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Kurzgeschichtenverse - Eine Sammlung in Reimen Eine schwerverliebte Meerjungfrau, ein Mann, der in einem Baum lebt, eine mysteriöse Sanduhr und eine Henne, die nicht immer eine war. Ein Pianist, der ständig rumkommandiert, ein Opa, der gerne Seemannsgarn spinnt, und zwei Fische auf ihrer Reise ins Glück. Ein eitles Pferd, ein vegetarischer Puma, ein Fahrstuhlerlebnis, ein furchterregendes Haus und ein Geheimnis im Wald. Und und und ... Insgesamt 71 Kurzgeschichten in Versform bietet diese Sammlung. In vier Kapiteln gibt es jede Menge Frühlingsgefühle, viele Sommer-Sonnenstrahlen, heftige Herbststürme, Winter- und Weihnachtszauber. Dazu kommen Texte über Freundschaft, Familie und Liebe. Zum Schmunzeln. Zum Innehalten. Erzählt wird vom Leben und wie es so spielen kann. Es gibt Träume und Wünsche. Ganz viel Fantasie. Es wird abenteuerlich, spannend, und auch mal gruselig. Die 71 Gedichte werden von Zeichnungen begleitet. Kreiert von Marie Kahle, Emma Krützfeldt und der Autorin.
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Seitenzahl: 82
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Kurzgeschichtenverse sind 71 Kurzgeschichten in Versform. Verdichtete Texte, die Geschichten erzählen. Das Buch enthält vier Kapitel: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Hier trifft jahrenzeitentypisches Schreibwerk auf lange und kurze Gedichte, die in verschiedenen Genres verfasst wurden.
Auf den Seiten wird es familiär, abenteuerlich und auch mal majestätisch. Ebenso wird es spannend, fantastisch und manchmal skurril. Das Geschriebene handelt von Liebe und Freundschaft. Es geht ums Alltägliche und um das Außergewöhnliche. Erzählungen von Menschen, Tieren und Fabelwe-sen gibt es. Das Gereimte berichtet von glücklichen Erinnerungen und Wünschen, Sehnsüchten und Träumen. Nachdenken. Sinnen. Schmunzeln. Zuweilen wird es gruselig.
Die 71 Gedichte werden von Zeichnungen begleitet; kreiert von Marie Kahle, Emma Krützfeldt und der Autorin.
Steffi Lofeldt wurde 1976 in Bremen geboren und lebt heute mit ihrem Mann, den drei Töchtern und dem Familienhund südlich der Hansestadt. Bereits im Teenageralter begann die gelernte Schifffahrtskauffrau Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben. Sie fühlt sich im Genre Liebe zu Hause, mitunter darf es auch etwas fantastisch sein.
Seit 2022 kann man auf ihrem Instagram Account @steffilofeldt viele ihrer Texte lesen. Im Selfpublishing veröffentlicht sie seit 2024. Bisher zwei Ge-dichtbände, ein Kreativbuch und einen Liebesroman. Weitere Bücher sind in Planung. Außerdem wurden neun ihrer Kurzgeschichten und drei Gedichte von ihr in verschiedenen Anthologien publiziert. Alle Informationen über ihre bisherigen Veröffentlichungen findest du nach den Gedichten am Ende des Buches.
Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft der Malerei. Sie gestaltete das Cover.
