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Kit Cat Schnurrhaar. Haustyrann und Milchdieb. Als Schreiberling seiner eigenen Geschichte räumt er auf seiner ganz eigenen schrägen Art und Weise mit alten Vorurteilen auf und zeigt einmal mehr, wer der Herr seines Domizils und aller benachbarten Grundstücke ist. Dabei nimmt er auf nichts und niemand Rücksicht. Egal, ob es sein eigener Hausdiener, ein verschwundenes Bällchen, das überfällige Dinner oder der laut quitschende Nachbarshund ist, denn jeder, ob Mann oder Maus, muß sich der ausgewachsenen Diva auf vier Tatzen beugen, welches der Übeltäter bei Nichtbeachtung von Kit Cat`s Regeln übel bestraft wird.
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Seitenzahl: 18
Veröffentlichungsjahr: 2017
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S.A. Michael
Liebes Katzentagebuch Teil 1
Kleine Geschichten aus allen Sphären BD1
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Impressum neobooks
Am Anfang war da ein riesengroßes, gewaltiges Nichts
Liebes Katzentagebuch.
Schaue ich heute auf mein langes, entbehrungsreiches, in allen unendlichen qualvollen dahinschreienden Einzelheiten meines Lebens zurück, würde ich sagen, dass sich jener schicksalsträchtige Tag meiner Zeugung nicht wiederholen bräuchte, oder um es kurz zu sagen, nie hätte stattfinden sollen, und sich meine Mutter einen Monat später auf den erstbesten Kater stürzen sollte, der da gerade des Weges lang schlawenzelte. Vielleicht, aber nur vielleicht, träfe meine Geschichte dann einen Lennie, Tiger, Charlie, Motte, Schnecke, Rindvieh, Streuner, Fresssack oder Stinktier, und er würde sich sein hübsches Köpfchen zerbrechen, um sein Tagebuch der Nachwelt zu erhalten. Sich über seinen Zweibeiner, alias Dosenöffner, alias Hausdiener, alias Sklave beschweren, welche man eh nicht so richtig erziehen kann, denn immer wieder machen diese Zweibeiner was sie wollen, gehen, wenn sie der Meinung sind, verlassen einfach einmal so das Haus, ohne sich die notwendige Genehmigung eingeholt zu haben. In dreifacher Ausführung natürlich.
Noch unhöflich ist die Tatsache, dass sie erst nach Stunden zurückkehren, wohlwissend, dass da einer zu Hause sitzt, der seiner Zuwendung bedarf. Das steht zumindestens im Vertrag, notariell beglaubigt und zehnfach abgesegnet von der Katzengewerkschaft „Ich mache eh was ich will“. Doch irgendwie lesen die Zweibeiner nie das Kleingedruckte unten auf der ersten Seite, die mit folgenden Worten der Anbetung beginnt.
Zurück zu mir und meinen Eintritt in eine verwirrende Welt, die ich mir so, aber absolut nicht so, vorstellte.
Am Anfang war da ein gewaltiges Nichts. Eine tiefe, schwarze Leere die um sich griff und erst an deren Ende, nur für eine kurze Sekunde, in einem gewaltigen Knall endete, durchflutet von unzähligen kleinen Teilchen. Katapultierend. Bahnbrechend. Rekordverdächtig dem Licht entgegen schwammen, durch Labyrinth und Höllen, Gänge und Schleim. Nur um am Ende vom erstbesten Verlierer verprügelt zu werden. Gewann er doch das stürmische Rennen um das letzte Ei des Monats.
