Kulissenriss - Frank Köstler - E-Book

Kulissenriss E-Book

Frank Köstler

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Beschreibung

Innere Kulissen, äußere Kulissen und das Dahinter Ein Buch über Denken, Bewusstsein, Welt und Realität. Alles ist Kulisse. Was wir denken und was wir von der Welt gezeigt bekommen. Im ersten Teil des Buches erwartet den Leser ein Tieftauchgang in unsere eigenen Gedankenwelten und -schichten beim Remote Viewing und im Alltag. Die verschiedenen Muster unseres Denkens werden detailliert besprochen und analysiert. Das Ergebnis ist klar: wir leben meist vollkommen unbewusst und in einer eigenen Welt. Aber unser Bewusstsein scheint auch in Wechselwirkung mit tieferen Schichten der Wirklichkeit zu stehen. "Es ist so ein Gefühl in uns, unbestimmt und leise, das weiß - seltsamerweise." Je tiefer wir stoßen, desto freier und offener, aber auch unkonkreter wird das Erleben des Ich. Dies mündet in der Frage: Wer sind wir? Wer sind wir hinter unseren eigenen internen Kulissen? Im zweiten Teil werden die kollektiven Gedankenwelten von uns Menschen untersucht. Diese sind weitgehend durch Dritte und medial beeinflusst. An welchen konkreten Fällen ist dies nachvollziehbar? Warum und zu welchem Zweck? Und warum findet man so viele magische Spuren und Indizien bei diesen Manipulationen? Die Antwort lautet: In dieser Welt geht alles nur um Bewusstsein. Um Sie. Ihr Denken. Um Kontrolle und Macht.

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Seitenzahl: 636

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Inhaltsverzeichnis
Kulissenriss
Inhalt
Höhlenkino
Sophie klopft an
Gesehenes Fühlen
Gedächtnisfelder in Orten
Homöopathisch jagen
Zielkontakt
Der ganz normale Wahnsinn - Ich-Verhaftung
Anderer Zustand, andere Gedanken
Liste der Gedankenarten
Alltagswahrnehmung
Pendler der Sinne
Sperrangelweit offen – die Tür zum Innenleben
Lebenssternstunden
Lauter Körpergefühle
Nutzloses Feuerwerk
Hilfspolizisten und Zirkusaffen
Das große Geheimnis - der erste Kulissenriss
Gedankenliste im Alltag
Vorahnungen und Intuition – Autobahn zu Parallelwelten?
Die gespenstische Guacamole
Es spiegelt, was sich narrt
Welt -die verschwundene Realität
Manipulierte Gefühle
Alles nur Stories?
Infiziert mit Geistesviren?
Wohnorte des Ich
Der Irre
Ehefrau gegen Geliebte und Heilige gegen Schlampe – alle da
Viewermund tut Wahrheit kund
Evolution der Gefühle
Virtuelles Erleben und echte Angst
Der Riss im Karton – die Geisterzahl zwischen Diesseits und Jenseits
Transhumanismus – Die technische Kulisse
Remote Viewing und Reinkarnation – Ego Kulisse erweitert
Das gefälschte Informationszeitalter
Demokratie 2.0 - Orwell’s Welt im Anmarsch
Magisch-mediale Manipulation
Costa Concordia – Europas Untergang - ein rituelles Verbrechen?
Übereinstimmungen zwischen Concordia und Titanic
Die echten War Games - Weltuntergang vertagt
Der Spielfilm „2012“ und seine Vorhersagen
Serien, Synchronizitäten, Echo-Effekte
Turmbau zu Babel in Straßburg - Entzweiung reloaded
Die Einheit Europas verglüht am Himmel – Sojus und Kometen
Atomexplosion im Schlangenkopf des Vatikans mit Jesus als Reptil
Der Economist und die Anschläge von Paris – vorausgesagt und eingetroffen
ISIS spielt Fußball
Missbrauchte Runen als Massenmanipulator
Ausweispflicht mal anders - der internationale Attentäterausweis
Als Trottel verhöhnt und in die Irre geführt - Charlie Hebdo
Licht ist, Dunkelheit entsteht
Transformation: Gold->Geld->Energie->Bewusstsein
Die taktische Lage im Feldherrenzelt
Das lebendige interagierende Universum – Burkhard Heim
Nachwort
Anhang
Gedächtnisfelder und dezentrales Bewusstsein
Buch- und Medienempfehlungen.
Empfehlungen auf youtube:
Bildrechte:
Genauer Wortlaut der verwendeten Zitate
Für neueste Informationen (Stand 2020)
Die Bar am Ende des Universums

Frank Köstler

Kulissenriss

Innere Kulissen, äußere Kulissen und das Dahinter

Remote Viewing und das Phänomen der Wahrnehmung

Für Dich,

Held und Sammler des Ganzen.

Mach' weiter.

Und für Jonas.

Vom selben Autor erschienen bei AAA:

Geheimnisse des Remote Viewing

Verdeckte Ziele

Der verborgene Plan

Alltägliche Wunder

Frank Köstler

Kulissenriss

 

Erstauflage 2020

© Ahead and Amazing Verlag, Ostenfeld 2020 

Alle Rechte vorbehalten.

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

 

Titelseite:

Gestaltung: Frank Köstler

Lektorat: Antonia Féret  

Layout: Frank Köstler  

Alle Bildrechte beim Autor, wenn nicht anders angegeben 

ISBN (Print): 978-3-95990-002-7  ISBN (Epub): 978-3-95990-502-2

Ahead and Amazing Verlag, Jelinski GbR, 

Magnussenstr. 8, 25872 Ostenfeld

www.aheadandamazing.de    

www.rv-akademie.de

Die Menschen sitzen in engen Reihen, dicht bei dicht im schummrigen Zwielicht. Selbstvergessen und regungslos starren sie mit bleichen grauen Gesichtern gebannt auf die bunte Bilderleinwand vorne.

Ihre Köpfe werden bedacht. Lauter viele verschiedene fremde Gedanken. Sie denken an alles, sind überall, nur nicht bei sich.

Vorne, im gleißenden Licht, werden die Dramen inszeniert.

Sie erzählen von Unfällen, Finanzproblemen, Schiffsunglücken, Wahlen, Krieg und Terror. 

Und die Menschen denken, sie denken und werden doch nur gedacht.

So geht das nun schon lange Zeit.

Bis mit einem lauten „Ritschsch“ ein Teil des Bühnenbildes einreißt. 

Viele zucken erschrocken zusammen.

Dahinter ist es hell.

Die Sonne scheint.

Lichtstrahlen fallen herein. Sie suchen, greifen nach den Menschen.

Außen wird innen und innen wird außen. 

Es findet sich. Verschmelzung.

Der Jahrtausende alte Bann bricht.

Einige reiben sich ungläubig die Augen, so, als würden sie aus einem langen Schlaf erwachen. Aus dem Durchbruch wird der Durchblick.

„Es war alles nur ein Theaterstück“, sagt einer.

„Ich hatte das völlig vergessen“, antwortet der andere.

„Ich war völlig darin versunken“, ein Dritter.

Die Trance ist vorüber.

Kulissenriss.

Deutsche Bücher, Hörbücher und Videos über Remote Viewing bei AAA:

Geheimnisse des Remote Viewing, Frank Köstler, AAA, 2002, 224 S.

Verdeckte Ziele, Frank Köstler, AAA, 2003, 220 S.

Der verborgene Plan, Frank Köstler, AAA, 2006, 350 S.

Alltägliche Wunder, Frank Köstler, AAA, 2010, 350 S.

Kulissenriss, Frank Köstler, AAA, 2020,420 S.

Tanz der Dimensionen, Manfred Jelinski, Kopp-Verlag, 2000, 400 S.

AAA, Überarbeitung 2008, 420 S.

Schatzsucher der Matrix, Guido Schmidt, AAA, 2004, 192 S.

Remote Viewing – das Lehrbuch Teil 1, AAA, 2001, 220 S.

Remote Viewing – das Lehrbuch Teil 2, AAA, 2003/08, 210 S.

Remote Viewing – das Lehrbuch Teil 3, AAA, 2004, 230 S.

Remote Viewing – das Lehrbuch Teil 4, AAA, 2007, 290 S.

Schritte in die Zukunft, Manfred Jelinski, AAA, 2002, 220 S.

Die Bar am Ende des Universums, 1. Anflug 2003, AAA, 220 S.

Die Bar am Ende des Universums, 2. Anflug 2007, AAA, 270 S.

Die Bar am Ende des Universums, 3. Anflug 2011, AAA, 250 S.

Die Bar am Ende des Universums, 4. Anflug 2015. AAA, 260 S.

Die Bar am Ende des Universums, 5. Anflug 2019. AAA, 282 S.

Remote Viewing - Forschungen, Erkenntnisse, Anwendungen ..., Manfred Jelinski, AAA, 2015, 235 S.

Sportwetten mit Remote Viewing, Manfred Jelinski, AAA, 2009, 170 S.

Bilokation und Herausführung, Manfred Jelinski, AAA, 2019, 155 S.

Das Ende aller Geheimnisse, Video, AAA, 1997, ca. 80 min.

Erkenntnisse aus dem Unsichtbaren, Video, AAA, 1998, ca.150 min.

Die Grauen in Louisas Landschaft, Manfred Jelinski, RV-Roman, AAA, 2011, 240 S.

Was ist und wie funktioniert Remote Viewing?, Manfred Jelinski, Hörbuch, AAA, 2018, 71 min.

Remote Viewing - was können wir damit erreichen? Manfred Jelinski, Hörbuch, AAA, 218, 73 min.

Erhältlich über den Buchhandel und den 1. Remote Viewers Store www.remoteviewing.de

Inhalt

Innere Kulissen - Im Karton

Höhlenkino

Sophie klopft an 

Gesehenes Fühlen

Gedächtnisfelder in Orten

Homöopathisch jagen 

Zielkontakt

Der ganz normale Wahnsinn – Ich-Verhaftung

Anderer Zustand, andere Gedanken

Liste der Gedankenarten

Alltagswahrnehmung

Pendler der Sinne

Sperrangelweit offen – die Tür zum Innenleben

Lebenssternstunden

Lauter Körpergefühle

Nutzloses Feuerwerk

Hilfspolizisten und Zirkusaffen

Das große Geheimnis – der erste Kulissenriss

Gedankenliste im Alltag

Vorahnungen und Intuition – Autobahn zu Parallelwelten?

