Liebe Lust Erfüllung - Helmut Wilhelm Friedrich Kappes - E-Book

Liebe Lust Erfüllung E-Book

Helmut Wilhelm Friedrich Kappes

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Beschreibung

Wen kann das Werk interessieren? Freunde von Reimen in luzider Gedichtform werden nicht nur durch die Art der angebotenen Thematik ihre Vorliebe finden, sondern sich wegen der äußerst sensiblen Beschreibung von Gefühlsmomenten in das Reich der sensibler Sinnesempfindungen versetzt sehen. Die Hinführung von ersten Liebesgedanken der Kindheit bis zum abrupten Ende aller Lebensnerven, wird den eigenen einseitigen Horizont ausweiten und im dargestellten Glück Trost darin ab-leiten, dass das eigene Leben in anderen Menschen Entsprechungen sieht. In heutiger von Macht, Geld und Gier charakterisierter Welt wird diese Lyrik ein Eiland der Gefühle, Balsam in stillen Stunden bedeuten. Heine und Enzensberger finden hier eine volkstümliche Ergänzung.

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Seitenzahl: 110

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Helmut Wilhelm Friedrich Kappes

Liebe Lust Erfüllung

401 Sinngedichte gegen das Vergessen

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Lieder einer Liebe…

Wege der Liebe...

Sonnenlicht Dämmerschein

Aus der weiten Welt…

Ich über mich

Kaleidoskop…

Kleiner Sittenspiegel…

Nonsens-Situationen

Frei nach Eugen Roth…

Visionen und Schatten

Gedanken nach dem Tod…

Abschiedsworte des Poeten

Impressum neobooks

Lieder einer Liebe…

…401 Sinngedichte und Verse gegen das Vergessen aus der Feder von

Helmut Friedrich Wilhelm Kappes

(1922 – 2004)

Inhalt

Komm

Komm Du der Nächte heller Schall

Du süßer Klang der Nachtigall.

Komm Du des Mondes fahles Licht,

wenn leis’ ein Mund von Liebe spricht.

Komm zu mir nieder stille Nacht,

wo heiß der Liebsten ich gedacht.

Komm aus der Ferne schönste Frau,

die ich in meinen Träumen schau.

Ruf

Ruft nicht Dein Herz mich,

wandert es weit durch die Welt

selbst durch die Nacht?

Sucht es vergeblich? –

Finsternis deckt rings das Land

hoffend es schlägt.

Findet es mich doch

einsam sich sehnend nach Dir.

Ruh’ bei mir aus!

Helle Mondnacht

Einst in süßer Blütennacht

bin ich träumend aufgewacht

trunken jenem Glück vermählt,

das die Seele jauchzend quält.

Silbrig hell am Firmament

wie ein Strahl Dein Bildnis brennt.

Alle Trennung, alles Leid

sinkt in die Vergangenheit.

Deiner Liebe Sonne glüht.

In mein Herz der Friede zieht.

Aus den Wolken Mondeslicht

mild die trüben Schatten bricht.

ZuDir

Alle Wege zu Dir fuhren,

all’ mein Leben musst Du spüren,

alle Bilder von Dir künden,

alle Worte zu Dir finden.

ImMai

Im schönsten hellsten Grün

die bunten Sterne blühn

und durch die Wälder ziehn

schwermütige Melodien.

Die erste Sommerpracht

in lauer Maiennacht –

bin trunken aufgewacht

und hab’ an Dich gedacht.

Dein Bild

Vor mir wie im zarten Schimmer

steht Dein Bild so groß und klar

und mein Herz findet es immer

wie beim ersten Tag so wahr.

Vor mir strahlen in das Dunkel

Deiner Augen Sterne mild

und ein weiches Lichtgefunkel

meine heiße Sehnsucht stillt.

Vor mir brennen helle Feuer

und die Welten stehen offen.

Alles, was mir lieb und teuer

birgt Dein Bild – mein ganzes Hoffen.

AndieferneGeliebte

Bist Du mir auch ferne

und seh’ Dich nicht,

hör’ ich doch so gerne

wie Dein Antlitz spricht.

Tröstend und voll Wärme

strahlt es auf mich ein,

wenn ich von Dir schwärme,

Du sollst bei mir sein.

Immer an Dich denken

muss ich voller Glut,

um Dir einst zu schenken

meiner Liebe Flut.

DerStern

Wenn durch der Nächte Dunkel

ein Stern ins All sich senkt,

bei hellem Glanzgefunkel

die Liebste an Dich denkt,

beglückt zu später Stunde

in Einsamkeit verträumt

durch leere, weite Runde

ein Licht, das uns vereint.

