Koch für mich: Erika Lust-Erotik - Sarah Skov - E-Book

Koch für mich: Erika Lust-Erotik E-Book

Sarah Skov

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  • Herausgeber: LUST
  • Kategorie: Erotik
  • Serie: LUST
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2019
Beschreibung

Wenn er kocht, dreht ihre sexuelle Fantasie durch.Er ist der heimliche Star der neuen TV-Kochshow, die abends im Fernsehen gezeigt wird. Wenn sie ihn kochen sieht, wird die Lust in ihr geweckt. In ihrer Fantasie treiben sie es miteinander. Doch dann bietet sich die Chance, ihre Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Als beide im realen Leben zum ersten Mal aufeinander treffen, kocht die Lust der beiden über – und Sex und Leidenschaft kennen weder Tabus noch Grenzen.Die Novelle wurde in Kooperation mit der schwedischen Filmproduzentin Erika Lust herausgegeben. Ihr Ziel ist es, die menschliche Natur und ihre Vielfältigkeit durch Erzählungen über Leidenschaft, Intimität, Liebe und Lust zu schildern. Dabei mischt sie spannende Geschichten mit erotischen Komödien.-

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Seitenzahl: 28

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Sarah Skov

Koch für mich: Erika Lust-Erotik

Lust

Koch für mich: Erika Lust-Erotik Übersetzung Rebecca Jakobi OriginalSpis med mig Copyright © 2018, 2019 Sarah Skov und LUST All rights reserved ISBN: 9788726076219

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach Absprache mit LUST gestattet.

Koch für mich

Die Stilettos drücken nach dem langen Tag. Ich ziehe sie aus und stelle sie in den Schrank. Ich bewege die Zehen – lasse sie in der Luft tanzen. Die Füße sind geschwollen und taub und der kühle Holzboden unter meinen Fußsohlen fühlt sich ungewohnt aufregend an. Die ersten Schritte tun weh. Der Schmerz wandert von den gequetschten Zehen in den Fuß und von dort bis ins Knie. Hier nistet er sich ein und wächst im Laufe des Abends. Wenn der Morgen anbricht, wird er wie immer auf eine Art und Weise verwelkt und vergessen sein, die ich nie für möglich gehalten hätte.

Werktags komme ich spät nach Hause. Ich esse etwas Einfaches zu Abend, entweder habe ich unterwegs etwas besorgt oder ich bestelle etwas vom Lieferdienst. Ich trinke ein oder zwei Gläser Wein, während ich ihn auf dem Bildschirm betrachte. Ich sehe zu, wie seine Hände den Pizzateig kneten, wie er behutsam die Salatblätter wendet und wie er leidenschaftlich an den Zutaten riecht, sie berührt und von ihnen kostet. Seine Sinnlichkeit lässt mich feucht werden und ich spüre das Verlangen nach Berührung. Ich lasse meine Hand ihren Weg finden und die Finger beginnen zu arbeiten. Wenn er in der Küche herumhantiert, schneidet, zupft und hackt, sehe ich das Lächeln in seinem Bart und die Lust in seinen Augen. Wenn ich mir vorstelle, dass er zwischen meinen Beinen begraben liegt, an mir saugt, mich leckt und von mir probiert, ergibt sich mein Körper der Berührung meiner Finger und ich komme.

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Bevor die Sendung beginnt, gehe ich in die Küche und backe. Ich fordere mich mit Rezepten und Zutaten heraus, deren Namen ich nicht einmal aussprechen kann. Ich entspanne mich, lasse den Tag, die Gerichtsverfahren und Sorgen laufen. Mitten am Tag, wenn meine Kollegen sich nach Kaffee sehnen, sehne ich mich nach meiner kleinen Küche und den süßen Zutaten. Niemand weiß, dass ich das mache – also, dass ich backe. Nicht, weil es ein Geheimnis ist, sondern weil ich es ihnen einfach nicht erklären kann. Ich bin sicher, sie würden lachen und mit Kommentaren kommen, wie „An dir ist ja noch eine echte Hausfrau verlorengegangen“ oder „Wow, ich wünschte, ich hätte die Zeit dazu – aber gut, du hast ja auch keine Kinder“. Tatsächlich sollte es kein Geheimnis sein, aber es ist trotzdem eines geworden.