Die gespenstische Guacamole

Es spiegelt, was sich narrt

Welt – Die verschwundene Realität

Manipulierte Gefühle

Alles nur Stories?

Infiziert mit Geistesviren?

Körperliche Wohnorte und Umzugsangebote

Der Irre

Ehefrau gegen Geliebte und Heilige gegen Schlampe – alle da

Viewermund tut Wahrheit kund

Gefühle bei der Hand genommen

Virtuelles Erleben und echte Angst

Der Riss im Karton

Transhumanismus – Die technische Kulisse 

Remote Viewing und Reinkarnation – Ego Kulisse erweitert 

Äußere Kulissen – aus dem Karton – das Pflaster platzt

Das gefälschte Informationszeitalter

Demokratie 2.0 – Orwells Welt im Anmarsch

Magisch-mediale Manipulation

Costa Concordia – Europas Untergang – ein rituelles Verbrechen?

Übereinstimmungen zwischen Concordia und Titanic

Die echten War Games – Weltuntergang vertagt

Der Spielfilm 2012 und seine Vorhersagen

Serien, Synchronizitäten, Echo-Effekte

Turmbau zu Babel in Straßburg – Entzweiung reloaded

Die Einheit Europas verglüht am Himmel – Sojus und Kometen

Atomexplosion im Schlangenkopf des Vatikans mit Jesus als Reptil 

Der Economist und die Anschläge von Paris – vorausgesagt und eingetroffen

ISIS spielt Fußball

Missbrauchte Runen als Massenmanipulator

Ausweispflicht mal anders – der internationale Attentäterausweis

Als Trottel verhöhnt und in die Irre geführt – Charlie Hebdo

Licht ist, Dunkelheit entsteht

Transformation: Gold->Geld->Energie->Bewusstsein

Die taktische Lage im Feldherrenzelt

Burkhard Heim – das lebendige interagierende Universum

Nachwort

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Anhang

Zentrales oder kollektives Bewusstsein

Gedächtnisfelder

Buch- und Medienempfehlungen

Bildrechte

Genauer Wortlaut der verwendeten Zitate

Höhlenkino

Wer im einleitenden Text zu Beginn dieses Buches eine moderne Form von Platons Höhlengleichnis entdeckt, mag zu Recht den Kern des Geschehens auf den folgenden Seiten vorausgeahnt haben.

Dieses ganze Buch dreht sich in seinen Darstellungen um jahrtausendealte Gedanken antiker Philosophen und endet mit moderner Physik. Schon Platon stellte fest, dass es uns unmöglich ist, die „wahre“ Realität zu erfassen, da wir sinnenbasiert wahrnehmen. Wir sehen also nur „Schatten“ wie er sich ausdrückte und niemals die Objekte selbst. Was bei ihm die Schattenwelt inmitten der Höhle war – ich spreche hierbei von unserer tagtäglichen „Realität“ – ist für einen modernen Physiker des 20. Jahrhunderts (Burkhard Heim) der so genannte „Erlebnisraum“. Er würde vielleicht ausdrücken, dass wir statt „Schatten“ „Ableitungen“ wahrnehmen. Umgangssprachlich würde man vielleicht einfach sagen, Energien und Informationen aus anderen Dimensionen finden hier ihren materiellen Ausdruck. Ein Hinduist spricht von der großen „Maya“. Neuzeitliche Kinofilme nennen es „Matrix“. Man nennt es auch Diesseits und Jenseits, in der Dualisierung des westlichen Weltbildes wird es leider fehlerhaft schnell zu "Realität" und "Fantasie" verzerrt – und beide müssen sich dann natürlich auch gegenseitig ausschließen. Dass unsere Dimensionen, Diesseits und Jenseits, Materieraum und Energieraum, dichtere und lichtere Welten sich gegenseitig ergänzen können, ist wohl eher ein Teil der Lösung (Polarität der Ebenen).

So geht es auf jeder einzelnen Seite dieses Buches immer nur um die illusionäre (oder kulissenhafte) Natur unseres Daseins im Hier – und das ganz handfest und praktisch. Im ersten Teil des Buches um die Illusion unseres Ich, das uns bedenkt. Hier betrachten wir unsere Gedanken. Das habe ich an die Erscheinungsweise der verschiedenen Gedanken in Remote Viewing Sessions angelehnt, was für den Leser den Vorteil hat, hier auch einen praktischen Zusatzeffekt für die eigenen RV Sessions herausziehen zu können. Es ist die Kulisse unseres für eigen gehaltenen Ichs, das wir nach und nach wie von extern betrachten können.

Der zweite Teil des Buches ist der Illusion des Außen gewidmet. Also der Kulissenhaftigkeit unserer scheinbar so unumstößlichen Realität da draußen. Das ist, als wollte man vom Dies- auf das Jenseits rückfolgern. Wie das gehen soll?

Genauso, wie in dem Kinofilm „Matrix“ eine Störung im Programm (durch eine laufende Katze ausgedrückt), Neo auf- und bemerken lässt, in einer Art Kulisse zu sein, so betrachten wir im zweiten Teil des Buches eben genau solche Störungen – Risse in der Kulisse. Es sind die Serien – Wiederholungen im Weltgeschehen – oder auch seltsame Sinnzu­sammen­hänge (Synchronizitäten). Wenn Sie gegen Ende des Buches ein tiefes Gefühl in sich tragen, dass hinter unserer Welt alles perfekt geordnet und verbunden ist, vieltausendfach verwoben, unendlich strukturiert und für uns Menschen in seiner spiegelhaften Vielgestalt verborgen bleibt, freue ich mich. Dann haben diese Zeilen hier ihren Zweck erreicht: Neugier wecken, staunen lassen, weiterforschen wollen, Initiative wecken, inspirieren.

Kurz gesagt also, werden die Kulissen des „Ich“ und des „Es“ behandelt.

Es liegt in der Natur der Sache, dass es bei diesem Thema keine Lösung im eigentlichen Sinne geben kann. Warum? Weil Facetten des Phänomens Leben behandelt werden. Wir betrachten einfach brillante Erscheinungsweisen des Seins – wie sollte es Lösungen geben, wo seit Jahrtausenden das Mysterium Leben waltet?

Es ist.

Immer weiter, immer länger – ewig.

Und spielt.

Mit den Erscheinungsweisen der Natur, durch Dimensionen hindurch, bis hierher, in die dichte Materie hinein.

Und wir, Sie, ich, mittendrin.

Und ich sage es Ihnen gleich, es ist wie in Brechts Theaterstücken:

Das Buch endet, wie es hier begann. Nach einer Expedition durch die Kulissen sitzen Sie genau wie jetzt da. Inmitten dieser Staffage aus Materie. Das Buch in der Hand. Wie jetzt.

Aber um ein paar Gedanken darüber reicher.

Sophie klopft an

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,

die sich über die Dinge ziehn.

Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,

aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,

und ich kreise jahrtausendelang;

und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm

oder ein großer Gesang.

Rainer Maria Rilke

Ich bin noch heute – 17 Jahre nach meiner ersten Remote Viewing Session – damit beschäftigt, das Erlebte aufzuarbeiten. Ganz im positiven Sinne.

Es war der Beginn einer sehr abenteuerlichen Zeit. Denkweisen wurden aufgebrochen.

Vieles ist wert, weitergegeben und festgehalten zu werden. Ich möchte und kann auf den nachfolgenden Seiten nichts beweisen. Mein Ziel war immer, zu inspirieren und Menschen zu neuen Gedanken und Sichtweisen anzuregen.

Rückbetrachtet waren weniger die kuriosen Erlebnisse selbst in den Sitzungen so bahnbrechend, auch nicht das Zerbrechen unseres alten Weltbildes. Das alles war sehr abenteuerlich und Teil der letzten Jahre, aber hatte einfach seine Zeit.

Was mich bis heute nicht losließ, waren die Ableitungen der sich aus den Ergebnissen stellenden Fragen:

1. Was passiert in einer Remote Viewing Session?

2. Warum funktioniert Remote Viewing?

3. Wie könnte man die Effekte besser aufdecken und erklären?

4. Wo leben wir wirklich? Was ist Realität? Wer oder was fühlt?

Wer sind wir? Wem sind unsere Gedanken? Und viele Fragen mehr.

Das hört sich vielleicht langweilig an, vielleicht auch überspannt, theoretisch oder kopflastig. Ist es aber nicht, wie dieses Buch beweisen wird. Und: Ich glaube, es gibt jetzt einen echten Durchbruch. Deshalb auch der Buchtitel „Kulissenriss“.

Wenn ich heute eine Zukunftssession auf ein Target in 2,3 Monaten oder Jahren mache, und die Ergebnisse stimmen später überein, dann mag das toll erscheinen, ist aber sehr problematisch, weil es nicht in unser Erleben passt. Ins Mainstream-Weltbild schon gar nicht. Und noch heute habe ich dabei das Problem ähnlich der Kreisquadratur. Ja, ich kenne die Theorien der Vielwelten, die als Erklärung für Präkognition herhalten könnten und so weiter. Aber es bleibt mir – letztlich – unfassbar. Wir können doch nicht vorher wissen, was nachher passiert. Da sträuben sich mir noch immer die Haare. Unsere Wahrnehmung von Leben funktioniert nicht mit einem „umgekehrten Zeitpfeil“. Alles, was wir zu wissen glauben, widerspricht dem.

Aber ist dieser Widerspruch ein schlagendes Argument? Ist dieses Fühlen verlässlich? Kann Realität tatsächlich in Wirklichkeit nur in eine Zeitrichtung funktionieren, nur weil wir derart wahrnehmen? Wohl kaum.

So führten diese Erfahrungen zum Beispiel zur Frage nach der Realität: In welcher Realität lebe ich, wenn ich im Geist Zeitsprünge machen kann? Hüpfe ich dann auf einem gedachten Zeitpfeil in die Zukunft und bringe die Ergebnisse "nach Hause" in die Gegenwart?

