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Will ich mein Leben mit Kind oder ohne Kind verbringen ? Die Zeit der Entscheidungsfindung, ob eine Frau oder ein Mann das Leben mit oder ohne Kind gestalten möchte, kann Monate und Jahre dauern. Es ist eine der elementarsten Entscheidung die jede und jeder in seinem Leben trifft. Dieses Buch will den Entscheidungsprozess begleiten und jedem Thema, rund um das Leben mit Kind oder der Entscheidung gegen ein Kind, ist ein Kapitel gewidmet. Die eigene Kindheit und welches Potenzial in dieser Zeit angelegt worden ist oder auch nicht. Die Zeit in der man das Gefühl hat, alle um einen herum kriegen Kinder und man selbst ist sich noch völlig unklar darüber, was man will. Das Verliebt sein, die Zweisamkeit und die komplette Ahnungslosigkeit ob man überhaupt als Eltern zusammenpassen würde. Alle Abschnitte des Lebens mit Kind, von der Geburt bis das Kind auszieht, kommen in diesem Buch vor. Und das Leben ohne Kind. All dies wird in diesem Buch angesprochen. Es ist keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern anschaulich und verständlich, unvollständig und ehrlich. Für das Thema "unerfüllter Kinderwunsch" ist das Buch nicht geeignet. Es geht um die selbst gefundene Entscheidung mit der man glücklich und zufrieden leben kann. Freuen Sie sich auf dieses Abenteuer. Es ist ein (Notiz-)Buch, denn jede und jeder muss auch die Chance haben, zu jedem Kapitel seine ganz eigenen Gedanken, Fragen und Ideen aufzuschreiben
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Seitenzahl: 104
Veröffentlichungsjahr: 2016
www.tredition.de
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© 2016 Maja Glück
Verlag: tredition GmbH, Hamburg
ISBN
Paperback:
978-3-7345-0798-4
Hardcover:
978-3-7345-0799-1
e-Book:
978-3-7345-0800-4
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
www.tredition.de
Kinderwunsch
Ja
Später
Nein
Vielleicht
Das Buch VOR der
Entscheidung
INHALT
VORWORTE
1. VOR DER ENTSCHEIDUNG
2. GIBT ES EINEN SINN DES LEBENS?
3. AM ANFANG BIN ICH
4. DER KINDERWUNSCH
5. LUFT UND LIEBE
6. IN ALLEM NEUEN WOHNT EIN ZAUBER
7. ÜBER DEN RICHTIGEN ZEITPUNKT
8. ZWEISAMKEIT
9. DIE SCHWANGERSCHAFT
10.ES GEHT LOS, DAS LEBEN MIT KIND
11. KIND, BERUF, PARTNERSCHAFT
12: DIE SCHULZEIT
13. DAS ANGSTGESPENST PUBERTÄT
14. SWEET SIXTEEN ODER FAMILIE ALS WOHNGEMEINSCHAFT
15. UND DANN GEHT DAS KIND
16 DAS LEBEN OHNE KIND
17 DANKE
VORWORTE
So habe ich mir das Leben mit Kind nicht vorgestellt.
Es ist wohl der am häufigsten gesagte Satz, wenn ein Kind in unser Leben getreten ist.
Von Frauen, die Mütter wurden.
Von Männern, die Väter wurden.
Von Paaren, die Eltern wurden.
Dieses Buch ist für Menschen, die sich noch nicht entschieden haben und sich genauer vorstellen wollen, wie es wäre, ein Kind zu haben.
In einer Fernsehsendung sagte kürzlich ein junger Vater:
“Ich will meine Freunde nicht vernachlässigen, denn wie lange unsere Beziehung hält weiß ich nicht, aber meine Freunde habe ich für immer.“ Soll also heißen, Familie hat man nicht für immer? Es gibt nicht viel, was wir für immer in diesem Leben haben.
Familie haben wir für immer.
Es gibt keine wichtigere Entscheidung in unserem Leben, als das Leben mit oder ohne Kind zu leben. Freuen Sie sich auf eine Reise ins Unbekannte und treffen Sie dann IHRE Entscheidung.
Und bedenken Sie:
Was hinter uns liegt
oder
was vor uns liegt,
ist nichts gegen das,
was in uns liegt.
Anderson
1. Kapitel
VOR DER ENTSCHEIDUNG
Schön, dass Sie mich gefunden haben.
