Kochen für Polly - Anja Fleischhauer - E-Book

Kochen für Polly E-Book

Anja Fleischhauer

4,6
9,99 €

oder
  • Herausgeber: TRIAS
  • Kategorie: Lebensstil
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2013
Beschreibung

Dieses Kochbuch hat nun wirklich einen einzigartigen Ansatz: Vater und Mutter erzählen, wie sie nach der Breiphase gemeinsam eine entspannte Familienküche entwickeln. Daraus ist ein lebendiges Kochbuch entstanden, das authentisch die Situation einer jungen Familie beschreibt. Die Zeit ist knapp, der Stress ist groß und nicht alles klappt im Alltag, weshalb Flexibilität beim Einkaufen, Kochen und Essen gefragt ist. Es muss nicht alles perfekt oder Bio sein; es darf auch mal beim Discounter gekauft werden oder das praktische Fertiggericht sein. Es muss allen schmecken - vor allem soll Polly Spaß am Essen haben. Ihre Erfahrungen geben Pollys Eltern hier gerne weiter. Anja Fleischhauer ist Dipl. Ökotrophologin. Gute und gesunde Ernährung ist ihr daher von Haus aus wichtig! Diesen Anspruch setzt sie hier auch um, aber ohne den berühmten ökotrophologischen Zeigefinger. Markus Eckstein hat beruflich mit Ernährung nichts am Hut, weiß aber als Vater, wie er Polly am Küchentisch glücklich macht. Sie leben gemeinsam im trendigen Stuttgart-Süd.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 172

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Die Autoren

Anja Fleischhauer arbeitet als Lektorin und Journalistin. Als Ernährungswissenschaftlerin liegt ihr das Kochen von Haus aus am Herzen. Anders sah das bisher bei Markus Eckstein aus. Der studierte Germanist und Soziologe arbeitet als Online-Redakteur und war in der Küche bislang Pragmatiker – doch dann kam Polly. Und mit ihr Markus’ Elternzeit. Nun hieß es auch für ihn: einkaufen, schnippeln, kochen, Polly satt bekommen. Gemeinsam mit Anja meistert er seither das Abenteuer „Kochen für unsere Kleine“. Mittlerweile wissen die beiden, dass Polly mal viel und mal wenig isst und dass sie je nach Phase entweder fremdes Essen neugierig bestaunt oder unter keinen Umständen probieren möchte. Zurzeit mag Polly am liebsten trockenes Müsli, Würstchen und Granatapfelkerne.

Anja Fleischhauer Markus Eckstein

Kochen für Polly

Einfach und lecker:

Inhalt

Liebe Eltern

Was man braucht

Einkaufen

Endlich richtig essen

Pollys Breizeit ist vorbei

In der Küche

Kochen

Nudeln

Pasta basta

Alle Kinder lieben Nudeln

Reis und anderes Getreide

Risotto & Co.

Essen in großer Gesellschaft

Kartoffeln

Liebste Sieglinde

Drillinge plus X

Suppen

Lecker löffeln

Eier

Hart oder weich?

Kritische Phasen

Gemüse

Feldversuche

Fleisch

Tierisch

Fisch

Aus dem Wasser

Kaltes, Rohkost und Salate

Superfrisch

Brot und Flocken

Das Beste aus Korn

Butterbrot und Stulle

Turbo-Essen

Superschnell

Fertigprodukte

Kuchen, Muffins und Waffeln

Lecker süß

Süßigkeiten

Mengenorientierung

Wie viel wovon?

Liebe Eltern,

stillen, Fläschchen geben, Brei füttern, Windeln wechseln und Nicht-Durchschlafen-Können: „Mit einem Kind“, so formulierte es der Kinderarzt bei einer Untersuchung in Pollys erster Lebenswoche, „müssen Sie einen zusätzlichen Beruf lernen: Eltern.“ Die Umstände verlangen dabei eine möglichst steile Lernkurve, das Lehrmaterial ist dagegen eher unübersichtlich. Im Rückblick betrachtet kamen die wertvollsten Anregungen weder wie früher aus der Generation der Eltern oder Großeltern noch aus irgendwelchen Baby-Büchern. Sondern immer von Freundinnen, die schon Kinder haben und von anderen Müttern oder Vätern aus dem Bekanntenkreis: Ein starker schwarzer Tee auf die betroffenen Hautstellen aufgetupft hilft am besten gegen einen wunden Po, beispielsweise. Oder: Auch mit einer verdünnten Milch lässt sich ein Kind nachts beruhigen.

