Liebe vor Mitternacht - Ana Ashley - E-Book

Liebe vor Mitternacht E-Book

Ana Ashley

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Beschreibung

Wüsste ich es nicht besser, würde ich glauben, mein Leben wäre ein Märchen. Waise? Bin ich. Böse Stiefmutter? Hab’ ich. Der einzige Haken an meiner Theorie ist, es mangelt mir an einem schneidigen Prinzen, der zu meiner Rettung eilt. Dann tritt Xander in mein Leben. Er ist charmant, sieht umwerfend aus und hat ein gutes Herz. Mit ihm fühlt sich das Dasein plötzlich nicht mehr wie eine endlose Aneinanderreihung von Pflichten an. Aber meine Stiefmutter tut das Undenkbare, und mir bleibt nur eine Hoffnung: Ich muss einen Schreibwettbewerb gewinnen. Als ich jedoch herausfinde, wer Xander wirklich ist, wird mir klar, dass ich auch dabei auf verlorenem Posten kämpfe. Liebe vor Mitternacht ist eine romantische Liebesgeschichte mit einem leicht unanständigen Dreh und Protagonisten, die sich nicht ganz so verhalten, wie man es erwarten würde.

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Veröffentlichungsjahr: 2023

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Liebe vor Mitternacht

ANA ASHLEY

Übersetzt vonBETTI GEFECHT

Inhalt

Liebe vor Mitternacht

1. Ash

2. Xander

3. Ash

4. Xander

5. Ash

6. Xander

7. Ash

8. Xander

9. Ash

10. Xander

11. Ash

12. Xander

13. Ash

14. Xander

15. Ash

16. Xander

17. Ash

18. Xander

19. Ash

20. Xander

21. Ash

22. Xander

23. Ash

24. Xander

25. Ash

Bücher auf Deutsch

Bücher auf Englisch

Über Ana

Liebe vor Mitternacht – Eine zeitgenössische MM Cinderella Story

Titel der Originalausgabe: Midnight Ash - A contemporary MM Cinderella retelling

© 2021 by Ana Ashley

Ins Deutsche übertragen von Betti Gefecht

Korrigiert von Veronika Kothmayer 

ALLE RECHTE VORBEHALTEN

Diese Veröffentlichung darf ohne vorherige schriftliche Erlaubnis der Autorin in keinerlei Form und mit keinerlei Mitteln, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt, verbreitet oder weitergegeben werden, auch nicht kostenlos. Darin eingeschlossen sind elektronische, fotografische und mechanische Methoden. Ein Ausnahme bilden kurze Zitate innerhalb von Buchbesprechungen und Kritiken, sowie gewisse nicht-kommerzielle Nutzungen, die das Urheberschutzgesetz erlaubt.

Liebe vor Mitternacht ist ein fiktives Werk. Namen, Personen, Geschäfte, Orte und Ereignisse sind entweder frei erfunden oder werden in einem fiktiven Zusammenhang verwendet. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen, oder zu tatsächlichen Ereignissen, ist rein zufällig.

Cover design: Rhys, Ethereal Designs

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Liebe vor Mitternacht

Eine zeitgenössische MM Cinderella Story

von Ana Ashley

Ins Deutsche übertragen von Betti Gefecht

Sei gütig.

Vergib anderen.

Sei mutig und ergreife Chancen.

Hör nie auf zu träumen.

Glaub an dich.

Sei mehr wie Cinderella.

Kapitel1

Ash

Wüsste ich es nicht besser, würde ich glauben, mein Leben wäre ein Märchen.

Waise? Bin ich.

Böse Stiefmutter? Hab’ ich.

Einen Haufen nie enden wollender Probleme durch besagte Stiefmutter? Absolut.

Der einzige Haken an meiner Theorie ist, es mangelt mir an einem schneidigen Prinzen, der zu meiner Rettung eilt.

Ein bisschen dramatisch? Vielleicht, aber versucht euch in meine Lage zu versetzen – mit der nächsten Rechnung für die Reparatur eines Trucks, der unter normalen Umständen längst auf den Schrottplatz gehörte – und ihr werdet mir zustimmen, dass ich das Recht habe, so dramatisch zu sein, wie ich nur will.

„Der macht’s nicht mehr lange, Ash“, sagt Bill. Er tätschelt die staubige, ehemals rote Motorhaube meines alten Trucks. „Weißt du, heute war es ein loses Batteriekabel, aber morgen kann es das Getriebe sein. Du brauchst einen zuverlässigen Truck, wenn du jeden Tag in die Stadt und wieder zurück fährst. Vor allem jetzt in dieser Jahreszeit. Ich hab’ gehört, uns steht ein harter Winter bevor.“

„Ich weiß. Aber ich kann mir im Moment keinen neuen Truck leisten.“ Eigentlich ist es mehr, dass ich den Gedanken, die „Baronin“ nicht mehr zu fahren, nicht ertragen kann.

