Kurzweilig langlebig - Beate Piehler - E-Book

Kurzweilig langlebig E-Book

Beate Piehler

0,0

Beschreibung

Kurzweilig und langlebig? Oder eher kurzlebig und langweilig? Das entscheiden Sie beim Lesen! Kurzweilig, weil es sich um kurze Lesevergnügen handelt und langlebig, weil sie schwarz auf weiß niedergeschrieben sind. Ich habe Gedichte, Gedanken, Geschichten und Erzählungen aus den vergangenen Jahren in diesem Büchlein zusammengetragen. Damit es nicht einfach in der Datenfülle im PC verschwindet, fasse ich es hier zusammen. Manches Ereignis lässt mich sofort zu Blatt und Stift greifen und manchmal sind es Gedanken, ausgelöst durch prägende Ereignisse, die ich aufschreibe. Aber nicht alles hier Niedergeschriebene entspricht der Wahrheit und ist tatsächlich passiert, sondern frei erfunden. Und nicht alles gefällt jedem. Also: Versprechen Sie sich nicht zu viel von dieser Lektüre, dann werden Sie auch nicht enttäuscht sein!

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Seitenzahl: 152

Veröffentlichungsjahr: 2013

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

Kurzweilig langlebig

Wer ist eigentlich picassoweiblich?

Kleine Hand in meiner Hand

Frösche beißen nicht

Jahrein – Jahraus

Ein wenig mehr Zeit

Freude

Morgen

Frühling

Schlüsselblumen

Gedanken zu Ostern

Sommerabend

Sommerabendspaziergang

Urlaubsstimmung

Urlaubsimpressionen

Wann ist eigentlich Weihnachten?

Das Wunder der Heiligen Nacht

Weihnachtsfrieden

Mein Freund

Ein Freund

Das Leben

Für Dich!

Zerreißprobe

Ein Haus aus Stein

Der Stoff aus dem die Träume sind

Das Lächeln der Sterne

Gedanken zum Glück

Langeweile

Entscheidung in den Bergen

Warum tust du das?

Markttreiben

Der Brief

Eine Liebe auf Zeit

Fatale Entscheidung

Gefangen in mir selbst

Jeder Tag ist Muttertag

Schlüsselwirtschaft

Frei nach Goethe

…und die Angst fährt mit

Getrübte Weihnachtsfreude

Ein Urlaubsfoto

Mit Kinderaugen

Ein ganz gewöhnlicher Freitag

Otto spielt im Lotto

Absender unbekannt

Das Licht

Auf dem Gipfel

Die Leiden des jungen Dichters

Kompromisslos

Überwunden

Nachts

Täglicher Kampf

Das Glück

Es geht die Sonne auf

Gegenwart eines Menschen

In dir selbst

Unterwegs

Kurzweilig langlebig?

Kurzweilig und langlebig? Oder eher kurzlebig und langweilig? Das entscheiden Sie beim Lesen!

Kurzweilig, weil es sich um kurze Lesevergnügen handelt und langlebig, weil sie schwarz auf weiß niedergeschrieben sind.

Ich habe Gedichte, Gedanken, Geschichten und Erzählungen aus den vergangenen Jahren in diesem Büchlein zusammengetragen. Damit es nicht einfach in der Datenfülle im PC verschwindet, fasse ich es hier zusammen. Manches Ereignis lässt mich sofort zu Blatt und Stift greifen und manchmal sind es Gedanken, ausgelöst durch prägende Ereignisse, die ich aufschreibe. Aber nicht alles hier Niedergeschriebene entspricht der Wahrheit und ist tatsächlich passiert, sondern frei erfunden.

Und nicht alles gefällt jedem. Also:

Versprechen Sie sich nicht zu viel von dieser Lektüre, dann werden Sie auch nicht enttäuscht sein!

Wer ist eigentlich picassoweiblich?

