Kiba der Sternenkater - Markus Springer - E-Book

Kiba der Sternenkater E-Book

Markus Springer

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Beschreibung

Die Familie Zuckerbart – das sind Vater Maik, seine Frau Hetty und Tochter Anni – bekommen eines Nachts einen haarigen neuen Mitbewohner, der wie ein Kater aussieht. Sein Name wird, aus bestimmtem Grund, Kiba. Es stellt sich heraus, dass Kiba von einem weit entfernten Stern kommt und dass er unter bestimmten Umständen mit Menschen sprechen kann. Maik wird schnell klar, dass der kleine Vierbeiner Hilfe braucht. Kiba ist mit seinem Sternenschiff auf die Erde gestürzt und versucht nun, sich hier zurecht zu finden.

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Seitenzahl: 165

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Markus Springer

Kiba der Sternenkater

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Vorwort (oder von wem die Geschichte handelt)

Kapitel 1: Frühling

1 Die Landung

2 Die Vorstellung

Kapitel 2: Sommer

1 Missverständnis

2 Die Rettung

3 Neue Freundschaft

4 Die Bande

5 Das Treffen

6 Die Wolle

7 Pfotball

Kapitel 3: Herbst

1 Kranke Welt

2 Der Abschied

3 Besuch von Amicomo

4 Nachricht von Maik

5 Ein Garten voller Überraschungen

6 Maiks Problem

7 Das Gespenst

8 Große Katzen

9 Die Flucht

10 Monstermücke

11 Das Baby

12 Die Begegnung

13 Der Überfall

14 Der König

15 Der Frechdachs

16 Wieder zu Hause

17 Familienzuwachs

18 Schwarze Hände

Kapitel 4: Winter

1 Eiszeit

2 Das Geschenk

3 Die große Wiese

4 Freundschaftshilfe

5 Spuren im Schnee

6 Die Entdeckung

7 Die Spielregeln

8 Was ist Fliegen?

9 Hinter der Hecke

10 Die zweite Chance

11 Des Rätsels Lösung

12 Die Angst

13 Die Vorführung

14 Die Chance

15 Der Vollmond

16 Die blaue Kralle

17 Die Entspannung

18 Die geheime Nachricht

19 Die wichtige Pause

20 Die Verletzung

21 Die Spannung steigt

22 Der Verrat

23 Das große Spiel beginnt

24 Böse bleibt böse

25 Der Abschied

Über den Autor

DANKSAGUNG

Impressum neobooks

Vorwort (oder von wem die Geschichte handelt)

Es geht um die Familie Zuckerbart. Der Name der Mutter ist Hetty, die große Tochter, die schon Auto fahren darf, heißt Anni, der Vater Maik. Und dann ist da noch die Familie Süßholz, deren Mutter Katja heißt und die Schwester von Hetty ist. Mimi ist die Tochter, der Sohn heißt Toni und Jens ist der Vater. So, nun macht es euch gemütlich, denn auf der nächsten Seite geht es los!