René, Lina, Marie, Emma
In Liebe – von Herzen
Bis zum Mond und wieder zurück
Frühling
Hühnerstall
Frühlingsgefühle
Traumbild
Der Mann und seine Taube
Im Wasserglas
Gedanken an Opa
Das Frühlingskleid
Sternenstaub
Zuckerwatte
Herz König
Ein Ostergedicht
Mein Job im Theaterhaus
Liebe gut – alles gut
Glitzerstaub für deine Geschichten
Unerfüllte Liebe
Sommer
Gänseblümchen
Morgens am Strand – zwei Seelen
Wüstensand
Fürstlich belogen
Sonnengeküsst
Papierflugzeug
Festival
Fremde Gärten
Das Herz aus Glas
Libelle
Backpapier
Vespa fahren
Vorfreude
Auf Spurensuche
Sternschnuppe
Schiff ahoi
Das Geheimnis
Wir – unter Palmen
Das Horrorhaus
Red & Floppy
Sommer, Seilbahn und noch viel mehr
Nimmerland
Sonnenbrand
Sonnenbrand – die Fortsetzung
Herbst
Ein besonderes Blatt
Schöne Frauen
Nebeldunst
Sommersterben im Herbsterwachen
Vampire
Volksfest
Er – am Klavier
Die Muschel am Fenster
Herbstwaldtag
Liebe pur
Das Hochzeitskleid an Halloween
Mutter Natur
Mamas Melodie
Rocket & der goldene Apfelring
Besuch zur Geisterstunde
Ein Puma auf hoher See
Eis essen mit Luca
Seifenblasen
Herbst mit dir
Gewitter
Winter
Advent
Ritterspiele
Im Fahrstuhl
Coffeeshop
Falsch verbunden
Im Lebkuchenhaus
In Zeitungspapier
Auf dem Weihnachtsmarkt
Zaubertrank
Heimkehren
Bilderbuch der Gefühle
Winterzauber
Persönliches
Künstlerinnen-Porträts
Buchvorstellungen
Demnächst
Bonusgedicht – Mein Superheld
Emma Krützfeldt
Meine Tante, die gestresste
Die war selten glücklich
Sie kam einfach nicht zur Ruh
Das nervte sie gar merklich
Sie hatte einen Stall
Der war voller Federvieh
Sie schaute ihnen gerne zu
Gestresst wirkten diese nie
So überlegte sich die Gute
Ein Huhn zu sein wär toll
Scharren, picken, gackern
Sonst nichts – wie wundervoll
Am liebsten dann in Rosa
Die Füße schick – mit Puscheln
Sie träumte schon davon
Schön im Heu zu kuscheln
Eines Tages kam ne Fee
Der klagte sie ihr Leid
Und sie erzählte ihren Traum
Vom rosa Federkleid
Am nächsten Morgen war sie
Wie ich sie heute kenne
Die Fee hat sie transformiert
In eine süße Henne
Steffi Lofeldt
Im letzten Herbst hab ich
Eine Geschichte geschrieben
Und ich dachte naiv
Ein jeder würd sie lieben
Mein Verleger zog ne Flunsch
Und fand sie nur lala
Die Story wär schon fesch
Nur Gefühle wär‘n kaum da
Das traf mich hart
Mein Herzblut hatte ich gegeben
Ich redete ihm gut zu, doch er
Riet mir, von vorn loszulegen
Ich war beleidigt
War richtig frustriert
Und mein Autorenego
Stark sabotiert
Diese Depression
Hielt den ganzen Winter an
Ich traute mich
An keine neue Zeile ran
Das Autorenleben
Ich wollte es nicht mehr
Doch tief in mir wusste ich
Trotz des Unmuts wollt ich es sehr
Vor Verzweiflung
War ich arg zerfressen
Vor Zerrissenheit
Hab ich kaum was gegessen
Ein Schatten meiner selbst
War ich noch
Der nur im Notfall
Aus dem Bettchen kroch
Als dann der Frühling kam
Da wünschte ich mir
Er ließe mir doch ein paar
Seiner tollen Gefühle hier
Frühlingsgefühle
Wollte ich spüren
Und meine Muse sollte mich
Ganz neu berühren
Voller Ironie schrie ich es raus
Hab ihn um Hilfe gefragt
Und nie im Leben hätt ich
Es auch nur zu träumen gewagt
Unglaublich sind die nächsten Zeilen
Aber vielleicht ja genau so passiert
Du bekommst die Geschichte ungefragt
Und jetzt ganz pur in Reimen serviert
Der holde Frühling
In all seiner Pracht
Der hat mir an diesem Tag
Ein Angebot gemacht
Er wollte mir tatsächlich helfen
Weil er das Helfen gerne mag
Er sagte, ich wär er und er wär ich
Und das für einen ganzen Tag
Erstaunt willigte ich ein, wollt
Für einen Tag der Frühling sein
Und er schlüpfte recht flott
In meinen Menschenkörper rein
Ich fühlte mich plötzlich leicht
Fühlte mich gar sagenhaft
Der Tausch war vollzogen
Mit all seiner Macht
Ich schoss in die Lüfte
Falsch, ich selbst war die Luft
Genüsslich schnupperte ich an mir
