Krisen als Chancen - Regine Schneider - E-Book

Krisen als Chancen E-Book

Regine Schneider

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Beschreibung

Unser Leben kann sich von einem Tag zum anderen grundlegend verändern, wenn z.B. der Arbeitsplatz verlorengeht, die langjährige Beziehung zerbricht oder ein Unfall schwerwiegende Folgen mit sich bringt und wir das Gefühl haben, plötzlich vor dem Nichts zu stehen. Was tun, wenn das alte Leben unwiderruflich vorbei ist und das neue noch nicht begonnen hat? Regine Schneider zeigt Wege aus der Angst vor dem Leben »danach«. (Dieser Text bezieht sich auf eine frühere Ausgabe.)

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Regine Schneider

Krisen als Chancen

Zur Bewältigung scheinbar auswegloser Situationen

FISCHER E-Books

Inhalt

Für Selma und Opa [...]VorwortDie große LeereWenn die Kinder aus dem Haus gehenWenn der Partner mich verläßtVom reifen Beenden einer BeziehungWenn Werte und Normen zur Zwangsjacke werdenSpezialisierungWenn die Berufswelt zerbrichtKrisen und die Welt schaut zuWenn Idole Schwächen zeigen: Sandra VölkerMillionen stopfen keine LöcherMit 38 ins »normale« Leben: Carlo ThränhardtVon der Gesellschaft und ihren ErwartungenLeben in TeilaspektenWarum immer ich?Alles im GriffVom Umgang mit der ZeitLächeln um jeden PreisDie Zukunft ist das ZielEinsamkeit ist keine ZierWenn man an den Normen scheitertDas Burn-out-SyndromGlücksdrogenSchicksalsschlägeWir lassen uns nicht zum Schweigen bringen: Helmut Zilk und Dagmar KollerDas Schreiben hat mich ins Leben zurückgeholt: Isabel AllendeDie Freuden zählen, nicht die Siege: Monica SelesWenn wir am Schicksal scheiternVon lähmenden ÄngstenEinzelzelle DepressionLebenskrisen als ChancenDie innere InstanzLoslassen und EinlassenEs geht auch andersEpilogAnmerkungenLiteratur

Für Selma und Opa

Vorwort

Ein Sprichwort sagt, was für die Pflanzen das Wasser, ist für die Seele die Krise. Im ersten Moment möchte man fragen, Pflanzen brauchen Wasser als Nahrung, um zu wachsen, aber Krisen? Krisen sind doch etwas sehr Schmerzhaftes. Stimmt. Und dennoch kommt keiner um Krisen herum, auch wenn er sich noch so sehr bemüht. Ohne Krisen gäbe es kein seelisches Wachstum, würden wir nicht reifen und nicht erwachsen werden.

Nicht jede Krise wirft uns völlig aus der Bahn. Es gibt unterschiedliche, leichtere und schwerere. Krisen, auf die wir uns vorbereiten können, wie die natürlichen Wechsel im Leben: Pubertät, Kinderkriegen, wenn die Kinder aus dem Haus gehen, Wechseljahre, Ruhestand und selbstgewählte Trennungen.

Es gibt aber auch Schicksalsschläge, die uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel treffen. Sie gehen bis ins Mark. Wenn der Partner uns von heute auf morgen verläßt, ein naher Angehöriger stirbt, wir einen schweren Unfall haben, eine Krankheit gravierend unser Leben verändert oder eine Katastrophe uns heimsucht: Das sind die Situationen, die die meisten von uns in ihrem Leben ausblenden, weil sie hoffen und glauben, daß sie davon verschont bleiben. Und wenn sie dann damit konfrontiert werden, ist es, als hörte ihr Leben auf.

Verständlicherweise haben wir Angst vor Krisen, weil sie mit schwer auszuhaltenden Gefühlen verbunden sind. Mit Angst, Leere, Nicht-mehr-weiter-Wissen, oft auch mit Trauer und Verzweiflung.

Der gewohnte rote Faden des Lebens reißt plötzlich ab, wir haben das Gefühl, vor einem Nichts zu stehen. Krisen erfordern immer ein Umdenken und Umorientieren. Jeder kennt das geflügelte Wort, in der Krise steckt ein neuer Anfang. Doch den Anfang können wir nicht immer sofort erkennen. Erst tut sich ein Vakuum auf, verfallen wir in eine Starre, sind nicht mehr in der Lage, uns zu rühren, geschweige denn vernünftig zu handeln. Oft befällt uns das Gefühl des völligen Ausgeliefertseins. Wir sehen uns als Opfer, haben das Gefühl, in einem tiefen schwarzen Loch zu stecken, werden lethargisch und passiv.

