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Es handelt sich um eine Gedichtsammlung mit 87 Gedichten, ein zusammengefasstes Kunstwerk lyrischer Poesie in denen eine große Bandbreite verschiedener Emotionen und Gefühlslagen enthalten sind. Einerseits von Fantasien die den Geist beflügeln und Leichtigkeit vermitteln, inneren Bildern die einem Kraft geben, sowie das Loslassen und Überwinden von Leid aber auch liebevolle Zuneigung bis zu inniger Vertrautheit, tiefer Geborgenheit und wundervollen Augenblicken. Träumereien über die unterschiedlichsten Facetten von Schönheit, Ruhe, Fülle, Sinnlichkeit, außerdem die Betrachtung und Verehrung für die Natur, deren vielfältiger Lebewesen und darin Erneuerung zu finden.
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Seitenzahl: 81
Veröffentlichungsjahr: 2023
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Gedichtband mit 87 Gedichten
Monika Mannsberger
Leidenschaftliches Überleben
Monika Mannsberger
Copyright 2021 Monika Mannsberger
Alle Rechte vorbehalten
Monika Mannsberger
Johnstraße 45 Top 9-10A
1150 Wien
ISBN: 9783986771713
Das Buch darf nicht als Ganzes oder in Teilen kopiert und verteilt werden ohne Zustimmung des Autors. In Rezensionen ist das Zitieren von Textabschnitten erlaubt.
Hab manch große Dichter gesehen
die sich darauf verstehen
mit Worten umzugehen
doch in meinen Augen
können nur solche etwas taugen
die es fertig bringen
Loblieder an zu schwingen
die verzaubern & entrücken
die erschaudern lassen mit Entzücken
Die Wunder & Gefühle in Bilder fassen
eine Vision entstehen lassen
die dich mit Worten betören
als würden sie zu dir gehören
Sie fangen dich ein
sie tanzen mit dir
deine Lust wird Verlangen
diese wird zur Gier
du möchtest mehr
mehr von diesem Spiel
der Worte
davon schwebend
hinfort
in die entlegensten Orte
Fantasien voller Sterne & Lichter
dies gehört zu den Künsten der Dichter!
Ich träume von wilden Pferden
von frei umher laufenden Schafherden
von Wasser und Feuer ungezügelt
von Gewand das ungebügelt
von großen Fürsten und Schlössern
von Herzogen und vollen Weinfässern
von Milch und Honig und rosa Lindenblüten
und bunten herumflatternden Kücken
von tanzenden Vögeln in Reigen
von Drachen die in die Lüfte emporsteigen
von Walen und Delfinen
von Nussschalen und großen Siegen
von Würde und Macht
und dass niemand mehr den anderen auslacht
sondern ich angelächelt werde
irgendwann bevor ich sterbe
Das ist es wovon ich träume
Ich dachte mir ich bekämpfe
Feuer mit Wasser
Götter gegen Ungeheuer
Dunkelheit mit Helligkeit
Gutmütigkeit gegen Falschheit
Zärtlichkeit gegen Unverfrorenheit
Keuschheit gegen inneres Leid
sehen gegen hören
spüren gegen sehen
einander lautlos verstehen
die reine Intuition
Begeisterung und Faszination
die Zeichen am Himmel beobachten
vor Sehnsucht schmachten
so habe ich mich auf die Schlacht vorbereitet
niemanden etwas sagen
keine Antworten auf sinnlose Fragen
nichts mehr reden
sondern nur noch Zeichen der Liebe
des Schmerzes und der Leidenschaft setzen
die Welt aufs Neue zu beleben
ein Weben von Netzen
ich dachte an Weiß, die Unschuld
Rot, den Fluss der Leidenschaft
an Grün, die Liebe zur Natur
und an Lila, die unsichtbare Schnur
die Regenbogenfarben
ich fasste den Plan
die inneren Narben einfach auszubrennen
egal was ich dafür erleiden würde
ich dachte an Schwarz
denn irgendwann ist das Maß
an Angst & Traurigkeit & Bitterkeit voll
und man trinkt gern den Kelch aus Blut
