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Wen kann das Werk interessieren? Freunde von Reimen in luzider Gedichtform werden nicht nur durch die Art der angebotenen Thematik ihre Vorliebe finden, sondern sich wegen der äußerst sensiblen Beschreibung von Gefühlsmomenten in das Reich der sensibler Sinnesempfindungen versetzt sehen. Die Hinführung von ersten Liebesgedanken der Kindheit bis zum abrupten Ende aller Lebensnerven, wird den eigenen einseitigen Horizont ausweiten und im dargestellten Glück Trost darin ab-leiten, dass das eigene Leben in anderen Menschen Entsprechungen sieht. In heutiger von Macht, Geld und Gier charakterisierter Welt wird diese Lyrik ein Eiland der Gefühle, Balsam in stillen Stunden bedeuten. Heine und Enzensberger finden hier eine volkstümliche Ergänzung.
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Seitenzahl: 110
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Helmut Wilhelm Friedrich Kappes
Liebe Lust Erfüllung
401 Sinngedichte gegen das Vergessen
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Lieder einer Liebe…
Wege der Liebe...
Sonnenlicht Dämmerschein
Aus der weiten Welt…
Ich über mich
Kaleidoskop…
Kleiner Sittenspiegel…
Nonsens-Situationen
Frei nach Eugen Roth…
Visionen und Schatten
Gedanken nach dem Tod…
Abschiedsworte des Poeten
Impressum neobooks
…401 Sinngedichte und Verse gegen das Vergessen aus der Feder von
Helmut Friedrich Wilhelm Kappes
(1922 – 2004)
Inhalt
Komm
Komm Du der Nächte heller Schall
Du süßer Klang der Nachtigall.
Komm Du des Mondes fahles Licht,
wenn leis’ ein Mund von Liebe spricht.
Komm zu mir nieder stille Nacht,
wo heiß der Liebsten ich gedacht.
Komm aus der Ferne schönste Frau,
die ich in meinen Träumen schau.
Ruf
Ruft nicht Dein Herz mich,
wandert es weit durch die Welt
selbst durch die Nacht?
Sucht es vergeblich? –
Finsternis deckt rings das Land
hoffend es schlägt.
Findet es mich doch
einsam sich sehnend nach Dir.
Ruh’ bei mir aus!
Helle Mondnacht
Einst in süßer Blütennacht
bin ich träumend aufgewacht
trunken jenem Glück vermählt,
das die Seele jauchzend quält.
Silbrig hell am Firmament
wie ein Strahl Dein Bildnis brennt.
Alle Trennung, alles Leid
sinkt in die Vergangenheit.
Deiner Liebe Sonne glüht.
In mein Herz der Friede zieht.
Aus den Wolken Mondeslicht
mild die trüben Schatten bricht.
ZuDir
Alle Wege zu Dir fuhren,
all’ mein Leben musst Du spüren,
alle Bilder von Dir künden,
alle Worte zu Dir finden.
ImMai
Im schönsten hellsten Grün
die bunten Sterne blühn
und durch die Wälder ziehn
schwermütige Melodien.
Die erste Sommerpracht
in lauer Maiennacht –
bin trunken aufgewacht
und hab’ an Dich gedacht.
Dein Bild
Vor mir wie im zarten Schimmer
steht Dein Bild so groß und klar
und mein Herz findet es immer
wie beim ersten Tag so wahr.
Vor mir strahlen in das Dunkel
Deiner Augen Sterne mild
und ein weiches Lichtgefunkel
meine heiße Sehnsucht stillt.
Vor mir brennen helle Feuer
und die Welten stehen offen.
Alles, was mir lieb und teuer
birgt Dein Bild – mein ganzes Hoffen.
AndieferneGeliebte
Bist Du mir auch ferne
und seh’ Dich nicht,
hör’ ich doch so gerne
wie Dein Antlitz spricht.
Tröstend und voll Wärme
strahlt es auf mich ein,
wenn ich von Dir schwärme,
Du sollst bei mir sein.
Immer an Dich denken
muss ich voller Glut,
um Dir einst zu schenken
meiner Liebe Flut.
DerStern
Wenn durch der Nächte Dunkel
ein Stern ins All sich senkt,
bei hellem Glanzgefunkel
die Liebste an Dich denkt,
beglückt zu später Stunde
in Einsamkeit verträumt
durch leere, weite Runde
ein Licht, das uns vereint.
Traumbild
Lange lag ich diese Nacht
einsam wach nach Träumen.
Oft hab’ ich an Dich gedacht,
sah’ Dich im Geheimen.