Picassoweiblich ist eine Frau die gerne schreibt, einfach nur so. Irgendwann entdeckt sie diese Leidenschaft, besucht einen Kurs „Kreatives Schreiben“ in einer Abendschule und beginnt wild drauflos zu schreiben. Sie erhält viel Kritik von ihrem „Meister“, schreibt trotzdem unermüdlich und erntet weiter Kritik. Sie kümmert sich ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr darum, nimmt es hin als Ansporn, ändert aber selten etwas, sondern schreibt neu. Aus Kurzgeschichten und Gedichten werden Erzählungen und Berichte. Den zweiten Kurs in der Abendschule besucht sie auch noch, aber er bringt ihr noch weniger als der erste Lehrgang. Sie zieht ihn durch und bleibt am Ball, lange Zeit, bis sie irgendwann keine Zeit mehr dafür hat. Nur eine Ausrede!?

Sie nimmt sich nicht die Zeit dafür. Besser gesagt, sie würde ja gerne, aber…

Wenn nur diese Ausflüchte nicht wären, die ach so bequemen Ausreden, ja…, dann…

Von den beiden Kursen in der Abendschule zehrt sie und nutzt das Erlernte für ihre Dichtungen zu festlichen Anlässen und vor allem aber für ihre Reiseberichte. Schon immer machte sie sich auf den Wanderungen und Reisen Notizen, aber nur, damit man später nachlesen kann, wann man wo gewesen ist. Mehr nicht!

Aber irgendwann beginnt sie, die Reisen so zu beschreiben, wie sie diese Abenteuer erlebt und empfindet, mit all ihren Höhen und Tiefen. Und Tiefen gibt es weiß Gott genug, vielleicht mehr als Höhen. „Der Weg von einem Gipfel zum nächsten Gipfel führt durch ein Tal!“, sagt ein weises Wort. Wohl wahr! Und sie hat es ausgekostet, manchmal auskosten müssen, weil sie mitwandert, nicht selten ohne zu wissen, auf was sie sich einlässt, was sie erwartet. Organisieren tut ihr Mann, diese Reisen wohlgemerkt. Im wirklichen Leben hat sie die Hosen an.

Aber es lebt sich auch sehr gut, wenn man Andere machen lässt, stellt sie fest und sie kann dann im Anschluss kritisieren, was sie selbst besser oder zumindest anders gemacht hätte. Sie schreibt einfach jeden Abend in ihr Notizheft die Wegstrecke und was ihnen besonderes begegnet oder widerfahren ist. Sie braucht es, um nach der Reise das Album zu füllen. Alle sind begeistert von der detaillierten Nachvollziehbarkeit, wenn sie schreibt, beschreibt. Vor allem die mitreisenden Freunde bestätigen, dass sie wirklich viele Details in ihre Berichte aufnimmt, die niemand beachtet hatte. Ihre Fotoalben sind einfach der Renner.

Als dann noch Hightech zur Verfügung steht, wechselt sie das Medium und gestaltet Fotobücher im PC mit den passenden Erklärungen zu den Fotos. Dabei vernachlässigt sie nie die handschriftlichen Notizen unterwegs, die bleiben.

Immer dieses Merkheft zur Hand, so kennt sie jeder. Wenn abends in den Herbergen, Gaststätten, Hotels oder Hütten erzählt oder gespielt wird, schreibt sie. Die Witzeleien darüber verstummen nach kurzer Zeit und man fragt sie stattdessen, wenn sie mal ohne Notizheft angetroffen wird, ob sie krank sei, weil sie nicht schreibt. Alle werden verständnisvoller und gehen in diesem Punkt respektvoller mit ihr um.

Eines Tages verschenkt sie ihr erstes Buch, einen Reisebericht über die Trekkingtour nach Nepal. Nur ihr Mann weiß vorher davon und die Überraschung gelingt. Sie schreibt weiter. Aber wann macht man mal so eine große Reise, die durch ihre Ungewöhnlichkeit oder Einzigartigkeit dazu inspiriert, ein ganzes Buch damit zu füllen? Sie ist nicht zufrieden. Sie ist nicht zufrieden mit ihrer Situation, ihrem Leben, ihren stillen, bescheidenen, persönlichen Erfolgen.