Traumbild

Lange lag ich diese Nacht

einsam wach nach Träumen.

Oft hab’ ich an Dich gedacht,

sah’ Dich im Geheimen.

Zart neigst Du Dich über mich

streichelst meine Hände

und ich glaubte dann an Dich

und nie an ein Ende.

HeißeGedanken

Nacht – die Erde ruht.

Dom der Sternenflut

fällt hernieder durch den Raum.

Einsam steh’ ich wie im Traum.

Bist Du mir auch fern,

denk’ ich Deiner gern,

möchte, dass Du vor mir stehst

und nur immer mit mir gehst.

EndlosesSehnen

Diese Nacht will nicht vergehen.

Keine Sonne Dunkel bricht.

Du nur müsstest vor mir stehen,

dann erbrennt in mir ein Licht.

Rinnen träge öde Stunden,

keine Glut uns selig macht,

haben oftmals wir empfunden,

dass wir unser still gedacht.

Wie ein Strom fließt durch die Zeiten

Sehnsucht starker Liebesquell.

Meine Wünsche Dich geleiten

und ein Morgen strahlt uns hell.

Einmal muss ich es bekennen,

einmal komme ich zu Dir,

keine Macht kann uns mehr trennen,

immer bleib’ ich dann bei Dir.

Immerwährendes Hoffen

Du Zeit der Sehnsucht, süßes Hoffen,

Dir stehen junge Herzen offen,

halten bedingungslose Treue

und schwören diese stets aufs Neue.

Du letztes Ziel im Strom der Zeiten,

durch die voll Glück zwei Menschen schreiten,

Du Liebesquell der Seligkeiten

versiegest nie in Ewigkeiten.

LetzteBestimmung

Menschen lieben – alles schenken

bringt Erfüllung, hohes Glück.

An das liebste Wesen denken

ruft die Sehnsucht uns zurück.

Herzen streben – freudig geben,

eine gute Stimme spricht.

Aus den Tiefen einer Seele

dringt der Strahl und schwebt zum Licht.

Dudarfstniemehrfort

Tausend Kerzen schimmern

spiegeln Deinen Blick

sollen mich erinnern

strahlen hell zurück.

Tausend Träume fluten

in der Seele mir

wie aus tiefen Gluten

trittst Du lieb zu mir.

Tausend Wünsche geben

immer Dir mein Wort

für ein ganzes Leben

kann ich nie mehr fort.

Dank

Deine kleine Hand

schreibt in fernes Land

Deiner Lippen Klang

tröstender Gesang,

Deiner Augen Licht

weiches Angesicht

ruht in Deinem Brief,

der mich einsam rief.

EineHoffnung

Die Sterne scheinen.

Es lacht Dein Gesicht.

Ich mußte weinen,

denn ich sah’ Dich nicht.

Die Sterne leuchten,

ihr Licht strahlt nieder.

Die Augen feuchten. –

Du kommst ja wieder...!

DeineliebenkleinenHände

Sehnsucht spricht aus Deinem Blick

ewiges Vertrauen

ruft mich stets zu Dir zurück,

ich darf auf Dich bauen.

Ja, ich kann es immer spüren

nie gibt es für uns ein Ende

und ich darf sie nie verlieren

Deine lieben kleinen Hände.

Bekenntnis

Wollen Welten, Mächte, Zeiten

unsre große Liebe trennen,

werd’ ich immer Dich geleiten

und mich stets zu Dir bekennen.

Sollten Jahre einst vergehen,

wo ich nicht mehr bei Dir weile,

werde ich doch zu Dir stehen,

opfer’ ich für Dich und teile.

Dutratestsofestzumir

Du tratest so fest zu mir

und seltsam mahnte das Herz

wie eines Gebetes Erfüllung.

Es prägen sich Deine Züge

in meine Seele ein,

kein Trüben, keine Lüge,

den Blick nicht fordernd nur rein.

Die Arme ausbreitend Dir

unsagbar in süßem Schmerz

nach sehnenden Glückes Enthüllung.

VersunkendieWelt

Wir sitzen zusammengerückt

alles um uns ist überbrückt.

Ich fühle Deine Wangen glühn

voll innerster Erregung sprühn.

Ganz langsam senkt sich Deine Hand

in meine, die Du nie gekannt

und die Dich ganz umschließen will. –

Die Kerze brennt, die Nacht ist still.

InVerehrung

Schön ist wie ein Sommertag

eine Nacht im Mondenglanz

Deiner Augen tiefes Licht.

Gut ist wie ein Traum vom Glück

eine Stunde Seligkeit

Deiner Augen sanfter Schein.

