Liebestrauma - Annika Brauer - E-Book

Liebestrauma E-Book

Annika Bräuer

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Beschreibung

Lara leidet an einer dissoziativen Identitätsstörung, was bedeutet, dass sie ihren Körper mit anderen Personen teilt. Zu ihrer Unwissenheit geht einer ihrer Anteile eine Beziehung ein und verreist zu ,,ihrem" Freund. Der Besuch verläuft deutlich anders als erwartet und stellt das Persönlichkeitssystem auf eine harte Probe.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 47

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Dieses Buch ist geschrieben worden, um einerseits den Menschen aufzuzeigen, wie das Leben mit einer dissoziativen Identitätsstörung aussehen kann und auch, um Hilfestellung zu geben, wenn es zu Gewalt in einer Beziehung kommt. Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit, wobei alle Namen und Orte abgeändert wurden und die Personen lediglich als Abbild der Geschehnisse fungieren, ohne direkt die Situationen wiederzugeben.

Annika Brauer

Liebestrauma

Wenn Gewalt die Liebe bestimmt

 

© 2020 Annika Brauer

Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

 

Paperback:

978-3-347-04751-8

Hardcover:

978-3-347-04752-5

e-Book:

978-3-347-04753-2

 

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung

Inhaltsverzeichnis

Zuvor

Der Beginn

Der Tag

Die Flucht

Das Leben danach

Ein Weg zurück ins Leben?

Vorwort

Die dissoziative Identitätsstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der sich die Seele der Hauptpersönlichkeit durch schwere frühkindliche Traumatisierung aufspaltet. So entstehen mehrere Persönlichkeiten, genannt Anteile, die eine eigene Wahrnehmung, ein eigenes Gedächtnis und auch eigene Vorlieben und ähnliches innehaben. In der Therapie wird gelernt, Kontakt zu den anderen Anteilen aufzunehmen, da nicht jeder Anteil die anderen Persönlichkeiten kennt und außerdem wird erlernt, Absprachen zu treffen und zusammen ein normales Leben führen zu können. Ich selbst bin Anteil eines Systems von um die 20 Persönlichkeiten und hatte das Glück keine Kindheitstraumata zu meiner persönlichen Erinnerung zu zählen, sondern war da, um nach außen hin Normalität erscheinen zu lassen. Als der Körper 18 Jahre alt war, erlitt allerdings auch ich ein Trauma, welches ich durch dieses Werk aufarbeiten wollte. Meine Hoffnung ist, anderen, die solche Gewalt erleben, die Kraft und den Mut zu geben, aus solchen Kontakten auszubrechen und die Täter als solche anzuerkennen und die Verbindung aufzutrennen.

Zuvor

,,Wann wirst du in etwa wiederkommen?“, fragte meine Mutter

mich. ,,Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich sieben oder zehn Tage bleibe.“, entgegnete ich ihr, während ich meine Sachen packte. Ich war ganz aufgeregt, schließlich fuhr ich zwei Stunden mit dem Auto, um meinen Freund zu besuchen. Sie verließ das Zimmer, es gefiel ihr eindeutig nicht, dass ich für einige Tage zu Luke fuhr, allerdings wussten wir beide, dass sie es mir nicht verbieten könnte, schließlich war ich bereits 19. Na gut, physisch war ich 18, aber auch dieses Alter würde genügen, mir das nicht verbieten zu können.

Wie es kommt, dass ich 19, der Körper aber 18 Jahre alt war? Das ist schnell zu erklären, wenn auch schwierig zu verstehen. Ich bin ein Anteil von Vielen, Teil einer Erkrankung, wenn man so möchte. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um die Dissoziative Identitätsstörung. Ich bin schon immer 19. Auch als der Körper noch nicht alles allein als eigenständige Person leben und handeln konnte, war ich bereits 19. So zu sagen bin ich mit 19 geboren und höchstwahrscheinlich werde ich wohl auch mit 19 sterben, wenn der Körper meinetwegen auch 80 oder so wird.

Nun aber zurück zur Geschichte. Ganz aufgeregt packte ich meine Sachen zusammen, bereits in Gedanken an meinem Ziel angekommen. Die Mutter Anne (eigentlich benannte ich sie immer beim Vornamen, denn ,,Mama“ war sie nicht, jedoch führte das bei vermeintlich Gleichaltrigen häufiger zu Verwirrungen, weshalb ich jedwede Bezeichnung im Alltag umgehe) war noch immer sehr überrascht, dass das mit Luke scheinbar so ein plötzliches Interesse war. Dahingehend verständlich, dass sie nicht weiß, dass ich im Prinzip nicht ihre Tochter bin, sondern lediglich in diesem Körper wohne. Im Gegensatz zu Lara (der Körperbesitzerin) fand ich Luke bereits von Anfang an großartig. Noch als der Körper vielleicht 9 Jahre alt war, hatte ich Schmetterlinge im Bauch, wenn ich ihn sah. Er war mittlerweile 25 Jahre, also ganze Sieben Jahre älter als der Körper und Sechs Jahre älter als ich. Aber ich empfand mich durchaus als reif genug für ihn. Früher wohnte er mit dem Auto lediglich 10 Minuten entfernt bis er für seine Ausbildung nach Augsburg zog. Wir trafen uns in den letzten Monaten immer hier bei uns im Dorf, wenn er seine Eltern besuchte; da ich nun aber alt genug war, allein mit dem Auto zu fahren, würden wir uns bei ihm treffen und ich könnte einige Tage bis fast zwei Wochen bei ihm übernachten. Ich vermisste ihn, war ich doch bis vor einigen Tagen erst noch auf Korsika mit der Schule, wo ich meinen Mitschülerinnen von ihm vorschwärmte und sagte, wir seien schon seit 1,5 Monaten zusammen. Auch dies führte zunächst zu Verwirrungen, da Lara dahingehend natürlich nichts gesagt hatte, schließlich wusste sie es auch nicht und hatte glücklicherweise auch keinerlei Interesse an ihm. Im Gegenteil fand sie ihn dumm und nervig, was wohl auch zu Annes Verwunderung geführt hatte.

Wie dem auch sei, ich packte die hübschesten Sachen zusammen und konnte die Abfahrt in Zwei Tagen kaum abwarten. Um es für mich leichter zu machen, stellte ich im Außen lediglich noch die CDs für die Fahrt zusammen und versteckte mich solange im Innen und gab mich meinen Träumen hin….

Der Beginn

Nun war es also soweit, ich hatte alles bereits ins Auto geladen, mit den Eltern noch durchgesprochen, dass ich mich bei Pausen und natürlich der Ankunft melden würde und konnte mich nach dem Mittagessen endlich auf den Weg machen. Ganz aufgeregt fuhr ich los, es war die längste Autofahrt, die ich je als Fahrer bestritten hatte und dann auch noch allein. In Gedanken war ich allerdings bereits da, was die Zeit verfliegen ließ.