Ihre verzweifelte Suche nach Erfüllung gipfelt in dem Versuch, mit Pinsel und Farbe aktiv zu werden. Allerdings muss sie auch hier erst eine harte Schule durchlaufen, ehe sie die Farbtuben aufschrauben darf. Sie lässt sich nicht entmutigen: Sie doch nicht! Na das fehlte ja noch!

Sie malt im Team. Ein eigens dafür initiierter Malkurs dient ihr zu ihrer persönlichen Verwirklichung und hoffentlich ihrer Entfaltung. Sie nutzt ihre berufliche Stellung dazu. Das muss man der Fairness halber sagen.

Nichts desto trotz kommt auch viel Gutes dabei heraus. Das Haus, die Mitarbeiter und das ganze Unternehmen profitiert von ihrem Engagement in Punkto Öffentlichkeitsarbeit. Nicht, dass sie jetzt unbedingt ihre Werke ausstellen will. Nein! Das, was an diesen Abenden unter der fach- und sachkundigen Anleitung eines Kunsttherapeuten entsteht, wird gegen eine Spende während einer Vernissage aus Anlass des zweijährigen Bestehens der Einrichtung abgegeben.

Und da sie so ihre Liebe zur Malerei entdeckte, entscheidet sie sich aus einer Laune heraus dazu, dass sie zwar nie ein Picasso sein wird, aber einen Picasso feminin - den gab es doch noch nie! Und der so zusammengesetzte, und bereits in der zweiten Stunde vom Malkurs in ihrem Kopf entstandene Name, wird zu ihrem Synonym. Sie wird nie ein Picasso werden, dazu reichen ihre Malkünste nicht aus. Aber ihre Bilder gefallen ihr und die Freude am Malen gefällt ihr ebenso, wie es wohl Picasso ergangen sein mag. Darum nutzt sie seinen wohlklingenden Namen und macht ihn für sich weiblich.

Und das, was sie schreibt, ist ebenfalls einer Koryphäe im Schreiben wie Picasso im Malen nicht ebenbürtig, aber es verhält sich mit dem Schreiben wie mit dem Malen: „Kunst ist, was ohne Interesse gefällt!“

Entscheiden Sie selbst!

picassoweiblich

Kleine Hand in meiner Hand

Gemeinsam auf Entdeckungsreise,

so streifen wir durch’s Land.

Dies geschieht auf eine Weise,

die mir bis dato unbekannt.

Ich sehe Käfer, Schnecken, Spinnen,

die du am Weg entdeckst.

Beim Fröschlein bist du ganz von Sinnen,

weil du ihn aufgeweckt.

Und Schmetterlinge jagen,

das machst du mit Begeisterung.

Ich muss dir alle Farben sagen,

und fühl mich wieder jung.

Du stapfst so gern im Regen,

suchst jede Pfütze auf,

hüpfst singend auf den Wegen

und nichts stoppt deinen Lauf.

Deine kleinen Hände,

sie fassen alles an,

Denn die Natur spricht Bände,

wenn man ihr lauschen kann.

Warum hab ich jetzt so viel Zeit,

dies alles zu betrachten?

Mit dir lieb ich die Einsamkeit,

in Wald und Feld und Garten.

Die Kinder sind schon lange groß,

und zogen aus ins Land.

Jetzt bin ich eine Oma bloß,

und halte deine kleine Hand.

Frösche beißen nicht

Ich hatte meinen Enkel im Auto. Er durfte das Wochenende bei uns verbringen, damit unsere Tochter Zeit hatte, die Wohnung nach dem Umzug einzuräumen.

Wie immer stellte Mäxchen während der Fahrt viele Fragen.

„Oma, warum haben die denn einen Frosch auf das Schild gemalt?“ fragte er und zeigte auf das Verkehrsschild am Straßenrand.

Ich erklärte ihm die Bedeutung und da kam mir eine Idee. An diesem Straßenabschnitt hatten Umweltschützer wie in jedem Frühjahr Zäune aufgestellt, um zu verhindern, dass viele Frösche beim Queren der Straße überfahren würden.

Kurzerhand hielt ich am Straßenrand an und stellte den Motor ab.

