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Müssen Sylter Feriengäste baulärmgleiches Möwengeschrei in der Nacht wirklich klaglos ertragen, auch wenn sie vor ihrer Buchung nicht ausdrücklich auf die Anwesenheit von Möwen auf Sylt hingewiesen wurden? Bemerkenswertes aus dem Alltag einer Sylter Appartementvermietung.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 18
Veröffentlichungsjahr: 2017
Einleitung
Laute Möwen auf Sylt
Kampens Gosse
Kaputte Markenautos
Kein Ei zum Frühstück
Großes Urlaubsärgernis
Größeres Urlaubsärgernis
Stimmungsschwankungen
Die Lebensmittelkiste
Das 1-Schlüssel-Drama
Junge Familie
Die Narren sind los
Aschermittwoch
Anmerkungen der Autorin
Vielen Dank an meine lieben Chefinnen, Kollegen und Kolleginnen, die mich vom ersten Arbeitstag an herzlich aufgenommen, angelernt und unterstützt haben. Vielen Dank für alles. Ich bewundere Eure(n) starken Nerven, äußere Ruhe & Geduld, Flexibilität, Umsicht, Einsatz, Pragmatismus, Humor; einfach alles, was Ihr habt, um diesen Job lange Zeit machen zu können – vor allem Eure schier grenzenlose Belastbarkeit und Kundenorientierung.
„Ich kann nicht mehr! Das halte ich nicht länger aus!“
Wussten Sie, dass die Menge der Beschwerden und damit die Menge an Kuriositäten nicht unmittelbar von der Menge der vermieteten Appartements abhängt, sondern maßgeblich vom Wetter?
Ebenfalls scheint es Phasen im Jahreszyklus zu geben, in denen vermehrt Gäste anreisen, die auf Biegen & Brechen versuchen, den Mietpreis im Nachhinein zu mindern, in dem sie verzweifelt versuchen, Mängel rund um das angemietete Appartement zu finden – vergleichbar mit dem phasenweise vermehrt auftretenden Algenwachstum im Meer.
Wieso machen sich einige Leute das Leben so schwer? Sogar während ihrer sogenannten „schönsten Wochen des Jahres“.
Gehört das jetzt dazu? Ist man dann „wichtig“? Ist man dann trendy? Ist das cool? Ist Geiz immer noch geil?
Oder hat Eckart von Hirschhausen Recht mit seiner These, dass die Deutschen einen Gehirnlappen mehr besitzen als andere – den Jammerlappen?1
Wobei ich ganz klar differenziere: 90-95 % unserer Gäste sind sehr nett und unkompliziert. Und natürlich gibt es auch gerechtfertigte Reklamationen, die wir selbstverständlich sehr ernst nehmen und uns entsprechend umgehend um deren Behebung kümmern. Es ist uns sehr wichtig, dass unsere Gäste zufrieden sind und einen schönen Urlaub bei uns verbringen.
Aber manchmal reicht es mir einfach. Dann hilft es mir auch nicht, dass ich mich schon länger darin übe, nicht mehr in Resonanz zu gehen und gleich innerlich auf „180“ zu sein, sobald ein Gast „nervlich angefasst ist“ und/oder sich „etwas im Ton vertut“.
