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In diesem Buch werden sowohl die Faktoren vorgestellt, die zur Entstehung von Krankheiten führen, als auch jene, die zur Aufrechterhaltung der Gesundheit beitragen. Es wird aufgezeigt, dass unterschiedliche Erscheinungen, wie Gesundheit und Krankheit, in der Regel durch das Zusammenwirken von mehreren Faktoren entstehen und dass ihre Identifikation zur Entwicklung effektiver, präventiver Maßnahmen beiträgt. Dabei kann der Leser eine große Anzahl von einzelnen Risiko- oder Gesundheitsfaktoren erkennen und diese möglicherweise berücksichtigen, um so durch eine Änderung seines Verhaltens zu seiner eigenen Gesundheit beizutragen. Unter anderem wird eine Forschungsrichtung vorgestellt, die eine große Anzahl von unterschiedlichen Lebensbereichen einbezieht, um dabei auch relevante Konstellationen und Wechselwirkungen zu erkennen. Dadurch wird auch die Effektivität von präventiven Maßnahmen verständlich. Im Buch werden immer wieder mehrere Ebenen bewusst eingenommen, um somit die Leser von vielen Seiten her zu informieren. Einerseits durch die Beschreibung des Autonomietrainings und andererseits durch Ratschläge, wie das Autonomietraining erlernbar ist. In diesem Buch wird der Leser, ob Fachmann oder nicht, sehr ernst genommen und so umfangreich wie möglich informiert, aus der Überzeugung heraus, dass er dabei mehr persönlichen Nutzen erzielt, als bei der einseitigen Betrachtung gesundheitsrelevanter Faktoren. Wenn der Leser einen persönlichen Weg findet, sein Glück, Wohlbefinden und Lebenslust zu steigern, und wenn er neue Zugänge zur persönlichen Problemlösung durch Neugestaltung der Kommunikation findet, dann ist auch ein wichtiges Ziel des Autors verwirklicht.
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Seitenzahl: 309
Veröffentlichungsjahr: 2015
R. Grossarth-Maticek
Kompetent Gesund
Krankheitsentstehung und Gesundheitsentwicklung
im psychophysischen System
Das Autonomietraining als Prävention
Copyright: © 2015 R. Grossarth-Maticek
Umschlaggestaltung, Buchsatz: Erik Kinting / www.buchlektorat.net
Verlag: tredition GmbH, Hamburg
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort von Ronald Grossarth-Maticek
Zusammenfassung – Methode, Theorie und Ergebnisse
Summary
1. Zitate über die Grossarthsche Forschung
2. Orientierung zum Buch
I Das Autonomietraining
3. Zentrale Prinzipien des Autonomietrainings
4. Die Methoden des Autonomietrainings
5. Effekte des Autonomietrainings
6. Das Autonomietraining - eine Methode zur Stimulierung der Selbstregulationsfähigkeit und Umwandlung vom Leid zum Glück
6.1 Das individuelle Autonomietraining
6.2 Zentrale Ziele und ihre Umsetzung im Autonomietraining
6.2.1 Darstellung unterschiedlicher Interventionsformen
6.2.2 Informationen über wissenschaftliche Ergebnisse, die eine direkte Verbindung zum Autonomietraining als präventive Methode aufweisen
6.2.3 Allgemeine Orientierung über unterschiedliche Themen, die für das Autonomietraining von Bedeutung sind
7. Relevanz von spezifischen psychosozialen Risikofaktoren in Bezug auf die Entstehung chronischer Erkrankungen
8. Lernmethoden im Autonomietraining
9. Fallbeispiele für das Autonomietraining
II Theorie und Methode
10. Aspekte der multidimensionalen Ursachenforschung
10.1 Theoretische Grundlagen für Krankheitsentstehung und Aufrechterhaltung der Gesundheit
10.2 Methodologie - Beweisführung von kausalen Beziehungen und Beschreibung von Idealtypen als methodische Grundlage
10.3 Kreative und innovative Elemente der multidisziplinären Interventionsepidemiologie und präventiven Verhaltensmedizin
III Forschungsergebnisse
10.4 Deskriptive Ergebnisse aus der multidimensionalen Ursachenforschung zur Entstehung chronischer Erkrankungen. Präventive Wirkungen des Autonomietrainings
A) Präventive Onkologie
1. Risikokonstellationen für das Bronchialkarzinom (Idealtypus M I)
2.) Risiko für Mund- und Rachenkarzinom
3. Risikokonstellationen für das Pankreaskarzinom (Idealtypus M II)
4. Risikokonstellationen für das Mammakarzinom (Idealtypus MIX)
5. Risikokonstellationen für das Colon-Rektum-Karzinom (Idealtypus M VIII)
6. Risikokonstellationen für das Glioblastom (Idealtypus M VI)
B) Primäre Prävention von neurodegenerativen Erkrankungen
1. Risikokonstellationen für Morbus Alzheimer (Idealtypus: M III)
2. Risikokonstellationen für M. Parkinson (Idealtypus: M V)
C) Primäre Prävention von kardio-vaskulären Erkrankungen
1. Risikokonstellationen für Herzinfarkt, Hirnschlag (Idealtypus M IV)
2. Risikokonstellationen für Diabetes mellitus (Idealtypus M XI)
D) Risikokonstellationen und primäre Prävention chronischer Depressionen
1. Depressionen und seelisch-körperliche Erschöpfung im Berufsleben
E) Primäre gerontologische Prävention
. Gesundheit und Aktivität bis ins hohe Alter – Forschungsergebnisse zur Salutogenese (Idealtypus M VII)
-11. Synergieeffekte
1. Synergieeffekte zwischen physischen und psychosozialen Faktoren
12. Familiär genetische Belastung und Dystress als Wechselwirkung
1. Beeinflussung einer extrem familiär-genetischen Belastung durch Reduzierung des Dystresses und Aktivierung des Eustresses durch das Autonomietraining im randomisierten Experiment
13. Zusammenfassung der Ergebnisse aus der präventiven Verhaltensmedizin
IV Studien zu multidisziplinärer Sozialpsychologie relevanter Alltagsthemen
14. Ergebnisse aus der systemischen Arbeitssoziologie
1. Verringerung der Dauerarbeitslosigkeit durch Stimulierung der individuellen Kreativität und Reduktion von Hemmungen
15. Studien aus der systemischen politischen Soziologie
Verdeckte Motivationsstrukturen des rechten und linken Radikalismus
16. Studien zur systemischen Schulpsychologie
Die existenzielle und systematische Entwertung von Schulkindern als traumatisches Ereignis mit Spätfolgen
17. Studien zur systemischen Religionssoziologie
Erlebte Gottesbeziehung als Illusion oder Realität
18. Studien zum Verhältnis von individuellen Erwartungen und gesellschaftlichen Gegebenheiten – Aspekte von Sozialisation und dialektischen Entwicklungen des Individuums und der Gesellschaft
18.1 Methoden und Ergebnisse
V Das Autonomietraining für sich selbst erlernen
19. Schriftliches Training zur Aktivierung von Eustress und Reduzierung von Dystress
19.1 Einführung - Das permanente Autonomietraining
19.2 Übungen zur Umwandlung von Dystress (negativ erlebter Stress) in Eustress (positiv erlebter Stress)
19.3 Liebe senden - den Schmerz spüren - autonomer werden. Eine zentrale Übung zur Auflösung menschlicher Ambivalenz
19.4 Teste und reguliere dich selbst durch Vorlage unterschiedlicher Fragen zur Anregung der Selbstregulationsfähigkeit
20. Ausblick
21. Literatur des Verfassers
22. Einige Replikationsstudien
23. Einige Erfahrungsberichte von Teilnehmern im Autonomietraining aus Japan
24. Angewandter Fragebogen RGM 2
25. Angaben zum Verfasser
Vorwort von Ronald Grossarth-Maticek
In diesem Buch wird ein System von multifaktorieller Forschung, Methode der Beweisführung ursächlicher Zusammenhänge und präventiv therapeutischer Interventionen vorgestellt, in dem die einzelnen Faktoren aufeinander abgestimmt sind.