„Wollen wir uns die Frösche ansehen?“, stellte ich die rhetorische Frage, weil ich genau wusste, dass er begeistert sein würde.

Sofort schnallte er sich mit einem Jubelruf ab. „Oh ja, Oma!“, sprach’s und rutschte vom Beifahrersitz.

Er war ein aufgewecktes, pfiffiges Kerlchen mit seinen fast fünf Jahren, aber eben ein Stadtkind, das die meisten Tiere nur aus dem Fernsehen oder dem Zoo kennt.

Er nahm meine Hand und gemeinsam stiefelten wir über die feuchte Wiese. In größeren Abständen waren Eimer in die Erde eingegraben, in die die Frösche auf der Suche nach einem Ausweg fallen, und dann später darin von Naturfreunden über die Straße getragen werden.

Die ersten beiden Eimer waren leer und ich hörte schon ein wenig Enttäuschung in seiner Stimme: „Und wenn es hier doch keine Frösche mehr gibt?“

Doch da hatten wir den dritten Eimer erreicht und Mäxchen jubelte, als er drei Frösche darin sah. Sofort drängte er mich weiter zu gehen, um auch die anderen Eimer zu kontrollieren.

Sein Mund stand bei der Wanderung über die Wiese überhaupt nicht mehr still. Genau zwanzig Frösche zählte ich bis ans Ende des Zaunes.

Als wir zurückgingen, mussten wir wieder in jeden Eimer schauen und die Tiere begutachten. In einem Gefäß war eine einzelne Kröte. Und dann kam die unvermeidliche Frage:

„Oma, holst du mir den Frosch raus, ich will ihn anfassen?“

„Du kannst ihn dir ruhig selbst raus nehmen.“, sagte ich, obwohl ich wusste, dass er dies nicht tun würde.

„Nein, du sollst ihn mir auf die Hand setzen.“, antwortete er auch prompt.

Er war zwar altklug aber kein „Spring-ins-Feld“, der neugierig auch unbekannte Dinge sofort ausprobierte. Da hatte der Dreikäsehoch gut reden!

Selbst als Kind hatte ich nie einen Frosch angefasst, weil es mich ein wenig davor ekelte. Und jetzt das!

Natürlich darf man als Erwachsener den Kindern keine Scheu zeigen.

„Oma macht das nicht so gerne.“, sagte ich vorsichtshalber trotzdem und streckte meine Hand nach dem Frosch aus. Mit dem Zeigefinger berührte ich ihn und schreckte kurz zurück.

„Der ist ganz kalt.“, erklärte ich, damit Mäxchen meine Scheu nicht bemerkte.

Und erneut forderte er mich auf, ihm das Tier in die Hand zu geben:

„Frösche beißen doch nicht, Oma!“, kommentierte mein naseweiser Enkel. Das wusste ich ja selbst und so fasste ich erneut beherzt in den Eimer, griff den Frosch mit zwei Fingern und setzte ihn auf sein Händchen. Wie eklig für mich! Schützend hielt ich meine Hand unter seine, als die kleine Kröte auf seinen Arm zu klettern begann. Natürlich musste ich ihn auf Anweisung meines Enkels zurück in den Eimer befördern.

Plötzlich bemerkte er eine Bewegung neben dem Eimer und entdeckte, dass ein kleiner Frosch neben dem Gefäß in das Loch gefallen war und nicht mehr raus kam. Kurzerhand zog er den Eimer hoch und da saß das kleine Tierchen in der Vertiefung. Wer nun den Winzling aus seiner misslichen Lage befreien musste, kann sich jeder denken.

„Du musst ihn da heraus holen, sonst stirbt er!“, lautete auch prompt die Anweisung des Dreikäsehochs.

Zum zweiten Mal in meinem Leben fasste ich einen Frosch an. Und hoffentlich zum letzten Mal. Aber weil ich damit zur Allgemeinbildung meines Enkels beitragen konnte, war ich mächtig stolz auf mich.

Jahrein – Jahraus

Die Natur zeigt ihre Kraft

jahrein – jahraus

oftmals unbemerkt

und manchmal über Nacht.