Kapitel 1: Frühling

1 Die Landung

Es ist eine schöne Frühlingsnacht, in der der Vollmond ein paar Wolken am Himmel bescheint, als plötzlich eine bunt schillernde Kugel durch die Wolken in Richtung Erde fällt. Die Kugel, die so aussieht wie eine Seifenblase und fast so groß ist wie ein Autoreifen, bloß ganz rund, stürzt fast auf ein Weizenfeld. Doch kurz bevor sie den Weizen berührt, wird sie vom Wind erfasst und über das Feld Richtung Landstraße gepustet. Wie von Geisterhand macht die Kugel eine Kurve und fliegt neben der Straße auf ein Dorf zu. Sie steigt über die Dächer der Häuser, macht einen engen Kreis um den Kirchturm und rast so schnell wie eine Sternschnuppe über das Dorf. Über dem letzten Haus des Dorfes bleibt sie mitten in der Luft stehen und fängt plötzlich an, stark zu zittern, zuckt vor und zurück und fällt, rasend schnell, ohne zu bremsen direkt in den Garten unter ihr. Sie schlägt hart im Rasen auf, aber sie platzt nicht wie eine Seifenblase, doch der Aufprall ist so laut wie der Donner bei einem nahen Gewitter. In dem Haus, in dessen Garten die Kugel gestürzt ist, wohnt Familie Zuckerbart. Der Familienvater Maik Zuckerbart, der heute Nacht nicht richtig schlafen kann, wird von dem Donner aufgeschreckt. Er nimmt seine Taschenlampe vom Nachtisch und geht nach unten, um nachzusehen, ob alle Fenster geschlossen sind, wenn ein Unwetter kommt. Als er auf die Terrasse guckt, um nachzusehen, ob alle Stuhlauflagen weggeräumt sind, damit sie nicht nass werden, staunt Maik so sehr, dass er den Mund gar nicht wieder zubekommt und vergisst ganz das er barfuß auf den kalten Fliesen steht und friert, denn hinter der Terrasse auf dem Rasen liegt ein seltsam aussehendes, rundes Etwas. Im Licht der Taschenlampe sieht es für ihn wie eine riesige Seifenblase aus. Als er raus geht, um sich die Kugel genauer anzusehen, huscht etwas an ihm vorbei ins Wohnzimmer. Er geht sofort zurück, weil er wissen will, was da gehuscht ist. Er schaut sich im Zimmer um, als es hinter ihm plötzlich leise schnurrt. Er dreht sich in die Richtung des Schurrens und sieht in das Gesicht einer süßen kleinen Katze mit rötlichem Rücken und weißem Bauch, die da mitten im Wohnzimmer sitzt. Aber das ist noch nicht alles, denn es sieht so aus, als grinste ihn dieses Fellbündel auf vier Beinen auch noch an. Als er so dasteht, bemerkt er sein eigenes Grinsen gar nicht, das aber sein ganzes Gesicht erfasst hat. Maik geht in die Hocke, um diese ihm besonders freundlich erscheinende Katze zu streicheln. Auf einmal hört er eine Stimme sagen: „Schön, dass du mich lächeln sehen kannst, denn nur, wer das in einer besonderen Nacht wie heute kann, der kann auch verstehen, was ich sage.“ Jetzt erschrickt Maik und denkt bei sich: ‚Was ist das für eine verrückte Nacht?! Liege ich etwa noch im Bett und träume?‘ „Nein, Maik“, sagt da die Stimme, „ich sitze doch vor dir und bin froh, dass du mich verstehst, denn ich brauche deine Hilfe.“ Maik denkt: 'Das ist doch total irre, eine sprechende Wunderkatze braucht Hilfe und das ausgerechnet von mir!' Da hört er schon wieder die nette Stimme sagen: „Erstens: Ich bin nicht irre! Zweitens: Ich bin keine Wunderkatze, denn ich komme gar nicht von hier und ich sehe auch nur zufällig so aus wie eure Katzen. Auf dem Stern, von dem ich komme, sehen alle so aus wie ich. Nur unsere Farbe unterscheidet uns und jeder kann alle Sprachen sprechen und verstehen. Und drittens: Käme ich von deinem Stern, wäre ich ein Kater und keine Katze, also ein Junge.