Bill nickt. Er kennt mich – und den Truck – nur zu gut; immerhin hat er praktisch sein ganzes Leben in unserem Familienunternehmen gearbeitet. Jedenfalls bevor mein Vater starb.

Das Einzige, was jetzt noch davon übrig ist, ist ein Haufen Rechnungen und zu viel Arbeit, als dass eine einzelne Person sie schaffen könnte.

Trotzdem sollte ich nicht jammern. Ich habe einen Job und ein Dach über dem Kopf. Nur halt keinen Prinzen.

Als wenn ich überhaupt Zeit für eine Beziehung hätte. Oder auch nur für eine Schwärmerei.

Ich steige wieder in den Truck und lege den Gang ein, mit demselben Trick, den mein Vater immer benutzt hat. Schon lange her, aber ich sehe es noch vor mir, als wäre es gestern gewesen.

Auf dem Beifahrersitz liegt der Blumenstrauß, den ich vorhin auf dem Bauernmarkt von einem Freund gekauft habe; dank der kalten Temperaturen ist er immer noch frisch.

Ich lasse die Heizung aus. Das Letzte, was ich jetzt brauche, ist, dass die auch noch kaputt geht. Also lasse ich meine Handschuhe an und fahre die zehn Meilen zur Cinder Farm. Das Zuhause meiner Kindheit, wo meine Eltern ihre letzte Ruhe gefunden haben, und der einzige Ort auf Erden, dem ich so sehr entkommen wie ich ihn erneut blühen und gedeihen sehen will.

Wenig überraschend sind die Grabstätten meiner Eltern verwaist. Ich könnte mir einreden, dass es an der Winterkälte liegt, die jetzt, da die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, umso frostiger ist. Aber die Wahrheit ist, selbst wenn heute der wärmste, herrlichste Frühlingstag wäre – meine Stiefmutter würde nie herkommen, um dem Mann, dem sie alles zu verdanken hat, sechs Jahre nach seinem Tod ihren Respekt zu erweisen.

„Hey, Paps, hey, Mama“, sage ich, als ich die Gräber erreiche. Ich löse das Gummiband von den Blumenstengeln und stecke es in meine Hosentasche, dann teile ich den Strauß.

Eine Hälfte lege ich auf das Grab meiner Mutter, die andere auf meines Vaters Grab.

„Wie geht es euch?“ Ich frage das immer, obwohl ich offensichtlich keine Antwort erwarte. „Paps, die Baronin hat mal wieder ihre Mucken. Ich weiß nicht, wie lange sie’s noch macht, aber ich habe so das Gefühl, dass sie noch vor dem Frühling bei dir im Himmel sein wird.“

Der Gedanke an eine Wiedervereinigung meines Vaters mit seinem geliebten Truck bringt mich zum Lächeln. An meine Mutter habe ich nicht so viele Erinnerungen; als sie starb, war ich erst sieben. Aber ich weiß noch, dass sie immer sagte, wenn sie es nicht besser wüsste, würde sie denken, dass Paps mit dem alten Truck verheiratet wäre anstatt mit ihr.

Ihre Liebe war tatsächlich wie aus einem Märchen, und mein Vater hat ihre Liebesgeschichte auch wie ein Märchen in das Tagebuch geschrieben, das er mir nach seinem Tod hinterlassen hat. Abgesehen von der Baronin ist dieses Tagebuch mein kostbarster Besitz.

Bis zu diesem Tag ist es mir unbegreiflich, wie er meine Mutter auf solche wundervolle und zeitlose Weise lieben und dann diese boshafte Hexe heiraten konnte, meine Stiefmutter.

Okay, na gut, sie ist nicht so boshaft. Aber sie ist … schwierig.

„Also … der Truck braucht eine neue Batterie, Izzy will ein iPad zu Weihnachten, und außerdem sind da noch die Gebühren für Annies Musikschule, daher meine Frage: Gibt es da oben irgendwo einen Geldautomat, den ich gratis benutzen kann? Ich weiß nämlich wirklich nicht, wo ich all das Geld hernehmen soll, das ich auf magische Weise aufbringen muss.“

Wiederum keine Antwort. Ich seufze. „Na gut. Behaltet die Blumen. Ich komme nächste Woche wieder. Benehmt euch da oben. Und Paps … du fehlst mir jeden Tag.“

Obwohl ich immer versuche, nicht zu schwermütig zu werden, wenn ich mit ihnen plaudere, und ganz generell gern ein wenig über meine Familie stöhne, steigen mir Tränen in die Augen.

Verdammt. Ich hatte mir fest vorgenommen, nicht rührselig zu werden.