Zart neigst Du Dich über mich
streichelst meine Hände
und ich glaubte dann an Dich
und nie an ein Ende.
HeißeGedanken
Nacht – die Erde ruht.
Dom der Sternenflut
fällt hernieder durch den Raum.
Einsam steh’ ich wie im Traum.
Bist Du mir auch fern,
denk’ ich Deiner gern,
möchte, dass Du vor mir stehst
und nur immer mit mir gehst.
EndlosesSehnen
Diese Nacht will nicht vergehen.
Keine Sonne Dunkel bricht.
Du nur müsstest vor mir stehen,
dann erbrennt in mir ein Licht.
Rinnen träge öde Stunden,
keine Glut uns selig macht,
haben oftmals wir empfunden,
dass wir unser still gedacht.
Wie ein Strom fließt durch die Zeiten
Sehnsucht starker Liebesquell.
Meine Wünsche Dich geleiten
und ein Morgen strahlt uns hell.
Einmal muss ich es bekennen,
einmal komme ich zu Dir,
keine Macht kann uns mehr trennen,
immer bleib’ ich dann bei Dir.
Immerwährendes Hoffen
Du Zeit der Sehnsucht, süßes Hoffen,
Dir stehen junge Herzen offen,
halten bedingungslose Treue
und schwören diese stets aufs Neue.
Du letztes Ziel im Strom der Zeiten,
durch die voll Glück zwei Menschen schreiten,
Du Liebesquell der Seligkeiten
versiegest nie in Ewigkeiten.
LetzteBestimmung
Menschen lieben – alles schenken
bringt Erfüllung, hohes Glück.
An das liebste Wesen denken
ruft die Sehnsucht uns zurück.
Herzen streben – freudig geben,
eine gute Stimme spricht.
Aus den Tiefen einer Seele
dringt der Strahl und schwebt zum Licht.
Dudarfstniemehrfort
Tausend Kerzen schimmern
spiegeln Deinen Blick
sollen mich erinnern
strahlen hell zurück.
Tausend Träume fluten
in der Seele mir
wie aus tiefen Gluten
trittst Du lieb zu mir.
Tausend Wünsche geben
immer Dir mein Wort
für ein ganzes Leben
kann ich nie mehr fort.
Dank
Deine kleine Hand
schreibt in fernes Land
Deiner Lippen Klang
tröstender Gesang,
Deiner Augen Licht
weiches Angesicht
ruht in Deinem Brief,
der mich einsam rief.
EineHoffnung
Die Sterne scheinen.
Es lacht Dein Gesicht.
Ich mußte weinen,
denn ich sah’ Dich nicht.
Die Sterne leuchten,
ihr Licht strahlt nieder.
Die Augen feuchten. –
Du kommst ja wieder...!
DeineliebenkleinenHände
Sehnsucht spricht aus Deinem Blick
ewiges Vertrauen
ruft mich stets zu Dir zurück,
ich darf auf Dich bauen.
Ja, ich kann es immer spüren
nie gibt es für uns ein Ende
und ich darf sie nie verlieren
Deine lieben kleinen Hände.
Bekenntnis
Wollen Welten, Mächte, Zeiten
unsre große Liebe trennen,
werd’ ich immer Dich geleiten
und mich stets zu Dir bekennen.
Sollten Jahre einst vergehen,
wo ich nicht mehr bei Dir weile,
werde ich doch zu Dir stehen,
opfer’ ich für Dich und teile.
Dutratestsofestzumir
Du tratest so fest zu mir
und seltsam mahnte das Herz
wie eines Gebetes Erfüllung.
Es prägen sich Deine Züge
in meine Seele ein,
kein Trüben, keine Lüge,
den Blick nicht fordernd nur rein.
Die Arme ausbreitend Dir
unsagbar in süßem Schmerz
nach sehnenden Glückes Enthüllung.
VersunkendieWelt
Wir sitzen zusammengerückt
alles um uns ist überbrückt.
Ich fühle Deine Wangen glühn
voll innerster Erregung sprühn.
Ganz langsam senkt sich Deine Hand
in meine, die Du nie gekannt
und die Dich ganz umschließen will. –
Die Kerze brennt, die Nacht ist still.
InVerehrung
Schön ist wie ein Sommertag
eine Nacht im Mondenglanz
Deiner Augen tiefes Licht.
Gut ist wie ein Traum vom Glück
eine Stunde Seligkeit
Deiner Augen sanfter Schein.
Treu ist wie des Himmels Blau
einer Mutter Tränenstrom
Deiner Augen starker Blick.
WillstDuimmermirgehören?