Im Unterschied zur monokausalen Ursachenforschung und Präventivmedizin, in der in der Regel einzelne Risikofaktoren erfasst werden (z. B. die Relevanz des Zigarettenrauchens für das Bronchialkarzinom oder Konsum von rohem Rindfleisch in Bezug auf das Colon-Rektum-Karzinom), wird in der multidimensionalen Forschung eine große Anzahl von Faktoren aus unterschiedlichen Lebensbereichen erfasst. Dabei liegt die Konzentration auf deren Wechselwirkungen sowie additiven und überadditiven Effekten. Es kann gezeigt werden, dass zwar jeder einzelne Faktor relevant ist, dass aber ihre Summe von erheblich größerer Wichtigkeit ist im Rahmen der Ursachenforschung.
Hier deutet sich ein Paradigmenwechsel sowohl in der Ursachenforschung und Methodologie als auch in der präventiven Intervention an, und zwar in mehrerer Hinsicht:
a) Die multidimensionale Einbeziehung unterschiedlicher Faktoren in die Ursachenforschung beinhaltet nicht nur physische Risiko- und protektive Faktoren, sondern auch solche aus psychosozialen und emotional-kognitiven Bereichen.
Die in diesem Buch dargestellten Forschungsergebnisse zeigen die enorme Wichtigkeit dieser Maßnahmen.
b) Die Verbindung von prospektiven Studien mit randomisierten Experimenten ist eine effektive Methode zur Beweisführung ursächlicher Zusammenhänge und hebt sich von der epidemiologischen Ursachenforschung (z. B. prospektive Studien ohne experimentelle Intervention) ab, weil diese nicht in der Lage ist, Ursache von Wirkung zu unterscheiden.
c) Die präventive Intervention, das sogenannte Autonomietraining, ist geeignet, effektive Verhaltensänderungen in kurzer Zeit zu erreichen und diese dann in ein langfristiges Präventivprogramm einzubauen. Auch hier vollzieht sich ein Paradigmenwechsel im Rahmen der präventiven Intervention in mehrfacher Hinsicht. So kann beispielsweise gezeigt werden, warum die Intervention wirkt und durch welche Effekte sie wirksam ist.
d) Die theoretische Konstruktion, die durch empirische Belege erhärtet wird, stellt ebenfalls einen Paradigmenwechsel dar. So wird beispielsweise der chronische Dystress und Eustress sehr präzise beschrieben und dieser dann mit zusätzlichen Eigenschaften so in Verbindung gebracht, dass mit der Beschreibung differenzielle Aspekte erfasst werden, z. B. Dystress, der Krebserkrankungen, Morbus Alzheimer, Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw. spezifisch vorausgeht.
Unterschiedliche Formen von Dystress wurden mit unterschiedlichen physischen Wirkfaktoren verbunden und diese dann als Prädiktoren für unterschiedliche chronische Erkrankungen dargestellt. Somit konnten bestimmte Formeln für bestimmte chronische Erkrankungen beschrieben werden.
Zur Verdeutlichung hier ein Beispiel aus unserer präventiven onkologischen Forschung:
Zur Entstehung unterschiedlicher Krebserkrankungen (die dann wieder in Bezug auf spezifische Krebserkrankungen spezifiziert werden) ist die folgende Formel relevant:
Krebserkrankungen sind die Funktion (F) von chronischem Dystress als Leid in der Isolation, Überflutung negativer Gefühle, Blockierung der eigenaktiven Problemlösung (Selbstregulation) und Projektion von negativen Gefühlen in körperliches Unwohlsein, plus Dominanz einer innerlich erlebten Hemmung in der Hemmungs-Übererregungs-Spirale ohne inneres Gleichgewicht, plus chronische und akute fieberlose Entzündungen und Infektionen des Zielorgans plus Organvorschädigungen, Kontakt mit kanzerogenen, krebserzeugenden Substanzen (z. B. Zigarettenrauchen) plus familiär-genetischer Disposition für bestimmte Krebserkrankungen.
Es wurde auch eine nähere Spezifizierung für unterschiedliche Krebserkrankungen aus der allgemeinen Formel vorgenommen, z. B. für das Bronchialkarzinom. Dort ist das Bronchialkarzinom als Funktion von Dystress, innerer Hemmung, Zigarettenrauchen, chronischer obstruktiver Bronchitis und familiärer Belastung für das Bronchialkarzinom dargestellt und empirisch überprüft.