Sie gehören zu den Menschen, die sich mit der Frage beschäftigen:
Soll ich mich für ein Leben mit Kind oder ein Leben ohne Kind entscheiden?
Dann bin ich genau das richtige Buch für Sie, denn…
Sie stellen sich in einem Bücherladen vor das Regal mit der Literatur über das Thema Kinderwunsch oder forschen im Internet nach einem Buch VOR der Entscheidung.
Was sehen sie dort?
Sie finden kilometerweit Ratgeber für die Schwangerschaft und alle Phasen des Kindseins und Elternseins.
Die Unsicherheit ist groß und das Bedürfnis auf Ratgeber zurückzugreifen ist noch viel größer.
Dann gibt es noch die Ratgeber der ungewollten Kinderlosigkeit.
Das ist nicht Thema dieses Buches.
Und ob die Welt die Spassbücher von Spassmachern zum Thema Kind braucht, ist noch nicht geklärt.
Fakt ist:
Sie finden nicht ein Buch, dass sich mit den Fragen beschäftigt, ob ein Leben mit Kind überhaupt das Richtige für Sie ist oder ob Sie als Paar auch gut als Eltern zusammen passen.
Das ist nicht zufällig so.
Seit vielen Jahren höre ich mir an, dass es nicht möglich ist, zu erklären, was ein Leben mit Kind tatsächlich bedeutet.
Und das glaube ich nicht.
Will es nicht glauben.
Ich bin eine Arbeiterin mit Worten und möchte Ihnen die Geschichte erzählen, was ein Leben mit Kind tatsächlich heisst.
Anschaulich, verständlich, unvollständig.
Es ist ein Angebot.
Ich muss es versuchen, denn ich habe zuviele Menschen getroffen, die sich und ihr Kind unglücklich gemacht haben,
weil sie dieses Leben mit Kind mehr als Belastung denn als Bereicherung erlebt haben; weil sie festgestellt haben, dass sie nicht das Leben leben konnten, das sie sich vorgestellt haben;
weil die Partnerschaft den Entbehrungen durch ein Kind nicht standgehalten hat;
weil das Kind, das sie hatten, nicht ihren Erwartungen entsprach;
weil die Erziehungsvorstellungen jedes Elternteils zur Konkurrenzveranstaltung verkommen war;
weil ihnen bei dem Spagat zwischen Beruf und Kind die Familie zerbrochen ist;
Weil, weil, weil
Ein weiterer Grund, warum es keine Bücher über die Zeit vor der Entscheidung gibt, sehe ich darin, dass die, die Kinder haben und ganz genau wissen wie es ist, sich nicht trauen zu sagen, warum ein Leben mit Kind keine Spaßveranstaltung auf einer Jubelbühne ist und nicht zugeben wollen, dass sie so viele Dinge über das Leben mit Kind nicht bedacht haben.
Das wollen sie ihrem Kind nicht antun, nämlich Dinge auszusprechen, die sich für ein Kind, das schon da ist, blöd anhören.
Meine Söhne mögen es mir vergeben.
Dieses Buch ist für Frauen geschrieben.
Ich bin eine Frau und kann es nur aus meiner Sicht erzählen.
Dennoch kann es auch für Männer interessant sein, sich diesem Buch zu widmen.
Es ist ein Buch, das Sie auch einige Anstrengung kosten wird, denn wir galoppieren durch mindestens 20 Jahre Ihres Lebens.
Ein Kind zu bekommen, passiert den Frauen in der heutigen Zeit nicht mal eben so.
Meistens.
Es gibt vermutlich heute mehr sogenannte Wunschkinder als vor 1960, dem Beginn der zuverlässigen Verhütung.
Es hat sich viel verändert und doch gibt es eine Zeit in unserem Leben, da sieht es so aus, als ob wir kaum eine Wahl hätten.
Um als vollständiges Mitglied dieser Gesellschaft anerkannt zu werden, sollten wir schon so zwischen 20 und 32 Jahren den richtigen Partner gefunden haben und zumindest den Wunsch haben, eine Familie zu gründen.
Doch wie ist es wirklich mit dem Wünschen?
Wollen wir es, weil es alle um uns herum tun?
Haben wir überhaupt eine Idee davon, was es heisst, ein Leben mit Kind zu führen?
Kommt dieser Wunsch von ganz innen?
So bewegen wir uns zwischen Wünschen und Erwartungen, Fragen und Unsicherheiten.