Ich gehe zurück zum Truck, um den Rest des Weges zu unserem großen Farmhaus zu fahren.

Ich habe noch nicht einmal ganz geparkt, als auch schon Victoria aus dem Haus kommt.

„Denk nicht einmal daran, mit diesen schmutzigen Stiefeln hereinzukommen. Wo bist du überhaupt gewesen? Im Haus ist es eiskalt. Hol etwas mehr Holz für den Ofen.“

Ich verkneife mir eine Antwort, aber sie lässt mir ohnehin keine Gelegenheit, etwas zu erwidern. Die Vordertür schließt sich mit einem Knall hinter ihr, und ich seufze.

Ich brauche nicht lang, um ein paar Scheite einzusammeln und hineinzubringen, denn ich habe erst letzte Woche Holz gehackt und an der Seite des Hauses aufgestapelt, nur wenige Schritte von der Tür entfernt. Aber selbst die wenigen Schritte und das in Gang halten des Ofens sind natürlich eine zu niedere Tätigkeit für jemanden wie Victoria.

„Ash!“ Izzy kommt auf mich zu gerannt, sodass ich beinahe das Holz fallen lasse.

„Hey, Izzy“, sage ich, dann lege ich die Scheite hin, um sie zu umarmen. „Wie war dein Tag?“

„Ihr Name ist Isodora“, sagt Victoria tadelnd. Sie sitzt auf der alten Chaiselongue, ein Buch in der Hand.

Ich ignoriere sie, schaue Izzy an und verdrehe übertrieben die Augen. Sie kichert, und ich fühle mich sofort besser.

„Wo ist Annie?“, flüstere ich ihr zu, sodass Victoria mich nicht hören kann.

„Sitzt in ihrem Zimmer und schmollt. Hast du schon mein iPad besorgt?“

Ich kann Victorias Blicke in meinem Rücken spüren. Ich weiß, was sie von mir hören will, aber sie kann verdammt nochmal losgehen und sich selbst einen Job suchen, wenn sie will, dass wie von Zauberhand ein iPad auftaucht.

„Ist denn schon Weihnachten?“, entgegne ich und schaue mich um, als würde ich einen Christbaum und festliche Deko erwarten. „Außerdem … bist du sicher, dass du dieses Jahr überhaupt ein braves Mädchen warst?“

Sie nickt und nimmt mich in die Arme.

Wie erwartet ruht Victorias Blick auf mir, als ich mich umdrehe, um das Feuer im Kamin anzumachen.

„Ich erlaube nicht, dass meine Kinder enttäuscht werden, weil du deine Versprechen nicht halten kannst, Ashton. Ich will schwer hoffen, dass du Isadoras iPad pünktlich zu Weihnachten hast.“

Auch dieses Mal gebe ich keine Antwort. Man lernt eine Menge in sechs Jahren, und ich habe gelernt, meiner Stiefmutter nicht zu antworten. Und selbst wenn ich nicht ganz das tue, was sie sagt – es ist besser vorzugeben, dass ich es tun werde.

Sie hebt wieder ihr Buch hoch, und das Gespräch ist beendet. Ich kann gehen.

Früher einmal war das Farmhaus voller Leben; Leute gingen den ganzen Tag lang aus und ein. Alle, die auf der Farm arbeiteten, gehörten automatisch zur Familie und waren in der großen Küche willkommen, wo meine Mutter stets Kaffee und Kürbiskuchen bereit hatte, zu jeder Jahreszeit.

Jetzt hatten wir eine Handvoll Leiharbeiter auf der Farm, die dafür sorgten, dass ich jeden Tag Gemüse hatte, das ich auf dem Bauernmarkt verkaufen konnte. Sie sind jedenfalls nicht willkommen bei Victoria, nicht in der Küche oder auch nur irgendwo in der Nähe des Hauses.

Das einzig Gute daran ist, dass das alte Vorarbeiter-Häuschen, das leer gestanden hat, seit wir Bill und seine Frau Norma entlassen mussten, jetzt mir gehört.

Sobald das Feuer in Gang ist und ich sicher bin, dass genug Holz für den Abend da ist, schließe ich die Ofenklappe und stehe auf.

„Was?“, fragt Victoria. Offenbar habe ich eine Sekunde zu lang dagestanden.

„Nichts“, antworte ich.

„Nun, da du heute beschlossen hast, zu spät zu kommen, verstehst du sicher, dass kein Abendessen mehr für dich übrig ist.“

Ich ignoriere ihre Bemerkung und gehe zum Zimmer der Mädchen, um nach Annie zu sehen.

„Hey, Annie.“

Annie liegt in ihrem Bett auf dem Bauch, das Gesicht abgewandt. Sie gibt eine Art Grummeln von sich, ohne den Kopf zu drehen. Ich gehe langsam zu ihr, und setzte mich auf die Bettkante. Dann kitzele ich ein wenig ihre Seite. Ich weiß, dass sie nicht lang grummelig bleiben kann.

