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Wenn man ein Tier in sein Leben aufnimmt, ist einem oft nicht klar, was alles auf einen zukommt: Unglaublich viel Liebe und unersetzbare Momente, die man für immer in seinem Herzen trägt! Sie bringen uns einfach Glück, muntern uns auf, selbst die schlimmsten Tage werden durch sie erträglicher. Unromantischer Weise muss man auch über Geld reden - Tiere werden auch krank. Nur gibt es für Tiere keine gesetzliche Krankenkasse. Wer ein Tier aufnimmt, kann auch locker mal mit einigen tausend Euro Kosten rechnen. Abgesehen von artgerechter Haltung, Pflege, Fütterung und die Zeit, die sie brauchen. Und wenn es ihnen schlecht geht, leidet man unglaublich mit - wenn sie sterben, bricht einem das Herz... Dieses Buch handelt von Fisen, unserem Norwegischen Waldkater, der am Nikolaus 2016 plötzlich notoperiert werden musste. Diagnose: Krebs, Maligne Lymphom. Überlebenschance: Keine - statistisch nur 228 Tage mit Chemo. Um alles verarbeiten und auch anderen helfen zu können, die evtl. selber vor der Situation stehen und nicht wissen, wie es weiter gehen soll, habe ich im Internet einen Blog für Fisen begonnen. Dieses Buch ist das Ergebnis. Es handelt von Liebe, Angst, wahnsinniger Freude und Abschied. Auf das Fisen nie vergessen wird!
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Seitenzahl: 51
Veröffentlichungsjahr: 2020
Vorwort und Danksagungen
Fisen
Wie es begann…
Start der Chemo: 1. Teil
Zwischen Chemo: Teil 1 und Teil 2
Start der Chemo: 2. Teil
Start der Chemo: 3. Teil
Start der Chemo: 4. Teil
Nachwort
DANKE an meinen Ehemann David, den besten Katzenpapa der Welt!
DANKE dem gesamten Team unserer Tierarztpraxis in H., ganz besonders Dr. A. M und Dr. C. G. Was ihr über die Maße getan und geleistet habt, ist gar nicht wieder gut zu machen.
DANKE an euch Engel in der Praxis (Tiermedizinische Fachangestellte (TFA)): Ihr habt uns so geholfen, gestützt, aufgebaut – ihr seid die Seele der Praxis. DANKE für das so oft in den Arm nehmen, wenn die Kräfte schwanden und dass ihr einfach immer alle da seid!
Thale: Du Erklär-Bär hast uns so vieles so geduldig nahe gebracht, was wir als Laien nur teils schwer medizinisch verstehen konnten.
DANKE Tanja & Thomas - ihr seid immer da gewesen, hattet stets ein offenes Ohr, habt mit Rat und Tat zur Seite gestanden. DANKE für das Chauffieren in Zeiten, wo die Bahn mal wieder versagt hat und wir unsere Termine mit Fisen sonst nicht hätten einhalten können.
Ihr habt uns die Kraft gegeben und uns aufgefangen, wenn mal wieder alles auf uns einstürzte.
DANKE Bettina, dass du mit Fachwissen und gutem Rat immer da gewesen bist und wir im Notfall auf dich zählen konnten, wenn wir dich um Hilfe baten.
DANKE an Thale, Kirsten, Nicole, Tanja und Bettina für die liebe Unterstützung und konstruktive Kritik bei der Umsetzung des Buches.
Als Fisen krank wurde, habe ich mich im Internet nach „echten“ Erfahrungsberichten anderer Betroffener wund gesucht – es gibt nur sehr wenige. Ich beschloss daher einen Blog für Fisen zu schreiben, in der Hoffnung, dass er anderen hilft.
Aus dem Blog wurde nun dieses Buch. Es ist ganz sicher nicht perfekt geschrieben, das muss es aber auch nicht. Es ist die Niederschrift einer gemachten Erfahrung – kein perfekter, fiktiver Roman. Auch wiederholt sich das eine oder andere – was einfach am Behandlungsplan liegt.
Eine einleitende Anmerkung, die ich für sehr wichtig halte
Es gibt verschiedene Formen von Krebs und ebenso unterschiedliche Behandlungsmethoden.
Nicht jede Katze ist geduldig und lieb genug, um sie mittels Chemo behandeln lassen zu können. Tiere, die sich sehr stark wehren und für die regelmäßige Besuche in der tierärztlichen Praxis nur Stress und noch mehr Stress bedeuten, sind oft nicht geeignet.