Auch für andere chronische Erkrankungen sind spezifische Prädiktoren dargestellt und empirisch nachgewiesen. Somit können wir von einer präventiven Verhaltensonkologie, präventiven Forschung im Rahmen neurodegenerativer Prozesse oder einer Gesundheitsforschung in Richtung Salutogenese sprechen.
Die hier dargestellten theoretischen Konstruktionen und empirischen Ergebnisse zeigen, dass wir im Einzelnen von einer präventiven Onkologie (präventiven Krebsforschung) von einer primären Prävention von neurodegenerativen Erkrankungen (also von Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson), einer primären Prävention kardio-vaskulärer Erkrankungen sowie einer präventiven Gerontologie, also Verhütung von chronischen Erkrankungen und Aufrechterhaltung der Gesundheit bis ins hohe Alter sprechen können.
Im methodischen Bereich fehlen in der internationalen Forschung sowohl in der Medizin als auch in den Sozialwissenschaften randomisierte Experimente zum Nachweis kausaler Beziehungen. In dieser Arbeit wurden - außer in Bezug auf das Glioblastom - systematisch neben prospektiven Studien auch randomisierte Experimente durchgeführt.
Neben den zentralen Themen zur Ursachenforschung in der präventiven Medizin wurden auch weitere systemische Aspekte behandelt, die nur indirekt mit Krankheit und Gesundheit in Zusammenhang stehen, nämlich die Dauerarbeitslosigkeit, der rechte und linke Radikalismus und ein nachhaltiger Dystress aus dem schulischen Alltag. Auch in diesen Bereichen zeigt das Autonomietraining eine erhebliche, präventive Wirkung.
Bei der Anzahl der behandelten Themen und ihrer Verbindung in ein methodisches und theoretisches Gesamtkonzept kann hier von einem weltweit einmaligen Vorhaben gesprochen werden. Auch der Zeitrahmen, der sich auf über 30 Jahre Forschungsaktivität bezieht, ist selten anzutreffen.
Der von uns eingeleitete Paradigmenwechsel in der multidimensionalen Ursachenforschung und Prävention sollte meiner Auffassung nach eine intensive Diskussion und vielfältige Replikationsstudien hervorrufen.
Beides ist geschehen im nationalen und internationalen Rahmen, wenn auch noch in ungenügendem Umfang.
In diesem Buch werden viele einzelne Risikofaktoren dargestellt, wie z. B. die Bedeutung des Zigarettenrauchens für das Bronchialkarzinom oder der Konsum von rohem Rindfleisch für das Colon-Rektum-Karzinom, die besonders von Professor Harald zur Hausen erforscht und zur Diskussion gestellt wurden.
Der Zusammenhang zwischen einzelnen Risikofaktoren mit bestimmten Erkrankungen und ihre Darstellung in der internationalen Literatur wird als bekannt vorausgesetzt und würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen.
Da es uns um die Wechselwirkung mehrerer Risiko- und protektiver Faktoren in einem interaktiven System geht, werden hier durchweg neue Aspekte dargestellt, die die Originalität der Grossarth’schen Forschung ausweisen.
Die von uns entwickelte multidimensionale Forschung, in der komplexe Wechselwirkungen in interagierenden Systemen vorausgesetzt werden, erfordert auch eine andere empirische Auswertung, als sie in der Epidemiologie üblicherweise stattfindet. In der modernen Epidemiologie wird in der Regel die Effektivität von einem Faktor bei Berücksichtigung der anderen Faktoren identifiziert, während es in der multidimensionalen Forschung auf das Zusammenwirken mehrerer Faktoren ankommt. Dabei ist häufig die Anwesenheit von mehreren Wirkfaktoren entscheidend und weniger ihre quantitative Ausprägung, d. h. beispielsweise, dass ein Zigarettenraucher mit 15 Zigaretten täglich in einem Kontext mit anderen Risikofaktoren (z. B. chronische Bronchitis, Dystress und familiär-genetische Belastung) eher Bronchialkarzinom bekommt, als eine Person die länger und mehr als 30 Zigaretten täglich raucht ohne den Zusatzkontext.
Zusammenfassung – Methode, Theorie und Ergebnisse
Was ist das Autonomietraining – was ist das permanente Autonomietraining?
Das Autonomietraining ist eine Methode zur Anregung der Stimmigkeit und Harmonisierung zwischen einzelnen Lebensbereichen und erlebten Wirkungen, z. B. zwischen emotional-kognitiven Regungen, sozialen, physischen und organischen Wirkungen. Anlass zum Autonomietraining ist dann gegeben, wenn eine Person an einer erlebten Unstimmigkeit leidet - z. B. in der Beziehung zu einem Elternteil, zum Partner, zu Arbeitskollegen, in Bezug auf eine chronische Erkrankung, ein störendes und nicht überwindbares Suchtproblem - und nicht in der Lage ist, auf lange Sicht die Unstimmigkeit in Wohlbefinden erzeugende Harmonie umzuwandeln. Das Autonomietraining wurde erfolgreich im Rahmen der präventiven Medizin (z.B. bei Krebserkrankungen, Morbus Alzheimer, Stimulierung von Verhaltensweisen, die mit hohem und aktivem Alter zusammenhängen usw.), der politischen und Wirtschaftspsychologie eingesetzt, z. B. in der Prävention des linken und rechten Radikalismus und der Langzeitarbeitslosigkeit. Um die Wirkungsmechanismen des Autonomietrainings aufzuzeigen, wurden umfangreiche prospektive Studien mit randomisierten Experimenten durchgeführt. So reduziert das Autonomietraining physische Risikofaktoren, den chronischen Dystress, das Leid in der Isolation und reduziert sogar das Risiko bei hoher familiär-genetischer Belastung für eine Erkrankung.