Menschen, die in die Opferrolle verfallen, sind in Gefahr, in Depressionen abzurutschen. Sie sehen die Welt um sich herum nur noch in Grau und Schwarz, fühlen sich selbst wie in einem Gefängnis eingesperrt, aus dem es kein Entrinnen gibt. Oft dauert es Wochen, Monate oder sogar Jahre, bis sie mit ihren Krisen fertig geworden sind.

Hinzu kommt, daß wir unter gesellschaftlichen Bedingungen leben, die uns einerseits den Umgang mit Krisen sehr erschweren, zum anderen aber durch die geforderte Lebensart und -weise Krisen erst heraufbeschwören.

Viele Werte und Normen dieser Gesellschaft sind äußerst fragwürdig, und wer sie kritiklos übernimmt, kommt gar nicht umhin, in Krisen zu geraten. Das rastlose, schnelle Leben, die Anforderungen, immer »gut drauf« sein zu müssen, stets erfolgreich zu funktionieren, wie ein Rädchen im Uhrwerk, beanspruchen den Menschen einseitig und laugen ihn aus. Schlimmstenfalls bis zum Burn-out.

Es verwundert nicht, daß Depressionen bei uns zur Volkskrankheit geworden sind. Sie sind der Preis für unser modernes, oberflächliches, hastiges Leben ohne tieferen Sinn und Wert. Laut einer Umfrage von Forsa haben 59 Prozent aller Bürger über 14 Jahren mehr oder weniger häufig Depressionen.

Ein natürlicher Lebensrhythmus ist verlorengegangen, und das macht die Menschen auf Dauer krank. Wer ständig wie ein Hamster im Laufrad herumrennt, ohne sich Ruhe, Muße, Langeweile zu gönnen, ohne sich Zeit und Raum für sich zu nehmen, und wer sich nie gestattet, deprimiert, traurig, melancholisch oder wütend zu sein, ja nicht einmal innezuhalten, der kommt um selbstgemachte Krisen nicht herum. Der bricht schon zusammen, wenn ihn eine kleine Störung von außen zur Pause in seinem atemlosen Leben zwingt.

Dieser Tage ist häufig die Rede von der Angst des Sportlers vor dem Leben »danach«. Spitzensportler fürchten den drohenden Abschied von der Popularität. Es geht um das beängstigende Gefühl, vor einer großen Leere zu stehen. »Sinnkrise, Seelenqualen, tiefes, tiefes schwarzes Loch« litt Boris Becker. Sein Freund Carlo Thränhardt fiel ein: »Ich fühlte mich existentiell verunsichert – zum ersten Mal in meinem Leben.« Und klagte: »Das Leben danach, wie auf Entzug.«

Dies ist ein gutes Beispiel, um einerseits die Fragwürdigkeit gesellschaftlicher Werte aufzuzeigen, die, wenn man sie schließlich erreicht hat, gar nicht glücklich machen. Andererseits wird aber auch deutlich, daß wir in hohem Maße einen Umgang mit uns selbst vernachlässigen oder sogar verlernt haben, den wir uns unbedingt wieder aneignen sollten. Über der pausenlosen Jagd nach Ruhm und Geld vergessen wir, uns selbst zu begegnen, uns Zeit für uns zu nehmen.

Einige Spitzensportler verkörpern in dieser Gesellschaft den Erfolg schlechthin. Sie sind scheinbar das, was wir alle anstreben: reich und ganz oben. Kaum jemand erfährt größere Anerkennung als Boris Becker und Co. Mehr, als daß Fans mein Autogramm im Safe aufbewahren und schreien, wenn sie mich sehen, kann man nach den Normen dieser Gesellschaft nicht erreichen. Der Abschied aus dem Profidasein ist somit verständlicherweise ein gewaltiger Bruch im Leben eines Spitzensportlers, zumal er auch noch in jungen Jahren abtreten muß. Da geht es Boris Becker wie Michael Schumacher, Lothar Matthäus und vielen anderen erfolgreichen. Und nicht nur Spitzensportler kennen diese Krise. Auch Models wie Naomi Campbell, Tatjana Patitz, Cindy Crawford und Claudia Schiffer müssen beizeiten überlegen, was sie nach ihrer schnellebigen Karriere anfangen wollen.

In einer Gesellschaft, in der bestimmte Menschen hoch spezialisiert sind und unangemessen honoriert werden – Spitzensportler oder Models beenden ja häufig oft nicht einmal ihre Schulausbildung, um sich voll und ganz dem Scheffeln von Millionen widmen zu können –, ist der vermeintliche Fall natürlich um so tiefer, sobald ein Wechsel bevorsteht.

