Klassiker der Erotik 42: Orgien auf einer Luxusjacht - Anonymus - E-Book

Klassiker der Erotik 42: Orgien auf einer Luxusjacht E-Book

Anonymus

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Beschreibung

Die aufsehenerregende Luxusjacht "Nénuphar" verlässt ihren Mittemeerhafen und sticht in See. An Bord befindet sich eine illustere Gesellschaft - exzentrische Adelige, Priesterinnen der Venus, Schauspielerinnen, Mannequins und diverse weitere skurrile Gestalten. "Brüste, die man entblößt hatte, ragten weiß und fest hervor. Ihre Warzen waren vor Erregung steif. Diese entblößten Äpfel boten sich den kühnen Liebkosungen, Küssen und wollüstigen Umarmungen der Männer dar. Unerwähnt bleiben die unersättlichen und leidenschaftlichen Küsse und Bewegungen der lüsternen Hände, welche die abgelegenen Stellen und Spalten des weiblichen Körpers erforschten. Teilnahmslos sahen der Comte und ich zu. Meinem Chef, der wie üblich phlegmatisch und kalt war, schien es größere Freude zu machen, diese üppige Szene zu betrachten, als eine aktive Rolle auf dem Schlachtfeld der Venus zu spielen. Was mich betraf, so war ich, wie man sich denken kann, sehr erregt, aber ich durfte mir davon nichts anmerken lassen. Natürlich hätte ich lieber in einem Meer von Wollust geschwommen, indem ich mich auf einem Sofa hin und her gewälzt und in den Armen meiner Giovanina die göttliche Wolllust gekostet hätte. Doch ich konnte mich ohne Erlaubnis meines Meisters nicht zurückziehen."

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Anonymus

Orgien auf einer Luxusjacht

Inhalt

Kapitel 1Die Nénuphar

Kapitel 2Ein Blumenbukett

Kapitel 3Ein Abenteuer

Kapitel 4Der Maskenball an Bord

Kapitel 5Ein Jeder der Reihe nach

Kapitel 6Die besonderen Fähigkeiten des Kapitän Bullock

Kapitel 7Ein angenehmes Intermezzo

Kapitel 8Die Herren vergnügen sich

Kapitel 9Der Appetit kommt beim Essen

Kapitel 10Der Untergang

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Kapitel 1

Die Nénuphar

Die hübsche kleine Stadt Cannes am blauen Mittelmeer ist, wie jedermann weiß, der Winteraufenthalt und Hafen einer großen Zahl von Luxusjachten, die meistenteils reichen englischen Eigentümern oder amerikanischen Millionären gehören. Sie nehmen an den Regatten in dieser Region teil oder machen nach einem kurzen Aufenthalt an der Riviera eine Kreuzfahrt in die Gewässer Italiens. Manchmal gehen sie auch an Land, um Eber und Hirsche in Albanien oder Epirus zu jagen.

Während der Ereignisse, mit denen sich dieser Roman beschäftigt, ankerten ungefähr 30 Jachten in der La-Croisette-Bucht. Darunter waren seegängige Schiffe jeder Art und Größe. Einige fuhren unter der Flagge eines Prinzen oder Herzogs. Andere, obgleich sie prächtig ausgestattet waren, begnügten sich nur damit, die Flagge eines Jachtclubs zu setzen. Zu dieser letzteren Gruppe gehörte eine Jacht, die durch ihre Pracht und Größe auffiel, kurzum, durch ihr seltsames Äußeres Aufsehen erregte.

Die Ankunft der Nénuphar rief lebhafte Neugierde bei der Bevölkerung und den Winterurlaubern hervor, die in diesem Jahr besonders zahlreich waren. Die Jacht, die eine schnittige Form hatte, war ganz weiß gestrichen. Davon hob sich ein goldener Streifen entlang der Bordwand ab. Die Reeling war ebenfalls vergoldet. Die Schornsteine waren in einem auffallend hellen Weiß gestrichen, so daß sie in der Sonne glänzten. Durch eine Marotte des Besitzers war die Nénuphar nicht nur ein Dampfschiff, sondern zugleich eine Segeljacht. Tatsächlich konnte sie einige der besten Segelschiffe ausstechen. Das Segeltuch hatte eine hellviolette Farbe. Auf ihm waren in silberner Farbe Blumen abgebildet, die so etwas zwischen Tulpen und Lilien darstellten.