Oder aber lebe ich inmitten einer vieldimensionalen Welt und reise in eine Art "Gedanken-und-Schöpfungs-Jenseits" und hole dort die momentan möglichsten Ergebnisse eines Schöpfungsprozesses, der sich letztlich nur hier in dieser Ebene manifestieren kann und nur hier ausgelebt wird?

Oder sollten die Ergebnisse sogar aus einer von unzähligen von meinen Ichs in Vielwelten gelebten Realitäten hierher geholt werden?

Auch dieses führte in den nächsten Jahren zu einem "Schweinsgalopp" durch die Themen Zeit, Materie, Wahrnehmung, Bewusstsein und auch viele andere alternative und die Welt erklären wollende Sichtweisen. Remote Viewing spielte darinnen eine zentrale Rolle.

Was passiert in einer Session? Eine Kurzzusammenfassung für alle, die die vorigen Bücher nicht kennen.

In einer RV Session schwingen sich der/die Teilnehmer auf das Ziel (Target) ein. Je nach Schwingungsfähigkeit des Viewers, gerät er in Resonanz mit dem Zielgebiet. Je besser dieser Prozess läuft, umso besser die Ergebnisse. Ergebnisse entstehen durch den Austausch und Fluss der Informationen zwischen einem als "außen" angenommenen Informationsfeld ("außen" in Klammern, da dreidimensionale Lokalisierungen in Mehrdimensionsmodellen nur begrenzt Sinn ergeben) und dem Gehirn des Viewers "hier". Dies alles läuft zum Großteil gedanklich ab. Nach außen treten Informationen nur durch Aufschreiben des Viewers und einige Formulierungen (Wörter und Zeichnungen). Das innere Erleben ist viel facettenreicher. Vieles kann nicht ausgedrückt werden, weil es zu "groß", "vage gefühlt", flüchtig oder "unausgepackt" daher kommt. Jede Konkretisierung in Form von Wort oder Schrift oder Einschreiten des Monitors bedeutet auch immer einen "Abriebprozess" und eine Unschärfe – selbst wenn man ins Detail geht. Ein Stück weit haben PSI Informationen eben die Eigenart letztlich nicht "festnagelbar" zu sein.

Hier hilft die Heisenbergsche Unschärferelation zur Erklärung ein kleines Stück weiter. Sie besagt, vereinfacht ausgedrückt, dass die Messung eines Teilchens umso genauer ist, je kürzer die Wellenlänge. Aber je genauer wir messen, umso verschwommener wird unser Wissen über seinen Impuls. Genau das erinnert mich zum Beispiel an das "Nachfassen" von Daten in RV Sessions durch den Monitor. Während der Viewer im Datenfeld schwimmt, alles an ihm vorbeifließt, ähnlich den bildlich, zwanglosen Gedanken vorm Einschlafen, hakt der Monitor an einem Detail herum (was den Viewer schon sehr oft stört). Er will ein Detail genauer wissen und "geht hier in die Tiefe", während die Qualität der Daten exponentiell abnimmt (oft bei gleichzeitiger scheinbarer "Detailfülle"). Der Fluss wird abgebrochen, dann auch der Zielkontakt geringer.

Heisenberg und RV Daten bildlich ausgedrückt, könnte man sagen:

"Entweder weiß man, wo man ist, aber nicht, wohin man geht, oder

man weiß, wohin man geht, aber nicht, wo man ist."

Dies ist ein Satz, der quantenphysikalische Prozesse beschreibt. Dafür habe ich ihn bis hierhin auch benutzt. Nun versuchen Sie bitte einmal, diesen psychologisch zu fühlen, zu verstehen, zu interpretieren.

Denn er beschreibt auch sehr genau die Stimmungslage und das Empfinden eines Viewers in weiten Teilen einer Session. Jedenfalls solange, wie kein Vollkontakt zu Stande kommt. Der Viewer ist mal örtlich, mal zeitlich, mal gefühlt unterwegs. Er ist selbstvergessen, fasziniert, sieht ein Detail, weiß nicht wohin es gehört, ihm auch egal, es ist wunderbar blau, "so blau, oh was für ein blau" und schreddert, mal quer durch Elemente des Zielgebietes. Dabei hat er manchmal auch eine Ahnung davon, wo er ist, manchmal zieht ihn was an, aber er weiß nicht wo er ist. Das ist Unschärferelation pur! RV ist Telepathie mit Informationsfeldern.

Meiner Erfahrung nach ist hier sehr viel Einfühlungsvermögen des Monitors angebracht, wann man einen Viewer unterbrechen und leiten kann, und wann man lieber den Gedankenstrom des Viewers aufnimmt und nur darauf achtet, dass Daten auf dem Blatt landen. Denn vielen Viewern wird das lästig, es ist viel schöner im Informationsfeld zu schweben, sprich in Resonanz damit zu bleiben, und sich gehen zu lassen.

Bevor ich mich also in weiteren Detailschilderungen verliere, war das das perfekte Stichwort: Die Resonanz eben.

RV funktioniert, weil wir geistige Wesen sind und in Verbindung mit geistigen Schöpfungsebenen, die unsere Realität, also diese 3D Welt hier, formen. Materie ist gefrorenes Licht, formulierte Einstein. Die Objekte dieser Welt hier also erstarrtes Licht. Da Licht Energie ist und einen Impuls hat, könnte man vielleicht auch "in Form gebrachte Absicht oder Intention" formulieren. RV schlägt also eine Brücke zwischen Hier und Dort. Ich schreibe dies so generell, da uns hier eine Menge an unterschiedlichen Konzepten begegnet, sobald wir konkretisieren wollen. Verschiedene Interpretationen vom Jenseits oder vielen Dimensionen oder morphischen Feldern.

Religiös könnte man sagen, wir haben eine Verbindung zu den Absichten eines Schöpfers (indisch: Brahma, als Schöpfer, "träumt" unsere Welt), computertechnisch wären wir mindestens in Verbindung mit dem Programmcode dieser Welt (dieses erschien mir in den letzten Jahren als neutralste Variante, weshalb ich im "Verborgenen Plan" darauf einging. Und das Wort „mindestens“ habe ich gebraucht, weil auch der Programmcode einen Schöpfer hat).

Physiker wie Heim würden vielleicht sagen, dass wir in einer vieldimensionalen Welt die "lichteren" Bereiche bereisen, wobei auch er mehrere Konzepte zwischen denkendem Schöpfergott und den Abstufungen des freien Willens in den untergeordneten Dimensionen (also uns) offen ließ. Literarisch könnte man den Jugendroman "Sophies Welt" anführen, in dem der Autor in Kontakt mit seiner Protagonistin im Buch steht und aus Sophies Perspektive heraus schreibt. Und das Wunder geschieht: Sophie sprengt die ihr vorgegebene Rolle als Statist und kann sich in der Interaktion mit dem Autor Mitbestimmung – Willensfreiheit – erarbeiten. Sie als erdachtes Produkt mit vordefiniertem Leben wird sich eines eigenen Willens bewusst und verschafft sich Gehör bei ihrem Schöpfer, was sie letztlich „befreit“. Die Wahrheit des Romans ist aber auch: Sophie und Schöpfer – also Autor – waren immer eins.

Zurück zum Generellen würde ich sagen, wir erhalten mit RV Informationen aus einem Bereich, der unseren hier einerseits dirigiert und andererseits verwaltet, wie wir ihn auch mit Gedanken speisen. Ich komme immer mehr zu der Einsicht, dass auch bei uns Schöpfung, Schöpfer und Geschöpfe in einem resonanten Prozess miteinander verbunden sind.

"Wir suchen, was uns sucht."

Das drückt einen fragilen Wechselprozess zwischen diesem Schöpfer und Geschöpfen aus. Wechselprozesse müssen jedoch immer auf Kommunikation beruhen. Ohne Kommunikation kann es keinen Prozess geben. Geht nicht.

Kommunikation ist der Austausch von Information. Vielleicht aber wechselt Information gar nicht den Ort, das Bewusstsein oder den Status, sondern wird einfach in neuer Spielart nur ständig neu erlebt, während sie immanent und konstant vorhanden ist. Eines der berühmtesten hinduistischen Mantren verweist auf diesen Zusammenhang. Es lautet:

„Om namo narayana.“

Es besagt, dass Gott in allen Wesen und im gesamten Kosmos ist

und alles aus ihm gemacht ist.

„In dem Alles ist, aus dem Alles ist.“

In diesem Fall ist die gesamte Schöpfung und der Schöpfende ständig gegenwärtig in uns vorhanden und es ist auf eine Frage des Wiedererlebens und unserer Schwingungsfähigkeit reduziert, ob wir Informationen dessen erhalten können. Oder anders gesagt – wie in einer Remote Viewing Session – fähig sind, in Resonanz, Gleichklang, Harmonie mit dieser Energie zu kommen.

Wenn wir in Kontakt mit dem Schöpfer, der Schöpfung oder dem Großen Ganzen stehen, wann sind diese und auf welche Art in unserem Bewusstsein fassbar oder bemerkbar?

Jetzt sind viele Begriffe neu aufgetaucht, die ich erst eingrenzen möchte:

Die Schöpfung umfasst logischerweise die Geschöpfe, also Menschen und Tiere. Ich gehe in den Betrachtungen hier davon aus, dass Schöpfung auf Intention und Bewusstsein beruht, also müssen konsequenterweise auch alle ihre Produkte, die Geschöpfe, beseelt sein und Bewusstsein in sich tragen. Bei Menschen und Tieren erscheint uns dies spontan logisch. Ich meine hier aber tatsächlich alles Physische. Steine, Wasser, Pflanzen, Sonnenstrahlen, Gedanken (ja, Gedanken sind physisch).

Unsere Erde und „normale“ 3D Realität ist nur ein Ausschnitt dieser Schöpfung. Sämtliche andere Dimensionen, lichtere oder düstere Welten und ganze Universen gehören ebenso hierzu. Ich schreibe hier von Dimensionen. Sie werden also diese nicht in unserem Universum finden, so unendlich dieses sein mag. Erahnen Sie, welche Fülle sich darin verbirgt?