“ Maik muss sich vor Aufregung erst einmal hinsetzen und fragt: „Wie kommst du denn überhaupt hierher und von wo?“ Der Kater antwortet: „Ich komme vom Stern „Amicomo“! Bei euch würde man sagen, vom Stern der Freundschaft. Hinter dem Mond ist das der dritte Stern von links, aber man kann ihn von hier nicht sehen. Du fragst, wie ich hierher komme? Na, mein Sternenschiff hast du doch schon in deinem Garten gefunden. Du hast gedacht, dass es eine ‚Seifenblase‘ ist. Jetzt wundere dich nicht schon wieder. Mach den Mund wieder zu, denn auch deine Gedanken kann ich verstehen.“ Auf einmal ändert sich der Gesichtsausdruck des Sternenkaters. Leichte Sorgenfalten sind auf seiner Stirn zu sehen: „Maik, ich muss dich etwas fragen: Mein Sternenschiff ist kaputt. Ich weiß nicht, wie lange ich hier bleiben muss. Kann ich so lange bei dir und deiner Familie bleiben, bis mich meine Leute hier finden? Maik hat sich langsam von seinem Schrecken erholt. Und wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, ist er nicht nur ein freundlicher Mensch, sondern auch sehr hilfsbereit. Darum antwortet er dem Sternenkater: „Natürlich helfe ich dir und du kannst natürlich bei uns bleiben. Aber wir müssen aufpassen, dass keiner dein Sternenschiff sieht oder merkt, was du für besondere Talente hast, denn dann würden alle Wissenschaftler versuchen, dich einzufangen, um dich zu untersuchen. Und was dann passiert, das wollen wir uns gar nicht erst ausmalen. Aber wie heißt du eigentlich?“ Der Sternenkater antwortet: „Meinen Namen könnt ihr Menschen nicht aussprechen. Suche doch einen schönen neuen Namen für mich aus.“ „Na gut, aber immer eins nach dem anderen. Erst verstecken wir dein Sternenschiff und dann denken wir uns eine Geschichte für meine Frau und meine Tochter aus, denn die wollen ja wissen, warum wir plötzlich einen Kater haben."Der Sternenkater und Maik gehen in den Garten, denn Maik hat die Idee, das Sternenschiff im Gartenschuppen zu verstecken. Kurze Zeit später ist das Sternenschiff nicht mehr zu sehen. Beide gehen ins Wohnzimmer und reden bis in den frühen Morgen. Maik erzählt viel von seinem Leben, seiner Familie und von dem Dorf, in dem sie leben. Der Sternenkater hat aber noch viel mehr zu erzählen: nämlich dass er als Amicomoner natürlich mit allen Tieren auf der Erde reden kann. Es gibt aber noch eine Besonderheit: Wenn ein Amicomoner oder ein Freund schnelle Hilfe braucht und sie auch von einem Menschen bekommt, dann kann er mit diesem ebenfalls ein paar Worte reden. Der Kater erzählt weiter von seinen Leuten, dem weit entfernten Stern, auf dem er lebt, von der Schule, der Ausbildung zum Sternenschiffpiloten und von seinen Pilotenfreunden, aber vor allem von dem beliebtesten Spiel auf Amicomo. Das Spiel heißt Pfotball! Der Name schlägt bei Maik wie der Blitz ein, denn er hat selber zehn Jahre lang Football gespielt und war sogar mal mit seiner Mannschaft deutscher Meister. Als der Morgen langsam dämmert, meint Maik: „Jetzt haben wir fast die ganze Nacht geredet und ich kann die Augen kaum noch offenhalten. Ich muss noch ein bisschen schlafen. Und du versteckst dich hier und ruhst dich auch aus