Die Umstellung von einer einzigen Sache, mit der man sich völlig identifiziert hatte, in der man aufgegangen war, zu einem anderen Lebensabschnitt – egal ob im Sport, in der Mode, der Politik oder der Kunst – ist für die meisten ein schmerzhafter Entwicklungsprozeß. Die einen schaffen es, die anderen nicht. Und so ist auch immer wieder die Rede von denen, die es nicht geschafft haben: Margaux Hemingway, Jennifer Capriati, Karin Feddersen. Oft versuchen prominente Sportler aus Angst vor dem neuen Leben immer wieder ein neues Comeback: Björn Borg, Mark Spitz, Muhammed Ali, George Foreman. Selbst die große Martina Nawratilowa kann nicht abtreten.

Wir »normal Sterblichen« fragen uns, was ist es, das diese Erfolgreichen so leiden läßt? Warum nutzen Becker und Co nicht die große Chance, ihr Geld für sich arbeiten zu lassen und sich einfach dem süßen Nichtstun hinzugeben? Ist das nicht unser aller Traum? Und die jungen Multimillionäre könnten ihn sich verwirklichen. Könnten endlich nur das tun, was ihnen Spaß macht. All die schönen Dinge, die sie im stressigen Kampf um Siege immer hintangestellt haben. Jetzt hätten sie Zeit und Mittel, alles nachzuholen. John McEnroe brachte es auf den Punkt: »Es ist nicht das fehlende Geld, es ist das Gefühl, vor einem inneren Nichts zu stehen. Die meisten Leute können sich das nicht vorstellen, weil sie glauben, die haben in den 20 Jahren ihrer Karriere so viele Millionen beiseite geschafft, daß sie bis an ihr Lebensende gut davon leben können.«

An diesem Punkt wird deutlich, wie fragwürdig das gesellschaftlich gesetzte Ziel ist, möglichst populär zu werden und viel Geld zu verdienen. Es geht nicht ums Materielle. Es geht um Lebenssinn und Inhalte. Die großen Ängste stellen sich auch ohne Existenzgefährdung durch Geldmangel ein. Im Gegenteil, die innere Leere befällt gerade Menschen, die oft genug Geld bis ans Ende ihrer Tage haben.

Viele Menschen sehen sich lebenslang als Opfer, empfinden ihr Leben als schwere Bürde und jammern ständig mehr oder weniger unterschwellig, wie »gemein« das Leben zu ihnen ist. Sie versuchen ängstlich, jeder Krise aus dem Weg zu gehen, jedes Risiko zu vermeiden, was dazu führt, daß sie keine Herausforderung annehmen, sich ängstlich vor allem Neuen hüten, wenig oder überhaupt nicht aufgeschlossen sind und alles, was sie nicht kennen, vermeiden. So kommt man auch durchs Leben. Und wenn man Glück hat sogar ohne größere Krise. Der Preis für solch eine Lebenseinstellung ist jedoch eine fade, farblose, unglückliche Persönlichkeit, die ihre ganze Energie dafür einsetzen muß, um alle möglichen Gefahrensituationen zu vermeiden und über dieses »harte Leben« zu klagen. Es gibt viele solcher Zeitgenossen. Es gibt aber auch die, die sich trauen, ihr Schicksal anzunehmen.

Alles Neue im Leben beginnt mit einem Schritt nach vorn. Die Identität ist stets im Wandel, man muß ständig eine neue finden oder die alte hinüberretten. Oft hat man eine Reihe schmerzhafter Niederlagen einzustecken, ehe der Schmerz der Niederlagen den Schmerz des Abschiednehmens überwiegt. Häufig ist es ein langer Weg, eine Krise, eine innere Leere als Chance zu einem Neuanfang zu begreifen, neue Seiten in sich zu entdecken. Doch nur wer sich dem stellt, findet Wege zu einem neuen Sinn oder überhaupt erst einen Sinn im Leben. Veränderungen erfordern nicht nur Energie, sondern auch Mut. Ein indisches Sprichwort sagt, jedes Problem hält ein Geschenk in der Hand. Krisen wie Scheidung, Kündigung, Tod oder Abschied können das Leben trotz Leid positiv verändern, sofern man sie nicht nur als Unglück und sich selbst nicht nur als Opfer begreift. Je mehr man seine Angst dabei zuläßt, desto leichter geht man durch den Engpaß und hat dann die Chance, neue Perspektiven zu entwickeln, sich neu zu definieren und zu erkennen, daß ein Abschied sich lohnt, weil damit immer ein Neuanfang verbunden ist.

Dieses Buch soll helfen, Krisen als das zu begreifen, was sie sind, und Hilfestellung geben, wie man den Schmerz, die Ängste und alle anderen unangenehmen Gefühle, die Begleiterscheinungen der Krise sind, annehmen und bewältigen kann. Denn eins ist sicher: Eine lebenslange Opferrolle bringt uns nicht weiter.