Willst Du immer mir gehören
in der Nächte heißer Glut?
Willst Du ewig Sehnsucht schwören,
wenn vor Glück berauscht das Blut?
Kannst Du dennoch mit mir leben,
wenn uns fasst die harte Not?
Kannst Du mir Dein Leben geben,
wenn zu mir schon tritt der Tod?
Wirst Du auch in allen Zeiten
nur der Liebe Ziele sehn’
und mich an ein Ende leiten
treu die letzten Wege geh’n?
EinLichtinderFerne
Einsam und im fremden Land
steh’ ich hier so ungenannt.
Deine Hände, Dein Gesicht
strahlen mir ins Dunkel Licht.
Deine Briefe täglich gehen
sagen mir auf Wiedersehen.
Und so denk’ ich an die Zeit.
Sei auch Du dann noch bereit!
AufWachposten
Einsam stand ich in der Nacht
Schneesturm peitschte durch die Gassen
eisig klirrt der weiße Frost
müde geh’ ich meine Runde.
Dann ganz plötzlich seh’ ich Dich
weit aus hellen Wolkenschichten
strahlt Dein Antlitz wunderbar
Trost und Wärme in die Stille.
Leise spricht Dein Herz zu mir
liebe oft gehörte Worte
gibst mir die Erinnerung
an so lang verfloss’ne Stunden.
AuseinemFeldpostbrief
Fern aus der Heimat kam ein Brief,
in dem ein kleines Blümlein schlief.
Ein Schneeglöcklein ward mir gesandt,
gepflückt von meiner Liebsten Hand.
Dies Glöcklein sieht mich an und schweigt,
jedoch in seinem Kelche zeigt
sich Sonne, welche in ihm scheint.
Sie hat das Herz dem Herz vereint.
Die Trennung lastet nicht so schwer,
die ganze Welt ist nicht mehr leer,
das kleine Blümchen glücklich spricht
und aus ihm strahlt mir Dein Gesicht.
Nun ist die Seele nicht allein.
Sie darf in Dir geborgen sein.
Bald kehrt sie ja zu Dir zurück.
Schneeglöckchen sieht uns dann im Glück.
DeineBriefe
Es sprechen Deine Briefe
zu mir, sie sagen viel,
wie wenn die Stimme riefe,
ein seliges Gefühl.
Und Deine langen Zeilen,
Du weißt es, Liebste, schau
mein Herz von Sorgen heilen,
Du bist doch meine Frau!
Ichhab’Dichlieb
Wenn Dein Auge schaut.
Dir mein Blick vertraut:
Ich hab’ Dich lieb!
Wenn Dein Mund mich küsst,
nie mein Herz vergisst:
Ich hab’ Dich lieb!
Wenn die Seele zagt,
eine Hoffnung sagt:
Ich hab’ Dich lieb!
Wenn Dein Ruf verwirrt,
meine Seele irrt:
Ich hab’ Dich lieb!
Wenn der Abschied winkt,
durch die Nacht erklingt:
Ich hab’ Dich lieb!
EsführteinWegzuDir
Es führt ein Weg zu Dir
durch stille, weite Nacht.
Es geht der Weg von mir
zu Deiner Liebe Macht.
Der Weg führt mich vorbei
an schöner Zeit im Glück.
Der Weg nur für uns zwei
bringt Dich einst ganz zurück.
Es führt ein Weg zu Dir,
den ich nicht einsam geh’,
weil auf dem Weg vor mir
ich Dich nur immer seh’.
LichtindunklerStunde
Wohl bin ich heute Dir so weit
und stehe nicht vor Dir.
Doch leise schlägt durch diese Zeit
mein Herz: Ich bleibe Dir!
Du bist ganz tief in mich gesenkt
und flüsternd spricht mir zu
die Seele, welche mein gedenkt,
ein untrennbares Du.
Wiederkehr
So wie nach einem langen Regen
ein Strahl aus blauem Himmel sinkt
und mit ihm wieder neues Licht
das Dunkel flammend weit durchflutet,
so kommt zu mir auf allen Wegen
das Herz der Liebsten und es bringt
nach langer Trennung, die es bricht,
GlücklicheHeimkehr
Weithin durch die Zeiten
einsam war im Schmerz
trüb in dunklen Weiten
das verlassene Herz.
Endlich wir uns fanden
nach so langer Nacht.
Tränen, die uns banden,
sind nun heiß entfacht.
Bei des Himmels Sternen
schwören wir dem Licht,
nie uns zu entfernen,
bis die Seele bricht.
Und in dieser Reinheit
steigen wir empor –
beide, in der Einheit
steh’n vor Gottes Tor.