In meiner eigenen Geschichte konnte ich mir mit 16 Jahren gut vorstellen, ein Kind zu bekommen.
Er war meine erste große Liebe. Ich fühlte mich sehr erwachsen und war doch so wunderbar ahnungslos.
Mit 20 Jahren konnte ich es mir überhaupt nicht vorstellen.
Er war zwar ein interessanter Typ, aber vollkommen ungeeignet, ihn mir als verantwortungsbewussten Vater vorzustellen. Ich wusste inzwischen schon sehr viel darüber, was ein Kind bedeutet und wollte auf gar keinen Fall alleinerziehende Mutter sein.
Es ist der schwerste Job den es überhaupt gibt.
Mit 25 Jahren wusste ich, dass ich ein Kind haben wollte.
Ich hatte den Mann gefunden für den Rest meines Lebens.
Er war meine große Liebe.
Zwischen meinem 16 und 25 Lebensjahr hatte ich mich viel mit dem Thema Kind beschäftigt. Sowohl theoretisch, als auch praktisch.
Als ich 18 Jahre alt war, wurde mein Bruder geboren und ich konnte seine ersten zwei Lebensjahre aus nächster Nähe miterleben.
Es ist übrigens sehr zu empfehlen, sich einfach mal ein Kind in der Familie oder im Freundeskreis „auszuborgen“ oder ein paar Nächte Babysitter zu sein, um eine Ahnung davon zu bekommen, wie es sich anfühlt.
In England gab es eine Schule, die eine sehr hohe Quote von Teenager-Müttern hatte. Dort haben sie überlegt, wie sie dieser Entwicklung begegnen könnten.
Sie haben den Versuch gemacht, jeden Morgen um 7.30 Uhr über Lautsprecher 10 Minuten Babygeschrei laufen zu lassen, was Wirkung zeigte:
Die Quote sank.
Ein Kind zu bekommen ist etwas ganz natürliches in unserem Leben.
So scheint es.
Es gibt scheinbar keinen Grund, sich über das Thema so viele Gedanken zu machen, denn der Fortpflanzungswunsch ist uns sozusagen einprogrammiert.
Und wir haben vielleicht sogar irgendwie den Wunsch in uns, doch wir sind uns eben nicht sicher.
Dieses Buch ist für Menschen, die ein Kind nicht nur deshalb haben wollen, weil es eben zum Leben dazu gehört, sondern genau wissen wollen, warum sie diese Aufgabe, ein Kind großzuziehen, auf sich nehmen wollen.
Jeden Tag steht es in der Zeitung, dass ein Kind zu Schaden gekommen ist.
Jeden Tag zerbrechen Familien, trennen sich Elternpaare.
Sie haben sich fast alle mal nichts sehnlicher gewünscht, als eine glückliche Familie zu sein.
Jeden Tag werden Kinder vernachlässigt, beschimpft, geschlagen.
Jeden Tag gibt es Mütter und Väter die glauben, die Alltagsbelastung mit Kind und Beruf nicht mehr bewältigen zu können.
Überlegen Sie kurz, wieviele Familien in ihrem Umfeld so leben, wie Sie sich ihre Zukunft mit Kind vorstellen?
Ich selbst habe Kinder. Ich habe mich bewusst für sie entschieden.
Es ging mir meistens gut mit meiner Entscheidung.
Nach dem ersten Jahr habe ich mich allerdings gefragt, ob Kinder ein Geschenk oder eine Strafe sind.
In den folgenden Jahren, wenn ich an den Grenzen meiner Kräfte wandelte, hat mir immer die bewusste Entscheidung von damals geholfen.
Übrigens hat mir diese Entscheidung für Kinder „von ganz innen“ auch durch Krisen, mit dem Vater der Kinder geholfen.
Doch ich habe Hochachtung vor Frauen, die sich für ein Leben ohne Kind entscheiden und halte dies für eine sehr weise und mutige Entscheidung.
Weise deshalb, weil sie dem Sound of Baby, sein eigenes Leben in Nachfahren zu verewigen, widerstehen und erkannt haben, dass es nicht ihr Weg in diesem Leben ist.
Jede Zelle im Körper eines Menschen ist auf das Überleben und damit auf Fortpflanzung programmiert. Der Trieb Sex sichert dies durch die Möglichkeit der Zeugung von neuem Leben.
Dieser Selbstverständlichkeit der Natur mit einer bewussten Entscheidung entgegenzutreten, halte ich für sehr mutig.