Das Autonomietraining ist einerseits eine kurze Maßnahme, in der eine neue Erkenntnis, eine neue Interpretation, ein alternatives Verhalten und ein neues Bewusstsein über Zusammenhänge erlernt wird, und andererseits eine Methode, die ein Leben lang angewandt werden kann zur permanenten Lösung von neu entstandenen Problemen und der Stabilisierung der eigenen Verhaltenskompetenz. Die Basis dafür ist, dass im Autonomietraining ein Modell vermittelt wird, das Selbstvertrauen und die Verwirklichung einer Eigenkompetenz oder auch kompetenten Selbstregulation fördert, z.B. das Vertrauen in die eigene Machbarkeit. Folgende Eigenschaften charakterisieren u.a. eine kompetente Selbstregulation:
a) Die permanente Umwandlung von Dystress in Eustress.
b) Eine erhöhte Motivation, positive Gefühle wie Lust, Wohlbefinden und Sicherheit zu erreichen.
c) Immer wieder geäußerte Liebe und das Streben nach Sinnerfüllung.
d) Die Neigung zur Integration von persönlichen Fähigkeiten mit beruflichen Anforderungen.
e) Die Neigung zur Anerkennung des eigenen Strebens nach Perfektion und eine Akzeptanz des Unperfekten.
f) Die Tendenz zur Korrekturfähigkeit, also Verhaltensweisen mit negativen Folgen positiv zu verändern.
Im Langzeittraining wird also der Dystress (Leid in der Isolation, Überflutung negativer Gefühle, blockierte eigenaktive Kreation von günstigen Bedingungen) immer wieder umgewandelt in Eustress (Glück erzeugende Kommunikation, Dominanz positiver Gefühle und eigenaktive Kreation von Bedürfnis befriedigenden Zuständen.) In dem die Person über beide Modelle ausführlich informiert wurde und erkannt hat, ist sie auf sehr lange Zeit motiviert, eigenaktiv Eustress zu erreichen, indem sie ihren eigenen Verhaltensstil kreiert und definiert. Dabei ist die geglaubte und erlebte Vorstellung in Bezug auf positive Entwicklungen die Basis für eine ausgeprägte Eigenkompetenz und umgekehrt.
Um die Langzeiteffektivität des Autonomietrainings wissenschaftlich nachzuweisen, wurden umfangreiche prospektive Interventionsstudien, in denen Längsschnittstudien kombiniert werden mit randomisierten Experimenten, durchgeführt. Dabei wurde ein äußerst komplexes wissenschaftliches System entworfen. Hier sollen einige Aspekte beschrieben werden:
1. Die methodische Grundlage: Zur Beantwortung relevanter Fragen wurden mehrere Forschungsschritte eingebaut. So z.B.: a) Die Studien wurden durch mehrere Interviewer durchgeführt, um festzustellen, ob die Ergebnisse personenabhängig oder abhängig von einer übergeordneten methodischen Vorgehensweise sind (die zweite Frage wurde bestätigt). b) Häufig wurden gleichzeitig die Antworten der untersuchten Person mit den Antwort einer nahestehenden Person und denen des Interviewers erhoben und verglichen, sodass subjektive Antworten eine gewisse Objektivität erhalten. c) Es wurden interne Replikationen durchgeführt, das heißt die Daten wurden nach der Datenerfassung an unabhängigen Wissenschaftler abgegeben, die feststellen konnten, ob gewisse Vorhersagen zutreffen (Eysenck, H.-J.: Prediction of cancer and coronary heart disease mortality be means of a personality inventory: results of a 15-years follow-up study. In: Psychological Reports 72 (1993) 499 - 516).
Die Kombination von Längsschnittstudien mit randomisierten Experimenten ist das allerwichtigste Vorgehen, um kausale (ursächliche) Wirkungen nachzuweisen. Wenn in prospektiven Studien ein Faktor der Krankheit vorausgeht, dann ist noch immer nicht geklärt, ob es sich um eine Ursache oder um die Wirkung handelt. Wenn dieser Faktor aber therapeutisch verändert wird und wenn dabei in der Zukunft weniger Krankheit entsteht, dann ist ein kausaler Zusammenhang nachgewiesen (randomisiert bedeutet, dass im therapeutischen Experiment die behandelte - und die Kontrollgruppe per Zufall eingeordnet werden, wobei sich alle Wirkfaktoren - außer bei der Intervention - beider Gruppen gleich verteilen, sodass der einzige Unterschied die Wirkung der therapeutischen Maßnahme ist).
2. Im Bereich der theoretischen Grundlagen wurde als zentraler Faktor ein chronisches Leid in der Isolation mit Überflutung negativer Gefühle und Blockierung der eigenaktiven Kreation von günstigen Bedingungen beschrieben. Diesen Zustand nennen wir Dystress. Es hat sich erwiesen, dass alle von uns erfassten Krebserkrankungen, sowie andere chronische Krankheiten vor dem Ausbruch der Erkrankung extrem hohe Werte auf der Skala zur Messung des Dystress aufzeigten, nämlich zwischen 80 und 90%. Durch Einsatz des Autonomietrainings konnte in ca. der Hälfte aller Fälle Dystress in Eustress umgewandelt werden (also Lust in der Kommunikation, Dominanz positiver Gefühle und erfolgreiche eigenaktive Herstellung von Wohlbefinden erzeugenden Zuständen.). Dabei zeigte sich, dass die Umwandlung von Dys- in Eustress ein höchst bedeutender Wirkfaktor ist zur Prävention chronischer Erkrankungen.
Für den präventiven Einsatz von Interventionen (z.B. therapeutische Maßnahmen) wurde das von uns entwickelte Autonomietraining eingesetzt. Diese Methode, die auf Augenhöhe mit der trainierten Person geschieht, beinhaltet viele Aspekte, die eine höchste Motivation auslösen in Richtung Erreichung von Lust, Wohlbefinden, Sicherheit und Eigenkompetenz. Indirekt kommt es dann zur Potenzierung von Gesundheitsfaktoren und Reduktion von physischen Risikofaktoren wie z.B. des Zigarettenrauchens.
In unseren Studien wurden immer wieder neben Dystress und Eustress auch physische Faktoren erfasst, z.B. das Zigarettenrauchen, der Alkoholkonsum usw. Dabei konnte gezeigt werden, dass Dystress oder Eustress die Wirkung von physischen Risikofaktoren beeinflusst. So bekommt ein Zigarettenraucher häufiger Lungenkrebs, wenn er unter starkem Dystress leidet, wobei das Zigarettenrauchen auch den Dystress verstärken kann z.B., indem eine chronische obstruktive Bronchitis entsteht.
