Kurzgeschichtenverse - Steffi Lofeldt - E-Book

Kurzgeschichtenverse E-Book

Steffi Lofeldt

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Beschreibung

Kurzgeschichtenverse - Eine Sammlung in Reimen Eine schwerverliebte Meerjungfrau, ein Mann, der in einem Baum lebt, eine mysteriöse Sanduhr und eine Henne, die nicht immer eine war. Ein Pianist, der ständig rumkommandiert, ein Opa, der gerne Seemannsgarn spinnt, und zwei Fische auf ihrer Reise ins Glück. Ein eitles Pferd, ein vegetarischer Puma, ein Fahrstuhlerlebnis, ein furchterregendes Haus und ein Geheimnis im Wald. Und und und ... Insgesamt 71 Kurzgeschichten in Versform bietet diese Sammlung. In vier Kapiteln gibt es jede Menge Frühlingsgefühle, viele Sommer-Sonnenstrahlen, heftige Herbststürme, Winter- und Weihnachtszauber. Dazu kommen Texte über Freundschaft, Familie und Liebe. Zum Schmunzeln. Zum Innehalten. Erzählt wird vom Leben und wie es so spielen kann. Es gibt Träume und Wünsche. Ganz viel Fantasie. Es wird abenteuerlich, spannend, und auch mal gruselig. Die 71 Gedichte werden von Zeichnungen begleitet. Kreiert von Marie Kahle, Emma Krützfeldt und der Autorin.

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Seitenzahl: 82

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Über das Buch

Kurzgeschichtenverse sind 71 Kurzgeschichten in Versform. Verdichtete Texte, die Geschichten erzählen. Das Buch enthält vier Kapitel: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Hier trifft jahrenzeitentypisches Schreibwerk auf lange und kurze Gedichte, die in verschiedenen Genres verfasst wurden.

Auf den Seiten wird es familiär, abenteuerlich und auch mal majestätisch. Ebenso wird es spannend, fantastisch und manchmal skurril. Das Geschriebene handelt von Liebe und Freundschaft. Es geht ums Alltägliche und um das Außergewöhnliche. Erzählungen von Menschen, Tieren und Fabelwe-sen gibt es. Das Gereimte berichtet von glücklichen Erinnerungen und Wünschen, Sehnsüchten und Träumen. Nachdenken. Sinnen. Schmunzeln. Zuweilen wird es gruselig.

Die 71 Gedichte werden von Zeichnungen begleitet; kreiert von Marie Kahle, Emma Krützfeldt und der Autorin.

Über die Autorin

Steffi Lofeldt wurde 1976 in Bremen geboren und lebt heute mit ihrem Mann, den drei Töchtern und dem Familienhund südlich der Hansestadt. Bereits im Teenageralter begann die gelernte Schifffahrtskauffrau Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben. Sie fühlt sich im Genre Liebe zu Hause, mitunter darf es auch etwas fantastisch sein.

Seit 2022 kann man auf ihrem Instagram Account @steffilofeldt viele ihrer Texte lesen. Im Selfpublishing veröffentlicht sie seit 2024. Bisher zwei Ge-dichtbände, ein Kreativbuch und einen Liebesroman. Weitere Bücher sind in Planung. Außerdem wurden neun ihrer Kurzgeschichten und drei Gedichte von ihr in verschiedenen Anthologien publiziert. Alle Informationen über ihre bisherigen Veröffentlichungen findest du nach den Gedichten am Ende des Buches.

Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft der Malerei. Sie gestaltete das Cover.