Warum schreibe ich all dies?

Wegen eines kleinen Details dabei.

Zwischen uns, die wir seit Anbeginn etwas suchen und der allmächtigen Intelligenz des Ganzen besteht, wie geschlussfolgert, eine Informationsmöglichkeit.

Dazwischen kann es ganze Ebenen von Realitäten geben, die sich bis zu uns immer weiter in Materie verdichten. Altes Wissen gründet in der Annahme von zahllosen Welten, die sozusagen hierarchisch aufgebaut über und ineinander lagern und von oben nach unten verwaltet werden und organisiert sind. Da ist viel Platz für Wesenheiten von Gut bis Böse, lichterer oder materieller Bauart, Engel, Dämonen und viele weitere Lebensformen.

Auch viele Remote Viewing Ergebnisse legen die Gedanken von Vielwelten und unzähligen Wesenheiten, die man hier der reinen Fantasie zuordnen würde, nahe. Die Erde ist in dieser Weltenstruktur sehr weit „unten“, wird also von zahllosen Kräften bestimmt, die teilweise auch gegensätzlich sind und sich folgerichtig in unserer Realität hinsichtlich ihres Wirkens abbilden. Ob diese auch tatsächlich im Widerstreit stehen wird dabei zu untersuchen sein.

Über Jahrtausende wurde es jedenfalls in Sagen, Märchen, Gleichnissen, Symbolen und Heldensagen so kolportiert und weiter gegeben.

Für die Möglichkeit einer Kommunikation gibt es damit viele Möglichkeiten:

1. Wir können in Kontakt mit diesen Dimensionen und Kräften kommen, denn sie sind wie wir ein Teil der Schöpfung und damit informatorisch anzapfbar.

2. Wir sind ein direkter Teil des Ganzen und deshalb direkt verbunden. Es gibt hierbei keine eigentliche Trennung zwischen dort und hier, uns und ihm, innen und außen. Das All-Es ist holografisch strukturiert und ist selbst Spiegel jedes Details. Wir sind ein Teil, wie wir andererseits individuell sind. Wir als Teil des Ganzen sind Teil von Allem, was von uns als außen oder andere Wesenheit wahrgenommen wird ist eine Erfahrung unserer selbst. Wir erleben uns in Großteilen individuell, sind jedoch auf dem Grund unseres Seins eine zusammengesetzte, holografische, vielfältige, alles beherbergende Ganzheit. Sehr schwer zu verstehen und nur in Gleichnissen fassbar.

3. Es gibt eine Trennung und die durch Bewusstsein erlebten Informationen „reisen“ tatsächlich von den Wesen hin in „Felder“ hinein, wie diese auch von den Feldern in die Wesen zurückfließen können. Wir kommunizieren dann weder mit dem Gott persönlich oder einem wesenhaften Großen Ganzen oder anderen mit Kreaturen stofflicher oder feinstofflicher Welten, sondern mit den „geistigen Fußabdrücken“, den diese hinterlassen haben. Mit ihren als Information abgelegten Bewusstseinsechos. Vielleicht vorstellbar als eine riesige Blase von Bewusstsein, im Kern also Information, gebaut aus individueller Erfahrung. Ein Sammelbecken von Erlebtem. Zeitlos, raumlos, allumfassend und allgegenwärtig.

Dazu würde passen, unser Dasein in einer physischen Realität zu verorten und diese Intelligenzen hauptsächlich in feinstofflichen bis nichtphysischen. Dann muss es Transkriptionsprozesse geben. Wenn wir eine Eingebung haben, muss sie zu uns gereist und übertragen worden sein. Oder aber, wir haben diese aus unserem eigenen Urgrund geschöpft, weil ein Teil von uns diese Eingebung ist.

Eines ist sicher: Irgendwoher muss Information stammen. Nichts ist grundlos da. Also hat alles was da ist, eine erste Ursache oder Entstehungspunkt.

Also muss jeder Gedanke, jeder Einfall, jede Phantasie, jede Geisteskonstruktion einen Ursprung haben.

Welchen? Wo ist dieser?

Auch das wird zu untersuchen sein. Und dabei wird uns die Untersuchung von Gedanken bei Remote Viewing Sitzungen und im Alltag eine wertvolle Hilfe bieten.

Vorab: Wenn wir nach dem Ursprung von Dingen suchen, unterteilen wir nach innen und außen. Der Ursprung von jederlei Ding zum Beispiel, einem Tisch, einem Baum, der Erde, uns Menschen äußerlich oder Gedanken, Gefühlen, Einfällen innerlich. Also wird auch diese Grundunterteilung hier im Buch eingefügt. Innere und äußere „Schalen“ und tiefere Schichten.

Ein Gedanke oder Impuls entsteht vielleicht tief in uns selbst, in einem kreativen Prozess von Chaos und Ordnung und einer neu gefundenen Balance auf dem Urgrund unseres individuellen Bewusstseins.

Landläufig würden wir den dann, einfach mal so rausgehauen, als Fantasie bezeichnen.

Doch selbst dann müssen wir konsequenterweise fragen: Woher kommt die Fantasie? Ist diese ein Zufallsprodukt?

Carl Gustav Jung beschrieb diese Frage einmal in folgendem Zitat:

„Ich möchte niemand anderem einen Weg vorzeichnen, denn ich

weiß, dass mir der Weg von einer Hand vorgeschrieben wurde, die

weit über mich hinausreicht.“

Oder ist ein Gedanke das Ergebnis eines Einschwingungsprozesses ähnlich einem Radio? Wir sind nur fähig, das zu denken, im Sinne von empfangen, was wir in Resonanz wahrnehmen können? Wir sind nicht Erschaffer oder Eigentümer von Gedanken, sondern sind nur fähig, diese auf Basis unseres Seins aus dem Großen Ganzen auszulesen. Alles ist bereits gedacht und wir können, je nach individuellem Programm in uns selbst, je nach persönlichen Filtern, Fraktale davon empfangen? Wir sind immer verbunden und haben unsere persönliche „Standleitung“, die uns „denken lässt“.

Es wird also spannend.

Verfolgen wir die erste „Erschaffertheorie“, dann sind wir tief in unserem Gehirn, bei sich gegenseitig befeuernden Gehirnzellen. Da diese einen „Trigger“ benötigen, wäre dies das die Zellen dirigierende Bewusstsein. Bewusstsein wäre zu definieren. Ist es ein Teil eines Kollektivs oder ein individueller Aspekt – oder beides?

Würden wir uns für einen äußeren Impulsgeber mancher unserer Gedanken entscheiden und die „Empfängertheorie“ verfolgen, dann sind wir bei Engeln, Gott, der Matrix, Gedächtnisfeldern und so weiter. Diese tragen Bewusstsein und wir zapfen es an. Wir sind hier quasi ferngesteuert.

Es ist, wie weiter oben bereits skizziert, die Frage danach, ob wir holografisch verbunden sind, wir also alles sind und in uns haben oder ob wir in Kontakt mit externen Ebenen stehen.

Jetzt hat man Eingebungen nicht nur bei Remote Viewing Sessions, sondern auch sehr oft im Alltag. Sensible Menschen bemerken Energien oder mit Informationen aufgeladene Objekte oder Orte öfter, als ihnen lieb ist.

Untersuchen wir also die verschiedenen Interaktionen von Geist miteinander. Zwischen Menschen und Orten oder Menschen und Menschen – immer kommuniziert Bewusstsein.

Sei es in der Interaktion der Menschen miteinander oder an verschiedenen Orten.

Davon handeln die beiden nächsten Kapitel.

Warum dieses Kapitel nun „Sophie klopft an“ heißt?

1. Sie fangen an ein Buch oder eine Geschichte zu schreiben und stellen fest, dass die Personen ein Eigenleben entwickeln. In Ihnen selbst. Die wollen wissen, wie alles weitergeht mit Ihnen.

2. Sie lesen das Buch von Jostein Gaarder „Sophies Welt“. Da geht es um diesen Fakt aus Sicht der Romanfigur und die Interaktion mit dem, der sie denkt. Also sozusagen dimensionsübergreifend.

Sophie sucht eben auch, was sie denkt und der Autor wird sich ihrer auch langsam bewusst.

Es ist ein gegenseitiger Wahrnehmungs– und Bewusstwerdungs­prozess.

Das Buch und die Realität, in der Sie gerade dieses Buch halten.

Gesehenes Fühlen

Die ganze Sinnenwelt strebt danach zu sein wie die Ideenwelt, vermag

es aber nicht, sondern bleibt dahinter zurück.

Platon

Unser Leben ging weiter und wir bemerkten, wie auch im Alltag ein neues Erleben und Wahrnehmen eintrat. Erst verlor der sonst allgegenwärtige Verstand etwas an Oberhand, dann trat ein Vertrauen in das eigene Wahrnehmen über die Diktionen der zur Ordnung rufenden Rationalität. Es gab kein „es kann nicht sein, was nicht sein darf“ mehr. Vor dem Urteil wurde immer wieder versucht, zu prüfen und sich selbst zu glauben. Telepathie wurde alltäglich, blieb bis heute jedoch spontan und ließ sich nie erzwingen. Als Grundlage vermuteten wir Liebe, Gleichschwung und Offenheit. Aber das blieb nicht auf die Beziehung begrenzt.

Das Leben verlagerte sich in gedankliche, geistige Bereiche hinein. Immer öfter geschah es mir, dass ich die "Gedanken lesen" konnte, während ich mit Menschen sprach. Damit meine ich kein wortwörtliches "Lesen" sondern eine ganze Palette von Erleben. Man weiß zum Beispiel wann und sobald das Gegenüber lügt (Nur was will man sagen?) oder ich bekomme ein Bild, während jemand an mich denkt, mein Bauchgefühl ist wahnsinnig angewachsen und leitet mich. Mal kann ich zwischen den Zeilen eines Emails lesen, mal erzählt mir eine weggeworfene Plastiktüte etwas über den Besitzer, mal bekomme ich einen Gedanken oder Gefühl ab, wenn ich einen persönlichen Gegenstand sehe oder berühre. Jedes Treffen mit jedem Menschen ändert stets die Energie im Raum um den Körper, die Atmosphäre verändert sich. Und das Gute ist: diese Wahrnehmung hat immer Recht. Es ist ein Kompass, der immer Recht hat und absolut zuverlässig ist.