Der Besitzer eines so auffälligen Schiffes war bestimmt kein gewöhnlicher Mann. Man hatte ihn in Cannes noch nicht gesehen, aber seine Ankunft war für die nächste Woche angekündigt. Dann sollte die Nenuphar den Anker lichten und zu einer Kreuzfahrt entlang der türkischen Küste aufbrechen.

Lord Reginald Seacombe, der Eigentümer der Jacht, stand in dem Rufe, ein außerordentlich exzentrischer Adliger zu sein. Er hatte seltsame Einfälle. Einige Leute wagten sogar zu behaupten, der Lord sei nicht ganz richtig im Kopf. Sein Vater, der ein riesiges Vermögen mit seinen Brauereien verdient hatte, hinterließ ihm bei seinem Tode eine ansehnliche Zahl von Millionen. Sein Sohn gab seelenruhig dieses Geld aus und erlaubte sich bisweilen die größten Torheiten. In den Clubs, die er besuchte, war es schon ein beflügeltes Wort: 'So verschwenderisch wie Reggie Seacombe.'

Es ging das Gerücht um, daß der steinreiche Engländer bis auf die geringste Kleinigkeit den verstorbenen König von Bayern nachahmen wolle, der einen tragischen Tod im Starnberger See fand. Lord Seacombe liebte romantische Schlösser, wilde Autofahrten um Mitternacht oder zur Abwechslung eine Ausfahrt in einer prächtigen Kutsche ins Gebirge. Die Kutsche, die von feurigen Pferden gezogen wurde, war mit elektrischen Lampen beleuchtet.

Obgleich es schwierig war nachzuprüfen, so waren doch einige Details seiner Jacht gerüchteweise bekanntgeworden. Sie war ohne Zweifel ein Meisterwerk, das Können und Einfallsreichtum verriet.

Der Autor dieses Buches begleitete als Sekretär den Comte X., der von Lord Seacombe eingeladen wurde, ihm bei der Kreuzfahrt in die türkischen Gewässer Gesellschaft zu leisten. Er war deshalb in der glücklichen Lage, sich einen eigenen Eindruck vom Inneren der Jacht zu verschaffen. Im Interesse der Leser dieses Buches hat er auch die kleinsten Einzelheiten, an die er sich erinnern konnte, aufgezeichnet, um eine möglichst wirklichkeitsgetreue Beschreibung vom inneren der Nenuphar zu geben.

Die Jacht verdrängte ungefähr 3000 Tonnen. Folglich besaß sie respektable Abmessungen und ermöglichte jeden nur denkbaren Komfort. Ihre 50 Kabinen waren mit dem größten Luxus ausgestattet. Auf kleinstem Raum fand man jede gewünschte Bequemlichkeit. Sie waren geräumig und kunstvoll eingerichtet. Außer den Kabinen gab es auf der Jacht noch einen großen Salon, einen geräumigen Speisesaal und ein Bad, ohne daß die Ankleidezimmer und die Badezimmer für die Gäste mitgezählt wurden. Der Salon und das Speisezimmer waren mit einem Luxus ausgestattet, der auch die kühnsten Träume übertraf. Dies konnte man auch von Badehalle sagen, die ungefähr 18 Meter lang und 6 Meter breit war. Sie war vollständig mit Fliesen ausgelegt. Die Wände waren mit weißem und dunkelrotem Marmor ausgekachelt. Die Decke war genauso beschaffen. An einigen Stellen standen große venezianische Spiegel. Rundherum waren flache türkische Diwane und Perserteppiche. In den Ecken standen exotische Pflanzen und viele blühende Zwergbäume. In der Mitte der Halle befand sich ein großer Swimmingpool aus weißem Marmor. Aus silbernen Hähnen floß wahlweise warmes und kaltes Wasser. In der Mitte war ein Springbrunnen, der von einem kleinen, aber wirksamen Elektromotor angetrieben wurde. In jeder Ecke waren Wasserpflanzen, die durch Gitter vor dem heißen Wasser geschützt wurden. Eine Anzahl von Kanarienvögel und andere Vögel mit prachtvollem Gefieder flogen frei in der Halle umher, die ein idyllisches Aussehen hatte und durch ihre Aquarien und weißem Marmor bei dem Beschauer den Eindruck hervorrief, sich in einem antiken Garten aufzuhalten.