2 Die Vorstellung

Maik ist gerade eingeschlafen, als ihn seine Frau Hetty auch schon zum Frühstück ruft. Er rennt in die Küche und hofft, dass seine Frau und seine Tochter den Sternenkater noch nicht gefunden haben, aber die beiden sitzen wie immer schon am Tisch und warten auf ihn. Es duftet herrlich nach frischen Brötchen und Kaffee , aber Maik sagt zu ihnen: „Bevor wir jetzt frühstücken - kommt erstmal schnell mit ins Wohnzimmer! Da will euch jemand ‚Guten Tag! ‘ sagen.“ Maik geht in die Stube und obwohl die beiden ungläubig den Kopf schütteln, stehen sie doch auf und folgen Maik neugierig. Und da wartet eine große Überraschung, denn mitten im Wohnzimmer liegt auf dem Teppich ein wuscheliges Fellbündel auf vier Beinen. Maik denkt nur: ‚Tolles Versteck hast du dir da ausgesucht!‘Hetty meint in einem leicht belustigten Ton, als sie den Sternenkater dort liegen sieht: „Was hast du denn jetzt angeschleppt, ohne uns zu fragen?!“ Da erzählt Maik die Geschichte, die er sich gestern Nacht zusammen mit dem Sternenkater ausgedacht hat: „Also das war nämlich so: Ich musste gestern Nacht noch mal raus, weil das Gartentor offenstand und der Wind es immer wieder auf- und zugeschlagen hat. Plötzlich kam ein Auto so schnell angerast, dass sich der Kater, der sorglos auf der Straße saß, nur noch mit einem Riesensprung in Sicherheit bringen konnte. Ihr erratet nie, wo er gelandet ist! Genau auf meinem Arm und da hat er sich gleich eingekuschelt! Sein kleines Herz schlug vor Aufregung so stark, dass ich ihn mit reingenommen habe, um ihn zu beruhigen. Ich gab ihm dann noch eine Tasse Wasser und ein Stück Käse. Als er den Käse aufgefressen und ein bisschen Wasser getrunken hatte, schlief er gleich ein.“ Fragend blickt er seine Frau und seine Tochter an: „Jetzt sagt mal, ihr beiden! Hättet ihr ihn wieder auf die Straße setzen können?“ Da antwortet Hetty gerührt: „Oh Maik, das hast du genau richtig gemacht! Du musstest ihn retten. Natürlich kann er bei uns bleiben.“Anni wiederum flüstert: „Oh toll, ich wollte doch schon immer eine Katze haben und die sieht ja so süß aus. Darf ich ihr einen Namen geben?“„Aber natürlich!“, freut sich Maik, denn es gibt ja noch keinen Namen für den Sternenkater: „Wie willst du ihn denn nennen?“ Anni antwortet wie aus der Pistole geschossen: „Ist doch ganz einfach, Papa! Der Kater ist oben rot wie eine Kirsche und hat einen weißen Bauch wie eine Banane. Also nenne ich ihn Kiba, wie das tolle Saft-Getränk aus Kirsche und Banane.“ Maik, Anni und Hetty fassen sich bei den Händen und machen einen Kreis um Kiba. Und schon ist es beschlossen. Der Sternenkater heißt jetzt Kiba! Vor Freude springen sie in die Luft, aber nur Maik bemerkt im Augenwinkel, dass ihm Kiba dankbar zuzwinkert. Einen Tag später besorgt Maik noch ein paar Sachen für den neuen Gast im Haus der Zuckerbarts. Sachen, die Sternenkater eben so haben müssen: einen Futternapf, einen Kratzbaum, ein Katzenklo und so weiter und so fort... Es braucht nur ein paar Tage und schon gehört Kiba richtig zur Familie. Da fällt Maik ein, dass Kiba auch die Verwandten von nebenan, die Familie Süßholz, kennenlernen muss. Da es Samstag ist und die Kinder von Familie Süßholz keine Schule haben, nimmt Maik den Sternenkater und geht mit Hetty und Anni zu den Nachbarn hinüber. Maik hat seinen Schwager Jens Süßholz am Telefon gefragt, ob sie sich nicht gleich im Garten von Familie Süßholz treffen wollen. Er wolle ihnen jemanden vorstellen. Die beiden Familien können sich immer ganz schnell besuchen und das machen sie auch oft, denn ihre Gärten liegen dicht zusammen. Sie sind nur durch einen schmalen Weg getrennt. Zur vereinbarten Zeit steht Familie Süßholz schon im Garten. Maik sagt zu Katja Süßholz, die Hettys Schwester ist: „Schau mal her, wir haben jetzt einen Kater und der heißt Kiba.“ Sie antwortet: „Holla, der ist ja total süß.