Die große Leere

Wir leben in einer schnellebigen Zeit und müssen uns unentwegt an neue Situationen anpassen. Es gibt kaum noch Beständigkeit, weder im Berufs- noch im Privatleben, und so sehen sich die meisten von uns ständigen Veränderungen ausgesetzt. Doch wie kann man sich auf die Wechsel des Lebens einstellen? Was ist, wenn der bisherige (einzige) Lebensinhalt wegzubrechen droht, wenn der gewohnte rote Faden des Alltags abreißt? Wenn das alte unwiderruflich vorbei ist und das neue Leben noch nicht begonnen hat?

Das ist der Fall, wenn eine Partnerschaft zerbricht, die Kinder aus dem Haus gehen oder aus einem Paar eine Familie wird. Das geschieht, wenn uns gekündigt wird, wir in den Ruhestand versetzt werden oder auch wenn der Arbeitsplatz sich verändert. Und jeder, der sich mit Wendepunkten im Leben auseinandersetzt, kennt zumindest kurzzeitig dieses ungewiß-angstvolle Leeregefühl. Als wären wir in ein Loch gefallen, aus dem keine Leiter herausführt. Dieses Gefühl ist um so stärker, je mehr wir uns mit einer Sache identifiziert und andere Aspekte unseres Lebens ausgeblendet haben. Wer ganz in seiner Arbeit aufgegangen ist und Hobbys, Freunde oder Familie für unwesentlich gehalten hat, der fällt in ein tieferes Loch als der vielseitig Interessierte. Die Frau, die sich ganz über ihr Dasein als Mutter definiert hat, spürt ein größeres Vakuum, wenn die Kinder aus dem Haus gehen, als diejenige, die nebenher vielleicht schon teilweise gearbeitet oder gar wieder studiert hat.

Es geht auch darum, daß Wendepunkte im Leben es oftmals erforderlich machen, sich eine neue Identität zu suchen.

Wechsel im Leben, selbst wenn sie vorhersehbar sind, werfen uns oft aus der Bahn, machen uns Angst und lassen uns von einer Krise sprechen, die wir zu bewältigen haben. Auch wer schon lange weiß, daß er in Rente gehen wird, muß noch einen schmerzhaften Ablösungsprozeß durchstehen, wobei er zunächst das Gefühl hat, in ein tiefes schwarzes Loch zu fallen.

Die folgenden Kapitel befassen sich beispielhaft mit zwei Lebenssituationen, die viele von uns kennen: dem Zerbrechen einer Beziehung und wenn die Kinder aus dem Haus gehen. Beide können uns in Lebenskrisen stürzen, selbst wenn wir sie lange vorher haben kommen sehen.

Wenn die Kinder aus dem Haus gehen

Muttersein ist für uns etwas Hehres. Wir leben nach der romantischen Mütterlichkeitsideologie, wonach das Kind nur gedeihen kann, wenn sich seine Mutter voll und ganz ausschließlich darauf konzentriert. Sobald eine Frau Mutter wird, ist sie kein Mensch mit Stärken und Schwächen mehr, sondern hat Ansprüchen zu genügen, denen kein normaler Mensch entsprechen kann. Unter einer guten Mutter verstehen wir einen Übermenschen, der seine eigenen Interessen völlig zurückstellt, sein gesamtes bisheriges Leben aufgibt, um sich ausschließlich der Aufgabe zu widmen, wohlgeratene, erfolgreiche, glückliche Kinder zu erziehen. Diese Aufgabe haben Mütter gerne, rund um die Uhr und mit frohem Herzen zu erfüllen, obwohl die Tätigkeit gesellschaftlich überhaupt nicht anerkannt wird.

Die meisten Mütter wollen »gute Mütter« sein und geben bei der Geburt eines Kindes ihren Beruf auf, bleiben zu Hause und widmen sich ihrem Nachwuchs. Das tun viele so ausschließlich, daß sie voll und ganz im Hausfrauen- und Mutterdasein aufgehen und sich allein über diese eine Aufgabe definieren. Und viele vergessen darüber, daß Mutterschaft bei der heutigen Entwicklung und durchschnittlichen Lebenserwartung nur eine zeitlich begrenzte Phase im Leben einer Frau ist. Sie tun so, als dauere Mutterschaft bis an ihr Lebensende. Diese Frauen stehen dann irgendwann vor dem Phänomen, das »Empty-Nest-Syndrom« genannt wird, einer schweren Krise. Die Kinder sind erwachsen und selbständig geworden, gehen aus dem Haus, und plötzlich hat eine Frau, die mit Leib und Seele Mutter war, keinen Boden mehr unter den Füßen. Sie ist ihrer Identität beraubt. Sie fühlt sich verlassen, ihr Lebensinhalt ist verloren. Das, womit sie sich jahrzehntelang identifiziert hat, ist weg. Ein Vakuum tut sich auf, und die Mütter bleiben traurig-ratlos im leeren Nest sitzen. Die Emotionen überschlagen sich. Frauen, die in solch ein Loch fallen, werden nicht selten depressiv, haben das Gefühl, ihr Leben sei zu Ende.

