Krebs - Axel Wiche - E-Book

Krebs E-Book

Axel Wiche

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Beschreibung

Krebs – ein Thema das in der heutigen Welt allen bekannt ist. Viele Leidenswege sind mit diesem Begriff verknüpft. Einer davon ist in diesem Buch, in Form eines modernen, kurzen Dramas festgehalten. Durch Höhen und Tiefen begleiten wir den Menschen und Patienten Gustaf im Krankenhausalltag. Dabei treten einige Schwächen der Pflege und Behandlung zutage.

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Seitenzahl: 25

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Dieses Drama basiert auf persönlichen Erfahrungen, wobei natürlich kein Dialog genau so stattgefunden hat. Die Personen sind frei erfunden.

Ich wollte den Leidensweg eines guten Bekannten festhalten und ihm zugleich Respekt zollen.

Deswegen habe ich mich für eine Version in Blankversen entschieden, wie sie auch bei Goethe und Shakespeare etc. in Dramen zu finden sind. Die Metrenwechsel bei dem Krankenhauspersonal sind bewusst und erfüllen ihren Zweck.

Krebs ist ein Drama. Und dem soll dieses kleine Büchlein Form verleihen.

Für alle Krebspatienten.

Inhaltsverzeichnis

Vorspiel

Erster Akt, erste Szene

Zweite Szene

Dritte Szene

Zweiter Akt, erste Szene

Zweite Szene

Dritte Szene

Vierte Szene

Zwischenspiel

Dritter Akt, erste Szene

Zweite Szene

Dritte Szene

Vierte Szene

Vierter Akt, erste Szene

Zweite Szene

Dritte Szene

Vierte Szene

Fünfte Szene

Sechste Szene

Vorspiel

(Magdeburger Szene)

In einer verlorenen Stadt,

da trafen Gesetze des Lebens zusamm',

und fochten den Kampf um den Menschen,

und weder von Tiger noch Lamm

konnt' man reden.

So horche dem Treiben des Windes,

voll Kraft und verheerender Inbrunst entschlossen,

des Menschen alleiniges Schicksal

zu bilden; aus Blei ganz gegossen

des Menschen Qual!

Harsleben, 18.04.2014

Erster Akt, erste Szene

(Im Magdeburger Krankenhaus, Patientenzimmer)

Es ist Nacht.

Gustaf. Eine Krankenschwester

GUSTAF. (aufschreckend)

Was? Wo bin ich? Was grämen meine Augen?

rings scheinen weiße Wände, doch unschuldig

erscheint mir Keine; rot befleckt sind sie!

Und ja! Dort hängt ein Kreuz uns Leid

[verkündend!

KRANKENSCHWESTER. (kommt zu ihm ans Bett)

Ganz stille haben sie zu sein; ich bringe

die Augentropfen, tröpfel sie ins Auge,

wenn sie nun also ganz geduldig warten.

(tröpfelt die Tropfen in sein Auge)

So ist es fein! Ja so verstehen wir uns.

GUSTAF Verstehe. Bin ich immer noch -

KRANKENSCHWESTER.

Jawohl!

Krankenschwester ab

GUSTAF. (in sich gesunken)

Es ist noch nicht zu Ende. Hoffentlich

mag es sich nicht mehr all zulange zieh'n.

Solange liege ich im Dunkeln schon,

gelegentlich geweckt von grellem Lichte,

so dass ich keine Ruhe finden kann.

(kurze Pause; er dreht sich zum Fenster)

Beim nächsten Öffnen meiner Augen will ich

schon Strahlen durch dies' Fenster brechen seh'n.

Ein letztes Mal für diese Nacht, Herr Mond,

sei dir von mir ein „Gute Nacht“ gewünscht.

(schließt die Augen)

Zweite Szene

Helles Sonnenlicht durchflutet das Zimmer.

Gustaf, bald eine Krankenschwester, bald ein Arzt

GUSTAF. (am Fenster stehend)

So mag ich meine Tage: Golden glüht

der Horizont und einsam steh ich da.

Hab' ihn für mich alleine; welche Ruhe!

Und warm wird mir nicht nur die Haut, oh nein!

Mein Herz im Tiefsten, Tiefsten drinne wallt.

Wie möcht' ich Unschuld tragen, liebe Sonne?

Wie mach' ich leicht, was in mir so schwer sitzt?

Ja grade die Natur, die weiß es besser!

Wir Menschen sind so oft beschränkt im Denken.

KRANKENSCHWESTER. (kommt ohne zu Klopfen herein)

Ja, guten Tag.

Ich löse ab,

den Frühdienst, wenn

sie Fragen haben,

komm' sie gerne,

vor zu uns.