“Da hört Maik plötzlich wieder Kiba sagen: „Ich bin nicht süß, sondern ich sehe einfach gut aus.“ Maik erschrickt und denkt: ‚Hoffentlich hat das jetzt keiner gehört! ‘Da ist schon wieder die Stimme von Kiba: „Oh Maik, du bist aber ziemlich vergesslich, ich habe dir doch gesagt: Nur wer mich in einer besonderen Nacht lächeln sehen kann, kann mich auch hören und verstehen.“'Na dann ist es ja gut!‘, denkt Maik und der Sternenkater meint: „Ja, finde ich auch.“Nach ein paar Momenten der Stille will Kiba von Maik erfahren: „Was sind das denn da für kleine Menschen neben Jens und Katja?“ Maik denkt: 'Na du schlauer Sternenkater, ich dachte, du wüsstest das! Du weißt doch sonst so viel.“ Er zwinkert ihm leicht zu und spricht dann weiter: „Darf ich dir mal Mimi und Toni Süßholz vorstellen?“ Als die anderen erstaunt gucken, sagt Maik: "Na schaut nicht so, man muss auch bei Katzen wissen, was sich gehört. Die sind nämlich ganz sensibel.“ Zuerst zeigt Maik auf die Tochter. Mimi, die achtjährige Tochter der Familie Süßholz, ist eine Leseratte und macht wie ihr großes Vorbild, ihre Cousine Anni, Cheerleading. Danach zeigt er mit auf den Sohn der Familie Süßholz. Toni heißt er, ist sehr tierlieb und kennt sich fantastisch in der Tierwelt aus. Und außerdem kann er sehr gut Kuchen backen, was er auch gerne macht. Trotzdem findet er noch Zeit, mit seinen Kumpels bolzen zu gehen. Die beiden Kinder rufen gleichzeitig: „Wir wollen auch eine Katze haben!“ Um auf die Pflichten aufmerksam zu machen, die die beiden schon haben, sagt Vater Jens zu seinen Kindern: „Schaut mal bitte da vorn in das super Luxus-Zwergkaninchen-Freigehege mit euren beiden Zwergkaninchen Bibi und Sonja. Was wollt ihr denn noch alles haben?“Toni antwortet mit ernstem Gesicht: „Aber Papi, natürlich kümmern wir uns weiter um Bibi und Sonja, das ist doch wohl Ehrensache und es muss ja auch nicht sofort sein, aber ihr könnt es euch noch mal überlegen.“Mimi brüllt: „Doch sofort, sofort, sofort! Alle lachen und Katja Süßholz sagt: „Das ist typisch meine Tochter!“ Maik hat von der Sache kaum etwas mitbekommen, denn die Stimme des Sternenkaters spricht in dem Moment in seinem Kopf: „Ich bin keine Katze!“Aber das kann eben nur Maik hören. Trotzdem antwortet er auf den Protest der beiden Kinder: „Kiba ist keine Katze.“ Jens sieht ihn verwundert an und lacht dann laut los: „Was ist es dann? Etwa ein Nilpferd oder ein kleiner Dinosaurier?“ Maik ist über sich selbst verwundert, dass er so unvorsichtig war, das laut gesagt zu haben. Er antwortet geistesgegenwärtig: „Entschuldige bitte! Ich meinte nur - das ist ein Kater.“„Gut rausgeredet, Maik!“, klingt die Stimme des Sternenkaters in seinem Kopf. Mitten in der Unterhaltung schreit Katja plötzlich ganz laut: "Die Katze!", und zeigt mit dem Finger in Richtung des oben offenen Kaninchen-Freilaufgeheges. Kiba sitzt ganz dicht und interessiert davor.Jens rennt hin, nimmt den Kater schnell hoch, legt ihn Maik in die Arme und sagt: "Nichts passiert, aber wer weiß, was passiert wäre, wenn die Katze großen Hunger gehabt hätte.Alle unterhalten sich noch eine Weile, dann gehen Zuckerbarts nach Hause. Unterwegs fängt Kiba an, mit Maik zu reden: "Ich muss eine Menge lernen, denn ihr Menschen seid ganz schön kompliziert. Ich habe mich doch nur mit Bibi und Sonja unterhalten. Die beiden sind zwei tolle Hüpfer. Ich hab sie gern, aber natürlich nicht zum Fressen gern." Viele spannende Wochen vergehen und Kiba ist froh, ein so schönes Zuhause gefunden zu haben. Familie Zuckerbart freut sich über ihren Kater. In diesen schönen Frühlingswochen reden Kiba und Maik viel über ihre unterschiedlichen Welten. Hetty und Anni werden zu Katerstreichelspezialisten. So sind alle sehr zufrieden und sie haben eine schöne Zeit zusammen. Hallo ihr Leser und Zuhörer, gleich wird es heiß, denn gleich kommt der Sommer.

