Kurztrip Mexiko - Thomas Haas - E-Book

Kurztrip Mexiko E-Book

Thomas Haas

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Beschreibung

Willkommen in Mexiko, wo Brüllaffen den Wecker ersetzen, Cocktails zu jeder Tageszeit fließen und Urlauber am Pool mehr Thermobecher als Badehosen dabeihaben. Thomas Haas nimmt uns mit auf eine Reise voller Überraschungen, skurriler Begegnungen und unvergesslicher Momente - ob beim Kampf um die besten Liegen, die Story über einen betrunkenen Straßenhund oder einem Rückflug, der turbulenter kaum sein könnte. Das aber ist nur ein Teil der Geschichte, denn wir dürfen den Autor auch nach Albanien begleiten. Und wer dachte, der Balkanstaat sei weniger chaotisch, wird schnell eines Besseren belehrt. Haas ist auch hier mit wachem Blick und trockenem Humor unterwegs. In seinen satirischen Reiseberichten schildert der Autor humorvoll und augenzwinkernd seine Erlebnisse in der bunten Welt Mexikos und Albaniens. Alles ist live erlebt und garantiert authentisch. Von den Absurditäten des All-Inclusive-Urlaubs bis zu den kleinen, echten Momenten, die das Reisen ausmachen, bleibt kein Fettnäpfchen unberührt. Das Buch ist ein Muss für alle, die gerne reisen, lachen und über die kleinen und großen Hürden des Alltags schmunzeln wollen. Thomas Haas zeigt: Reisen ist Chaos - und gerade das macht es so wunderbar.

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Seitenzahl: 100

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Zu diesem Buch:

Was dieses Buch besonders macht, ist seine Authentizität. Thomas Haas schreibt keine geschönten Geschichten, sondern berichtet von dem, was er tatsächlich erlebt hat – inklusive aller Pannen, Überraschungen und urkomischen Momente. Genau das macht die Lektüre so nahbar: Man liest und hat das Gefühl, mit einem Freund bei einem Bier über seine Abenteuer zu plaudern. Es ist diese Bodenständigkeit, die den Leser fesselt, und die Fähigkeit, selbst aus vermeintlich trivialen Situationen kleine Anekdoten zu formen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort von Andreas Kunkel

Vorwort des Autors

Wie alles begann

Tag 2 – karibisches Paradies

Tag 3 – Der Strandköter

Tag 4 – St. Patricks Day

Tag 5 – Schaumparty und Feuershow

Tag 6 – Shoppingtour

Tag 7 – die Rache der Maya

Tag 8 – Letzter Tag am Playa del Carmen

Tag 9 – Beachcruising in Tulum

Tag 10 – Cenoten-Tour

Tag 11 – Sonntag

Tag 12 – diverse Ausflüge

Tag 13 – no beer

Tag 14 – Coco Unlimited

Tag 15 – letzter Tag

Tag 16 – Heimreise

Rückflug von Montreal nach Frankfurt

Wieder zuhause - Erholung im örtlichen Freibad

Bonustrack: ALBANIEN

Vorbereitungen

Sonntag, einarmiges Packen

Montag, Anreise Tirana

Am Flughafen gelandet

Tag 2 – Tirana/Kruja

Tag 3 – Montenegro

Tag 4 – Shkodra

Tag 5 – Berat

Tag 6 und 7 – Strandtage

Tag 8 – Rückflug

Nachtrag

Vorwort von Andreas Kunkel

Reisen ist immer auch ein Sprung ins Unbekannte. Es eröffnet neue Horizonte, wirft aber auch Licht auf die Absurditäten des Alltags – oft ungefiltert und unverblümt. In „Kurztrip Mexiko – Mit Tequila und Corona ins Chaos“ hat mich Thomas Haas mit auf eine Reise genommen, die Autor und Leser als gleichermaßen chaotisch wie charmant empfinden müssen. Als jemand, der Mexiko vor etlichen Jahren selbst besucht hat, lese ich seine Erlebnisse mit einer Mischung aus Wiedererkennen und Staunen. Vieles hat sich verändert, manches bleibt wohl ewig: das Temperament des Landes, die Fülle an Eindrücken und die Momente, die man am besten mit Humor übersteht.