Überhaupt ist das ganze Erleben wahnsinnig empathisch geworden und musste erst einmal "verdaut" werden (In dem Sinne, nicht mehr wahllos "alles" einzufiltern, sondern sich auch bewusst abzugrenzen und Informationen NICHT mehr zu erhalten, sprich, die "Eigenstabilität hochfahren".). Auch könnte man nun lauter Bilder zu energetischen Prozessen formulieren. Entschuldigung: in Normaldeutsch wollte ich einfach sagen, ich habe nun ein bildhaftes spontanes Erleben zu eigenen wie fremden Gefühlen, bzw. habe mir dies bewusst gemacht. Gerade Gefühle sind sehr schön in – subjektive – Bilder zu fassen:

Wut ist wie viele kleine Energiepfeile oder Blitze, die auf einen treffen. Man explodiert. Unkontrollierte Energienverschwendung.

Liebe ist ein wärmendes, weitendes Gefühl, das ähnlich einer großen Welle auftrifft. Befreiend. Löst Begrenzungen auf.

Zweifel bohrt und löchert. Er dringt ein und kleine Kügelchen explodieren manchmal. Hartnäckig.

Unsicherheit schwankt tatsächlich. Das Energiefeld des Anderen ist durchlässig, wankt, ist wankelmütige Energie: Diverse Ladungen unterschiedlicher Qualität schwirren umher. Oft auch wie eine Implosion.

Hass: Ähnlich wie Wut, nur nicht so persönlich gefärbt (neutraler) und "en bloc". Auch subtiler. Weniger Monsterwelle als ein kleines, kaltes, ständiges Plätschern.

Enttäuschung: Beim Anderen sieht man quasi, wie ein Kartenhaus zusammenfällt oder ein Luftballon die Luft verliert, es ist ein Loslassen darin. Eine Art negative Entspannung. Ein in sich Zusammenfallen oder -fließen von Energie ins Nichts hinein. Sie verpufft.

Entspannung: Energie, die mal da war und nun fort ist. Aber kein Defizit. Niedriger Level auf ausgeglichenem Niveau. Sanft fließend.

Rationalität ist Neutralität.

Konzentration: ein Energiefeld bündelt sich. Eine Art Gedankenlaser, ein Licht geht vom Kopf aus und wird immer kleiner. Der Raum kann aufladen.

Freude und Liebe: ein heller Lichtschein erwärmt, erstrahlt den Raum.

Rundum wird es tatsächlich „heller“ wie bei einer externen Lichtquelle. Wärme und Weite schwingen mit. Sanfte und starke, mächtige Vibration.

Ärger: Viele kleine schwarze Staubteilchen wie Nebel.

Alkoholsucht: Um die Person herum sowas wie schmutziger Nebel oder schlammig, etwas wie schleimig oder glibberig dabei.

Empathie: Weite und Öffnung und „Aufnehmen-Wollen“ beim Gegenüber, wie eine sich öffnende weiche Tür.

Interesse: Wie Empathie, nur gebündelter.

Gier, Begehren: Defizit. Schwarzes Loch. Versucht Energien anzuziehen.

Begeisterung: viele kleine bunte Sternchen explodieren. Bisschen wie ein Silvesterfeuerwerk, nur viel kleiner und auf einmal.

Angst: ein dunkles Loch im Bauch mit Unterdruck. Eigentlich sogar dem Hunger ähnlich. Will sich einziehen. Engt und schnürt ein. Begrenzt.

Überraschung: Die Polumkehrung ist spürbar. Die Energie dreht und wandelt sich so schnell, dass es mich selbst dann überrascht.

Fügsamkeit: Jemand scheint tatsächlich kleiner, als er ist.

Angewidertheit: Eine kleine Wand aus durchsichtigem Papier ist vor dem Gesicht.

Das mal als kleine Auflistung von bebilderten Emotionen. Es ist ein wenig, als habe sich eine lichtere Parallelwelt geöffnet, die einfach da ist. Energien werden als Bild transkribiert und wahrgenommen.

Auch dass jeder Mensch eine ganz eigene individuelle Energie ausströmt, die man aufnimmt. So etwas wie eine energetische Duftmarke. Ich habe wirklich noch keine zwei Menschen mit einer gleichen Ausstrahlung getroffen.

Ich bin davon überzeugt: Menschen haben früher grundsätzlich über Telepathie und die Übertragung ähnlicher komplexer Energien, wie hier besprochen, direkt kommuniziert. Wer die Ausführungen auf den vorangegangenen Seiten schon einmal erlebt hat, weiß, wie genau und wie viel Information hier auf einmal übertragen wird. Und der Volksmund weiß um diesen Umstand sehr wohl und sagt:

„Der ‚x’ liegt voll auf meiner Wellenlänge!“ und meint damit, jemanden getroffen zu haben, mit dem der Austausch von Information stark erleichtert ist, weil beide sich „blind verstehen“, also Informationen auf gleicher Schwingungsebene austauschen können. Es passiert eben alltäglich etwas Unsichtbares zwischen Menschen, was in seiner Komplexität weit über Sprache hinausgeht.

Schrift und Worte sind hier völlig rückständig und als kompliziert, rudimentär, fehlerbehaftet und lückenhaft zu werten. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, lautet ein deutsches Sprichwort und genau das trifft auf das beschriebene Phänomen zu. Denn alle diese Bilder hier haben natürlich noch eine Reihe Facetten in den Farben oder ihrer Intensität.

Oder denken Sie nur einmal an eine Remote Viewing Session. Wieviel Sie schreiben müssen für ein kleines empfangenes Bild und wie lästig und umständlich Sie das in diesem Augenblick empfinden…

Früher waren sich Menschen der zwischen ihnen pulsenden Energien wahrscheinlich wesentlich bewusster. Einen Hinweis darauf findet man noch heute im Überleben alten „Aberglaubens“ wie zum Beispiel dem „bösen Blick“ oder den in der Türkei und Griechenland überall und millionenfach anzutreffenden „Augen“ aus Stein, die vor diesem Blick, aber auch Neid und Missgunst Dritter schützen sollen. Schließlich bildet die Grundlage für das erwünschte Wirken dieser Gebilde ja die Einsicht, Menschen würden mit ihrem Bewusstsein wirksame Energien auf andere übertragen können.

Da Informationen in Form von Energie nicht nur zwischen Menschen übertragen werden, sondern auch zum Beispiel zwischen Objekt und Subjekt, also Ort und Lebewesen, wird dies im nächsten Kapitel etwas näher betrachtet. Hier geht es dann um die Informationen an Orten.

Gedächtnisfelder in Orten

Hinter den Dingen die Dinge und vor den Dingen die Dinge sind in Verbindung.

Manfred Hinrich

Unsichtbare Harmonie ist stärker als sichtbare.

Heraklit

Wir fuhren vor Jahren nach Israel. Was für ein wunderschönes Land. Wüste, sanfte Hügel mit Bewuchs, Jerusalem, Bethlehem. Das Land ohne die sich dort bekriegenden Menschen würde aufatmen.

Denn im scharfen Kontrast zur Ästhetik des Landes war überall die Luft förmlich mit Energie aufgeladen und latente Gewaltbereitschaft allerorten körperlich sogar schon auf der Haut spürbar. Als Geräusch vorgestellt, wäre es ein niederfrequentes Brummen über dem ganzen Land. Verbildlicht, die Ladung einer Batterie über dem Land verteilt, überall in der Luft. Die Gereiztheit konnte man überall förmlich fassen. Der Begriff „dicke Luft“ hatte hier eine ungeahnte Qualität.

Beim Übertritt nach Bethlehem verließen wir israelisch genutzte Gebiete und gelangten in palästinensisch kontrolliertes Land. Ich erschrak: Aus dem Busfenster heraus starrte ich auf eine riesige graue Fläche. Eine hellgraue Mauer mit Wachturm und Stacheldraht. Das sah aus wie die „Zonengrenze“, als Deutschland noch geteilt war. Mitten in der Wand starren mich plötzlich zwei große weibliche Augen an. 

Ein Graffiti. Daneben ist zu lesen: „To exist is to resist.“ Während ein Soldat schwerbewaffnet durch den Bus geht, gelingt mir ein Foto.

Die Schablone ist überall die gleiche: Nord– und Südvietnam, Ost– und Westdeutschland, Israel und Palästina. Überall wird entzweit.

Später erlebten wir einen Raketenangriff. Erst heulten die Sirenen auf, was wir zunächst nicht hören konnten, da der Taxifahrer die Musik extrem laut hatte. Doch direkt vor unserer Windschutzscheibe zog ein Vater seinen Sohn plötzlich unters Auto. Binnen Sekunden schlugen Flugkörper in der Stadt ein und es krachte nur so.

Na bitte, da hatte sich die Energie doch bestens verkörpert, sozusagen materialisiert und dann entladen. Aus einer Aufladung in der Luft wurden sehr schnell mehrere Raketenexplosionen. Was mir auffiel, war überall, wie wehrhaft und kampfbereit die gesamte israelische Öffentlichkeit war.

Das begann mit den überall in den „heiligen Stätten“ patrouillierenden Soldaten. Als ich mich mit ihnen unterhielt, erfuhr ich, dass es klassenweise eingezogene Abiturienten waren, die hier Dienst in Gruppen taten. Und dass man, wollte man später eine Arbeitsstelle bekommen, seinen Wehrdienst nachzuweisen habe. Das gehöre sozusagen zum guten Ton, seine Einsatzbereitschaft für sein Land nachzuweisen. Wer das nicht tat, reduzierte seine Chancen auf eine Lehrstelle erheblich. Ja, Nationalität und Patriotismus galten hier offensichtlich eine ganze Menge. Aber das war mir schon vorher aufgefallen. Schnell fielen mir auch zivile orientalisch anmutende Männergruppen auf. Das war das palästinensische Pendant zu den israelischen Militärgruppen, die hier ebenfalls kontrollierten und Präsenz zeigten. Heilige Orte, an denen sich Menschen argwöhnisch und misstrauisch belauern, zeugen vom Zustand unserer Welt und der Glaubenssysteme.