Kapitel 2: Sommer

Na, da seid ihr ja wieder - oder immer noch! Und Kiba freut sich, dass ihr wieder dabei seid.

1 Missverständnis

Kiba sitzt in der Fensterbank und schaut hinaus. Dabei fragt er Maik: „Sag mal, was ist denn da draußen passiert? Wieso ist es denn so warm und so hell?“ Maik muss laut lachen und erklärt Kiba: „Ach du schlauer Sternenkater, der Sommer kommt!“ „Soll der auch noch hier wohnen?“, fragt Kiba erstaunt. Maik muss noch lauter lachen: „Der Sommer ist eine Jahreszeit. Es wird noch heller, wärmer und an den Bäumen und Büschen werden die Früchte reif. Für mich ist es die schönste Zeit im Jahr, denn dann brauche ich mir nicht mehr so viel anzuziehen.“ „Und wie bitte komme ich dann aus meinem Fell?“ Maik lächelt den Sternenkater an: „Ich kann dich ja rasieren.“ Kiba sträuben sich die Haare, so dass er aussieht wie eine Fellkugel. Er schreit laut: „Nein Maik, dann bin ich doch ganz nackelig! Das geht doch nicht!“„Nein, das mache ich doch nicht! Was denkst du denn? Das war doch nur ein Spaß! Ich werde einfach den Ventilator anschalten, damit es dir kühler wird.“Kiba freut sich, dass er ein so tolles neues Zuhause gefunden hat, alle so nett zu ihm sind und dass er mit Maik so gut lachen kann, denn das tut einfach gut. So vergehen Tage und Wochen ohne Probleme.

2 Die Rettung

Es ist Samstagmorgen als Kiba wieder mal als Erster in der Küche ist und aus dem Fenster guckt. Doch was sieht er da voller Entsetzen? Mimi und Toni kommen ganz aufgeregt zur Küchentür gelaufen, die in den Garten führt. Als Kiba genauer hinsieht, erkennt er, dass den beiden große Tränen übers Gesicht laufen. Er ruft laut nach Maik und sagt ihm, dass Toni und Mimi weinen. Er kommt in die Küche gestürzt, reißt die Gartentür auf, nimmt die beiden in die Arme und fragt: „Was ist denn passiert? Wo sind denn eure Eltern? Beruhigt euch doch!“Toni beruhigt sich als Erster und erzählt Maik, was passiert ist: „Mama und Papa sind noch schnell Einkaufen gegangen. Mimi und ich wollten ihnen eine Freude machen, indem wir schon den Kaninchenstall sauber machen und die beiden füttern. Doch als wir zum Stall kamen, war die Tür nach innen aufgedrückt! Und es war alles durcheinander.“ Jetzt mischt sich Mimi mit zittriger Stimme ein: „Bibi und Sonja sind weg! War der das?“, und zeigt mit dem Finger auf Kiba. Der Sternenkater, der natürlich verstanden hat, was los ist, versucht sich bei Mimi anzukuscheln, aber sie schiebt ihn wütend weg und sieht Maik an. Maik sagt daraufhin zu den beiden: „Kiba war noch gar nicht draußen. Ihr tut ihm Unrecht.“ Doch Mimi schüttelt den Kopf und schreit, dass sie Bibi und Sonja wieder haben will. Als Maik darüber nachdenkt, was er jetzt tun kann, hört er Kibas Stimme sagen: „Kümmere du dich um Toni und Mimi! Ich schaue mir schnell den Käfig an und werde versuchen, herauszufinden, was passiert ist.Ud mit dem frischen Geruch der beiden in meiner Nase werde ich sie finden, wenn sie weggelaufen sind!“ Bei dem letzten Wort hat Kiba die Ohren angelegt und ist schon zur Tür hinaus gesprungen. Mimi schreit: "Jetzt haut er ab!“ Doch da mischt sich Toni ein: "Hör auf! Bis jetzt wissen wir noch nicht, ob er es wirklich war."