„Was ist los, Süße?“

„Louisa aus meiner Klasse hat allen erzählt, ich könnte nicht besonders gut Klavier spielen, weil unser Klavier alt ist und komisch klingt.“

Ich ziehe sie an mich und streiche ihr das blonde Haar glatt.

„Nun, du kannst Lousia sagen, dass sie unrecht hat. Je älter ein Instrument ist, umso authentischer klingt es. Ich finde, du spielst wunderbar, und meine Meinung ist die einzige, die zählt, stimmt's?“

Sie nickt und drückt mich.

Ich verabschiede mich von Annie, dann gehe ich durch die Küche und nehme die Hintertür nach draußen, um das kurze Stück zu meinem Häuschen zu gehen.

Inzwischen ist die Sonne vollständig hinter den Hügeln verschwunden, die unser Tal umgeben, und die Temperatur ist deutlich gesunken. Aber mein kleiner Holzofen wärmt das winzige Häuschen und das Schlafzimmer in kürzester Zeit auf.

Ich nehme eine Dusche, um den Stress des Tages abzuspülen, und strecke meine müden Muskeln unter dem heißen Wasser.

Nachdem ich mir eine Schale Suppe zum Abendessen aufgewärmt habe, fällt mir plötzlich wieder ein, dass meine Freundin Nicky mir heute Morgen ein kleines Päckchen gegeben hat, mit der Ermahnung, es erst später aufzumachen.

Nun, jetzt ist später.

Ich mache die Schleife auf und öffne den Deckel. Es überrascht mich nicht, darin eine Tafel Schokolade und eine handgeschriebene Nachricht auf einem kleinen Stück Papier vorzufinden.

Es gibt Tage, die müssen gefeiert werden – nicht weil die Welt jemanden verloren hat,

sondern weil sie jemand anderen gewonnen hat.

Alles Gute zum Geburtstag, Ash!

Deine gute Fee Nicky

Ich wickele die Schokolade aus und beiße hinein. Das kleine Stück cremig weichen, schokoladigen Himmels trifft auf meine Geschmacksknospen, und ich summe genüsslich.

Ich werde den Gedanken nicht los, dass meine Eltern Nicky in mein Leben geschickt haben. Ein Leuchtfeuer, um mich zu leiten. Oder, wie sie sich selbst gern bezeichnet: Meine gute Fee.

Kapitel2

Xander

Als der Fahrer vor dem Plaza Park Hotel hält, wird mir sofort klar, dass ich in eine Falle getappt bin.

Plötzlich macht es auch Sinn, dass meine Mutter darauf bestanden hat, den Fahrer zu schicken, um mich abzuholen, obwohl ich gern die drei Häuserblocks von meiner Wohnung zum Hotel gelaufen wäre.

Ihr Wagen kam auf die Minute pünktlich an und hielt direkt hinter meinem. Und mir entgeht auch nicht das kaum merkliche Nicken meines Fahrers, als der in den Rückspiegel sieht.

Was für ein Zufall, Mutter.

Ich richte meine Krawatte und setzte ein Lächeln auf, als der Fahrer die Tür öffnet. Dann steige ich aus in das Blitzlichtgewitter, die hektischen Rufe, hierher zu sehen, und dieselben, alten Fragen danach, mit wem ich derzeit ausgehe.

Die Antwort lautet: mit niemandem. Wie könnte ich jemandem überhaupt diesen Zirkus zumuten?

Ich gehe zu meinen Eltern hinüber. Meine Mutter öffnet die Arme, um mich zu begrüßen, und ich beuge mich hinab, damit sie mich auf die Wange küssen kann.

„Hallo, Liebling. Ich bin so froh, dass du so kurzfristig kommen konntest.“

Ich behalte mein Lächeln bei und schüttele meinem Vater die Hand, bevor wir ins Hotel gehen und die Paparazzi zum Glück hinter uns lassen.

„Ah, Mrs. Blackwood, was für eine Freude, sie wieder einmal bei uns zu sehen“, sagt der Empfangschef, als wir das exklusive Restaurant betreten. „Mr. und Mr. Blackwood, was für eine Ehre.“

Er bedeutet uns mit einer ausschweifenden Geste, ihm zu folgen, und mir wird klar, dass wir nicht im allgemeinen Gastraum sitzen werden. Nein, meine Eltern sind zu wichtig, um beim gemeinen Volk zu sitzen, den Leuten, die ein Fünf-Sterne-Restaurant normalerweise besuchen. Wir werden in einen noch exklusiveren, privateren Teil des Etablissements geführt.