Sie halten nicht Ausschau nach den gängigen Trophäen des Lebens wie Beruf, Mann, Haus, Kind, sondern erlauben sich andere Inhalte und Ziele aufzuspüren, die ihr Leben erfüllen.
Diesen Frauen passiert das Leben nicht einfach so und eben auch nicht ein Kind.
Mir ist vollkommen klar, dass es immer Frauen gegeben hat, die sich gegen ein Leben mit Kind entschieden haben und später im Alter unglücklich waren mit dieser Entscheidung.
Wir haben seit Generationen eine unerschöpfliche Reserve von Energie, uns hinzusetzen und darüber nachzugrübeln, was wäre gewesen, wenn….
Abgesehen davon, dass ich glaube, dass es müßig ist, etwas, das nicht so oder so gewesen ist durchzugrübeln, kann eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderwunsch zur passenden Zeit Sie davor schützen, mit – egal welcher Entscheidung – bis ans Ende Ihrer Tage in Frieden zu leben.
Dieses Buch kann dazu führen, dass Sie sich gegen ein Kind entscheiden.
Wir verzeihen niemandem der unsere Märchen zerstört.
Doch ich kann Ihnen nicht nur von den Sonnenseiten des Mutterseins erzählen. Sie sollen auch wissen, was sich hinter dem schnuckligen babyblau und süßen babyrosa an grauem Alltagsleben verbirgt.
Ich halte es für möglich, dass Ihnen meine Ehrlichkeit, Erfahrungen und Einschätzungen auf dem Weg zu ihrer Entscheidung hilfreich zur Seite stehen können.
Ich möchte dazu beitragen, dass es nicht noch mehr unglückliche Frauen, Männer und Kinder gibt und glaube ganz fest, dass Sie mit diesem Büchlein die für Sie richtige Entscheidung treffen können und egal wie diese Entscheidung ausfallen wird, Sie werden damit ein glücklicheres Leben führen können.
Ihnen ist weder das eine noch das andere einfach so passiert.
Und Sie müssen nie sagen: „So habe ich es mir nicht vorgestellt.“
Schenken Sie mir vier Stunden Ihre Aufmerksamkeit.
Die Zukunft braucht viel mehr glückliche Menschen, mit und ohne Kind.
Eigene Notizen und Gedanken
2. Kapitel
GIBT ES EINEN SINN DES LEBENS?
Seit Jahrtausenden stellen Menschen sich die Frage nach dem Sinn des Lebens.
Warum tun wir das?
Weil uns Verstand gegeben worden ist und wir zu gerne wissen wollen, was wir mit diesem Geschenk „Leben“ anfangen sollen.
Gibt es etwas, das wir zu erfüllen haben in unserem Leben?
Gibt es etwas das zu tun ist?
Ich glaube nein.
Mit diesem Nein meine ich, dass uns nichts vorgegeben ist.
Wir können unser Leben mit unzähligen sinnstiftenden Aufgaben und Zielen verbringen.
Wir können unser Glück im Basteln, Tüfteln, Forschen, Heilen, Helfen finden.
Wir können das Leben fließen lassen und uns mit der Frage beschäftigen, wie will mein Leben gelebt sein, was macht mich glücklich?
Alles ist gut, es gibt kein Richtig oder Falsch, was wir mit unserem Geschenk Leben anfangen.
Die ganze Welt ist voll mit den unterschiedlichsten lebenserfüllenden Verläufen.
Doch wir tun häufig so, als ob Mann, Kind, Familie und Job, das non plus ultra sind.
Mehr wollen wir nicht.
Oder doch?
Woher kommt diese Reduzierung?
Gerade durch die Fülle an Möglichkeiten scheinen wir oft so verunsichert, dass wir lieber zu dem Gängigen greifen, ohne uns die Zeit zu nehmen zu erforschen, was wirklich gut für uns ist.
Die Existenz der Welt, so wie sie ist, kann niemand erklären.
Genauso verhält es sich mit dem Wunsch der Menschen sich fortzupflanzen.
Woher kommt das, warum ist das in jedem Menschen verankert?
Kein Mensch weiß das und doch ist es da.
Die simpelste Erklärung dafür ist, den Erhalt des Menschen als Lebewesen auf dieser Welt, zu bewahren.
Nicht anders ist es bei den Tieren und Pflanzen, denn auch ihre Vielfalt soll scheinbar erhalten bleiben.
Aber warum?