Liebte meinen Frühlingsduft
Es zu erleben war das Schönste
Ich verteilte Wärme, Freude, Glück
Und wollt am Abend gar nicht
In mein altes ICH zurück
Auch der Frühling fühlte sich
So wohl, wie er jetzt war
Und so blieben wir vertauscht
Das war einfach wunderbar
Meinem Buch, dem hauchte ich
Die vermissten Gefühle ein
Als Frühling war ich dazu im Stande
Unglaublich war es, so zu sein
Der Herr Frühling ging dann zum Verlag
Und so prall gefüllt – mit Liebe voll
Schnalzte der Verleger mit der Zunge
Fand es mega. Gefiel ihm richtig toll
Mein Buch, es wurd ein Kassenschlager
Wirklich jeder wollt es haben
Und der Herr Frühling als mein ICH
Der konnt sich dran erlaben
Denn der Autor wurde sehr gelobt
Einen Preis bekam das Buch sogar
Es wurde auch verfilmt
Mein Buch wurd glatt zum Superstar
All das erfreute mich von Herzen
Denn ich fand ja auch mein ganzes Glück
Und nie mehr auch nur für einen Penny
Wollte ich als Mensch zurück
Ich zieh umher
Bin unterwegs das ganze Jahr
Bringe die Liebe und die Sonne
Überall nach jedem Winter bin ich da
Mach die Erde wieder warm
Mach sie hübsch und bunt
Ja, mein wunderbares Sein
Wahrlich läuft es rund
Ohne mich
Gäbe es kein neues Leben
Liebe es der Welt von allem nur
Das Schönste hier zu geben
Manchmal besuch ich mein altes ICH
Schaue gern durchs Fenster rein
Betrachte den Herrn Frühling glücklich
Seit Neuestem ist er nicht allein
Die große Liebe
Sie hat ihn voll erwischt
Und ich hab mit meinen Gefühlen
Ordentlich mitgemischt
Steffi Lofeldt
Ich fragte meine Tochter
Wie würde ihr Traumbild aussehen
Sie sagte, die Sonne würde scheinen
Sie würde in den Pool reingehen
Mein Mann träumt vom Urlaub
Faul rumliegen am Meer
Sein Traumbild vom Strand
Gefällt mir doch sehr
Ich stimme ihnen zu
Ein wenig Wärme täte gut
Hach, ich und die Gartenliege
Ein Cocktail und ein Sonnenhut
Draußen ist es kühl
Der Frühling kommt nur schwer in Gang
Ich sehne mich nach Sonnenstrahlen
Der letzte Winter war so lang
Mein Blick geht zum Sommerfoto
An der Wohnzimmerwand
Mein Mann und ich am Wasser
Ewig her. Sitzen im Sand
Wir waren Mitte zwanzig
Und kannten uns erst Tage
Ob aus uns was würde
War noch gar nicht die Frage
Ich höre leis die Wellen schlagen
Und hör noch unser Lachen
Wir schliefen ein am Strand
Nächtliches Erwachen
Wir unter Sternen
Momente – wunderbar
Und ein Jahr später
Standen wir vorm Traualtar
„Was ist dein Traumbild?“, fragt mein Mann
Mitten in meine Erinnerung
„Ich habe zwei“, sag ich, „es ist das hier und heut
Und es ist das Bild dort – wir in ganz jung.“
Steffi Lofeldt
In Armut lebt Hubert
Immer schon so bettelarm
Er hat selten Essen
Und ihm ist niemals warm
Er wohnt in einem Baum
Darin ist eine Höhle – klein
Aber für ihn reicht es allemal
Gutes Herz – bescheiden Heim
Eine Brieftaube als Freundin
Rettet ihn vor der Einsamkeit
Sie ist alt, kann nicht mehr fliegen
Zum Sterben ist sie fast bereit
Doch eines will sie machen
Bevor er kommt, der letzte Tag
Sie weiß, wonach sich Hubert sehnt
Eine Frau, die ihn von Herzen mag
So ist die Taube eines Tages
Ganz überraschend fort
Hubert ist verzweifelt – traurig
Und sucht an jedem Ort
Er glaubt sie verloren
Und weint gar bitterlich
Ach, wüsst er doch, die Tat der Taube
Ist so lieb, so ritterlich
Sie ist fleißig unterwegs
Zu Fuß und ist nun da
Sie sitzt vorm schmucken Haus
Der ach so schönen Ella
Diese verlor ihren Mann
Das ist schon lange her
Liebe, Glück und Freude
Vermisst sie ohne ihn gar sehr
Die Taube kennt die Ella
Und umgekehrt ist‘s ebenso
Das Täubchen heut zu sehen
Das macht die Ella froh
Sie nimmt sich des Vogels an
Füttert sie und hält sie warm
Die Taube schläft ganz brav
Auf ihrem lieben Arm
Das Vöglein glücklich weiß
Ella ist so sanft, ihr Herz so rein
Hubert und Ella als Paar
Das wäre wirklich fein
Am nächsten Morgen in der Früh