Ich nehme einen tiefen Atemzug, als wir unseren Tisch erreichen. Mutter und Vater nehmen mir gegenüber Platz, und ich komme mir eher vor wie bei einem Bewerbungsgespräch, und nicht wie bei einem Abendessen mit meinen Eltern.

Sie mustern mich mit denselben aufmerksamen Blicken, die ich gewohnt bin, seit ich die Bedeutung des Wortes „Erwartungen“ in Zusammenhang mit unserer Familie– und insbesondere den Familiengeschäften – begriff.

Tja, denn wenn ich es schon nicht schaffe, ein nettes Mädchen zu heiraten und Enkelkinder zu produzieren, die auf Fotos posieren und knicksen, dann sollte ich mich lieber an der Geschäftsfront für die Familie hervortun.

„Wie läuft es bei dir, Liebling?“, fragt meine Mutter.

„Es läuft gut. Wie immer, das weißt du.“

Sie sieht nicht sehr überzeugt aus, aber zum Glück werden wir vom Chefkoch unterbrochen, der an den Tisch kommt, um sich vorzustellen.

„Bonsoir, Madame, Messieurs. Mein Name ist Boucher, und ich bin Ihr Koch. Es ist mir eine Freude, heute Ihr Mahl zuzubereiten.“

Während sie das Menü besprechen, und welcher Wein am besten zu welchem Gericht passt, lasse ich meine Gedanken schweifen. Ich weiß, dass ich ein Steak nehmen werde. Mit Steak kann man nichts falsch machen, oder?

Und ich werde definitiv nichts trinken. Weiß der Himmel, was ich unter Alkoholeinfluss vor meinen Eltern aussprechen könnte. Am besten nichts riskieren.

Ich denke über das Manuskript nach, das ich heute gelesen habe. Zum Glück habe ich daran gedacht, mir auf meinem Handy ein paar Notizen zu machen. Die kann ich nachher in meinen Laptop übertragen, dann habe ich morgen früh einen Angebotsentwurf für meine Assistentin.

An die Arbeit zu denken, entspannt mich ein wenig. Mia hat mir heute zwei neue Manuskripte vorgelegt, und ich kann es kaum erwarten, mich morgen darin zu vertiefen.

Sie hat ein Auge für schriftstellerisches Talent und ein gutes Gefühl dafür, ob Autoren das Potenzial haben, sich zu entwickeln. Und das sind mir die liebsten.

Als Ressortleiter für Akquise und Betreuung von Autoren by Blackwood Publishing, dem von meinem Großvater gegründeten Verlagshaus, liegt mir viel daran, der Liste von Bestseller-Autoren, die wir repräsentieren, neue Namen hinzuzufügen. Natürlich sieht mein Vater das ganz anders.

Nachdem der Koch die Bestellung aufgenommen und unseren Tisch wieder verlassen hat, nehme ich einen Schluck von meinem Wasser. Wenn ich einfach nichts sage, werden sie irgendwann einknicken und mir den Grund für dieses Abendessen verraten.

Hätten sie einfach nur ihren Sohn sehen wollen, wären wir jetzt bei ihnen zuhause, und ihr Privatkoch würde unser Essen zubereiten. Aber wir befinden uns in der Öffentlichkeit, und sie haben eindeutig etwas durchsickern lassen, um die Paparazzi anzulocken, also ist irgendetwas im Busch. Ich hoffe nur, es ist nicht allzu übel.

„Alexander“, beginnt mein Vater in diesem ungerührt-ernsten Tonfall, von dem ich früher glaubte, dass nur Nachrichtensprecher so redeten. Aber er ist einfach Teil meines Vaters Modus Operandi. „Deine Mutter und ich haben über mein Engagement in den Firmenangelegenheiten gesprochen. Wie du weißt, bin ich extrem stolz darauf, dem Geschäft, das mein Vater mir hinterlassen hat, zu einem Erfolg und Wachstum verholfen zu haben, den nicht einmal er sich hätte vorstellen können.“

Ich nicke und lächele. Eine Sache habe ich mit meinem verstorbenen Großvater gemeinsam – die Liebe zum Lesen, zu guten Geschichten. Das Genre spielt keine Rolle. Ich lese alles, was meine Aufmerksamkeit fesselt.

Großvater James Alexander Blackwood war ein großartiger Mann, der, was die Führung von Blackwood Publishing anging, oft mit seinem Sohn aneinander geraten war. Aber in einer Sache waren sie sich stets einig gewesen, nämlich dass das Verlagshaus das Blut ist, das durch unsere Adern rinnt.