Aufgrund unserer Forschungen sind wir heute in der Lage, ein System von Wechselwirkungen darzustellen, durch das nicht nur unterschiedliche chronische Erkrankungen vorhersagt werden können, sondern auch eine erfolgreiche Abgrenzung der unterschiedlichen Krankheitsbilder möglich wird. Dabei wird z. B. ein chronischer Dystress zusätzlich spezifiziert in unterschiedliche Subgruppen. Die folgende Tabelle zeigt die Grossarthsche Formel der Entstehung chronischer Erkrankungen und Aufrechterhaltung der Gesundheit bis ins hohe Alter.
Das Grossarthsche Modell zur Entstehung chronischer Erkrankungen und Aufrechterhaltung der Gesundheit (das RGM-Modell):
In der Forschung wurde eine große Anzahl von psychosozialen und physischen protektiven Faktoren erfasst, die entweder den Dystress oder Eustress verstärken oder abschwächen. So ist z.B. eine liebevolle, vertrauensvolle und faszinierende Gottesbeziehung, durch die sich die Person erfüllt und kompetent fühlt, ein äußerst wichtiger Gesundheitsfaktor, während eine schuldorientierte und vorwurfsorientierte Religiosität ein Krankheitsfaktor ist, und dies nicht nur für die eigene Person, sondern auch für die gesamte Familie (diese Arbeit wurde extra publiziert und befindet sich nicht in diesem Buch: Gottesbeziehung, Gesundheit und Innovation – Ergebnisse aus prospektiven Interventionsstudien, Ronald Grossarth-Maticek, Vortrag auf dem internationalen Kongress „Menschsein und Religion“ an der Universität Wien, 9. Bis 12. April 2014 und Eysenck, H.-J.: Prediction of cancer and coronary heart disease mortality by means of a personality inventory: results of a 15years follow-up study. In: Psychological Reports 72 (1993) 499 – 516.).
Wir haben der Wechselwirkung von psycho-physischen Wirkfaktoren große Bedeutung zugemessen, auch zu Recht, wie es die empirischen Ergebnisse zeigen. Auf diese Weise konnte nachgewiesen werden, dass die Reduktion von Dystress sowohl die physischen Risikofaktoren reduziert und in ihrer Wirkung abschwächt als auch familiär-genetische Belastungen ein geringeres Risiko darstellen.
In dieser Arbeit wurden sogenannte Idealtypen gebildet, also Beschreibungen von Zusammenhängen, die mit unterschiedlichen chronischen Erkrankungen in Beziehung stehen. Es liegen relevante und höchst interessante Ergebnisse vor, die zeigen, dass mit bestimmten Idealtypen bestimmte chronische Erkrankungen vorhersagbar werden, sodass sie rechtzeitig präventiv behandelt werden können.
In der Arbeit werden einerseits komplexe psychophysische Konstellationen, die mit unterschiedlichen Erkrankungen zusammenhängen exakt beschrieben (z.B. chronische Bronchitis, Zigarettenrauchen, Dystress und familiär-genetische Belastung als Risikokonstellationen für das Bronchialkarzinom). Dieses Vorgehen ermöglicht eine differentielle Abgrenzung zu anderen chronischen Erkrankungen durch die Beschreibung anderer Risikokonstellationen. Andererseits werden die psychosozialen Faktoren noch einmal innerhalb des Dystresses oder des Eustresses zusätzlich differenziert beschrieben, sodass auch hier unterschiedliche chronische Erkrankungen differentiell vorhersagbar werden. So ist z.B. chronische und nicht reduzierbare Angst ein Risiko für M. Parkinson, während eine Blockierung der Assoziationen durch Anregungslosigkeit und Antriebslosigkeit ein Risikofaktor für M. Alzheimer ist (in diesem Buch werden alle spezifischen psychosozialen Risiken beschrieben). Ein Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen erscheint als hilflose Aufregung auf Personen oder Zustände, von deren negativ erlebter Wirkung keine innere Distanzierung erfolgt. Einer Krebserkrankung geht ein direktes Leid in der Isolation von hoch bewerteten Personen oder Zuständen voraus, wobei die Isolation als endgültig erlebt wird. Die Gesundheit und Aktivität bis ins hohe Alter wird ebenfalls durch mehrere psychosoziale protektive Faktoren beschrieben, z.B. anhaltender Eustress, innere Kompetenz zur Bewältigung von ungünstigen Lebensereignissen, liebevolle Gottesbeziehung, Fähigkeit, Lebensweisen mit negativen Folgen zu korrigieren usw.
Es wurden umfangreiche prospektive Studien durchgeführt, um die präventiven Effekte zu beweisen. Eine Form ist das schriftliche Autonomietraining, das sich am Ende dieses Buches befindet. Hier wurden u.a. protektive, also gesundheitsfördernde Fragen vorgelegt, wobei sich die Person selbst in mehrfachen Messungen testen kann.
Im Buch wurden sowohl protektive als auch Risikofaktoren dargestellt. Es stellt sich immer die Frage, ob sich für eine optimale Verhaltensprävention nicht eher nur die Darstellung der protektiven Faktoren eignet, weil Angst vor den Risikofaktoren besteht. Wir wissen, dass die gleichzeitige Wahrnehmung von Risiko- und protektiven Faktoren die effektivste Prävention darstellt. Wenn die Person weiß, welche Risiken gesundheitsschädlich sind und gleichzeitig die Überwindung und Umwandlung in Gesundheitsfaktoren lernt, entsteht die höchste präventive Wirkung.
In der Zukunft sollen noch die einzelnen Idealtypen daraufhin erforscht werden, um die Frage zu beantworten, wie unterschiedliche chronische Erkrankungen in den unterschiedlichen Idealtypen auftreten. Das heißt im Idealtypus für Bronchialkarzinom tritt die Diagnose Bronchialkarzinom sehr häufig auf. Nun soll in zusätzlichen Auswertungen ermittelt werden, wie häufig das Bronchialkarzinom in den anderen von uns beschriebene Idealtypen auftritt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in der hier dargestellten Forschung ein komplexes System von methodischen Prinzipien, theoretischen Grundlagen und differenzierten Interventionen entwickelt und eingesetzt wurde, und zwar derart, dass sich einzelne Wirkfaktoren gegenseitig ergänzen. Dies erklärt die hohe Vorhersagbarkeit und effektive Intervention im Rahmen der präventiven Verhaltensmedizin.