René, Lina, Marie, Emma

In Liebe – von Herzen

Bis zum Mond und wieder zurück

Inhaltsverzeichnis

Frühling

Hühnerstall

Frühlingsgefühle

Traumbild

Der Mann und seine Taube

Im Wasserglas

Gedanken an Opa

Das Frühlingskleid

Sternenstaub

Zuckerwatte

Herz König

Ein Ostergedicht

Mein Job im Theaterhaus

Liebe gut – alles gut

Glitzerstaub für deine Geschichten

Unerfüllte Liebe

Sommer

Gänseblümchen

Morgens am Strand – zwei Seelen

Wüstensand

Fürstlich belogen

Sonnengeküsst

Papierflugzeug

Festival

Fremde Gärten

Das Herz aus Glas

Libelle

Backpapier

Vespa fahren

Vorfreude

Auf Spurensuche

Sternschnuppe

Schiff ahoi

Das Geheimnis

Wir – unter Palmen

Das Horrorhaus

Red & Floppy

Sommer, Seilbahn und noch viel mehr

Nimmerland

Sonnenbrand

Sonnenbrand – die Fortsetzung

Herbst

Ein besonderes Blatt

Schöne Frauen

Nebeldunst

Sommersterben im Herbsterwachen

Vampire

Volksfest

Er – am Klavier

Die Muschel am Fenster

Herbstwaldtag

Liebe pur

Das Hochzeitskleid an Halloween

Mutter Natur

Mamas Melodie

Rocket & der goldene Apfelring

Besuch zur Geisterstunde

Ein Puma auf hoher See

Eis essen mit Luca

Seifenblasen

Herbst mit dir

Gewitter

Winter

Advent

Ritterspiele

Im Fahrstuhl

Coffeeshop

Falsch verbunden

Im Lebkuchenhaus

In Zeitungspapier

Auf dem Weihnachtsmarkt

Zaubertrank

Heimkehren

Bilderbuch der Gefühle

Winterzauber

Persönliches

Künstlerinnen-Porträts

Buchvorstellungen

Demnächst

Bonusgedicht – Mein Superheld

Frühling

Emma Krützfeldt

Hühnerstall

Meine Tante, die gestresste

Die war selten glücklich

Sie kam einfach nicht zur Ruh

Das nervte sie gar merklich

Sie hatte einen Stall

Der war voller Federvieh

Sie schaute ihnen gerne zu

Gestresst wirkten diese nie

So überlegte sich die Gute

Ein Huhn zu sein wär toll

Scharren, picken, gackern

Sonst nichts – wie wundervoll

Am liebsten dann in Rosa

Die Füße schick – mit Puscheln

Sie träumte schon davon

Schön im Heu zu kuscheln

Eines Tages kam ne Fee

Der klagte sie ihr Leid

Und sie erzählte ihren Traum

Vom rosa Federkleid

Am nächsten Morgen war sie

Wie ich sie heute kenne

Die Fee hat sie transformiert

In eine süße Henne

Steffi Lofeldt

Frühlingsgefühle

Im letzten Herbst hab ich

Eine Geschichte geschrieben

Und ich dachte naiv

Ein jeder würd sie lieben

Mein Verleger zog ne Flunsch

Und fand sie nur lala

Die Story wär schon fesch

Nur Gefühle wär‘n kaum da

Das traf mich hart

Mein Herzblut hatte ich gegeben

Ich redete ihm gut zu, doch er

Riet mir, von vorn loszulegen

Ich war beleidigt

War richtig frustriert

Und mein Autorenego

Stark sabotiert

Diese Depression

Hielt den ganzen Winter an

Ich traute mich

An keine neue Zeile ran

Das Autorenleben

Ich wollte es nicht mehr

Doch tief in mir wusste ich

Trotz des Unmuts wollt ich es sehr

Vor Verzweiflung

War ich arg zerfressen

Vor Zerrissenheit

Hab ich kaum was gegessen

Ein Schatten meiner selbst

War ich noch

Der nur im Notfall

Aus dem Bettchen kroch

Als dann der Frühling kam

Da wünschte ich mir

Er ließe mir doch ein paar

Seiner tollen Gefühle hier

Frühlingsgefühle

Wollte ich spüren

Und meine Muse sollte mich

Ganz neu berühren

Voller Ironie schrie ich es raus

Hab ihn um Hilfe gefragt

Und nie im Leben hätt ich

Es auch nur zu träumen gewagt

Unglaublich sind die nächsten Zeilen

Aber vielleicht ja genau so passiert

Du bekommst die Geschichte ungefragt

Und jetzt ganz pur in Reimen serviert

Der holde Frühling

In all seiner Pracht

Der hat mir an diesem Tag

Ein Angebot gemacht

Er wollte mir tatsächlich helfen

Weil er das Helfen gerne mag

Er sagte, ich wär er und er wär ich

Und das für einen ganzen Tag

Erstaunt willigte ich ein, wollt

Für einen Tag der Frühling sein

Und er schlüpfte recht flott

In meinen Menschenkörper rein

Ich fühlte mich plötzlich leicht

Fühlte mich gar sagenhaft

Der Tausch war vollzogen

Mit all seiner Macht

Ich schoss in die Lüfte

Falsch, ich selbst war die Luft