„Trotz meines Alters bin ich ein gesunder, kräftiger Mann, der noch viele gute Jahre vor sich hat“, fährt mein Vater fort. „Aber deine Mutter besteht darauf, dass ich mich langsam ein wenig aus dem Geschäft zurückziehe, damit wir mehr Zeit miteinander verbringen und die Welt bereisen können, bevor wir alt und gebrechlich sind.“

Ich unterdrücke mühsam ein Lachen, denn ich sehe geradezu vor mir, wie meine Mutter ihm ihr Ultimatum stellt.

„Das ist eine gute Idee, Vater. Ich meine, du bist immer noch jung, aber es ist schließlich nicht so, als müsstest du wegen des Geldes arbeiten. Genieße ein bisschen das Leben, solange du es noch kannst.“

Meine Eltern schauen einander lächelnd an.

„Ich bin so froh, dass du das auch so siehst, Liebling“, sagt meine Mutter. „Ehrlich gesagt habe ich damit gerechnet, dass du etwas mehr Widerstand leistest. Wir wissen ja, wie sehr du die Arbeit liebst, die du machst.“

Ihre Worte ergeben keinen Sinn. Meine Miene spiegelt wohl meine Verwirrung wider, denn sie schaut erneut meinen Vater an.

„Ich verstehe nicht ganz. Wieso sollte ich Widerstand leisten?“

„Nun, wer wird deiner Ansicht nach die Firma leiten, wenn dein Vater in den Ruhestand geht?“

Und dann dämmert es mir. All die kleinen Puzzleteile fügen sich zu einem Bild zusammen, das mir ganz und gar nicht gefällt.

„Das kann ich nicht. Ich habe eine Aufgabe. Als Leiter der–“

„Die Akquise, ja, das wissen wir“, unterbricht mich mein Vater, offenbar ungehalten über die Richtung der Diskussion. „Alexander, das Verlagshaus ist ein Familienunternehmen. Mein Vater arbeitete sich in der Branche von ganz unten hoch, bevor er sein eigenes Unternehmen gründete. Mein ganzes Leben habe ich gearbeitet und das Geschäft von ihm gelernt, um eines Tages mein eigenes Vermächtnis weitergeben zu können. Du bekommst alles auf einem Silbertablett serviert. Du hast vier Wochen, um deine derzeitigen Projekte abzuwickeln und zu delegieren, bevor ich dich in den Vorstand hole. Ich werde in zwei Monaten von heute an zurücktreten.“

Und wie aufs Stichwort bringt ein Kellner unsere Speisen, und das Gespräch ist beendet.

Ich habe den Appetit verloren, und höfliche Konversation mit meinen Eltern zu betreiben, ist das Letzte, was ich jetzt will, nachdem sie diese Bombe haben platzen lassen.

Es ist einfacher, mein Essen herunterzuwürgen und meine Beiträge zur Unterhaltung auf Nicken zu beschränken, als in der Öffentlichkeit einen Streit vom Zaun zu brechen.

Als wir schließlich das Restaurant verlassen, warten vor dem Hotel immer noch die Paparazzi. Dieses Mal fällt es mir bedeutend schwerer, in die Kameras zu lächeln.

Zumindest wird mich niemand auf dem Heimweg dabei fotografieren, wie ich über die Neuigkeit ausflippe. Jetzt bin ich dankbar für das Scheißauto, das meine Mutter für mich bestellt hat. Und noch ein Puzzleteil klickt an seinen Platz – natürlich wusste meine Mutter, dass ich an diesem Brocken schwer zu schlucken haben würde.

In der Sicherheit meiner Wohnung reiße ich mir die Krawatte herunter und schleudere meine Schuhe so heftig von den Füßen, dass sie am anderen Ende des Zimmers landen.

Dann laufe ich in meinem großen, offenen Wohnbereich auf und ab, während ich mich fühle, als würde plötzlich das Gewicht der Welt auf mir lasten und mich erdrücken.

Die große Wanduhr zeigt nicht länger einfach nur die Zeit an; sie zählt sie herunter wie ein Countdown.

Dreißig Tage, dann wird es mit meinem Traumjob vorbei sein.

Dreißig Tage, dann wird mein Leben aus Spreadsheets, Konten und endlosen, langweiligen Vorstandssitzungen bestehen.

Ich nehme mein Handy, um Mia anzurufen, aber dann wird mir bewusst, wie spät es ist. Sie liebt mich, aber keine Assistentin sollte um diese nachschlafende Zeit Anrufe von ihrem Chef bekommen.

Stattdessen schicke ich ihr eine Textnachricht. Falls sie nicht antwortet, werde ich morgen früh mit ihr reden.

Xander: Erinnerst du dich noch an dein Bewerbungsgespräch?

Ihre Antwort kommt nach wenigen Minuten.

Mia: Ist das deine Art, mir zu sagen, dass ich nicht angenommen wurde? Ein bisschen spät, oder? Du weißt schon, jetzt, wo du total abhängig von mir bist und alles.

Xander: Du sagtest damals, du wärst einfallsreich.