Auch hinsichtlich der zivilen Wehrhaftigkeit bestachen die Israelis, als die Flugkörper über die Stadt zogen. Binnen Sekunden hatten sich die Leute von der Straße zurückgezogen, hatten Menschen andere geschnappt und in Deckung gezogen, waren Ladenjalousien als Splitterschutz heruntergefahren worden, wurden Zivilisten in Geschäften nach hinten in Sicherheit gedrängt um nicht durch Explosionspartikel getroffen zu werden und vieles mehr. Die Reaktionszeit war enorm kurz.

Noch lange war ich beeindruckt und dachte darüber nach, wie lasch wir hierzulande mittlerweile sind. Gegenüber dieser zivilen Bereitschaft einfach nur hilflos ausgeliefert und verweichlicht. Keine Chance. Aber auch das wird sich in wenigen Jahren ändern oder wir sind dann fort.

Die knallharte Dualität bestand in dem Vorhandensein der heiligen Stätten, wie der Klagemauer oder dem Tempel, die ja zumindest heilige Assoziationen bewirken sollten und der ebenso überall vorhandenen Gewaltbereitschaft und der Präsenz von Militär und Waffen allerorten.

Wie sinnbildlich. Hier war nichts mehr heilig. Reste dieser Energien waren überdeckt von steter Aggression, Intoleranz, verhärteten Fronten und Gewaltbereitschaft.

Jerusalem (oder der Gaza Streifen) heißen heute die örtlichen Platzhalter für dualistisch auf die Spitze sich entgegen treibende Energien, die sich in Intoleranz und Krieg transformieren und stellvertretend für unseren Geisteszustand Grausamkeit, Tod und Verderben materialisieren. Das Innenleben der Menschen spiegelt sich im Außenbereich der gequälten Gemäuer und Gesteine. Der ganze Trip hier war für uns ein Spiegel von sich wandelnden Energien. Das war ein riesiges Spiegelkabinett für den Zustand unserer Welt und unseres Geistes.

Es ist nicht verwunderlich, dass über Landstrichen wie dem heutigen Israel eine Schwingung in der Luft wahrnehmbar ist, die mit Gereiztheit gut zu beschreiben ist.

Soviel zu Israel und Energien, die ich selbst erlebt habe und hier einmal beschreiben wollte.

Es erscheint natürlich und logisch, dass zwischen menschlichen oder tierischen Bewusstseinsenergien und Orten Wechselwirkungen auftreten können. Wenn also Menschen an bestimmten Orten etwas erlebt und gefühlt haben, wäre die Annahme nur logisch, dass diese Gefühle und Gedanken in den Ort „eingebrannt“ wurden und Menschen, die für bestimmte Emotionen eine niedrige Wahrnehmungsschwelle besitzen, noch Jahrhunderte später in Resonanz geraten.

Beobachten Sie nur einmal Ihre Lebens–, Gewohnheits- und Verhaltensveränderungen nach einem Umzug genau. Seltsam, oder? Anderer Ort – anderes Leben. Viele Ursachen lassen sich gar nicht rational erklären. Wohl aber sind wir Meister darin, „vernünftige Erklärungen“ zu erfinden. An anderen Orten sind wir auch andere! Wir werden beeinflusst durch den Ort und dessen Energien selbst.

Es scheint, als sei dieses Wissen auch tief in uns bewahrt geblieben.

Selbst Hape Kerkeling, der einen eher bodenständigen Eindruck abgibt, beschreibt in seinem Buch „Ich bin dann mal weg“ die Ereignisse des 16. Juli 2001, als er in einem Tal mit sehr nahem hässlichem Wald seltsame und bösartige Erlebnisse mit mehreren anderen Personen teilen muss. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass diese Gegend als verhext und unheimlich verrufen ist, weshalb sie „valle de la brujas“ (Tal der Hexen) genannt wird.

Gerade Wälder sind ja oft als Hort von Unheimlichkeiten bekannt, wie auch der Aokigahara-Wald in Japan (Wald der Selbstmörder). Der Wald am Fuße des Fuji ist seit Jahrhunderten bekannt als Ort von Dämonen und Geistern und zieht Selbstmörder wie magisch an. Seit den 1950er Jahren sollen dort mehr als 500 Menschen den Freitod gewählt haben.

Würden Sie gerne in einem Haus wohnen, in dem ein Mord begangen wurde? Oder das auf einem alten Friedhof oder Schlachthof steht? Wir hegen eine instinktive Abneigung dagegen. Nur sehr robuste Naturen bleiben hier gleichgültig. Würden die negativen Gefühle nicht den Ort informieren und sich vielleicht auf unser Leben, unsere Gedanken, unsere Entscheidungen und unseren Schlaf auswirken? Oder würde es darinnen vielleicht sogar spuken?

Schlachthäuser sind Orte millionenfachen Leides. Es ist in diesem Zusammenhang sehr interessant zu erwähnen, dass das Gebäude der UNO auf dem Grundstück einer sehr verschmutzten Gegend Manhattans erbaut wurde, auf der ursprünglich ein Schlachthaus stand. John D. Rockefeller schenkte es an die UNO zum Bau des heutigen UN-Hauptquartiers. Ist es so abwegig, zu verorten, die Leiden und Gefühle zahlloser ermordeter Tiere hätten die Kraft, in eine Wechselwirkung mit dem Ort zu treten und den Boden zu informieren? Und was würde das für ein Gebäude bedeuten, das Frieden und Verständigung auf der Welt repräsentieren soll? Haben Sie einen Sinn für den zutiefst schwarzen Humor in dieser Gemengelage? Die Zentrale des Gebäudes für Völkerverständigung erbaut auf dem Boden eines Schlachthauses? Es könnte auch eine Satire sein…ist es aber nicht. Könnte sich dies alles nicht stark negativ auf die dort miteinander agierenden Menschen auswirken?

Alles nur Einbildung? Mit Sicherheit nicht. Alles ist aus Energie gemacht. Jede Art Materie. 

Auf Basis der die Informationen tragenden Energie ist es nur sinnvoll, von einer stetigen und fortdauernden Wechselwirkung zwischen Materie und Information auszugehen. In Wahrheit ist es die gleiche Basis mit unterschiedlichen Erscheinungsformen: 

Bewusstsein. Wechselwirkendes Bewusstsein. In diesem Fall von einem Schlachthof und einem Hauptquartier für Völkerverständigung. Nun, die fortdauernden Kriege sprechen eine eigene Sprache über das Ergebnis der Wechselwirkung.

Weil die Kenntnis um Energien absolut Altes Wissen ist, wurden deshalb andererseits auch positive Orte schon früh von Menschen als Zeremonial- und Ritualplätze genutzt. Sehr schön verbildert ist dies zum Beispiel im Spielfilm Avatar, in dem dies durch einen großen Baum angedeutet wird. Dort werden tiefe Wahrheiten über uns Menschen und unsere Beziehung zur Erde spielerisch vermittelt.

Die Germanen nutzten für ihren Thing und ihre Zeremonien durchweg Kraftplätze, um in Kontakt mit ihren Göttern zu treten. Hierzulande sind wohl die Externsteine ein Kraftplatz erster Wahl.

Hier sollte die Verbindung zwischen Erde und Himmel sein, symbolisiert durch den Weltenbaum Irminsul. Dieser soll hier gewachsen sein. Einen Besuch vor Ort kann ich als absolut eindrucksvoll bezeugen. Der Ort birgt auch Kaskaden von Felsgesichtern, wie ich sie im Buch „Alltägliche Wunder“ neben vielen anderen abgelichtet habe. Rund um den Kraftplatz fand man Nachweise von bereits steinzeitlicher Nutzung. Ein Teil der Steine wurde schon als Sternwarte benutzt.

Diverse Forscher verweisen auf einen Zusammenhang zwischen Astronomie und dem Ursprung von Priesterschaft. Zunächst wurden Sterne beobachtet. Dann wurden diese gedeutet und fanden als erste religiöse Geschichten Einzug ins Menschheitskollektiv.

Auf Remote Viewer sehr anziehend wirken die Pyramiden von Gizeh. Eigens durchgeführte Sitzungen auf diesen Ort bestätigten eindeutig diverse durchgeführte Zeremonien durch okkulte Gruppen oder Priesterschaften.

Der in Deutschland und Österreich befindliche Untersberg (auch Wunderberg oder magischer Berg genannt), ist ebenfalls ein solcher Kraft– und Heilungsort. Der Dalai Lama nannte ihn 1992 „das Herz­chakra Europas“.

Und so könnte die Liste noch fortgesetzt werden, und auch dies wäre ein eigenes Thema.

Es ist abschließend nur allzu logisch anzunehmen, alle möglichen Energien manifestierten sich auf verschiedenen Punkten dieser Erde, so wie die Körperzellen eines Organismus unterschiedliche Aufgaben und Funktionen haben. Die Erde ist ein Lebewesen und ihre Orte versinnbildlichen Verdauung, Stoffwechsel, Atmung und Transformation, Herz, Liebe und Gefühl, sowie Entgiftung, Kreativität, Stoffaufnahme und -abgabe, Reinigung und so weiter. Und alle diese Orte wahren einerseits auch die entsprechenden Attribute und Schwingungen, wie sie offen für die heutigen Energien der Menschen sind und diese aufnehmen.

Zusammenfassend gesagt, könnte man formulieren, wir hatten das Gefühl immer „online“ zu sein und mindestens im „Standby Modus“ herumzulaufen. Wir sehen die Welt und eine andere – die der Energien und Informationen – parallel. So vielleicht, wie die „Eier“ des „global consciousness project“ Empfänger menschlicher Gedanken sind, so geschah uns das auch. Und mehr:  wie ich beschrieb funktioniert es eben auch mit „nicht lebendigen Dingen“, wie Orten oder bei heiligen Stätten. Nicht immer gleich, nicht linear und natürlich spielt die Tagesform, was man an weltlichen Gedanken mit sich herum schleppt eine Rolle. Aber die Tendenz hin zur Wahrnehmung dieser leisen Informationen wurde immer stärker.