Thomas Haas ist kein klassischer Reiseschriftsteller – und will das auch gar nicht sein. Sein Stil lebt von Ehrlichkeit, direktem Humor und einer ungefilterten Erzählweise, die genau den richtigen Ton für einen satirischen Reisebericht trifft. Haas erzählt so, wie er das Leben sieht: mal überrascht, mal kopfschüttelnd, aber immer mit einem Augenzwinkern.

Deutlich wird das unter anderem bei der Schilderung seines Rückflugs von Mexiko in die Heimat. Wir erleben alltägliche Szenen aus einem Flugzeug so irritierend hautnah, dass sie uns nicht nur zum Lachen bringen, sondern uns das Gefühl geben, wir hätten selbst einen Platz in der Maschine gebucht, um das skurrile Treiben an Bord genüsslich auf uns wirken zu lassen.

Aber nicht nur der Rückflug ist voller treffender Beobachtungen. Schon zu Beginn seiner Reise lässt Haas keinen Zweifel daran, dass der Urlaub in Mexiko keine Postkartenidylle ist: Denn vielleicht sind die Mexikaner so klein und fett, weil sie sich mit Goldflüssigem ernähren, statt in einen staubtrockenen Taco zu beißen? Thomas Haas überschreitet gelegentlich Grenzen, dass man froh sein muss, dass Mexikaner so schlecht Deutsch sprechen.

Und seine Reise geht noch weiter: Neben Mexiko widmet sich Thomas Haas auch Albanien, einem Land voller Kontraste, das auf seine ganz eigene Weise überrascht. „Hier ist selbst die Einreise schon ein Abenteuer“, schreibt Haas, und schildert Begebenheiten, die man lesen muss. Ausdenken kann man sie sich nicht.

Was dieses Buch besonders macht, ist seine Authentizität. Thomas Haas schreibt keine geschönten Geschichten, sondern berichtet von dem, was er tatsächlich erlebt hat – inklusive aller Pannen, Überraschungen und urkomischen Momente. Genau das macht die Lektüre so nahbar: Man liest und hat das Gefühl, mit einem Freund bei einem Bier über seine Abenteuer zu plaudern. Es ist diese Bodenständigkeit, die den Leser fesselt, und die Fähigkeit, selbst aus vermeintlich trivialen Situationen kleine Anekdoten zu formen.

„Kurztrip Mexiko – Mit Tequila und Corona ins Chaos“ ist eine Einladung, sich auf das Abenteuer Reisen mit all seinen Höhen und Tiefen einzulassen – und dabei auch über sich selbst zu lachen. Es richtet sich an alle, die Reiseberichte in humorvoller und augenzwinkernder Weise schätzen. Es verspricht kurzweilige Unterhaltung mit einer kräftigen Prise Selbstironie.

Willkommen an Bord – und genießen Sie die turbulente Reise!

Bienvenidos al caótico México

Andreas Kunkel Journalist & Mediensoziologe Geschäftsführer der Agenturengruppe con.Text

Vorwort des Autors

Als ich beschließe, diese Zeilen zu schreiben, ist es der 17. März 2024, mittags, 14 Uhr. Der irische Feiertag St. Patrick‘s Day.

Diesen Tag feiern anscheinend nicht nur Menschen mit irischen Wurzeln, dieser wird auch in Mexiko vor allem von Touristen ausgiebig gefeiert. Vielleicht ist dieser Tag auch bei den zahlreichen Kanadiern beliebt, die dieses Hotel bevölkern? Die Kanadier sind es, die vom frühen Morgen bis zum späten Abend mit riesigen Thermobechern im Pool liegen. Diese Monsterbecher schleppen sie überall mit hin: zum Frühstück, Mittagessen, überall halt. Selbst beim Gang zur Toilette nehmen sie ihren geliebten Becher mit. Ich glaube, nicht mal beim Sex legen sie diesen aus der Hand. Jedenfalls stand am frühen Morgen ein riesiger, grüner Schriftzug mit der Aufschrift „St. Patricks Day“ am Strand. Ich machte mich zuerst noch über die Schlange an Menschen lustig, die sich vor oder hinter diesem Schriftzug fotografieren ließen. Jetzt ist es, wie gesagt 14 Uhr und nach dem dritten Cocktail und meinem fünften Bier in unserem All Inclusive Hotel will auch ich mich mit diesem Schriftzug von meiner Frau Nicole fotografieren lassen. Nicht dahinter oder davor. Nein, ich liege mit meinem rosa Sonnenhut oben quer auf den Buchstaben. Solange, bis mich ein paar wütende Urlauber herunterzerren. Eigentlich wollte ich keine Reisenotizen zu diesem Mexikotrip verfassen: jetzt aber ist es so weit… Schreiben als Therapie?