Genüsslich schnupperte ich an mir

Liebte meinen Frühlingsduft

Es zu erleben war das Schönste

Ich verteilte Wärme, Freude, Glück

Und wollt am Abend gar nicht

In mein altes ICH zurück

Auch der Frühling fühlte sich

So wohl, wie er jetzt war

Und so blieben wir vertauscht

Das war einfach wunderbar

Meinem Buch, dem hauchte ich

Die vermissten Gefühle ein

Als Frühling war ich dazu im Stande

Unglaublich war es, so zu sein

Der Herr Frühling ging dann zum Verlag

Und so prall gefüllt – mit Liebe voll

Schnalzte der Verleger mit der Zunge

Fand es mega. Gefiel ihm richtig toll

Mein Buch, es wurd ein Kassenschlager

Wirklich jeder wollt es haben

Und der Herr Frühling als mein ICH

Der konnt sich dran erlaben

Denn der Autor wurde sehr gelobt

Einen Preis bekam das Buch sogar

Es wurde auch verfilmt

Mein Buch wurd glatt zum Superstar

All das erfreute mich von Herzen

Denn ich fand ja auch mein ganzes Glück

Und nie mehr auch nur für einen Penny

Wollte ich als Mensch zurück

Ich zieh umher

Bin unterwegs das ganze Jahr

Bringe die Liebe und die Sonne

Überall nach jedem Winter bin ich da

Mach die Erde wieder warm

Mach sie hübsch und bunt

Ja, mein wunderbares Sein

Wahrlich läuft es rund

Ohne mich

Gäbe es kein neues Leben

Liebe es der Welt von allem nur

Das Schönste hier zu geben

Manchmal besuch ich mein altes ICH

Schaue gern durchs Fenster rein

Betrachte den Herrn Frühling glücklich

Seit Neuestem ist er nicht allein

Die große Liebe

Sie hat ihn voll erwischt

Und ich hab mit meinen Gefühlen

Ordentlich mitgemischt

Steffi Lofeldt

Traumbild

Ich fragte meine Tochter

Wie würde ihr Traumbild aussehen

Sie sagte, die Sonne würde scheinen

Sie würde in den Pool reingehen

Mein Mann träumt vom Urlaub

Faul rumliegen am Meer

Sein Traumbild vom Strand

Gefällt mir doch sehr

Ich stimme ihnen zu

Ein wenig Wärme täte gut

Hach, ich und die Gartenliege

Ein Cocktail und ein Sonnenhut

Draußen ist es kühl

Der Frühling kommt nur schwer in Gang

Ich sehne mich nach Sonnenstrahlen

Der letzte Winter war so lang

Mein Blick geht zum Sommerfoto

An der Wohnzimmerwand

Mein Mann und ich am Wasser

Ewig her. Sitzen im Sand

Wir waren Mitte zwanzig

Und kannten uns erst Tage

Ob aus uns was würde

War noch gar nicht die Frage

Ich höre leis die Wellen schlagen

Und hör noch unser Lachen

Wir schliefen ein am Strand

Nächtliches Erwachen

Wir unter Sternen

Momente – wunderbar

Und ein Jahr später

Standen wir vorm Traualtar

„Was ist dein Traumbild?“, fragt mein Mann

Mitten in meine Erinnerung

„Ich habe zwei“, sag ich, „es ist das hier und heut

Und es ist das Bild dort – wir in ganz jung.“

Steffi Lofeldt

Der Mann und seine Taube

In Armut lebt Hubert

Immer schon so bettelarm

Er hat selten Essen

Und ihm ist niemals warm

Er wohnt in einem Baum

Darin ist eine Höhle – klein

Aber für ihn reicht es allemal

Gutes Herz – bescheiden Heim

Eine Brieftaube als Freundin

Rettet ihn vor der Einsamkeit

Sie ist alt, kann nicht mehr fliegen

Zum Sterben ist sie fast bereit

Doch eines will sie machen

Bevor er kommt, der letzte Tag

Sie weiß, wonach sich Hubert sehnt

Eine Frau, die ihn von Herzen mag

So ist die Taube eines Tages

Ganz überraschend fort

Hubert ist verzweifelt – traurig

Und sucht an jedem Ort

Er glaubt sie verloren

Und weint gar bitterlich

Ach, wüsst er doch, die Tat der Taube

Ist so lieb, so ritterlich

Sie ist fleißig unterwegs

Zu Fuß und ist nun da

Sie sitzt vorm schmucken Haus

Der ach so schönen Ella

Diese verlor ihren Mann

Das ist schon lange her

Liebe, Glück und Freude

Vermisst sie ohne ihn gar sehr

Die Taube kennt die Ella

Und umgekehrt ist‘s ebenso

Das Täubchen heut zu sehen

Das macht die Ella froh

Sie nimmt sich des Vogels an

Füttert sie und hält sie warm

Die Taube schläft ganz brav

Auf ihrem lieben Arm

Das Vöglein glücklich weiß

Ella ist so sanft, ihr Herz so rein

Hubert und Ella als Paar

Das wäre wirklich fein

Am nächsten Morgen in der Früh