oh Internet,

look at what you’ve done.

You are still the one to blame,

dass ich kein Deutsch

mehr sprechen kann.

There’s an English girl inside of me

and, guys, she has left her house

because she thinks she speaks so good

(which I must say I highly doubt).

In fact her Denglish really sounds