Am härtesten werden die Mütter mit dem leeren Nest konfrontiert, die sich ausschließlich als Familienmütter definiert haben: verheiratet, nicht erwerbstätig, mit einer positiven Einstellung zum Dienen, zur Haus- und Familienarbeit, zu persönlicher Bescheidenheit und Selbstzurückstellung, wie es in einer Untersuchung des Familienministeriums heißt. Es geht aber nicht nur Vollzeitmüttern so, sondern auch Frauen, die zwar arbeiten, sich aber doch überwiegend über ihre Mutterschaft definieren und ihre Berufstätigkeit nur als Job, nicht aber als erfüllende Aufgabe sehen.

Die Schweizer Familientherapeutin Rosmarie Welter-Enderlin sagte in einem Interview: »Die Mehrzahl der Frauen lebt immer noch mit wenig Gefühl dafür, daß ihre Rolle als Mutter zeitlich begrenzt ist. Die kommen quasi über Nacht in diese Phase, werden überwältigt davon und fallen dann meist in ein tiefes Loch. Manche werden für sich selbst unsichtbar, haben keine Identität mehr und geraten in eine echte klinische Depression.«[1]

Eine andere Variante ist, daß Mütter sich geradezu in Aktivitäten stürzen. Sie treiben plötzlich Sport, belegen Volkshochschulkurse, pflegen Geselligkeit, füllen ihr Leben mit tausend neuen Beschäftigungen, nur um sich nicht mit der Leere konfrontieren zu müssen. Aber wie bei allen Krisen ist das nur ein Verdrängen und kein Verarbeiten. Die Familientherapeutin rät: »Man sollte ruhig Trauer hochkommen lassen, von mir aus mal mit den Kindern schimpfen, daß sie einen so links liegenlassen, oder sich beim Partner ausheulen. Je mehr man diese Trauer zuläßt, desto besser geht man durch diesen Engpaß durch. Und hat dann die Chance, in der Nach-Eltern-Phase noch mal neue Perspektiven zu entwickeln, sich noch einmal neu zu definieren.«[2]

In der Regel sind Mütter, deren Kinder aus dem Haus gehen, Ende 30, Anfang 40. Heute sind Frauen in diesem Alter biologisch 15 Jahre jünger als noch vor 20 Jahren. »Um die 40« fangen sie häufig noch einmal ganz von vorne an, bauen sich etwas völlig Neues auf, erschließen sich Bereiche, mit denen sie bis dahin noch gar keine Berührung hatten. Deswegen ist diese Krise von den Möglichkeiten der Bewältigung her gut zu meistern. Wenn eine Mutter die Abschiedsphase mit den dazugehörigen Gefühlen durchlebt hat, hat sie gute Chancen, sich noch einmal neu zu orientieren.

Ein Problem ist, daß Kinder häufig im Streit gehen, was die Ablösung für Mütter noch schwieriger macht. Welter-Enderlin: »Leider gibt es noch zu viele Familien, in denen Harmonie als höchstes Gut gilt und Streit als Tod der ganzen Beziehung begriffen wird.« Doch die Familientherapeutin weiß auch: »Die schwierigsten Ablösungen sind die, wo dem Jugendlichen nichts entgegengesetzt wird, wo die Mütter wie Schilf im Wind schwanken und sich jeder verrückten Laune des Jugendlichen anpassen in der unbewußten Hoffnung, ihn zu halten. Doch wenn nirgends Grenzen sind, entsteht eine schwammige Liebesmasse, die sich wie ein Teig um das Kind wickelt, so daß es nicht mehr atmen kann. Dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich dramatisch zu lösen.«[3] Deshalb ist es wichtig für »verlassene« Mütter, sich klarzumachen, daß es nichts nutzt, Auseinandersetzungen aus dem Wege zu gehen. Gleichzeitig ist es wichtig, die Kinder wirklich loszulassen. Sonst vergibt man die Chance, irgendwann wieder bei sich anzukommen.