Wer denkt darüber nach?

Jahrein – jahraus

der Mensch oft jammert

und bedenkt sein Ungemach.

Vergisst ob all der Klagen

jahrein – jahraus

Beispiel sich zu nehmen

und nach dem Sinn zu fragen.

Es ist ein Kommen und ein Gehen

jahrein – jahraus

egal zu welcher Zeit

spürst du die Stürme wehen.

Wer weiß schon wie viel Zeit

jahrein – jahraus

und welches Leid und Freude

ein jedem von uns bleibt.

Ist bunt und wechselvoll das Leben

jahrein – jahraus

so lehrt uns die Natur

willst nehmen, musst auch geben.

Bedenke doch: in jedem Ende

jahrein – jahraus

steckt auch ein Neubeginn

und Kraft für eine Wende.

Ein wenig mehr Zeit

…möchte ich haben,

damit ich die Gaben,

die mir als Erbe zugetan,

vollends nutzen kann.

Brauche Hilfe beim Suchen,

möchte manchmal fluchen,

ob der Trägheit in mir,

drum ruf ich nach dir.

Menschen erkennen,

sie beim Namen nennen,

Schein zu trennen vom Sein,

kann so schwierig nicht sein.

Denke ich mir,

doch mit Hilfe von dir,

lerne ich lesen,

in den Gesichtern der Wesen.

Doch die Bewegung verrät,

uns oft das Gegenteil lehrt,

von dem was sie sagen

bleiben oft nur Phrasen.

„Positiv denken

und sich selbst lenken,

um kritisch zu sehen

und manchmal um die Ecke gehen.

Nicht immer ist geradeaus richtig,

Weitblick und Optimismus sind wichtig.“

So sprichst du fast täglich,

manchmal versag ich noch kläglich.

Bin dennoch bereit zu lernen,

greife auch manchmal nach den Sternen.

Doch da holst du mich schnell runter,

machst mich in meinem Träumen munter.

Du sprichst: „Nutz den Verstand und den Tag!“

Wo wär ich, wenn ich dich nicht hab?

Bist bei mir in Gedanken von früh bis spät:

Ach wenn es doch noch mehr Zeit gäb.

„Zeit für das Lauschen und Staunen

was die Natur uns will raunen.

Verrät ihr Geheimnis nur,

wenn du machst eine Kur.

Abstand vom Alltag gewinnen.

Denn tief in dir drinnen,

musst du es wirken lassen,

erst dann kannst du es fassen,

dass dir aufgeht ein Licht.“

Ganz einfach ist es wohl nicht,

es zu begreifen,

dass jeder muss reifen,

und zur Sonne streben,

denn so ist das Leben!

Ob groß oder klein,

jeder will sein.

Ob nützlich und gut,

entscheidet oft der Mut,

klar der Wahrheit ins Auge zu sehen

und im Sturm seinen Mann zu stehen.

„Nicht alles und jeder

passen in des Uhrwerks Räder,

doch mit ein wenig Geschick,

packst du das Glück.

Gut von Böse zu trennen,

Mensch und Natur zu benennen.

Und schauen mit klarem Blick,

stets nach vorn, weniger zurück.“

Nur wenn ich „Danke“ will sagen,

dann hör ich dich im Geiste klagen:

„Du musst rückwärts schauen

und auf die Helfer bauen.

Wahre Freunde bringen dich weiter,

sind Begleiter auf der Lebensleiter.

Musst bestaunen ihre Tat

und lauschen ihrem Rat.“

So hör ich dich immer noch sprechen,

zu mir, dem Kind, dem frechen,

das nun erwachsen und mutterlos,

aber an Erfahrung reich und groß.

Hab Dank für deine Liebe.

Ach wenn mir nur bliebe,

mehr Zeit dir zu lauschen

ich würde glatt tauschen,

mit jedem Bettler der Welt.

Und gäbe all mein Geld,

dich auf Rosen zu betten

dir alle Wege zu glätten.

Denn mit deinem Schatz an Erfahrung,

wärst du die Bereicherung,

von der auch Enkel noch zehren.

