Lebensgravuren - Otto W. Kemmner - E-Book

Lebensgravuren E-Book

Otto W. Kemmner

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Beschreibung

Lebensgravuren ist eine Auswahl aus einfühlsamen und nachdenklich machenden Gedichten aus den letzten 25 Jahren. Otto Kemmner verarbeitet darin Lebenserfahrungen, Lebensweisheiten, Familienereignisse und das Alter. Abgerundet wird das Werk durch eine Auswahl an Aphorismen des Autors.

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Seitenzahl: 59

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Inhalt

Lebensgravuren

Gravur

Heimat

A Glücksgefühl

Des Jahres schönste Zeit

Wenn mer

Am Anfang mus mer guga

Spätes Schmunzeln

Auga groß

Die Augen groß

Die Zeit’a ändern sich

- Famile -- Ehe -- Liebe –

Familie

Schoß des Lebens

Damit es weiter geht

Ankerplatz

Liebe Isa-Patrizia Fabienne

An Felicia-Adina Vivienne

Isa und Felicia

Niemals allein

Meiner lieben Frau_zum 80sten Geburtstag

Besuch in Ketsch

Ab und an und immer öfter

Hallo Ihr zwei

Wie heißt die Kraft?

Für Isa zur Konfirmation

Sigrid zum 85. Geburtstag

Sei Willkommen

Herzlich Willkommen

Glückliche 50 Jahre

Konfirmation

Unsere Wünsche für Dein Leben

Meiner lieben Sigrid_zum 90. Geburtstag

Liebe

Liebeserklärung auf schwäbisch.

Schön ist es…

Wenn mers bhalda will.…

Jeder Mensch hat seine Zeit

Jeder Mensch hat seine Zeit

Gebet

24. Dezember

Dankgebet

Bitte

Ich möchte nicht…

In Memoriam

Ahnen

Träumen

Ein Blumenstrauß

Frühling

Freude und Dankbarkeit

Aphorismen

Lebenserfahrungen

Erfahrung

Wenn du sprichst.…

Schuld’a

Sprachen verbinden

Mer ka überal lern’a

Ohne Wiss’a

Information

Gschäftsidee

Global

Drogen

Der Pfeil

Bescheidenheit

Ziel

Wissen und Können

Wer stehen bleibt,_kommt nicht ans Ziel

Wahl der Freunde

Wer weiter will

Das mag ich nicht

Wo Sonne ist,_da ist auch Schatten.

Neuanfang

Mehr ausgeb’a als einehm’a

Pech und Glück

Im Leben

Auf und ab

Der Spatz und die Meise

Der Eine und der Andere

Die Satten

Der Tyrann

Der Opti und der Pessi

Weltsichten

Positiv und Negativ_sind konträre Brüder

Gut und böse

Gleichgewicht

Überall gibt’s Erste und Letzte

Swar ällaweil so

Es war immer so

Zur Umkehr ist es nie zu spät

Tag um Tag

Zwischen Heute und Morgen

Gestern und heut

Der Lauf der Zeit

Das Alter

Alt?

Das alte Haus

Der alte Baum

90 Jahr ben‘e alt

Eigentlich – mai Zeit ischt rom

Grad em Alter…

Kreuz ond quer

Mer kecht heil’a –aber besser isch mer lacht

Vergangen ist ein weiteres Jahr

So isch’s halt

Warum sollt ich

Abschied

Lebensgravuren

Gravur

Was wir als Kind erfahren haben,

bleibt eingeprägt auch in späteren Jahren.

Es bleibt im Unterbewusstsein bestehen,

solche Erfahrungen werden nicht vergehen.

Sie prägen unser Wesen,

sind Grundlagen für unser Streben

und wie die Wissenschaft befindet,

ist der Charakter darauf begründet.

Heimat

Heimat ist, wo du geboren bist,

wo der Ort deiner Jugend ist.

Für die, die in der Fremde leben,

deren Gedanken in die Heimat schweben,

stellen Menschen die Brücke zur Heimat her,

ohne sie würde die Erinnerung schwer.

Wenn einer von ihnen in die Ewigkeit geht,

die Fahne der Heimat auf Halbmast weht.

Auch von der Heimat geht ein Stückchen mit fort,

aber bleiben wird die Erinnerung

an den heimatlichen Ort.

A Glücksgefühl

De ganz Vakanz war mer mit eingespannt

s hot halt überall gebrannt,

a jedes hot do helfa müssa,

mer konnt dabei sich et verpiss’a.