Ein weiteres Problem, vor das Mütter durch das Ablösen der Kinder gestellt werden, ist die Paarbeziehung. 20 Jahre lang stand das Kind zwischen Vater und Mutter und hat deren Beziehung mit geprägt, vielleicht sogar die Partnerschaft aufgelöst. Und nun sind beide wieder ausschließlich mit sich selbst konfrontiert, fragen sich, was sie einander noch bedeuten. Das führt häufig zu massiven Konflikten, manchmal zu einer richtigen Ehekrise. Welter-Enderlin: »Männer suchen oft bei einer anderen Frau Bestätigung und gründen mit ihr eine zweite Familie. Oder die Frauen, die längst nur noch aus wirtschaftlichen Gründen ausgeharrt haben, gehen nun – tragischerweise dann, wenn ihre Männer gerade den Wert der gemeinsamen Häuslichkeit entdecken.«[4]

Eine Chance für das Paar liegt darin, wenn es gemeinsam innehalten und sich fragen kann: Wie haben wir bisher gelebt? Liegen in den kommenden Jahren Dinge vor uns, die wir bisher nicht gemeinsam tun konnten? Was können wir endlich wieder unternehmen, das wir in der Kinderphase aus Zeit- oder Geldmangel immer verschoben haben?

Wenn der Partner mich verläßt

Der ideale Ehemann ist ein unbestätigtes Gerücht.

Brigitte Bardot

Ehen ohne Krisen gibt es nicht. »Es sind doch gerade die Krisen, an denen man merkt, ob eine Beziehung sich entwickelt und nicht in eingefahrenen Bahnen leblos vor sich hin dümpelt«, sagt der Hamburger Paartherapeut Klaus Niederfelder. »Wenn ich keine Krise hätte, wie wüßte ich, daß ich ein lebendiger Mensch bin?«

Trotzdem löst das Wort Ehekrise bei den meisten Paaren Angst und Verzweiflung aus, Erinnerungen an Wut und Haß, an Vorwürfe und Anschuldigungen, an Hilflosigkeit und Niedergeschlagenheit. Die wenigsten können eine Ehekrise als Herausforderung begreifen, etwas in ihrer Beziehung zu verändern, und allzuoft wird heute die Flinte bald ins Korn geworfen, statt eine Krise durchzustehen und an ihr zu wachsen.

Was macht diese natürliche Sache für die meisten zu einem Horrortrip? Warum verfallen so viele in defensive Bewegungslosigkeit statt offensiv und konstruktiv die Probleme anzugehen? Oder geben einfach auf? Die Autorin Sabine Kartte-Pfähler meint dazu: »Die Krise ist der Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht: Das gemeinsame Leben oder nur bestimmte Regeln, Gewohnheiten oder Einstellungen in diesem Leben sind für einen von beiden nicht mehr tragbar. Das Bedrohliche daran: In der Ehekrise geht es um das seelische Überleben. Tiefliegende Bedürfnisse und Sehnsüchte sind verletzt: nach Liebe, Geborgenheit, Akzeptanz, Nähe. Verborgene Ängste werden aufgewühlt: die Angst vor schmerzlichem Verlust, die Angst abzustürzen, einsam zu sein. Das Selbstwertgefühl wird ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen. Die Partner kämpfen darum, es wiederherzustellen – aber der andere soll es herstellen.«[5]

Solange die einseitige Erwartung an den anderen vorherrscht, er solle es richten, ist es kaum möglich, die Krise zu überwinden. Eine Ehekrise ist eine Chance, wenn jeder anfängt sich zu fragen, was erwarte ich vom anderen, das ich mir eigentlich selbst geben müßte? Noch verständlicher wird das, wenn man sich ansieht, warum wir auf bestimmte Partner geradezu »fliegen«. Die amerikanische Psychologin Maggie Scarf weiß: »Wir alle haben die Tendenz, uns Beziehungsmuster zu suchen, die uns wohlvertraut sind. Bei der Wahl des Partners sind wir stark beeinflußt von den Erfahrungen und Eindrücken unserer Kindheit.«[6] Wir versuchen unbewußt, Bekanntes und Wohlvertrautes weiterzuleben, auch wenn es uns damit nicht gutgegangen ist. Und insgeheim erhoffen wir von unserem Partner Erlösung.

Es gibt eine typische Entwicklung für Beziehungen. In der verliebten Phase stilisieren wir den Partner zum Märchenprinzen, bei dem nun endlich alles anders wird. So ist es natürlich nie, doch das wollen wir nicht wahrhaben. Je mehr Alltag wir jedoch leben, um so klarer wird, daß der Partner uns nicht die bedingungslose Liebe schenken kann, nach der wir uns als Kind immer gesehnt haben und die wir auch heute zu bekommen hoffen. Auch die Kränkungen der Kindheit tilgt der Partner nicht, im Gegenteil, sie werden durch unsere unbewußte Partnerwahl in der Beziehung wieder belebt. Die Realität sieht dann so aus: Je mehr die große Verliebtheit verschwindet, je nüchterner wir unseren Partner sehen, desto ent-täuschter sind wir von ihm.

