Lava - A.T. Gass - E-Book

Lava E-Book

A.T. Gass

0,0
7,49 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Gedichte & 1 Essay Von oben herab ergibt sich Fallender Nebel, eine Geschichte Beginnt. Düster umschweifen Schatten das Tal. Nichts ist, wie der suchende Blick es im ersten Moment erhascht.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 33

Veröffentlichungsjahr: 2017

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Über den Autor:

Alexander Gass, geboren 1973, ist Philosoph, Betriebswirt und Schriftsteller. Er lebt in Freiburg im Breisgau. Er studierte nach einer kaufmännischen Ausbildung in Hamburg und Paris an der Universität Frankfurt a.M. und der Universität Freiburg i.Br. Philosophie, Soziologie und Germanistik. Er ist Mitglied von Protosociology, Frankfurt a.M., und der Martin-Heidegger-Gesellschaft, Meßkirch.

in memoriam Ludwig Wittgenstein,

dessen geschriebene und ungeschriebene

und mündliche Biografie auch Dichtung

und Wahrheit geworden ist

&

Für Josef Gass

&

Für José F.A. Oliver

Kämpfer, Kämpfer heißen wir,

Für leuchtende Tugend kämpfen wir,

Für hohes Streben, für erhabene Weisheit –

Darum nennt man uns Kämpfer.

Aguttara Nikāya

Inhalt

LAVA

Lava

Luftsprung

Türkise Augen und Regen

Über groben Syntaxbauten

Kalter Reiter

Kraft und Werk

BELEUCHTUNG

Beleuchtung

Kulturgeschichte

Am Bahnhof

Ich und meine Zukunft

Für einen Menschen

VERFOLGUNG

Verfolgung des Mondes

Verschwiegene Liebe

Rebellion des Nachtschwärmers

Warten mit Godot

Eistee

Verloren

LEICHTIGKEIT

Oh Leichtigkeit

Wundersam

Kindisch

Sternstunde

Aufbäumend

RUBINA

Rubina

Parklichter

Nelke im Haar

Empfindungslos

Am Rande der Lichter

Lebensduft

EINSAMKEIT

Einsamkeit der Nostalgie

Marias Stimme

Spinat

Leben einer Träne

Durchbruch

I.

LAVA

Lava

in der sehnsucht

nach einer immerzu

leicht vibrierenden Meerbucht,

wo der Schaum

die zehenspitzen leckt,

zart Auf- und

niederströmender Traum,

der sich wandelt,

je nach Farbe des lichts

- und kein früher

bild verschandelt;

Inseln tauchen

unaufhörlich

auf im Nichts.

Luftsprung

Von oben herab ergibt sich

Fallender Nebel, eine Geschichte

Beginnt.

Düster umschweifen Schatten

das Tal. Nichts ist, wie der suchende

Blick es im ersten Moment erhascht.

Dann ist es vorbei.

Intensität ergreift den Raum der

tobenden Wirbel, Licht wird vom

Erdgrund aufgespült- ein Faden

blinkt und reißt.

Wieder erstehen sich die leeren Gestalten

einen ausbleibenden Applaus. Wie immer

ist Salbei ein Name. Das Dröhnen

einer Epoche scheint unbegonnen vorbei.

Kaum lehnt der Stuhl aus dem Fenster,

steckt die Marmorsäule, schon mitten

durch den Bettkasten gebohrt, in der

Matratze.

Ruhig fällt der Vorhang und nimmt

das Glas mit in sein Grab.

Nicht dass es ein Ende. Sein Schein mag

sein.

Türkise Augen und Regen

Grau, grAU- ist das eine Farbe?

Licht als Teppich, Licht als Mann im

Hintergrund,

Streng vertraut, hart gebaut

Un-durch-lässig, un-nach-giebig,

Zäh.

Licht gebrochen, Licht als Funkel,

Rasend, hysterischer Schrei

Tropfen FALLen, Stimmen hallen,

Leidenschaft des Thors.

Türkisfarbenes GIFT- was er-zeugt es?

Wässrige Lösung wie Macht des Druiden,

Dampf und ausgebreitete Arme

Brodelnd und stechend, Flammenschwert,

FEUER gegen den Himmel, Dragon,

Kind des Sisyphos und der Prometippe,

Subversiver Arm.

Seit Anbeginn ist KrACH.

Der Chor der NIEderen

be-steigt

Sinai

Olymp

Asgard.

es bebt inbrünstig die erde

sie spukt in die höhe

reißt die blaue faust empor

drückt ihre knie gegen die

wolken

stößt böse worte aus

sie lebt und funkelt

zurück.

Über groben Syntaxbauten

Bitte säusle, singe oder sprich im Lächeln-,

aber drücke mir keine gebrochenen Wörter,

Buchstaben gepresst, in die offenen

Wunden

des Wissens. Der Alkohol hat gerade den

letzten

Eiter weggefressen, und ich will hier im

Dunst

schweben, bis die Wunden getrocknet und

geschlossen sind, die Wunden, die von den

Bissen der gierigen Meute stammen, welche

mir

erst hier sichtbar wurden: im schummrigen

Licht der Brückenlaternen.

Bitte erzähle mir wieder Geschichten,

flüstere

mir lyrische Gedichte zu, die Märchen der

Wissenschaft haben mich um das schönste

Mädchen, meine Seele, gebracht-Flüstere mir zu! dass ich das Träumen

wieder lerne

und jene Blume finden kann. Ach! an

dem Tage, da meine Gefühle durch die

Vitrine

brechen werden und die Lüfte

wiedererobern,

an jenem Tage werde ich das Fest der Feste

feiern, ja, das Fest, das sich und seine

Brüder begießt!

Bitte komm auch Du zu diesem Fest,- und

wenn dann das nächste Morgenrot

aufsteigt,

so führe mich zu einer Schlucht, über

die ich laut hinweglachen kann.

Kalter Reiter