Kurzgeschichten und Gedichte - Hans Görtz - E-Book

Kurzgeschichten und Gedichte E-Book

Hans Görtz

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Beschreibung

Kurzgeschichten und Gedichte aus dem Leben von Hans Görtz. Im Jahr 2012 hat Hans Görtz angefangen, Anekdoten aus seinem Leben zu sammeln. Sein Wunsch war es, Kurzgeschichten in der alten deutschen Sütterlinschrift zu schreiben. Weil er wusste, dass wenige Menschen heute noch diese Schrift beherrschen, sollte die Darstellung gegenüber in der heute üblichen lateinischen Schrift, auch Deutsche Normalschrift genannt, erfolgen. Anfang 2016 ist Hans Görtz im Alter von 91 Jahren gestorben, noch bevor er sein Buch auf den Weg bringen konnte. Dieses Buch ist daher zum einen die Vollendung seines Wunsches, die Geschichten und Gedichte zu veröffentlichen. Zum anderen ist es eine letzte Erinnerung an einen großartigen Vater, Großvater und Urgroßvater.

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EPUB

Seitenzahl: 39

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Hans Görtz, geboren 1924 als viertes Kind Willschau, in einem kleinen Ort im Kreis Glogau (Niederschlesien). Kindheit in Breslau (heute Polen), Ausbildung als Zimmerer im Betrieb seines Vaters Gustav im Jahre 1939, nach dem Kriegseinsatz im Osten und Westen über Einbeck in Hildesheim „gestrandet“, Bau eines Eigenheims 1961 in Barienrode und Gründung einer Großfamilie mit neun Kindern und unzähligen Enkelkindern und Urenkeln. Ehrenamtliche Tätigkeiten auf Gemeindeebene und im Sport – Tennis bis ins hohe Alter – ein Rentner mit vielen Freizeitbeschäftigungen. Fernstudium „Literarisches Schreiben“ an der Cornelia Goethe Akademie. Gestorben 2016 in Hildesheim im Kreise seiner Familie.

„Leben heißt nicht atmen, sondern handeln; es heißt, sich unserer Organe, unserer Sinne, Fähigkeiten, kurz, sich aller der Teile von uns bedienen, welche uns die Empfindung unseres Daseins verleihen. Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, der die höchsten Jahre zählt, sondern der, der sein Leben am meisten empfunden hat.“

- Jean-Jacques Rousseau -

Gewidmet in Liebe und Dankbarkeit an unseren Vater, Großvater und Urgroßvater.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Im Dunkeln kann man gut Munkeln

Schacht ist Schacht

Wer alt werden will

Kurz und kurzweilig – Die Zeit nach Ende des II Weltkrieges

Kuchenbacken

Gedicht vom Rübezahl

Brot nach dem Kriege

Die Tabakanbauer

Das neue Hemd

Die schöne Hose!

Der Schrägaufzug

Unser bestes Stück

Geschwistertreffen 2013

Zahnweh und was 100%ig hilft

Du armer Wald

Das Haus auf dem Lande

Märchenhaft

Wenn Kühe sprechen könnten

Vorwort

Nachdem mein Opa Hans Görtz bereits im Jahr 2009 im zarten Alter von 85 Jahren seine Lebensgeschichte „... auch reiten kann er nicht“ veröffentlicht hat (ISBN-13: 978-3839115930), wollte er ein zweites Buch schreiben. Sein Wunsch war, Kurzgeschichten in der alten deutschen Sütterlinschrift zu schreiben. Weil er wusste, dass wenige Menschen heute noch diese Schrift beherrschen – ich selber habe sie in der Schule noch gelehrt bekommen, aber natürlich längst vergessen – sollte die Darstellung gegenüber in der heute üblichen lateinischen Schrift, auch Deutsche Normalschrift genannt, erfolgen.

Im Jahr 2012 hat er also angefangen, in kurzen Anekdoten aus seinem Leben Material für sein zweites Werk zu sammeln. Neben der Schwierigkeit, diese Schrift auf dem PC darzustellen, sorgte er sich auch um eine Möglichkeit der Ergänzung, weil er auch nach Veröffentlichung weitere Geschichten schreiben wollte, die der Besitzer des Werkes dann auch ergänzen sollte.

Nun ist mein Opa im Alter von 91 Jahren am 26. Februar 2016 plötzlich und unerwartet an einem Hirnschlag gestorben, noch bevor er sein Buch auf den Weg bringen konnte. Dieses Buch ist daher zum einen die Vollendung seines Wunsches, die Geschichten und Gedichte zu veröffentlichen. Zum anderen ist es eine letzte Erinnerung an einen großartigen Vater, Großvater und Urgroßvater. Wenn neben seinen rund 40 Menschen umfassenden Nachkommen andere Personen Spaß an der Lektüre und dem Kennenlernen der Sütterlinschrift haben, wird er sich sicher von oben freuen.

Brian Roters

Im Dunkeln kann man gut Munkeln

Selbstverständlich gibt es im Untertagebergbau eine Hauptstreckenbeleuchtung, selbstverständlich mit Strom. Aber eben nur die Hauptstrecken. Sobald diese Strecke verlassen wird, muss jeder Bergmann eine Karbidlampe zur seiner „Erleuchtung“ benutzen.

Ehe die Schicht beginnt, werden die Lampen ausgegeben – in der Regel mit Karbid aufgefüllt, damit der Bergmann mit einer Füllung für die Dauer der Schicht seinen Weg unter Tage findet. Ohne diese Lampe wäre der Bergmann nicht im Stande den Weg zur und von seiner Arbeitsstelle zu finden. Also ein lebenswichtiges Arbeitsgerät.

Neben seiner wichtigen eben beschriebenen Funktion hat so eine Lampe weitere erfreuliche Aufgaben.

Dazu muss man wissen, dass die meisten Arbeitsstellen nur mit 2 bis 4 Bergleuten besetzt sind. Dies hat zur Folge, dass an jeder Arbeitsstelle eine provisorische Stelle ausgesucht wird, um das notwendige Arbeitsgerät zu lagern und auch die Arbeitspausen abzuhalten. Alle Wege, die zu dieser Stelle führen, lagen damit im Dunkeln. Die Bergleute konnten damit frühzeitig erkennen, ob Besucher kommen. Wenn die Arbeitspausen etwas länger dauerten, war an dem sich nähernden Lichtschein erkennbar, dass entweder schnellstens die Arbeit aufgenommen wurde, oder der Steiger musste informiert werden, dass die Pause später als vorgesehen begonnen hat. Ob der Steiger den Ausführungen Glauben schenkte, sei dahingestellt. Bei den Gedingearbeiten war eine längere Pause nicht von Vorteil, weil dadurch die Höhe des Gedingelohnes negativ beeinflusst wurde.

In diesem Zusammenhang ist eine Begebenheit, die ein wenig Licht auf die Geschehnisse der Nachkriegszeit wirft.