Ein weiterer Denkfehler liegt nun darin, daß wir nicht nur enttäuscht sind, sondern auch davon überzeugt, der Partner sei schuld. Würde er mehr aus sich herausgehen, nicht ständig schweigen, nicht dauernd zu spät kommen, dann gäbe es keine Krisen. Wenn sich bloß der Partner ändern würde, dann käme alles ins Lot. Und wir fangen an, den Partner davon zu überzeugen, was er alles falsch macht und wo er sein Verhalten ändern muß. Das bringt natürlich überhaupt nichts, aber solange wir uns weigern einzusehen, daß wir selbst uns ändern müssen, wird die Beziehung nicht selten zum Kriegsschauplatz, wo man sich bis aufs Blut aufreibt und der Zweikampf ums seelische Überleben bis aufs Messer geführt wird.

Nun gilt es, »die Landung auf dem irdischen Boden der Tatsachen abzufedern, nachdem man als Verliebte schon meinte, den Himmel erobert zu haben«,[7] so Sabine Kartte-Pfähler. Indem wir uns immer wieder klarmachen, daß wir auf die Probleme treffen, die wir schon in der Kindheit nicht lösen konnten, und daß es nicht darum geht, daß der Partner sie für uns löst, sondern uns immer wieder damit konfrontiert, um selbst Lösungsmöglichkeiten zu finden. So gesehen ist eher ein schwieriger Partner, mit dem wir viele Probleme haben, der »Richtige« für uns. Unbewußt haben wir uns gerade diesen gesucht, damit durch ihn alte Beziehungsmuster wieder aufleben, die wir dann bearbeiten können.

Hier wird deutlich, wie groß die Chance einer Ehekrise ist. Und Paare in entsprechenden Situationen sollten sich immer vor Augen halten: Es gibt keine Sicherheit vor Krisen. Im Gegenteil, Krisen bedeuten die Chance, daß die Partner sich weiterentwickeln. Es geht wie in allen Lebensbereichen nicht darum, der Krise auszuweichen, sondern mit ihr umzugehen. Sie nicht als Katastrophe zu sehen, sondern zu sagen, jetzt sind wir wieder an einem kritischen Punkt, laß uns sehen, wer welche Probleme hat und wie wir sie lösen können. Oft geht das nur mit Hilfe von außen, denn jeder von uns ist so gefangen in seinem Programm, daß er häufig selbst nicht sehen kann, was ein Außenstehender mühelos erkennt. Besser als eine übereilte Trennung und die Enttäuschung, wieder auf den »Falschen« hereingefallen zu sein, ist es dann, mit Hilfe eines Ehetherapeuten die alten Muster durchschauen und verstehen zu lernen. Tatsache ist: Die meisten Liebesgeschichten zerbrechen an unrealistischen Glückserwartungen.

Trennungen gehören heute zum Alltag. In den Großstädten wird jede zweite, in den übrigen Regionen jede dritte Ehe geschieden. Auch Trennung bedeutet eine große Krise, und es ist hilfreich, sich einmal die Mechanismen einer Trennung anzuschauen.

Die Umstände mögen sich unterscheiden, im Kern spielen sich alle Trennungstragödien sehr ähnlich ab. Die Bewältigung der Trennung – übrigens auch in anderen Lebensbereichen – verläuft bei den meisten Menschen in vier Phasen.

Schrecklich ist das Ende immer. Genausowenig, wie es die Ehe ohne Konflikte gibt, gibt es die reibungslose Trennung voller Verständnis und geprägt von Vernunft. Denn in der Regel entschließt sich nur einer zu gehen. Der andere ist der, der noch nicht soweit ist, der überrumpelt wird, sich sitzengelassen fühlt. Vor allem beim verlassenen Partner dauert es lange, bis das innere Gleichgewicht wiederhergestellt ist. Seine inneren Wunden können erst heilen, wenn die Verarbeitungsphasen durchlaufen sind. Die Autorin Angelika Gardiner schreibt: »Die eine oder andere Stufe überspringen zu wollen, nützt gar nichts: die Seele braucht Zeit. Erst, wenn wir den Beziehungsschutt verarbeitet haben und innerlich wieder wirklich frei sind, hat eine neue Beziehung eine Chance.«[8] Aber auch der, der geht, ist vom Ballast der alten Beziehung nicht befreit. Auch er muß sich Zeit lassen, um die alte Beziehung zu verarbeiten.