Am liebsta wär mer ausgebixt,

aber do häts et blos blitzt,

da häts au mächtig ei geschlag’a,

do hät koi jammer’a gholf’a ond koi klag’a.

Aber dann wenns dau gwä ischt,

ond d Leut händs gseh ond dann au gwisst,

dass mer au dabei gwä ischt,

na ischt oim s Herz so richdig gschwoll’a

nix anders hot mer do mai woll’a.

Wie a Sieger hot mer sich jetzt

Dahom dann hender da Disch no setzt.

S Vesper hot na bsonders gut geschmeckt,

denn d Murder hot oim ebbes extras zu gesteckt.

(Baurakender händ in de Schulferie’a,

bei de Ernt’a mithelf’a müss’a)

Des Jahres schönste Zeit

Die letzte Ernte war eingefahren

und die Felder all bestellt.

Wenn die Natur zum Winterschlaf sich neigte,

der Alltag sich viel schöner zeigte;

denn Kälte und die längere Nacht

haben Ruhe in den Tageslauf gebracht,

dann begann für mich des Jahres schönste Zeit.

Wenn mer

Wenn mer klei ischt, will mer größer sai.

Wenn mer jong ischt, will mer älter sai.

Wenn mer schtark ischt, will mer no schtärker sai.

Wenn mer dick ischt, will mer dünner sai.

Wenn mer schnell ischt, will mer no schneller sai.

Wenn mer schaff’a mus, will mer scho fertig sai.

Wenn mer lern’a muss, will mer schnell fertig sai.

Wenn mer arm, ischt will mer reich sai.

Wenn mer reich ischt, will mer no reicher sai.

Wenn mr alt ist, würd mer gern wieder jünger sei.

Wenn’s oim gut, gaht sot’s no besser sai.

Aber dass mer au mol krank sei ka,

de meiste g’sonde denked do net dra.

I glaub, dr Mensch ischt erst zufried’a,

wenn er d’Auga zua macht ond ischt verschied’a.

Am Anfang mus mer guga

Mer möcht halt au a Kerle sei

und sprengd oft solche henda drei,

die mer besser überseha dät

weil sich nix Guts om se dreht.

Solche Freunde sollt mr meida,

et mit dene Zeit vertreiba.

Wenn mer ischt en dene ihre Klaua,

musst mitmacha oder wirst verhaua.

Mer überlegt nemme was mer tut,

verstaht sogar Dummheit noch als Mut,

ond den soll mer au no beweisa

endem andere Leit sollst bscheißa.

Mer lebt voll Angscht en solche Augablick,

nur selta gibts en Weg zurück.

Drom fang mit dene erst gar nix a,

na bischt uf älle

Fäll viel besser dra.

Spätes Schmunzeln

Au i be et der Brävschte gwä,

i sag des frei ond offa,

au i be mit de andre glofa,

ond manchmal hau i se no übertroffa.

Mir händ so manche Bossa dau,

und manches hätt mer besser glau.

Vor lauter jugendlichem Übermut

kocht oim halt schnell sai Blut,

mer macht sich gegenseidig Mut

ond überlegt net, was mer dud.

Mir händ noch alte Leut mit Kletta gschmissa,

ond en ander Leut Kucha nei bissa.

So send se halt, die jonge Leut,

ond wahrscheinlich au no heut.

Aber jetzt beim rückwärtiga betrachta,

da muss i doch a bissle lacha.

Ond s’Herz wird mir so richtig woich,

wenn i z’ruck denk an onsere Buobastroich.

Auga groß

D Auga groß und groß der Maga

ond beim Essa nix entsaga,

na gohts en Breite schneller als end Höh,

mer fend des selber au et schö.

Schleckereia noch ond nöcher

nemmt mer als Seelatröschter.

Des setzt em Ganza no die Krone auf,

ond emmer dicker wird der Bauch.

Au Kleider werded zu eng onds knapp,

mer memmt oifach nemme ab.

Auf Kriegsfuß schtad mer mit der Woog,

öfters wiega kommt et in Frog.

So kas jedoch et weitergeha,

mit Freud sott mer auf d Woog nauf steha..

Probiera muss mers, Portiona halbiera

weniger aufs Brot nauf schmiera.

Zu viel Bier ond zu viel Wai

lässt mer au am Besta sai.

Mer därfs et bloos versprecha,