DortbeidenSternen
Blick’ zum Himmel in die Sterne,
schau’ wie weit die Ewigkeit,
schau’, wo die unendlich ferne
Liebe wohnt in stiller Zeit.
Dort wo sie zusammenfinden
– Zeit zur großen Ewigkeit –
einst sich unsre Herzen binden,
eins geworden und befreit.
Nunbist Duda
Einst war die Nacht
dunkel und leer.
Ich bin erwacht –
nichts um mich her.
Nun bist Du da,
bleibst doch bei mir.
Was je geschah,
danke ich Dir.
AufrichtigeBitte
Du bist mir Erfüllung
und fandest zu mir.
Du gabst mir Hoffnung,
wie danke ich Dir?
Bei Dir will ich bleiben
sooft ich nur kann.
Wenn spät ich muss scheiden,
Du, glaube mir dann!
DeineHände
An Deine Hände
oft muss ich denken
wie Du mich festhältst,
alles zu schenken.
Wenn ich einst bleibe,
werden sie beten,
denn Deine Liebe
kann keiner töten.
IchstehevorDir
Ich bin bei Dir
Du musst es fühlen
und trennt uns eine ganze Welt.
Ich steh’ vor Dir
in allen Zielen
hast Du Dich ganz zu mit gestellt.
Ich komm’ zu Dir,
Strom von Gefühlen
hat dann den Tag für uns erhellt.
MeinHerzgabichDir
Mit mütterlicher Treu
hast Du mich oft bewacht
und dann mit leiser Scheu
über mein Herz gedacht.
Ich gab’s in Deine Hand.
Mit Ernst nahmst Du es hin.
Du hast es still erkannt
mit freiem guten Sinn.
AbschiedundWiedersehn
Kennst Du das große Sehnen
im Dunkel einer Nacht,
wo Du mit feuchten Tränen
der Liebsten hast gedacht?
Einst hast Du sie umfangen
im Dunkel einer Nacht,
wenn Du mit tiefen Bangen
des Abschieds hast gedacht.
Kennst Du die schönsten Freuden
im Dunkel einer Nacht,
wenn Du nach langem Scheiden
des höchsten Glücks gedacht?
EwigesRätsel
Welch’ unendliche Macht,
die mich zu Dir ziehe,
hat der Himmel erdacht,
dass ich heiß erglühe?
Was bindet uns so fest,
das nach der langen Zeit
keiner den ander’n lässt –
nur zum Schenken bereit?
ImScheinspäterKerzen
In dunklen Nächten liegen wir
so eng umschlungen zusammen.
Zwei Kerzenlichter schimmern sanft
matt silbern im einsamen Raum.
Wie zartes Sehnen hüllt uns ein
zwei Menschen in seligem Traum
erfühlen glühende Stunden
und wissen vom endlosen Glück.
ImAbendfrieden
Einsam saßen wir spät
tief im Schwarz der Nacht.
Abendfrieden ringsum –
leise weht der Wind.
Baumeskronen rauschen
gleiche Melodien.
Unter Blätterdomen
neigst Du Dich zu mir.
Oft hast Du gezögert
bis Du mir gehörst.
Nun bist Du gekommen...
Silbern strahlt der Mond.
ZarterSchleier
Nie erloschen die Flammen der Liebe,
die Herzen verstummt – nun brechen sie auf,
einsam wandernd im Licht später Sonnen,
ins Antlitz der Liebsten tief taucht mein Blick,
süßes Verlangen, stilles Gewähren.
DieNachtderLiebe
Nächtlich Hoffen fleht
Traum der Sehnsucht weht
Küsse sind Gebet –
Gott nur vor uns steht.
Erfüllung
Dein warmer Atem zitternd weht.
Dein kleines Herz ganz leise fleht.
Deine Arme mich umfangen.
Lippen flüstern ein Verlangen.
Du kommst nun dicht zu mir,
ich rücke näher Dir.
Mein Mund presst sich so fest
und Deiner mich nicht lässt.
Voll heißer Glut Dein Körper bebt.
Dein Leib mit mir für uns nur lebt.
Und ein endlos großes Sehnen
fließt durch uns in letztem Schönen.
ZweiMenschen
Nur schenkend rein
hingeben Seele und Leib,
ihm alles sein,
unendlich liebend ein Weib.
Kraftvoll und gut,
Erfüllung bringt dann
mit starkem Mut
in Liebe der Mann.
Glaube–Hoffnung–Liebe
Ein starker Glaube das Dunkel zerstört,
den starken Glauben der Himmel erhört.