Was heißt permanentes Autonomietraining? Das erste Autonomietraining ermöglicht in der Regel eine positive Erfahrung durch die Auflösung eines lange anhaltenden Problems, das eine Person selbst – trotz Bemühungen – nicht in der Lage war zu überwinden. Nach der ersten Erfahrung verstärkt sich das Gefühl der eigenen Kompetenz und des Selbstvertrauens, auch zukünftige Probleme Wohlbefinden erzeugend überwinden zu können und neue lustbetonte Erfahrungen zu erreichen. Dabei baut sich eine positive Erfahrung auf der anderen auf und es kommt zu einer permanenten dialektischen Weiterentwicklung, in der neu erlernte und neu entwickelte Methoden dazu beitragen, eine sich immer mehr verbessernde Selbstregulationsfähigkeit zu erlangen.
Welchen Gewinn kann der Leser von diesem Buch für sich erwarten?
1. Eine Erweiterung des Horizonts von Risiko- und protektiven Faktoren
2. Verbesserung der Selbstregulationsfähigkeit und Erreichung innerer Stimmigkeit durch das schriftliche Autonomietraining
3. Reduktion von Dysstress und Aktivierung von Eustress durch Anleitung zu persönlichem Autonomietraining
4. Persönliche Konfrontation mit Risiko- und protektiven Faktoren, mit dem Ziel, die Risikofaktoren zu verringern und die protektiven Faktoren zu aktivieren.
5. Vertiefung des allgemeinen Wissens über systemische Wechselwirkungen und methodische Grundlagen der multidimensionalen Ursachen- und Gesundheitsforschung.
Welchen Gewinn kann der wissenschaftlich interessierte Leser erwarten?
1. Anregungen zum Nachweis kausaler Beziehungen, durch Anwendung der Methode prospektiver Interventionsstudien.
2. Kenntnisse über komplexe Zusammenhänge von interaktiven Wirkfaktoren.
3. Kenntnisse über neue theoretische Aspekte für Krankheitsentstehung und Aufrechterhaltung der Gesundheit.
4. Informationen über das permanente Autonomietraining und dessen wissenschaftliche Aspekte.
5. Informationen über effektive präventive Maßnahmen.
6. Informationen zum Aufbau eines multidimensionalen Systems von Methode, Theorie und Intervention zur Erreichung effektiver Präventionsmaßnahmen.
7. Anregung zur Durchführung eigener Studien aufgrund der Inspiration aus dieser Arbeit.
8. Zugang zum von Grossarth initiierten Forschungsgebiet Verdeckte Motivationen
Das Hauptinteresse der Grossarth‘schen Forschung bezieht sich auf die Identifikation von verdeckten Motivationen und Ursachen in unterschiedlichen Lebensbereichen (z. B. Krankheitsentstehung, therapeutischer Erfolg, Radikalismus, Leistung bei Fußballmannschaften, traumatisierende Lehrer usw.) und in der gegenwärtigen wissenschaftlichen Diskussion noch unbekannten Aspekten.
Die Ermittlung von verdeckten Motivationen ergibt eine hervorragende Basis für gezielte und erfolgreiche Interventionen. Hier handelt es sich in der Regel um Wechselwirkungen in komplexen Systemen, wie unsere Forschung im Bereich der präventiven Verhaltensmedizin zeigt.
In anderen erforschten Bereichen ist häufig ein spezifischer Prozess identifizierbar, der seinerseits ein ganzes System beeinflusst.
Ausblick:
Um die präventive Effektivität des interaktiven Systems von Methode, Theorie und Intervention für Replikationsstudien und eine Anregung der eigenen Studien zu erreichen, wurde eine in der Größe vergleichbare Studie, die sich bezieht auf das Verhältnis von multiplen Risikofaktoren für die wissenschaftliche Überprüfung und Weiterentwicklung, freigestellt. Das heißt, dass die Auswertung der zweiten Hälfte der erhobenen Daten in Zusammenarbeit mit Biostatistikern, Epidemiologen und Klinikern geschieht.
Summary
What is the Autonomy training – what is the permanent Autonomy training
The Autonomy training is a method to stimulate the coherence and harmony between single area of life and experienced effects, e.g. between emotional-cognitive impulses, social, physical and organic effects. Cause for the Autonomy training will be given if a person suffers from experienced dissonance – e.g. in relation to parent, to a partner, to colleagues, refering to chronical disease, a disturbing and not overcoming addiction problem – and if the person is not able to change this dissonance in well-being caused harmony in the long run. The Autonomy training has been successfully set in the preventive medicine (e.g. for cancer disease, Alzheimer´s disease, stimulation of behavioural skills, which correlate with high and active age etc.), in the political and business psychology, e.g. in prevention of the left and right radicalism and the long-term unemployment.
To show the mode of action of the Autonomy training extensive prospective surveys have been conducted with randomised experiments. The Autonomy training reduces physical risk factors, chronical distress, suffering in isolation and it even reduces the risk of familial-genetical predisposition. On the one hand the Autonomy training is a short method in which a new awareness, a new interpretation, an alternative behaviour and a new consciousness about connectivity can be learnt, on the other hand it is a method which can be used a whole life for permanent solving of new problems and for stabilizing own behavioural competence. For this the Autonomy training conveys a model which enables self-confidence and the realization of an own competence or a competent self-regulation, e.g. the trust in the own feasibility.
Following properties characterize inter alia a competent self-regulation:
a) The permanent transformation from distress to eustress
b) an increased motivation to reach positive feelings like lust, well-being and security, c) perpetual expressed love and striving for fullfiled sense in life
d) affinity to integrate personal skills with occuaptional requirements
e) affinity to appreciate the own striving for perfectionism and acceptence of the unperfection
f) tendency to correct oneself, that means that a person is able to change behavioural skills with negative consequences into positive results. In the long-term training the model of distress (suffer in isolation, overflow of negative feelings, blocked active creation of favorable conditions) can be changed into eustress (created happiness through communication, dominance of positive feelings, own active creation of needs with satisfied conditions).
When a person is aware of both modells and get well informed about them, he/she will be motivated for a long time to reach own active eustress through creating and defining his/her own behavioural style. Thereby the believed and experienced idea refering to positive development is the basis for a distinct own competence and so the other way round.