Die Psychotherapeutin Doris Wolf hat in ihrem Buch »Wenn der Partner geht«[9] die vier Phasen der Trennung beschrieben:

In der ersten Phase schaltet das Gehirn auf Panik. Das darf nicht wahr sein! Was soll nur aus mir werden? Ich bin am Boden zerstört. Ich will das Geschehene nicht wahrhaben und überlege fieberhaft, wie ich den ursprünglichen Zustand wiederherstellen kann. Ich verleugne mein Verlassensein. Verleugnung ist eine ganz normale Reaktion auf eine Krise, die plötzlich über uns hereinbricht – sie schafft Zeit, Kräfte zu sammeln. Wir geben uns der Vorstellung hin, gleich wird die Tür aufgehen, und unser Partner kehrt reumütig zurück.

In der zweiten Phase nehme ich die Tatsachen endlich zur Kenntnis. Ich akzeptiere, daß ich verlassen wurde, aber es tut mir unendlich weh. In diese Phase fällt, daß ich anderen von der Trennung erzähle. Gleichzeitig mit dem Erkennen, daß der andere weg ist, und der Einsicht, daß ich ihn sicher nicht zurückholen kann, falle ich in ein tiefes Loch. Die Gefühle brechen auf. Tiefe Selbstzweifel, Angst, ohnmächtige Wut, quälende Depressionen, Haß, Einsamkeits- und Minderwertigkeitsgefühle, Hin- und Hergerissensein kommen hoch, auch Schuldgefühle. Wir fühlen uns wie abgestorben oder werden getrieben von eifersüchtigen Rachegelüsten. Begleitet werden diese Gefühle von unangenehmen körperlichen Symptomen. Diese Phase ist die schwerste und schmerzhafteste.

In der dritten Phase können wir endlich loslassen. Allmählich läßt der schreckliche Schmerz nach. Wir kommen zur Ruhe. Wir konzentrieren uns nicht mehr pausenlos auf unser Verlassensein, wir können auch wieder andere Dinge sehen, z.B. ein Buch lesen. Viele Menschen spüren nun, es war gut, daß sie/er gegangen ist, im Grunde das Beste, was mir passieren konnte. Sie können sehen, wie sehr sie sich in ungesunder Abhängigkeit am Partner festgeklammert haben und daß zu einer Trennung zwei gehören, daß auch sie Fehler gemacht haben. Und sie können anfangen, sich neu zu orientieren.

In der vierten Phase hat das Leben uns wieder. Aber nicht als die gleiche Person, sondern mit vielen neuen Erkenntnissen, mit neuer Selbständigkeit und dem erhebenden Gefühl, was wir fähig sind zu leisten. Wir fühlen uns stärker als je zuvor. Eine Trennung bewältigt zu haben, macht mutig und selbstbewußt. Das Selbstwertgefühl kehrt wieder, und wir sind nun gewarnt, denselben Fehler noch einmal zu machen. Erst jetzt sind wir auch soweit, eine neue Beziehung einzugehen, ohne daß wir uns wieder denselben Typ Partner suchen.

Diese Phasen dauern in der Regel zwei bis vier Jahre. Und wer sie nicht durchmacht, wer gleich zum nächsten Partner springt und sich wie an einen Strohhalm an ihn klammert, der hat keinen Fortschritt gemacht, sich nicht weiterentwickelt. Der muß den gleichen »Mist« beim nächsten Partner erneut durchleben.

Sahra, 38, Kauffrau

»Mein Mann verließ mich für eine Jüngere«

Es traf mich wie ein Blitzschlag, beim Aufräumen. Ich wühlte in Bergen von Papieren auf Peters Schreibtisch, und plötzlich fiel mir ein handgeschriebener Brief in die Finger. Und ein Foto. Peter unter Rosenbüschen Arm in Arm mit einer Frau. Blond. Mindestens zehn Jahre jünger als ich. Erst dachte ich, das muß eine Kollegin sein oder irgendeine Bekannte. Doch dann las ich den Brief. Liebesschwüre. Als ich den Brief zu Ende hatte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Peters Dienstreisen, die sich gehäuft hatten. Seine Besprechungen, die immer auf den Abend gelegt wurden und kein Ende fanden. Dann der komische Anruf neulich von seiner Sekretärin. Sie rief um zehn Uhr abends noch an und wollte Peter sprechen. Ich sagte: »Ich denke, Sie sind auch bei dieser Konferenz. Ist die denn schon zu Ende?« Und ihre verlegene Ausrede. Irgendwas hatte sie gestammelt, und ich dachte, wie merkwürdig, sie müßte doch eigentlich wissen, daß Peter noch nicht zu Hause ist.

Dann seine ständige Müdigkeit. Wer zehn Jahre verheiratet ist, schläft nicht mehr dreimal die Woche miteinander, klar. Aber Peter hatte in der letzten Zeit gar keine Lust mehr. Immer drehte er sich sofort auf die andere Seite und murmelte: »Bin kaputt.«