wenn sie so stark brennt die innere Glut
ins Wasser schauen, ins Feuer schauen
langsam wieder auftauen und aufbauen
vor sich hin träumen
und sich selbst lieben
die inneren Gestalten herbeirufen
die einen am Leben erhalten
erreichend die himmlischen Stufen
der Maler, der Retter
der Tänzer, der Künstler
so dachte ich es mir aus
ich war lange genug eine graue Maus
werde von nun an alle verzaubern
mit meinem Lächeln, meinem Gesicht
denn so vergisst man mich nicht
kunstvoll mit meiner ganzen Seele
und meiner ganzen Kraft
denn die Leidenschaft ist es
die Leiden schafft.…
Ein bisschen Ausdauer
wäre nicht schlecht
doch dieses andauernd
ist mir nicht recht
ein klein wenig Feuer
das wünsche ich mir
doch nur das fließende Wasser
brodelt in mir
ein wenig mehr Wagemut
täte mir gut
doch da ist nur die endlose Stille
und ein geschwächter Wille
mehr Wirbel
mehr Glut
das täte mir
so unglaublich gut
mehr Schnelligkeit
und weniger Wahnsinn
einfach genau das Gegenteil
von dem was ich bin
Da ist nur stille Verzweiflung
und Trauer
so wenig Ausdauer
nur tiefe Schluchten
und ein Krater-Tal
mein ewiger Marterpfahl.....
Keine Wärme
nur Kälte
wieso ich überhaupt
als Lebewesen gelte
begreife ich nicht
da ist nur stockdunkle Nacht
nicht das geringste Licht
in mir
ich hätte nie gedacht
dass es mich so zerrüttet
das Jetzt & Hier
nur verdammt und verloren
mir scheint
ich wurde
als endlos
tiefer See geboren
so weit tauche ich stets nach unten
und trotzdem keine Zeit
Ausdauer zu bekunden
Die große Blamage
ich habe eine gute Nase
habe es gerochen
doch wieder einmal geistig erstochen
was man durch Vorstellungskraft
nicht alles schafft
so oft zerbrochen
und geistig erstochen
Menschen die mich zusammenkehren
andere die mich sexuell verehren
schwierig es sich vorzustellen
endlos angelegte Zellen
brauche mich nicht mehr verstellen
kann nicht mehr zerschellen
denn durch mich fließen Stromschnellen
war immer der Trottel und die Schweigsame
die Blöde, das dumme Kind, die Einsame
die ganze Zeit Grund zum Lästern
schossen sie mich nieder wie Cowboys im Western
immer abgestempelt als depressiv
nur wenn ich schlief
träumte ich ganz intensiv
eiskalt und zärtlich
stets abseits gegenwärtig
träumte ich von einem Falken der mich beschützt
und meine Freundlichkeit und Gutmütigkeit nicht ausnützt
sondern mir eine echte Stütze ist
und nicht nur an mir frisst
jemanden den ich gern zu meiner Linken nehme
einen vollkommen Krieger war es den ich ersehnte
reines Silber und Gold
ihm sind die Sterne hold
denn Langmut, Schmach und Leid wird belohnt
dieses Geheimnis verriet mir der Mond
es wurde so viel entzwei zerbrochen
mein Herz wurde gebrochen
ich gab so viel Liebe
und erntete dafür nur wilde Triebe
nur sachte, ganz liebevoll wird es funktionieren
sorgenvoll, miteinander arrangieren
das könnte ich vielleicht akzeptieren
wer weiß was man durch Vorstellungskraft
nicht alles schafft...…
Von den Menschen loslösen
lassen wir die Unwissenden weiter dösen
wir haben ihnen nichts getan
es ist nicht mehr wichtig
ihr Leben ist vertan
bald ist alles null und nichtig
wir werden uns aufraffen
gemeinsam werden wir es schaffen
die anderen werden nicht folgen können
auch werden sie uns unsere Freiheit missgönnen
denn andere bleiben stehen
nicht in der Lage weiter, über die Grenzen hinauszugehen
irgendwann haben wir unsere Ruhe und sind alleine
es benötigt nur noch eine kleine Weile
und die Spötter werden verstummen
und was bleibt ist das Bienensummen