Wobei eines blieb, und das ist keine Ausflucht oder Hintertür jetzt: es ist ein spontanes Phänomen, es hat sich nie erzwingen oder in Regeln pressen lassen. Höchstens die Intensität ließ sich steigern, durch ein Mehr an „Lust daran“ Spaß, Hingabe oder positiver Hinwendung. Aber auch der eigenen Leere, Gelassenheit, Wunschlosigkeit und Durchlässigkeit.

Und irgendwann kapierte ich: Das geht mit allem so! Ausnahmslos!

Nicht nur das Leben, die Orte und Gebäude oder das Schicksal, Zahlen, Worte, unser Sein, Prinzipien einfach alles – auch unsere Mutter Erde –  sind ein resonanter Energieprozess, Alles spiegelt sich in Jedem wider.

Das ist etwas Grenzen sprengend jetzt. Deshalb ein weiteres Beispiel.

Wir können uns unsere Erde einmal als weibliche Eizelle vorstellen. Wie würde dann ein Schöpfungsakt stattfinden? Na eben durch Spermien von außen. Die Spermien sind hier die Kometen mit den schockgefrorenen Lebensbausteinen, welche die Schöpfung in Gang setzen. Sie schlagen in die Erde, wie das Spermium durch die Hülle des Eis tritt und sich einnistet. Sie benutzen das Umfeld, den Boden, seine Nährstoffe, um zu wachsen, wie auch das Spermium es tut. Dann wachsen sie und bilden einen eigenständigen Organismus. In beiden Beispielen gleich. Entwicklung von Leben beginnt. Auf der Erde. In der Frau. Bei der Abhandlung über Kometen weiter hinten im Buch werden wir diese Gedanken noch einmal vertiefen.

In diesen Gleichnissen funktioniert Schöpfung.

Wir leben inmitten eines riesigen Spiegelkabinetts.

Ich weiß, das ist etwas fordernd gerade. Aber wir vertiefen es später noch.

Man könnte es auch so ausdrücken, dass Information einfach jedwedes „Vehikel“ benutzt. Ganz egal. Es können Menschen, Tiere, Orte sein. Völlig egal, da alles lebt und alles voller Bewusstsein ist. Genau deshalb ist in allem Information und wechselwirkt auch überall Information.

Besonders empfindlich - oder besser – empfänglich – für das Aufnehmen von Informationen über Bewusstseinsenergien ist Wasser. Wasser ist eine Art biologische Festplatte. Hier werden Informationen sehr leicht in Materie eingeprägt. Unsere Körper bestehen zu 72% aus Wasser. Wir wechselwirken also auf materieller Ebene zu 72% mit Wasser. In dem Maß, wie wir Trinkwasser impfen, mit Bewusstseinsenergien versehen, besingen, bebeten, mit Blumen schmücken, mit Edelsteinen, Gold oder Silber aufwerten oder als gesund und heilig besprechen, wird es sich mit Informationen aufladen und unseren Organismus verändern. Weihwasser ist deshalb tatsächlich heilig, weil es durch entsprechende Bewusstseinsenergien gesegnet wurde. Wir können dies jederzeit selbst wieder derart polarisieren.

Und plötzlich ergab es auch wieder Sinn, dass wir genau diesen natürlichen Prozess des gegenseitigen, ständigen Informierens heute über Technik abbilden und simulieren. Technik ersetzt dann einstmals ursprüngliche biologische Vorgänge, sei dies nun die Technologie des Internets, wie auch der Blockchain oder der Mobiltelefonie.

Zum Beispiel hatte man früher über Telepathie eine ausgeprägte gegenseitige Verbindung oder „biologische Standleitung“, heute ersetzen wir diese mit einem Mobiltelefon. Aber zwischen liebenden Menschen – Liebespaaren, Eltern und Kind – überall dort, wo die Schranken des begrenzenden Egoismus heruntergefahren werden können, funktioniert sie grundsätzlich noch immer. Auch unsere Kommunikation mit der Natur funktioniert auf diese Weise – oder auch nicht. Je mehr wir unsere Persönlichkeit pflegen, beachten, verstärken und uns mit ihr identifizieren, umso weniger werden wir Teil des Ganzen sein und Informationen davon erhalten.

Diese und mehr Gedanken führten zu meinem Buch "Alltägliche Wunder", wo ich mich hier in unserer 3 D Kulisse auf die Suche nach den vielen Entsprechungen aus anderen Welten machte. Ich wollte das "Dort" im "Hier" erblicken. So, wie man vom Geschöpften auf den Schöpfer rückschließt, vom Computerbild auf den Programmcode, vom Materiellen auf das Geistige, führt die Energie auf das „Dahinter“ zurück.

Deshalb haben die Menschen früher auch immer in Gleichnissen geredet! Was mir tierisch auf den Sack ging, denn es erschien mir mit der "wissenschaftlichen Denkschablone" rund um den Kopf niemals hinreichend konkret. Dabei ist es die einzige Art, Sachverhalte über Jahrtausende hinweg so zu beschreiben, dass sie wieder „entpackt“, verstanden werden können! Man kann solche Gesetze jederzeit durch Selbstdenken wieder ins Detail zurück entpacken. Das war die Garantie, dass Wissen nie verloren geht. Die verpackte Information in Gleichnissen. Und jetzt, während Sie dieses Buch lesen, durchleben wir gerade wieder eine Zeit, in der nicht nur altes Wissen, sondern auch Wahrheit und Bewusstheit in jeder Form wieder wahrgenommen werden wollen. Kann Wissen verloren gehen? Wahrscheinlich doch, ist es immer da und wird in Zyklen wieder und wieder entdeckt.

Die Lügen in unseren Tagen werden deshalb immer mehr, schneller, hektischer, weil sie immer mehr „Löcher stopfen“ müssen (wie auf der Einbandrückseite dieses Buches das Pflaster). Man hat uns doch schon als Kind eingeprägt: Eine Lüge zieht die nächste nach sich. Und ein Lügengebäude wird immer, immer wackliger, bis es unweigerlich zusammenbrechen muss.

So ist das.

Abwarten und beobachten!

Und hier geht die Reise jetzt weiter.

Ich möchte auf den Tellerrand klettern, um den Horizont ein wenig zu vergrößern. Paradoxerweise führt der Weg dabei auch wieder zu Remote Viewing „zurück“. Dazu war es für mich persönlich wichtig, diese weite Schleife über x Themen und Jahre zu gehen, nur um zu erkennen, das absolut wichtige Puzzlestücke in den Grundzügen der Ausübung von Remote Viewing zu finden sind. Deshalb werde ich in diesem Buch nach Jahren auch wieder sehr viel Platz und Detailarbeit in diese Bereiche zur Verfügung stellen.

Sie werden verstehen warum. Und dann ein bisschen wie Sophie aus dem Buch heraus treten und mit dem Schöpfer reden und wie ganz früher das Gefühl erkämpfen, einen freien Willen zu besitzen oder zu erhalten.

Ich habe eine Zeit lang überall nur noch Dinge, Tiere und Menschen gesehen, die tun, was sie sollen. Das ist ganz schön erschreckend, kann ich Ihnen sagen! Echt!

Gesetz: Ein Stein fällt immer nach unten. Na klar, würde auch nur einer nach oben fallen, wäre das Gesetz ungültig.

Objekt: Ein Kühlschrank kühlt und fliegt nicht. Immer.

Pflanze: Ein Baum filtert Luft und wurzelt im Boden und schwimmt 

nicht.

Tier: Ein Pferd ist ein Fluchttier, rennt schnell und hat eben die Eigenarten eines Pferdes, nicht eines Fisches. Es macht, was es soll, eng in seinem (vorgedachten) Begrenzungsrahmen. Es handelt nach seinem Schema. Und nie anders. Das Sichtspektrum einer Fledermaus bleibt ihm verschlossen.

Mensch: Ein Mensch ist ein Mensch mit seinem engen Wahrnehmungsspektrum. Ich sprach dabei schon von dem „Wahrnehmungssystem Mensch“. Das klingt jetzt ein bisschen so, als hätte ich vielleicht die Menschlichkeit selbst oder das Mitgefühl verloren; das Gegenteil war der Fall. Das "Wahrnehmungssystem Mensch" beschreibt die Begrenztheit unserer sinnlichen Dekodierungsfähigkeiten und was wir davon ausdeuten, nicht uns selbst. Wir kriegen mit unseren Sinnen eben kaum was mit, haben ein ganz enges Wahrnehmungsfenster. Und das ist nur ein Problem!

Andererseits leben in uns Menschen latent sämtliche Eigenschaften der Erscheinungsformen auf diesem Planeten. Eine Fliege mag Beharrlichkeit verkörpern, ein Pferd Eleganz, ein Ochse Kraft, eine Katze Grazie, eine Eidechse Flinkheit, ein Fuchs Intelligenz und so weiter – und alles das ist in uns mehr oder weniger ausgeprägt vorhanden. In uns sind alle Erscheinungsformen angelegt. Die Anlagen für jede mögliche Eigenart sind in uns Menschen angelegt. Jeder Mensch spezialisiert sich individuell auf einzelne – oft vermischte – Attribute.

Menschen tun überall was sie sollen, nicht was sie wollen. Und selbst, wenn sie etwas tun, was sie vermeintlich wollen, woher kommt der Impuls? Aus einer anderen Dimension? Ich werde hier nun nicht in die Tiefe gehen! Aber falls sie das eben zu „geistig“ oder „esoterisch“ fanden, mit diesem Impuls aus einer anderen Dimension, könnte ich auch zynisch umschwenken im Sinne von umdenken und antworten:

„Der Impuls kann auch in einem Fernseher bestehen!“ 

Ganz irdisch, trivial und brutal! Entscheidend ist die Fremdsteuerung. Die Beeinflussung von außen.

