4,99 €
Die seelische Verzweiflung und die Hoffnung ergeben ein Wechselspiel. Zwei gescheiterte Beziehungen werden beschrieben und sorgen für ein Gedankenkarussel bei einer 44 jährigen Frau. Sie beschreibt u.a wie sie versucht, sich aus diesem zunächst sehr negativen Kopfkino zu befreien. Sie entwickelt wenn auch im kleinen, ihre eigene Strategie sich aus diesem Sumpf der Verzweiflung zu "retten". Jeder ist sein eigener Regiseur.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 36
Veröffentlichungsjahr: 2012
Kopfkino / nur dieser Tag noch…
Kopfkino / nur dieser Tag noch…
crowsnest
published by: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de
Copyright: © 2012 crowsnest
ISBN 978-3-8442-2929-5
Eine Frau beschreibt ihr Kopfkino, zwischen seelischer Verzweiflung und Hoffnung. Hierbei werden u. a zwei gescheiterte Beziehungen skizziert, wobei sie Parallelen entdeckt…
Seite 3 Verzweiflung
Seite 11 Beziehung mit einem Kanadier
Seite 15 Flucht zurück nach Deutschland
Seite 20 positive Beeinflussung der Gefühle
Seite 31 Verarbeitung und Bilanz
Wer ist wann unsichtbar oder sichtbar? Ist es erstrebenswert immer der/die Sichtbare, der Präsente zu sein?
Natürlich geht es hier um Gefühle, Gefühle die einem entgegen gebracht werden oder eben nicht!
Liebevolle und zärtliche, vor allem aber ehrliche Gefühle die mir entgegengebracht werden, geben mir das Gefühl „ich bin da, ich bin sichtbar, ich werde angenommen“…
Daher kann ich meine vorherige Frage nur mit ja beantworten. Wobei mit der Präsenz nicht die oberflächliche Äußerlichkeit, der Schein, welcher anderen suggerieren mag „bei mir / uns ist alles in Ordnung“, gemeint ist.
Vielmehr die Gewissheit: ich bin angenommen, aufgehoben, es gibt jemanden der mich so mag und nimmt, ja liebt wie ich bin.
Für diesen Menschen bin ich der Mittelpunkt, das Wichtigste, der Grund weiter zu machen. Vor allem aber bin ich für Ihn immer präsent, auch wenn ich nicht da bin, also „nur“ in seinen Gedanken existiere, diese einnehme und seinen Tag dadurch erhellen kann. Sichtbarkeit / Anerkennung / Unsichtbarkeit. Die „Unsichtbarkeit“ ist wohl so ziemlich das Gegenteil von der vorherigen Beschreibung des Ideals im Bezug auf eine emotionale Geborgenheit.
Es geht bei der „Sichtbarkeit“ um die Gefühle, die ein Mensch entwickeln kann wenn er liebt, wenn er geliebt wird. Dann fühlt er sich eben anerkannt, er fühlt sich Präsent in den Augen der Person, von der er / sie geliebt wird.
Im Umkehrschluss kann man sich wohl sehr lebhaft ausmalen, was es bedeutet wenn diese emotionale Sichtbarkeit erlischt!
Hier fängt das Kopfkino an….
Nun ist man plötzlich alleine, es pustet einem der Wind erbarmungslos, mit einer eisigen Kälte ins Gesicht und … man ist alleine, egal wie viele Menschen um einen herum auch sein mögen…man ist alleine …eben irgendwie unsichtbar!
Natürlich ist das die Gedankenwelt, die anderen sehen einen in voller Größe, da aber die Gedanken des Betroffenen abgekapselt irgendwo tief vergraben, versuchen die eigene Existenz zu wahren, ist man eben „gefühlt allein“.
Alle lieb gemeinten Worte, Ratschläge, Aufmunterungen, die sicherlich meistens ehrlich und gut gemeint sind, verhallen, sie verhallen im Wirrwarr der Gefühle. Der Focus ist nun wirklich, so theatralisch es klingen mag, aufs Überleben gerichtet, aufs „klar kommen“.
Hierbei unterzieht man sich, es bleibt wohl oft keine andere Wahl im Zuge der Verarbeitung, einem Wechselbad der Gedanken und Gefühle. Ich habe noch nie so oft, so intensiv und verzweifelt geweint.
Dieses Wechselbad der Gefühle ist das Kopfkino! Es kommen einem die unterschiedlichsten Gedanken in den Kopf, sie können vieles bewirken, je nachdem welche Gedanken „gewinnen“.
Bei dem Kopfkino ist jeder sein eigener Regisseur, er / sie hat es im Grunde in der Hand, wie es weitergeht. Ob Zuversicht oder Resignation, es spielt sich alles im Kopf ab!
Ich entscheide, welche Gedanken gewinnen, je nach psychischer Konstitution.
Sicherlich ist es nicht so einfach wie es klingt, sich auf die Gedanken zu konzentrieren, die einem gut tun. Jedoch die Tatsache, dass man es rein theoretisch in der Hand hat, sich selbst mit der Kraft seiner eigenen Gedanken aus dem Sumpf der Traurigkeit zu befreien, hat mich schon sehr inspiriert.
In Momenten der tiefen Traurigkeit war natürlich kein Platz für hoffnungsvolle Inspirationen. Hier galt es für mich einfach nur auszuharren, mit mehr oder weniger Erfolg durch irgendeine Ablenkung dieses gedankliche Tal zu durch-schreiten.
Nun ist eine Trennung, der Verlust eines geliebten Menschen, wodurch auch immer, etwas was wohl jeder irgendwann mal durchmacht.
Ich habe in dieser Zeit sehr stark gelitten, manche nehmen so etwas sicher viel leichter. Mir geht es in diesem Buch einfach darum, die Menschen anzusprechen, die in einer solchen Situation ebenfalls sehr zu „knacken“ haben. Jeder Mensch ist ein Unikat, alles was ihn / sie geprägt hat und die Emotionalität spielen eine große Rolle.
Da ich ohne Übertreibung behaupten kann, ein sehr emotionaler Mensch zu sein, geht mir diese Trennung sehr nahe.