Aber nun alles von Anfang an.

Wie alles begann

Nachdem wir ziemlich genau vor einem Jahr für fünf Wochen auf eigene Faust durch Vietnam gezogen sind, haben wir beschlossen, es in diesem Jahr etwas ruhiger angehen zu lassen. Die Wahl fiel auf Mexiko. Genauer gesagt: Playa del Carmen - Cancun. Nach einer Woche „All In“ soll die Reise in das nahegelegene Örtchen Tulum, einem beliebten „Insta-Hotspot“, weitergehen. Mein Hirn benötigt schon wieder dringend eine Auszeit! Schon Wahnsinn, wie schnell die geistige Vermüllung einen wieder eingeholt hat.

Beim Kofferpacken merke ich, dass ich keine klaren Gedanken mehr fassen kann. Mir fällt es schwer, mich auf die einfachsten Dinge der nichtvorhandenen Packliste zu konzentrieren. Aber eines habe ich gelernt: Weniger ist mehr!!! Keine drei kurzen Hosen, von denen ich eh nur eine anziehen werde, einpacken. Keine typisch deutsche Outdoorsandalen mitnehmen. Ein Paar statt fünf Paar Flip-Flops reichen auch. Keine 14 T-Shirts in den Koffer quetschen. Aber warum wiegt mein Koffer trotzdem 21 Kilogramm? Egal, ein paar Lebensjahre habe ich ja noch, um das Ganze für zukünftige Reisen stetig zu optimieren.

Die Anfahrt zum Frankfurter Flughafen ist für mich mentale Höchstleistung. Tausende Gedanken hämmern in meinem Hirn. Was ist, wenn das Bodenpersonal von Verdi noch streikt? Was ist, wenn das vollgetankte E-Auto versagt? Was ist, wenn ich im Stau stecken bleibe und der Flieger ohne uns startet? Habe ich was vergessen einzupacken? Es ist wirklich krass, wie das Hirn nach einem Jahr ohne Sabbatical schon wieder versumpft ist.

Aber Verdi streikt nicht mehr und wir sind 2,5 Stunden vor Abflug am Terminal 1 eingetroffen.

Pünktlich um 10.30 Uhr heben wir ab. Eigentlich haben wir Lufthansa gebucht. Uns fliegt aber Discover Airline. Eine Tochtergesellschaft der Lufthansa. Der spärliche Service beginnt schon damit, dass keine Zeitschriften bereitliegen.

Wie sehr ich mich nach den großzügigen Sitzen und nach dem exzellenten Service von Qatar Airline sehne.

Eigentlich wollte ich mir auf dem 12-Stunden-Flug ein paar Bier reinziehen, um besser schlafen zu können. Aber bei diesen Billigairlines muss man auch noch für Alkohol bezahlen. Dann eben nicht.

Unsere männliche Stewardess wurde von Discover Air sicherlich auf Grund der Diversitäts-Quote eingestellt. Ein Typ Namens Lenard. Geschminkte Augen und die Mimik und Gestik von einem Teilnehmer der Show „Prinz Charming“. Ich denke, sein eigentlicher Berufswunsch ist Drag. Eine Dragqueen wie die Mutter der Nation: Olivia Jones. Der lange Flur des Airbus 300 ist für ihn wie ein Laufsteg. Graziös manövriert er den Getränkewagen durch die engen Gänge.