Du würdest sie lehren,

das Leben zu meistern.

Und würdest auch kleistern,

Heilsalbe auf alle Wunden,

egal wie geschunden,

die Körper und Seelen auch sind.

Ich bin noch immer dein Kind!

Auch wenn du in meinen Gedanken nur lebst,

bist du der Engel, der über mir schwebt.

Wie oft hab ich mir das schon gesagt:

„Hätte ich doch nur Zeit mehr gehabt!“

Denn du als mein Mitstreiter,

wärst für mich der beste Begleiter.

Freude

Ich spür es in mir drin,

dass ich glücklich bin.

Hab Freude am Leben,

kann Glück vergeben,

an Menschen die ich liebe.

Ach wenn mir doch bliebe,

mehr Zeit zum Verschenken,

könnte noch mehr lenken,

anderer Menschen Glück.

Und sie fänden zurück,

zum freudigen Empfinden

und müssten nicht winden,

sich in des Alltags Gewühl.

Sondern hätten das Gefühl,

es stände in ihrer Macht,

was der Tag für sie gebracht.

Sie wären glücklich wie ich

und spürten die Freude in sich.

Denn nur darauf kommt’s an,

dass man glücklich sein kann.

Morgen

Wenn morgen das Heute gestern ist,

dann wird es für vieles zu spät sein.

Heute leben und lieben,

die Erfahrungen des Gestern nutzend,

schützt uns morgen vor Fehler und Torheit.

Wenn sich das Heute verabschiedet

und den neuen Morgen begrüßt,

kann niemand wissen,

wie dieser Tag enden wird.

Aber wir können selbst entscheiden,

was vom Gestern ins Heute fortdauert

und auch noch morgen unser Leben beeinflussenwird.

Frühling

Schnee auf den Feldern,

doch in den Wäldern,

hab schon Veilchen gesehen,

obwohl eisige Winde wehen.

Schon lugt die Sonne am Horizont

und in breiter Front,

fliehen Wolken vorm Wind,

weil sie Verlierer sind.

Im Kampf um das Leben

das die Erde will geben,

hat Kälte nicht lang mehr Bestand

und der Frühling zieht ins Land.

Rasch mehrt sich das Grün

und Blüten recken kühn,

ihre Köpfe der Sonne entgegen,

beginnt neues Leben.

So wird’s immer bleiben,

Hoffnung wird keimen,

selbst wenn’s aussichtslos scheint

und man im Herbst wieder weint,

ob der welkenden Pracht.

So hat’s doch Freude gebracht.

Spaziergang mit Mutti

„Schlüsselblumen“

Am Feldrain hab ich sie gefunden,

gepflückt und einen Strauß gebunden.

Himmelschlüsselchen, so ist ihr Name,

macht für einen Schlüssel wohl Reklame.

Und was man mit einem Schlüssel macht,

das haben mir die Eltern beigebracht.

„Jetzt habe ich davon ganz viele,

falls ich meinen mal verspiele.“

So dachte ich mir jedenfalls,

hänge mir den Strauß gleich um den Hals.

„Damit ich von nun an immer hab zur Hand

den passenden Schlüssel hier am Band.“

Die Mami sagt: „Das wird nicht gehen,

du wirst zu Haus es selber sehen.

Und deine Erfahrung machen,

durch solche lustigen Sachen.

Nicht immer sagt’s der Name richtig,

aber das ist auch nicht weiter wichtig.

Du lernst noch viel in deinem Leben,

und manches wird’s zum Lachen geben.

Doch nimm das niemals krumm,

das wäre nämlich dumm.

Lerne draus und lache mit,

nur so wirst du fürs Leben fit.“

Gemeinsam geh’n wir weiter Hand in Hand,

durch das blühende Frühlingsland.

Halt mir die Blumenschlüssel an die Nase,

stell sie zu Haus dann in die Vase.

Gedanken zu Ostern

Kreuz und Leid,

Tod und Neid,

begegnen uns täglich.

Wie ist es dann möglich,

Zuversicht zu behalten,

dass einer wird walten,

wo Menschen versagen,

Wir dürfen ruhig klagen