Mia: Falls du mir gleich mit einer dieser Chef-Anforderungen kommst, wo ich für dich einen Heiratskandidaten finden soll, oder einen heimlichen Geliebten, der auf BDSM steht … warte kurz, ich hole nur meinen Notizblock.

Ich muss herzhaft lachen. Dass Mia sich von Anfang an nicht von meiner Position oder meinem Status einsschüchtern ließ, war einer der Gründe, warum ich sie eingestellt habe. Sie bleibt auf dem Boden und lässt mich einfach … mich selbst sein. Bei ihr muss ich mich nicht verstellen.

Xander: Mein Vater will, dass ich die Firma übernehme.

Mia: Scheiße

Mia: Warte. Lass mich eine Minute nachdenken.

Mia: Ich hab’s. Ich habe einen Freund beim Theater, der sich mit Maskenbildnerei auskennt. Wir können dein Aussehen verändern und dich außer Landes schaffen.

Mia: Falls du dich für eine tropische Insel ohne Auslieferungsabkommen entscheidest, komme ich mit dir. Aber ich bringe meine Katze mit.

Xander: Ich wusste, es war die richtige Wahl, dich einzustellen. Wir sehen uns morgen früh.

Mia: Warte! Welche Schuhgröße hast du? Hast du schonmal überlegt, dir die Haare zu färben? Wie wär’s mit einem Schnauzer? Bleibt genug Zeit, damit du dir einen wachsen lassen kannst? Die zum Ankleben jucken wie verrückt. Frag nicht.

Xander: Danke, Mia. Ich habe heute Abend dringend eine Dosis durchgeknallte Mia gebraucht.

Mia: Aber, ich meine, ganz ernst jetzt …

Kapitel3

Ash

„Guten Morgen, mein Hübscher. Wie ich sehe, hat sich die Baronin von ihrem kleinen Schluckauf gestern wieder vollständig erholt“, sagt Nicky, als ich anfange, die Gemüsekisten von meinem Truck zu meinem Stand auf dem Bauernmarkt zu tragen.

„Beschreie es nicht. Ich kann mir keinen zweiten Besuch bei Billy leisten, auch nicht mit dem Rabatt für Freunde und Familie.“

Ich reihe die Kisten sorgfältig auf, denn ich will, dass mein Stand ästhetisch befriedigend aussieht. Und meine saisonalen Kürbisse bekommen einen stolzen Platz in einem ordentlichen Stapel ganz vorn.

Wenn es eins gibt, was ich über Stadtmenschen gelernt habe, dann, dass sie praktisch mit den Augen kaufen. Deshalb lasse ich daheim auf der Farm immer nicht ganz so wohlgeformtes oder kleines Gemüse in gleicher Menge zurück, das die Arbeiter zu reduzierten Preisen kaufen können.

Die Sachen schmecken ganz genauso gut, aber ich weiß, dass sie sich auf dem Markt nicht verkaufen. Außerdem ist es eine nette Art, den Leuten etwas zurückzugeben, die mir dabei helfen, das Geschäft am Laufen zu halten.

Wie üblich lässt der erste Ansturm des frühen Morgens nach, sobald die Leute anfangen, zu ihren Büros zu gehen, die Taschen voll mit Lebensmitteln aus lokalem Anbau.

Ich ziehe den Kragen meines Fleecepullis hoch, um meinen Hals zu bedecken. Es wird definitiv kälter jetzt. Noch vor ein paar Wochen prophezeite jeder einen warmen Herbst, aber wie erwartet, weiß Mutter Natur ganz genau, wann es losgehen soll, und ich bin hundertprozentig damit einverstanden.

„Da bist du ja, Herzchen“, sagt Nicky und reicht mir einen Kaffee von Roasted.

„Du bist eine Lebensretterin. Ich war heute früh zu sehr in Eile und kann jetzt wirklich eine Stärkung gebrauchen“, sage ich.

„In diesem Fall nehme ich an, du sagst auch hierzu nicht nein?“ Sie wedelt mit einer Papiertüte, und ich weiß sofort, dass darin ein Pumpkin Spice Muffin ist.

„Du. Bist. Die. Beste!“, rufe ich.

„Ach was, nur deine gute Fee.“

Da sie nicht zurück an ihren Stand geht, muss der Muffin wohl die süße Überleitung zu etwas sein, das mir wahrscheinlich nicht gefallen wird.

Ich hebe eine Augenbraue, und sie lacht.

„Alsooo …“, beginnt sie.

„Also …“

„Ich habe gestern Abend dein Buch ausgelesen“, sagt sie mit betont neutraler Miene.

Trotz des kalten Wetters fangen plötzlich meine Hände an zu schwitzen, während ich den heißen Kaffeebecher halte. Ich erwarte eigentlich nicht, dass irgendwas von dem, was ich schreibe, besonders gut ist, aber ich möchte wirklich, dass es Nicky gefällt.