Als wir dann endlich am Airport Cancún landen, klatscht die ganze Besatzung. Wo bin ich hier? Für diese holprige Landung noch Applaus zollen? Das ist doch nicht mehr zeitgemäß, sondern total „Eighties“. Normal bin ich derjenige, der sich über die hektischen und sich schnell aus dem Flieger rempelnden Touristen lustig macht. Heute bin ich einer von Ihnen. Einfach nur raus hier!!! Wie im Supermarkt stehen wir mal wieder in der falschen Schlange. Am Immigration Schalter dauert es 45 Minuten, bis so ein gelangweilter, kleinwüchsiger und übergewichtiger Mexikaner seinen Stempel in unseren Reisepass drückt. Beim Anstehen in der Schlange frage ich mich: Warum sind gefühlt alle Mexikaner klein und extrem fett? Soll diese mediterrane Kost nicht gesund sein? Die staubtrockenen Tacos sind doch aus Maismehl und nicht aus dem verrufenen Weizen? Oder saufen die Mexikaner etwa Ihren Tequila alle selbst? Könnte es an der giftgrünen Guacamole liegen? Dieser Dip wird aus Avocado hergestellt und soll sehr gesund sein. So viel vorab: Nach zwei Wochen in diesem Land läuft einem diese Pampe zu den Ohren raus…. Das Zeug wird zu allem gereicht. Selbst beim Frühstück soll man sich den schlammig-grünen Brei auf sein Rührei schmieren!

Da wir keine Pauschalreise gebucht haben, müssen wir den Transport in unser Urlaubshotel selbst organisieren. Ein offizielles Taxi würde umgerechnet 70 Euro kosten. Willkommen bei Achtung Abzocke 2.0! Wir entscheiden uns daher für öffentliche Verkehrsmittel. Den ADO-Bus. Kosten pro Person: nur 14 Euro. Auch teuer genug. Bei der 1,5 Stunden dauernden Busfahrt können wir erste Impressionen über dieses Land sammeln. Wir sind schon viel in der Welt rumgekommen, aber diese ersten Eindrücke lassen Schlimmes erahnen. Müll entlang der mit Schlaglöchern übersäten Straße. Ein verfallenes und verlassenes Gebäude neben dem anderen. Kein Wunder, dass sie hier alle nach Amerika flüchten. Jetzt kann ich Donald Trump verstehen, warum er eine Mauer errichtet hat. Ich kann aber auch die Menschen hier verstehen, dass sie raus aus dem Elend flüchten. Würde es uns zuhause schlecht gehen, würden wir auch Länder vorziehen, wo es mehr Chancen für unsere Familien gibt.

Vom Busbahnhof geht es die letzten paar Meter im Taxi in unser heiß ersehntes Urlaubsdomizil. Dem 5 Sterne All-inklusive Bunker Iberostar-Tucan. Nach dem Einchecken ist es mittlerweile 20 Uhr. Eines der zahlreichen Restaurants hat noch geöffnet. Die Auswahl an internationalen und landestypischen Speisen erschlägt uns. Ein kulinarischer Traum und ein Orgasmus für den Gaumen. Mit Abstand das beste Hotelessen der letzten Jahre. Jetzt kann die Erholung beginnen.

Unser Zimmer ist nahe der Rezeption, seitlich an einem kleinen Wäldchen gelegen. Die Zimmer sind funktionell und schon etwas in die Jahre gekommen. Auch der am nächsten Tag zu erwartender Weg an den Strand sieht auf dem Lageplan sehr, sehr weit aus. Da wir mittlerweile fast 24 Stunden auf den Füßen sind, ist mir alles egal. Erstmal schlafen. Nachts um 3 Uhr weckt mich nicht mein Biorhythmus, sondern ein undefinierbares Geschrei. Erst dachte ich an ein Pärchen, das beim Vögeln lustvolle Liebesschreie ausstößt. Aber das würgeähnliche Gebrüll kommt aus dem kleinen Wäldchen. Vielleicht kotzt sich ein kanadischer Tourist seine Cocktails aus dem Hals? Oder er hatte in seinem schlecht gespülten Riesenbecher Keime, die eine bakterielle Mageninfektion verursacht haben. Aber so lange und in einem immer wiederkehrenden Rhythmus? Die Intensität dieses lauthalsen Brüllens lässt nicht nach. Sind es mehrere? Langsam müssten deren Mägen doch leer sein. Irgendwann überwältigt mich der Schlaf wieder und lässt mich verspannt am Morgen erwachen. Das undefinierbare Geräusch klärt sich am nächsten Morgen durch ein Warnschild schnell auf: Brüllaffen! Ja, Brüllaffen!!! „Don’t feed - can bite!“ So kann ich die nächste Woche nicht überstehen. Schnell zur nahegelegenen Rezeption und nach einem Upgrade fragen. Yes! Für 25 Euro Aufpreis pro Nacht bekommen wir einen „New renovated room“ „First line“, direkt am Strand. Ein Traum.