die gierigen, kapitalistischen Menschen werden verschwinden
für sie gibt es kein Entrinnen
irgendwann bleiben nur noch jene übrig die nach Einheit streben
denn nur das ist das wahre Leben
ohne Vorbehalte zu geben
nur dort versteckt sich himmlischer Segen
Verloren & neu geboren
geklaut & versaut
betört & verstört
besessen & vergessen
die Wahrheit bekundet & verwundet
gebrochen aber nicht völlig zerstochen
zerschlagen aber wieder vertragen
Ich habe es geschafft
habe mich endlich aufgerafft
und bin dem Norden entgegengetreten
denn ich habe es satt um Veränderung zu beten
das war zwar sehr radikal
aber ein kleines bisschen war es auch genial
man sagt ja Selbstlob stinkt
doch solange man nicht in Selbstverliebtheit versinkt
ist das schon in Ordnung denke ich
es scheint das Nordlicht
denn das Leben ist bei Nacht
wenn der Mond mich anlacht
recht schön
und alles andere verbläst der Föhn
der Nordwind wird das Alte verwehen
und es werden wieder wundersame Dinge entstehen
Die Vögel erinnern mich daran weiterzuatmen
ein Trillern, kein Wimmern
auf Veränderung warten
der Sonne weiter entgegenfliegen
denn bei Stillstand kommt alles zum Erliegen
Wie ein Vogel weiter pfeifen
und warten auf das Wachsen und Reifen
würden sie soviel verstehen und begreifen
sie würden schon längst Selbstmord begehen
doch weitergehen, weiterfliegen
weiterbestehen, weiter bekriegen
um schlussendlich zu siegen
die Vögel lassen die Gesänge weiter erklingen
während sie um jedes Samenkorn ringen
doch als wäre nichts geschehen
sieht man sie durch die Lüfte ziehen.…
Schwarz gefleckt, so hab ich es entdeckt
gibt nicht viel darum hier zu sein
doch zu ertragen ist die schlimmste Pein
aller Welten Dunst aufgelöst im Sonnenschein
im hier & jetzt
entrückt & versetzt
bedrückt & beglückt
verloren & neu geboren
verschwunden & wieder gefunden
geboren & unverdorben
geliebt & gestorben
gehasst & gefasst worden
jeder bekommt seinen Orden
aus dem dunklem Grabe steigt es empor
denn nicht anderes stellte man sich vor
dunkel & verdorben
auserkoren
zu durchschreiten die fernsten Wege
denn er war sich nicht zu träge
seinen Geist schweifen zu lassen
das konnte er einfach nicht lassen
dafür schwebt er jetzt davon
wer erreicht so etwas schon
solch große Flügel
sodass es Zeit wird das Feuer zu zügeln
frei gemacht von allen Verstrickungen und Lügen
erkennt man es an der Gestalt und den Gesichtszügen
und so als wäre nichts geschehen
genau so wird er da stehen
schwarz gefleckt
offen wie ein Buch
sorgsam versteckt
und doch alles aufgedeckt
Weiterlebend
weiter strebend
himmlisch hoch jauchzend
zu Tode schnaufend
Weitergehen
Weiterbestehen
verborgen in den dunklen Höhlen
gelangend in unendliche Höhen
alles verworren und verstrickt
beinah an der Kälte erstickt
wie weit werden und müssen wir noch gehen
um weiter zu bestehen
Ich möchte weg
suche aber kein Versteck
zu meinen Belangen zählt
das Verlangen nach nichts
das ist es, was fehlt
Nichtexistenz
Auflösung der gesamten Potenz
die Kugeln höhlen sich aus
sie werden zu Bläschen und lösen sich auf
ein sanftes Zerspringen in der Luft
man hört die zerplatzten Zellen noch nachklingen
von Materie zu Nichtmaterie
die ganze Schwere
verwandelt sich gemächlich in Leere
ein Schwinden der gebündelten Energie
ein Zerfließen um sich an den allgemeinen Raum zu binden
Stück um Stück weniger ganz
formlos, ohne Substanz
doch mit mindestens genau so viel Glanz
ich stelle es mir vor als endlosen Tanz
ein ewiges Fließen in elektrisierenden Stromschnellen