To prove the long-term effectivness of the Autonomy training academically, there are extensive prospective intervention studies conducted, which combined longitudinal studies with randomised experiments. Thereby a very complex scientifical system was designed.
Here are some aspects described:
1. The methodic foundation: To answer relevant questions there were set several research steps, e.g.
a) the studies were executed by many interviewers to declare whether the results depend on the asked person or whether they are independent from a greater methodic approach (the second question has been cofirmed).
b) Frequent the answers of the researched person, the answers of an associated person and the answers of the interviewer were elated and compared, so that subjective answers became more objective.
c) There have been internal replications conducted, that means that after the data collection the data were given to independent scientists, who could declare whether some predictions apply (Eysenck, H.-J.: Prediction of cancer and coronary heart disease mortality be means of a personality inventory: results of a 15-years follow-up study. In: Psychological Reports 72 (1993) 499 - 516).
The combination of longitudinal studies with randomised experiments is the most important approach to prove causal effects.
When in prospective studies one factor precede disease, then it´s not clear whether it is the cause of the effect. But if a factor can be changed through therapy and if it arise less disease in future, then a causal connection is proven (randomised means that in the therapeutical experiment the treated and the controll group are classified per accident, whereat all active factors are equally spread in both groups except in the intervention group, so that the only differene is the effect of the therapeutical action.)
2. In the field of theoretical fundamentals, a central factor of chronical suffering in isolation has been described in combination with an overflow of negative feelings and blockage of the own-ative creation of favourable conditions.
We call this state distress. It coud be shown, that all of our registered cancer disease and other chronical disease showed extreme high values between 80% and 90% on a scale measuring distress before their outbreak. Through the use of the Autonomy training almost the half of all cases were bale to transform distress into eustress (that means lust in communication, dominance of positive feelings and successfully own active establishing of well-being created conditions).
Hereby it could be shown that the transformation from distress to eustress is a very important active factor for preventing chronical disease.
For the preventive use of interventions (e.g. therapeutical actions) the Autonomy training, which has been developed from us, was inserted. This method which is at eye level with the trained person, contains many aspects which releases a highest motivation in the direction of achievement of lust, well-being, security and own competence. Indirectly it can come to a potentialization of health factors and a reduction of physical risk factors like smoking cigarettes.
In our studies we always recorded besides distress and eustress other physical factors too, e.g. smoking cigarettes, alcohol consumption etc. Thereby it could be shown, that distress and eustress influence the effect of physical risk factors. That´s why a cigarette smoker gets lung cancer more frequently, when he suffers from intense distress, in which smoking cigarettes can intensify distress, e.g. by developing chronic obstructive pulmonary disease.
The Grossarth‘ model about the emergence of chronical disease and maintenance of health (the RGM model):
In research a high number of psychosocial and physical protective factors have been captured, which either strengthen or weaken distress or eustress. Thus e.g. a caring, confident and fascinating relationship to God, through which a person feels fullfilled and competent, is a very important health factor whereas a guilt- and blame oriented religiositiy is a disease factor and that not only for one person but also for the whole family (this work was published separately and is not shown in this book; for further information look at: Relationship to God, health and innovation – results from a prospective interventionstudy, Dr.med, Dr.phil., Dr.h.c. Ronald Grossarth-Maticek, Lecture on The International Congress Vienna, Humanity and Religion at the University Vienna, 9th to 12th April 2014 and Eysenck, H.-J.: Prediction of cancer and coronary heart disease mortality by means of a personality inventory: results of a 15years follow-up study. In: Psychological Reports 72 (1993) 499 – 516.).
We attributed a high interaction of psychophysical power factors (Wirkfaktoren) to a high importance justifiably as the empiric results have shown. In this way it could be demonstrated that reduction of distress both reduce physical risk factors and weaken its effects, that even familial-genetic predisposition have a smaller risk.
In this work so-called ideal types (Idealtypen) were built as descriptions of correlations, which interrelate with different chronic diseases. There exist relevant and very interesting results which show that certain chronic disease can be forecasted by certain ideal types, with the result that they can be cured preventivly just in time.
In this work on one side complex psychophysical constellation, which correlate with different disease, are exactly described (e.g. chronic bronchitis, smoking cigarettes and familiar genetic predisposition as risk constellation for bronchial carcinoma).
This approach allows a differentiated distinction to other chronic disease through the description of other risk constellations. On the other side again the psychophysical factors are additionally different described within the distress or eustress, with the result that also here different chronic disease are predicted differentially. E.g. a chronic and non-differentiable fear is a risk for pancreas carcinoma, while an obstruction of the associations through lack of stimulus and impulse is a risk factor for Alzheimer disease (in this book all specifically psychosocial risks are desribed). Helpless excitement over person or conditions seems to be a risk for cardiovascular disease if so the person can‘t distance himself from the negatively experienced effects caused from the excitement. Direct suffering in isolation from high valued person or conditions precedes cancer disease if so the isolation is felt as ultimately. Health and activity until high age is also described by several psychosocial protective factors, e.g. continuing eustress, inner competence for accomplishment of inappropiate life events, affectionate relation to God, ability to correct a way of life with negative effects and so on.
Comprehensively prospective studies were conducted to prove the preventive effects. One form is the written Autonomy training which is located at the close of this book. Here protective health promoting questions were presented, whereby the reader can test himself in multiple measurements.
In this work both protective and risk factors were shown. A question always arises whether only the description of protective factors are qualified for an optimal behavioural prevention. We know that the simultaneous perception of risk and protective factors is the most effective prevention. If a person knows which risks are harmful and simultaneously learns how to overcome and change these into health factors, the highest preventive effects will arise.
In the future particular ideal types should be researched thereupon to answer the question how differently chronic disease occure in different ideal types. That means that in the ideal type for bronchial carcinom occur the diagnosis for bronchial carcinom very often.
Now it has to be researched how often bronchial carcinom appears in all other from us described ideal types.
In summary, it can be stated that the presented research work has been developed and set in a complex system of methodical principles, theoretical fundamentals and differentiated interventions so much that particular power factors (Wirkfaktoren) complement each other. This explains the high predictability effective intervention as part of the preventive behavioural medicine.
Which profit can the reader expect from this book?