Treu ist wie des Himmels Blau

einer Mutter Tränenstrom

Deiner Augen starker Blick.

WillstDuimmermirgehören?

Willst Du immer mir gehören

in der Nächte heißer Glut?

Willst Du ewig Sehnsucht schwören,

wenn vor Glück berauscht das Blut?

Kannst Du dennoch mit mir leben,

wenn uns fasst die harte Not?

Kannst Du mir Dein Leben geben,

wenn zu mir schon tritt der Tod?

Wirst Du auch in allen Zeiten

nur der Liebe Ziele sehn’

und mich an ein Ende leiten

treu die letzten Wege geh’n?

EinLichtinderFerne

Einsam und im fremden Land

steh’ ich hier so ungenannt.

Deine Hände, Dein Gesicht

strahlen mir ins Dunkel Licht.

Deine Briefe täglich gehen

sagen mir auf Wiedersehen.

Und so denk’ ich an die Zeit.

Sei auch Du dann noch bereit!

AufWachposten

Einsam stand ich in der Nacht

Schneesturm peitschte durch die Gassen

eisig klirrt der weiße Frost

müde geh’ ich meine Runde.

Dann ganz plötzlich seh’ ich Dich

weit aus hellen Wolkenschichten

strahlt Dein Antlitz wunderbar

Trost und Wärme in die Stille.

Leise spricht Dein Herz zu mir

liebe oft gehörte Worte

gibst mir die Erinnerung

an so lang verfloss’ne Stunden.

AuseinemFeldpostbrief

Fern aus der Heimat kam ein Brief,

in dem ein kleines Blümlein schlief.

Ein Schneeglöcklein ward mir gesandt,

gepflückt von meiner Liebsten Hand.

Dies Glöcklein sieht mich an und schweigt,

jedoch in seinem Kelche zeigt

sich Sonne, welche in ihm scheint.

Sie hat das Herz dem Herz vereint.

Die Trennung lastet nicht so schwer,

die ganze Welt ist nicht mehr leer,

das kleine Blümchen glücklich spricht

und aus ihm strahlt mir Dein Gesicht.

Nun ist die Seele nicht allein.

Sie darf in Dir geborgen sein.

Bald kehrt sie ja zu Dir zurück.

Schneeglöckchen sieht uns dann im Glück.

DeineBriefe

Es sprechen Deine Briefe

zu mir, sie sagen viel,

wie wenn die Stimme riefe,

ein seliges Gefühl.

Und Deine langen Zeilen,

Du weißt es, Liebste, schau

mein Herz von Sorgen heilen,

Du bist doch meine Frau!

Ichhab’Dichlieb

Wenn Dein Auge schaut.

Dir mein Blick vertraut:

Ich hab’ Dich lieb!

Wenn Dein Mund mich küsst,

nie mein Herz vergisst:

Ich hab’ Dich lieb!

Wenn die Seele zagt,

eine Hoffnung sagt:

Ich hab’ Dich lieb!

Wenn Dein Ruf verwirrt,

meine Seele irrt:

Ich hab’ Dich lieb!

Wenn der Abschied winkt,

durch die Nacht erklingt:

Ich hab’ Dich lieb!

EsführteinWegzuDir

Es führt ein Weg zu Dir

durch stille, weite Nacht.

Es geht der Weg von mir

zu Deiner Liebe Macht.

Der Weg führt mich vorbei

an schöner Zeit im Glück.

Der Weg nur für uns zwei

bringt Dich einst ganz zurück.

Es führt ein Weg zu Dir,

den ich nicht einsam geh’,

weil auf dem Weg vor mir

ich Dich nur immer seh’.

LichtindunklerStunde

Wohl bin ich heute Dir so weit

und stehe nicht vor Dir.

Doch leise schlägt durch diese Zeit

mein Herz: Ich bleibe Dir!

Du bist ganz tief in mich gesenkt

und flüsternd spricht mir zu

die Seele, welche mein gedenkt,

ein untrennbares Du.

Wiederkehr

So wie nach einem langen Regen

ein Strahl aus blauem Himmel sinkt

und mit ihm wieder neues Licht

das Dunkel flammend weit durchflutet,

so kommt zu mir auf allen Wegen

das Herz der Liebsten und es bringt

nach langer Trennung, die es bricht,

GlücklicheHeimkehr

Weithin durch die Zeiten

einsam war im Schmerz

trüb in dunklen Weiten

das verlassene Herz.

Endlich wir uns fanden

nach so langer Nacht.

Tränen, die uns banden,

sind nun heiß entfacht.

Bei des Himmels Sternen

schwören wir dem Licht,

nie uns zu entfernen,

bis die Seele bricht.