Im ersten Buch „Geheimnisse des Remote Viewing“ waren meine Frau und ich ganz viel in dieser Welt hier und reisten kurz mal in eine andere Welt. Heute kommt es uns so vor, als seien wir ganz viel in einer anderen Welt und trotzdem noch hier. Mit allem Drum und Dran; Das ist geblieben! Also die Rechnungen, Sorgen und kleinen Nöte des Alltags. Aber in uns drinnen ist etwas passiert. Es hat nichts mit Irrsinn oder verschobener Wahrnehmung zu tun, auch wenn sich das vielleicht immer mehr so anhören mag.

Es fühlt sich nach den vielen Jahren eher an wie eine eintretende geistige Klarheit, Sicherheit, Präzision.

Jetzt könnte man fragen: Wie bitte, fühlt sich „Präzision“ an? He?

Ich würde antworten: „Als sei man ein Pfeil, der losgeschossen wurde, und weiß, dass er trifft. Mittenrein. Und das ist ein gutes Gefühl!“

Wir alle sind auf dem Weg. 

Bevor das jetzt zu kuschelig wird, beende ich es hier.

Ich überlege gerade, ob ich Sie nun nachfolgend mit dem Verhalten von Haien konfrontiere oder mit einer exponentiellen Funktion.

Ich nehme die Haie.

Wir benutzen nachfolgend die Haie, um uns bewusst zu machen, wie sehr wir über unsere Sinne in einer „Realitätssimulation“ verfangen sind, bevor wir dann zum Remote Viewing kommen.

Homöopathisch jagen

Jeder von uns besteht aus 1028 Atomen. Das sind mehr Atome, als es Sterne in unserem bekannten Universum gibt. Atome, die es schon gab, lange bevor es uns gab. Vielleicht war ja eines Ihrer Atome mal Bestandteil von Kleopatras Nase. Oder Napoleons Knie. Mit jedem Atemzug atmen wir ein paar Atome von jedem Menschen ein, der je auf Erden gelebt hat.

Vince Ebert, Programm „Evolution“

Hallo Ihr Hartnäckigen: Ihr habt Recht!

Ja. Echt.

Diese Welt mit allem was man anfassen und spüren kann, die Newton'schen Naturgesetze, die Fernsehsendungen „Wissen macht Ah“, die „Tagesschau“ und Guido Knopps gefühlte 500ste Dokumentation über den 2ten Weltkrieg sind alle echt und wahr. Ja! Schließlich existiert es! Wie könnte man es also verneinen? Das was besteht; ist.

ES IST.

Das ist die gute Nachricht für euch.

Die Unbequeme, weil jetzt das Umdenken beginnen kann, ist: Es existieren noch eine RIESENMENGE anderer und weiterer Wahrheiten hier (und „dort“). Es ist eine Frage des Blickwinkels.

Im Folgenden möchte ich erst einmal zeigen, dass wir Menschen nur einen winzig kleinen Teil eines Spektrums als „Wahrheit“ mit unseren Sinnen aufnehmen.

Haben Sie schon einmal Meerwasser geschluckt?

Ja? Wie schmeckt das?

Also bei mir war es salzig. Eigentlich fast nur salzig. Zum Spucken salzig. Dann kam lange nichts und dann hatte es vielleicht noch eine Ahnung von Teer oder Tang und etwas fischig. Aber hauptsächlich salzig.

Punkt.

Ich glaube, darin stimmen wir überein. Wenn nicht, ist nun der Zeitpunkt für Sie gekommen, das zu ergänzen.

Wie, so habe ich mich gefragt, könnte ich mir vorstellen, schmeckt oder riecht ein Hai das Meerwasser?

Viel viel besser! Der riecht mein Blut darin, meinen Schweiß und tausende anderer gelöster Bestandteile im Wasser.

Und jetzt schauen wir uns die Tiere an.

Haie sind ja großartige Jäger. Größere Mengen von Blut können diese Tiere bei guten Bedingungen in einer Entfernung von bis zu zwei Kilometern riechen. Dabei riecht er im Grunde genauso, wie auch wir Menschen es tun. Ich meine den Prozess auf materieller Ebene. Das bedeutet, dass Duftmoleküle, die different von den sonstigen Düften im Meer sind (die sich ebenfalls wieder aus tausenden diversen Düften zusammensetzen und ständig in ihrer Zusammensetzung variieren), in die Riechzellen gelangen und vom Gehirn zugeordnet werden. Was für eine großartige Leistung. Riecht ein Hai also „Blut“ in geringster Dosis, erkennt und dekodiert sein Gehirn „Blut“.

Ich möchte mein Hauptaugenmerk hier nicht auf diesen wahnsinnigen Dekodierungsprozess richten, sondern auf das Geruchsvermögen. Also dessen Fähigkeit. Die ist nämlich wesentlich besser als die unsere! Ihm reichen nur ein paar dieser Duftmoleküle im Wasser, um sein Opfer zu orten. Biologen schätzen heute ab, dass die Wahrnehmungsbarriere des Haies beim Riechen im Verhältnis von 1:1 Milliarde verläuft. Das heißt: Unter 1 Milliarde Wasserteilchen, filtert er 1 Teilchen Blut aus und reagiert. In der Natur kann er damit auf hunderte Meter Blut riechen unter optimalen Bedingungen bis zu mehreren Kilometern!

Dieses Geruchsvermögen ist wahnsinnig! Und da sind wir immer noch mittendrin in der „nur“ materiellen Welt! Alles nur kleine Teilchen, also Materie.

Noch wahnsinniger aber ist die auf Fakten basierte Vorstellung dieser uns unbekannten Welt. Wir können uns diese nur auf Vernunft und Logik basierend erdenken, weil wir eben nicht die hierfür notwendige direkte Wahrnehmungsfähigkeit haben. Wir schwimmen dort entlang, und selbst, wenn wir wie gesagt einen Schluck Meerwasser trinken würden, wäre das Fazit unserer Sinne eben nur „Salzig“; die zugeordnete Reaktion in Form eines Reflexes nur „ausspucken“. Von Blut keinerlei Rede.

Jetzt ist ein Hai als Räuber und Meeresjäger auf Blut geeicht. Deshalb die speziell für diesen Geruch niedrige Wahrnehmungsschwelle. Denken Sie nicht, er habe diese Fähigkeit für jeden Geruch.

Und dann riecht er ein einziges Teilchen Blut!

Seine angenommene Riechleistung von eins zu einer Milliarde entspricht der homöopathischen Dosis D9. Klasse, was? Der Hai jagt tatsächlich homöopathisch.

Homöopathie mal so ganz schulwissenschaftlich aufgezeigt. Macht der Hai das mal eben so, seit ein paar Milliarden Jahren, und sagt nicht Bescheid. Und wir diskutieren, ob Homöopathie wirksam ist. Dies wäre ein Tropfen auf einen Öltanklaster mit Anhänger, um es zu verbildlichen. So, wie die nachfolgende Tabelle das zeigt.

PotenzVerdünnung    entspricht durchschnittl. einem  Tropfen auf

D11:10           das Volumen einer Erbse

D2 1:100           einen halben Esslöffel

D31:1000           zweieinhalb Schnapsgläser

D61:1 Million           den Inhalt einer kleinen Mülltonne  

D91:1 Milliarde           einen Öltanklaster samt Anhänger

D121:1 Billion           25 olympische Schwimmbecken

D201:100 Trillionen           den Michigansee in den USA

D231:100 Trilliarden           das Mittelmeer

D301:1 Quintillion           50mal das Volumen der Erde

In was für einer Welt bewegt sich unser Hai? Wie sieht dessen Abbild im Gehirn aus, wenn er homöopathische Dosen riechen kann? Sie ist so ganz anders als unsere.

Der Aal jedoch „schießt den Vogel ab", wie man hierzulande so sprichwörtlich sagt. Gegen den ist ein Hai mindestens stark verschnupft. Sie können kaum sehen, haben jedoch einen weltweit unübertroffenen Geruchssinn. Bei ihrer Nahrungssuche genügt eine unglaubliche Verdünnung: Man könnte 1 cm³ eines Geruchsstoffes mit der Menge des Bodensees vermischen und danach 58fach verdünnen. Den Inhalt des Röhrchens gibt man danach in den Bodensee zurück – der Aal würde es riechen. H. Teichmann wies dies mit seinen Aufsehen erregenden Versuchen mit Rosenduftöl und Wasser nach.

Wie müssen wir uns die Wirklichkeit des Aals vorstellen? Können wir das überhaupt? Was für eine Welt ist das, von der wir nichts ahnen? Dort scheint wirklich ultimativ alles miteinander und ineinander verwoben zu sein. Kommt mir dieser Gedanke gerade sehr bekannt vor?!

Die menschliche Geruchsschwelle verläuft ab (!) etwa 10 000 000 Teilchen pro Dezimeter Luft. Darunter können wir nichts riechen. Im Vergleich zu diesen Tieren sind wir also sozusagen total „riechblind". Dies soll einen ersten Hinweis darauf geben, dass das, was wir Realität nennen, von Lebewesen zu Lebewesen unterschiedlich wahrgenommen wird.

Aber es gibt noch eine weitere Variante dabei. Noch einmal das Beispiel:

Sie, werter Leser, sind im Wasser. Sie riechen und schmecken nichts. Also nur Wasser, Salz etc.

Ein Hai ist im selben Wasser und riecht Blut (welches objektiv vorhanden sei).

Achtung: BEIDE haben Recht.

Realität ist ein Wahrnehmungsprozess.

Vielleicht sind Sie ja der Meinung, das sei alles gut und schön, aber schließlich habe, objektiv betrachtet, ja der Hai „Recht". Denn es ist ja Blut im Wasser und es ist nun einmal so, dass nur die Sinne des Menschen nicht ausgereicht haben, dieses zu riechen.

Das ist richtig.

Aber wenn ich diesen Einwand nun beim Wort nehme, erwarte ich Ihre Offenheit, die logische Konsequenz daraus zu ziehen.

Bereit?

Die Natur verschwendet nicht. Aber stellen wir uns für unser weiteres Gedankenbeispiel einmal idealtypisch vor, der Hai hätte tatsächlich das Riechvermögen von Blut generell für alle möglichen Gerüche.

Wie könnte sich also Meerwasser für einen Hai darstellen, wenn man ein Teilchen in einer Milliarde anderer Teilchen bemerkt und rundum alles in dieser Dosierung wahrnehmen könnte?