1. An extension of horizon for risk and protective factors.
2. An improvement of the ability in self-regulation and achieving inner harmony through the written Autonomy training.
3. Reduction of distress and activation of eustress through instruction to personal Autonomy training.
4. Personal confrontation with risk and protective factors with the aim to reduce the risk factors and to activate the protective factors.
5. Immersion of the common knowledge about systematic interdependency and methodic foundations of the multidisciplinary causal and health research.
Which profit can the scientifically interested reader expect?
1. Stimulation to prove causal relations through application of the method of prospective intervention studies.
3. Knowledge about complex connections of interactive active factors.
4. Knowledge about new theoretical aspects for the pathogenesis and maintenance of health.
5. Information about the permanent Autonomy training and its scientific aspects.
6. Information about the structure of a multidimensional system of method, theory and intervention for achieving more effectively preventive provisions.
7. Stimulation to conduct own research due to the inspiration of this work which is shown here.
7. Information about the structure of an multidimensional system of method, theory and intervention for achieving effectively preventive devices.
8. Access to the research field of hidden motivation which is initiated by Grossarth-Maticek.
The main interest of the Grossarth‘ research refers to the identification of hidden motivations and causes in different spheres of life (e.g. emergence of diseases, therapeutical success, radicalism, performance of football teams, traumatizing teachers etc.) and also in the current academic discussion about still unknown aspects.
The investigation of hidden motivations reveals a great basis for aimed and successful interventions. Here we are talking about interactions in complexe systems, as our research has shown in the field of preventive behavioural medicine.
In other researched fields a specific process is oftently identified, which influences the whole system for his part.
Prospects
To achieve the preventive effectivity of the interactive systems of methods, theories, interventions for replication studies and a proposal for own research studies. A comparable in size research study has been released, which refers to the relation to multiple risk factors for scientific validation and advancement.
It´s understood that the evaluation of the second half of the collected data will happen in cooperation with biostatisticians, epidemiologists and clinicians.
1. Zitate über die Grossarthsche Forschung
Hier werden Zitate aus Vorwörtern unterschiedlicher Bücher und Gutachten zitiert, mit der Absicht dem Leser unterschiedliche Dimensionen näher zu bringen, die Wissenschaftler in der Beschäftigung mit dem Grossarthschen Werk hervorgebracht haben.
„Ich würde das Werk von Grossarth-Maticek von seiner gesellschaftlichen Bedeutung her mit Hegel, Goethe, Einstein oder Heisenberg vergleichen.“
„Ich benutze äußerst ungern das Wort „genial“ und werde es auch bei der Beurteilung von Grossarths Arbeit nicht verwenden. Wenn diese Bezeichnung aber einem interdisziplinären, in der internationalen Sozialforschung tätigen Wissenschaftler zugeschrieben werden müsste, dann würde ich nicht lange zögern und sie Grossarth-Maticek zukommen lassen.“
Professor Dr. med. Dr. h. c. Hans Schäfer, Universität Heidelberg 1996
Aus Synergetische Präventivmedizin, Ronald Grossarth-Maticek, Springer Verlag, Heidelberg, 2008, S. 25.
„Inzwischen habe ich die Daten auszugsweise intensiv analysiert und bin dabei zum Schluss gekommen, dass es sich hier um eine äußerst glaubwürdige und konsistente Datenbank handelt, die bei allen Überprüfungen keine inneren Widersprüche aufweist.
Zunächst möchte ich die allgemeine Methode, die Grossarth-Maticek in seiner Forschung anwendet, erläutern und vor allem deswegen, weil es sich hier in vielen Punkten nicht nur um eine äußerst originelle Methodologie handelt, sondern um eine Methode, welche die weltweite Psychologie und Epidemiologie zur Weiterentwicklung anregen kann.“
Professor Werner Wittmann, Lehrstuhl Psychologie II der Universität Mannheim, Otto Selz Institut für Angewandte Psychologie, Mannheimer Zentrum für Arbeit und Gesundheit.
Aus: Synergetische Präventivmedizin, Ronald Grossarth-Maticek, Springer Verlag, Heidelberg, 2008, S. 5.
„Ich bin der Überzeugung, dass die Güte der wissenschaftlichen Ergebnisse von Ronald Grossarth-Maticek in ihrer Komplexität, Plausibilität und Bedeutung für die psychosomatische Medizin kaum übertroffen werden kann. Während sich die internationale Forschergemeinschaft zu einer gewissen Zeit stark kontrovers mit dem Werk Grossarth-Maticeks auseinandersetzte, zeichnet sich in jüngster Zeit zunehmend die Erkenntnis ab, dass seine Forschungsarbeiten bahnbrechend und ihrer Zeit voraus sind.“
Prof. Dr. phil. Dr. sc. Hans-Jürgen Eysenck, KrebsrisikenÜberlebenschancen, Helm Stierlin/Ronald Grossarth-Maticek, Carl-Auer-Systeme Verlag, S.9, 2000.
„Sicher ist es schwer, ein Leben lang gebahnte Grundüberzeugungen zu verändern, und sicher gelingt das nicht in jedem Fall. Aber wenn es gelingt, dann nur so, wie es Ronald Grossarth-Maticek hier vorschlägt: Durch die Bewusstmachung und Nutzung der eigenen Ressourcen.“
Prof. Gerald Hüther, aus dem Vorwort Autonomietraining, R.Grossarth-Maticek, de Gryter Verlag, Berlin 2000. „Grossarth-Maticek lässt sich auch als ein Verstörer in dem Sinne bezeichnen, in dem auch Charles Darwin einmal ein Verstörer war: Dieser verstörte bekanntlich viele seiner Zeitgenossen, indem er sie aus ihrem dogmatischen Schlummer - dies ein von Kant benutzter Ausdruck - riss. Die Verstörung seiner Zeitgenossen trug Darwin seiner Zeit an Kritik, ja an Diffamierungen ein. Ähnliches ließe sich auch in Grossarth-Maticek Fall sagen, aber ich bin sicher, dass ich im Laufe der Zeit auch in diesem Fall mehr und mehr Menschen das Positive an der von ihm ausgelösten Verstörung zu würdigen wissen.“
Prof. Helm Stierlin, aus dem Vorwort Autonomietraining, R.Grossarth-Maticek, de Gryter Verlag, Berlin 2000.