„Herrje. Ash, krieg dich ein. Du siehst aus, als würdest du gleich in Ohnmacht fallen. Beiß in deinen Muffin.“

„Jetzt kann ich nicht essen, nachdem du mich damit so überfallen hast. Na los, reiß das Pflaster einfach in einem Rutsch herunter. Es ist nicht gut, oder? Ich wusste es.“

Ein Kunde nähert sich meinem Stand und sucht sich verschiedenes Gemüse und einen Beutel Schnittbohnen aus. Ich bin so nervös, dass ich fast vergesse zu kassieren.

„Ash“, sagt Nicky und legt beide Hände auf meine Schultern. „Es ist wundervoll, und ich habe jedes Wort geliebt. Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte, Ash. Es ist die beste, herzerwärmendste Geschichte, die ich je gelesen habe.“

Ich sehe ihr in die Augen und finde nichts als Aufrichtigkeit. Sie nimmt mich nicht auf den Arm; sie meint es so, wie sie es sagt.

„Gib mir den Muffin. Gott, du hast mich zu Tode erschreckt, Frau“, sage ich, schnappe mir den Muffin und inhaliere das würzige Aroma, bevor ich einen großen Bissen nehme. Innen drin ist etwas Weiches und Köstliches – der Muffin ist mit Käse-Sahne-Creme gefüllt!

„Scheiße, ist das lecker“, sage ich mit vollem Mund.

„Du isst wie ein Tier“, bemerkt Nicky, und ich jage sie, um ihr einen Kuss voller Krümel und Creme auf die Wange zu geben. „Igitt, hör auf! Das war das letzte Mal, dass ich dir was mitgebracht habe.“

„Nein, war es nicht. Du liebst mich doch“, necke ich sie.

„Okay, Schluss mit dem Unsinn. Jetzt hör mir mal ganz genau zu.“

Ich verdrehe die Augen, denn ich kann mir schon denken, was sie sagen wird. Seit ich ihr erzählt habe, dass ich ein Buch schreibe, das lose auf der Liebesgeschichte meiner Eltern basiert, führen wir bereits diese Diskussion.

„Du musst das veröffentlichen. Dieses Buch muss hinaus in die Welt“, sagt sie erwartungsgemäß.

„Sicher“, antworte ich trocken. „Lass mich nur schnell meinem Herausgeber Bescheid sagen. Ach … und wenn du kurz meinen Stand im Auge behalten kannst, besorge ich mir auf der Stelle einen Grafikdesigner fürs Cover.“

Sie schlägt mir entrüstet auf den Oberarm, als ich mir gerade das letzte Stück Muffin in den Mund stopfe, und ich verschlucke mich beinahe. Ich huste, starre die getrockneten roten Bohnen vor mir an, und widerstehe nur mühsam dem Impuls, eine nach Nicky zu werfen. Aber ich habe Kunden.

„Guten Morgen. Kann ich dir helfen?“, begrüße ich das hübsche, zierliche Mädchen mit dem leuchtend pinkfarbenen Haar.

„Hi. Du hast einen wirklich schönen Stand“, sagt sie mit einem strahlenden Lächeln.

„Oh, danke. Suchst du etwas Bestimmtes? Im Augenblick ist alle Welt wild auf Kürbisse, aber wenn ich ehrlich sein soll, dann backt man mit diesen Äpfeln hier den besten Kuchen der Welt.“

Ich zeige auf die grüne Sorte. Äpfel haben gerade Hochsaison, und meine sind die besten. Was mich daran erinnert, dass ich auch Bill und Norma ein paar Äpfel bringen sollte.

Das Mädchen legt einen Finger an ihre Lippen und tippt dagegen, als träfe sie die wichtigste Entscheidung ihres Lebens.

„Warum nimmst du nicht einfach ein paar mit?“, frage ich sie und lege ein paar besonders große Äpfel in eine Tüte, dann reiche ich sie ihr. „Und nachdem du deinen Apfelkuchen gebacken hast, kannst du mir sagen, ob ich recht hatte oder nicht.“

Sie lacht und hebt die Tüte hoch. „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen Apfelkuchen gebacken. Ich könnte dich vergiften.“

„Das bezweifele ich. Zunächst einmal bin ich nicht Schneewittchen, und zweitens bin ich auf dem Land aufgewachsen und habe schon bedeutend Schlimmeres gegessen als einen misslungenen Kuchen.“

Sie lacht erneut. „Ich bin Mia. Wie heißt du?“

„Ich bin Ashton, aber du kannst Ash zu mir sagen.“

„Freut mich, dich kennenzulernen, Ash.

---ENDE DER LESEPROBE---