Lord Reginald und seine Freunde gaben sich in diesem pompösen Baderaum ihren Vergnügungen hin, so z.B. Ringkämpfen im Wasser und anderen Sportarten. Der Gastgeber war ein furchtloser Schwimmer. Er nahm oft Frauen zusammen mit seinen Freunden mit an Bord. Dann badeten sie gemeinsam. Man sagt, sie würden sich in sehr freizügiger Weise bei diesen gemeinsamen Bädern amüsieren. Aber das waren alles nur Gerüchte, die man nicht nachprüfen konnte.

Der Salon war in orientalischem Stil eingerichtet. Überall waren flache Diwane, Kissen, Wandteppiche und Teppiche in grosser Zahl. Es herrschte eine ruhige, vertraute, heitere, sehr ausgelassene und sinnlich-gefühlvolle Atmosphäre.

Die Besatzung der Jacht bestand aus 40 Mann und dem adligen Besitzer, der das Kommando selbst ausübte, weil er das Schiffsführerpatent besaß. Als Ersten Offizier hatte er sich seinen Intimfreund genommen, der ein pensionierter Offizier der U.-S.-Marine war. Man sagt, daß dieser Offizier gezwungen wurde, wegen eines für ihn nicht sehr lobenswerten Vorfalles seinen Abschied zu nehmen. Er hatte die Tochter eines Kapitäns mit an Bord genommen, mit der er einige Monate zusammen schlief und die er dann verließ. Solche Details sind nicht belanglos, weil sie gewisse merkwürdige Vorfälle erklären.

Die Nenuphar war, wie man sagen kann, eine Lustjacht, die gerade dazu geschaffen war, die ausgefallenen Einfälle ihres exzentrischen Besitzers und einer Gesellschaft von Lebemännern und Lüstlingen zu verwirklichen, die mit großer Delikatesse ihren Vergnügungen frönten.

Der Comte X., mein Chef, war in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Er zeigte eine auffallend große Neigung zu allen Arten von Ausschweifungen. Man hatte mir mitgeteilt, daß wir zusammen mit dem Besitzer auslaufen würden. Ich sollte mich bereithalten, denn der Comte hatte einige literarische Pläne, obgleich er nicht fähig war, seine Amouren zu Papier zu bringen. Ich war beauftragt worden, sie für ihn aufzuschreiben. Auf diese Weise habe ich mich öfters - natürlich auf seine Kosten - amüsiert.

Es war sein besonderer Wunsch, daß ich ihn begleitete, damit ich ein Buch über diese Kreuzfahrt schrieb, das er nach seiner Rückkehr veröffentlichen wollte. Wir werden später noch erfahren, daß widrige Umstände ihn daran hinderten.

Einige Tage vor der Ankunft von Lord Reginald wurde eine große Menge Proviant und Vorräte an Bord gebracht. Ich war zufällig an Deck und kümmerte mich darum, daß die Kabine des Comte X. ordentlich eingerichtet wurde. Er liebte Bequemlichkeit und Komfort. Da ich gleichzeitig den Posten eines Kammerdieners bei ihm einnahm, tat ich mein Bestes, um seinen Aufenthalt an Bord so angenehm wie nur möglich zu machen.

Die großen Vorräte versetzten mich in Erstaunen. Ich wußte, daß ungefähr 20 Personen eingeladen waren, die zusammen mit der Mannschaft, einigen Offizieren, Ingenieuren, Heizern, Kohlentrimmern, Köchen, Stewards etc. eine Mannschaft von 60 Personen bildeten. Aber nach meiner Berechnung reichten die Nahrungsvorräte für eine Fahrt zum Südpol, ohne daß in irgendeinem Hafen eingelaufen werden mußte. Aber ich wußte, daß die Jacht in Neapel und Messina anlegte.

Da ich viel zu tun hatte und von Natur aus nicht besonders wißbegierig war, maß ich der Verproviantierung keine Bedeutung bei. Denn zur selben Zeit erfuhr ich von der Ankunft des Lord Seacombe und mir wurde von dem Comte X. die Anweisung gegeben, am folgenden Tag an Bord zu gehen.