Und in dieser Reinheit

steigen wir empor –

beide, in der Einheit

steh’n vor Gottes Tor.

DortbeidenSternen

Blick’ zum Himmel in die Sterne,

schau’ wie weit die Ewigkeit,

schau’, wo die unendlich ferne

Liebe wohnt in stiller Zeit.

Dort wo sie zusammenfinden

– Zeit zur großen Ewigkeit –

einst sich unsre Herzen binden,

eins geworden und befreit.

Nunbist Duda

Einst war die Nacht

dunkel und leer.

Ich bin erwacht –

nichts um mich her.

Nun bist Du da,

bleibst doch bei mir.

Was je geschah,

danke ich Dir.

AufrichtigeBitte

Du bist mir Erfüllung

und fandest zu mir.

Du gabst mir Hoffnung,

wie danke ich Dir?

Bei Dir will ich bleiben

sooft ich nur kann.

Wenn spät ich muss scheiden,

Du, glaube mir dann!

DeineHände

An Deine Hände

oft muss ich denken

wie Du mich festhältst,

alles zu schenken.

Wenn ich einst bleibe,

werden sie beten,

denn Deine Liebe

kann keiner töten.

IchstehevorDir

Ich bin bei Dir

Du musst es fühlen

und trennt uns eine ganze Welt.

Ich steh’ vor Dir

in allen Zielen

hast Du Dich ganz zu mit gestellt.

Ich komm’ zu Dir,

Strom von Gefühlen

hat dann den Tag für uns erhellt.

MeinHerzgabichDir

Mit mütterlicher Treu

hast Du mich oft bewacht

und dann mit leiser Scheu

über mein Herz gedacht.

Ich gab’s in Deine Hand.

Mit Ernst nahmst Du es hin.

Du hast es still erkannt

mit freiem guten Sinn.

AbschiedundWiedersehn

Kennst Du das große Sehnen

im Dunkel einer Nacht,

wo Du mit feuchten Tränen

der Liebsten hast gedacht?

Einst hast Du sie umfangen

im Dunkel einer Nacht,

wenn Du mit tiefen Bangen

des Abschieds hast gedacht.

Kennst Du die schönsten Freuden

im Dunkel einer Nacht,

wenn Du nach langem Scheiden

des höchsten Glücks gedacht?

EwigesRätsel

Welch’ unendliche Macht,

die mich zu Dir ziehe,

hat der Himmel erdacht,

dass ich heiß erglühe?

Was bindet uns so fest,

das nach der langen Zeit

keiner den ander’n lässt –

nur zum Schenken bereit?

ImScheinspäterKerzen

In dunklen Nächten liegen wir

so eng umschlungen zusammen.

Zwei Kerzenlichter schimmern sanft

matt silbern im einsamen Raum.

Wie zartes Sehnen hüllt uns ein

zwei Menschen in seligem Traum

erfühlen glühende Stunden

und wissen vom endlosen Glück.

ImAbendfrieden

Einsam saßen wir spät

tief im Schwarz der Nacht.

Abendfrieden ringsum –

leise weht der Wind.

Baumeskronen rauschen

gleiche Melodien.

Unter Blätterdomen

neigst Du Dich zu mir.

Oft hast Du gezögert

bis Du mir gehörst.

Nun bist Du gekommen...

Silbern strahlt der Mond.

ZarterSchleier

Nie erloschen die Flammen der Liebe,

die Herzen verstummt – nun brechen sie auf,

einsam wandernd im Licht später Sonnen,

ins Antlitz der Liebsten tief taucht mein Blick,

süßes Verlangen, stilles Gewähren.

DieNachtderLiebe

Nächtlich Hoffen fleht

Traum der Sehnsucht weht

Küsse sind Gebet –

Gott nur vor uns steht.

Erfüllung

Dein warmer Atem zitternd weht.

Dein kleines Herz ganz leise fleht.

Deine Arme mich umfangen.

Lippen flüstern ein Verlangen.

Du kommst nun dicht zu mir,

ich rücke näher Dir.

Mein Mund presst sich so fest

und Deiner mich nicht lässt.

Voll heißer Glut Dein Körper bebt.

Dein Leib mit mir für uns nur lebt.

Und ein endlos großes Sehnen

fließt durch uns in letztem Schönen.

ZweiMenschen

Nur schenkend rein

hingeben Seele und Leib,

ihm alles sein,

unendlich liebend ein Weib.

Kraftvoll und gut,

Erfüllung bringt dann

mit starkem Mut

in Liebe der Mann.

Glaube–Hoffnung–Liebe

Ein starker Glaube das Dunkel zerstört,

den starken Glauben der Himmel erhört.