Lebensstreiflichter - Rudolf Diener - E-Book

Lebensstreiflichter E-Book

Rudolf Diener

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Beschreibung

Themen, die berühren und gleichzeitig Spaß machen. Die Zusammenstellung der Gedichte und der Kurzgeschichten hat ihren Reiz. In ihnen spiegelt sich viel Empathie und Lebenserfahrung wider. Nachdenkliche Texte stehen neben heiteren, mit einem Schuss Satire. Moderne Lyrik verbindet sich mit alten Reimformen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 22

Veröffentlichungsjahr: 2019

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INHALTSVERZEICHNIS

TAG, MUTTER!

KEINE ZEIT

MONOTONIE

NUR TRÄUME

TAGTRÄUMER

TAGTRÄUMER 2

STRANDSPAZIERGANG

ZEITENWENDE

HITZEFIEBER

ABENDSTIMMUNG

WARTEN

ABSCHIED

ERINNERUNGEN

SCHWÜLE IN DER STADT

STILLSTAND

ARBEITSLOS

KRIEG

MEIN FRIEDENSALPHABET

WEIHNACHTSSTRESS

WEIHNACHTEN 1997

WARUM?

KREUZWEGE

SCHULDZUWEISUNG

RÖMISCHE ZEITRECHNUNG

LIEBESLEBEN

SORGENBRECHER

NUR MONETÄRES

WEISHEIT

SCHICKSAL

VOM ERBEN

SANKT BÜROKRAT

LEBENSVERLÄNGERUNG

HOBBY

KEHRAUS

HEIMATGEFÜHLE

GEBRAUCHSANLEITUNG

WETTEINSATZ

FUSSBALLFIEBER

HUNDEKOT

JAGDVERDERBER

BONN, 1978

EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT…,2010

LEBENSWEISHEITEN

MITGEGANGEN – MITGEFANGEN

ERINNERUNGEN EINES ÄLTEREN HERRN

AUF ZUM LETZTEN GEFECHT

DIE UNGELIEBTE STADT

EIN ALTERNDER LÖWE

VITA

TAG, MUTTER!

Hast mich Deine Liebe spüren lassen

gegen Gewalt und Kleinkrieg

Hast mir Wärme gegeben

gegen Egoismus und Ellenbogengesellschaft

Hast mich verstehen gelernt

gegen Intoleranz und Gleichgültigkeit

Hast mir Hoffnung aufgezeigt

gegen Resignation und Frustration

Hast Dir Zeit für mich genommen

gegen Alltagshektik

Hast mir meine Fehler verziehen

gegen Leistungsdruck

Hast mich in Bescheidenheit geübt

gegen Wohlstand und Wegwerfmentalität

Danke, Mutter!

KEINE ZEIT

Der Mensch, er denkt im Voraus soweit

und sagt geschwind, er habe keine Zeit.

Doch dann sieht er im Nachhinein,

dass manche Zeit sich stellte ein.

Künftig ist er nicht mehr so schnell bereit

zu sagen, er habe keine Zeit.

MONOTONIE

schlafgesicht

frühstück gericht

körper waschen

presse erhaschen

brote schmieren

probleme diskutieren

gedanken hängen

aufgaben drängen

hunger stillen

körper verhüllen

gehen müssen

frau küssen

auto jagen

verkehr ertragen

betrieb erreicht

uhr geeicht

NUR TRÄUME

Der Mensch denkt in seiner Phantasie.

Bilder entstehen, Gedanken schweifen.

Was er erlebt, was Schöneres gäb es nie.

Es bleibt ein Traum und will es nicht begreifen.

TAGTRÄUMER

Jetzt hier

Alltagstrott

leben

handeln

frustriert

Jetzt woanders

Scheinwelt

wünschen

fühlen

träumen

Jetzt gleich

Realität

siegt

TAGTRÄUMER 2

Du wanderst in Erinnerung.

Alles ist ohne Schwung.

Du denkst zurück

an vergangenes Glück.

Du versetzt dich in Situationen,

willst vergessen gegenwärtige Stationen.

Du willst jemand anders sein.

Stehst nur noch auf der Erde mit einem Bein.

Komme wieder herunter

und lebe wirklich, munter!

STRANDSPAZIERGANG

In Gedanken versunken

den Alltag hinter sich lassen.

Zeit löst sich auf

in die Weite des Meeres.

Sehnsüchte werden wach.

Am Horizont gehen Träume in Erfüllung.

ZEITENWENDE

Oktobersonne,

des Jahres letzte Wonne.

Golden liegt sie über dem Land,

wärmespendend wie ein Band.

Die Blätter bunt in den Bäumen liegen,

bald werden sie farblos in den Lüften fliegen.

Noch scheinen sie in leuchtendem Rot.

Morgen schon kann sie umgeben der Tod.

Ihre Tage sind bald gezählt,

wenn der Nebel sich mit dem Winter vermählt.