Kapitel 2

Ein Blumenbukett

Lord Reginald war angekommen und mit ihm alle Gäste. Es waren sieben Männer, die zusammen mit dem Besitzer und dem Comte X. sich auf neun Söhne Adams erhöhten. Das schöne Geschlecht wurde von acht Damen repräsentiert, die zusammen ein sehr reizendes Bukett natürlicher Blumen bildeten, die man sich nur vorstellen kann. Ihre Schönheit und Anmut wetteiferten mit ihrer Jugendfrische. Ich muß zugeben, daß die Messieurs keinen schlechten Geschmack und große Kenntnisse in der Anthropologie und bildenden Kunst hatten. Mein Chef war der einzige Junggeselle in dieser Gesellschaft. Auf den ersten Blick sah man, daß unter diesen hübschen Frauen keine war, die hätte beanspruchen können, von königlichem Geblüt zu sein. Sie waren alle Königinnen, aber nur Königinnen der Nacht.

Ich will meine Zeit nicht damit verschwenden, indem ich von den Freunden Lord Reginalds ein Portrait liefere. Sie gehörten alle zu den Oberen Zehntausend, besonders aber zu dem Clan der Lebemänner, Gecken und Dandies, die sich alle einander ähneln und für die diese Beschreibung zutrifft: sehr elegant, chic bis zu den Grenzen der Extravagance und ihre Kleidung entsprach derselben Moderichtung, weil sie von Haute Couturiers angefertigt wurden.

Was nun die Damen anbelangte, konnte man viele Beobachtungen machen. Ich muß gestehen, wenn ich damit beauftragt worden wäre, der Schönsten von diesen acht den goldenen Apfel zuzuerkennen, dann wäre ich in derselben Verlegenheit wie Paris gewesen.

Ich will nun so wirklichkeitsgetreu wie möglich diese hübschen weiblichen Passagiere beschreiben, welche die Messieurs zu dieser Kreuzfahrt eingeladen hatten. Im wahrsten Sinn des Wortes sollte es eine Fahrt nach Cythera werden, denn aller Wahrscheinlichkeit nach würden wir bis nach Smyrna fahren. Deshalb müssen wir den Peloponnes an dieser Stelle umfahren, wo das steile Vorgebirge sich weit ins Meer hinaus erstreckt und sich diese Insel befindet, die der Venus und der Liebe geweiht ist.

Grundlage meiner Beschreibungen sind meine Notizen, die ich später aufgezeichnet habe und die Gespräche, die ich zufällig mitangehört habe.

Zuerst muß ich bemerken, daß drei dieser Damen zur Halbwelt gehörten. Sie waren Hohe Priesterinnen der Venus und hatten sich auf dem Schlachtfeld der Venus einen hohen Rang erworben. Es waren auch zwei Schauspielerinnen darunter, die man sehr oft auf den Bühnen der bedeutenden Theater in Paris sehen konnte. Sie gehörten nicht zur Halbwelt, aber mit Geld konnte man Einiges bei ihnen erreichen. Unter den drei anderen weiblichen Passagieren war eine Schneiderin aus einem großen Modehaus in der Rue de la Paix, wo sie wegen ihrer hübschen Figur als Mannequin beschäftigt war. Sie war auf die schiefe Bahn geraten, als ein wenig seriöser Liebhaber sie im Stich gelassen hatte, der von ihr offensichtlich genug hatte. So stand sie vor der Wahl, entweder einer ehrlichen Arbeit nachzugehen oder aber ihr Glück in der Lebewelt zu versuchen. Sie überlegte nicht sehr lange. Nachdem sie eine kurze Zeit gearbeitet hatte, warf sie sich in die Arme des erstbesten Liebhabers, dem sie begegnete. Bei ihm glaubte sie die wahre Liebe zu genießen und spürte keine Gewissensbisse.

Alles verlief nach ihren Wünschen bis zu diesem Tag, an dem ich sie an Bord der Nenuphar sah.

Die beiden Anderen waren noch ziemlich unerfahren. Sie hatten auf die Ratschläge ihrer Freunde gehört und die Moral vergessen. Der Liebhaber der jungen Schneiderin hatte sie gefragt, ob sie nicht fünf oder sechs Freundinnen beschaffen könne.