Auch die körperliche Konstitution spielt eine große Rolle sowie die verwendeten Medikamente (die Medikamente und die Therapie orientieren sich an der festgestellten Krebsart).
Bei eurem Tier kann die Chemo ganz anders aussehen. Das ist immer individuell mit dem Tierarzt abzustimmen und auch vom Tier abhängig zu machen.
Aus diesem Grund benenne ich auch kaum irgendein Medikament, mit dem Fisen behandelt wurde. Es waren unterschiedliche Tabletten und Injektionen – die Wahl der Behandlung liegt beim behandelnden Arzt.
Was noch wichtig ist: Ich habe in der intensiven Zeit der Behandlung von Fisen und auch unserer anderen Tiger oft miterleben müssen, wie wenig die Leistung einer tierärztlichen Praxis und der Mitarbeiter von einigen Patientenbesitzern gesehen wird. Wie oft nur nach Preisen gefragt wird, während man sich mit den Hintergründen von vielem aber gar nicht auseinandersetzt.
Über die mittlerweile 10 Jahre Katzenhaltung und viel Zeit im Wartezimmer durch unzählige Tierarztbesuche mit unseren Tigern, habe ich einen großen Respekt gegenüber den Mitarbeitern unserer Praxis entwickelt.
Wie oft wird respektlos, laut, beleidigend, mit einer unverhohlenen Selbstverständlichkeit grob bis sehr anmaßend mit den TFAs umgegangen, aber auch mit den Ärzten.
Und sie springen nicht über den Tresen und verteilen gerechtfertigte Backpfeifen oder verweisen so einige Patientenbesitzer berechtigt aus der Praxis (leider – solltet ihr viel öfter machen. Meine das Rausschmeißen, nicht die Backpfeifen ;).
Die persönliche Stärke, die die Mitarbeiter einer Tierarztpraxis tagtäglich aufbringen, in Anbetracht solcher Menschen, aber auch bezogen auf den Stress, den Anspruch des jeweiligen Jobs (ob nun TFA oder Arzt), die übermäßigen (vom Kunden im Regelfall kaum gesehenen) Arbeitsstunden, das Engagement weit über die Pflicht hinaus – all das verdient viel viel öfter ein DANKE und RESPEKT.
Und vielleicht auch mal ein bisschen Kuchen und Schokolade.
Wertschätzung ist so unglaublich wichtig und fällt gerade da so oft unter den Tisch.
Schlusssatz:
Seht dieses Buch bitte als das, was es ist: ein persönlicher Erfahrungsbericht und die Begleitung von einem tollen und einzigartigen Kater!
Fisen (ein Norwegischer Waldkater, geb. 2009) lebte seit Juli 2014 mit uns und zu dem Zeitpunkt gerade fünf Jahre alt. Er war ein Lamm von Kater, nur lieb, immer fröhlich, sehr auf den Menschen bezogen und orientierte sich stark an uns. Besonders aber liebte er seine Oma Tinki (Norwegische Waldkatze, geb. 2006), die noch immer bei uns lebt.
Betrat Tinki den Raum, galt ihr jegliche Aufmerksamkeit, ging sie, stand er auf und folgte ihr. Tinkis Nähe war ihm unheimlich wichtig – sie empfand das hingegen oft als eher etwas aufdringlich (sie mag das nicht so, wenn sie ständig belagert wird). Er hielt sich dann gerne in der Nähe auf, hielt aber den respektvollen Abstand etwas ein.
Ob es ihm bewusst war, dass da eine Verwandschaft bestand? Gute Frage…
Ennie (Fisens Mama) starb leider einige Jahre vor seiner Ankunft bei uns an HCM im Alter von nur 4,5 Jahren im Jahr 2012.
Fisen besaß zudem eine Gabe, die uns sehr geholfen hat, die wir – ehrlich gesagt – bei einer Katze nie erwartet hätten:
Es stellte sich im Laufe der Zeit heraus, dass Fisen sogar die Diabetes von David erkannt hatte (gerochen?) und ihn ganz gezielt jede Nacht - solange er konnte - begleitete, wenn David mal aufstehen musste und wackelig/etwas desorientiert aufgrund des Zuckerspiegels auf den Füßen war (ganz am Ende, als es ihm schlechter ging, tat er das nicht mehr). Er ging dann mit ihm ins Bad oder die Küche, wartete auf David und lief auf dem Weg zurück ins Schlafzimmer laut maunzend vor ihm her, damit er ja heil wieder zurückfand.