Als Markus während seiner Elternzeit tagsüber mit Polly ins Müze ging (Abkürzung für Mütterzentrum), kam er abends mit Hirsebällchen aus dem Bioladen nach Hause, auf die er bei den anderen Eltern aufmerksam wurde.

Doch dieses wertvolle Erfahrungswissen, insbesondere was die Ernährung angeht, bezieht sich in der Regel auf das erste Lebensjahr. Dann ist die komplizierte Breizeit vorbei, und danach wurschtelt jeder vor sich hin, weil die Kinder ja eh mehr oder weniger bei den Erwachsenen „mitessen“ und alles essen dürfen, was sie vertragen können. Doch was bedeutet das eigentlich? Unter anderem, dass die komplette Familie klassisches Kinderessen, z. B. Nudeln mit Erbsen und Mais isst!

Wir möchten hier von unseren Erfahrungen berichten. In welchem Maße wir uns umgestellt haben. An welchen Stellen die Umstellung nicht geklappt hat. Wo und wie wir einkaufen. Wie wir kochen und essen, seitdem wir eine Familie geworden sind und nicht zuletzt, welche Entwicklung ein Kind durchmacht: Pollys Vorlieben, ihr Essverhalten und ihre Geschmacksbildung. Prima durch die komplette Kleinkindzeit kommt man darüber hinaus mit den unkomplizierten Rezepten, die den kindlichen Sortierwahn berücksichtigen. Viele Rezepte lassen sich mit zusätzlichen ein oder zwei Zutaten – Kreuzkümmel, Käse, Kapern – zu leckeren Gerichten abwandeln, die den Eltern mehr Geschmackserlebnisse bieten. Weder hinterlassen sie große Berge Abwasch, noch dauern sie unangemessen lange in der Zubereitung. Alle Rezepte sind großzügig bemessen und reichen auf jeden Fall für zwei Erwachsene und ein Kind, tendenziell bleibt eher eine Portion übrig, z. B. für ein weiteres Kind oder man hat gleich für den nächsten Tag vorgekocht und kann die Reste einfrieren.

Viel Erfolg und Freude beim Nachkochen und Ausprobieren! Anja Fleischhauer und Markus Eckstein

Was man braucht

Einkaufen

In der Säuglingszeit war unser schlimmster Albtraum, dass wir nachts eine Flasche machen müssen und das Milchpulver ist alle. Wir hatten immer neben dem angebrochenen Pre-Nahrungspaket mindestens ein ungeöffnetes Paket im Vorratsschrank. Nach ihrem ersten Geburtstag hat Polly dann statt Pre-Nahrung Kuhmilch getrunken und ich deponierte zwei Liter H-Milch in unserem Keller, falls uns irgendwann einmal die Milch ausgehen sollte. In dieser Phase haben wir den Hang zum Lebensmittel-Bunkern entwickelt. Als Polly dann normal mitessen konnte, stellten wir fest, dass unser Kühlschrank so voll war, als hätten wir drei Kinder! Dementsprechend wurde viel weggeschmissen. Dazu kam, dass wir tendenziell zu viel gekocht haben und generell Pollys Appetit überschätzten, sodass bei jeder Mahlzeit zu viel übrig blieb. Wir haben dann versucht darauf zu achten, gleich beim Einkaufen Maß zu halten, nicht vier Gemüsesorten zu kaufen, sondern nur zwei. Oder Käse: Regelmäßig wurde er schimmelig, weil wir abends spontan eine Suppe gekocht haben statt kaltes Abendbrot zu machen. Wenn es gar nicht mehr so viele Optionen gibt, kann dies den Ess-Alltag auch ziemlich vereinfachen. Nach einem guten Jahr der Anpassung an die neue Ess-Situation haben wir es ganz gut im Griff, nicht mehr so viel wegzuschmeißen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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